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Kundenrezensionen

18
4,2 von 5 Sternen
Winterschläfer
Format: DVDÄndern
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2013
Winterschläfer ist einer meiner deutschsprachigen Lieblingsfilme, doch leider nur in gekürzter Fassung auf Datenträgern zu haben, es fehlen bei jeder fassung, die ich bisher gesehen hab vier, ganz kurze aber sehr wichtige, Szenen. Ich kann mich erinnern dass ich damals den Film in einer FSK 16 Version gespielt habe, arbeite nun seit 33 Jahren als Filmvorführer, auch bei, damals noch analog, Premiere wurde der Film in der ungekürzten FSK 16 Version gezeigt. Gerade zum Ende, wenn der Skilehrer abstürzt, gibt es eine Szene in der sich seine Freundin selbstbefriedigt, da gab es eine Totale, in der man sie komplett nackt auf dem Bett sah, diese Szene ist einfach nicht mehr da. Auch andere Szenen wurden geschnitten, z.B. als sich Heino Ferch komplett nackt bei der Freundin von Ulrich Mathhes vorstellt. Es wäre schön, wenn die FSK 16 Fassung erscheinen würde, denn die Dramatik, gerade am Ende, während Heino Ferch den Berg abstürzt, fehlt gänzlich. Warum müssen Meisterwerke immer zerhackt werden, ich hatte mir die DVD zwar gekauft, bin aber sehr froh, das ich damals die Version auf Premiere aufgenommen habe.
Wegen der gekürzten Fassung nur drei Sterne
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Dezember 2011
Ist unser Leben nur eine Aneinanderreihung von bloßen Zufällen oder gibt es eine größere Logik nach der sich alles richtet? Dieser Frage ging Tom Tykwer mit seinem zweiten Film "Winterschläfer" nach und näherte sich dem großen Thema mit einer magischen Bildsprache, die dem großen Werk eine nahezu übersinnliche Schönheit gibt. Auf faszinierende Weise werden die Lebensschicksale fünf unterschiedlicher Menschen in einem verschneiten Dorf miteinander verbunden. Dank der lebensnahen Figuren entsteht daraus ein psychologisch dichtes Kammerspiel, das sich allerdings nicht in seinen intensiven Porträtierungen der einzelnen Charaktere erschöpft, sondern durch seine vielperspektivische Struktur verdeutlicht, wie stark die Leben der Menschen sich gegenseitig beeinflussen. Die erhabene Winterlandschaft bildet dazu den perfekten atmosphärischen Hintergrund und verleiht vielen Stellen eine meditative Ruhe. "Winterschläfer" ist ein hochästhetisches Filmjuwel und eine intelligente Reflexion über den Lauf der Dinge.

"Winterschläfer" beginnt mit einem schweren Autounfall, dessen Folgen das Leben von fünf verschiedenen Menschen beeinflussen werden. Rene (Ulrich Matthes) hat etwas zuviel getrunken und beschließt den Nachhauseweg zu Fuß anzutreten, als er plötzlich vor sich einen nagelneuen Sportwagen mit offener Tür und Schlüssel in der Zündung stehen sieht. Kurzentschlossen beschließt er damit eine kurze Spritztour zu machen. Doch dabei rammt er fast das Auto des Landwirtes Theo (Josef Bierbichler), der mit seiner kleinen Tochter auf den Weg in die Stadt ist. Beide Autos landen im Straßengraben, doch während der verwirrte und verängstigte Rene das fremde Auto, das fast gänzlich unter Schnee begraben wurde, einfach verlässt und zu Fuß nach Hause geht, ist Theo bewusstlos und sein Tochter schwer verletzt. Marco (Heino Ferch) ist indessen stinksauer, weil sein Wagen gestohlen wurde, während er mit seiner Freundin Rebecca (Floriane Daniel) geschlafen hat. Verärgert beschließt er lieber zuhause zu bleiben anstatt sich die Premiere des Theaterstücks mit Rebeccas Mitbewohnerin Laura (Marie-Lou Sellem) in einer Nebenrolle anzusehen. Da Rebecca deshalb nach dem Stück schneller geht, um wieder bei ihren Freund zu sein, bleibt Laura alleine zurück und lernt eben jenen Rene kennen, der ein paar Stunden zuvor noch Marcos Wagen gestohlen hat. Nur kann dieser sich daran nicht mehr erinnern, da sein Kurzzeitgedächtnis nach einer schweren Kopfverletzung nur noch sehr unzuverlässig arbeitet. Der wütende Theo, dessen Tochter nach dem Unfall im Koma liegt, macht sich indessen auf die Suche nach dem Verursacher des Unfalls.

"Winterschläfer" lässt viel Zeit vergehen bis Theo eine Spur finden wird und widmet sich stattdessen intensiv den einzelnen Personen mit ihren Träumen, Sehnsüchten und Problemen. Der zögerlichen Liebesbeziehung zwischen dem angeschlagenen Rene und der verschlossenen Laura steht die hitzige Affäre von Marco und Rebecca gegenüber, während Theo durch den Unfall seiner Tochter in eine tiefe psychische Krise gerät. Und obwohl sich die Menschen wirklich Mühe geben, scheinen macnhe Dinge einfach nicht für sie bestimmt zu sein, während andere wie von selbst zu passieren scheinen. Obwohl sich Rebecca mit aller Kraft um Marco bemüht, kommt es zwischen ihnen zu einem Krach nach dem anderen, während Laura und Rene sich zwar reichlich ungeschickt anstellen, aber dennoch irgendwie immer mehr zueinanderfinden. Es scheint als ob eine seltsame Unvermeidbarkeit das Leben der Menschen im Griff hätte und jeder lernen müsste, sich mit gewissen Dingen, die er nicht ändern kann, abzufinden. Am Ende wird es der von dem Gedanken an Gerechtigkeit getriebene Theo sein, der mit seinem Verhalten ein überraschendes Ende herbeiführen wird. Es scheint als ob sich das Leben der Menschen von dem schweren Unfall auf seine Art wieder erholt und am Ende wird alles auf unerwartete Art ähnlich harmonisch sein, wie die ruhige Winterlandschaft, die das Treiben der Menschen all die Zeit über begleitete.

Um die Unterschiedlichkeit der Figuren zu betonen hat Tykwer den einfachen, aber sehr effektiven Effekt gewählt jeder eine eigene Farbe zuzuordnen. Während die lebensfrohe Rebecca etwa immer in rot zu sehen ist, trägt der kranke Rene konsequent schwarz. Vor dem durch viele Landschaftsaufnahmen als zentrales Element in den Film integrierten weißen Schnee, stechen die Charaktere so richtig heraus. Auch die kunstvollen Wechsel zwischen den verschiedenen Handlungssträngen können sich wirklich sehen lassen. Überhaupt gibt es wahrscheinlich kaum Filme, die den Winter und seine eigentümliche Schönheit so überzeugend und tiefsinnig einfangen.

Gegenüber seinem Debüt "Die tödliche Maria", das stellenweise noch ein wenig zu sehr an Klischees orientiert war, ist "Winterschläfer" ein gewaltiger Schritt nach oben für Tom Tykwer. Obwohl der zweite Film gemeinhin als besonders schwierig gilt, ist hier alles so perfekt durckomponiert und durchdacht, dass man schon von einem Meisterwerk sprechen muss.

DVD: Sehr schönes Bild in 2.35:1 und Englische und Deutsche Untertitel. Als Bonus gibt es einen Audiokommentar von Tykwer und Kameramann Frank Griebe, sowie ein Making Of.
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2005
Ein Film, der einen mit seiner erzählerischen Leichtigkeit einfängt und einen mit einer Beiläufigkeit in das Geschehen zieht, die schon erahnen lässt, dass hier mehr eine Rolle spielt, als einem Bilder, Dialoge und Musik zeigen wollen. Die Bilder haben teilweise eine immense Wucht, ebenso wie die Musik, die besser nicht sein könnte. Die Schauspieler verleihen den Charakteren die passende Persönlichkeit, nichts wirkt unpassend, überzeichnet, hergesucht. Ein Film, der vor Ideen und künstlerischen Finessen nur so strotzt. Ich kann sagen, dass dies mit Abstand mein Lieblingsfilm ist, je öfter ich ihn sehe, umso fantastischer finde ich ihn. Es passt eigentlich nicht zu dem Film, dass man weint, aber irgendwie hat er selbst das geschafft beim letzten Mal, wo ich ihn gesehen habe. Es gibt immer Momente in Filmen, die einem sofort im Gedächtnis bleiben, weil einen etwas fasziniert hat, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist - bei diesem Film könnte ich wahnsinnig viele davon aufzählen! Alleine die eingangs erwähnte Leichtigkeit des Anfang ("Ich fahre früher") ist genial und ist neben Szenen wie der Silvesternacht, der Unterhaltung mit der drehenden Kamera, der Nacht im Sleepers, der Farben-Anpassung, des Bar-Spieles und der Foto-Merktechnik einfach alleine stehend beeindruckend, zusammen ergibt sich aber eine "schillernde Kugel".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Film zeigt, wie ein Autounfall mit letztendlich tödlichem Ausgang die Schicksale von 5 Menschen beeinflußt und Verbindungen zerstört, aber auch zu neuen führt und zu Stillung eines Vergeltungsbedürfnisses durch den Tod der falschen Person.
Ein Landwirt (Josef Bierbichler) verursacht durch eigene Unachtsamkeit (er sucht sein Funkgerät während eines Kontaktes mit 2 seiner Kinder im Fond seines Wagens) einen Beinahezusammenstoß mit dem Filmvorführer René (Ulrich Matthes), der sich unerlaubt einen Sportwagen ausgeliehen hat. René überlebt leicht verletzt, er kann sich aus dem in eine Schneewehe gerasten Wagen ausbuddeln und findet den Landwirt im auf der Seite liegenden Fahrzeug lebend vor und entfernt sich, verwirrt wirkend. Erst nach einiger Zeit wird der Landwirt vonm Fahrer eines Wagens aus seiner Lage befreit, das Pferd im umgestürzten Anhänger erhält den Gnadenschuß. Gleichzeitig entdeckt der Bauer seine blutend im Schnee liegende Tochter, die sich in den Anhänger geschlichen hatte und offensichtlich herausgeschleudert worden war.

Das "geliehene Auto" gehört dem Skilehrer Marco (Heino Ferch), der zu einem Treffen mit seiner Freundin, der Übersetzerin
Rebecca (Floriane Daniel) gefahren war und den Wagen mit steckendem Schlüssel hatte offenstehen lassen, um möglichst schnell mit ihr zu schlafen. Rebecca hat eine Bergvilla geerbt, dort wohnt auchihre Freundin, die Krankenschwester Laura (Marielou Sellem), die auch bei der Not-Op des kleinen Mädchens dabei ist.
Während die Beziehung zwischen Marco und Rebecca geprägt ist von wiederholtem Streit und Versöhnung bein Sex, entsteht langsam eine Beziehung zwischen Laura und René, der als Filmvorführer arbeitet und sehr viel fotografiert.
Der Landwirt erinert sich vage an eine schlangenförmige Figur und kann keinen Frieden finden. Er ist besessen von Rachegelüsten, nachdem er die zunächst nicht einzuordnende Schlangenfigur als Narbe am Hinterkopf des Unfallflüchtigen erinnert, an dessen Gesicht hat er keine Erinnerung.
Es kommt im Verlauf des Filmes zu zufälligen Begenungen, die neues Leben, aber auch den Tod und Genugtuung aufgrund eines Ereignisses bringen, in dem es den "Falschen" erwischt.

In seinem zweiten Film zeigt Regisseur Tom Tykwer beeindruckende Bilder und Panoramen der Bergwelt im Winter, gelungene Kamerafahrten , Einstellungen und Stimmungen, mit denen er später in genialer Weise im Film "Das Parfum" ein Millionenpublikum begeisterte.
Alle Darsteller beeindrucken durch ihr ausdruckstarkes Spiel, F.Daniel und Sellem auch durch ungewöhnliche, aber nicht zur Befriedigung von Voyeurismus dienende Freizügigkeit in dem Film, der eine FSK 12-Freigabe hat. Dafür kann der Film nichts Film nichts, die Macher haben ja keinen Einfuß auf die Prüfstelle. Kinder unter 16 Jahren werden den Film nicht verstehen, aber "ihre seelische Unversehrtheit" u.ä. wird durch die nackte Floriane Daniel, die kurz ihren Morgenrock öffnet und sekundenlang einen Blick von vorne auf ihren sehenswerten Körper gewährt, nicht beeinträchtigt.
Tywkers Film handelt von unglücklichen Beziehungen, von Zufällen, die Schicksale auch von Menschen massiv verändern, die mit einem Ereignis primär nichts zu tun haben, von Erklärungen von Handlungen, die falsch erscheinen, aber völlig plausibel und unbeabsichtigt sind, von der Genugtuung über die Sühne eines Verbrechens, das keines war, über einen bestraften Sünder, der in diesem Falle keiner war.

Das ganze Drama ist glaubwürdig, keine Szene oder Einstellung mißlungen, das scheinbare Verbrechen könnte ein Fall sein, der sich genau so abgespielt haben könnte. Floriane Daniel habe ich in späteren Filmen nur in Nebenrollen gesehen, sie ist wahrscheinlich nicht so bekannt wie die übrigen 4 Hauptdarsteller, dabei hat sie gezeigt , daß sie erheblich meht zu bieten hat als ein sehenswertes Äußeres.
Ein Film, der bei mir sicher nicht im Regal verstauben wird.

Doc Halliday
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

In typisch langem und schier elegischem Vorspann bereitet uns Regisseur Tom Tykwer auf den emotionalen Ritt von WINTERSCHLÄFER durch beeindruckende Schneelandschaften und knappe aber sitzende Wortlandschaften zwischen unseren so verschiedenen Protagonisten vor. Die anfangs zart angedeutete und später mit Wucht und auswegsloser Angst zusammengeführten Lebenslinien von sehr verschiedenen Menschen in der verschneiten Provinz entfalten einen langsamen, aber stetigen hypnotischen Sog, dem man nach einiger Zeit aufgrund der unterschwellig streng komponierten Bilderlandschaften kaum entweichen kann.

Das Team der Schauspieler, ohne einzelne zu nennen, ergibt eine Einheit die gut zusammen funktioniert und sich in die jeweiligen Rollen einfügt. Keiner sticht heraus. Dies ist positiv gemeint. Auf die Handlung gemäß dem gleichnamigen Roman gehe ich nicht an sich ein, auch WINTERSCHLÄFER funktioniert am besten ohne große Vorinformation. Die erst voneinander unabhängig und parallel laufenden Handlungen der Hauptpersonen streben wie magnetisch angezogen aufeinander zu und entfalten in einfachen aber starken Dialogen, sowie in den sehr ausdrucksvollen Gesichtern ihre Wirkung.

Die oft wortlosen Gesichter sprechen ihre eigene Sprache und ich behaupte mal jeder von uns wird sich in einzelnen Szenen rund um die diversen Beziehungen vielleicht zum Teil wiedererkannt haben. Dazu gibt es auch wirklich witzige Szenen, nicht mit dem Dampfhammer, sondern gelungener Szenen- oder Wortwitz der leisen Art in einfachen, alltäglichen Situation die von starkem Realismus geprägt sind. Von den ersten Bildern an gibt es eine aktive Kamera mit aufwendigen Einstellungen, heftigen Zooms, großen Fahrten, auch um die Darsteller herum wie wir sie auch in den späteren Werken und zuletzt auch CLOUD ATLAS wieder sehen werden.

Man merkt WINTERSCHLÄFER die Literaturbasis an und vielleicht als die einzige kleine Kritik ist die vorhandene schwülstige Überladenheit diverser vorgegebener Metaphern zu nennen. Die durchgehend farbige Gestaltung der Protagonisten in rot, grün, blau, schwarz usw. und manche dramaturgische Schleife wirkt etwas hölzern. Dies ändert aber nichts daran, das WINTERSCHLÄFER großes Kino im wahrsten Sinne ist welches unterhält, begeistert, verschreckt, irritiert und vor allem durch seine poetische Feinsinnigkeit noch weit nach dem dem Abspann zum Denken und Diskutieren anregt. Das erwarte ich unter anderem von einem Film.

4,5/5 blutigen Daumen....äh,....Sternen

PRODUKT (DVD) Bewertung (Review):

- BILD: gutes 16:9 Vollbild ohne für mich feststellbare Schwächen
- TON: relativ frontlastig, räumlich wo nötig, Ton in DD 5.1
- EXTRAS: Audiokommentar Tom Tykwer und Kameramann Frank Griebe, Making Of, Doku: Tom Tykwer dreht "Winterschläfer", Drehbericht: Heino in den Seilen
- SONSTIGES: FSK 12 uncut
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Dezember 2006
Das erlebt man ja öfter. Da ist einer wirklich gut. Dann macht er etwas, was ihn berühmt werden lässt und dann muss er/sie mit dieser Erwartung fertig werden und seine Leistungen werden fragwürdiger. Sofort fallen mit die Brüder Taviani ein, die mit Padre Padrone einen grossen Film mit bleibendem Wert geschaffen hatten und dann nach Hollywood gingen oder auch Peter Weir, der in Australien grossartige Filme machte und dann nach Hollywood ging. Bei Tykwer ist dies auch so. Winterschläfer war ein grossartiger Film, aber es gibt ihn nicht einmal auf DVD. Die Winterlandschaft,untermalt mit Musik von Pärt ist schon hinreissend erfasst- ein unterkühltes Ambiente für eine fulminante Geschichte. Dann diese so unterschiedlichen Menschen, die miteinander verstrickt werden, ohne sich dieser Verbindungen wirklich genau bewusst zu sein. Nebem dem grandiosen Bierbichler, der sich in die Rache verbeisst,nachdem sein Kind aufgrund eines Unfalls gestorben ist, ein junger Ulrich Matthes als amnetischer Kinovorführer oder Marie Louise Sellem als eindrucksvolles Original. Die Geschichte entwickelt sich in ihrer eigenen Logik. Jedem das Seine, heisst hier: der, welcher es verdient, bekommt die Sanktion,obwohl er gar nicht schuld ist. Das Schicksal bestraft ihn quasi für eine Lebensschuld. Dies hatte hatte Tykwer in eindrucksvolle Bilder umgesetzt... dann kam "Lola rennt".....
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Dezember 2002
Es gibt wenig Filme, die so ausdrucksstark sind wie "Winterschläfer". Alles an diesem Film ist mächtig, die Bilder (Alpenkulisse), die Kameraführung, bzw. die Schnitte und Szenenwechsel, die Geschichte und die schauspielerische Leistung der Protagonisten. Der Film kommt auf leisen Sohlen, baut aber gleichzeitig eine ungeheure Spannung auf. Die Luft knistert, zugleich herrscht aber eine sonderbare Art der Stille vor, die man wie die Ruhe vor dem Sturm wahrnimmt. Die Charakterzeichnung ist gelungen. Ein richtiger Winterfilm- wer aber einen Thriller mit Pistolengeballer und Action erwartet ist mit diesem Film schlecht beraten, dafür ist er zu künstlerisch.
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am 21. April 2015
Dieser Film von Tom Tykwer aus dem Jahr 1997 handelt von Schuld, Verantwortung und Vergessen. Konkreteres zur Handlung möchte ich nicht in der Rezension wiedergeben, weil ich das für nicht hilfreich und dem Charakter des Films widersprechend halte. Tykwer geht es um Atmosphäre und das Innenleben seiner Protagonisten. Zudem will er einen Prozess des Mit- und Nachdenkens beim Zuschauer erzielen.

Er widmet sich diesen genannten großen Themen in der klaustrophobischen Enge des Winters in einer abgeschiedenen Kleinstadt in den Bergen.
Sein Film "Winterschläfer" ist rätselhaft und suggestiv angelegt. Obwohl die Szenen aufeinander folgen, wirken sie eher wie nach dem Setzkastenprinzip nebeneinandergebaut. Dadurch wird dem Zuschauer eine Art Gesamtbetrachtung aller Personen ermöglicht, sodass er keine aus dem Blick verliert.

Die radikale Schlussfolgerung, die Moral zum Thema Gerechtigkeit, wenn man so will, ist ernüchternd bis erschütternd, und trotzdem vielleicht doch sogar ein wenig tröstlich: es kommt auf die Perspektive an.

Für mich ist "Winterschläfer" ein Film mit hohem künstlerischen Anspruch, den er ohne Zweifel auch heute noch einlöst, allerdings keineswegs für Leute geeignet, die sich "lediglich" gut unterhalten lassen wollen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2013
..ein sehr starkes, intensives Kammerspiel auf Leinwand mit exzellenten Darstellern und Kulisse, beeindruckender Kameraführung, tollen Regieideen und unglaublich hypnotisch schöner Begleitmusik...danke.. ein Film mit offenen Enden, Fragen und Gedanken..,
der die logischen Schwächen der Filmidee widmet und zulässt..sanfte Gesten runden das Ganze ab...
ein Genuß an Darstellerkunst und großem Kino...
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2010
Der betrunkene Rene stiehlt spontan einen Sportwagen, in dem die Schlüssel stecken. Die Fahrt endet fatal in einer Schneewehe. Zuvor verwickelte Rene das Fahrtzeug von Theo in den Unfall. Dabei stürtzt Theos Auto samt Anhänger um. Schwer verletzt wird Theos Tochter, die sich im Anhänger versteckt hatte, ins Krankenhaus gebracht.

Theo, dessen Kurzzeitgedächtnis nicht richtig funktioniert, kann sich aus der Schneewehe befreien und führt sein bisheriges Leben fort. Das Haus vor dem der Sportwagen stand, gehört der Krankenschwester Laura. Bei ihr wohnt ihre Freundin, die Fotographin Laura. Lauras Freund gehört der Sportwagen, den Rene entwendet hatte. In dem kleinen Alpendorf treffen die Protagonisten einander, ohne ihren Beitrag zum Schlüsselereignis zu kennen.

Die Geschichte wird gefühlvoll und spannend erzählt. Die verbindenden Geheimnisse der Protagonisten werden geschickt bis auf die Spitze geführt und die erleichternde Offenbarung scheint für alle zum Greifen nah. Zahlreiche Dialoge feilen an den Charakteren der Figuren. Überraschende Wendungen erhalten die Aufmerksamkeit. Pittoreske Szenenbilder werden von einer aufmerksamen Kameraführung eingefangen. Regie und Schauspieler leisten sehr guten Arbeit.
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