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in Kingsbridge.

Ich weiß gar nicht, ob es jemals ein Buch gab, welches 18 Jahre nachdem der Vorgänger erschien, als Fortsetzung veröffentlicht wurde. Natürlich habe ich vor ein paar Jahren bereits "Die Säulen der Erde" von Follett verschlungen. Auch alle anderen Bücher von ihm habe ich gelesen, wobei mir seine historischen Romane (hier sei vor allem auch "Die Pfeiler der Macht" erwähnt) immer am besten gefallen haben.

"Die Tore der Welt" ist in erster Linie erstmal wunderschön anzuschauen. In echtem Leinen gebunden und mit einem roten Lesebändchen versehen, ist es ein Schmuckstück für jeden Buchliebhaber. Die Seiten sind hauchdünn und zart, was bei einem 1120-Seiten Buch auch so sein sollte; könnte man es sonst ja kaum halten.

Dieser Roman ist nicht wirklich eine Fortsetzung von den Säulen der Erde. Denn während es in dem ersten Teil um den Bau der Kathedrale in der fiktiven Stadt Kingsbridge geht, spielt die aktuelle Geschichte nun 200 Jahre später rund um die Kathedrale. Ein wenig lernt der Leser über den Bau einer Brücke, aber auch dieser spielt nicht die Hauptrolle in diesem Roman.

Vielmehr ist es das Leben der drei Freunde Caris, Gwenda und Merthin, welches wir durch Jahrzehnte hinweg begleiten. Wir erleben mit ihnen Höhen und Tiefen der Liebe, der Trennung, der Krankheit und der beruflichen Belange.

Folletts sehr einfacher Schreibstil macht es dem Leser leicht, die 1120 Seiten sehr zügig durchzulesen. Leider muss ich anmerken, dass einige Textpassagen sehr langatmig waren und auch mit weniger Beschreibung der Handlung der Geschichte ausgekommen wäre. Allerdings schreibt Follett auch in diesem Roman wieder sehr spannungsnah insofern, dass man wissen möchte, was aus den Personen wird. Wie sie sich weiterentwickeln, was ihnen das Leben im 14. Jahrhundert beschert.

Und wieder einmal wird der Leser daran erinnert (und das ist ja in den meisten historischen Romanen so), dass die Gesetze der damaligen Zeit einfach unglaublich waren und wir uns glücklich schätzen können, in der heutigen Zeit zu leben. Nichtsdestotrotz tauche ich immer wieder gerne in die damalige Zeit zurück. Aber eben nur als Besucher.

Alles in allem hat Follett wieder einen wunderschönen Roman geschaffen, doch wenn ich ehrlich bin, hat er insgesamt für mich nicht die gleiche Faszination ausgeübt, wie damals "Die Säulen der Erde". Dennoch gehe ich davon aus, dass auch dieses Buch wieder über Jahrzehnte hinweg ein Bestseller sein wird. Schon allein deshalb, weil jeder Follett-Fan danach greifen wird. Er wird auch nicht enttäuscht werden, aber man sollte seine Erwartungen auch nicht ZU hoch setzen. "Die Säulen der Erde" war und bleibt nun mal das Original und obwohl diese Fortsetzung toll ist, hat sie für mich nicht den gleichen Charme ausgeübt wie ihr Vorgänger.
55 Kommentare| 434 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. März 2008
Wie auch im Roman "Die Säulen der Erde" schildert Follet wieder das englische Mittelalter üppig, prall und farbenprächtig mit viel Detailwissen über diese Zeit. Doch vorweg: Der neue Roman gefällt mir persönlich bei weitem nicht so gut wie die "Säulen der Erde". Die Art wie Follet schreibt ist bei beiden Romanen leicht lesbar, flüssig und auch mit einigen Lesepausen findet sich der Leser leicht wieder in den Ablauf hinein. Follet hat eben dass, was man angeblich in Literatenkreisen "eine gute Schreibe" nennt, vergleichbar höchstens noch mit J. K. Rawling, dieser Schreibstil verkauft sich bekanntermaßen besonders gut! In "Sachen Sex" hat sich Follet diesmal noch mehr und detailreicher ins Zeug gelegt als je zuvor, weniger wäre auch ok gewesen, doch dem Roman schadet dies meiner Meinung nach aber nicht.
Was ich vermisse - und dass ist meine Hauptkritik- dass ist "der rote Faden" der Geschichte: "Die Säulen der Erde", hier geht es von vorn bis hinten um den Bau einer Kathedrale, mit allen Problemen von der Idee, Planung,Grundsteinlegung, Bauablauf bis zur Fertigstellung, begleitet von zahlreichen "Guten" und "Bösen" Beteiligten, die sich durch den Roman ziehen. Das ist eine klare Linie, die in den "Toren der Welt" fehlt:
hier wird die Geschichte der einzelnen Romanfiguren trotz aller "Kontakte" irgendwie "isoliert" geschildert, ein durchgehender Handlungfaden fehlt einfach. Es werden Brücken, Krankenhäuser usw. gebaut, die Pest bricht mehrfach aus, doch ein "Ziel"- irgendetwas konkretes (wie der Bau einer Kathedrale oder einer Brücke??- manchmal dachte ich das wäre der Punkt-)- findet sich in der neuen Follet-Story leider nicht. Es gibt einfach keinem "Hauptstrang der Geschichte". Die Schicksale der Akteure werden geschildert, Haupt-Merthin baut mal hier mal da, legt Hand an die marode Kathedrale, ergeht sich teilweise in wirklich interessanten bautechnischen Einzelheiten, doch der ganzen Geschichte fehlt das "gewisse etwas", etwa wie in "Die Säulen der Erde". Auch der Ausbruch der Pest, gleich mehrfach, Merthins Reisen, dass alles bringt den Roman nicht wirklich "zum Ziel". Insgesamt ist es zwar schon lohnend zu lesen, aber doch bei weitem nicht so spannend wie sonst. Eine Fortsetzung von 'Den Säulen der Erde'- denke ich - dass ist es mit Sicherheit trotz anderer Meinungen vieler Leser auch nicht. Mehrere Generationen liegen zwischen beiden Romanen und ein wirklicher Zusammenhang lässt sich nicht mehr herstellen. Der "mysteriöse Brief", er ist ein absolut überflüssiger, winziger Bestandteil der Geschichte. Leider nur 3 Sterne, schade, ich mag eigentlich Follet-Romane und hätte auf fast 1300 Seiten etwas mehr erwartet.
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am 31. Mai 2008
Natürlich hat Ken Follett gründlich recherchiert und natürlich kennt er sich im Mittelalter aus. Aber wenn man das auf so vielen Seiten unter Beweis stellen will, dann lassen sich Wiederholungen nicht vermeiden, die Stringenz des Geschehens bleibt nicht gewahrt, manchmal ufert das Erzählen in historisierendes Referieren aus mit der Folge, dass der Leser, der gespannt zu diesem Buch gegriffen hat, allmählich enttäuscht wird und sich zu langweilen beginnt. Für wenig gelungen halte ich die Personenzeichnung. Mal abgesehen davon, dass diese Schwarz-Weiß-Technik, in der das gesamte Personal angelegt ist, auf Dauer ermüdet und Aggressionen weckt, schlimmer ist, dass die Hauptersonen s o nicht dem Mittelalter entstammmen können, ihre Motivation ist modern und daher in der Zeit, in die sie versetzt werden, nicht überzeugend. Das dürfte in einem historischen Roman nicht passieren. Straffer und überzeugender hätte Follett diese Geschichte mit der Hälfte der Seiten erzählen können - weniger wäre hier mehr gewesen!
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am 25. Dezember 2011
Vorab: ich schätze Folletts Bücher sehr, die Pfeiler der Macht und die Säulen der Erde habe ich regelrecht verschlugen. Die Tore der Welt allerdings kommen mir ein wenig vor wie "Gute Zeiten Schlechte Zeiten im Mittelalter". Durchaus nett erzählt, aber kein roter Faden, man hat immer das Gefühl, man könnte jetzt einfach mal 10 Seiten auslassen und verpasst nicht wirklich etwas. Es ist eben eine bunte Folge von Intrigen und Beziehungen die entstehen und wieder kaputtgehen, auch die Charaktere sind die typische Seifenoper-Mischung: die Guten, die Bösen, die Undurchsichtigen, die Verschlagenen, die Täter, die Opfer.
Was nicht heißt, es sei nicht kurzweilig zu lesen, von den täglichen Seifenopern im TV fühlen sich ja auch Millionen von Menschen gut unterhalten. Aber mit "Literatur" hat es eben nicht viel zu tun, wer soetwas sucht, wird hier wohl nicht fündig werden.
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am 30. Mai 2008
Die Säulen der Erde in allerbester Erinnerung - dieser Follett hat erst meine Leidenschaft für historische Romane geweckt - habe ich mir die "Fortsetzung" sofort nach Erscheinen zugelegt. Und noch nie habe ich die Investition in ein Buch direkt nach Erscheinen so bereut! Denn schon nach den ersten Kapiteln war mir klar, dass ich nicht 1300 Seiten spannende Weiterentwicklung der Säulengeschichte vor mir hatte, sondern einen total vorhersehbaren Abklatsch davon. Alle Personen tauchten wieder auf - mit neuen Namen und leicht veränderten Berufen oder gesellschaftlicher Stellung: das Paar, dass nicht zusammenkommt (oder doch, aber wie gehabt erst ganz am Ende) der Böse und der Gute, der Herr und der Knecht, ein paar Mönche und mutige und emanzipierte Frauen, sogar die dominante und intrigante Mutter tauchte wieder auf! So kann jeder 1000 Seiten zusammenschreiben: Man nehme einen Bestseller und einen Würfel und mixe alles ein bisschen um, lasse den Schauplatz gleich und lege die Geschichte zeitlich in ein anderes Jahrhundert und wenn dann noch ein "guter" Name als Autor darüber steht, geht das Geldverdienen ganz von alleine!
Die zum Teil an den Haaren herbeigezogenen Handlungsstränge und ständigen Wiederholungen (glaubt Herr Follett, dass seine werte Leserschaft nicht in der Lage ist, zu behalten, was sie 200 Seiten vorher gelesen hat?) nervten bald nur noch, und zwar gewaltig! Hier wurde allzu deutlich, dass offensichtlich für 49 Mio Vorschuss mindestens 1300 Seiten erwartet wurden. Ich war mehr als einmal nahe daran, das Buch wegzulegen. Weil ich so etwas aber aus Prinzip nie tue, habe ich dann alternativ große Passagen einfach nur noch quer gelesen. Das dies völlig ausreichte, um in der Handlung zu bleiben, sagt m. E. alles über die Qualität des Buches. Herr Follett sollte einmal bei Rebecca Gablé nachlesen, wie man "Fortsetzungen" schreibt, die dieser Bezeichnung auch gerecht werden.

Fazit: Wer Die Säulen der Erde nicht gelesen hat, für den mag Die Tore der Welt - wenn auch nicht meisterliche - aber doch ganz nette Unterhaltung sein.
Für alle anderen gilt: Finger weg und Geld und Zeit in bessere Bücher investieren!
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am 17. Februar 2016
Natürlich habe ich vor einiger Zeit bereits Die Säulen der Erde von Ken Follett gelesen. Auch andere Bücher von ihm habe ich gelesen,
Dieser Roman ist nicht wirklich eine Fortsetzung von den Säulen der Erde. Denn während es in dem ersten Teil um den Bau der Kathedrale in der fiktiven Stadt Kingsbridge geht, spielt die aktuelle Geschichte nun 200 Jahre später rund um die Kathedrale. An und für sich gut zu lesen
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am 3. Juli 2008
Von diesem Buch kann ich nur abraten!

Schlechter Schreibstil:
- Nahezu alle Charaktere haben wenig Tiefe,
- mittelalterliche Kinder reden in einer Weise, die selbst bei Erwachsenen geschwollen klingt,
- vieles wird mehrfach wiederholt als könnte der Leser sich nichts merken und
- die Geschichte holpert dahin und ist an eigentlich spannenden Punkten vorhersehbar.

Schlechte Übersetzung:
- Die Übersetzung kennzeichnet sich durch einen immensen Mangel an Verständnis der Intention des Original-Textes. Schon der Anfang des Buch ist schlecht übersetzt: "Gwenda was eight years old, but she was not afraid of the dark. When she opened her eyes she could see nothing, but that was not what scared her." wird übersetzt mit: "Gwenda war acht Jahre alt, aber sie fürchtete sich nicht vor der Dunkelheit. Darum hatte sie auch keine Angst, als sie die Augen öffnete und ringsum alles finster war." Es geht im Original nicht darum, wovor sie keine Angst hat, sondern darum, dass sie vor etwas Angst hat.
- Englische Bezeichnungen werden mal übersetzt, mal nicht: Manche Personen wechseln im Laufe von ein paar Absätzen ihre Bezeichnungen. Mal heißt einer "Herr Stephen", dann wieder "Sir Stephen". Manche Orte werden eingedeutscht, manche bleiben englisch - und werden aber nicht erklärt, obwohl sie erklärungsbedürftig wären.

*ACHTUNG: Spoiler*

Inhaltliche Fehler (Beispiele):
- Namen werden vertauscht. Ein Fall geht ungefähr so: "Mädchen X geht Straße entlang. Mädchen X sieht von weitem Mädchen X mit Jungen Y". Eigentlich ist dort bei dem Jungen Y das Mädchen Z. Mädchen X kann sich schließlich schlecht selbst woanders sehen - und doppelte Namen gibt es an dieser Stelle nicht.
- Ein Mann, der einen Arm verloren hat, schafft es im Stehen ein Buch entgegenzunehmen und darin zu blättern. Wir reden hier von Büchern im Jahre 1337 - also großen, schweren Büchern. Der Mann muss sehr große und gelenkige Finger haben.
- Das panische Schreien von hunderten Menschen wird ein paar hundert Meter weiter weg von anderen Menschen nicht gehört.
- Triefend nasse Personen erwecken in einer Hauptstraße in einer Stadt nicht die geringste Aufmerksamkeit.
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am 1. April 2008
Also wer den Vorgänger gelesen hat, wird hier definitiv nicht enttäuscht! Ich weiß zwar nicht, ob Die Tore der Welt 50 Mill. Euro (!) Vorschuss wert sind, aber mir soll das egal sein...ich muß sie ja nicht bezahlen.
Worum geht es?
Ralph und Merthin sind die aufgeweckten Söhne eines armen Ritters vom Lande und Caris die sinnliche Tochter eines wohlhabenden Kaufmannes. Gwenda schließlich ist die Tochter eines Taglöhners und Gelegenheitsdiebes. Und alle vier treffen sich am Wollmarkt von Kingsbridge - genauer gesagt im Wald nunweit von Kingsbridge. Dort werden sie Zeugen eines Verbrechens und schwören sich gegenseitig, niemals jemandem davon zu erzählen.
Die Kinder werden erwachsen und haben weiterhin Umgang miteinander ' auch wenn sich ihre Lebenspläne grundlegend voneinander unterscheiden.
Dem Autor macht bei der Beschreibung von Zeit, Sitte und Gesellschaft so schnell niemand etwas vor. Historiker dürften hier kaum etwas zu bemängeln haben und für diesbezüglich anspruchsvolle Leser ist es ein wahres Vergnügen, an Folletts Schilderungen teilzuhaben!
Was dagegen die Ausgestaltung der Akteure angeht, da stehen Follet eher nur schlichte, handwerkliche Mittel zu Verfügung. Es funktioniert zwar alles, die Guten sind gut, die Bösen böse, aber wer es hier realistischer und anspruchsvoller erwartet hat und weniger holzschnittartig, bleibt unzufrieden zurück.
Aber dieses Buch ist eben nicht auf Seelenerforschung aus, sondern auf Unterhaltung und von ein paar ganz wenigen Längen einmal abgesehen unterhält dieser Follett bis zur letzten Seite!
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am 11. Juli 2013
Ich frage mich im Nachhinein, weshalb ich dieses Buch nicht schon Jahre früher gelesen habe, nachdem ich bereits von "Die Säulen der Erde" vollkommen begeistert war.

Irgendwo habe ich gelesen, dass im ersten Teil die Adligen das Böse repräsentieren und die Kirche das Gute. Im hier rezensierten zweiten Teil, der ca. 200 Jahre später spielt, soll es dann angeblich genau andersherum sein. Dieser Ansicht kann ich mich nicht anschließen. Das wäre zu einfach! Dafür ist "Die Tore der Welt" viel zu raffiniert geschrieben. Es kommt ständig zu nicht vorhersehbaren Wendungen und das Buch bleibt bis zur letzten Minute spannend und überraschend.

Das Buch bietet
-gute kurzweilige Unterhaltung
-Menschen, die versuchen ihr persönliches Glück zu finden
-Menschen, die - eingeschränkt durch ihr Geschlecht und/oder den Stand ihrer Geburt - versuchen, sozial aufzusteigen
-den Kampf zwischen verbohrten konservativen Dogmatikern und dem Fortschritt
-Geschichte des Mittelalters auf eine unglaublich spannende Art und Weise
-den Missbrauch von Macht
-wie Religion die (Weiter-)Entwicklung der Menschheit lähmen kann
-wie Freiheit oder die Möglichkeit, Geld zu verdienen / sozial aufzusteigen, Menschen zu Leistung motivieren und damit dem Nutzen Aller dienen kann
-Intrigen vom Feinsten

Obwohl es sich bei dem Buch um Unterhaltsliteratur/Belletristik handelt, hat man das Gefühl "weiser" zu sein, nachdem man es gelesen hat.

Einziger Wermutstropfen: Selbst im Jahr 2013 hat die Kindle-Version, die ich gelesen habe, immer noch zahlreiche Tipp-, Übersetzungs- und Rechtschreibfehler. Bei einem derartigen Bestseller kann man doch wohl erwarten, dass Geld für ein Lektorat vorhanden ist!
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Ken Follett ist ein fleißiger Thriller-Autor. Die Fans seines historischen Romans "Die Säulen der Erde", ein Buch, das seit rund 20 Jahren ein Bestseller ist, mussten sich jedoch in Geduld üben. Mit "Die Tore der Welt", so der deutsche Titel, kehren wir in die mittelalterliche englische Stadt Kingsbridge zurück. 200 Jahre sind vergangen, wir schreiben das Jahr 1327. Einige Nachfahren der Menschen aus den "Säulen der Erde" leben noch hier, viele neue lernen wir kennen, darunter etliche Hauptfiguren. Aus denen ragt, um nur eine zu nennen, Caris, eine Nachfahrin von Jack Builder heraus. Sie muss ins Kloster flüchten, um der Hexenverbrennung zu entgehen. Und schon sind wir wieder mitten in turbulenten Geschichten um Baukunst, Unterdrückung, Intrigen, Krieg, Liebe, Schmerz, Macht und Gier und nicht zuletzt in der des tastenden medizinischen Fortschritts und seiner Rückschläge. Die Pest, die immer wieder aufflammte und wütete, war neben vielen anderen Krankheiten und Verletzungen, für die es keine wirklich gute Hilfe gab, die Geisel jener Zeit. Sie entvölkerte ganze Landstriche. Dies war schon schlimm genug gewesen, aber das Leben setzte noch eins drauf und hielt zur Drangsal der meisten Menschen auch noch Klerus und Adel bereit.

Ken Follett schreibt drastisch und drückt sich deutlich aus. Literarische Schnörkel sind nicht nach seinem Geschmack. Sexszenen und Schilderungen von Gewalttaten lassen kaum Spielraum für die eigene Phantasie. Er sagt uns, was Sache ist, und das ist nichts für empfindliche Naturen. Alle anderen werden ausgezeichnet unterhalten, auch wenn dem Buch eine etwas straffere Schreibe gut getan hätte. Aber da ist die Fabulierlust des Autors davor.

Mancher mag dieses Buch verächtlich als Historienschinken abtun, was es auch ist, aber eben nicht nur. Ken Follett scheint gründlich recherchiert zu haben, über was er da ausholend und mäandert schreibt, auch wenn das Ergebnis wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügen wird. Aber wer sich mit dieser Zeit auf hohem Niveau beschäftigt, greift ohnehin nicht zu diesem Buch - es sei denn, um sich zu entspannen. Dieses Buch ist, um ein liebenswürdigeres Wort als abwertend "Schinken" zu benutzen, ein richtig schöner Schmöker, in den man sich verkriechen und die reale Welt für eine ganze Weile ausblenden kann. Gründe dafür, werden Pessimisten sagen, gibt es genug. Schließlich haben sich die Menschen seit dem Mittelalter im Kern kein bisschen geändert. Den Beweis dafür liefert jeden Tag jede beliebige Tageszeitung mit ihren selten hoffnungsfrohen Schlagzeilen. Fazit: Auch wenn viele sagen werden "Aber die Säulen der Erde waren viel besser, weil...", - gut gemacht, Ken Follett, und herzlichen Dank für dieses Buch. Wir werden uns bei Ihnen mit traumhaften Absatzzahlen revanchieren.

Übrigens, das Hörbuch zu "Säulen der Erde" hat ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es eignet sich gut, um zeitsparend sein Gedächtnis aufzufrischen und sich auf die "Tore der Welt" einzustimmen, auch wenn dieses ein in sich abgeschlossenes Buch ist. Wer gar das Buch noch einmal zur Hand nimmt, wird vielleicht (wieder) feststellen, dass es in den "Säulen der Erde" auch schon einige Längen gibt, die es zu überwinden gilt.
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