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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Intimer Einblick in die heutige Fußballwelt
Der Film kommt dem Kern des Fußballs der heutigen Zeit wesentlich näher als die tägliche, omnipräsente und meist oberflächliche Berieselung durch die Tagespresse, indem er Innenansichten zeigt, die es sonst nicht zu sehen gibt. Das Filmprojekt ist eine Dokumentation des Filmemachers Andreas Bach, welches sich vor allem mit der Welt junger...
Veröffentlicht am 31. März 2011 von Meißter

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider eher enttäuschend
Schade, die Prämisse klang sehr spannend, leider ist das Ergebnis etwas unausgegoren.

Das gesammelte Material ist sehr umfangreich und von sehr unterschiedlicher Qualität. Leider wurde alles relativ planlos zusammengeschnitten, es fehlt ein roter Faden.

Zudem ist der Film deutlich zu lang - verwunderlich, denn da gab es einige Episoden, die...
Veröffentlicht am 27. Juli 2011 von kuga


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Intimer Einblick in die heutige Fußballwelt, 31. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Der Film kommt dem Kern des Fußballs der heutigen Zeit wesentlich näher als die tägliche, omnipräsente und meist oberflächliche Berieselung durch die Tagespresse, indem er Innenansichten zeigt, die es sonst nicht zu sehen gibt. Das Filmprojekt ist eine Dokumentation des Filmemachers Andreas Bach, welches sich vor allem mit der Welt junger Fußballer beschäftigt, die sich gerade mehr oder weniger erfolgreich auf dem Sprung in den Profibereich befinden, oder es sogar bereits geschafft haben. Er lässt diverse Jugendtrainer, Nachwuchshoffnungen, Verantwortliche, Fußballprominente, Journalisten, Fans und auch den Spielerberater Jörg Neblung zu Wort kommen, die erstaunlich offen einen Einblick in das tagtägliche Geschäft auf dem Weg zum Profifußballer geben und sich im Alltag durch die Kamera begleiten lassen. Angenehm hierbei ist, dass die Dokumentation unkommentiert von statten geht, so können die Eindrücke und Einblicke durch die Beteiligten unmittelbar ihre Wirkung entfalten.

Wie einfach und vielschichtig der Fußball zugleich sein kann, wird bei den verschlungenen Wegen, welche die Spieler innerhalb einiger Monate in denen sie begleitet wurden, zwischen Verträgen, Angeboten, Training, Familie, Hoffnungen und Spielen gehen, deutlich. Auch die Widersprüchlichkeit, auf der einen Seite um nachhaltige Entwicklung bemüht zu sein und jungen Spielern Sicherheit und Konstanz geben zu wollen auf der einen und Schnelllebigkeit des Geschäfts auf der anderen Seite, wird erkennbar, wenn man bspw. Frank 'Funny' Heinemann als Bochumer Nachwuchstrainer und Urgestein noch leidenschaftlich über die Jugendarbeit beim VfL reden hört, während er zwischenzeitlich, einige Wochen oder Monate später, von seiner Tätigkeit freigestellt wurde. Oder wenn Michael Frontzeck und Max Eberl über die gemeinsame Zukunft von Mönchengladbach philosophieren. Wenige Monate später wurde Frontzeck entlassen. Die Filmaufnahmen sind nicht mal ein Jahr alt und stammen aus dem Zeitraum Frühjahr - Dezember 2010. Schmunzeln muss man, wenn Christian Nerlinger im Film von Louis van Gaal schwärmt.

Interessant sind auch die für Nachwuchsspieler bedeutsamen unterschiedlichen Spezifikationen der Vereine, die beleuchtet werden. Von Bayer Leverkusen, dem Ausbildungs-Werksclub an der Autobahn bis hin zu den identifikationsstiftenden und zahlreichen, im selben Gebiet um Nachwuchsspieler konkurrierenden, Reviervereinen.

Meiner Meinung nach hätte man in diesem Zusammenhang die aktuell hervorragende Nachwuchsarbeit des BVB etwas ausführlicher beleuchten können. Aber das ist Ansichtssache.

Doch nicht nur die jungen Talente und ihre Förderer kommen zu Wort. Erfahrenere Protagonisten geben nachdenkliche Einblicke, wie z.B. Klaus Augenthaler, wenn er frank und frei davon erzählt, dass er erst zwischen seinen Trainerstationen lernen musste, davon überzeugt zu sein, dass es wichtigeres im Leben gibt als Fußball. Dass ein Trainerleben im Universum Fußball doch sehr eingeengt ist auf das Spieltags- und Trainingsgeschehen, und man den Blick für das 'normale' Leben verliert.

Manchmal weiß man jedoch nicht so recht, was der Film genau will. Wenn zu viel zwischen einzelnen Themen hin- und hergesprungen wird, dann wirkt es so, als wolle der Film versuchen, das aktuelle Fußballgeschäft als Ganzes zu erfassen, was im Rahmen solch eines Filmes unmöglich wäre. Es wäre schön gewesen, wenn der Film nicht nur als Collage mit einigen kontinuierlichen (und interessanten) Strängen wie z.B. dem eloquenten Spielerberater Jörg Neblung und einigen seiner Klienten, aufwartet, sondern sich noch intensiver mit dem Leben und dem Alltag der Youngsters auseinandergesetzt hätte, den Härten des Geschäfts, dem Konkurrenzkampf. Themen wie die modernen Bundesliga-Leistungszentren und deren Arbeit werden zwar kurz angerissen, jedoch nicht vertieft. Wer einen intensiveren Einblick in den Alltag und in die Schwierigkeiten von Jugendspielern sowie deren langfristige Entwicklung haben möchte, dem seien die Dortmunder Filme 'Die Champions' und 'Halbzeit' von Christoph Hübner ans Herz gelegt. Dennoch entfaltet 'Hauptsache Fußball' die Faszination dieses Sports wenn er in die Tiefen dieser Welt eindringt und bspw. bei Gesprächen zwischen Spieler und Berater hautnah dabei ist.

Insgesamt ist 'Hauptsache Fußball', trotz der kleinen kritischen Anmerkungen, ein sehenswerter Film, der mit beeindruckenden Einblicken und Ansichten aus dem Inneren der Fußballwelt zu überzeugen weiß und eine Ahnung von dem eigentlichen Kern der heutigen Fußballwelt abseits von den alltäglichen und oft oberflächlichen Berichterstattungen gibt. Der Film ist mit knapp zweieinhalbstündiger Länge gut gefüllt und das Bonusmaterial ist nicht nur ausführlich sondern ebenfalls sehr sehenswert. Alleine das ca. 40 minütige Interview mit dem unverkennbaren Ruhrpottler Hermann 'Tiger' Gerland ist eine Bereicherung und gibt ungeahnte Einblicke in seine Arbeit beim FC Bayern München. Dazu gibt es u.a. ein 'Fernderby', indem sowohl Dortmunder als auch Gelsenkirchener Fans am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison in den Vereinskneipen bei ihrem jeweiligen Heimspiel begleitet wurden.
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5.0 von 5 Sternen Mehr als nur "junge Profis auf dem Weg ins Spiel", 11. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Ein beeindruckendes Feld, das Regisseur Bach und sein Team da herankarren: ein Blick auf das (sehr hübsche) Booklet zeigt mehr als dreißig Interviewpartner jeglicher Couleur. Da staunt man erst einmal, ist neugierig, fragt sich aber auch im Hinterkopf, ob das auch wirklich gut gehen kann oder ob die schiere Anzahl nicht zu viel des Guten für den Film ist.

Ist sie aber nicht. Der Film ist proppenvoll mit Interviewpartnern, aber die Gespräche sind größtenteils so passend miteinander verwoben, dass der Fluss selten ins Wanken gerät. Zwei Grundvoraussetzungen muss der Zuschauer aber mitbringen: Geduld und Muße, um sich auf die ganz eigene, episodenartige Erzählweise einzulassen, sind Punkt 1. Aber auch das Interesse am Blick über den Tellerrand ist vonnöten. Wer außer seinem eigenen Verein nichts kennt und kennen will, wird mit dem vereinsübergreifenden Konzept Probleme bekommen.

Wer beides mitbringt, wird in den mehr als zwei Stunden Film belohnt. "Hauptsache Fußball" ist, da ist der Untertitel etwas irreführend, nicht nur ein Film über junge Profis und ihre Stolpersteine auf dem Weg ins Geschäft, sondern ein ganz eigenes Stück. "Fußballkultur" nennt man sowas.

Wenn der wunderbare Hermann Gerland sichtlich betroffen über den Tod seines Freundes, den Vater von Holger Badstuber, berichtet oder Klaus Augenthaler im Stile eines erhabenen alten Veteranen, der schon alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat, über den alten Lederball aus seiner Kindheit berichtet, dann hat das nicht (oder nur am Rande) mit dem Weg junger Profis ins Spiel zu tun - und doch sitzt man gebannt davor, lauscht den Charakterköpfen und kommt nicht umher, sich zu wundern, ob die Jungprofis von heute in dreißig Jahren ähnlich authentische, ungekünstelte Interviews geben werden?

Patrick Herrmann vermutlich nicht, denn der Gladbacher Jungprofi ist scheinbar schon reichlich abgeklärt vor der Kamera und flüchtet sich in wenig substanzielle Allgemeinplätze, die niemandem wehtun. Dass es aber auch da ganz andere Charaktere gibt, sieht man an Leverkusens Reinartz, dem man seine Statements auf jeden Fall abnimmt oder an Gladbachs Fabian Bäcker, der sich nicht zu schade ist, vor der Kamera von Heimweh und Telefonaten mit Mama zu sprechen.

Genau dann funktioniert "Hauptsache Fußball" immer am besten: wenn der Film authentisch ist. Das gilt auch für den Handlungsstrang, der einen Spielerberater mit seinen Jungs begleitet (dieser zieht sich durch den gesamten Film). Eine schöne Szene, wie er seinen Schützling ein bisschen zurechtweisen muss, weil dieser übereifrig die Flinte ins Korn zu werfen droht, als ihm die Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft Fortuna Düsseldorfs fehlen. Interessant: das Kamerateam begleitet die Jungs bis hin zu Vertragsgesprächen und sogar bei einer Unterzeichnung ist der Zuschauer dabei. Und doch müssen immer mal wieder die Kameras ausgemacht werden. Auch eine Aussage der "Branche Fußball" über sich selbst...

Schwachpunkte gibt es wenig und sie sind auch fast immer zumindest diskussionswürdig. Klar, ein oder zwei Sequenzen hätten vielleicht besser in die Extras gepasst und den Film damit gestrafft. Und natürlich ist es immer so eine Sache, ob man sich als Regisseur im Film selbst vor die Kamera wagt oder nicht. Den ein oder anderen mag es stören, ich empfand diese kleine Vater-Sohn-Geschichte aber nicht nervig. Irgendwo ist sie schließlich auch eine weitere Perspektive auf die Hauptsache. Und die ist immer noch Fußball!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Anfang war ein Ball..., 11. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Das kennt sicher jeder von uns.Wenn Zeit ist und das Wetter mitspielt, wird gekickt...Zur Not auch in der Halle.
Aber was unterscheidet einen passionierten Hobbyfussballer von einem Jungprofi?
Genau dieser Aspekt wird auf dieser DVD beleuchtet.Ganz im Eindruck von "Hauptsache Fussball" schildern hier
angehende Talente ihren steinigen Weg ins Oberhaus der "schönsten Nebensache der Welt".Es ist nicht Glanz und Gloria und ob in die Wiege gelegt oder nicht, harte Arbeit und Verzicht sind der Preis für eine "mögliche" Karriere.Das hier nichts unter den Teppich gekehrt, sondern offen und ehrlich dargelegt wird ,wie hinter den Kulissen, abseits des Boulevard gearbeitet wird und welch Verantwortung die teilweise noch Jugendlichen haben wird sehr gut beleuchtet.Durch eine kluge Menuführung, wirkt die DVD EBEN NICHT als Interviewsammlung, sondern wie aufschlußreiche Doku über das aktuelle Profigeschäft in lockerer Atmosphäre mit unseren bekannten und auch geliebten Gesichtern der Bundesliga von früher und heute.
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2.0 von 5 Sternen Leider eher enttäuschend, 27. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Schade, die Prämisse klang sehr spannend, leider ist das Ergebnis etwas unausgegoren.

Das gesammelte Material ist sehr umfangreich und von sehr unterschiedlicher Qualität. Leider wurde alles relativ planlos zusammengeschnitten, es fehlt ein roter Faden.

Zudem ist der Film deutlich zu lang - verwunderlich, denn da gab es einige Episoden, die man hätte rausschneiden können. Allen voran die 11Freunde Redakteure mit ihren "witzigen" Sprüchen (ich hoffe, da gab es wenigstens ne Freianzeige im Magazin für!).

Für Hardcore-Fußball-Fans ist das sicher eine schicke Interview-Sammlung, als (Dokumentar-)Film aber handwerklich eher mässig.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volle Ladung Fußball! Macht Spaß!, 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
"Junge Profis auf dem Weg ins Spiel" ist ein ein bisschen irreführender untertitel. Denn junge Profis sind nur ein Teil des Films. "Hauptsache Fußball" trifft es aber ziemlich gut denn in wahrheit wirft der Film einen Blick auf den Fußball als Ganzes. Da gehören die jungen Profis genauso dazu wie die alten Helden z.B. Hermann Gerland, Michael Frontzeck oder Klaus Augethaler. Dieser Mix macht wirklich Spaß und motiviert zum Weitergucken. Besonders spannend sind dabei die drei ganz jungen und völlig unbekannten Profis mit ihrem Berater Jörg Neblung. Diese werden über mehrere Stationen begleitet sodaß man wirklich intensive Einblicke hinter die Kulissen bekommt. Man ist bei einem Verhandlungsgespräch dabei oder auch bei einer Vertragsunterzeichnung und erfährt ganz nebenbei auch mit welchen Problemen die Jungs so zu kämpfen haben. Klasse! Sehr abwechslungsreich ist auch dass man vereinsübergreifend arbeitet, sodaß nicht nur Fans von einem Verein angesprochen werden. Stattdessen gibt es Einblicke in die Jugendabteilungen vom FC Bayern, Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen oder dem BVB. Als Fan der Borussia hat mich das Kapitel über den BVB natürlich besonders gefreut wobei man hier vielleicht noch etwas mehr ins detail gehen können. Immerhin ist gerade die Jugendarbeit der Borussia ja ein spanenndes Thema. Die Interviewpartner sind eigentlich alle interessant und haben einiges zu sagen. Am besten finde ich dabei Hermann Gerland der richtig viel spannendes und erhellendes zu sagen hat, aber auch "Auge", Lars Ricken oder Michael Frontzeck liefern interessante Einblicke ins Geschäft.

Negatives gibt es kaum. Auf die persönliche Geschichte des Regisseurs und seines Sohns mit ihren Reisen zum Pokalfinale oder Champions League Endspiel hätte ich verzichten können. Auch das Werder Bremen Kapitel ist ein bisschen über weil man keine echten Einblicke in den Verein bekommt sondern nur bei einem Besuch beim Mannschaftraining dabei ist. Als einziger Interviewpartner gibt dabei Arnd Zeigler ein paar Geschichten zum besten, der über den gesamten Film gesehen aber ein sehr sympathischer und interessanter Ansprechpartner ist.

Insgesamt kann ich den Film allen Fußballfans nur empfehlen die sich für die Hintergründe interessieren und nicht nur auf ihren Verein eingeschossen sind. In den Ablauf des Films muss man sich zwar erst etwas einfühlen, weil es keine durch laufende Geschichte ist sondern eher kleine "Episoden", aber nach einer Weile ist man drin und kommt dann so schnell auch nicht mehr raus,. 2 Stunden lang die volle Ladung Fußball plus ein Super-Extra auf der DVD: das komplette Interview mit Hermann Gerland, das alle Fußballfans begeistern wird! Absolut empfehlenswert!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Film - Hier der Trailer, 26. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Länge:: 1:45 Minuten

Der Film bietet einen Einblick ins Fußballgeschäft, der weit über den Aspekt der jungen Profis hinaus geht.
Das kann man sehr schön auch auf dem von der Produktionsfirma veröffentlichten Trailer sehen, den ich hier mal online stelle.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nette Interviewsammlung - aber am Thema vorbei, 2. November 2011
Von 
Magneto (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Wie wird man Fußballprofi? Dass es nicht allein ausreicht, gut vor den Ball zu treten bzw. diesen von der Torlinie fischen zu können, dürfte klar sein. Viele Faktoren beeinflussen den Werdegang eines jungen Fußballers. "Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel" lautet der Titel der Dokumentation von Andreas Bach, die sich zum Ziel gesetzt hat, genau das zu beschreiben, was wir Fans letztendlich alle wissen wollen. Um das zu erreichen, fährt Filmemacher Bach einiges auf. In den rund 140 Minuten der Dokumentation kommen zahlreiche Protagonisten zu Wort: Klaus Augenthaler, Horst Heldt, Christoph Biermann, Darius Wosz, Manni Breuckmann, Reiner Calmund, Max Eberl, Thomas Ernst, Jörg Nebelung, Christian Nerlinger - das ist nur eine Auswahl der Gesprächspartner, die in dem Streifen auftauchen. Derart geballte Fußballkompetenz muss man erst einmal vor die Linse bekommen. Vor allem aber muss man den Gesprächspartnern klarmachen, dass das Thema des Films nicht "Ich erzähle jetzt mal ein lustiges Döneken aus meiner Fußballer-Zeit" ist, sondern "Junge Profis auf dem Weg ins Spiel". Doch genau das ist Dokumentarfilmer Andreas Bach leider nicht gelungen.

Selten habe ich eine Fußballdoku gesehen, die mich im Nachhinein so ratlos und verärgert zurückgelassen hat. Direkt, nachdem ich den Film sah, war ich drauf und dran, einen bösen Verriss zu schreiben, frei nach dem Motto: "Thema verfehlt - setzten - sechs!" Doch mit etwas Abstand und der Möglichkeit zur Reflexion, nachdem ich mir ein paar Passagen noch einmal angesehen habe, fällt mein Urteil milder aus. "Hauptsache Fußball" ist ein Sammelsurium an Interviews mit den unterschiedlichsten Charakteren zu den unterschiedlichsten Themen. Für denjenigen, der vielleicht in 20 Jahren einmal einen Blick auf die "üblichen Verdächtigen der deutschen Fußballszene in der 2010er-Jahren" werfen will, ist es eine wahre Schatztruhe. Für denjenigen, der in 20 Jahren erfahren will, wie damals junge Profis ihre ersten Schritte im Profigeschäft wagten, leider genauso wenig, wie für den heutigen Zuschauer.

Dabei beginnt der Film so vielversprechend! Mit Holger Badstuber geht es in die Jugendakademie des FC Bayern; mit dem herrlich offenen Spielerberater Jörg Nebelung ("Ich werde immer für alle in erster Linie der Robert-Enke-Berater bleiben") geht es auf Schalke, wo mit Jung-Keeper Robin Himmelmann ein Nebelung-Klient vorstellig wird. Es ist erstaunlich, wie lange Andreas Bach bei diesem Sondierungsgespräch zwischen Spieler, Berater und Vereinsvertretern die Kamera draufhalten darf. Gleiches gelingt ihm später noch einmal bei Verhandlungen von Nebelung für einen weiteren Jung-Torhüter bei RB Salzburg. Man gewinnt wirklich einen Eindruck, wie Vertragsverhandlungen ablaufen, und freut sich auf das, was einem der Film noch bieten wird.

Doch dann - völlig ohne Grund - kommt es zum Bruch. Plötzlich ist das Thema "Jugendfußball" nur noch ein Feigenblatt, um ganz allgemein über Fußball reden zu können. Plötzlich steht nicht mehr die perspektivische Entwicklung im Mittelpunkt, sondern nur noch das Tagesgeschäft. Das führt dann zu so peinlichen Situationen wie der, in der Gladbachs Sportdirektor Max Eberl sagt: "Wenn ich in fünf Jahren noch hier sitze, wird Michael Frontzeck noch Trainer bei uns sein." Um Jugendfußball geht es übrigens in allen Gesprächen mit Max Eber nur ein einziges Mal, als dieser branchenkritisch sagt: "Ich muss mir die Frage stellen, ob ich es wirklich wollte, dass mein Kind Profi wird." Ansonsten redet Eberl über Gott und die Welt und ist damit in allerbester Gesellschaft.

Auch in diesen Laberphasen hat der Film seine Stärken. Plausch-Profi Rainer Calmund haut ein paar Storys aus seinen Jahren als Leverkusen-Manager raus - das ist ganz nett. Zum Fremdschämen regen hingegen die Einwürfe der 11-Freunde-Redakteure ein, die - locker in den Film eingestreut - wohl so etwas Ähnliches wie Fußball-Kabarett bieten wollen. Das Ganze bewegt sich dann allerdings auf "Der Magath, der hat Medizinbälle, hö hö hö"-Niveau und hat - ich wiederhole mich - nichts, nichts, nichts aber auch wirklich gar nichts mit "Jungen Profis auf dem Weg ins Spiel" zu tun. Trauriger Höhepunkt dieser totalen thematischen Verfehlung sind dann die Passagen, in denen es jeweils rund 20 Minuten lang um den Abstiegskampf des VfL Bochum und um die private Fahrt von Filmemacher Bach zum Champions-League-Finale der Bayern gegen Inter Mailand geht.

Ich bin kein Filmemacher. Aber ich bin mir sicher, dass man aus dem Material mehr hätte herausholen können. Von den 140 Minuten des Gesamtfilmes sind ca. 45 Minuten (eine TV-Doku-Länge) herausragend gut, weil sie sich mit dem Thema befassen. Und auch aus weiten Teilen des Rests hätte man ein amüsantes "Tagebuch der Saison 2009/2010" schneiden können, dann meinetwegen auch mit den doofen Witzen der 11-Freunde-Redakteuere und dem partiell selbstverliebten Gerede von Arnd Zeigler. Aber so, wie der Film nun vor mir liegt, fällt er durch!

Fazit: "Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel" hält nicht, was er verspricht. Der Zuschauer erwartet einen Film über das angekündigte Thema und erhält doch nur Fragmente, aus denen er sich mit viel Glück und ganz viel Durchhaltevermögen selbst ein Bild zusammenpuzzeln kann.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1000 neue Antworten zum spannendsten Nebenthema der Welt, 16. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Über die Website des Magazins "11 Freunde" bin ich auf diesen Film aufmerksam geworden. Schon, als ich dann auf Youtube einige Trailer zu "Hauptsache Fußball" sah, wurde ich ganz aufgeregt. Man sieht Impressionen verschiedener Trainingsplätze, u.a. von den Bayern, Werder, BVB, S04, Bayer... und bekommt so den Eindruck, hier etwas geboten zu bekommen, was man im Einerlei der Fernsehberichterstattung vergeblich sucht. Natürlich bin ich Fußballfan, und damit, nun ja, ein Mensch, der Freizeit schon mal nach dem Spielplan der Bundesliga ausrichtet. Samstag, 15.30 Uhr "geht" bei mir also meistens nicht viel anderes. Und dieser Film verspricht also, einem viel Neues aus dem Innenleben des deutschen Fußballgeschäfts zu verraten. Klar, dass ich da zuschlagen musste.

Ich wurde nicht enttäuscht. Es ist schier unglaublich, wie viele "Köpfe" aus den Profiligen Andreas Bach und sein Team vor die Kamera bekommen haben: Badstuber, Contento, Augenthaler, Calmund, Gerland, Frontzeck und Ricken sind hier nur einige Namen. Und was sie zu sagen haben, ist eigentlich nie langweilig: Vertraulich und entspannt plaudern sie über ihre Liebe zum Fußball, ihren Umgang mit dem eigenen Talent (oder - im Falle der Trainer - dem ihrer Untergebenen) und ihre größten Erlebnisse: Teils ist das aufregend, teils witzig, manchmal auch anrührend - etwa, wenn Hermann Gerland über den frühen Tod seines Freundes Hermann Badstuber spricht, der der erste Trainer seines Sohnes Holger war und ihn erfolgreich den Münchner Bayern empfahl.

Aber im Vordergrund des Films steht natürlich das, was Untertitel schon sagt: "unge Profis auf dem Weg ins Spiel". Begleitet werden der ehemalige "Enke-Berater" Jörg Neblung und drei seiner jungen Schützlinge. Wenn er sie besucht und sie sich dann über ihren harten Alltag, ihre großen Hoffnungen und trotzdem unsicheren Perspektiven auslassen, bekommt man einen lebhaften Eindruck, wie hart das Leben eines Nachwuchsspielers ist und wie schwierig - wenn nicht sogar: unwahrscheinlich? - es auch für talentierte Kandidaten ist, sich wirklich im Profigeschäft zu etablieren. An so etwas denkt man eher nicht, wenn nach einem Bundesligasamstag oder Champions League-Spieltag mal wieder ein 19-Jähriger Außenverteidiger zum "neuen Philipp Lahm" hochgeschrieben wird.

Einige andere Rezensenten werfen dem Film vor, er halte sich nicht an seinen Untertitel, schweife zu oft ab und habe keinen richtigen roten Faden. Diese Zuschauer sollten mal hinterfragen, ob ein Film (oder anderes Kunstwerk) überhaupt immer unbedingt eine klar strukturierte "Geschichte" erzählen muss, damit man ihn interessant finden und genießen kann. Klar, montiert ist das Werk oft eher nach assoziativen als erzählerischen Gesichtspunkten, und gerne wird mal vom einen zum anderen Thema gesprungen. Aber wenn doch so gut wie alles, was gezeigt wird, Wasser auf die Mühlen des begeisterten Fußballfans ist und man gern alles aufsaugt, was einem geboten wird - warum soll das dann ein Problem sein? Mir jedenfalls hat der Film die vollen 140 Minuten lang Spaß gemacht.

Mein Fazit: "Hauptsache Fußball" ist ein toller, kurzweiliger Film über die, nun ja, "schönste Nebensache..." etc. usw., sozusagen "Pflichtlektüre" für jeden Anhänger der Bundesliga und das ideale Programm für einen kurzweiligen Filmabend mit Freunden - vorzugsweise an Tagen, an denen kein (wichtiges) Spiel läuft. Kaufen, angucken, Spaß haben!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thema verfehlt, aber trotzdem sehenswert, 10. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Als leidenschaftlicher Fußballfan sauge ich gerne und reglemäßig alle Informationen auf, die einen Blick über den Tellerrand versprechen und einen Kontrast zu den sinnfreien Gemeinplätzen in die Kameras nach Spielende bieten.

Der Film hat, allein schon durch den Titel, den Anspruch zu zeigen, was hinter den Kulissen bei der Entwicklung junger Spieler in der Bundesliga vor sich geht. Tatsächlich werden auch viele junge Kicker in kurzen Interviews gezeigt, viel Neues erfährt man hier aber nicht.

Auch fehlt mir ein wenig der rote Faden. Abstiegsendspiel Bochum vs. Hannover, Pokalfinale in Berlin, Champions-League-Finale in Madrid - wo ist da der Zusammenhang, und was hat das mit jungen Spielern auf dem Weg ins Profigeschäft zu tun? Was soll's - ist ja trotzdem ganz interessant.

Wenn es überhaupt so etwas wie eine Figur gab, die durch den ganzen Film begleitete, dann war das Jörg Neubauer, Spielerberater (u.a. von Robert Enke), der auch mit verschiedenen Klienten gezeigt wurde. Leider blieb die Kamera immer dann, wenn es interessant wurde, aus.

Fazit: für jeden Fußballfan ganz sehenswerte zwei Stunden Film, dem eigenen Anspruch wird der Streifen aber nicht gerecht.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessantes Dahinter und Detailbild der Fußballwelt, 7. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Hauptsache Fußball - Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (DVD)
Ein hochinformativer Film, den jeder Fußballliebhaber gesehen haben sollte, welcher nicht nur die großen Töne des Fußballs erleben möchte, sondern all die unergründlichen Hintergrundinformationen über das Wichtigste überhaupt: wie gelingt unser Sportsidol welches wir bejubeln oder bemeckern... wer hat die Fäden in der Hand...wie viel Glück und Leidenschaft, wie viel Können, wie viel Geld, wie viel Aufgabe eines anderen Weges und Lebens tut`s dazu.
Hochinteressante und bestens recherchierte Interviews mit allem was das Fußballherz begehrt: Spieler,Trainer,Manager der ersten Bundesliga kommen zu Wort. Und auch den treuen Fans wird ein großartiges Forum geboten.
Ein Film, bei dem ich als Frau die Leidenschaft und die Liebe des Mannes zu diesem Sport noch mehr verstehen kann.
Ein Film, der Spaß macht, der aufdeckt, der weckt, der informiert.
Ein Film, der anleitet, auch mal die Schwächen seines Idols zu sehen und zu akzeptieren.

Ein informatives, kurzweiliges Sehvergnügen, nicht nur für eingefleichte Fußballinteressierte, sondern für alle, die wissen wollen, wie dieser Volkssport jenseits des Stadions funktioniert.
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