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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino a la Leone
Sergio Leone's meisterhaftes Epos "C'era Una Volta Il West" - so der Originaltitel - war zu seiner Zeit in den USA kein großer Erfolg: Offenbar war dieser Film dem amerikanischen Publikum zu anspruchsvoll, zu episch, vorallem aber - zu lang. Kurzerhand kürzte man den Film um 22 Minuten, was nicht nur dem Regiesseur (bei "Once Upon A Time Im America" sollte ihm...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2003 von robotgeorgie

versus
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3.0 von 5 Sternen Ausgespielt
Sergio Leones Western über Amerika, zeigt kein Amerika. In keiner Faser. Jede Sekunde sieht man einen Italowestern aus Italien, gemacht von einem Italiener.
Once Upon A Time In The West ist ein auf visuelle und musikalische Effekte hochgeputschter Film, dessen Inhaltlichkeit in den Effekten untergeht und versiegt. Zudem hat sich Leone entschlossen - wie so oft...
Veröffentlicht am 27. August 2012 von Mladen Kosar


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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino a la Leone, 15. Oktober 2003
Von 
robotgeorgie "robotgeorgie" (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Sergio Leone's meisterhaftes Epos "C'era Una Volta Il West" - so der Originaltitel - war zu seiner Zeit in den USA kein großer Erfolg: Offenbar war dieser Film dem amerikanischen Publikum zu anspruchsvoll, zu episch, vorallem aber - zu lang. Kurzerhand kürzte man den Film um 22 Minuten, was nicht nur dem Regiesseur (bei "Once Upon A Time Im America" sollte ihm ähnliches widerfahren), sondern auch Cineasten wehtat. Anders in Europa (hier besonders in Frankreich) und Japan: "Once Upon A Time In The West" entwickelte sich zu einem großen Erfolg, sowohl in finanzieller als auch in küstlerischer Hinsicht. Die akribische und detailbesessene Arbeit des Regiesseurs wußte man entsprechend zu würdigen.
Claudia Cardinale, Henry Fonda, Charles Bronson - große Namen in einem großen Film. Leone selbst definierte den Rhythmus seines Films als "Tanz mit dem Tod", zu dessen Wirkung trug selbstverständlich auch der bekannte Score von Ennio Morricone bei. Nicht bloß ein Film, schnell heruntergekurbelt, um das Mainstream-Publikum zu befriedigen: Die heutige Film- und Kino-"Kultur" ist so schnellebig. "Spiel mir das Lied vom Tod" hingegen läßt sich und dem Betrachter Zeit. Leone's Markenzeichen waren u.a. die urplötzliche Eruption von Gewalt, der Wechsel zwischen extremem Weitwinkel- und extremen Close-Ups. Sensationell, wie dieses Konzept auch in diesem Film umgesetzt wurde. Die optische Wucht der Bilder - so sieht wahres Cinemascope aus, die epische Art der Erzählung - trotz der über zweieinhalb Stunden Spielzeit fesselt jede Sekunde, die perfekte Inszenierung der Akteure - freilich gewürzt mit Humor - nicht umsonst wird "Spiel mir das Lied vom Tod" mit dem Prädikat "Kult" gehandelt.
Die digitale restaurierung des Films ist Paramount hervorragend gelungen. Exzellente Farbabstimmung, sensationelle Schärfe. Die Bonus-DVD bietet informative "Making of..." und Dreharbeiten-Berichte, der Film selbst wird von einem optionalen Audiokommentar begleitet. Das ganze in einem der schönsten Digipaks, die im deutssprachigen Raum je veröffentlicht wurden. Wer diesen Film nicht hat, muß wohl schon tot sein.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Once upon a time in the West ..., 26. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (DVD)
...oder wie in deutsch wieder einmal irreführend übersetzt "Spiel mir das Lied vom Tod" bildet den ungewollten Auftakt zu Sergio Leones Amerika Triologie. Ungewollt deshalb weil Leone keineswegs vorhatte nach den Erfolgen der Dollar-Triologie einen weiteren Western zu drehen, aber nach Druck der Studios und der Öffentlichkeit gab er schließlich nach und wollte den Western schlechthin machen, was Ihm meiner Meinung nach auch gelungen ist. Fortgesetzt wird die Triologie 1971 mit "Todesmelodie" (Once Upon a Time in A Revolution) und schließlich 1984 mit dem bildgewaltigen Gangsterepos "Es war einmal in Amerika" (Once Upon A Time in America) mit Robert De Niro.

Große Schwierigkeiten hatten die Produzenten einen Hollywood Star wie Henry Fonda für einen italienischen Film zu überreden und noch dazu da er nach Claudia Cardinale nur die zweithöchste Gage erhalten sollte. Schließlich ließ sich Fonda doch überreden, da es Ihm recht reizvoll erschien endlich mal einen richtig abgrundtiefen Bösewicht zu spielen der gleich zu Beginn des Films ein Kleinkind erschießt.
Neben Fonda sind in den Hauptrollen wie eben schon genannt die wunderschöne Claudia Cardinale (Der rosarote Panther), sowie Jason Robards (Philadelphia) und natürlich Charles Bronson zu sehen. Als skrupelloser Eisenbahnunternehmer Morton ist Gabriele Ferzetti zu sehen der im James Bond Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" als Schwiegervater von 007 zu sehen war.

Die Anfangssequenz am Bahnhof von Flag Stone wollte Leone ursprünglich einmal mit Clint Eastwood, Eli Wallach und Lee van Cleef, den Stars seiner Dollar-Triologie, besetzen um dieser einen würdigen Abschluß zu geben. Leider hat dies nicht geklappt, da Clint Eastwood bereits im großen Hollywood für den Western "Hängt ihn höher" unterschrieben hatte.

Einer der ganz großen Stars des Films ist natürlich auch Ennio Morricone, welcher wie bei fast allen Leone Filmen für die Musik zuständig war. Diesmal schuf er mit seiner Filmmusik ein Score für die Ewigkeit, ein Score das zu einem Markenzeichen dieses Films geworden ist. Traurig daran ist wohl das Morricone für seine unzähligen erstklassigen Filmmusiken bis heute keinen Oscar erhalten hat, aber dies ist auch wieder mal typisch für Hollywood. Einzig sein Lebenswerk wurde nun endlich mit dem Oscar belohnt, aber keines seiner großartigen Scores.

Kurz zur Handlung dieser nicht sehr dialogreichen "Pferdeoper". Der skrupellose Eisenbahnunternehmer Morton schreckt mir Unterstützung des eiskalten Killers Frank auf der Suche nach Macht und Reichtum vor nichts zurück. Sein großes Ziel ist es, das Grundstück welches die ehemalige Prostituierte Jill von Ihrem ermordeten Mann geerbt hat, als wichtigen Eisenbahnstützpunkt in seinen Besitz zu bekommen. Ein schweigsamer Fremder ersteigert das Grundstück und schenkt es der Witwe zurück. Dies bringt den Killer Frank in Rage und er fordert den Fremden zum Duell. Was er nicht ahnt ist, das dieser sowieso auf der Suche nach Ihm war um eine offene Rechnung zu begleichen.

"Once Upon A Time in The West" ist ein Film den man meiner Meinung nach nur hassen oder lieben kann. Ich selbst gehöre zu den Verehrern dieses bildgewaltigen Stücks Kinogeschichte. Bis heute, knapp 40 Jahre nach Veröffentlichung, hat der Film nichts von seiner Faszination eingebüßt. In den USA kam der Film leider erst 10 Jahre nach Erscheinen zu der Ehre die Ihm gebührte, den urprünglich spielte der Film 1968 in den Staaten nicht einmal eine Million Dollar ein. Im anscheindend anspruchsvolleren Europa wurde das Meisterwerk umgehend zum Kassenhit und gehört unter anderem in Frankreich immer noch zu den zehn erfolgreichsten Filmen aller Zeiten.

Die Bild- und Tonqualität ist für einen Film dieses Alters ausgezeichnet, aber Fans würde ich raten zu Doppel DVD zu greifen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Epos des Western, 23. April 2008
Es gibt insgesamt 3 Western Trilogien die sich bei mir eingebrannt haben: Die Dollar Trilogie, Die Django Trilogie und die Amerika Trilogie. Spiel mir das Lied vom Tod ist ein unsterblicher Western Klassiker und der Beginn der Amerika Trilogie. Und die Deluxe Edition zollt diesem Klassiker würdig Respekt.

Eine Holzbox mit eingeprägtem Schriftdruck, limitiert auf 20.000 Exemplare. Macht sich absolut edel im Regal. Doch auch die Box hat es wahrlich in sich. Der Soundtrack zum Film, der einen von Anfang an gefangen nimmt. Dann noch eine Mundharmonika in einem Lederbeutel, ebenfalls hochwertig angefertigt und mit Schriftzug. Das Hauptstück ist das Digipack in dem sich 2 Silberlinge befinden, der Film und sämtliche Extras auf Silberling 2.

Zur Story muss ich nicht mehr viele Worte verlieren, ebenso zu dem genialen Soundtrack oder der unschlagbaren Atmosphäre. Spiel mir das Lied vom Tod ist der edelste und beste Western der je gedreht wurde. Leone hat hier sein ultimatives Meisterwerk abgeliefert.

Die Box ist teuer, aber jeden Cent wert. Unbedingt kaufen!
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99 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stille im wilden Westen, 31. Oktober 2003
Von 
Sind wir mal ehrlich: ich glaube vielen hatten beim ersten Betrachten eine andere Erwartungshaltung. Zu Recht: las man bis dahin den Namen eines italienischen Regieseurs auf dem Plakat eines Westerns, durfte man mit reichlich Ballerei rechnen, immer mit dem typisch italienischen Abfeuergeräusch. Meist jedoch schauspielerisch eher in der zweiten bis dritten Kategorie anzusiedeln, von der Dramaturgie ganz zu schweigen. Dann kam Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" und die italienische Western-Welt geriet ins Schwanken. Schweigen kam vor Reden, Reden kam vor Schießen. Henry Fonda sagte einmal in einem Interview, daß, als die Leute bei der Kamerafahrt um seinen Kopf am Anfang des Films erkannten, daß er es ist, riefen "Oh my god: its Henry Fonda !". Tatsächlich war der Kopf einer der berühmtesten Schauspielerfamilien bis zu diesem Zeitpunkt eher als Saubermann und Gerechtigkeitsymbol aufgetreten. Auf den ersten Blick paßte die Rolle des Schurken so gar nicht in sein Repertoire. Trotzdem, oder gerade deswegen, verlieh Fonda dem Schurken "Frank" seine Faszination und wurde zum Maßstab künftiger Westerngauner, so wie der Film bis heute der Maßstab aller Western ist. Auch Charles Bronson wurde mit diesem Film über Nacht weltberühmt (er selbst sagte mal, daß er ein Gesicht wie eine zerklüftete Felsenwand habe, in der man Raketen testet). Dazu kam ein, schon damals bekannter Jason Robards,der, zusammen mit Claudia Cardinale die Riege der Schauspieler abrundete. Dieses Viergespann schaffte es, unter der dramaturgischen Meisterleistung des Regieseurs ein zeitloses Meisterwerk zu schaffen. Sicher: es gibt viele Klassiker im Bereich Western, denken wir nur an "High Noon - 12 Uhr mittags" oder "Red River" mit John Wayne. Aber unter all diesen "Klassikern" (oder sagt man heute "Kultfilmen"?), sticht nur einer wirklich heraus, und das ist dieser von Sergio Leone. Die Musik von Ennio Morricone hat sicherlich einen erheblichen Anteil an der faszinierenden, permanent aufgeladenen Stimmung. Morricone variiert die Musik so unglaublich, daß melodiöse Töne den Zuschauer nahezu in Verzückung geraten lassen und seine weltberühmten Mundharmonika-Töne einem schon einen kalten Schauer über den Rücken jagen, ohne daß man den Film bisher überhaupt eingelegt hat.
Die DVD ist deswegen bemerkenswert, weil es gelingt, einen schon ordentlich alten Film wie neu aussehen zu lassen. Die häufige Verschiebung des ursprünglichen Veröffentlichungstermines ist meiner Ansicht nach darauf zurückzuführen (was kaum einer weiß), daß die europäische Version sich von der amerikanischen unterscheidet. Sergio Leone drehte verschiedene Szenen doppelt und verteilte sie auf die unterschiedlichen Kontinente. Die Szenen waren zwar inhaltlich und vom Dialog her völlig identisch.Jedoch zeitlich durch minimalste Unterschiede, z.B. in der Geschwindigkeit der Kamerafahrt, o.ä. verschieden. Für den Betrachter ist dies auch nach zig-maligem Betrachten nicht zu erkennen. Wohl aber für den, der den deutschen Ton auf eine amerikanische Version aufspielen soll. Es erfordert einen riesigen zeitlichen Aufwand, den deutschen Ton der um hundelsten Sekunden variierenden amerikanischen Filmfassung anzugleichen. Umso mehr ist die Arbeit an dieser DVD brillant gelungen. Ein echtes Schmuckstück.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Da wurde nochmal sehr viel Arbeit reingesteckt!, 28. Dezember 2003
Also die Tatsache dass das einer der größten Filme allerzeiten ist, kann wohl niemand wiederlegen, der Statistiken lesen kann, aber was auf dieser DVD gemacht wurde grenzt an Hexerei!
Dieser "35" Jahre alte Film kann es von der Bildqualität mit den aktuellsten Kinofilmen aufnehmen. Das lästige brummen im Ton wurde auch weitestgehend herausgefiltert, was mich dazu veranlasst den Restaurateuren des Films an dieser Stelle ein riesen Danke zu sagen.
Wer auf eindrucksvolle Landschaften, perfekt mit der Kamera eingefangene Emotionen steht, MUSS sich diese DVD, welche in einer sehr edlen Box kommt kaufen!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Western-Oper, 12. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (DVD)
Wenn man jemandem, der den Film noch nicht gesehen hat, die Empfehlung ausspricht, sich "Spiel mir das Lied vom Tod" anzusehen, ist die erste Frage, die meist darauf folgt "worum geht's denn da?" Und genau da kommt man zum ersten Mal ins Stocken...
Ja worum geht's da eigentlich?!...lasst mich versuchen, einige mögliche Antworten zu erörtern:

Es geht um einen Mann, dessen Bruder vor langer Zeit ermordet wurde, und der jetzt loszieht, um Rache zu üben...160 Minuten Rache üben?
:( so oder so ähnlich dürfte das Gesicht des Gegenübers bei dieser Antwort aussehen..."und das soll ich mir jetzt ansehen?" Versuchen wirs noch mal...

Es geht um den Fortschritt der Technik im wilden Westen, und um die aussterbende Rasse "Cowboy", quasi um einen Epochenwechsel in den USA. Dies ließe sich auch schön am Titel dokumentieren, wäre er nicht bei der Übersetzung ins Deutsche verhunzt worden. Aus dem italienischen Original (sinngemäß: "Once apon a time, there was a West") wurde im Englischen "Once Upon a time a Time IN the West" und bei uns kam dann schliesslich nur noch der Titel "Spiel mir das Lied vom Tod" an, was wir wahrscheinlich einem Hirnfurz eines Marketingchefs zu verdanken haben...Aber zurück zum Thema. Es geht also um diesen Epochenwechsel...hm, nicht ganz falsch, aber wenn sie ihrem Gegenüber diese Antwort auftischen, dürfte er noch skeptischer gucken als George W. Bush vor dem öffnen eines tickenden Briefes mit arabischem Absender...das kriegen wir besser hin...

Es geht um unerfüllte Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte. Im Mittelpunkt stehen 5 Charaktere, und ihre jeweiligen Vorstellungen des Begriffs "Lebensaufgabe". Bestes und symptomatischstes Beispiel hierfür ist wohl Morton. Morton hat alles! Ansehen! Geld! Macht! Und Knochentuberkulose. :( Der letzte Wunsch in seinem schon sehr fortgeschrittenen Lebensabend ist es, den Pazifik mit seiner eigenen Eisenbahn zu erreichen, und sein Ableben im Kontrast zu diesem Herzenswunsch gehört zu den eindrucksvollsten Szenen, die ich kenne...filmübergreifend! Frank hingegen träumt davon Mortons Platz einzunehmen, und wird von seiner Vergangenheit dahingerafft... Cheyenne merkt erst gegen Ende, dass sein persönliches Glück in einem Leben mit Jill gelegen hätte...doch als er ihr vorschlägt, bei ihr zu bleiben, zeigt sie ihm die kalte Schulter...und er reitet zum Sterben in die Einsamkeit. Ja, die unerfüllten Sehnsüchte ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film, und sind dennoch nur Beiwerk, nicht Anschauungsmittelpunkt..."Um unerfüllte Sehnsüchte??" wird ihr Gegenüber sagen "da guck ich lieber Gute Zeiten, Schlechte Zeiten....noch nicht die gewünschte Antwort, aber wir nähern uns an...

Hmm...je mehr ich über den Inhalt des Films nachdenke, desto mehr drängt sich mir ein Gedanke auf: es geht nicht um die Story, die erzählt wird, es geht eher darum, was der Film schafft daraus zu machen...mir fehlt nur noch der treffende Begriff...
"eine Oper der Gewalt" ist wohl der Untertitel, den man am häufigsten im Zusammenhang mit "Spiel mir das Lied vom Tod" zu Gesicht bekommt. Und eine Oper ist er wirklich. Leones einzigartiges Talent, immer genau im richtigen Moment auf die grandiosen Gesichtszüge seiner Schauspieler zu fokussieren, zeigt sich in keinem seiner Filme so deutlich wie hier. Er wechselt extreme Nahaufnahmen (Bronsons Augen füllen in einer Schlüsselszene kurz vor Schluss die gesamte Leinwand aus) mit ebenso extremen Weitwinkelshots, die die unendlichen Weiten der Prärie sehr schön einfangen. Er zieht den Fokus an, und lässt ihn locker, und das auf unvergleichliche Art und Weise. Und die Übergänge sind auch nicht ohne, siehe hier Jills Ankunft am Bahnhof, mit dem Zoom über den Bahnsteig durchs Fenster auf die Westernstadt...die Wahl der Schauspieler ist ebenfalls Leone-typisch akribisch bis in die Statistenrollen. Jedes Gesicht unverwechselbar, keiner ähnelt dem anderen, achtet mal darauf!
Das übrige zum Opernfeeling tut dann noch Ennio Morricones legendäre Musik. Vier Stücke beinhaltet der Soundtrack, jeder Hauptcharakter hat sein Theme zugeordnet bekommen, und wird dadurch auch immer akustisch eingeführt; Gruß an Star Wars. Diese Methode erlaubt es durch die Musikwahl dem Zuschauer verständlich zu machen, aus wessen Perspektive er die Geschehnisse im Moment wahrnimmt. "Jills West" ist nicht "Cheyennes West", beim mehrmaligen Ansehen fallen einem diese Perspektivenwechsel irgendwann auf.
Musik, Kamera, Schauspieler, und vor allem Regie, alles greift ineinander, alles bildet eine Einheit, zusammengehalten durch eine unvergleichliche Liebe zum Detail (Leone hat echten Staub aus der Prärie nach Spanien einfliegen lassen, weil die Farbe des einheimischen Staubs nicht gestimmt hat!).
Alles wirkt perfekt inszeniert, nichts sticht, nichts beisst, nichts kneift, und das ist wirklich selten... wenn der Film etwas NICHT schafft, dann hat man den Eindruck er WOLLTE es nicht schaffen. Manche mögen sagen er hat Längen, er erzählt wenig Story in vielen Minuten (der längste Vorspann der Filmgeschichte), aber diese Meinung teile ich nicht, ich sage der Film nimmt sich die Zeit, die er braucht, um das auszusagen, was er will, Zeit für eine perfekte Inszenierung...Inszenierung...das ist es! Genau das ist der fehlende Begriff...

Wenn man also mal gefragt werden sollten "worum geht's denn eigentlich in Spiel mir das Lied vom Tod?", könnte man ruhigen Gewissens antworten: "es geht um die Kunst filmischer Inszenierung"!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse, 28. Dezember 2009
Teilweise hatte ich das Gefühl, schon damals wurde in HD gedreht. Fast kann man die Poren der Darsteller in den Großaufnahmen zählen. Bild und Ton digital um Welten verbessert, ist dieser Film so ein wirklicher Genuß.
Möglicherweise ein Problem meines DVD-Spielers, der beim Umspringen auf die zweite Schicht echte Aussetzerprobleme hatte und nach Ein/Aus und einigem probieren dann doch wie vorher weitermachte.
Tat dem Film insgesamt aber keinen Abbruch...
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kinoversion vs. Restaurierte Fassung, 2. April 2012
Von 
Abby Normal - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Zunächst: Beide Versionen sind inhaltlich gleich. Der Unterschied liegt allein an der Bild- und der Tonqualität. Die Unterschiede in der Länge (36 Sekunden) kommen hauptsächlich davon, dass bei der restaurierten Fassung am Anfang eingeblendet wird, wem wir diese Version zu verdanken haben. Der Zähler läuft da bereits mit - die Danksagung gehört also laut Zähler schon zum Film.

Die Filmversion ist klasse. Scharfes Bild, kaum Rauschen, guter Ton. Man hat wirklich das Beste rausgeholt, aus dem 35mm-Film, bei dessen Aufnahmetechnik im Prinzip nur die Mitte des Negativs belichtet wurde. (Heute verwendet man für Breitbild verzerrende Optiken, damit man das ganze Negativ ausnutzen kann und somit die volle Auflösung hat. Die Optiken gab es damals schon. Dennoch wurde der Film mit normalen Linsen gedreht und das Breitbild erzeugt, indem man das Bild einfach oben und unten abgedeckt hat - zwei schwarze Streifen gemacht hat, sozusagen.)

Bei der restaurierten Fassung hat man wohl stärker die Computernachbearbeitung zuhilfe genommen. Das Resultat ist fantastisch! Das Bild ist ruhiger (Bildstand, das Bild wackelt nicht) und noch schärfer. Der Kontrast wurde optimiert - und zwar nicht nur einfach Schwarz- und Weißwert neu definiert, sondern einzelne Bildbereiche bearbeitet. Ich schätze, es wurden selbst Farben nachgebessert.
Der Ton ist unglaublich. Anscheinend wurden teilweise auch Soundeffekte hinzugefügt, oder von Original herausgefiltert, nachbearbeitet und neu gemischt.

Weder beim Ton noch beim Bild fallen die Verbesserungen negativ auf. (Es ist nicht so, als wäre es ein neuer Film, wie es mit den Effekten in den Original Star Wars Filmen ist.) Die restaurierte Fassung würde jedem genügen.

Doch für Puristen gibt es eben die Filmversion obendrauf - mit Farben, Ton und Gammamkurve, wie man es von "damals" kennt. (Leider verwehrt uns George Lucas ja die Originalversionen von Star Wars noch immer!)
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloses Western-Märchen in bestechender Qualität, 12. Dezember 2006
Sergio Leones Film-Meisterwerk macht nicht viele Worte. Aber es hinterlässt Bilder, die im Betrachter nachhaltig wirken. Und es macht sprachlos. Diese Doppel-DVD ist eine Pflichtveranstaltung für jeden, der diesen Film zu mögen behauptet.

Die Bild- und Tonqualität ist auf einem ganz hohen Niveau, die Musik von Ennio Morricone ein phantastisches Erlebnis, die neu produzierten Extras und Dokumentationen über die Musik, die Entstehung des Films und die amerikanischen und italienischen Sets das Sahnehäubchen. Mit diesem Ding hat man einen echten Schatz im DVD-Regal.

Unbedingte Empehlung.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Westernklassiker schlechthin!, 3. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (DVD)
Spiel mir das Lied vom Tod ist zu recht DER Westernklassiker schlechthin!
Das mag man aber erst recht verstehen wenn man sich auf den Film einläßt und ihm Zeit gibt sich in Ruhe zu entfalten.
Denn hier geht alles sehr ruhig, langsam und fast schon behäbig vorran.
Lange Einstellungen in denen wenig gesprochen wird und die Kamera immer ganz nah an die Figuren heranfährt sind hier Sergio Leones Markenzeichen.
Er nimmt hier etwas Abstand zu seinen vorigen Filmen und erzählt die Geschichte Episodenhaftiger und weniger gewaltverherrlichend .
Trotzdem gibt es natürlich auch Schießereien.
Sie ordnen sich hier nur der Geschichte unter und stehen ncht unbedingt im Vordergrund!
Über die tolle Besetzung braucht man hier wohl kein Wort mehr verlieren.
Und auch der geniale Soundtrack von Ennio Morricone der sich hier selbst übertroffen und jedem Hauptdarsteller sein eigenes Thema geschrieben hat ist unvergessen.
Wenn die Musik von Cheyenne z.b erklingt gewinnt der Film eine erstaunliche Leichtigkeit die man in einem sonst so ernsten Western nicht erwartet.
Und so spielt Leone mit verschiedenen Stilmitteln und fügt alles zu einem großartigen ganzen zusammen.
Klar, für Spiel mir das Lied vom Tod braucht man Sitzfleisch, wer das aber mitbringt erlebt ein großartiges Epos dass damals so wohl niemand von ihm erwartet hätte.
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