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Kundenrezensionen

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am 3. April 2011
Viele CDs kann man schon nach einmaligen Hören mit gutem Gewissen beurteilen und sagen, ob es einem gefällt oder nicht. Vor allem bei Clueso ist das allerdings nicht möglich. Erst durch mehrmaliges Hören, dem eintauchen in die Musik und spezielle Situationen, entfaltet sich die ganze Bandbreite die diese CD zu bieten hat. Da ich diese Punkte alle von meiner imaginären Checkliste abhaken konnte, kann ich jetzt mit vollster Zufriedenheit meine Meinung zu "An und für Sich" abgeben.

Was viele schon vor mir bemerkt haben: Clueso schlägt auf seinem Album deutlich ruhigere Töne an, als auf seinen Vorgängern. "Zu schnell Vorbei", der Opener der Platte zeigt schon dezent die neuere Richtung an. Gewohnte und noch ausgefeiltere Texte paaren sich mit einem 2 minütigen Outro, was für mich einen genialen Auftakt bedeutet und super auf das Kommende vorbereitet. Spätestens beim dritten Song "Strassen sind leer" bemerkt man die elektrischen Sounds die Clueso hat einfließen lassen. "Das machen doch beinahe alle Künstler heutzutage" mag der banale Hörer denken. Doch gepaart mit den Arrangements klassischer Instrumente, den Texten und nach mehrmaligen Hören eingehenden Choruse, offenbaren sich immer neue Facetten der Musik Cluesos.
Er hat sich wieder verändert, weiterentwickelt. Man spürt einfach überall wieviel Liebe zum Details in jedem Song steckt. Selbst nach so vielen Durchgängen denkt man sich ab und zu noch: "Wow, auf die Stelle hab ich noch gar nicht richtig geachtet, genial eingebaute Passage". Und dieses Konzept dehnt sich auf das ganze Album aus.

Wer "Text und Ton" und "Gute Musik" noch zu seinen All Time Favorites von Clueso zählt, der könnte natürlich enttäuscht werden. Zum Beispiel hört man ihn nur bei "Du Bleibst" rappen. Wenn man genau hinhört bemerkt man hier sogar eine Hommage an "Vergessen ist so leicht". So heißt es hier: "[...] setz ich mich hin und schreib 'nen Song. Diesmal vergessen ist so schwer". Es passt einfach, es passt nunmal einfach.
Jeder Song erzählt eine andere Geschichte. Regt dich zum nachdenken an. Über Vergagenes, über Zukünftiges, aber vor allem über Gegenwärtiges. Selten kann man so schön in die Musik eintauchen, sich für einen kleinen Moment der Melancholie hingeben, schwelgen, träumen.

Zum Ende möchte ich noch einen Song besonders hervorheben - "Herz". Der geistige Nachfolger zu "Gewinner" punktet einfach an allen Ecken und Enden. Das Intro über 1:22 Minuten baut wunderbar die Stimmung auf, der Text ist phänomenal und die Situation scheint von jeden von uns mal durchlebt worden zu sein. DAS Lied auf dem Album. Alleine dafür lohnt sich die Anschaffung von "An und für Sich".
Anfangs dachte ich, Clueso enttäuscht mich diesmal. Nach dem ersten Hören blieben vielleicht 3-4 Lieder im Kopf, waren es wert sich an sie zu erinnern. Doch schon bald fressten sich alle anderen genauso fest. Sie wollten mitgesungen, miterlebt und mitdurchlebt werden. Die Entscheidung fällt mir schwer, doch mittlerweile bin ich glücklich zu sagen, dass "An und für Sich" das reifeste, durchdachteste und beste Album von Clueso ist.

Gebt "An und für Sich" eine aufrichtige Chance und auch ihr werdet bald sagen "Ich bin in Gefahr, ich kann nicht lange ohne Leben."

Anspieltipps: "Zu schnell Vorbei", "Strassen sind leer", Ich bin für's Rollen", "Herz", "Erklär mir"
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am 9. November 2011
...entfernt sich der Erfurter Thomas Hübner von seinen Wurzeln. Ist das gut oder schlecht? Ich habe da keine sichere Antwort parat. Seit Hübner als Clueso die deutsche Musikszene unsicher macht, verfolge ich den jungen Mann mit großem Interesse. Mittlerweile ist Clueso ein Stück des Weges gegangen und hat sich dabei gewandelt. 2001 begann es mit Hiphop und Rap vom Allerfeinsten. Clueso eroberte sich ein Publikum, spielte Songs mit Blumentopf und anderen Hiphop-Größen ein. Danach wandelten sich die Alben -Gute Musik- und -Weit weg- schon ein bisschen in Richtung Songwriterszene. Mit -So sehr dabei- war Clueso 2008 genau dort angekommen. Von Hiphop kündete da kaum noch etwas. Jetzt steht -An und für sich- in den Regalen und Clueso hat mit diesem Album einen weiteren Schritt gemacht. Textlich ist das Album hervorragend gelungen. Musikalisch bewegt sich Clueso mehr in Richtung Pop und radiotauglicher deutscher Musik. Das wird zum einen seine Fangemeinde vergrößern aber auch einige alte Wegbegleiter ein wenig erschrecken. Für mich persönlich hat -An und für sich- nicht den begeisternden Sound von -So sehr dabei-. Aber das ist natürlich wieder mal eine Einzelmeinung, die sie komplett anders sehen dürfen. Schließlich kann es, jedenfalls wenn sie mich fragen, niemals schlecht sein, wenn ein Künstler sich weiterentwickelt...

Anspieltipps: -Ey der Regen- mit dem Einspieler von Max Herre ist eine wunderbar melodische Ballade. Vom Schlagzeug und Cluesos Stimme lebt -Halt mich fern-. Eine echte Songwriterperle ist -Ich bin fürs Rollen-. Ein Stück, für das eine Gitarre und ein Lagerfeuer als Begleitung reichen. Aus der gleichen Ecke verströmt -Stern- seinen Charme. Das ist Clueso, so wie man ihn kennt. -Baumkrone- ist ein typischer Song für die Veränderung in Cluesos neuen Liedern. Stark textlastig, mit leicht schwerfälligem Rhythmus und einem herrlichen Banjo, braucht das Lied, bis es im Gehörgang sitzt. Liedermacherpop im wahrsten Sinne des Wortes kommt aus den Boxen, wenn -Das alte Haus- erklingt. Mein Lieblingssong auf -An und für sich- ist -Beinah-. Ein düster-schönes langsames Bluesstück mit Tiefgang und Klasse.

Clueso, ein Name, den man sich schon seit langem merken muss, wenn es um deutsche Musik geht. Ob der Typ aus Erfurt sich in Zukunft von Verkaufszahlen und Bekanntheitsgraden beeinflussen lässt, oder aber wieder ganz erdig in Richtung Hiphop driftet...wir werden es sehen. In jedem Fall ist Thomas Hübner ein richtig Guter, bei dem es schade wäre, würde er vom Popkommerz aufgesogen werden. Aber da bin ich vielleicht auch ein wenig altmodisch. Ich ärgere mich schon darüber, dass ich Clueso nicht mehr auf kleinen Konzerten bewundern darf, denn mittlerweile füllt er die ganz großen Hallen...
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. März 2011
Als Fan wird es schwer bei einer Rezension über das neue Album eines geliebten Künstlers ansatzweise objektiv zu bleiben. Entweder sind Fans überkritisch oder sie verzeihen auch den einen oder anderen Aussetzer. Verkrampfte Objektivität ist daher völlig Fehl am Platz, bleiben wir doch subjektiv!

Endlich ist das fünfte Studioalbum vom Erfurter Musiker Clueso erschienen, das erste Mal konnte er den zwei Jahres Release-Rhythmus nicht einhalten, was man der Platte an jeder Ecke anmerkt. Hier hat jemand sein ganzes Herzblut hineingesteckt. Jede Soundtüftelei ist bis ins kleinste Detail eingespielt, niemals zu viel, denn die Band will das Ganze auch live auf die Bühne bringen. Genau deswegen wird auch den Instrumenten erneut viel Raum gegeben. Entweder wird am Ende einer Nummer ein wenig experimentiert ('So schnell vorbei', 'Die Straßen sind leer') oder das Intro fällt einfach mal etwas länger aus ('Herz'), im Vordergrund steht immer der Song. Auf kommerzielle Eingängigkeit wird manchmal konsequent verzichtet, sodass das Ergebnis nicht selten nach einer Jam-Session klingt. Da klingt 'Müsste gehen' anfangs unglaublich unfertig, um sich dann zu einer sommerlichen Mitsingnummer zu entwickeln.

Die Melancholie ist geblieben, der Songwriteransatz wurde weiter ausgebaut, ohne dabei musikalisch zu stagnieren. Wenn elektronische Versatzstücke ganz dezent eingebaut werden und trotzdem unglaublich warm klingen, dann hat man eines der Highlights erreicht ' 'Herz'! Aber Clueso schreckt auch nicht davor zurück eine ganz simple Akkustiknummer nur von einem Saxophon begleitet einzustreuen ('Ich bin fürs Rollen'), mal eine lupenreine Popballade ('Stern') zu präsentieren oder die ruhige Melancholie in 'Das alte Haus' im Chorus von druckvollen Gitarren zu stören, was inhaltlich wie auch musikalisch nicht besser ausgedrückt werden könnte.
'Du bleibst' könnte auch der Hidden Track von einer Freundeskreis-Platte sein, woran man wieder erkennt, dass Clueso seine Hip Hop Wurzeln niemals abgelegt hatte, sondern seine Geschichten nur auf eine andere Art und Weise zu erzählen versucht.

'An und für sich' ist kein 'Gute Laune'-Album geworden, sondern schwelgt in Melodien und Melancholie. Dennoch ist es keinesfalls destruktiv geworden, sondern es steckt immer ein wohles Gefühl in den Songs. Die Geschichte werden einfach erzählt und wie bisher immer vermeidet Clueso allzu kryptische Texte, sondern drückt sich ehrlich und authentisch aus. Den Aufstieg der letzten fünf Jahre hat der Mann einfach nur verdient ' er stellt erneut unter Beweis zu den großen Kreativen in diesem Lande zu hören!
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am 17. Juni 2011
...von wegen nur einen Stern und von wegen gar nicht mehr so wie früher,- boahh nerv.
Ich hatte immer so meine Probleme mit Clueso weil dieses ständige "na leude, alles gut auf der pady" doch ganz schön peinlich war(höre Stüba). Mal ehrlich, auch wenns Hip-Hop-Style sein sollte, es war doch immer irgendwie aufgesetzt. Schon mit Gewinner und auch mit dem Stüba-Orchester konnte man schon sehen, der Typ hat wohl Bock auf gute Musik.
Hier hat er es geschafft, WIRKLICH gute Musiker zusammengetrommelt, wunderschöne Songs, aussagekräftige Texte und dazu noch abwechslunsreich. Da stammelt dann keiner wie bei den Söhnen. Sehr schön, absolute Kaufempfehlung und ich hör die ganze Scheibe(denn das kann man sehr gut) rauf und runter.

dude

p.s.: ähm Faicbook?!
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am 14. April 2011
Ich kann die teilweise enttäuschenden bzw. schlechteren Kritiken verstehen. Gerade wer sich mit an den vielen, überwältigenden Sound mit dem Stüba Symphonieorchester gewöhnt hat, dem es Gänsehaut bereitet hat, für den dürfte das Album an einigen Stellen für Irritationen sorgen. Aber gerade der feine elektronische Sound macht die typische Melancholie spannend, zwischendurch findet man immer wieder beruhigende Singer-Songwriter-Stücke und doch ganz andere Stilistiken.

Die Komplexität des Sounds, die spannenden Texte führen dazu, dass sich Clueso immer mehr und klammheimlich in vorderste Reihe der stilprägenden deutschen Musiker stellt.

Das Album ist ein echter Clueso und dennoch trifft er einen Zeitgeist, der aber auch in einigen Jahren nicht antiquiert sein wird.
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TOP 500 REZENSENTam 26. März 2011
Nach zwei Jahren Schaffenspause meldet sich der Erfurter Künstler Clueso mit seinem nunmehr fünftem Studioalbum zurück - und weiß zu überzeugen.
Die Weiterentwicklung von einstigen Hip Hop Einflüssen (Text und Ton 2001)hin zu Songwriter Werken (So sehr dabei 2008) ist nicht nur deutlich spürbar, sondern scheint im neuen Album "An und für Sich" der Vollendung entgegen zu streben.

Tracklist:

Das Album bietet insgesamt 17 Tracks - eine erfrischende Abwechslung, bieten die meisten Studioalben doch meist nur 10-12 Tracks, sind sie nicht gerade als 'Best-Of' deklariert.
Nun könnte man bei dieser Anzahl leicht denken, dass hier manche Songs deutlich abfallen oder zumindest als sogenannte 'Lückenfüller' deutlich erkennbar sind. Dem ist (Gott sei Dank) auf dieser Platte nicht so. Alle Songs scheinen mit dem gleichen Herzblut aufgenommen worden zu sein, vermitteln den gleichen vollendeten runden Eindruck.

Sound:

Im Vordergrund stehen bei Clueso (so scheint es) weder die Verkaufszahlen, noch die Chartplatzierungen, sondern einzig und allein gute Musik.
So überzeugt das Album wiedereinmal durch den gezielten Einsatz von Instrumenten - hier ist keine Gitarre zu viel, kein Streichinstrument zu aufdringlich und kein Einsatz von elektronischen Klängen zu vordergründig. Vielmehr fügt sich alles zu einem gelungenen Ensemble zusammen.
Mehr noch, Clueso springt auf keinen Zug auf - die Songs unterscheiden sich deutlich von denen, die uns im Radio (leider) Tag für Tag begegnen. Ganz im Gegensatz zu Verkaufszahlen getrimmten Nummern ala Katey Perry, Lady Gaga und Co., ist diese Musik noch hausgemacht, erfrischend, menschlich und vor allem niveaulich weit über dem heutigen grauen Einheitsbrei.

Die Klänge, die Clueso im neuen Album anschlägt, sind vorwiegend ruhig und nachdenklich, fast ein bisschen melancholisch, ohne dabei jedoch die Leichtigkeit zu verlieren. Man wird nicht erschlagen vom Herz-Schmerz, bekommt jedoch auch kein reines Partyalbum, dessen Texten es oft an Tiefgängigkeit mangelt. Auch hier scheint Clueso eine stimmige Mischung gefunden zu haben. So regen die Songs zum nachdenken an, lassen einen aber auch problemlos eintauchen und wirklich einfach mal zuhören und seine Umgebung vergessen.

Eindruck:

So verschieden die Songs auf der Platte auch sind, so hatte ich das Gefühl, dass jeder eine eigene kleine Geschichte zu erzählen weiß und sich am Ende doch alles zu einer kompletten in sich geschlossenen Platte zusammenfügt. Die Songs dümpeln nicht planlos vor sich hin, sondern scheinen sich mit den Vorangegangenen und Nachfolgenden zu verbinden - dazu tragen vor allem die weichen Übergänge bei. Man wird nicht durch abrupte Wechsel aus seinen Tagträumen gerissen, sondern kann weiter problemlos in ihnen verweilen, die Augen geschlossen halten und genießen.

Clueso's Wortgewandheit dürfte spätestes nach "Gewinner" bekannt sein - und so präsentiert er auch in seinem neuen Album seine Songwriterqualitäten in vollem Umfang. Clueso schafft es, die ganze Bandbreite des Lebens in eine Platte zu packen. So schafft er es uns von den Höhen und Tiefen des Lebens zu berichten, gleichzeitig aber auch das Gefühl von Sommer, Sonnenschein und Wärme zu vermitteln.
Überhaupt fühlt man sich beim Hören der Platte in sommerliche Gefilde versetzt, vielleicht am Strand in einem Strandkorb, oder hoch über den Dächern der City, auf einer Terasse. Ganz egal wo, auf jeden Fall spürt man die Lust an der Musik, am Leben und der Freiheit.

Fazit:

Clueso hat es wieder einmal geschafft, mit seinem Musikstil zu überzeugen - das Album wirkt reifer, geplanter, vollkommener, ohne jedoch an Leichtigkeit zu verlieren und den Drang zu hegen dem Hörer eine bestimmte Stimmung aufzudrücken. So kann jeder selbst in die Platte eintauchen, träumen und sich treiben lassen.
Trotz der Vielzahl der Songs vermittelt die Platte keinen zusammengewürfelten Eindruck - insgesamt hat man das Gefühl, ein gelungenes Buch zu lesen oder einen guten Film zu sehen und mit jedem Kapitel, jeder Szene tiefer in das Geschehen einzutauchen, den grauen Alltag zu vergessen.
Insgesamt ist das Album auch für Nicht-Fans und Hörer ruhigerer Musik uneingeschränkt zu empfehlen - so gibt es von mir 5 von 5 Sternen, für eine wirklich gelungene Platte, die sicher längerfristig auf meinem iPod Platz finden wird und bei der ich nach dem Hören sagen kann: Leider 'zu schnell vorbei'!

[...]
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am 6. August 2011
Clueso ist wahrlich ein genialer Songwriter. Das Album "gute Musik" ist für mich eines der Besten die ich je gehört habe. Dieser rohe, ungeschliffene, druckvolle, innovative Sound dieses Albums hat mich umgehaun. Leider wurden die Nachfolger soundmäßig immer weicher und klingen fast schon ein wenig überproduziert.

Wo ist der geniale Clueso Live Sound? Die druckvollen Arrangements, die Bläser, das charakteristische E-Piano das mich in andere Sphären trägt - all das fehlt mir sehr auf diesem Album und auch schon auf dem Vorgänger hab ich es vermisst.

"Ey der Regen" hat in der Live Version total geflasht und man dachte nur: WIE GEIL!!! Die Album Version klingt ziemlich mager und weich. Die Gitarrenfills sind kaum wahrnehmbar.

Das klingt jetzt zwar alles sehr technisch was ich schreibe, aber letztendlich ist es genau das, was das Album für mich leider etwas langweilig macht. Und ich bin ein absoluter Cluesn Fan der ersten Generation! Auch vermisse ich den ein oder anderen subtil-witzigen Song der die Stimmung zwischendurch wieder etwas aufheitert. Der neue Cluesn ist Melancholie pur. Sicherlich klasse, wenn man dafür in Stimmung ist. Ich möchte Cluesn aber nicht nur hören wenn ich nachdenklich drauf bin!

Positiv herauszuheben ist natürlich die Liebe zum Detail die man in jedem Song raushört. Das ist kein Mainstream Pop von der Stange. Hier wurde sich um Musik und Text wirklich Gedanken gemacht. Das hört man. Und auch wenn die Songs wie schon gesagt mehr Druck vertragen könnten, sind sie sehr detailverliebt arrangiert und umgesetzt.

Es tut mir fast schon weh nur 4 Sterne zu geben denn ich bin wie gesagt ein absoluter Cluesn Fan und von ihm als Künstler absolut überzeugt.

MFG
Hannes
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am 8. April 2011
Das neue Clueso-Album enttäuscht beim ersten Mal anhören leider. Alles sehr ruhig. Die Texte zum Teil mit überraschend wenig Tiefgang. Die Gitarre erinnert bis auf einige wenige Passagen an eine Mischung aus Wanderakustik und Eagels. Ich überspringe diese Titel dann immer gleich sofort um meine hohe Meinung von Christoph Bernewitz nicht negativ zu beeinträchtigen. Die Clubbeats wären vielleicht bei Gigs eine interessantes Feature. Auf der Platte wirken sie nicht wirklich authentisch und irgendwie für mich unpassend. Beim mehrmaligen Hören entdeckt man dann auch ein paar nette Passagen, aber insgesamt eher enttäuschend und man muss wirklich tiefgründig reinhorchen. Werde das Album vermutlich wieder verschenken. Vielleicht gefällt es ja jemanden anderen. Was ich mir gut vorstellen kann ist, dass Clueso die Titel bei Live-Konzerten neu arrangiert und damit aufwertet. Deswegen kann es u.U. doch Sinn machen, die Konzerte der neuen Tour zu besuchen, denn die Musiker aus Weimar, die seit Jahren "CLueso" musikalisch maßgeblich mit ausmachen, sind überdurchschnittlich stark in ihrem musikalischen Gesprür und Können. Live überzeugt sowohl Clueso als auch die komplette Band. Hoffe nur, dass das nächste Album wieder direkt in Erfurt eingespielt wird und weniger externe "Inspiration" hineinkommt. Das hat hier schienbar nicht wirklich gefruchtet. 2 von 5 Sternen, weil die Platte natürlich imnmer noch besser ist als die Masse an DSDS-Produkten und dem Rest, den uns die Plattenindustrie so vorsetzt.
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am 19. April 2011
Ich höre Clueso erst seit seinem letzten Album und bin eigentlich ganz froh darüber, die ersten Werke nicht zu kennen, da sich viele Negativ-Rezensionen auf diese offenbar hiphop-geprägten Alben beziehen und Erwartungen knöpfen, die "An und für sich" ganz offenbar nicht erfüllen kann.
Da ich jedoch als Vergleich lediglich das Vorgänger Album habe, fällt mir eine Bewertung relativ leicht. Kurzum: Ich bin absolut begeistert von diesem Werk und ich höre seit einer Woche nichts anderes mehr.
Dass es überwiegend ruhig gehalten ist, stört mich ganz und gar nicht. Im Gegenteil, gerade die ruhigen melancholischen Stücke finde ich klasse, hier ist besonders "Herz" hervorzuheben, das schon allein durch sein ungewöhnlich langes Intro Gänsehaut erzeugt.
Aber auch alle anderen Stücke, jedes für sich, wissen zu überzeugen, sodass es mir äußerst schwer fällt, Favoriten zu benennen.
Überhaupt geht es mir beim Hören dieses Albums so, dass ich mich regelrecht auf die nächsten Lieder freue, die noch kommen und manchmal gar nicht weiß, welches ich zuerst hören soll. Ich kann mich nicht erinnern, wann es mir zuletzt bei einem Album so erging.
Durch den teils sehr unkonventionellen Aufbau einiger Songs, braucht man eine Weile, um sich "einzuhören", dafür bleiben genau diese Stücke häufig länger und nachhaltiger im Ohr.
Textlich bewegt sich Clueso wieder einmal auf sehr hohem Niveau und verzichtet glücklicherweise auf kitschige und banale Phrasen.

Fazit: Ein in meinen Augen großartiges qualitativ hochwertiges Album. Absolut empfehlenswert!
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am 25. September 2011
Zugegeben als ich das erste Mal in die CD reingehört habe, dachte ich auch noch, dass es wohl eine ziemlich ruhige Platte ist und irgendwie Pepp fehlt.
Nach mehrmaligen Hören konnte ich dann aber nicht mehr genug bekommen. Clueso ist als Künstler erwachsener geworden..

Das mag für manche als Kommerz oder Ähnliches empfunden werden. Für mich ist es eine tiefgründige und sensible Platte im Clueso-Stil.
Das nächste Album wird sicher wieder mehr schnellere Songs haben. Am Ende des Tages, hat Clueso sich wahrscheinlich bewusst für die Songs entschieden, um genau jetzt diese Message an die Fans zu geben. Clueso ist und bleibt ein Ausnahmekünstler.

Ich kann das Album absolut empfehlen. Und hoffe, dass das nächste Album nicht lange auf sich warten lässt.

Besonders gut gelungen finde ich "Ey der Regen" und "Du bleibst"
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