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61
3,6 von 5 Sternen
Somewhere Else
Format: Audio CDÄndern
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. April 2007
Tach auch, ich denke ich muss auch einige Zeilen zu diesem Album schreiben:

Da Marbles als Doppel CD durchaus gelungen war, aber eben auch ein paar Schwächen aufwies, ist dieses bei Somewehre Else als "Single" CD nicht unbedingt der Fall. Ich beschränke mich auf einen Totalausfall (Most Toys) und denke das zumindest 4 Oberburner, also Songs zum dahinschwelgen drauf sind. Mit Somewhere Else, A Voice From The Past, No Such Thing!!!! und The Wound hat sich Marillion einmal mehr, selbst, neu erfunden.

See It Like A Baby ist eine nette Singleauskopplung, aber spiegelt nicht unbedingt das wieder was den Hörer erwartet.

Ich kann nur eine Empfehlung aussprechen....dieses Album sollte man haben! Bei einer Flasche Wein, oder einem Wahlgetränk bei dem man so richtig abschalten kann, vielleicht sogar über Kopfhörer hören und wegfließen....! Noch nicht überzeugt??? Dann aber schnell los und sich selbst ein Bild machen.

Gruß vom Mattin
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. April 2007
wie kann man am besten dafür sorgen, dass man nie langweilig wird? in dem man sich nie wissentlich wiederholt, dinge tut die andere nicht erwarten und auch mal songs schreibt die hardcore fans spalten. neue produzenten sind ebenfalls empfehlenswert, wie mike hunter hier beweist.

dass steve rothery`s trademark gitarren solo`s hier eher in der zweiten reihe stehen macht überhaupt nichts. dafür knallt einem der neue sound gut ins ohr, was wirklich ungewohnt ist. ian mosley`s drums klangen ewig nicht mehr so fett, und spielen tut der ewig lässige ire sie dann auch noch absolut frisch und hörenswert - hut ab!

ausserdem wurde auf langgedehnten ballast hier weitest gehend verzichtet, was das ganze äusserst kompakt macht. lediglich bei "the wound", welches grossartig beginnt, wurde im zweiten teil deutlich potenzial verschenkt.

"thank you whoever you are", das zusammen mit "most toys" im juni als single rauskommen wird, ist wohl einer der schönsten balladen seit langem, nicht ganz so vielschichtig und intensiv wie das grosse "fantastic place" vielleicht, aber dafür hält der song die stimmung von anfang bis ende auf einem sehr schönen, passenden niveau.

mit "voice from the past" und "no such thing" sind auch zwei vertracktere, psychadelische songs am start, deren schönheit sich wahrscheinlich nicht jedem sofort erschliessen mag. der text von "last century for men" schwankt ein wenig zwischen altklug und banal, kriegt für mich aber insgesamt noch die kurve.

das grosse mega-epos, das man auf vielen anderen scheiben der band findet und mit dem man meistens bei dem versuch andere von marillion zu überzeugen kläglich scheitert, gibt es hier nicht. vielleicht ist das ganz gut so, denn das album als ganzes hatte selten so gute chancen von outsidern anerkannt zu werden. als wenn die band das auch so sieht, ist es übrigens das erste album überhaupt ohne intro - es rockt einfach los, ich habe mich fast erschrocken :-)

für proggies und andere hartgesottene, vielleicht auch festgefahrene, genre hörer mag es dauern bis sie diese cd zu schätzen wissen. allen anderen sollte es schneller möglich sein es in ihr herz zu schliessen und diese grossartigen und immer noch und immer wieder sich neu entdeckenden künstler kennen zu lernen.

Freak on ..... es grüsst kirsche / frontalier aus HH
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. März 2007
Nach der Listening Party bin ich heute morgen um halb sechs aufgewacht. Warum? Ich hatte die ganze Nacht Ohrwürmer, welche mir traumein, traumaus durch's Köpfchen krochen.

Um's nicht unnötig in die Länge zu ziehen: Somewhere Else ist ein spannendes Album mit distinktivem Charakter, voller Überraschungen und doch Bewärtem. Mit 53 Minuten ist es knackig, kurzweilig und sehr stark auf den Punkt gebracht. Davon zeugen in der Tat nicht nur die bereits zitierten Ohrwürmer, sondern vor allem, die spannende, innovative Instrumentalistik, die einmal mehr zeigt, dass der Marillion'sche Kosmos zwar nicht grenzenlos, aber fast unerschöpflich groß zu sein scheint. Es ist ein leidenschaftliches aber auch sehr gefühltes Album, dass zwar nicht so ambitioniert wirkt wie z.B. Marbles, dafür aber umso konzentrierter ist. Die teilweise direkte Art verblüfft, hat aber auch eine Mystik in sich, die noch entdeckt werden will, und somit schon fast automatisch Garant für zeitlosen Hörspaß sein könnte. Zudem ist der Sound richtig richtig FETT!! Das Album ist schlichtweg großartig produziert und sehr überzeugend. Es wird eine weitere Perle im Schaffen dieser Band, da kann man sich jetzt schon sehr sicher sein. Relativiert gesehen: Wer am Werdegang dieser Band interessiert ist, für den ist diese CD ein Pflichtkauf. Wer noch nichts von Marillion kennt, für den lohnt sich hier ein Zugriff ganz gewiß. Denn, Somewhere Else klingt nicht nur zeitgemäß und kernig rockig, sondern hat auch wieder das ganz spezielle Feeling, das eben nur ein großes Marillion-Album haben kann. Immer wieder verwunderlich bleibt selbst für mich, wie beharrlich diese Band neues Terrain erforscht und gleichzeitig doch sie selbst bleibt und auch neuere Trends und die Zeit nicht aus den Augen verliert. Auch den Kritikern wird hier wieder getrotzt werden, denn während die sich noch über das Album und bestehende Trends unterhalten, ist diese Band schon längst wieder einen Schritt weiter...
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. April 2007
Marillions Aufwärtstrend, eingeleitet mit Anoraknophobia 2001 und bestätigt mit Marbles 2004, hält weiter an; kaum zu glauben, nachdem die Band Ende der 90er Jahre so gut wie erledigt war.

Wer von "Somewhere Else" altbackenen Prog-Rock mit langen Gitarrensoli oder Keyboardsolos und 15minütigen Rockopern erwartet, sollte die Finger von der CD lassen.

Die neuen Songs sind eher ruhig, nur punktuell wird es mal ein wenig rauher, dabei sind die Lieder durchweg sehr eingängig. Die Keyboards klingen oft im Klaviersound, die Drums bestechen eher durch interessante und eingenwillige Rhythmen als durch hartes Vorbreschen; die Gitarren sind ebenfalls sehr vielseitig eingesetzt, mit z.T. wundervollen Melodie-Riffs, nur eben die Gitarrensoli fehlen weitgehend.

Die Kritik an Hogarths Gesang ist unverständlich, er singt im Prinzip wie immer - also duchaus mit dem Hang zum schmalzigen und weinerlichen - außer, das punktuell ein wenig Gesang im Falsett dazukommt, was ihm aber gut gelingt.

Der Mittelteil des Albums beginnend mit dem Titelsong "Somewhere Else" (Track 5) bis zu "The Wound" (Track 8) bietet einige der besten Marillion-Songs seit Fishs Ausstieg aus der Band. Der letzte Titel "Faith" ist eine klasse Akkustik-Ballade. Und "See it like a baby" ist eine viel bessere Single als es "You're gone" von der vorherigen CD "Marbles" war.

Zwei Songs, "Most Toys" und "The Last Century...", sind nicht so gelungen, aber wer ehrlich ist, muss zugeben, dass es keine Marillion-CD gibt, die nicht ein oder zwei schwächere Songs enthält. (Gerade "Marbles", welches immer als episches Meisterwerk der neuen CD entgegengehalten wird, hatte doch so manchen Lückenfüller, besonders die Doppel-CD-Fassung.)

Die neue CD hört sich nicht so überproduziert an wie viele andere Marillion CDs, passend zur Jahreszeit sind auch die Songs frisch und leicht zugänglich, ein willkommenes Gegenstück zu den oft düsteren Songs auf "Marbles".

Es geht auch mal etwas weniger dramatisch; Substanz und Tiefe haben die Songs allemal immer noch.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. April 2007
Leider muss ich auch nach den x-ten mal hören feststellen, dass hier nur Mittelmass geboten wird. Meine Erwartungen nach dem Ausnahmealbum "Marbles" waren wohl doch etwas zu hoch gegriffen. Allerdings ist "Somewhere else" noch meilenweit von den Katastrophenalben "Marillion.com" und "Radiation" entfernt. Die Songs sind bis auf den Totalausfall "Last century for man (echt unterirdisch)" durchaus hörenswert, haben allerdings nicht die Klasse die man nach Marbles erwarten durfte.

Auch Steve Hogarth war gesanglich schon mal besser drauf.

Alles in allem ein durchschnittliches Marillion Album, dass aber trotzdem noch 100 mal besser ist, als so manches was derzeit in diesem Bereich veröffentlicht wird.

Sollte Album Nr. 15 - wie im Booklet angekündigt - bereits im Frühjahr 2008 erscheinen, lässt dies allerdings für die Songqualität nichts Gutes erhoffen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. April 2007
Marillion ist Marillion und nichts anderes. Jedes neue Marillionalbum klingt irgendwie erst abgefahren, da die Songs unaufhaltsam wachsen. Nahezu alle Songs auf diesem Album sind meiner Meinung nach tiefgründig und emotional mit mächtigem Potential. Also kein "Komerzbrei". Also wer sich darauf einlässt wird sicherlich noch sehr angenehm überrascht werden, daher von mir 5 Sterne.
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Februar 2007
Ich hatte die einmalige Gelegenheit der Pre-Listening Party in Köln beizuwohnen um als erstes die neue Marillion CD zu hören.

Und ich kann nur sagen, dies ist die beste CD Veröffentlichung seit "Brave".

Eine Stilvielfalt die man von kaum einer anderen Band hören kann.

Eine Mischung aus "Porcupine Tree", "Blackfield" aber vor allen Dingen Marillions eigener Stil machen diese CD zu einem absoluten Highlight des

Jahres 2007 für anspruchsvolle Musik.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2007
Musik ist eine Frage des Geschmacks. Aufgrund dessen ist diese Rezension als subjektiv zu betrachten. An Marillion scheiden sich ja bekanntlich die Geister oder wohl eben eher die Geschmäcker. Nach dem über weite Strecken sehr atmosphärischen, starkem und zu recht hoch gelobtem "Marbles" war ich doch sehr auf das neue Album gespannt. Nach dem ersten Durchhören noch eher enttäuscht, entfaltete "Somewhere Else" nach und nach seine Wirkung. OK, Steve Hogarths Stimme muss man wohl auch mögen oder eben nicht. Aber das war bei Fish wohl nicht anders, der sich allerdings weder musikalisch nach seinem Ausscheiden bei Marillion besonders weiterentwickelt hat und eher netten Pop-Rock macht (einzig erfreuliche Ausnahmen "Vigil In The Wilderness" von '90 und "Sunsets On Empire" von '97), noch stimmlich (als Logopäde weiß ich, wovon ich rede). Hogarth hat m.E. mindestens soviel Charisma wie Fish. Und er hat Marillion musikalisch wahrscheinlich sogar noch mehr geprägt als Fish seinerzeit. Marillion ist dann doch wieder ein atmosphärisch dichtes und ziemlich gutes Werk gelungen. Ausnahmen: "Most Toys" das überhaupt nicht in die Linie der Songs passt und nervt (Skip!) und das nette "Faith". Was mich immer wieder bei Marillion überrascht ist, dass sie doch irgendwie ihren Stil haben, aber nie ein Album wie das andere klingt. Manch einer würde die Jungs sicher gerne in einer "Misplaced Childhood"- Endlosschleife sehen. Und viele Proggies haben auch so ihre Schwierigkeiten seit dem Weggang von Fish. Sicher sind Marillion etwas vom Neoprog-Zug abgesprungen und nun eher dem Art-Rock zugetan. Ich meine aber, das tut ihrer Kreativität keinen Abbruch. Bereits der Einstieg mit "The Other Half" gelingt. Rothery zaubert auf seiner Gitarre, Mosleys Drumming klingt herrlich vertrackt und das Klavier klingt einfach gut. Überhaupt ist es erfreulich erfrischend, das Mark Kelly auf diesem Album viel Klavier- und weniger Keyboardsounds einsetzt. Weitere Highlights, zum Teil mit Gänsehaut-Feeling, sind der Titelsong, "A Voice From The Past", "No Such Thing" und "The Last Century For Man". Alles in allem sicher nicht das beste Marillion-Album. Aber eins, das sich auf jeden Fall lohnt. Für einen Anorak :-) sowieso.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2007
War MARBLES(2004)noch eher eine "Reise nach innen", ein berauschendes Werk voller dunkler, misteriöser Klänge, im postivsten Sinne eine Reise in die Nacht, mit Songlängen oberhalb der 10-min.-Grenze, so kommen uns MARILLION 2007 mit einem wesentlich "eingängigeren" Werk daher.

SOMEWHERE ELSE enthält alle für MARILLION-Alben wichtigen Zutaten. Auch hier gibt es wunderschöne Melodien (THANKYOU WHOEVER YOU ARE, SOMEWHERE ELSE) zu entdecken, einen grandiosen Rocker (THE WOUND), ihre Rückkehr zum Stadion-Rock, wie Sänger Steve Hogarth sogar meinte, ebenfalls haben es MARILLION nicht verlernt auch "einfachere" Stücke zu schreiben:

SEE IT LIKE A BABY (1. Single-Auskoppelung, leider nur als Download bei den div. Online-Anbietern zu erwerben) besticht durch seinen swingenden, fast "sexy" Rythmus in den Strophen und einen sehr einfachen, emotionalen Refrain, der mit grosser Inbrunst von der ganzen Band dargebracht wird, ein wunderschönes Lied, was auch im Radio funktionieren würde (tja, wenn denn das deutsche Format-Radio mal den Mut hätte, sowas zu spielen...!), am ehesten vielleicht noch vergleichbar mit RUBY von den KAISER CHIEFS in GUT...! oder das SEHR straighte MOST TOYS (bei den Fans z. Zt. der wohl meistgehasste Song seit HOPE FOR THE FUTURE vom THIS STRANGE ENGINE Album), ein eher "rotziges" und sehr kurzes Stück mit lauten Gitarren und einem wirklich SIMPLEN Refrain, der trotzdem nicht mehr aus dem Kopf will.

MARILLION 2007 sind von "Innen" nach "Aussen" zurückgekehrt und trauen sich auch mal etwas anderes dem geneigten Hörer zu präsentieren. Was vielen der geschätzen Rezensenten hier wohl eher unangenehm aufstösst ist die Tatsache, dass der PROGRESSIVE-ROCK Faktor (bei MARBLES ziemlich hoch) hier gegen Null tendiert. Der eher konservative Teil der Fans erwartet halt gigantische, ausufernde MEGA-Songs in der Länge eines 18-Minüters wie OCEAN CLOUD und ist dann von so einem doch eher einfachen (aber packenden) und auch etwas lärmenden Riff-Rocker wie z.B. MOST TOYS mit seiner kurzen, knackigen Spielzeit von UNTER 2:50 min deutlich über- bzw. unterfordert.

Schade.

Auch textlich zeigt man, dass man wieder im "hier und jetzt" angekommen ist. Bei der mit ruhigen, fliessenden Piano-Parts beginnenden Ballade A VOICE FROM THE PAST singt Steve Hogarth von den vielen Dingen, die in unserer Welt nicht funktionieren, die grossen Themen wie Hunger, Armut, AIDS und was wir den nächsten Generationen davon zurücklassen werden von dieser Welt, die jetzt schon ein Scherbenhaufen ist. Perfekt eingebettet in ein immer dichter werdendes Arrangement, um dieses Piano-Thema vom Anfang her, steigert sich das Lied zu einer packenden Anklage, musikalisch dann auch zum Schluß hin gross mit einem tollen Guitar-Solo von Steve Rothery. Das ist grosses Kino für die Ohren, erschütternd und magisch zugleich. Und ohne den erhobenen Zeigefinger.

Im definitiven Höhepunkt des Albums, dem Titeltrack SOMEWHERE ELSE selbst, spielen MARILLION alle Trumpfkarten aus, die sie in der Hand haben. Und das sind eine ganze Menge: Eine wieder vom Piano dominierte Ballade, die sich in mehreren "Metamorphosen" zum besten Ende (Studio) hin steigert, dass MARILLION jemals auf Platte gebannt haben. STEVE HOGARTH singt (teilweise in wunderschönem, kraftvollem Falsett!) von dem Ende einer Beziehung, vom losgelöst-sein, von den Menschen, die man liebt und braucht... er "malt" sehr schöne Bilder von der absoluten Einsamkeit, die ein Mensch empfinden kann ("...Woke up in a spaceship of shimmering gold..."), im 2. Teil des Liedes scheint jegliche Bodenhaftung verloren, MARILLION lassen uns auf einer unglaublichen Woge aus Melancholie und Verlorenheit mit davonschweben... und im erschütternden Finale dieses Liedes erkennt der Sänger sein Scheitern ("...I had time to look at myself....Ive seen enough!!! Everyone I love lives SOMEWHERE ELSE!!!...")und Marillion -DIE BAND!- explodiert hier geradezu, in einer Heftigkeit, wie man das von ihr noch NIE gehört hat. Das Lied hat knapp 8 Minuten, durchgehend faszinierend, aber die letzten 70 Sekunden treiben auch grossen, ausgewachsenen Kerlen noch die Tränen in die Augen.

Wird wohl bald mit Klassikern wie NEVERLAND in einem Atemzug genannt werden müssen.

Ein weiteres Pluspunkt des Albums ist diese absolute GESCHLOSSENHEIT, ein Album wie ein Trip. Hat man die ersten beiden Nummern mal gehört will man auch den Rest hören. Vom neuen Produzenten MIKE HUNTER sehr druckvoll und sehr klar abgemischt, mit trotzdem noch genügend Raum für die Instrumente lassend und Sänger Steve Hogarth hat selten besser gesungen. Klar und kraftvoll, für manche vielleicht "weinerlich" für mich und viele andere der momentan vielleicht emotionalste Rock-Sänger dieses Planeten.

(Da entscheidet ganz klar der persönliche Geschmack und der ist ja bekanntlich immer subjektiv.)

SOMEWHERE ELSE könnte in der Tat DAS Album sein, was diese kleine, feine Band aus England wieder einem grösseren Pubklikum nahe bringt, was uneingeschränkt zu wünschen wäre.

(Auch auf die Gefahr hin, dass ein paar "Alt-Progger" zu ARENA und Konsorten "überlaufen" werden...- Marillion spielen eh in einer anderen Liga.)

Wie gesagt, tolle, spannende Platte, wer KEANE oder COLDPLAY oder (warum nicht?) RADIOHEAD mag sollte mal ein "Ohr" riskieren!

Von mir ganz klar KAUFEMPFEHLUNG!!!

Voko
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Mai 2007
Zugegeben, die Hochsprunglatte lag auf Weltrekordniveau seit "Marbles" ... aber muß man dann unter dieser Latte durchlaufen anstatt wenigstens den Sprung zu versuchen?

Das Beständige ist der Wandel: Mal wieder wurde ein neuer Produzent probiert. Aber auch der brachte offenbar nicht den Mut auf, den Jungs mal zu erzählen, daß sie zwar Weltklasse im Genre "große dramatische Momente", aber nur Bezirksliga in der Kategorie "Midtempo-Plus-Songs" sind. Anders kann ich mir Stücke wie "Most toys" nicht erklären.

Aber der Reihe nach: Es geht an sich ganz gut los mit einem zweigeteilten Stück "The other half", von dem die zweite Hälfte die Hoffnung auf ein gutes Niveau schürt. Es folgt die (Download-)Single, die dann schon wieder vieles niederreißt. Kitsch pur dann beim dritten Stück. Uninspiriert kommt Stück vier daher, es folgt ein weiterer Hoffnungsschimmer, daß die Jungs es doch noch können, mit dem Titelstück.

Letzteres zusammen mit dem interessanten Versuch "No such thing" und dem folgenden "The wound" erinnern vage an das "Brave"-Konzept ... wenn sie nur in einem Fluß daherkommen und nicht durch das missionarische "A voice from the past" unterbrochen würden. So ein Stück - die Mission "make poverty history" in allen Ehren - gehört nach ganz hinten.

Und so bleibt vieles Stückwerk. Aber, liebe Mit-Fans, das hindert die Jungs nicht daran, fantastische Konzerte, wie der jüngste Gig in Köln beweist, abzuliefern. Bezeichnend, daß unter höflichem Applaus gerade einmal vier Stücke von "Somewhere else" am Start waren. Fazit: Platte mau, Konzert ein Muß!!!
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