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418 von 448 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Das Leben geht weiter....,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
in Kingsbridge.Ich weiß gar nicht, ob es jemals ein Buch gab, welches 18 Jahre nachdem der Vorgänger erschien, als Fortsetzung veröffentlicht wurde. Natürlich habe ich vor ein paar Jahren bereits "Die Säulen der Erde" von Follett verschlungen. Auch alle anderen Bücher von ihm habe ich gelesen, wobei mir seine historischen Romane (hier sei vor allem auch "Die Pfeiler der Macht" erwähnt) immer am besten gefallen haben. "Die Tore der Welt" ist in erster Linie erstmal wunderschön anzuschauen. In echtem Leinen gebunden und mit einem roten Lesebändchen versehen, ist es ein Schmuckstück für jeden Buchliebhaber. Die Seiten sind hauchdünn und zart, was bei einem 1120-Seiten Buch auch so sein sollte; könnte man es sonst ja kaum halten. Dieser Roman ist nicht wirklich eine Fortsetzung von den Säulen der Erde. Denn während es in dem ersten Teil um den Bau der Kathedrale in der fiktiven Stadt Kingsbridge geht, spielt die aktuelle Geschichte nun 200 Jahre später rund um die Kathedrale. Ein wenig lernt der Leser über den Bau einer Brücke, aber auch dieser spielt nicht die Hauptrolle in diesem Roman. Vielmehr ist es das Leben der drei Freunde Caris, Gwenda und Merthin, welches wir durch Jahrzehnte hinweg begleiten. Wir erleben mit ihnen Höhen und Tiefen der Liebe, der Trennung, der Krankheit und der beruflichen Belange. Folletts sehr einfacher Schreibstil macht es dem Leser leicht, die 1120 Seiten sehr zügig durchzulesen. Leider muss ich anmerken, dass einige Textpassagen sehr langatmig waren und auch mit weniger Beschreibung der Handlung der Geschichte ausgekommen wäre. Allerdings schreibt Follett auch in diesem Roman wieder sehr spannungsnah insofern, dass man wissen möchte, was aus den Personen wird. Wie sie sich weiterentwickeln, was ihnen das Leben im 14. Jahrhundert beschert. Und wieder einmal wird der Leser daran erinnert (und das ist ja in den meisten historischen Romanen so), dass die Gesetze der damaligen Zeit einfach unglaublich waren und wir uns glücklich schätzen können, in der heutigen Zeit zu leben. Nichtsdestotrotz tauche ich immer wieder gerne in die damalige Zeit zurück. Aber eben nur als Besucher. Alles in allem hat Follett wieder einen wunderschönen Roman geschaffen, doch wenn ich ehrlich bin, hat er insgesamt für mich nicht die gleiche Faszination ausgeübt, wie damals "Die Säulen der Erde". Dennoch gehe ich davon aus, dass auch dieses Buch wieder über Jahrzehnte hinweg ein Bestseller sein wird. Schon allein deshalb, weil jeder Follett-Fan danach greifen wird. Er wird auch nicht enttäuscht werden, aber man sollte seine Erwartungen auch nicht ZU hoch setzen. "Die Säulen der Erde" war und bleibt nun mal das Original und obwohl diese Fortsetzung toll ist, hat sie für mich nicht den gleichen Charme ausgeübt wie ihr Vorgänger. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
200 von 216 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Die Tore der Welt von Ken Follet,
Von Helene "Döring" (Großstadt mitten im Ruhrgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Wie auch im Roman "Die Säulen der Erde" schildert Follet wieder das englische Mittelalter üppig, prall und farbenprächtig mit viel Detailwissen über diese Zeit. Doch vorweg: Der neue Roman gefällt mir persönlich bei weitem nicht so gut wie die "Säulen der Erde". Die Art wie Follet schreibt ist bei beiden Romanen leicht lesbar, flüssig und auch mit einigen Lesepausen findet sich der Leser leicht wieder in den Ablauf hinein. Follet hat eben dass, was man angeblich in Literatenkreisen "eine gute Schreibe" nennt, vergleichbar höchstens noch mit J. K. Rawling, dieser Schreibstil verkauft sich bekanntermaßen besonders gut! In "Sachen Sex" hat sich Follet diesmal noch mehr und detailreicher ins Zeug gelegt als je zuvor, weniger wäre auch ok gewesen, doch dem Roman schadet dies meiner Meinung nach aber nicht.Was ich vermisse - und dass ist meine Hauptkritik- dass ist "der rote Faden" der Geschichte: "Die Säulen der Erde", hier geht es von vorn bis hinten um den Bau einer Kathedrale, mit allen Problemen von der Idee, Planung,Grundsteinlegung, Bauablauf bis zur Fertigstellung, begleitet von zahlreichen "Guten" und "Bösen" Beteiligten, die sich durch den Roman ziehen. Das ist eine klare Linie, die in den "Toren der Welt" fehlt: hier wird die Geschichte der einzelnen Romanfiguren trotz aller "Kontakte" irgendwie "isoliert" geschildert, ein durchgehender Handlungfaden fehlt einfach. Es werden Brücken, Krankenhäuser usw. gebaut, die Pest bricht mehrfach aus, doch ein "Ziel"- irgendetwas konkretes (wie der Bau einer Kathedrale oder einer Brücke??- manchmal dachte ich das wäre der Punkt-)- findet sich in der neuen Follet-Story leider nicht. Es gibt einfach keinem "Hauptstrang der Geschichte". Die Schicksale der Akteure werden geschildert, Haupt-Merthin baut mal hier mal da, legt Hand an die marode Kathedrale, ergeht sich teilweise in wirklich interessanten bautechnischen Einzelheiten, doch der ganzen Geschichte fehlt das "gewisse etwas", etwa wie in "Die Säulen der Erde". Auch der Ausbruch der Pest, gleich mehrfach, Merthins Reisen, dass alles bringt den Roman nicht wirklich "zum Ziel". Insgesamt ist es zwar schon lohnend zu lesen, aber doch bei weitem nicht so spannend wie sonst. Eine Fortsetzung von 'Den Säulen der Erde'- denke ich - dass ist es mit Sicherheit trotz anderer Meinungen vieler Leser auch nicht. Mehrere Generationen liegen zwischen beiden Romanen und ein wirklicher Zusammenhang lässt sich nicht mehr herstellen. Der "mysteriöse Brief", er ist ein absolut überflüssiger, winziger Bestandteil der Geschichte. Leider nur 3 Sterne, schade, ich mag eigentlich Follet-Romane und hätte auf fast 1300 Seiten etwas mehr erwartet. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
GZSZ im Mittelalter,
Von Bueffel (LKR München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt: Roman (Taschenbuch)
Vorab: ich schätze Folletts Bücher sehr, die Pfeiler der Macht und die Säulen der Erde habe ich regelrecht verschlugen. Die Tore der Welt allerdings kommen mir ein wenig vor wie "Gute Zeiten Schlechte Zeiten im Mittelalter". Durchaus nett erzählt, aber kein roter Faden, man hat immer das Gefühl, man könnte jetzt einfach mal 10 Seiten auslassen und verpasst nicht wirklich etwas. Es ist eben eine bunte Folge von Intrigen und Beziehungen die entstehen und wieder kaputtgehen, auch die Charaktere sind die typische Seifenoper-Mischung: die Guten, die Bösen, die Undurchsichtigen, die Verschlagenen, die Täter, die Opfer.Was nicht heißt, es sei nicht kurzweilig zu lesen, von den täglichen Seifenopern im TV fühlen sich ja auch Millionen von Menschen gut unterhalten. Aber mit "Literatur" hat es eben nicht viel zu tun, wer soetwas sucht, wird hier wohl nicht fündig werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Hohe Erzählkunst selbst geschmählert,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt: Roman (Taschenbuch)
"Die Tore der Welt" von Ken Follett ist ein dicker Wälzer mit einer interessanten vielschichtigen Story, die sich nur am Rande an den Vorgänger "Die Säulen der Erde" anschließt. Wie gewohnt stellt Follett Charaktere und Problemsituationen ausführlich, aber leicht zu lesen, dar. Er versteht es einfach, den Leser in seiner Fantasie hinzuhalten und Spannung zu erzeugen. Als Beispiel sei hier die Person des geheimnisvollen ehemaligen Ritters Thomas genannt. Das Buch eignet sich hervorragend, um sich in die hochmittelalterliche Welt Englands entführen zu lassen.Negativ ins Gewicht fällt die überstarke Betonung des Sexuellen. Nun ist man es von Follett gewohnt, dass seine Bett-Szenen die Grenze des Realistischen häufig überschreiten, hielt sich ihr Umfang in den Follett-Büchern, die ich bisher gelesen habe, jedoch stark in Grenzen, so dass man mit einem Schmunzeln ("Na ja, Follett eben ...") gut drüber hinweglesen konnte. Bei "Tore der Welt" jedoch entsteht der Eindruck, Follett möchte das Prinzip "Sex sells" ausschöpfen, übersieht dabei allerdings, dass dadurch die Handlung weit mehr gestört als gefördert wird. Die häufigen Ausführungen zu Brüsten, Spalten, Erektionen, Gliedern, Samen und Vergewaltigungen gehen einfach auf die Nerven. Schade, dass Herr Follett sich auf so ein Niveau begeben hat, denn nötig hat er es eigentlich nicht. Er kann doch herausragende unterhaltsame Erzählkunst auch so bieten ... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
insgesamt enttäuschend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Natürlich hat Ken Follett gründlich recherchiert und natürlich kennt er sich im Mittelalter aus. Aber wenn man das auf so vielen Seiten unter Beweis stellen will, dann lassen sich Wiederholungen nicht vermeiden, die Stringenz des Geschehens bleibt nicht gewahrt, manchmal ufert das Erzählen in historisierendes Referieren aus mit der Folge, dass der Leser, der gespannt zu diesem Buch gegriffen hat, allmählich enttäuscht wird und sich zu langweilen beginnt. Für wenig gelungen halte ich die Personenzeichnung. Mal abgesehen davon, dass diese Schwarz-Weiß-Technik, in der das gesamte Personal angelegt ist, auf Dauer ermüdet und Aggressionen weckt, schlimmer ist, dass die Hauptersonen s o nicht dem Mittelalter entstammmen können, ihre Motivation ist modern und daher in der Zeit, in die sie versetzt werden, nicht überzeugend. Das dürfte in einem historischen Roman nicht passieren. Straffer und überzeugender hätte Follett diese Geschichte mit der Hälfte der Seiten erzählen können - weniger wäre hier mehr gewesen!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Junkfood für Mittelalterjunkies,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Also vorweg, ich habe da schon einige historische Romane gelesen. Davon war zumindest einiges deutlich besser als das hier. Ja ich habe auch die Säulen der Erde gelesen - und hätte den Säulen der Erde 4 Sterne gegeben, weil es erstens gut recherchiert war, zweitens eine gute Geschichte mit interessanten Charakteren UND einem roten Faden - den Bau der Kathedrale gab. Nur 4 weil auch schon die Säulen der Erde in dem zwar flüssig zu lesenden - aber mitunter auch etwas nach Fastfood schmeckenden Stil geschrieben war, der für die Umgebung etwas zu neumodisch wirkt.Die Tore der Welt gleiten aber dann wirklich in die Einfältigkeit ab. Außerdem hat man das Gefühl als ob Follett ständig versucht neue Handlungstränge zu weben - um diese dann "kurzfristig" zurück zu biegen - indem dann schnell mal begnadigt wird, obwohl das Todesurteil schon bis ins Letzte besiegelt war etc. pp. Follett eiert rum - es gibt keinen klaren Handlungsstrang - seine Hauptprotagonisten sind Abziehbilder der Charaktere der Säulen der Erde und in diesem Gemenge wirkt dann der lockere Schreibstil endgültig wie ein literarischer Schnellimbiß. Sorry - das hätte er besser ganz gelassen - allerdings immer noch zwei Sterne, weil das Hintergrundwissen Folletts über die Zeit die er uns ausbreitet immerhin sehr gut recherchiert wurde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Kein Vergleich zu "Die Säulen der Erde",
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich von "Die Säulen der Erde" schlichtweg begeistert war. Ich bin nicht mit der Erwartung an diess Buch rangegangen, dass es ebenso hervorragend ist, wie sein Vorgänger, dennoch muss ich sagen, dass ich eher enttäuscht bin.Meiner Meinung nach lässt sich in diesem Buch keine klare Handlung feststellen. Anders als bei "Die Säulen der Erde", bei der die zentrale Geschichte der Bau der Kathedrale ist und alles andere mehr nebensächlich gehandel wird, liest man dieses Buch, ohne eine Ahnung davon zu haben, was das Zentrale, die "Quintessenz", darin ist. Es wird abwechselnd aus der Sicht von fünf verschiedenen Personen erzählt: der kluge Merthin, der das Talent seines Vorfahren Jack Builder, dem Erbauer der berühmten Kathedrale aus "Die Säulen der Erde", geerb hat und deswegen Baumeister wurde. Dann gibt es Caris, die Tochter eines wohlhabenden Wollhändlers aus Kingsbridge, die Geliebte des Merthin, die später Nonne und Priorin im Nonnenkloster von Kingsbridge und außerdem eine sehr erfahrene Krankenschwester, fast Ärztin, wurde. Ralph, der brutale und gewaltbereite Bruder von Merthin, der Ritter und Graph von Shiring wurde. Gwenda, Tochter eines armen Tagelöhners, die die Liebe ihres Lebens heiraten durfte. Und last but not least: Godwyn, der listige Cousin von Caris, der Prior von Kingsbridge werden will, um die Priorei voranzubringen - nur, dass er das Gegenteil erreichte. Die Geschichte ist durchsetzt von unzähligen, meiner Meinung nach eher sinnlosen Schicksals- und Rückschlägen, die bis kurz vor dem Schluss anhalten. Dies ist zwar auch im Vorgängerbuch der Fall, allerdings man da,wie bereits gesagt, ein klares Ziel vor Augen, was hier nicht der Fall ist, was mich persönlich sehr nervte. Es ist allerdings nicht nur negatives über dieses Buch zu berichten - sonst würde ich ihm ja keine drei Sterne geben. Man merkt den herausragenden Schreibstil des Ken Follett, der es schafft, seinen Leser trotz aller Mängel mitzureißen. Dieser Mann kann schreiben! Die Gefühle der Protagonisten lassen sich wirklich mitfühlen, deren Trauer wird zur Trauer des Lesers und deren Freude zu dessen Freude. Obwohl mich die Handlung, wie bereits erwähnt, nicht sehr begeistert hat, habe ich es nicht gschafft, das Buch beiseite zu legen und die 1292 Seiten innerhalb von fünf Tagen verschlungen. Ein weiteres dickes Plus ist die Qualität der Aufmachung des Buches. Die Gestaltung und das Material, das für dieses Buch verwendet wurde, ist erste Klasse! Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch auf jeden Fall nicht zu diesen zählt, die ich jemandem empfehlen würde, wenn man mich fragt - ganz anders als "Die Säulen der Erde". Es ist ganz nett, wenn man einmal nichts anderes zu lesen hat, aber ob es die 25 Euro der Hardcover-Version wert ist, ist fraglich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Die Begeisterung blieb aus!,
Von Little Finger (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
"Die Säulen der Erde" gehört sicherlich zu den beliebtesten historischen Romanen überhaupt. So kommt es nun, dass sich Ken Follet entschieden hat ein Nachfolger aufzusetzen. Der Schreibstil von Follet ist gewohnt einfach und für den Leser leicht zu verabeiten. Die 1300 Seiten stellen so gesehen nicht wirklich ein grosses Problem dar.Von Neugier und Spannung getrieben began ich nun auch schnell das Buch "durchzuarbeiten". Doch schnell musste ich feststellen, dass der Funke der Begeisterung nicht so recht zünden wollte. Schnell wurde mir klar, dass ich mich an einige Charaktere einfach nicht anfreuden konnte. Merthin ist diesmal der Baumeister, der zwar symphatisch rüberkommt, aber im Laufe des Buches immer mehr verblasst und im Schatten seiner Charis wandelt. Die Hauptfigur des Buches ist ohne Zweifel Charis. Aber die Geliebte von Merthin erscheint auf micht sehr unglaubwürdig, weil sie einfach zu "übermächtig" wirkt. Sie nimmt sich alles heraus, möchte sich nicht abhängig von einem Ehemann machen lassen und stellt Ihren Wunsch der Selbstverwirklichung über den Interessen ihrer Liebe. Sie weiss mit Menschen umzugehen und entwickelt nebenbei ein neues Färbemittel für Stoffe. Das alles ist noch annehmbar, doch spätestens als sie Nonne wird, passt nichts wirklich mehr zusammen. So hat sie als Piorin des Nonnenklosters weiterhin Sex mit Merthin, verarztet nebenbei die Pestkranken und maßregelt die Menschen auf den Straßen von Kingsbridge. Auch die Frage, ob zur Leitung eines Nonnenklosters nicht auch ein gewisses Maß an Gläubigkeit abverlangt wird, scheint Follet nicht zu interessieren. Die gute Leistung im Hospital reicht aus. Ken Follet scheint seine Vorliebe zu starken Frauen weiter ausgebaut zu haben, denn in dem Roman gibt es keine sensiblen Frauen mehr. Spätestens als die Tochter von Merthin aufgrund ihres pubertären Alters Probleme bereitet und dann nach der Leuterung auch Ärztin werden will, dachte ich bereits im 21. Jahrhundert angelangt zu sein. Es bleibt die Unterhaltung, aber von einem historischen Roman kann nur eingeschränkt die Rede sein. Die Personen passen einfach nicht in die damalige Zeit. Die Charaktere Gwenda und Wulfric hinterliesen bei mir wesentlich mehr Eindruck, da deutlich wurde, dass die Landarbeiter und Knechte hauptsächlich um's Überleben kämpften. Ein schlechter Herr konnte das Leben zur Hölle machen. Dieser Nebenfaden der Geschichte hätte nach meinen Geschmack mehr ausgebaut werden können. Die Geschichte um die Pest herum, wirkte auf mich ein wenig oberflächlich. Wenn man sich die Mühe macht, mal bei Wikipedia unter "Schwarzer Tod" nachzuschlagen, stellt man fest, dass im Buch von Ken Follet nicht wesentlich mehr eingebracht wurde. Die Furcht krank zu werden, die Suche nach den Schuldigen und die Flucht in dem Aberglauben ging bei Follet - bis auf die Flagellanten - weitestgehend unter. Letztendlich bleibt ein Mittelmaß in der Unterhaltung ohne wirkliche Begeisterung - Schade! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Kein Meisterwerk,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Okay, die "Tore der Welt" lesen sich ganz fesselnd, jedenfalls in der ersten Hälfte, (und die zweite hält man auch noch durch, obwohl da weniger absolut mehr gewesen wäre), aber herausragend finde ich das Buch in keiner Weise. Vor allem mit der historischen Authenzität ist es absolut merkwürdig bestellt. In den Details ist das Buch wirklich hervorragend recherchiert, in den großen Zusammenhängen oft hanebüchen und voller Unwahrscheinlichkeiten. Das gilt ganz besonders für Caris "Klosterkarriere". Ich bin nicht genau über die historische Faktenlage informiert: Aber wenn es damals überhaupt möglich war, ein Kloster wieder auf offiziellem Wege zu verlassen, dann war das mit Sicherheit eine absolute Ausnahme, für die man viel Vitamin B brauchte und über die letztendlich nur der Papst entscheiden konnte. Ganz sicher konnte einen nicht gerade mal eben der Ortsbischof von den ewigen Gelübden entbinden. Aber noch ärgerlicher als diese Lässigkeit mit den historischen Tatsachen finde ich, dass Follet seine eigene Linie nicht ernst nimmt. Am Anfang, als Caris noch Novizin ist (und da konnte man auch im 14. Jahrhundert ohne große Umstände wieder austreten) tut Merthin als wäre sie damit unweigerlich auf ewig für ihn verloren. Später als sie dann nicht nur die ewigen Gelübde abgelegt hat, sondern sogar als Äbtissin eine herausragende, öffentliche Stellung hat, hängt es dann angeblich nur noch von ihrem persönlichen Willen ab, ob sie bleibt oder austritt. Auch dass der Nobody Philemon noch nach dem Tod seines Mentors unaufhaltsam Karriere macht, passt schlecht ins 14. Jahrhundert mit seinen Standesschranken. Meiner Meinung nach sind weder die Story noch die Figuren wirklich lebendig und in sich stimmig, sondern "auf Effekt" getrimmt. Und damit wird das Buch trotz guter Details zur Massenware.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Vom Verlag gedrängt...,
Von Andreas R. "Nasenbär" (Hünstetten) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Als Follett Fan habe ich mich auf das Werk gefreut...und war enttäuscht. Von der Dichte und der Handlung von "Säulen der Erde" weit entfernt!!!Ein über 1000 Seiten Schinken durch den es mühsam war sich durchzukämpfen. Absoluter Durchschnitt des Genres. Muss man wohl nur haben als echter Fan. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Die Tore der Welt: Roman von Ken Follett
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