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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Mittelalterroman
Dieser Mittelalterroman., den ich als sehr gelungenes Debüt empfunden habe, spielt in Mainz um 1330..
Hauptprotagonistin ist Lucia, die als Christin in einer jüdischen Familie aufwächst, nachdem ihre Mutter bei der Geburt gestorben ist. Genaues kann Lucia aber über ihre Herkunftsfamilie nicht in Erfahrung bringen. Zusammen mit Lea, der...
Veröffentlicht am 12. März 2009 von JoKo

versus
30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Fans von Dana Geissler
Auf dieses Hörbuch bin ich aufmerksam geworden, weil mich das mittelalterliche Mainz interessiert. Nachdem ich nun alle sechs CD's gehört habe, kann ich mich nicht zu einer eindeutigen Bewertung entschließen. Dana Geissler verdient mehr als zehn Sterne für die überaus lebendig vorgetragene Lesung. Sie spielt mit den Tonlagen und gibt so jedem...
Veröffentlicht am 1. September 2009 von Skatersally


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Fans von Dana Geissler, 1. September 2009
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Pestärztin (Audio CD)
Auf dieses Hörbuch bin ich aufmerksam geworden, weil mich das mittelalterliche Mainz interessiert. Nachdem ich nun alle sechs CD's gehört habe, kann ich mich nicht zu einer eindeutigen Bewertung entschließen. Dana Geissler verdient mehr als zehn Sterne für die überaus lebendig vorgetragene Lesung. Sie spielt mit den Tonlagen und gibt so jedem Charakter eine eigene Persönlichkeit.

Die Geschichte der Pestärztin hat mich allerdings enttäuscht. Sie fängt mit der Geburt der Protagonistin Lucia an und schildert recht ausführlich ihre Kindheit und Jugend. Rund ein Drittel des Buches wird damit gefüllt. Danach spurtet die Autorin durch die Geschichte. Sie lässt Lucia mit dem Sohn ihrer Ziehfamilie eine romantische Beziehung aufleben, die jedoch von den Eltern unterbunden wird. Schon ist ein wütender Gegenspieler geschaffen. Plötzlich wütet die Pest in Mainz, Lucia heiratet, noch mehr Aufregung und schließlich muss Lucia aus der Stadt fliehen. Schnell weiß sie, wohin und gibt sich dort als ein Familienmitglied aus. Doch schon kurz danach kommt jemand Bekanntes aus Mainz daher. Aber Glück im Unglück, dann gehört sie halt einer anderen angesehenen Familie an.

Diese kurz aufeinander folgenden Ereignisse empfand ich nun nicht mehr ganz so realistisch. Da konnte mich auch nicht die ins letzte Ende gequetschte Operation versöhnen. Vielleicht wären es vier Sterne geworden, wenn die durch das Wissen um Betäubungsmethoden durchgeführte Aktion am Ende nicht gewesen wäre. Im Nachhinein empfand ich die Ereignisse lieblos aneinander gereiht, ohne dass die Autorin die Fäden richtig miteinander verwoben hat. Das Erscheinungsbild ist somit recht abgehackt. Ricarda Jordan ist bereits das dritte Pseudonym einer Autorin, die mich auch mit ihren anderen Büchern nicht überzeugen konnte.
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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Mittelalterroman, 12. März 2009
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Dieser Mittelalterroman., den ich als sehr gelungenes Debüt empfunden habe, spielt in Mainz um 1330..
Hauptprotagonistin ist Lucia, die als Christin in einer jüdischen Familie aufwächst, nachdem ihre Mutter bei der Geburt gestorben ist. Genaues kann Lucia aber über ihre Herkunftsfamilie nicht in Erfahrung bringen. Zusammen mit Lea, der gleichaltrigen Tochter des Hauses, erfährt sie eine angenehme Kindheit und Jugend und wird zusammen mit Lea unterrichtet.Das Kindermädchen der Familie ist arabischer Herkunft und führt die wissbegierige Lucia in die Lehren der arabischen Medizin ein und so wundert es auch nicht,dass Lucia, nachdem in Mainz eine große Pestwelle ausbricht, sich dieser Kranken annimmt und zusammen mit dem in die Stadt kommenden Pestarzt, Clemens v. Treist, ein Pesthaus eröffnet. Die beiden kommen sich näher und heiraten heimlich, da Clemens als Adeliger alle seine Previlegien verlieren würde, wenn herrauskäme, dass er eine Bürgerliche geehelicht hat.Als Clemens selbst an der Pest erkrankt und Lucia ihren Mann verloren sieht, verläßt sie die Stadt, in der ein Judenpogrom stattfindet und sie als Hexe verbrannt werden soll.
Als Lea, ihrer Freundin aus Kindertagen, die auch ein Opfer der Pest wurde, kommt sie bei Verwandten ihrer Freundin in Landshut unter. Als der Schwindel auffliegt, ist sie gezwungen, die Stadt zu verlassen und kommt durch eine Bekannte auf die Burg des Ortes. Dort erfährt sie einiges über ihre Herkunft und es erwarten sie in dem Gemäuer einige Überraschungen und Abenteuer.

Dieses Buch hat mich blendend unterhalten. Viel erfährt man über die Kenntnisse der Medizin dieser Zeit, die noch viel vom Aberglauben geprägt wurde, aber auch über neue Methoden in der Pestbehandlung und der Anästesie.Das Leben im Mittelalter wird realistisch und unterhaltsam beschrieben, von Rittertunieren über Minnesänger ist alles vertreten. Aber auch das Leben der Juden und die Pogrome, die immer wieder bei großen Pestwellen stattfanden, weil man dieses Volk dafür verantwortlich machte die Brunnen vergiftet zu haben, kommen nicht zu kurz in dieser Geschichte. Die Protagonisten werden gut beschrieben und eine Liebesgeschichte und ein sehr spannendes Finale runden diesen meiner Meinung nach auch sprachlich gelungenen Roman ab.

Also lassen sie sich ins Mittelalter entführen. Viel Spaß!!!!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und spannend,, 1. Juni 2009
Von 
LucyWeston (Deekelsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Pestärztin (Audio CD)
Hinweis in eigener Sache: dies ist eine Hörbuch-Rezension, die ich auch exakt dort eingestellt habe...

Ricarda Jordan alias Sarah Lark erzählt uns hier die Geschichte des Findelkindes Lucia. Durch die Fürsprache der Hebamme Rachel gelangt sie als Baby in die Obhut der wohlhabenden Famile von Speyer. Dort wächst sie als "Milchschwester" der gleichalten Lea auf.
Von Anfang an ist Lucia die wißbegieriegere der beiden Mädchen. Und so schnappt sie von der maurischen Sklavin allerhand Sprach- und Medizinwissen auf. Dies kommt ihr zunächst zugute, als in Mainz die Pest ausbricht. Doch wie gesagt, nur zunächst...

Zusammengefasst kann man sagen: Lucia ereilt ein gerüttelt Maß an Schicksalsschlägen, die zwischenzeitlich in einer Schlagzahl auftreten, die schon ein wenig erstaunen. Mir kam es gelegentlich vor, als ob der Autorin gelegentlich "die Pferde durchgegangen seien", so sehr wird dort gelitten und gestorben. Vor allem in der ersten Hälfte - da sollte man sich lieber nicht allzusehr an neues Personal gewöhnen...
Danach setzt sich das Erzähltempo etwas, was dem (Hör)Buch guttut. Es wird dann allerdings auch ein Stück weit vorhersehbar.

Das klingt jetzt alles ganz furchtbar - ans sich hat mir dieses Hörbuch aber ziemlich gut gefallen und mir ein paar langweilige Stunden auf der Autobahn verkürzt. Dana Geisslers Stimme kann man sehr gut folgen, sie liest auch mit guter Betonung.

Vielleicht sind die genannten Mängel auch Mängel der Hörbuchbearbeitung - könnte ja auch sein, daß da einfach ungeschickt gekürzt wurde, was die Dramaturgie angeht. Den Eindruck erweckt das Hörbuch jedoch nicht, da habe ich schon schlechter gekürzte gehört, bei denen ich die Buchvorlage auch nicht kannte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Mittelalterroman, 23. Februar 2009
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Pestärztin (Gebundene Ausgabe)
Dieser Mittelalterroman, den ich als sehr gelungenes Debüt empfunden habe ,spielt in Mainz um 1330.
Hauptprotagonistin ist Lucia, die als Christin in einer jüdischen Familie aufwächst, nachdem ihre Mutter bei der Geburt gestorben ist.Genaues kann sie aber über ihre Herkunftsfamilie nicht in Erfahrung bringen. Zusammen mit Lea, der Tochter des Hauses, genießt sie eine angenehme Kindheit und Jugend und wird zusammen mit Lea unterrichtet. Das Kindermädchen der Familie ist arabischer Herkunft und führt die wissbegierige Lucia in die Lehren der arabischen Medizin ein und so wundert es auch nicht, dass Lucia, nachdem in Mainz eine große Pestwelle ausbricht, sich dieser Kranken annimmt und zusammen mit dem in die Stadt kommenden Pestarzt Clemens von Treist, ein Pesthaus in der Stadt eröffnet.
Die beiden kommen sich näher und heiraten heimlich, da Clemens adelig ist und Lucia eine Bürgerliche, womit Clemens alle Previlegien eines Adeligen verlieren würde. Als Clemens selbst an der Pest erkrankt und Lucia ihren Mann verloren sieht, verläßt sie die Stadt, in der ein Judenprogrom stattfindet und sie als Hexe verbrannt werden soll.

Als Lea, ihrer Freundin aus Kindertagen, die auch ein Opfer der Pest wurde, kommt sie bei der Verwandschaft von Leas Familie in Landshut unter. Als ihr Schwindel auffliegt, ist sie gezwungen, die Stadt zu verlassen und kommt durch eine Bekannte auf die Burg des Ortes und erfährt dort einiges über ihre Herkunft. Aber auch manche Überraschung und manches Abenteuer warten in diesen Gemäuern auf sie.

Dieses Buch hat mich fantastisch unterhalten. Viel erfährt man über Kenntnisse in der Medizin zu dieser Zeit, die noch viel vom Aberglauben gepägt wurden, aber auch über neue Methoden bei der Pestbehandlung und der Anaesthesie. Das Leben des Mittelalters wird sehr schön beschrieben von Rittertunieren , über Minnesänger ist alles vertreten. Aber auch das Leben der Juden und die Pogrome, die immer wieder bei großen Pestwellen standfanden, weil man dieses Volk dafür verantwortlich machte, kommen nicht zu kurz in dieser Geschichte. Die Protagonisten werden gut beschrieben. Eine große Liebe und und ein sehr spannender Schluss runden diesen meiner Meinung nach auch sprachlich gelungenen Roman ab.

Also lassen sie sich ins Mittelalter entführenn. Viel Spass !!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen lauwarm, 21. April 2013
Wir schreiben das Jahr 1348 und in Mainz bricht die Pest aus. Eine junge Frau nimmt den Kampf gegen diese schreckliche Krankheit auf...

Der Titel "Die Pestärztin" verspricht einen unterhaltsamen Roman, zumal er von Sarah Lark geschrieben wurde, die uns mit ihren Neuseelandromanen begeistert hat.

Diesen mittelalterlichen Roman veröffentlicht sie unter dem Synonym Ricarda Jordan.

Der Beginn der Geschichte ist vielversprechend und mit einer wunderbaren Sprache erzählt. Diese flüssige Erzählweise behält die Autorin zum Glück während des gesamten Romans bei.

Frau Jordan greift meiner Meinung nach zu viele Themen auf, die sie in den Lebenslauf der Protagonistin verwebt. Damit erhält die Geschichte zu viele Brüche, die nicht zueinander passen wollen. Zum Ende des Romans gleitet dieser meiner Meinung nach sogar ins Banale ab.

In wie weit die Geschichte des 14 Jhd. recherchiert worden ist und somit authentisch, kann ich leider nicht beurteilen. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass eine junge, wenn auch reiche Bürgerliche Ritterromane in ihrer Jugend gelesen hat.

Fazit: Man kann das Buch durchaus lesen, sollte aber keine intelligente, gut recherchierte Geschichte aus dem Mittelalter erwarten. Wer den Kitsch allerdings liebt, ist mit diesem Buch gut beraten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöner Einstieg in die Mittelalter-Romane, 17. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Pestärztin: Historischer Roman (Kindle Edition)
Mein erster Mittelalter - Roman. Als Einstieg in dieses Zeitalter ist dieses Buch sehr gut geeignet, weil er nicht allzu viele Begriffe und Wörter enthält die man aus Büchern aus dem 19./20. Jhd nicht unbedingt kennt.

Der Schreibstil ist typisch für Ricarda Jordan alias Sarah Lark: flüssig, bunt und leicht zu lesen.
Die Charaktere - nicht nur die Hauptpersonen sondern auch Charaktere die nur wenige Male auftauchen - sind sehr detailliert und liebevoll beschrieben, sodass man selbst die Wachen, die Mägde und Menschen auf den Straßen genauestens vor Augen hat.
Bei manchen Charakteren hätte ich mir gewünscht, dass sie eine größere Rolle in dem Buch gespielt hätten.

Schade fand ich auch, dass Lucia's Tochter nur an so wenigen Stellen erwähnt wird und nur sehr selten erwähnt wird, dass sie bei ihrer Mutter ist. Wobei das im Mittelalter durchaus üblich gewesen sein wird, dass die Kinder von anderen Frauen großgezogen wurden. Nur in ihrem Fall finde ich es befremdlich, da sie so eine starke Bindung zu ihrer Tochter hatte aus bestimmten Gründen.

Das Ende? Gleichermaßen spannend wie makaber.

Alles in allem ein schöner Roman, der Lust auf mehr Mittelalter-Bücher macht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Historisch, aber wirklichkeitsfremd!, 5. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Pestärztin: Historischer Roman (Kindle Edition)
Ich kenne viele historische Romane.von anderen Autoren wie Noah Gordon und Bernard Cornwell. Aber leider gehört dieser Roman
nicht zu dem von mir erwartenden Leseerlebnis. Im Gagenteil ich fühlte mich versetzt in das ZDF Herzkino am Sonntagabend und las einen Liebesschmarrn erster Güte!
Soviele glückliche Zufälle im Leben der Pestärztin und das wunderschöne Happy-End drängten die Pestereignisse in die Nebensächlickeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaubwürdige Handlung, 25. Januar 2014
Die Geschichte besteht im Prinzip aus drei Teilen. Zuerst wächst Lucia (die Hauptfigur) als Pflegekind bei einer jüdischen Familie in Mainz auf und erwirbt medizinische Kenntnisse. Auf dem Höhepunkt der Pestepidemie wird ihr Ehemann ein Opfer der Seuche und ihre jüdische Pflegefamilie von einem brutalen Mob ermordet. Danach verschlägt es die Hauptfigur irgendwie nach Landshut. Kaum angekommen, trifft sie dort auf einen jüdischen Händler, der mit ihrer Pflegefamilie verwandt ist. Zufälle gab es also anscheinend auch schon im Mittelalter. Praktischerweise hat der jüdische Onkel ein so gutes Gedächtnis, dass er dass Pferd wieder erkennt, dass Lucia mit sich führt; Dafür ist seine Sehstärke nicht die Beste, denn er hält Lucia für seine Nichte aus Mainz und nimmt sie als Ziehtochter auf. Und so beginnt Teil 2: Die Pestärztin Lucia wird zur Jüdin. Klar, dass das nicht lange gut geht. Sonst wäre die Geschichte schnell zu Ende. So lässt die Autorin einen Überlebenden aus Mainz erst das Geheimnis von Lucia auf- und dann die Hauptfigur aus ihrer neuen jüdischen Familie herausfliegen. Damit geht es zum dritten Teil. Wie in jeder glaubwürdigen Handlung stellt sich durch eine zufällige Begegnung heraus, dass Lucia in Wirklichkeit die Enkeltochter eines niederbayerischen Adeligen ist. Damit setzt sich die Geschichte am Hof der bayerischen Herzöge fort. Wie schön. Das gibt der Autorin wieder die Möglichkeit, die Handlung um ein paar Überraschungen zu ergänzen. Zunächst taucht der Ehemann von Lucia wieder auf. Das ist der, den man als Pestopfer in einem Massengrab verscharrt wähnte; Doch wie gesagt: Zufälle gab es auch schon im Mittelalter. Apropos Zufall: Herzogin Elisabeth ist übrigens nicht 1349 einfach so verstorben, wie es in Geschichtsbüchern vermerkt ist. In Wirklichkeit hat Lucia der unglücklich verliebten Herzogin zu einem ganz besonderen Happy End verholfen. Wer sich bis dahin nicht an den Drehungen der Handlung gestört hat, wird bestimmt gerührt sein.

Fazit: Das Buch beschreibt in einigen Passagen sehr anschaulich, wie Juden in einer mittelalterlichen Stadt schikaniert und massakriert wurden. Die dramatischen Folgen der Pest werden aber in einem Roman wie "Sarum" von E. Rutherfurd fesselnder erzählt. Wer sich zudem von einer Erzählung mehr erwartet, als unrealistische Wendungen und plötzlich auftretende Figuren, sollte das Buch liegen lassen.

Nebenbei noch erwähnt: Die Hörbuchfassung sorgt wenigstens für Unterhaltung, wenn sich die Sprecherin bemüht, eine tiefe Männerstimme nachzuahmen. Das erinnert vielleicht den Hörer an die Märchengeschichten, die Oma früher erzählt hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abwechlungsreiche Geschichte, 19. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Pestärztin (Audio CD)
Die Geschichte handelt von Lucia, die gleich nach der Geburt als vermeintliche Waise von einer jüdischen Familie aufgenommen wird. Im Laufe der Geschichte muß sie sich einigen Veränderungen in ihrem Leben stellen, bis sie zum Schluß doch noch ihre wahre Herkunft erfährt und ihr Leben doch noch eine glückliche Wendung nimmt. U.a. wird sie im Laufe der Erzählung eine geschätzte Heilkundige. Die Geschichte ist recht spannend und abwechslungsreich, auch wenn meines Erachtens einige Passagen/Entwicklungen der Geschichte manchmal etwas unglaubhaft sind. Doch insgesamt spiegelt sich ganz gut das Leben im Mittelalter wider. Der Roman ist gut gelesen und es ist alles in allem eine spannende Geschichte.
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33 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ein tolles Thema so in den Boden gestampft, 26. September 2009
1. Warum gab es kein Nachwort bei diesem Buch ? Mich hätte schon interessiert was denn nun Fiktiv war und was den Fakten entsprach. Z.B. gab es wirklich mal 3 Herzöge auf der Burg bzw. eine niederländische Herzoginmutter die Zöglinge hatte ? Gab es wirklich in Mainz diesen verherenden Angriff auf die Juden zur Pestzeit ? (Angriffe gab es wohl zur damaligen Zeit öfter auf die Juden, aber wurden tatsächlich ihre Häuser abgefackelt und ihnen eine Brunnenvergiftung und der Auslöser der Pest unterstellt?)
Auch hätte man hier ein paar Infos zu den immer wieder erwähnten Ärzten wie Galan und Ar-Rasi (gab es diesen tatsächlich und auch sein angebliches Buch??) machen können!
Also das finde ich wirklich sehr schwach - ein MUSS für jeden HISTORISCHEN Roman !

2. Wurden permanent Namen von Figuren und auch Städte verwechselt. Z.b. war gerade die Rede von "Mainz" wo doch eigentlich hätte "Landshut" stehen müssen. Ähnlich auch bei Namen, so behandelte gerade Al Shifa einen Pestkranken, war sie doch bereits schon Tod. Diese Verwechslungen kamen nicht 4-5 mal vor, sondern bestimmt 20-30 mal.
Schlampige Arbeit.

3. Die Story war ja nun mehr als unrealistisch. Im einen Moment praktiziert sie als Pestärztin in einem Haus dass ihr nicht zusteht, mit Geld welches sie nie hatte (gut, sie hatte Unterstützung - den Pestarzt, vielleicht hatte der ja Geld und in Mainz war gerade Ausnahmezustand wo es evtl. wirklich niemanden interessierte) - aber dass sie (die ja aus der Gosse kommt) auch noch eine Adlige sein soll und auf der Landshuter Burg landet ??
Ausserdem ist sie erst begeisterte Forscherin und plötzlich hat sie mit all dem Ärztekram nichts mehr zu tun - erst als plötzlich der an der Pest erkrankte und tot geglaubte Mann wieder in ihr Leben stolpert (Zufälle gibts....) erst DANN beschäftigt sie sich wieder mit dem Thema der Heilung.

4. Die Rettung der Freundin: da kann ich nur sagen OHNE WORTE - schwachsinn wie sie alle aus Ihren Eheversprechungen "rettet".

5. Es gab Null Informationen über die Städte in der sie sich befand. Evtl. noch ein wenig über Mainz, wobei man ja wie (siehe Punkt 1) nicht weiß was fiktiv und was den Fakten entspach. Aber Landshut schnitt dabei doch sehr schlecht ab !
Z.B. reitet sie über Felder, Wiesen ect. 30 Min. lang zum Kloster Seligenthal AUSSERHALB der Stadtmauer?! Soweit ich weiß befindet sich das Kloster Seligenthal INNERHALB der Stadtmauer, am Ende der Zweibrückenstrasse. Und vom damaligen Judenviertel braucht man (selbst ohne Pferd!) etwa 10-15 Min.
Auch einen Weinkeller habe ich bei der Burg Trausnitz noch nicht entdeckt, gibt es hierfür doch ein seperat gebautes Haus.

6. Dass sie Hildegard von Bingen hier als ABERGLAUBE abstempelt ist für den Charakter den sie darstellen soll doch etwas hirnrissig. Experimentiert sie doch mit dem angeblichen Buch des Ar-Rasi, in dem man Wunden u.a. mit verschimmeltem Brot behandelt - sollte sie doch eine recht offene, experimentierfreudige Figur darstellen - die erst ausprobiert und dann urteilt !

Der Grund warum dies ein HISTORISCHER Roman ist, liegt wohl nur daran dass es zu diesem Zeitpunkt die Pest gab!?

Eine mehr als enttäuschte Leserin, was hätte man alles aus diesem Thema und dieser Figur alles machen können.....Pfui !
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Die Pestärztin: Historischer Roman
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