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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtiger deutscher Bildungsroman
Was geschieht eigentlich im "Nachsommer"? Nicht eben viel: Ein junger Mann unternimmt Bildungsreisen ins Gebirge und lernt dabei zufällig einen älteren Mann kennen, dessen Lebensstil ihn interessiert. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft, und von da an ist der junge Mann ständig unterwegs: Neben seinen geologischen Forschungsreisen und den...
Veröffentlicht am 23. September 2005 von Rolf Dobelli

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Paradies zum Davonlaufen
Man stelle sich eine Gymnasiallehrerphantasie vor, in der die ganze Klasse eine Eins in Betragen und Fleiß hat und sich vollkommen widerstandslos mit Geographie, Botanik und Käferkunde vollstopfen lässt. Dann ersetze man die muffige Schulstube durch die Kulissen einer idealen Landschaft, und man erhält den "Nachsommer".
Entweder man liebt dieses...
Vor 2 Monaten von Zuckerfee veröffentlicht


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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtiger deutscher Bildungsroman, 23. September 2005
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Was geschieht eigentlich im "Nachsommer"? Nicht eben viel: Ein junger Mann unternimmt Bildungsreisen ins Gebirge und lernt dabei zufällig einen älteren Mann kennen, dessen Lebensstil ihn interessiert. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft, und von da an ist der junge Mann ständig unterwegs: Neben seinen geologischen Forschungsreisen und den Aufenthalten bei seinen Eltern macht er häufig längere Besuche bei seinem neuen Bekannten. Dieses Leben führt er einige Jahre, lernt dabei vieles, entwickelt ein Verständnis für Kunst und heiratet schließlich die Tochter einer Freundin seines Mentors. Für einen Roman von knapp 800 Seiten Länge ist das herzlich wenig Handlung, und besonders spannend ist sie auch nicht. Aber dem Autor geht es auch gar nicht darum, ein bestimmtes Geschehen zu schildern und damit seine Leser zu fesseln. Es geht ihm vielmehr um die Darstellung einer idealen Welt, in der die Menschen genug Freiraum haben, um ihre Begabungen zu entwickeln und zu sich selbst zu finden. Diese Grundidee macht den Roman auch heute noch interessant, aber Vorsicht: Wer Handlung und Spannung sucht, wird hier nicht fündig!
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunschlos glücklich, 4. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Musterbriefe für Word (CD-ROM)
Wie könnte es aussehen, das vollkommene Glück? Wie das vollkommene Leben? Was würde man eigentlich tun, wenn man Zeit und Geld genug hätte, um zu tun und zu lasssen, was man will? Das sind die Fragen, die Stifters Nachsommer beantwortet. Das hat dem Buch den Ruf unerträglicher Langeweile eingetragen, was nicht verwundert, da das Glück ja schon länger im Verdacht stand etwas langweilig zu sein. Sollte man es deshalb fliehen? Warum nicht einmal in Gedanken durchspielen, wie es aussehen könnte? Dazu braucht es Zeit, denn im vollkommenen Leben ist die Zeit kein Problem, also unbegrenzt vorhanden. So kommt es, dass im Nachsommer auf über 700 Seiten kaum eine äußerliche Handlung stattfindet. Beim Lesen wird man langsam von der ruhigen Atmosphäre des Buches aufgenommen, ein gleichsam meditativer Vorgang. Und in ihrer Aufhebung wird die Zeit wieder spürbar, ja allererst spürbar, nachdem ihre Präsenz nicht mehr durch vordergründige Aktion verdeckt wird. Natürlich ist das auch unheimlich. "Der sanfte Unmensch" lautete Arno Schmidts Urteil über Stifter und seine Vision einer vollkommen geordneten Welt.Ein vollkommenes Leben wäre wohl unmenschlich; doch der Nachsommer ist nur ein Buch, das man lesen kann oder nicht, ein faszinierender Traum eines merkwürdigen Menschen, ein Buch, das mit keinem anderen verglichen werden kann.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stifters schönstes Werk, 4. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Nachsommer: Roman (Taschenbuch)
Der Nachsommer ist eine romantische Erzählung höchster Schreibkunst. Stifters heile und geordnete Welt gelangt durch seinen außerordentlich disziplinierten und reinen Schreibstil zu fast schon unheimlich anmutender Harmonie und Vollkommenheit. Der Romantiker unter den Lesern, der Empfängliche, wird viele der brillant geformten Sätze, die so oft die Schönheit der Natur und das bescheidene Detail darin feierlich zum Gegenstand erheben, drei viermal wiederholen, bis es ihn berausche. Beinahe ist man versucht dieses wundervolle Werk als eine Romanze zwischen Mensch und Natur zu verstehen. Stifter beschreibt nicht die Natur, er lässt sie uns wahrnehmen.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfachheit, Halt und Bedeutung, 18. August 2010
In Ordnung. Den Nachsommer von Adalbert Stifter soll, darf, doch - will ich - rezensieren. Welch eine Anmaßung ! Ich bin kein Literat, kein fleißiger Leser, bin ein vom Job gestresster Zeitgenosse - und wenn ich dann so manch eines Morgens in der Früh - nach dem Frühstück und vor dem verlassen des Hauses irgendeine Seite, völlig wahllos, im Nachsommer aufblättere und zu lesen beginne, Wort für Wort und Satz für Satz, mit Pausen dazwischen (Peter Handke war mein Lehrmeister hierin) - dann gehe ich ruhig in diesen Tag, und in meiner Mittagspause lese ich wenige Absätze in diesem Buch darin nur, und ich gehe mit Besinnung in den Nachmittag, und am Abend, vor dem zubettgehen, lese ich ebenso wenige Seiten nur wiederum - und ich schlafe aufgeräumt ein und schlafe ruhig durch und erwache geruht habend - und wer weiß, vielleicht auch unwissend traumangefüllt, und beginne diesen mir noch fremden vielleicht verheissungsvollen neu geschenkt bekommenen, noch-einen-mehr-Tag in Einfachheit - mit Halt und bedeutungsfroh.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Paradies zum Davonlaufen, 6. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Nachsommer: Eine Erzählung (Taschenbuch)
Man stelle sich eine Gymnasiallehrerphantasie vor, in der die ganze Klasse eine Eins in Betragen und Fleiß hat und sich vollkommen widerstandslos mit Geographie, Botanik und Käferkunde vollstopfen lässt. Dann ersetze man die muffige Schulstube durch die Kulissen einer idealen Landschaft, und man erhält den "Nachsommer".
Entweder man liebt dieses Buch oder man hasst es. Nietzsche hielt es für einen der besten deutschsprachigen Romane überhaupt, für Arno Schmidt, der Stifter durchaus schätzte, war es "ein Evangelium gepflegten Stumpfsinns".
Ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob ich diesen Roman nun großartig oder stumpfsinnig finden soll. Ich bewundere den hohen Anspruch Stifters, sein Anliegen, ein Höchstmaß an Wissen und Ethik zu vermitteln. Ich bewundere den Fleiß, den Recherche und Niederschrift gekostet haben müssen. Ich bewundere die philosophische Grundidee des Buches, die darin besteht, von Natur aus gute, "rosseausche" Menschen in eine Umwelt zu versetzen, die sie nicht verdirbt, weil sie ebenfalls gut ist. Ich bewundere sogar die Konsequenz, mit der Stifter sein Gedankenexperiment von der ersten bis zur letzten Seite durchhält: Siebenhundertachtundsechzig Seiten lang darf man sittsame, bildungsbeflissene, durch und durch edle Menschen dabei begleiten, wie sie die erhabensten Dinge denken und tun. Nirgends auch nur der Hauch eines Konflikts. Keine negativen Gedanken. Nicht ein schmutziges Wort. Niemand hat Schulden, Mundgeruch oder Geschlechtsteile. Die zehn Gebote werden vollumfänglich eingehalten, Gesetz und Etikette selbstverständlich auch. Und was passiert, wenn alle Menschen erhaben und gut sind, wenn sie sich nicht mehr zanken, betrügen, betrinken, verpetzen und ferkeln? Sie werden so langweilig, dass es nicht zum Aushalten ist. Und genau das machte die Lektüre des "Nachsommers" zumindest für mich so unerfreulich. Denn Stifters von botanisierenden Eunuchen bevölkertes Bildungswunderland ist auf eine ganz monströse, brutale Weise öde und langweilig. Nee, nee, wenn das das Paradies ist, dann möchte ich doch lieber in der Hölle schmoren...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Entdeckung der Langsamkeit, 29. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Nachsommer: Roman (Taschenbuch)
Adalbert Stifters "Nachsommer" ist ein wundersames Werk der Entschleunigung. Auf Hunderten von Seiten passiert nicht viel: Ein junger Mann, ausgestattet mit einem kleinen Vermögen, das sich durch seine Genügsamkeit mehrt, bricht auf zu Reisen ins Gebirge, betreibt Studien ganz für sich, bildet sich in und an der Natur, begegnet einem älteren, über Jahre hinweg für ihn namenlosen Mann, der zurückgezogen auf seinem mustergültig geführten Hofgut wirtschaftet und wirkt, lernt die Tochter dessen meist in einiger Entfernung lebender Freundin Mathilde kennen und ohne Herzensschwierigkeiten lieben – und am Ende steht ein Aufbruch in die Häuslichkeit.

Im Grunde handelt es sich um einen aus Stifters Sicht idealen Bildungsroman, um die Schilderung eines Glückes, das ihm selbst nie zuteil geworden ist – und doch ist dieser Roman alles andere als eine Idylle, wenngleich der brodelnde Untergrund hier noch mehr als in vielen Erzählungen Stifters unter der polierten Oberfläche der kunstreichen Sprache des Autors zum Verschwinden gebracht werden soll. Und dennoch heißt der Roman "Der Nachsommer", was sich nicht etwa auf den jungen Protagonisten, sondern auf den alten Freiherrn von Risach und Mathilde bezieht – alles andere als eine geglückte Liebe.

Stifters wunderbare, auch unter seinen Zeitgenossen beinahe fremd dastehende Sprache, seine so eigentümlichen Perioden, die großartigen und in ihrer Strenge doch ganz unromantischen Landschaftsbilder tragen den Leser über so manche Klippe der Ereignislosigkeit und des sich so undramatisch In-eins-Fügens hinweg. „Langeweile und Faszination“ hat einmal ein Germanist seine Stifter-Studie überschrieben, und wer sich einmal eingelassen hat auf diesen langen ruhigen Fluss des Erzählens und der geduldigen Beschreibungen noch des Kleinsten und Geringsten, wird diese Langeweile lieben lernen als eine Bereicherung, als eines der schönsten Kunstwerke deutscher Sprache.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das sanfte Gesetz oder der sanfte Unmensch ?, 24. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Nachsommer (Kindle Edition)
Für einen Arno Schmidt war der Held dieses Romans der "sanfte Unmensch". Für mich Unberufenere ist Stifters "Nachsommer" einer der größten deutschsprachigen Romane überhaupt. Was ihm am häufigsten vorgehalten wird, macht gerade seinen Vorzug aus : der Mangel an actions and events, der Mangel an dramatischer Rasanz, an Intrigen und Verwicklungen, an engagiertem Pragmatismus und hemdsärmeligem Praxisfuror. Wenn es stimmt, was Zeitgeistkommentatoren sagen, dass wir heute in einem neuen Biedermeier leben, dann ist dieses stille Erzählwerk wieder moderner als vieles Postmoderne. Es lebe Stifters "sanftes Gesetz" und sein utopisches Potential : Die "vita contemplativa" war der vita activa seit der Antike immer überlegen. Davon will niemand mehr etwas wissen. Der geheimnisvolle Kosmos will aber in beschaulicher Muße betrachtet und nicht in Industriefabriken bearbeitet werden. Zum überfälligen Umdenken der Welt-um-und-dumm-wühler verhilft der "Nachsommer".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Naturfreunde, 22. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Nachsommer: Eine Erzählung (Taschenbuch)
Das Buch ist einfach nur schön; mit wunderschönen Naturbeschreibungen und lauter netten freundlichen Menschen. Die Handlung ist nicht so wahnsinnig aufregend; es geht um Liebe, aber die eigentliche Geschichte hätte man sicher kürzer erzählen können.
Trotzdem finde ich keine Seite zuviel in dem Buch, da die Beschreibungen der schönen Dinge eigentlich den Reiz des Buches ausmachen. Die Bergwelt, die freundlichen ("perfekten") Menschen, wie man sie gerne um sich herum hätte, bzw. selber gerne wäre, die Blumen, Rosen, Vögel, Möbelstücke...
Einfach alles ist perfekt!
Für mich daher das perfekte Buch zum träumen und sich des Lebens freuen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 25. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Nachsommer: Eine Erzählung (Taschenbuch)
Adalbert Stifter ist ein zu Unrecht nicht mehr gelesener Autor, dessen Werk sich insgesamt durch Ruhe, Fähigkeit zum Detail und Tiefsinn auszeichnet. Aus heutiger, schnelllebiger, effektheischender Sicht ein mutiges und ermutigendes Buch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Nachsommer, 20. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Nachsommer (Audio CD)
Vorleser Schmidt liest in genau der klaren, schlichten und einfachen Sprache, die diesem wunderbaren Spätwerk Adalbert Stifters angemessen ist - kongenial. Action Fans werden sich tödlich langweilen. Doch für alle, die Stifters Werk zu schätzen wissen, ist es ein reiner Genuss.

W. Mückenheim
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