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Kundenrezensionen

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Die Autobiographie von Friedrich Nietzsche. Er schrieb sie nieder zwischen Oktober 1888 und seinem gesundheitlich-geistigen Zusammenbruch in den ersten Wochen des Jahres 1889. Bekanntlich erkrankte Nietzsche an der "progressiven Paralyse" (fortschreitende Lähmung, im Volksmund "Hirnerweichung" genannt). Es handelt sich um das Stadium IV der Syphilis-Erkrankung, welches mit geistigem Verfall, Persönlichkeitsstörungen, Wahnvorstellungen, Größenwahn u.a.m. einhergeht. Bewiesen wurde diese Erkrankung niemals, kein Arzt hat die Ersterkrankung an Syphilis, die damals gut bekannt war, dokumentiert. Nietzsche selbst hat eine venerische Erkrankung stets verneint. Die Symptomatik des Verlaufes spricht jedoch für die "progressive Paralyse". (Siehe Beschreibung der Krankengeschichte von Johannes Wilkes, Dtsch.Arztebl. 2001, 97/11).
Die Autobiographie ist somit am Rande des "Wahnsinns" schrieben, um es populär auszudrücken. Glasklare, geniale und bahnbrechend erscheinende Ideen und Gedanken vermischen sich mit Größenwahn und Sendungsbewusstsein. Nietzsche ist der Meinung, seine Ideen und Gedanken werden die Welt tiefgreifend verändern und wieder vom Kopf auf die Beine stellen. Vor ihm habe diese tiefen Gedanken niemand gedacht, er sei der Retter der Welt. Daher wohl auch der Titel "Ecce Homo", dies soll Pontius Pilatus zu Jesus am Kreuz gesagt haben.

Es ist eigentlich keine Autobiographie im engeren Sinne, vielmehr werden die bisher zu Papier gebrachten Werke erläutert und Gedanken dazu sehr vehement, in drastischer Wortwahl niedergeschrieben. Insbesondere betrifft es sein offensichtliches Hauptvermächtnis für die Menschheit "Zarathustra". Daneben erfährt man einiges Persönliche,zum Beispiel seine tiefste Abneigung gegen alles Deutsche. Deutschland und die Deutschen sind für Nietzsche das Schlechte, Falsche und Unaufrichtige überhaupt, Sinnbild dessen, was "umgewerthet" werden muss.

Eine gewisse Tragik liegt darin, dass Nietzsche am Ende seiner Schaffensperiode, als er dieses schrieb, weithin völlig unbekannt war. Erst mit seinem geistigen Verfall wird seine Größe erkannt und gewürdigt. Er hat es nie erfahren, obschon er selbst von seiner Einmaligkeit in der Geschichte der Menschheit von Anfang an unerschütterlich überzeugt war.

Man sollte dieses Werk lesen, vielleicht sogar bevor man sich an seine großen Werke heran traut, auch wenn man seine Ansichten nicht teilt. Es ist klar und verständlich geschrieben, ein Lesegenuss.
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am 2. Juli 2013
Die Autobiographie des (wahnsinnigen) Genies!
Nitsche hat diese Autobiographie kurz vor seinem geistig-seelischen Zusammenbruch geschrieben, bietet also sehr viel Raum für hübsche Spekulation.
Das Buch enthält viel Sprachwitz und ist allen Sprachakrobaten und Metaphorikern wärmstens ans Herz gelegt.
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am 10. März 2013
"Wie man wird, was man ist", darauf kommt Nietzsche hier indirekt zu sprechen. Er meint damit, dass man, sobald man erkannt hat, was man will und wer man ist, sich davon von niemanden abhalten lassen soll.

Die Menschen, die das tun, führen vor allem eine Moral im Munde, mit der sie anderen die Lebensfreuden versagen wollen, zu denen sie selbst nicht fähig sind. Eine Art Neid auf Lebensfreude. Wen anderes beschreibt Nietzsche damit, als den heutigen Gutmenschen?

Wie man wird, was man ist, beschreibt er hier eigentlich weniger. Damit ist das Buch aber nicht weniger spannend.
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am 10. August 2013
Dieses Werk kann man jedem empfehlen der dem großen Denker etwas näher kommen möchte!
Hier öffnet er sich als Mensch und vermittelt evtl. eine "gefühlte Nähe".
Wer sich aber an seiner selbstbehaupteten Größe stören sollte, hat IHN möglicherweise noch nicht erkannt.
S. N.
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am 29. Juni 2014
Für mich ist es sehr wichtig, einen wirklichen Originaltext von Nietzsche zu erhalten. Hier ist noch die 'alterthümliche' Schreibweise zu finden, was mir Vertrauen einflößt. Es sind wohl alle Widersprüchlichkeiten, Verrücktheiten und Spinnereien von Nietzsches "Ecce homo" hier ohne Zensur enthalten. Insofern ist diese Autobiografie von 1888/89 (als sein letztes Buch), für mich sehr lehrreich. Es zeigt mir erstens den geistigen Durcheinander, die Verstiegenheiten und einiges an Größenwahn des Autors (speziell z.B. im Zusammenhang seiner rückblickenden Darstellung des 'Zarathustra' (1883-85)) und ist insofern ein interessanter Einblick in die Pathogenese hin zu seinem geistigen 'Zusammenbruch' von 1889. Und zweitens zeigt es mir exemplarisch einen teilweisen Einblick in den geistigen Durcheinander der damaligen Zeit, speziell auch im deutschsprachigen Raum, der schließlich - meiner Ansicht nach - zum Wahnsinn des 1.Weltkriegs führte.
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am 4. Dezember 2013
Verschroben, aber dennoch ingteressant die Denkweise dieser Zeit, seine Änderungen. Nur im Kontext der Entwicklung der philosophischen Gedanken bis heute erträglich
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am 28. Januar 2014
Bei Amazon gratis zu bekommen, sorgt dieser Klassiker vor allem für eins: Allgemeinbildung. Besonders deshalb kann ich nur raten, dieses Buch zu lesen, und daraus zu lernen.
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am 2. Mai 2014
die rechtschreibung führt einem in die irre, aber es ist einfach ein klasse buch. ich musste so oft sogar lachen.
Wer das Buch jedoch verstehen möchte (als nicht philosophen) so empfehle ich seine ersten werke zu lesen. So ist einem seine "anti-christ" eher klar. Auch sein Zarathustra
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am 8. September 2014
Dieser Frage geht der Autor in seiner einzigartigen, wenn auch seinerseits bekannten schreib- sowie Ansichtsweise nach, köstlich unterhaltsam, eben ein muss für alle Nietzsche Fans,...wer es als Buch nicht zuhause hat, sollte sich jene E-book version laden.
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am 10. Januar 2015
Sehr lesenswert. Für Interessierte empfehlenswert.
Tolle Literatur und das als einfachen gratis Download!
Von mir gibt es daher eine Downloadempfehlung!
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