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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katzenartig, düster, witzig und eine echte Fortsetzung!
Immer dann, wenn -wie gleich zu Beginn des Romans- sich Kater "Francis" über sein Herrchen auslässt, wird es richtig spassig. Gerade hier nutzt Pirincci seine sprachliche Geschicklichkeit aus, um ironisch Kritik an einigen Gewohnheiten und dem Stil bürgerlichen Lebens zu üben. Ein Kater muss halt kastriert werden...
So wird Francis, der Detektiv...
Veröffentlicht am 2. August 2005 von Peter Schulte

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Am "Nahtod" gescheitert
Nachdem "Felidae" ein witziges, spannendes und alles in allem rundum gelungenes Buch war ist der zweite Teil "Francis - Felidae II" ein eher enttäuschendes Werk. Pirincci hat zwar noch immer den etwas schnoddrigen Ton des Katzendetektivs herübergebracht, bringt aber diesmal eine übermäßige Zahl an Klischees ins Spiel (Zum...
Am 11. August 1999 veröffentlicht


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katzenartig, düster, witzig und eine echte Fortsetzung!, 2. August 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Francis Felidae II (Taschenbuch)
Immer dann, wenn -wie gleich zu Beginn des Romans- sich Kater "Francis" über sein Herrchen auslässt, wird es richtig spassig. Gerade hier nutzt Pirincci seine sprachliche Geschicklichkeit aus, um ironisch Kritik an einigen Gewohnheiten und dem Stil bürgerlichen Lebens zu üben. Ein Kater muss halt kastriert werden...
So wird Francis, der Detektiv auf Samtpfoten, aus seinem trauten Heim vertrieben und jäh in sein zweites Abenteuer buchstäblich hineingespült: In einem heftigen Gewittersturm gerät Francis in die Kanalisation der idyllischen Vorstadt. Hier trifft er auf die Unterwelt und grausige Todesfälle an Artgenossen geben Rätsel auf, die es zu lösen gilt.
Spannend und mit geschikt plazierter Satiere erzählt Pirincci einen düsteren Krimi, der originell und mit viel bitterer Wahrheit einige, den Menschen eigene Charakerzüge in die Katzenwelt transportiert.
Neben einer gruseligen Story bringt einem der Roman auch vieles wissenswertes über Katzen näher.
Hohes Kriminiveau im Katzenmilleu, originell, wie der erste Teil: Eine gute Fortsetzung!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen düsterer Katzenthriller, 1. Juni 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Francis Felidae II (Taschenbuch)
Für Francis, den schlauen Kater, brechen entsetzliche Zeiten an:

Zu seinem "Dosenöffner" Gustav zieht eine gewisse Francesca

ein. Diese beginnt sofort, Francis' Rechte zu beschneiden, und

schließlich erfährt er, daß sie vor hat, ihn kastrieren zu

lassen. Da beschließt Francis, das Haus zu verlassen. Doch er hat

einen schlechten Zeitpunkt für seinen Auszug gewählt: Er ist erst

wenige Straßen weit gekommen, als ein schreckliches Unwetter

hereinbricht und ihn eine Flutwelle in die Kanalisation spült.

Damit beginnt der Schrecken erst, in der Kanalisation stößt

Francis auf kopflose Katzenleichen und schließlich auf eine

Bande blinder Katzen, die ihn lynchen wollen. Es gelingt ihm,

sich auf einen Deal mit ihnen einzulassen - sie lassen ihn in

Frieden und dafür spielt Francis wieder Detektiv und macht dem

Morden ein Ende.

Die Spur führt ihn aufs Land, in eine vermeintliche Idylle. Doch

diese entpuppt sich als Scheinwelt, so gibt muß er sich in der

Folge mit einer Mosterkatze, einem sagenumwobenen, mörderischen

Hund-Katze-Team und einem schießwütigen Jäger herumschlagen.

Ein Kater, der das Schreiben gelernt hat sowie eine rollige

Wildkatze sorgen dafür, daß die Verwirrungen sehr undurchsichtig

werden.

Dem Autor ist es fast gelungen, sein hohes Niveau seines ersten

Romans "Felidae" zu halten. Die Story ist ähnlich, Francis stößt

in neuer Umgebung auf grausame Morde und allerlei seltsame

Gestalten vermitteln eine düstere Atmosphäre. Und wieder ist der

Fall nicht einfach, unter der Spitze des Eisbergs verbirgt sich

eine großangelegte Verschwörung. Lediglich der Schluß ist - im

wahrsten Sinne des Wortes - abgehoben und stellt einen unschönen

Stilbruch dar. Im Anhang sind wieder einige Fakten über Katzen

nachzulesen, auf die in Fußnoten hingewiesen wird.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thriller der besonderen Klasse, 15. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Felidae (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert für Krimi-Liebhaber, Katzen-Fans, alle die gerne lachen und die, die so gerne Gänsehaut kriegen... Kurz: für jeden empfehlenswert, der gerne gut erzählte Geschichten mit Hochspannung-Faktor liest.
Ein Neuer im Viertel. Morde. Macht. Religiöser Wahn. Und das in einem Erzählstil, der durchweg Spaß macht.
Bei den genannten Themen könnte man meinen es geht um Menschen, aber seit ich dieses Buch gelesen habe empfinde ich den Blick eine einer Katze sehr anders als zuvor.
Die Geschichte von Francis, dem "Klugscheißer", führt mit gestochen scharfer Sprache durch ein gekonntes Wechselbad von Amusement Spannung, Erotik und diesem Eiskalten Schauer auf der Haut. (Und das wirklich: beim Lesen lacht man laut auf über Francis' spitzzüngigen Witz oder die Haare auf dem ganzen Körper stellen sich auf und ganz phenomenal: man bewegt sich unwillkürlich)
Dieses Buch ist nicht nur kurzweilig, manchmal bekam ich fast Kopfschmerzen, weil meine Lesegeschwindigkeit nicht auszureichen schien für die geschwindigkeit, in der sich die Bilder in meinem Kopf formten, dann wieder las ich langsamer (so wie man vor einer Zahnarzt-Tür langsamer wird, weil man sie eigentlich nicht aufmachen will...)
Die letzte Seite umzublättern und schließlich das letzte Wort zu lesen, ist ein bißchen wie aus einer Achterbahn steigen: man fühlt sich durchgewirbelt aber man will nochmal!
Viel Spaß! - den werden Sie nämlich haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein absolutes Lieblingsbuch!, 27. September 2002
Von 
Kerstin Wiedemann "Ameise" (Flensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Felidae (Gebundene Ausgabe)
Im Alter von 13 Jahren habe ich mir "Felidae" aus der Bibliothek ausgeliehen, und seitdem ist es mein absolutes Lieblingsbuch. Später erstand ich das Buch aus einer Wühlkiste und ärgerte mich fast darüber, daß diese Perle von einem Roman für 2.50 DM verscheuert wurde. Die Idee, die Geschichte aus der Sicht des Katers Francis zu erzählen, ist einfach genial. Wer diesen Roman gelesen hat, wird seine Mietzekatze sicher mit anderen Augen sehen. Denn nicht wir "Dosenöffner" - nein, die FELIDAE sind die perfekteste und intelligenteste Rasse auf der Welt! Das Beste an diesem Krimi ist Akif Pirinccis unvergleichlicher Schreibstil. Ich musste oft laut lachen über Francis' treffende Spitzfindigkeiten, im nächsten Augenblick konnte ich vor Spannung kaum Luft holen. Das Buch ist so genial geschrieben, daß ich es inzwischen 9mal gelesen habe, obwohl ich natürlich längst weiß, wer der Mörder ist. Wer dieses Buch nicht liest, dem entgeht ein aufregendes Lesevergnügen. Ach, nochwas: Vergeßt den dazugehörigen Film. Der ist zwar gut gemeint, aber ziemlich verworren und kann dem Buch nicht im Geringsten das Wasser reichen. Also, Leute: LEST DAS BUCH !!!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Art Sam Spade, sozusagen..., 11. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Felidae (Taschenbuch)
Tiere als Krimi-Protagonisten? Katzen gar, die ja neuerdings allzu sehr mit dem Schmuse-Image beladen sind? Kann das gutgehen? Es kann. Aber nicht nur das -- es geht richtig gut; Akif Pirinccis Katzen-Krimi "Felidae" verbindet eine gut durchdachte Story mit individuell gezeichneten Charakterkatzen und lässt seinen feliden Ermittler Francis in bester Sam-Spade-Manier von seinen haarsträubenden Ermittlungen im neuen Revier berichten.

Kaum nämlich ist Francis' "Dosenöffner" (so die liebenswürdige Bezeichnung für uns trottelige Zweibeiner) Gustav in ein neues Stadtviertel gezogen und beschert Francis damit ein neues Revier, stößt der bei einem ersten Kontrollgang über eine schlimm zugerichtete Katzenleiche, oder, wie Francis' neuer Freund Blaubart das ausdrückt, einen "kalten Sack". Blaubart ist ein verwegen aussehender, undurchsichtiger alter Kampfkater, im Vergleich zu dem "selbst Quasimodo realistische Chancen gehabt [hätte], in die Dressmanbranche einzusteigen". Mehr als einmal ist er zur Stelle, wenn Francis ihn am dringendsten braucht, und mehr als einmal hat Francis auch den Verdacht, dass Blaubart mehr weiß, als er ihm mitteilt.

Sascha, so der Name des gemeuchelten Katers, ist nicht der einzige tote Artgenosse, auf den Francis in den nächsten Tagen stoßen wird. Diese Katzenmorde sind unheimlich -- und eigenartig. Kaum denkbar, dass da ein durchgedrehter Dosenöffner am Werk war... Bei seinen Ermittlungen stößt Francis auf allerhand Merkwürdiges. Da wäre zunächst die verfallene Villa, in die er und sein "Dosenöffner" Gustav gezogen sind und die ihm diffuse Ängste und bedrohliche Alpträume beschert... Sodann gibt es eine in diesem Viertel recht häufige eigenartige Katzenrasse, deren Vertreter Francis an altägyptische Wandmalerei erinnern. In natura allerdings hat er solche Artgenossen noch nie gesehen... Dann wären da noch eine blinde Katze, die nie das Haus ihres Besitzers verlässt und die sich vage an irgend etwas Schreckliches (aber was?) in ihrer frühesten Jugend erinnert; eine zur Massenhysterie neigende Katzensekte, die einen mysteriösen Claudandus anbetet; ein tatteriger alter Angorakater namens Jesaja, der wirre Prophezeiungen auf Lager hat; ein höchst cleverer Kater namens Pascal, der sich mit Francis anfreundet und ihn in seine Computerkenntnisse (!) einweiht... und noch einiges andere.

Francis der Klugscheißer, wie ihn Blaubart bald nennt, will der Mordserie an seinen Artgenossen auf den Grund gehen, und bald findet er heraus, was die Opfer verbindet: Alle waren sie akut auf Freiersfüßen. Steckt also irgendein absurd-puristischer religiöser Fanatismus hinter dem Ganzen? Dass die Claudandus-Sekte, wenn sich ihre zahlreichen Miglieder in die entsprechende Massenhysterie gesteigert haben, zu allem fähig sind, hat er selber erlebt, als er ihnen mit knapper Not entkommen konnte. Aber andere Puzzleteile sprechen dafür, dass der Fall nicht so einfach ist, sondern dass dem Ganzen ein teuflischer Plan zugrunde liegt.

Francis unternimmt gefährliche und pannende Ermittlungen, bis er den springenden Punkt erkennt: Allmachtsphantasien und eiskalter, systematischer Wahnsinn, dazu ein verblendetes Ideal einer "Herrenrasse"...

Das klingt auf den ersten Blick etwas an den Haaren herbeigezogen, aber Pirincci entwickelt diesen Hardboiled-Krimi tatsächlich völlig logisch, und er verbindet die Handlungsstränge mit umfangreichem Fachwissen über Katzen (das Wichtigste kann man im Anhang des Buches nachlesen) -- und zwar ganz ohne erhobenen Zeigefinger oder spannungslähmende gelehrte Exkurse.

Und mit Francis' großem Gegenspieler und dessen wahnsinnigen Allmachtsallüren parodiert Pirincci tatsächlich ein wenig Kommissar Bärlachs Antagonisten in Dürrenmatts Krimis. Kombiniert mit einem gelungen ins Deutsche übertragenen Raymond-Chandler-Stil verrät das, dass Pirincci nicht nur über Katzen Bescheid weiß, sondern sich auch in den verschiedenen klassischen Krimi-Disziplinen bestens auskennt. Mehr als das: Er kennt sich nicht nur aus im Genre, sondern er entwickelt aus diesen Vorgaben einen originellen eigenen Stil.

Das eigentlich Reizvolle an diesem Krimi ist aber seine Sprache. Francis entpuppt sich als ein Sam Spade in Katzengestalt, und er ist fast so cool wie Humphrey Bogart persönlich. Wenn er also seine Geschichte erzählt, tut er das haargenau im besten Schwarze-Serie-Stil, pointiert und sarkastisch. Einen wortgewaltigen drastischen Vergleich lässt er sich ebensowenig entgehen wie eine rollige Katze.

Wem beim Stichwort "Katze" als erstes ein "ach wie süüüüß" entfährt, dürfte von "Felidae" womöglich enttäuscht sein, vielleicht sogar entsetzt wegen der Grausamkeiten. Wer hingegen die Krimis von Raymond Chandler liebt oder alte Bogart-Krimis der "Schwarzen Serie", dem empfehle ich "Felidae" unbedingt -- sogar dann, wenn er Katzen hasst oder allein schon von dem Wort "Katze" allergische Asthmaanfälle bekommt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Art Sam Spade, sozusagen..., 11. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Felidae (Broschiert)
Tiere als Krimi-Protagonisten? Katzen gar, die ja neuerdings allzu sehr mit dem Schmuse-Image beladen sind? Kann das gutgehen? Es kann. Aber nicht nur das -- es geht richtig gut; Akif Pirinccis Katzen-Krimi "Felidae" verbindet eine gut durchdachte Story mit individuell gezeichneten Charakterkatzen und lässt seinen feliden Ermittler Francis in bester Sam-Spade-Manier von seinen haarsträubenden Ermittlungen im neuen Revier berichten.

Kaum nämlich ist Francis' "Dosenöffner" (so die liebenswürdige Bezeichnung für uns trottelige Zweibeiner) Gustav in ein neues Stadtviertel gezogen und beschert Francis damit ein neues Revier, stößt der bei einem ersten Kontrollgang über eine schlimm zugerichtete Katzenleiche, oder, wie Francis' neuer Freund Blaubart das ausdrückt, einen "kalten Sack". Blaubart ist ein verwegen aussehender, undurchsichtiger alter Kampfkater, im Vergleich zu dem "selbst Quasimodo realistische Chancen gehabt [hätte], in die Dressmanbranche einzusteigen". Mehr als einmal ist er zur Stelle, wenn Francis ihn am dringendsten braucht, und mehr als einmal hat Francis auch den Verdacht, dass Blaubart mehr weiß, als er ihm mitteilt.

Sascha, so der Name des gemeuchelten Katers, ist nicht der einzige tote Artgenosse, auf den Francis in den nächsten Tagen stoßen wird. Diese Katzenmorde sind unheimlich -- und eigenartig. Kaum denkbar, dass da ein durchgedrehter Dosenöffner am Werk war... Bei seinen Ermittlungen stößt Francis auf allerhand Merkwürdiges. Da wäre zunächst die verfallene Villa, in die er und sein "Dosenöffner" Gustav gezogen sind und die ihm diffuse Ängste und bedrohliche Alpträume beschert... Sodann gibt es eine in diesem Viertel recht häufige eigenartige Katzenrasse, deren Vertreter Francis an altägyptische Wandmalerei erinnern. In natura allerdings hat er solche Artgenossen noch nie gesehen... Dann wären da noch eine blinde Katze, die nie das Haus ihres Besitzers verlässt und die sich vage an irgend etwas Schreckliches (aber was?) in ihrer frühesten Jugend erinnert; eine zur Massenhysterie neigende Katzensekte, die einen mysteriösen Claudandus anbetet; ein tatteriger alter Angorakater namens Jesaja, der wirre Prophezeiungen auf Lager hat; ein höchst cleverer Kater namens Pascal, der sich mit Francis anfreundet und ihn in seine Computerkenntnisse (!) einweiht... und noch einiges andere.

Francis der Klugscheißer, wie ihn Blaubart bald nennt, will der Mordserie an seinen Artgenossen auf den Grund gehen, und bald findet er heraus, was die Opfer verbindet: Alle waren sie akut auf Freiersfüßen. Steckt also irgendein absurd-puristischer religiöser Fanatismus hinter dem Ganzen? Dass die Claudandus-Sekte, wenn sich ihre zahlreichen Miglieder in die entsprechende Massenhysterie gesteigert haben, zu allem fähig sind, hat er selber erlebt, als er ihnen mit knapper Not entkommen konnte. Aber andere Puzzleteile sprechen dafür, dass der Fall nicht so einfach ist, sondern dass dem Ganzen ein teuflischer Plan zugrunde liegt.

Francis unternimmt gefährliche und pannende Ermittlungen, bis er den springenden Punkt erkennt: Allmachtsphantasien und eiskalter, systematischer Wahnsinn, dazu ein verblendetes Ideal einer "Herrenrasse"...

Das klingt auf den ersten Blick etwas an den Haaren herbeigezogen, aber Pirincci entwickelt diesen Hardboiled-Krimi tatsächlich völlig logisch, und er verbindet die Handlungsstränge mit umfangreichem Fachwissen über Katzen (das Wichtigste kann man im Anhang des Buches nachlesen) -- und zwar ganz ohne erhobenen Zeigefinger oder spannungslähmende gelehrte Exkurse.

Und mit Francis' großem Gegenspieler und dessen wahnsinnigen Allmachtsallüren parodiert Pirincci tatsächlich ein wenig Kommissar Bärlachs Antagonisten in Dürrenmatts Krimis. Kombiniert mit einem gelungen ins Deutsche übertragenen Raymond-Chandler-Stil verrät das, dass Pirincci nicht nur über Katzen Bescheid weiß, sondern sich auch in den verschiedenen klassischen Krimi-Disziplinen bestens auskennt. Mehr als das: Er kennt sich nicht nur aus im Genre, sondern er entwickelt aus diesen Vorgaben einen originellen eigenen Stil.

Das eigentlich Reizvolle an diesem Krimi ist aber seine Sprache. Francis entpuppt sich als ein Sam Spade in Katzengestalt, und er ist fast so cool wie Humphrey Bogart persönlich. Wenn er also seine Geschichte erzählt, tut er das haargenau im besten Schwarze-Serie-Stil, pointiert und sarkastisch. Einen wortgewaltigen drastischen Vergleich lässt er sich ebensowenig entgehen wie eine rollige Katze.

Wem beim Stichwort "Katze" als erstes ein "ach wie süüüüß" entfährt, dürfte von "Felidae" womöglich enttäuscht sein, vielleicht sogar entsetzt wegen der Grausamkeiten. Wer hingegen die Krimis von Raymond Chandler liebt oder alte Bogart-Krimis der "Schwarzen Serie", dem empfehle ich "Felidae" unbedingt -- sogar dann, wenn er Katzen hasst oder allein schon von dem Wort "Katze" allergische Asthmaanfälle bekommt...
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 'Felidae' ist doch nicht einzigartig..., 13. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Francis Felidae II (Taschenbuch)
Francis, der samtpfötige Klugscheisser lebt noch immer in der renovierten Altbauwohnung zusammen mit seinem Dosenöffner, dem zweibeinigen Luftballon Gustav Löbel, der sich sein Brot und Francis Whiskas mit dem Abfassen von Schmonzetten für Frauenjournale unter dem Pseudonym 'Thalila' verdient und sich gleichzeitig einen Namen als Professor der Agyptologie macht. Seine Veröffentlichungen sind es auch, die die Lebensgeschichten vergewaltigter Sekretärinnen ablösen - und so verdient er sein Geld nun mit Mumien, wenn er sich nicht bei der Zubereitung von Spaghetti das Nasenbein bricht.
Francis mag seinen zweihundertachzig Pfund schweren Benjamin Blümchen; und er mag seine Alltagsroutinen - seine Mahlzeiten, seine sechzehn Stunden Schlaf, seine Besuche bei der dauerrolligen Katzen-Dame von gegenüber... Doch in diese Alltäglichkeit bricht wie eine biblische Heimsuchung eine Hexe. Gustav, der alte Esel, hat sich in ein monströses Nikotingebiß mit ein wenig Weib drum herum verliebt! Bald ist schon die Terrorherrschaft aufgebaut und die beiden Junggesellen werden von dem griesgrämigen Drachen aufs Landverschickt. Gustav ist ein Verräter!
Francis kann sich mit dem Leben mit dem weiblichen Klops nicht abfinden. Er streunt durch die Nachbarschaft. In einem Abwasserrohr dümpelt etwas weißes. Es kommt näher. Es ist der Leib eines Tieres- Eine Wasserleiche. Einer seiner Art. Ein abgehackter Schwanz, ein von Bissen entstellter Körper, ein - nein! Kein Kopf!
Akif Pirinçci machte mit 'Francis' nicht den selben Fehler, wie viele Autoren, die, von einem erfolgreichen Roman gestützt, ein langweiliges Sequel schreiben. Felidae II hat die Klasse und die Spannung seines Vorgängers. Wieder bringt Pirinçci viele Hintergrundinformationen über Katzen - die auch einen interessanten Anhang bilden - ein und macht mit ihnen und seinem leicht sarkastischen Erzählstil seinen Roman zu einem wahren Leseerlebnis. Eine Empfehlung auch für Nicht-Katzenliebhaber!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschenk für Katzenliebhaber!, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Felidae (Taschenbuch)
Habe das Buch selbst gelese und wollte dieses Exemplar verschenken.War ein grosser Erfolg.Durch das handliche Format nicht zu schwer und deshalb gut zu lesen.
Verpackung und Versand wie immer in bewährt guter Amazon-Qualität!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Felidae, 2. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Felidae (Taschenbuch)
"Felidae" ist der Beginn einer bisher 8-teiligen Reihe.

Der Kater Francis bezieht mit seinem "Dosenöffner" sein neues Heim, in dem sich merkwürdige Dinge abspielen,
und auch die neue nachbarschaftliche Umgebung ist nicht unbedingt freundlich gesinnt.
EineN wahren Freund findet Francis im Rauhbein Blaubart, einem gesetzten lädierten Streuner, der auch gern mal
seine persönliche Meinung, gespickt mit zigfachen Schimpfworten, kundtut.
Schnell finden sie heraus, dass sich eine mysteriöse Mordserie in ihrem Umfeld abspielt,
und Francis setzt nun alles daran, mit Blaubart im Schlepptau, diesen Fall aufzuklären.
Ein Krimi der besonderen Art.
Hierbei geht es nicht um eine verschmuste Katzenliebhaber-Schnulze, sondern um einen detailreichen,
mit vielen wissenschaftlichen Aspekten vollgestopften Krimi/Horror, der mal eine ganz eigensinnige Seite der
Katzenartigen zeigt.
Die Charaktere sind sehr umfangreich beschrieben, man kann sie sich sehr gut bildlich vorstellen,
jeder in dem Buch hat seine Macken, Ecken und Kanten, aber auch liebenswürdige und sympathische Züge.

Nichts ist oberflächlich in diesem Roman!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mexxbooks' Merlinsdaughter, 29. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Francis: Roman - Felidae II (Taschenbuch)
Inhalt:

Über ein Jahr ist seit Francis Umzug in die neue Gegend vergangen. Sein Lebensgefährte Gustav schleppt plötzlich eine Frau an. Und die Katastrophe beginnt: die Frau will ihm an die "Nüsse". Nachdem er herausgefunden hat, was sie damit meint, flüchtet er natürlich. Mitten in einen Sturm. Und mitten in seinen nächsten Fall. Dabei trifft er auf eine Gruppe von blinden Katzen, einen Schreiberling und sogar Wilde.

Meinung:

Der zweite Fall ist fast ebenso gut wie der erste. Ich habe Rezis gelesen, da hieß es, die vielen Vergleiche würden stören, doch bei mir war das nicht der Fall. Obwohl ich zugeben muss, dass es wirklich viele waren.
Etwas irritiert haben mich die vielen Schopenhauer-Zitate. Auf die wurde im ersten Buch völlig verzichtet, so dass das stark auffiel.
Das Buch ist spannend und undurchsichtig, ich wusste nicht, wer der Mörder war. Doch muss ich zugeben, dass ich ziemlich schnell eine Ahnung hatte, wer "Monsterpranke" ist. Da hätte Francis selbst auch eher drauf kommen können, was vielleicht auf eine leichte Inkonsequenz des Autors hindeutet.
Das Buch ist auch wieder sehr blutig und nicht für Kinder geeignet. Dieser Teil hatte eine besonders verstörende und aufrüttelnde Wirkung auf mich, nach der ich erst einmal nachgesehen habe, wo es noch überall Tierversuche in Kosmetika und Pflegeprodukten gibt. Ich war schockiert und achte jetzt darauf wenn ich einkaufen gehe.

Fazit:

Nichtsdestotrotz eindeutig einer meiner Favoriten. Hab mir gleich (trotz chronischen Geldmangels) die nächsten beiden bestellt.
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