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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat die Welt noch "alle Tassen im Schrank"
Ich gehörte auch zu denen, die im vergangenen Jahr die Sonderausgabe der neunen "Marbles" bestellt haben und bin positiv überrascht und begeistert. Seit Tagen läuft bei mir nur diese Doppel-CD. Und mit jedem Hördurchgang verankern sich die harmonischen und sensiblen Songstrukturen tiefer in meinen Gehörgängen. Wie typisch für Marillion...
Veröffentlicht am 23. April 2004 von Joerg Rommel

versus
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Halbe Sache
..dieses Album hat ein großes Problem:

Nur direkt von marillion.com ist das Doppelalbum von Marbles zu beziehen - in Deutschland war es nie direkt erhältlich. Und jetzt der Hammer:

Auf diesem Doppelalbum sind zwei der besten Marillion-Songs aller Zeiten (und das ist mein Ernst): "The Only Unforgivable Thing" und das sensationelle "Ocean...
Veröffentlicht am 6. Mai 2007 von meierzwo


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat die Welt noch "alle Tassen im Schrank", 23. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Ich gehörte auch zu denen, die im vergangenen Jahr die Sonderausgabe der neunen "Marbles" bestellt haben und bin positiv überrascht und begeistert. Seit Tagen läuft bei mir nur diese Doppel-CD. Und mit jedem Hördurchgang verankern sich die harmonischen und sensiblen Songstrukturen tiefer in meinen Gehörgängen. Wie typisch für Marillion erschließen sich die komplexen Songs mit der Zeit immer intensiver. Schon der Opener "Invisible ..", entstanden zur Zeit des Beginns des Irak-Krieges, gegen den Marillion war und ist, bringt textlich die Stimmung zum Ausdruck, in der heutigen Welt nicht verstanden zu werden und ist ein herausragendes Beispiel für moderne Rockmusik. Ein hervorragendes Interview ist in der aktuellen Ausgabe von Eclipsed. h sagt darin, dass man den Eindruck hat, dass die heutige Welt ihre Murmeln verloren hat (zu Deutsch nicht mehr alle Tassen im Schrank).
Für alle Freunde qualitativ hochwertiger Rockmusik eine absolute Kaufempfehlung! Wir sehen uns auf der Tour!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke:-), 12. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Ich kenne Marillion seit 1983 und habe die Geschichte dieser Band mit all ihren Hochs und Tiefs nun über 20 Jahre begleitet. Mit Marbles ist dieser Ausnahmeband wirklich IHR Meisterwerk gelungen. Fantastisch, dass es in dieser Zeit Bands gibt, die solch' wundervolle Kompositionen schreiben können. Es ist moderner Sound welcher allerdings an Tiefe kaum zu überbieten ist, gepaart mit den Perlen (oder sollte man besser sagen Murmeln)die Marillion ausmachen. Niemand könnte es besser beschreiben als das bekannte Musikmagazin "ECLIPSED": DAS BESTGEHÜTETE GEHEIMNIS DER ROCKMUSIK SCHLÄGT ZURÜCK!
Meine Empfehlung: Diese CD muss man unbedingt haben -- Danke:-)
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Album ist nicht wahr, 4. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Und endlich paßt mal wieder alles zusammen. Ein Marillion-Album zum wegschmelzen. Eine Scheibe, nach der man sich eigentlich nur noch auflösen kann, weil das der Höhepunkt sein muß. Und wir wußten alle daß sie das können. Schon 1987 in Hannover bescherten sie mir mein bis heute drittschönstes Konzerterlebnis. Auch "Seasons End" und "Brave" waren nah dran.
Aber dann immer wieder diese Grottenalben die meilenweit unter den Möglichkeiten der Band lagen. "Radiation" z.B. tat richtig weh. Natürlich gab es auf jedem neuen Album gute Ansätze und starke Songs, natürlich war jede Tour ein Happening, weil die Jungs einfach begnadete Musiker sind. Aber es war eigentlich immer klar, daß da einfach viel mehr möglich war.
"Marbles" ist der Beweis dafür. Das Ding ist derart konstant auf höchstem Niveau, daß man es kaum aushält. Wer sich zuvor noch nicht an vollständiger Reizüberflutung verabschiedet hat, müßte spätestens bei der überirdischen Schlußnummer "Neverland" ohnmächtig werden. Und ich denke daß einzig die Herbst-VÖ von Porcupine Tree noch verhindern kann, daß Marillion das Album des Jahres 2004 abgeliefert hat.
Ach, und noch was: Erzählt es Allen, damit "Marbles" wenigstens mal für eine Woche in der Top Ten landet.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen This album is a "fantastic place", 26. April 2004
Von 
mrflincki "mrflincki" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Seit über 20 Jahren bin ich nun schon Marillion-Fan. Das erste Lied, das ich je von ihnen hörte, war Jigsaw. Ich verliebte mich sofort in den Psychedelic Rock der Briten.
Als 1989 dann Fish ausstieg, war ich überzeugt, dass das nun das Ende der Band sein würde: Weit gefehlt. Das erste Album mit Steve Hogarth war das beste, was ich bis dahin gehört hatte.
Marillion steht für Veränderung. Kein Album gleicht dem nächsten, kein Lied dem anderen. Kein Abklatsch von anderen Gruppen, sondern solide melodiöse Rockmusik.
Marbles habe ich bereits in der Deluxe Edition erhalten. Fast zwei Jahre haben Marillion an dem Album insgesamt gearbeitet.
Beim ersten Hören war ich etwas enttäuscht. Es geht gleich mit dem "schweren" Invisible Man los; das Lied geht ganze 13:37 min.
Brave war bis dahin noch immer mein Lieblings-Album.
Vor einigen Wochen hatte Marillion bereits einige Clips des neuen Albums auf ihrer Homepage veröffentlicht. Das erste Lied bzw. der erste Ausschnitt stammte von "Fantastic Place". Als ich dieses Lied dann hörte, war ich doch wegen der Schönheit der Musik zu Tränen gerührt.
Wie bei allen Marillion Alben muss man die Musik einfach öfter hören, erst dann erfasst man die Tragweite der Musik und Komposition der verschiedenen Songs ganz.
Jetzt muss ich sagen, dass "Marbles" das beste Album ist, das ich je von Marillion gehört habe, für mich sogar das beste Album, das jemals komponiert wurde.
Ich kann gar nicht sagen, welches mein Lieblingslied ist. Es wechselt jeden Tag.
Marillion eignet sich nicht als Hintergrundmusik - damit muss man sich beschäftigen, es intensiv einsaugen und erfassen.
Dann belebt es den Geist und man schwingt zu ungeahnten Höhen auf.
Ich freue mich auf das Konzert am 07.05.04 in Hamburg.
Marillion is a better way of life.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Musikgeschichte, 10. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Genau...als Meilenstein muß man diese CD einfach bezeichnen. Ich habe das Glück, von Anfang an die Doppel-CD in Händen halten zu dürfen. Allein "Ocean Cloud" wäre mir der Preis der Einzel-CD noch einmal wert gewesen. Nach "Anoraknophobia" dachte ich eigentlich, daß keine Steigerung mehr möglich sei. Aber wie immer im Leben: man wird so oft eines Besseren belehrt. Und das ist gut so. Als ebenso großer Pink Floyd Fan war mein erster Gedanke: Wenn die Jungs es nach 10jähriger Abstinenz noch fertig bringen würden, einen Nachfolger von "Devision Bell" zu komponieren, er hätte viele "Marbles"-Züge. "Marbles" ist ein so großartiges, gelungenes Werk, in sich stimmig und so was von ausgefeilt, daß einem Hören und Sehen vergeht. Die Gitarrensoli hauen einem im "3D-Sound" um die Ohren, daß man kaum noch weiß, woher die Musik kommt. Ich höre diese (und sonst keine) CD seit Anfang Mai rauf und runter und bekomme bei jedem Hören immer wieder Gänsehaut. So genial, daß es fast weh tut. Eine Cd zum wegträumen, vor Freude losheulen, Trost suchen, Balance finden, Energie laden und abheben. Habe die Jungs am 23. Mai in Köln in vollem Saal erlebt. Live! Live! Live! ...und so genial.
Buy "Marbles" and "move to the other side"! Schreit's in die ganze Welt. Die Jungs haben's verdient. Wenn die nicht, dann keiner!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt empfehlenswert, 15. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Die Band Marillion ist seit dem Einstieg des "neuen" Sängers Steve Hogarth bekannt für eine sehr von Höhen und Tiefen durchzogene Diskographie, aber wenn ihnen etwas gelingt, dann richtig. Und so verhält es sich auch mit dem 2004 erschienenen Album Marbles. Wichtig ist zu wissen, dass von diesem zwei Versionen existieren, eine Einzel-CD und eine Doppel-CD, die insbesondere das Stück Ocean Cloud enthält (s.u.). Letztere war lange Zeit nur über den Marillion-Shop erhältlich, mittlerweile gibt es sie auch im Einzelhandel.

"Invisible Man" ist als Opener nicht die beste Wahl, denn handelt sich um ein Stück, das Zeit braucht, um zu zünden und so etwas ist für den Einstieg in ein Album keine gute Wahl, obwohl das Stück insgesamt sehr gelungen ist. Aber hartgesottene Progger sehen das sicher ganz anders ;). Die Platte wird von einem schwermütigen Grundtonus durchzogen, zwischenzeitlich erklingt die für den NeoProg typische Floyd-Gitarre (auf Invisible Man beispielsweise im Bereich der 10. - 11. min), Keyboardflächen gibt es auch, auf Tempo- und Melodienwechsel freue man sich. Doch fügen sich die Passagen zu einem harmonischen Gesamtbild. Am leichtesten zu hören sind die Stücke "Fantastic Place", "Don't Hurt Yourself" und "You're Gone", sie bleiben schon nach dem ersten Hördurchgang aufgrund ihrer prägnanten Refrains hängen. Aber die Höhepunkte bilden jeweils die Abschlusssongs beider CDs, "Ocean Cloud" und "Neverland". "Ocean Cloud" ist nur auf der Doppel-CD zu hören, weshalb die Einzel-CD getrost geschreddert werden kann. Dieses Stück muss als Peak der Hogarth-Ära Marillions bezeichnet werden. Schönheit und Bombast vermengen sich zu einem gnadenlos unwiderstehlichen Klanggemälde, schwebend und gewaltig, einer der besten Longtracks, die je geschrieben wurden, weiß der Himmel, was dazu geführt hat, dass Marillion sich auf so unglaubliche Weise selbst übertreffen konnten.

Zusammenfassende Beurteilung

Neben "Brave" bildet "Marbles" den absoluten Höhepunkt der Hogarth-Ära bei Marillion. Wer bislang nur die Einzel-CD besitzt, sollte diese umgehend schreddern und sich die Doppel-CD zulegen, allein schon, um seine Gehörgänge mit dem unvergleichlichen "Ocean Cloud" zu verwöhnen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von purer Schönheit, 23. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Mit Marbles schicken uns Marillion auf eine 100 minütige Reise, in einen Traum, eine Trance, einen langen Moment der Nostalgie, von was auch immer. Es bringt zum Nachdenken, zum Schweigen, zum Weinen. Dieses Album ist ein Meisterwerk.
Es birgt wunderbare Melodien, bewegende Texte, hervorragende musikalische und vor allem gesangliche Leistungen ' und überzeugt außerdem noch durch einen durchdachten und perfekten Aufbau. Mit einem Höhepunkt beginnend (Invisible Man) wird es durch vier kleine Liedchen (Marbles I-IV) zusammengehalten und wirkt dadurch schlüssig und konzeptuell. Drei Höhepunkte werden perfekt am Anfang, in der Mitte und am Ende der Platte platziert ' zumal es sich hier um drei der besten Marillion-Songs überhaupt handelt.

Das Album beginnt mit dem unglaublichen Invisible Man. Düster, düster. Dieses Lied ist eigentlich kein Lied, sondern 5 Lieder, die ohne großen Zusammenhang aneinander gereiht sind. Das hört man oft im Progbereich, nur hier gibt es einen Unterschied. Die Teile verbindet eine Grundstimmung; eine einzigartige. Lange Songs sollten einen roten Faden haben, dieser hat keinen - braucht es aber auch nicht.
Sehr ruhig und spannend beginnt Invisible Man, während Hogarths intensiver, eindringlicher Gesang beginnt. Kurz darauf geht es fließend über in einen völlig anderen Teil, der trotzdem genau an der richtigen Stelle wirkt. Das ganze Lied schleicht vor sich dahin, ruhig, düster und mit einer ungeheuren Spannung. Doch bald kommt es zu dem ersten der beiden Höhepunkte. Wieder in einem völlig anderen Teil, zeigt Hogarth, was er stimmlich drauf hat. Schon wegen dieser Stelle sollte dieser Mann mit Grammys überhäuft werden. Was für ein Sänger, ein Genie! Mit einem mal befinden wir uns im nächsten Teil, ruhig, besinnlich, sich steigernd zum zweiten Höhepunkt und Finale. Noch einmal zeigt H was er drauf hat - man bekommt Gänsehaut, Tränen in den Augen. Zum Schluss kommt das Stück noch einmal richtig auf den Punkt, bevor es mit einem Knall abrupt endet. Genial, einfach nur genial.
Genie ist ein Lied, das man auch im Radio hätte bringen können. Typisch Marillion, eingängig, aber nicht doof, im Mittelteil outen sich die Marillion als Beatles-Fans. Nett, aber nicht essentiell.
Fantastic Place geht in eine ähnliche Richtung, ist aber von den Harmonien melancholischer, weniger poppig, und einfach schöner. Balladen waren schon immer eine Stärke der Band. Ein wunderbares, kurzweiliges Stück Musik.
Das nächste Stück, The Only Unforgivable Thing, ist noch ruhiger, aber weniger balladesk. Es überzeugt durch einen großartigen Spannungsaufbau und einen brührenden Text. Erneut von purer Schönheit; ein Lied zum Träumen.
Als Abschluss der ersten CD steht der zweite Höhepunkt des Albums und für mich das beste Lied von Marillion überhaupt: Ocean Cloud. In diesem Lied steckt alles, was man an der Band schätzt. Voller Schmerz, Trauer, jeder Art von Gefühlen singt, flüstert, schreit, erzählt Hogarth die zum Weinen schönen Lyrics dieses Meisterwerks und bohrt damit direkt durch die Herzen seiner Hörer. Unterstützt wird er dabei durch ein düsteres, aber elegantes Klanggewand aus epischen Gitarrensoli, dramatischen Ausbrüchen, atmosphärischen Keyboardpassagen und einem (hier tatsächlich vorhandenen) perfekten roten Faden. Der Spannungsbogen senkt und hebt sich, langweilig wird es nie, sondern bleibt immer spannend und nie zu überladen. Grandios.
Mit den nächsten Songs schrauben Marillion die Spannung erwartungsgemäß wieder etwas herunter. Klar- mehr geht ja auch nicht.
The Damage, Don't Hurt Yourself und You're gone sind erneut Art-Pop Songs allererste Güte. Poppig, aber nicht doof. Dennoch würde ich diese drei Songs, speziell Don't Hurt Yourself, neben Genie, als die schwächsten des Albums bezeichnen. Was aber nicht allzu viel heißt.
Angelina erinnert mich ein wenig an Peter Gabriel, tatsächlich findet sich hier ein schönes Gesangsduett einer Frau mit H. Das Stück ist sehr ruhig gehalten, wird aber trotz seiner fast 8 Minuten länge nie langweilig. Es ist sehr geschmackvoll und sparsam instrumentiert, mit dezenter Percussion und einer hübsch perlenden Gitarre.
Im Kontrast dazu kommt bei Drilling Holes wieder ein wenig Tempo auf. Aber auch hier finden sich die typischen Marillion-Refrains wieder. Ruhig, bezaubernd. Plötzlich erklingt ein Cembalo, witzig, barock. Auch die leichten Streicher sind sehr gut eingesetzt. Lustig sind auch die scheinbar durchgehenden Vogelgezwitscher-Effekte.
Bei diesen Liedern haben Marillion den Ball wieder ein wenig flacher gehalten, doch zum Schluss zeigen Marillion noch ein weiteres mal, was in ihnen steckt. Neverland ist ein weiteres Kunstwerk, in Düsternis und Gefühl getaucht, driftet aber in keinster Weise in Belanglosigkeit oder gar Kitsch ab. Marillion haben es einfach drauf, ihre Hörer zu verzaubern. Es beginnt als normale Ballade, entwickelt sich dann aber, sich stetig steigernd, zu einem absoluten Kracher im Low-Tempo Bereich mit einer Gitarre zum Dahinschmelzen, (mal wieder) einem Hogarth zum Niederknien. Auch dieses Lied kann durch einen perfekten Spannungsbogen überzeugen und endet in einem Duell zwischen Gesang und Gitarre recht melancholisch und leicht bombastisch. Auch hier wieder: grandios.

Danach wird der Hörer in die Welt rausgelassen, mit dem Kopf voller Impressionen eines grandiosen Albums und mit Gedanken, über die zum dahinfließen schönen Texte- dieses Album verzaubert von vorn bis hinten! Höhepunkte sind natürlich die drei längeren Songs, die einen in eine Reise in sich selbst schicken. In dieser Form können das wirklich nur Marillion. Ich wage mal zu sagen, dass sie in Sachen Intensität, Minimalismus und Gefühl Pink Floyd noch um Nuancen übertreffen. Überhaupt hört man hier viele Pink Floyd Einflüsse; Songs wie Ocean Cloud und Neverland haben alles, was Pink Floyd Songs auch haben (die Gitarre, die Keyboardteppiche, Soundeffekte, eine Menge Atmosphäre..), aber sie klingen trotzdem unverkennbar nach Marillion und eben *nicht* nach Pink Floyd.
Also: Wenn es ein Marillion Album gibt, das ich uneingeschränkt empfehlen würde, dann ist es ohne Zweifel dieses. Meisterwerk!

(Diese Rezension bezieht sich auf die Marbles-Edition mit zwei CDs, die leider nicht mehr ganz einfach zu ergattern, aber definitiv empfehlenswerter ist.)

Friedrich Stenzel, 17
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufen - Geniessen - Träumen - Schweben, 15. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Wenn man seit ca. 25 Jahren Fan guter Rockmusik ist, in meinem Fall seit dem zarten Alter von 11 Jahren, sammeln sich in dieser Zeit natürlich etliche gute, sehr gute, hervorragende und ein paar "Überalben" an. Von einem dieser absoluten Meisterwerke möchte ich hier berichten. Von einem Album, genauer gesagt einer Doppel-CD, die mich von der ersten bis zur letzten Sekunde fasziniert. Wie an der Überschrift zu erkennen, handelt es sich um die neue Marillion CD "Marbles".
Vermutlich wird der eine oder andere, den Namen Marillion schon gehört haben. Ja, in den Achtzigern hatten sie einen recht großen Hit namens Kayleigh. Nach vier Alben verliess der Sänger "Fish" die Band, und man machte mit Steve Hogarth als neuem Frontmann weiter. Damals war es ein Schock für viele Fans, denn Fish galt für viele als das Gesicht und Aushängeschild der Band. Aus heutiger Sicht kann man über den Split nur froh sein, denn Steve Hogarth verfügt über ein weitaus umfangreicheres Organ, als sein Vorgänger jemals zu bieten hatte. (Nein, ich bin kein "Fish-Gegner", und liebe die alten Marillion Scheiben, und besitze etliche Soloalben von Fish). Fakt ist allerdings, dass sich H (Steve Hogarth) in einer ganz anderen Liga befindet.
Kommen wir zum neuen Album. Meine Erwartungen waren riesig, denn "Anoraknophobia" das Vorgängerwerk, ist für mich das bisher beste Album des neuen Jahrtausends. Oder soll ich sagen "war"? Ich weiss es noch nicht. Diese Frage wird die Zeit beantworten, aber mit Marbles schicken Marillion sich an, alles bisher dagewesene zu übertreffen.
Die "Deluxe Campaign Edition 128-page book", kommt optisch so beeindruckend daher, wie es der Name erhoffen lässt. Eine sehr schöne Aufmachung, man findet viele schöne Bilder, natürlich die Texte und die Namen sämtlicher Vorbesteller, die vor dem 31.12.2003 geordert hatten.
Kommen wir zum Kern der Sache. Auf den beiden CDs befinden sich insgesamt 15 Tracks. Vier als Marbles I-IV betitelt. Diese sind Überleitungen, in denen H über seine Kindheit reflektiert. Sie fügen das Album noch intensiver zusammen.
CD1 beginnt mit dem über 13 Minuten langen Song "The invisible Man". Ein absolut intensives Hörerlebnis, der Song gewinnt im weiteren Verlauf mehr und mehr an Dramatik, wird dann ruhiger um sich erneut zu steigern. Eine beeindruckender Anfang. Dann folgt "Marbles I" welches uns zu "Genie" führt. Ein sehr eingängiger Song, geht schnell ins Ohr und will nicht wieder hinaus. "Fantastic Place" kommt dann wieder ruhig und getragen, mit "The only unforgivable Thing" nimmt einen gleich zu Beginn mit auf eine Reise durch intensivste Gefühle, einfach Wahnsinn. Dann folgt das kurze "Marbles II", um den Hörer anschliessend auf die knapp 18 Minuten andauerne Traumreise "Ocean Cloud" mitzunehmen. Ich dachte immer noch besser als "Out of this world", vom 1995er Album "Afraid of sunlight" kann ein Song nicht sein, aber hier übertreffen sich Marillion erneut selbst. Dieser Song lässt mich völlig sprachlos zurück, ich sass gestern Nacht in meinem Sessel, Kopfhörer auf, der Halbmond schien durch das Fenster. Pure Magie, Gänsehaut, die Welt drumherum vergessen.
CD2 mit zitternden Händen eingelegt, noch immer zutiefst beeindruckt, von dem was mich da gerade ereilt hatte. "Marbles III" als kurzes Vorspiel, mit "The Damage" geht es rockig weiter, "Don't hurt yourself" ist dann wieder ein Ohrwurm, der sicherlich eine gute Single abgeben würde. Dies ist jedoch "You're gone" vorbehalten, einem tollen Song der modern klingt, ohne sich irgendwelchen Trends anzubiedern. Mit "Angelina" wird es dann wieder besinnlich, ein sehr intensives Hörerlebnis. "Drilling holes" rockt. Aber es ist anders, irgendwie unbeschreiblich und... grandios! Mit "Marbles IV" wird dann das letzte Kapitel eines gigantischen Albums eingeläutet. Der 12 Minutensong "Neverland", mit intensivem Gesang, wünderschönem Gitarrensolo und allem was der Marillionfan sich wünscht.
Meine Begeisterung kennt keine Grenzen, mit jedem Hördurchlauf gewinnt dieses Album hinzu, es wird immer grösser und intensiver. Es ist unglaublich, H wird immer besser, er steigert sich von Album zu Album. Steve Rothery lässt einige wundervolle Gitarrensoli erklingen, Pete Trewavas spielt selbstbewusster denn je auf, der Baß ist wie selbstverständlich immer da, wird aber nie störend oder aufdringlich. Mark Kelly liefert wunderschöne Keyboardsounds ab, und über die Qualität von Drummer Ian Mosley brauche ich nichts mehr zu schreiben, eine Wohltat im Gegensatz zu einigen "Kloppern" die man teilweise ertragen muss.
Also liebe Leser, gönnt Euch diese phantastische CD.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, aber nicht zum nebenbei hören ..., 8. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Ich gebe es zu. Auch ich war einer der Leute, die dieses Album "vorfinanziert" haben. Doch hätte ich das nicht getan, wie so viele andere auch, so wäre der Welt (musikalisch) wohl etwas entgangen.
Das erste Stück "The Invisible Man" war, wie ich zugeben muss, ein Schock. "Mein Gott, was habe ich da denn bezahlt?!?!?"
Doch wie so oft bei Marillion, muss man die CD "entdecken". Einmal hören reicht da nicht, nebenbei hören auch nicht. Wer auf der Suche nach einer leicht zu erschliessenden Scheibe ist, ist hier sicherlich an der falschen Adresse. Sie ist abwechslungsreich, musikalisch genial und passt in keine Schublade, sei sie auch mit Prog beschriftet. Und warum sollte man sie auch in eine Schublade packen oder, noch schlimmer, an den frühen Werken dieser Band messen. Warum denn und vor allen Dingen wozu? Sowohl als "Stand alone" Scheibe, als auch in der Bandhistorie ist dieses Werk genial.
Einen Anspieltipp? Gebe ich nicht, denn wie gesagt, man muss diese Scheibe selbst entdecken und sich aktiv mit ihr auseinandersetzen. Vergleichbar mit dem Besuch in einem fremden Land .... jeder (gehörte) Schritt birgt eine neue Entdeckung.
Und jeder dieser Schritte sorgt bei mir auch noch nach dem x-ten Mal hören dafür, das ich Gänsehaut bekomme und neue Sachen entdecke. Wie heißt es so schön, "discover a lost art - play Marbles" und dieses sollte man hier ernst nehmen!
Allerdings empfehle ich JEDEM die Doppel-CD, denn dort sind noch einige sehr gute "Murmeln" versteckt, die es auf der "normalen" Scheibe nicht gibt. Und wenn die Band die nächste Scheibe wieder so vorfinanziert haben will? Ich bin dabei!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grandioses Album, 14. September 2011
Von 
Flanigan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Die "Marbles" von Marillion ziehe ich immer wieder gern hervor. Das Album beschert mir dann vergnügliche und emotionale Stunden, denn beim einmaligen Hören bleibt es meist nicht.

Vorgestern dachte ich, ich muss doch mal eine Rezension darüber schreiben - und zwar deswegen, weil mir aufgefallen ist, wie beatleesk die Musik teilweise klingt. Vor allem "Drilling Holes" fällt hier auf, in denen nicht nur die Handhabung der Instrumente, sondern auch der Einsatz der Voices einen glauben macht, man habe die Bealtes zu ihrer besten Zeit im Plattenteller liegen. Unweigerlich kommen einem Alben wie "Abbey Road" und "Magical Mystery Tour" in den Sinn - ohne dass es sich bei "Marbles" um eine Beatles-Kopie handeln würde.

Das durchziehende "Marbles I-IV" wird von gigantischen Hymnen eingerahmt, in denen mir H's teilweise brüchig-zittrige Stimme doch sehr gut gefällt (was sie nicht immer tut!).

Musik ist sicher immer eine Geschmackssache, und wer ein Faible nicht nur für Progressive Rock, sondern auch für Marillion hat, der ist mit dieser Scheibe sicherlich sehr gut bedient. Ein paar Mal anhören muss man sich die Titel allerding schon, denn es ist nicht unbedingt leicht, die gewaltigen Inhalte mit nur wenigen Malen zu erfassen.

Mein Tipp: Versuch's mal mit dieser CD, wenn sie dir nicht gefällt, kannst du sie ja wieder verkaufen. Von mir gibt's jedenfalls 5 Sterne, weil ich "Marbles" für ein Meisterwerk ganz großer Musiker halte.
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Marbles
Marbles von Marillion (Audio CD - 2011)
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