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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skandalträchtig
Es gibt Thriller bei denen wünscht man sich sie hätten den Kultstatus eines Dan Browns. Ausgebrannt gehört zu ihnen. Warum? Trotz seiner Länge fesselt das Buch ungemein, auch wenn die Spannung stellenweise etwas nachlässt und... es macht Angst, rüttelt wach und lässt hoffen dass sich die Konsequenzen eines Peak Oil irgendwie vermeiden...
Veröffentlicht am 3. Juni 2008 von Mario Pf.

versus
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein guter Thriller(?) in einer großzügigen Verpackung
Nach 'Black Monday' war dies mein zweiter Versuch einen guten Thriller zum Thema Erdöl und Versorgungskrise zu lesen. Gut war es, ein Thriller war es nicht. Der Thrill geht auf den 750 Seiten leider all zu oft verloren, durch die geteilte Story und die Zeitsprünge ergeben sich vor allem in der ersten Hälfte des Buches oftmals unerwünschte Brüche...
Veröffentlicht am 21. April 2009 von Haugi


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skandalträchtig, 3. Juni 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgebrannt. Roman (Gebundene Ausgabe)
Es gibt Thriller bei denen wünscht man sich sie hätten den Kultstatus eines Dan Browns. Ausgebrannt gehört zu ihnen. Warum? Trotz seiner Länge fesselt das Buch ungemein, auch wenn die Spannung stellenweise etwas nachlässt und... es macht Angst, rüttelt wach und lässt hoffen dass sich die Konsequenzen eines Peak Oil irgendwie vermeiden lassen. Der Peak Oil ist der Höhepunkt der weltweiten Ölförderung, ab diesem Zeitpunkt brechen die Ölförderquoten allerdings ein und mit ihr die gesamte moderne Zivilisation. Das Buch beginnt mit einer Rückblende, nachdem Markus Westermann auf der Flucht einen Autounfall erlitten hat, nachdem er wegen Diebstahl von Firmengeheimnissen im Wert von 100 Mrd. Dollar, Drogenkonsum und einem Mord gesucht wurde.

Schon immer hatte Markus Westermann den Traum Amerikaner zu werden und als er es endlich geschafft hat, zumindest für die Dauer eines Jobs als Lokalisator für geraume Zeit in die USA zu reisen, sieht er seine Chance gekommen. Bei Lakeside und Rowe Inc. hat er 6 Monate Zeit um seinen American Dream umzusetzen, die Chance sind gering, doch Mark S. Westman ist perfekt vorbereitet. Werner und seine Freundin Dorothea (Markus Schwester) entscheiden sich unterdessen für einen Hauskauf, der nur einen kleinen Makel hat, die Ölheizung, weshalb sie hoffen, dass sich der Ölpreis in nächster Zeit nicht erhöhen wird. In den USA begegnet Mark dem Österreicher Karl Walter Block, der einen Vortrag an der University of Chicago halten soll. Der unscheinbare Mann hat eine einzigartige Gabe, er besitzt einen sechsten Sinn für Öl und kann Quellen finden, die sich selbst Experten nicht offenbaren würden. Er und Mark wollen zusammenarbeiten und treten mit der Behauptung an die Öffentlichkeit für die nächsten 1000 Jahre Öl finden zu können. Die Märkte reagieren sofort, eine Renaissance des Öl-Zeitalters steht kurz bevor und daran können auch problematische Entwicklungen in Saudi-Arabien nichts mehr ändern...

Mit Ausgebrannt hat Andreas Eschbach ein erschreckend prophetisches Szenario geschaffen, das es selbst auf 750 Seiten schafft zu fesseln. In Rückblenden vermittelt Ausgebrannt zudem die Geschichte des Öls und erzählt die Familiengeschichte der Westermanns. Zunächst beginnt Ausgebrannt etwas schleppend und man braucht an die 100 Seiten bis man sich an die vielen Rückblenden und Handlungsstränge gewöhnt hat, aber ab dann erkennt man die Qualitäten dieses Werks. Keine Handlungsebene kommt zu kurz, die Charaktere wirken glaubwürdig und erinnern an einen der besseren Fernsehmehrteiler die das deutsche Privatfernsehen zu bieten hat. Schriftstellerisch gekonnt umgesetzt, das muss man dem Autor schon lassen. Auch wenn ich bezweifeln möchte, dass manche der im Buch vorgestellten Konzepte wirklich funktionieren, hat sich Andreas Eschbach große Mühe gegeben, seine Handlung logisch aufzubauen. So wird die grüne Wirtschaft durch den neuen Öl-Boom in eine Krise gestürzt, welche spätere Entwicklungen begünstigt und auch auf geografische, wie kulturelle Eigenheiten wird einigermaßen gut eingegangen, auch wenn Kremsmünster (S. 151) keine Stadt sondern eine Marktgemeinde ist und der Dialekt Karl Blocks einem amüsanten Klischee entsprungen scheint.

Fazit:
Solide gemacht, trotz vieler Handlungsstränge spannend bis zum Schluss und fähig zum Nachdenken anzuregen.
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100 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das richtige Buch zur richtigen Zeit! Kein Thriller, aber Infotainment vom Feinsten., 17. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Ausgebrannt. Roman (Gebundene Ausgabe)
"Amerika steht kurz vor technologischen Durchbrüchen, die uns in die Lage versetzen, unabhängiger vom Öl zu leben. Diese Technologien werden uns helfen, bessere Hüter unserer Umwelt zu sein - und sie werden uns helfen, der ernsthaften Herausforderung des globalen Klimawandels zu begegnen" erklärte George W. Bush in seiner Rede zur Lage der Nation Ende Januar 2007. Wenige Tage später erscheint beim Lübbe-Verlag Andreas Eschbachs neuer Roman "Ausgebrannt", in dem Eschbach die Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Erdöl thematisiert und sich mit der Frage auseinandersetzt, was geschehen kann, wenn die Menschheit vor der großen Herausforderung steht, dass das Ende des Erdölzeitalter bevor steht.

Der junge Markus Westermann träumt seit seiner Kindheit davon, dass für ihn der amerikanische Traum in Erfüllung geht. Als er beruflich die Möglichkeit bekommt, einige Monate für seinen bisherigen Arbeitgeber in Amerika zu arbeiten, nimmt er sich vor, seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Als er während seines Aufenthalts den alten Öltechniker Karl Walter Block kennen lernt, der überzeugt ist, dass die Erde noch genug Öl für die nächsten tausend Jahre birgt und er die Methode kennt, dieses Öl zu finden, sieht Markus seine Chance gekommen mit anderer Leute Ideen und anderer Leute Geld sein Glück zu machen. Er gründet mit Block eine Firma und beide gelangen in kürzester Zeit zu Berühmtheit. Als in Saudi-Arabien das größte Ölfeld der Welt versiegt, liegen die Hoffnungen auf Block und Westermann, aber die Saudis setzen alles daran, die Wahrheit zu vertuschen. Nicht nur im Nahen Osten kommt es zu Unruhen. Das Ende der Welt und der Weltwirtschaft, wie wir sie heute kennen, bahnt sich an. Markus Westermann arbeitet fieberhaft daran, das zu verhindern und die Veränderung der Welt zeigt auch bei ihm ihre Wirkung...

"Ausgebrannt" wird bereits auf dem Cover als Thriller ausgewiesen. Die Kriterien eines Thrillers erfüllt der Roman definitiv nicht. Allerdings ist Eschbachs Roman auch nur schwer den bekannten Roman-Genres zuzuordnen. Die Leistung Andreas Eschbachs liegt darin, dass er eine Vielzahl von Informationen rund um das Erdöl, von seiner Gewinnung, über seine Verarbeitung bis zur Verwendung, aber auch die Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Öl aufbereitet und den Lesern quasi auf dem Silbertablett, verpackt in einer unterhaltsamen Romanhandlung, serviert.

Seinen Roman gliedert Andreas Eschbach in zwei Teile, deren Sprache durchgängig leicht, eher nüchtern und flüssig ist. Der erste Teil erzählt in mehreren Zeitebenen und aus der Sicht verschiedener Personen, deren Verbindungen miteinander dem Leser erst im Laufe der weiteren Handlung klar wird, was bis zum Zusammenbruch des größten Ölfelds der Welt in Saudi-Arabien geschieht. Dabei führt uns Eschbach deutlich vor Augen, dass wir in der heutigen Konsumgesellschaft leben, als ob die Ressource Erdöl unerschöpflich wäre, und den meisten von uns das Bewusstsein über die Bedeutung des Öls in unserer Gesellschaft fehlt. Nur gelegentlich geraten ihm Passagen, die eine Vielzahl von Informationen beinhalten, etwas lehrbuchhaft. Der zweite Teil ist den Veränderungen der Welt mit der beginnenden Ölknappheit gewidmet und Markus Westermanns Suche nach einer Lösung. Dieser Teil, der nur in einer Zeitebene erzählt wird, liest sich deutlich flüssiger als der erste Teil, auch die Handlung wird zunehmend temporeicher und gewinnt durch einige sehr spannende Passagen. Leider enthält das Ende des Romans einige Szenen und Wendungen, die ich als unnötig empfand. Gelegentlich mag es erscheinen, als ob Andreas Eschbach vieles nicht abschließend bearbeitet und diskutiert. Ich empfinde dies aber als positiv, da der Leser so Anstöße zum eigenen Recherchieren und Nachdenken erhält.

Die Charaktere des Romans entwickeln sich mit der Veränderung der Welt; manche scheinbar intelligente, souveräne und starke Person zeigt sich der Krise nicht gewachsen, manche eher zurückhaltende, unscheinbare Person entdeckt im Wandel erst ihre Fähigkeiten. Auch der Protagonist, dessen Charakter zunächst recht klischeehaft erscheint und den man daher auch eher leicht belächelt, macht im Laufe der Handlung eine persönliche Entwicklung.

"Ausgebrannt" von Andreas Eschbach ist kein herkömmlicher Thriller, sondern ein sehr gut geschriebener und informativer Unterhaltungsroman mit einem im wahrsten Sinne des Wortes brandaktuellen Thema - Infotainment vom Feinsten.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen den Zeilen, 16. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ausgebrannt. Roman (Gebundene Ausgabe)
Das sehr gekünstelte Ende der Love-Story in diesem Roman hat mich zu einem Stern Abzug verleitet, aber was mir hier besonders gefallen hat, waren die Dinge, die nebenbei passierten.
Zum einen ist der Hauptdarsteller kein zielgerichteter Held, sondern ein Mensch, der einfach Chancen ergreift, wenn sie sich ihm auftun, und der versucht, seine Wünsche zu erfüllen. Eher zufällig gerät er an den mysteriösen Partner, von dem nie ganz klar wird, ob er nun ein Genie ist oder doch dem Wahnsinn verfallen. Oder an die frivole Asiatin, die ihn ständig vernascht und mit der er auf der Überholspur des Lebens dahinrast. Und das eigentlichen Ziel, endlos Erdöl zur Verfügung zu haben, kippt schlagartig um in die andere Richtung. Die Entwicklung holt die beiden Hauptdarsteller ein.

Es kommt der Zusammenbruch, und was hier besticht, ist die Schilderungen des Alltags ohne Öl.
Obwohl noch Öl da ist, wird es auf einmal teuer gehandelt, also mit dem Preis, den es es eigentlich wert ist. Und schon kann sich keiner mehr die teure Ware leisten. Chaos bricht aus, Selbstversorger, früher als spinnige Sonderlinge verachtet, erfahren Aufwind, die Fahrgemeinschaft wird wiederbelebt, der heimische Garten wird umgegraben und wieder für den Anbau von Obst und Gemüse genutzt, weil mit Öl-Dumpingpreisen importierte Ware aus dem fernen Ausland wegfällt, da der Transport endlich so viel kostet, wie er eigentlich wert ist.
Eigentlich müsste die Weltwirtschaft nicht zusammenbrechen, man muss sich nur gehörig umstellen, was den ölsparunerprobten Amerikanern deutlich schwerer fällt als den krisenerschütterten Europäern. Die ausbrechende Willkür und Gewalt in USA machen Angst, würden aber wohl der Realität entsprechen. Intrigen und Gehabe der erdölfördernden Ländern halte ich für gut geschildert, nur fehlen hier die Förderungen in der Nordsee und Russland und deren Auswirkung bei einem Versiegen der arabischen Ölfelder.
Die Möglichkeit, Treibstoff aus Landwirtschaftsabfällen zu gewinnen, wird angedacht, aber der Roman endet, bevor dies weitflächig wirtschaftlich genutzt wird. Der vollkommene Untergang jeglicher modernen Techologie aufgrund von Ölmangel ist sehr dunkel gezeichent. Man kann nur hoffen, dass Politik und Wirtschaft wie auch der gesunde Menschenverstand schneller handeln würden als hier aufgezeichtet wurde. Ein zutiefst beeindruckendes Buch.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein typischer Eschbach, 10. Mai 2007
Von 
Ulrich Hartmann (Mulfingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Mit seinen Stärken und Schwächen ist dies ein typisches Werk von Andreas Eschbach, und wer die Veröffentlichungen dieses Autors gerne liest bzw. hört, dem wird dieses Buch gefallen.

Eschbach bleibt sich gerade insofern treu, als er immer wieder etwas Neues ausprobiert, und das, obwohl er sehr viel schreibt: diesmal bietet er uns einen Polit-Thriller mit aktuellen Bezügen, so aktuell, daß es manchmal schon beklemmend wird und man ins Nachdenken kommt: wie lange kann es mit unserem Lebensstil so weitergehen? Auch neu bei Eschbach ist, daß er die Handlung auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Nicht neu ist, daß sein Werk ungeheuer spannend ist. Fast hat man aber den Eindruck, daß er zu viele Themen in seine Handlung einbauen wollte; die handlenden Personen gehen darüber etwas unter. Daß der Autor uns seine feindselige Einstellung gegenüber dem Christentum auch noch unbedingt präsentieren muß, obwohl das mit seinem Thema wenig zu tun hat - auch das ist typisch Eschbach, wobei mich immer wieder erstaunt, wie primitiv hier seine Stereotypen sind. Etwas zu oft kommen in dem Buch geheimnisvolle Papiere vor, die in irgendwelchen Kellern o.ä. versteckt sind, und deren Inhalt dem Weltgeschehen eine neue Wendung gibt. Daran merkt man: letztlich ist es eben doch ein spannender Unterhaltungsroman, der einem darüber hinaus noch einen Denkanstoß geben kann - mehr aber auch nicht.

Ulrich Noethen liest unaufgeregt und deutlich, man hört ihm gerne zu und kann ihm gut folgen. Bei verschiedenen Personen imitiert er deren Dialekt - so etwas kann leicht peinlich werden. Er macht das aber recht gut. Diese preisgünstige Hörbuchfassung ist also durchaus empfehlenswert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bei jedem Blick auf die Tanksäule ist dieses Buch empfehlenswerter, 2. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Ausgebrannt. Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Ende des Ölzeitalters: das ist das Thema des neuen Öko-Thrillers von Andreas Eschbach. Mit einer Mischung aus harten Wirtschaftsfakten und kühner Fiktion entwirft der Autor ein durchaus realistisches Schreckensszenario. Dabei trifft er genau den Nerv der Zeit, denn das Ölzeitalter endet nicht, wenn kein Öl mehr da ist, sondern wenn das Angebot rapide unter den Bedarf sinkt – und das ist schon heute keine Zukunftsmusik mehr. Wie gut man darauf vorbereitet ist, bleibt abzuwarten. In Eschbachs Szenario jedenfalls setzt das Umdenken viel zu spät ein.

Zwar hält der Autor sein anfänglich hohes Erzähl-Tempo nicht konsequent durch und führt uns manchmal auch durch etwas konstruiert wirkende Passagen, aber trotzdem regt sein Buch auf überaus spannende Weise zum Nachdenken an. „Ausgebrannt“ ist ein ausgeklügelter, informativer und sehr lesenwerter Abgesang auf unseren Lebensstil und den Umgang mit Rohstoffen. Und er wird mit jedem Blick auf die Tanksäule empfehlenswerter!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Sache brennt!, 28. März 2008
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgebrannt. Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Macht des Öls regiert die Welt. Davon ist der verschrobene Ölbaron Karl Walter Block überzeugt. Und er ist sicher eine sensationelle Entdeckung gemacht zu haben. Eine Methode nach der man in unvorstellbarer Menge Erdöl finden und fördern kann. Fasziniert hört ihm der junge Markus Westermann zu. Ist das nicht eine Möglichkeit sei-nen amerikanischen Traum des Erfolges mit dem Konzept OMI + OMM (othermenidea + othermenmoney) zu verwirklichen? Zuerst scheint sein Plan zu funktionieren. Aber dann findet das Team in Saudi-Arabien kein neues Ölfeld, die CIA heftet sich an die Fersen von Markus und dann verschwindet der geniale Block. Ist das Projekt noch zu retten?
Nachdem Markus Wochen später in einem Krankenhaus wieder zu Bewusstsein kommt, hat sich die Welt für immer verändert. Die große Ölquelle in Arabien ist versiegt und der Kampf um den letzten Liter schwarzen Goldes hat begonnen. Spritpreise wachsen in unerschwingliche Höhen, Kriege brechen aus, Seuchen und Hungersnöte plagen die Menschheit. Die Regierungen der Länder suchen verzweifelt nach Lösungen und die Bürger versuchen auf ihre eigene Art mit der Katastrophe zurecht zu kommen. Gibt es überhaupt noch ein Erwachen aus diesem realistisch geschilderten Albtraum?

Der Roman ist sehr komplex geschrieben. Szenen aus ferner Vergangenheit, der nahen Vergangenheit und der Gegenwart wechseln sich ständig ab. Mal erlebt man den Nie-dergang der Familie Saud im Orient, dann wird man auf erste Ölbohrungen in Österreich Anfang des 20. Jahrhunderts aufmerksam gemacht und schließlich rauscht man mit Markus Westermann den Highway hinunter und verbraucht den letzten Liter Sprit im Tank.
Kalte Fakten mischen sich mit beunruhigenden Zukunftsphantasien. Illusionen gehen verloren (falls überhaupt noch vorhanden) und die bange Frage bleibt im Raum: Könnte es wirklich so (oder ähnlich) kommen?
Fast wäre der Autor der Versuchung erlegen, aus seiner Geschichte eine für manch amerikanisches Heldenmärchen typische "one-man-show" (Ein Held rettet die Welt) zu machen. Ein wenig wird diese Masche durch die Verwandten des Markus Westermann abgemildert. Bruder Frieder hat schon lange auf alternative Energietechnik gesetzt und baut Solaranlagen. So kommt es dann dazu, dass ein Familienmitglied der Sauds anlässlich eines Krankenhausaufenthalts in Deutschland auf die Solaranlage des Krankenhauses aufmerksam wird und neue Möglichkeiten entdeckt. Ebenso findig ist Schwester Dorothea. Sie übernimmt den Dorfladen und rechnet ihren Kunden vor, was sie an Benzinkosten sparen, wenn sie bei ihr einkaufen. Ein Konzept, das wirklich aufgeht.
Wer also auf spannende Unterhaltung verbunden mit einem brandaktuellen Thema wünscht, ist hier an der richtigen Adresse. Da enttäuscht Andreas Eschenbach eigentlich nie.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur Hervorragend !!, 10. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Ausgebrannt. Roman (Gebundene Ausgabe)
Diesen Thriller in Worte zu fassen, finde ich jedenfalls, ist fast ein Ding des Unmöglichen. Innerhalb von zwei Tagen habe ich dieses Buch regelrecht verschlungen, war süchtig danach zu erfahren was passieren wird.
Liesst man dieses Buch, so bekommt man erstmal ein Gefühl dafür wie wichtig Öl in unserer Hightechzeit ist und in welchen Bereichen es überall Verwendung findet. In fast jedem Bereich des täglichen Gebrauchs finden sich Dinge, die es ohne das "schwarze Gold" gar nicht geben würde. Andreas Eschbach zeigt mit diesem Thriller was alles passieren könnte, würden sich die Erdölfelder wirklich dem Ende neigen.
Ein absolutes Muss für alle, die sich wie ich, bevor ich es gelesen habe, keine allzu großen Gedanken über dieses Thema gemacht haben.
Denn was machen wir wenn es wirklich soweit kommt??????????????
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47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kopfkino in Perfektion!, 3. März 2007
Nach der Lektüre des atemberaubend guten Buches von Andreas Eschbach kam ich an der Hörbuch-Umsetzung nicht vorbei, denn gerne wollte ich die sehr vielschichtige und spannende Entwicklung der Story noch einmal mit dem Wissen um seinen Ausgang verfolgen.

Ich habe den Kauf keine Sekunde bereut, denn mit Ulrich Noethen ist ein Erzähler am Werk, der all sein brillantes schauspielerisches Können in dieser Lesung zur Wirkung bringt. Jede, auch die kleinste Nebenfigur wird bei ihm zum Charakter. Schweizer Deutsch, österreichischer Schmäh und Hochdeutsch mit schwäbischem Akzent sind genauso wie Italo-Deutsch kein Problem für ihn.

Eine überaus gelungene Ergänzung zu dem höchst lesenswerten Buch von Andreas Eschbach, eben Kopfkino vom Feinsten!

Aber natürlich auch ohne vorherige Lektüre des Buches eine Top-Empfehlung!
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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Werk mit kleinen Mängeln, 12. März 2007
Von 
Ole Sumfleth (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgebrannt. Roman (Gebundene Ausgabe)
KURZ:

"Ausgebrannt" ist einer der besten Wirtschafts-/Wissenschaftsthriller, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für großformatige Thriller begeistert und auch vor recht viel Lehrstoff nicht zurückschreckt.

LANG:

Man nehme eine brisante Grundidee, einen genialen Plot, tolle Charaktere, dazu noch einen Schuss Lehrbuch und ein paar bewährte Eschbachigkeiten - fertig ist ein Welthit.

Die Geschichte ist mitreißend, aufrüttelnd, dramatisch, melancholisch und erzeugt dieses wundervolle Kribbeln auf dem Rücken, dass nur wenige Bücher schaffen. Wenn man nach manchen Kapiteln auf der Veranda dem Sonnnenuntergang hinterschaut und über die Andeutungen dieses Buches und die Folgen nachdenkt, dann ist das ganz großes Kino.

"Ausgebrannt" ist eine typische Hätten-wir-mal-früher-was-gemacht-Geschichte, wie sie mit anderem Thema von vielen Autoren und Filmemachern (Emmerich!) gerne erzählt wird. Doch verglichen mit Eschbach wirken Chrichton&Co einfach nur kitschig und plump. Selten habe ich in diesem Genre solch fein herausgearbeitete Figuren und Handlungen erlebt. Eschbach verbindet zudem gewaltige Weltereignisse gekonnt mit dem Leben des "kleinen Mannes" und kann dadurch diese Geschichte erzählen, ohne unpersönlich zu werden.

Der Autor erzählt die Handlung in verschiedenen Strängen (hauptsächlich vier plus kleinere Einschübe), auf mehreren Zeitebenen und mit Verbindungen untereinander. Der eigentliche Hauptteil wird in einer Rückblende erzählt, die irgendwann mit der Gegenwart zusammenläuft. Das hört sich verwirrend an, das Buch liest sich aber flüssig und man verliert nicht den Faden. Trotzdem sollte man das Buch am besten an wenigen Tagen in einem Rutsch durchlesen.

Inwiefern die gewaltigen Probleme, die laut Eschbach einzutreffen drohen, realistisch sind, weiß ich nicht. Aufgerüttelt hat mich das Buch aber allemal. Einige Schlussfolgerungen erschienen mir jedoch reichlich übertrieben, andere wiederum fehlten mir ganz. Zum Beispiel wird der Klimawandel komplett ignoriert, was vermutlich jedoch den Rahmen dieses Romans gesprengt hätte.

Sauer aufgestoßen sind bei mir einige Deus ex machina-Situationen, Logikfehler und äußerst unwahrscheinliche Zufälle. Auch werden nicht alle Handlungsstränge am Ende sauber aufgelöst, was ein Gefühl der Leere hinterlässt. Man erfährt später beiläufig, das diejenigen tot seien und das war's dann. Manche Einzelheiten, die anfangs wichtig erscheinen, werden später gar nicht mehr erwähnt.

Der Roman braucht zudem recht lange, um ordentlich in Schwung zu kommen und verliert sich auf den ersten paar hundert Seiten in teilweise spannenden, teilweise aber auch unnötigen Details. Wer will denn wirklich wissen, wie genau nun dieses oder jenes Teil eines Bohrturms genannt wird? Besonders in der Mitte des Buches geht ein bisschen die Luft raus und man hat das Gefühl, der Autor traut sich irgendwie nicht an den großen "BANG!" heran. Doch das weiterlesen lohnt sich und im letzten Viertel des Buches - welches schon fast ein Buch für sich ist - hätte ich mir eigentlich ein paar Seiten mehr gewünscht.

Trotz der letztgenannten Minuspunkte bekommt dieses Katastrophenepos gerade noch 5 Sterne von mir. Fazit: Kaufen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In naher Zukunft, 12. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ausgebrannt. Roman (Gebundene Ausgabe)
"Im Esszimmer sah Markus, dass man ihm zu Ehren das gute Geschirr aufgedeckt hatte. Plastikgeschirr."
In "Ausgebrannt" entwirft Andreas Eschbach eine Zukunftsvision, die nachdenklich macht. Es geht um das Ende des billigen Öls und damit um das Ende des Öl-Zeitalters, in dem wir derzeit leben. Nur wenig Erdöl wird noch gefördert - und das ist teuer wie Gold.
Anfangs etwas zäh zu lesen, weil Eschbach den Ehrgeiz hat, in mehreren Handlungssträngen das Zusammenspiel aller Interessen rund um den Rohstoff Öl darzustellen, wird der Thriller später zum echten "Pageturner". Der Leser möchte einfach wissen, welches Schicksal die Menschheit ohne billiges Öl erwartet.
Andreas Eschbach hat gut recherchiert und beschreibt glaubwürdig die weltweite Dynamik, die sich aus der Nachricht vom Ende des Öls entwickelt. Mittendrin die Hauptfigur Markus Westermann, der, gemeinsam mit dem Leser, langsam die wahren Zusammenhänge versteht. Eindringlich zeigt "Ausgebrannt", was auf unserer Welt alles vom (billigen) Erdöl abhängt.
"Ausgebrannt" bietet auch Lösungen - von denen einige allerdings erst noch erfunden werden müssen. Ein lehrreicher Thriller, der in einer nicht weit entfernten Zukunft spielt und unsere Zivilisation in einem ganz neuen Licht zeigt.
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Ausgebrannt: Thriller
Ausgebrannt: Thriller von Andreas Eschbach
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