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8
4,0 von 5 Sternen
Gravity
Format: Audio CDÄndern
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juni 2011
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Mit dem dritten Album der beiden Mittzwanziger kann man getrost behaupten: Der Name Wasserfuhr ist zu einem Markenzeichen in der deutscher Jazzlandschaft geworden. Es steht für einen schwebend lyrischen, überaus melodiösen Musizierstil.

Gravity darf man wörtlich nehmen: Man schwenkt ohne zu Überlegen in eine Umlaufbahn um den Wasserfuhrschen Planeten ein und taucht in einen sehr ästhetischen Klangkosmos zwischen Himmel und Erde am blau verträumten Ende des Tages ...

*
Die äußerlich so ungleich wirkenden Brüder beeindrucken in ihrer Musikalität - ob Komposition oder Spiel - stets erneut durch ihr symbiotisches Miteinander. Die bei Julian zu erlebende hingebungsvolle Versunkenheit und Entrücktheit, mit denen er jeden Ton weich, sensibel und unprätentiös entstehen lässt, spürt man auf diesen Aufnahmen ebenso unvermittelt wie bei Liveauftritten. Ungeachtet der generellen Regieführung seitens des älteren Bruders Roman, fügt sich dessen leichtes wie lebendiges Piano dem Flügelhorn- oder Trompetenspiel, um es zugleich zu tragen, zu umgarnen, stimmungsvolles Beiwerk zu liefern - und mehr als das. Der Opener Twinkle Eyes z. B., einer der bis auf einige Ausnahmen selbst komponierten Titel des Albums, lebt von solch Abwechslung bringendem "Beiwerk". Wie eine seltsam anmutende Spieldose klingt hier Romans verspielte Celesta zur Cool-Wärme der Trompete. Mitunter hört man zart in die Stücke eingewebte Synth-Effekte. Das ist dann schon alles an Effektbringern und mehr ist gar nicht nötig.

In diese Symbiose passen sich als Rhythmusträger zwei wohl kaum aus einer erfolgreichen Jazzproduktion wegzudenkende Jazzer nahtlos ein: der Schwede Lars Danielsson (b, git, clo) und Wolfgang Haffner (dr). Sie steuerten darüber hinaus zwei Eigenkompositionen bei - Danielsson If The Rains Comes und Haffner Some Other Time, der zudem für die Produktion des Albums verantwortlich zeichnet.

Nur zwei Stücke sind Cover - Bert Kämpferts L.O.V.E. in einer sanft schmeichelnden, völlig entschleunigten Adaption sowie eine respektvolle Variante von Stings Song "An English Man in New York" von 1988. Letzteres sehr schön, sicherlich, aus meiner Sicht etwas zu geschmirgelt verarbeitet. Vielleicht hätte man doch etwas mehr von der bunt schillernden Figur Quentin Crisp einbringen sollen, die Sting zu diesem Titel inspiriert hatte, anstatt das Gewicht auf die melancholische Seite seines Schicksals zu legen.

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Bei aller Individualität der einzelnen Stücke gelingt das Album wie aus einem Guss. Mehrheitlich weisen die Stücke einen zurückgenommenen, chilligen Charakter auf, das sollte man beim Kauf wissen. Langweilig finde ich das keinesfalls. Ob ferner oder näher in der Umlaufbahn, ich war angezogen von der atmosphärisch dichten, feinen und schon sehr persönlichen Dramaturgie.

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Konträre Empfehlung: When the Heart Emerges Glisten von Ambrose Akinmusire
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Oktober 2011
Ich kann mich den anderen Rezensenten insofern anschließen, als auch ich das Album als nicht durchgängig aufregend betrachte. Ich habe in meiner Sammlung schon einiges von L. Danielsson und einiges an Haffner. Die beiden Wassserfuhrs sagten mir gar nichts. Zwei Stücke findet man auch auf Haffners Acoustic Shapes (Tracks 10/12). Trompete verleitet natürlich bei Balladen zu gar sanftmütiger Nivellierung von Klängen, das ist auch hier passiert. Warum man sich ausgerechnet an Pop-Liedchen a la "Englishman in NYC" vergreifen muss, kann ich auch nicht nachvollziehen, wenngleich immer wieder Jazzer auch aus solchen Ohrwürmen etwas herauszuholen vermögen (z.B. Stanley Clarke: under the bridge, Brad Mehldau: wonderwall). Die Interpretation von Sting's Liedchen ist meiner Ansicht nach gänzlich misslungen und wird von mir übersprungen. Funktioniert im Großen und Ganzen etwa zum frisch verliebten romantisieren, wo man sich doch als Kulturbürger präsentieren möchte, der in seiner Sammlung für solche Gelegenheiten mehr zu bieten hat als Diana Krall und Melody Gardot.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2011
Nach Remember Chet und dem 'Upgrade' aus Gothenburg nun das dritte Album der Brüder Julian & Roman Wasserfuhr.

Ergänzt durch Wolfgang Haffner und Lars Danielsson erwartet man viel von dem hochgradigen Quartett, doch man wird nicht enttäuscht!! Ich habe bereits seit über 2 Wochen das Vergnügen die neue Platte Gravity zu erforschen und ich finde sie ist eine großartige Fortsetzung der beiden Vorgängeralben.

Ich mag die ruhige, ehrliche Art der Brüder Wasserfuhr Musik zu machen. Da kann man einfach die Lautsprecher aufdrehen, die Augen schließen, sich zurücklehnen und von den modernen, leicht atmosphärischen Klängen ins Schweben bringen. Wie der Albumtitel aber schon verrät, sollte man dabei aber niemals komplett die Bodenhaftung verlieren! ;)

Von mir eine absolute Kaufempfehlung!! :)
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am 4. Februar 2014
Die Gebrüder Wasserfuhr haben eine Musik erfunden, die sich in kein bekanntes Genre eintüten lässt. Ein Mix aus Klassik, Jazz und Folk, dazu romantische und barocke Elemente ... wie originell! Sehr abwechslungsreich und nicht durch monotones "Bumm-Bumm" des Schlagzeugs totgeschlagen.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Mai 2011
Seit Remember Chet und Upgraded in Gothenburg bin ich absolut angetan von der Musik von Julian & Roman Wasserfuhr. Das dritte Album "Gravity" allerdings übertrifft die Vorgänger noch um einiges. Was die Brüder komponieren ist unbeschreiblich. Mit ihrem Gespür für Melodien und Emotionen haben sie es sogar geschafft die ohnehin schon fantastische Originalversion von Stings "Englishman in New York" mit ihrer emotionalen und nachdenklichen Version zu übertreffen. Ich hoffe, dass die beiden Wasserfuhrs noch viele CDs auf den Markt bringen werden und uns mit Ihrer Musik verzaubern. Absolute Kaufempfehlung !!!!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Juli 2011
diese Begeisterungsströme kann ich nicht nachempfinden. Ich finde, dass viele Stücke tolle Ansätze haben aber die Ausführung oftmals erwartbar und logisch folgend. Sehr schön eingespielt, behutsam bis einfühlsam gespielt ist es aber auf jeden Fall. Nur eben nichts wirklich Neues - An die Qualität von E.S.T. kommen die Wasserfuhrer nicht dran, obwohl man Esbjörn meint, irgendwo im Hintergrund durchschimmern zu sehen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2011
Ist ganz nett, aber nicht wirklich das, was ich erwartet hatte. Trotzdem gut zu hören. Da liegt noch viel Potential drin.
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4 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Mai 2011
Beim Traumzeit-Festival in Duisburg bestachen die Wasserfuhr-Brüder durch ihren Esprit - wenn ich GRAVITY höre habe ich das Gefühl, sie wollen noch langweiliger als Till Brönner sein. SCHADE
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