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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der deprimierendsten Filme aller Zeiten mit oscarreifem Javier Bardem - Höchstnote !
FILM:

Uxbal (Javier Bardem) lebt mit seinen zwei ca. 5+8 jährigen Kindern in einem Armenvirtel von Barcelona. Er schlägt sich mit Drogengeschäften und esoterischen Totengesprächen für Hinterbliebende durch. Seine schwer psychisch kranke Frau von der eigentlich getrennt lebt tritt immer wieder in sein Leben und er versucht nochmal das...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2011 von Retro Kinski

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einige Anmerkungen
1. Biutiful wurde für 2 Oscars nominiert. J. Bardem verkörpert überzeugend einen Familienvater und Kleinganoven der nach Krebsdiagnose um den Zusammenhalt seiner Familie in einem von der aktuellen Wirtschaftkrise gebeutelten Spanien kämpft.

2. Dieser Film bietet keine leichte Kost für einen unterhaltsamen Abend. Folgende Themen werden...
Vor 15 Monaten von N. I. Body veröffentlicht


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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der deprimierendsten Filme aller Zeiten mit oscarreifem Javier Bardem - Höchstnote !, 30. Oktober 2011
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Biutiful [Blu-ray] (Blu-ray)
FILM:

Uxbal (Javier Bardem) lebt mit seinen zwei ca. 5+8 jährigen Kindern in einem Armenvirtel von Barcelona. Er schlägt sich mit Drogengeschäften und esoterischen Totengesprächen für Hinterbliebende durch. Seine schwer psychisch kranke Frau von der eigentlich getrennt lebt tritt immer wieder in sein Leben und er versucht nochmal das Glück der Famile für die Kinder aufrechtzuerhalten. Insbesondere deswegen weil er erfährt dass er schwer krebskrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Uxbal versucht in dieser ausweglosen Situation mit möglichst viel Gerechtigkeit und Liebe für die Kinder die schwierige finanzielle und menschliche Situation zu meistern....

Es einer der deprimierendsten und traurigsten Filme die ich je gesehen habe, und das sind eine Menge. Was sich nach o.g. Beschreibung nach einem durchschnittlichen Drama anhört und auch recht unübersichtlich anfängt entwickelt sich in den knapp 142 min. zu einem extrem dichten, hervorragend authentisch und Oscar verdächtig von Javier Bardem gespielten Sozialdrama ohne Tabus. Er verfügt über eine Palette der Ausdrucksmöglichkeiten allein in diesem Film die andere im ganzen Leben nicht erreichen werden. Man leidet richtiggehend mit und der Film hinterlässt den Seher noch lange nach Ende sehr nachdenklich. Das Ende schliesst den Bogen zum Anfang in unglaublich emotionaler Weise und streift auch noch das Genre des Phantastischen.

Selten waren in einem Drama alle Beteiligten so egoistisch nur auf ihren Vorteil bedacht und gehen buchstäblich über Leichen so dass es auch insbesondere am Ende richtiggehend schmerzt der Handlung zu folgen. Der Film war zu Recht sowohl für den Golden Globe als auch für den Oscar nominiert - er hätte beide Preise auch für Javier Bardem als einzigartigen Hauptdarsteller mehr als verdient.

5/5 Sternen

MEDIUM:

Gutes Bild ohne für mich feststellbare Schwächen. Herausragend ist der DTS bzw. DTS-HD 5.1 Ton (auch in Deutsch auf der Blu-ray!), leise Passagen sind sehr transparent und dann kommen wuchtige Musikpassagen die einen dramatischen aber gut ausgesteuerten Kontrast dazu bilden. Es sind keine nennenswerten Extras ausser einem 21 min. Tagebuch des Regisseurs zu finden. Diese Erstauflage kommt mit einem O-Card Schuber und einem 8-seitigen Booklet daher. Blu-ray: Schuber mit fester FSK Bezeichnung - Amaray mit Wendecover
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Letzte Tage der Existenz..., 16. Juli 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Biutiful (DVD)
Ich halte den Mexikaner Alejandro González Iñárritu für einen der wichtigsten Filmemacher der vergangenen Dekade. Bereits sein Erstling "Amores Perros" aus dem Jahr 2000 war ein faszinierender, düsterer Blick auf die Schattenseite des mexikanischen Lebens. Es folgte "21 Gramm", den er in den USA realisierte und der hypnotische Episodenfilm "Babel", vielleicht sogar der beste Film des letzten Filmjahrzehnts.
Mit "Biutuful" kehrte er nun wieder zu seinem Ursprungsthema "Leben am Abgrund" zurück und drehte als Mexikanisch-spanische Coproduktion das in Barcelona spielendeŽtragische Verliererportrait eines Mannes, der langsam stirbt.
Die Szene am Beginn zeigt diesen Uxbal (Javier Bardem) in einer Schneelandschaft, eine Eule liegt leblos im Schnee. Ein junger Mann (Nasser Saleh) ist ebenfalls dort, die beiden hören ein Geräusch.
Szenenwechsel: Uxbal hält sich in Barcelona immer am Rande der Kriminalität über Wasser. Er ist ein treu sorgender Vater für seine beiden KKinder Ana (Hanaa Bouchaib) und Mateo (Guillermo Estrella). Er lebt von seiner labilen manisch-depressiven Frau Marambra (Maricel Alvarez) getrennt. Die führt ein unstetes Leben, Vergnügungssucht wechselt sich ab mit totaler Niedergeschlagenheit. Sie liebt ihren Mann noch immer, auch Uxbal hat noch Gefühle für die chaotische Frau, doch er weiß, dass es nie mehr gut gehen kann.
Uxbal ist krank und der Arzt eröffnet ihm, dass er noch noch einige Monate zu leben hat, er muss sich aber einer Chemotherapie unterziehen.
Seine Brötchen verdient er sich damit, indem er den illegalen Straßenverkauf gefälschter Markenware durch einen afrikanischen Hehlerring organisiert und die Polizei mit Bestechung bei Laune hält, damit sie immer mal wieder wegschauen.
Ausserdem hat er die Gabe mit Toten Kontakt aufzunehmen, dies hat sich herumgesprochen. So bekommt er immer mal wieder etwas Geld, weil er zu Totenfeiern eingeladen wird und den Hinterbliebenen eine Botschaft aus dem Nenseits kundtun kann.
Er selbst holt sich sehr oft Rat bei der befreundeten Geistheilerin Bea ((Ana Wagener), die ihn mit seinem Tod konfrontiert und ihm rät die wichtigen Dinge noch in Ordnung zu bringen.
Das Ziel heisst also alles so zu hinterlassen, dass es den Kindern auch nach seinem Tod gut gehen wird...
Als eine Passionsgeschichte ist das wuchtige Drama von Alejandro González Iñárritu angelegt.
Dabei wählt der Filmemacher erstmalig eine streng lineare Erzählstruktur, die passend ist für Uxbals Weg in den Tod, denn dieser ist unaabwendbar.
Die sonst so strahlende Stadt Barcelona wird von einer wüsten Seite aus gezeigt. Das Treiben im bunten, multiethischen Viertel El Raval erweist sich als Hölle Auf Erden, im Gauner- und Unterweltmilieu ist jeder sich selbst der Nächste, ein Unheil löst weitere Brandherde aus, das menschliche Elend durch die Armut ist allgegenwärtig.
In dieser, seiner Welt erlebt Uxbal seine letzten Tage, der Abschied verheißt vielleicht auch eine neue Hoffnung. Wer weiss.
Erneut ist Inaritu ein sehr gewaltiger, bemerkenswerter Film gelungen, in dem vor allem Javier Bardem eine großartige schauspielerische Leistung vollbringt, diese wurde sogar mit einer Oscarnominierung belohnt.
Als mexikanischer Beitrag gelang dem Film auch die Nominierung zum besten fremdsprachigen Film, wurde allerdings von "In einer besseren Welt" geschlagen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bittere Wahrheit, 15. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Biutiful (DVD)
Erst einmal eines vorweg: Für diesen Film muss man sich Zeit und einige Kraftreserven nehmen. Das habe ich schon geahnt und den Film monatelang ungesehen im Regal liegen gelassen. Das ist definitiv nichts für zwischendurch - das Gegenteil von unterhaltsamer Berieselung nach einem anstrengenden Arbeitstag.
Darüber hinaus ist der Film auch nicht wirklich vergleichbar mit den Vorgängern des Regisseurs wie 21 Gramm oder Babel. Diese waren auch für meinen persönlichen Geschmack etwas zu vielschichtig, zu pathetisch und zu zerfranst - als wollte der Regisseur zu viel in einen einfachen Film packen. Auch diesmal platzen die rund 140 Minuten aus allen Nähten, aber ein fantastischer Hauptdarsteller hält das Ganze zusammen, verleiht der Geschichte eine Seele.
Als Vater von zwei Kindern im ähnlichen Alter hat es mir fast das Herz gebrochen: zu sehen, wie der Vater versucht in der kurzen verbleibenden Zeit, sein Leben zu ordnen und die richtigen Entscheidungen zu fällen. Viele unserer "Urängste" wie Schuld, unheilbare Krankheit, der Verlust der Kinder, der Verfall eines geliebten Menschen werden schonungslos aneinandergereiht - und gipfeln in einer berührenden Szene zwischen Vater und Tochter wo der nahe Tod das erste Mal offen angesprochen wird.
Der Film gönnt dem Betrachter nur wenige kurze Augenblicke des Glücks, welche den Schmerz drumherum aber eigentlich noch unerträglicher machen. Das macht ihn auch vergleichbar mit Lars von Triers "Dancer in the dark", wo bunte und fröhliche Musical-Zwischensequenzen einen extremen Kontrast zum unerbittlichen Rest bilden. Wer bereit ist, sich auf den Film einzulassen, bekommt ein Stück Wahrheit über menschliches Leid geboten - Krankheit, Armut, Tod in destillierter Form. Dinge, die man im täglichen Leben verdrängen muss, um nicht dauerhaft depressiv zu werden. Aber ganz vergessen sollte man sie nicht - Filme wie dieser helfen dabei.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlendes großes Kino!, 19. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Biutiful (DVD)
Dies ist wirklich ein Film, der unter die Haut geht.
Schonungslos, ohne Kitsch oder auf die Tränendrüse zu drücken konfrontiert der Film mit der harten Realität vor den Kulissen eines Barcelonas, dass man so als Tourist bestimmt nicht zu sehen bekommt.

Das eher armselige Leben von Uxobal (J. Bardem) ist nicht gerade vom Erfolg gekrönt. Mit kleineren Deals versucht er sich über Wasser zu halten und trotz den sehr bescheidenen Lebensumständen ist er sehr bemüht, ein guter Vater zu sein und seine Frau und auch sich selbst vor dem total Absturz zu bewahren.

Ein Film der wirklich berührt, der nie ins Absurde oder Lächerliche rutscht und einen mehr als nachdenklich zurücklässt.

Wer etwas Heiteres sucht, ist hier nicht richtig, an manchen Stellen ist er eventuell etwas langatmig geworden doch im Großen und Ganzen ist der Film wie eine Explosion die einen mit der bitteren Realität konfrontiert.
Die Schauspieler sind durch die Bank weg großartig und authentisch und vorallem Bardiem überzeugt mit einer Wahnsinnsleistung!

Absolut sehenswert!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartiger Film, toller Hauptdarsteller, 16. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Biutiful (DVD)
Gekauft habe ich mir diesen Film, da ich viel von Javier Bardems schauspielerischem Talent halte und ihn mal in einem anderen Genre sehen wollte. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Der Hauptdarsteller ist absolut großartig und macht den Film erst so gut.

Die Geschichte: Uxbal lebt mit seinen beiden kleinen Kindern in Barcelona, von seiner Frau lebt er getrennt, er erzieht die Kinder allein und hält sich mit diversen illegalen Geschäften über Wasser (Vermittlung von illegalen Einwanderern, Verkauf von gefälschter Markenware). Schließlich wird bei ihm Krebs festgestellt und er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, hält dies aber vor seiner Familie und seinem Umfeld geheim. Verzweifelt versucht er in seiner verbleibenden Zeit, seinen Kindern eine starke Erinnerung an ihn mitzugeben und Ihre Zukunft zu sichern.

Uxbal ist ein sehr komplizierter Charakter, mir gefiel besonders, dass der Regisseur ihn nicht als nur gut oder nur schlecht darstellt, sondern sehr differenziert - darin liegt meiner Meinung nach auch die unglaubliche Leistung von Javier Bardem, dem Hauptdarsteller. Uxbal ist einerseits natürlich jemand, der illegalen Geschäften nachgeht, er verursacht letztlich sogar den Tod einiger Menschen, andererseits leidet er auch sehr unter dieser Situation, versucht Menschen in seinem Umfeld zu helfen und ist ein hingebungsvoller Vater.

Allgemein hat der Film eine sehr dunkle, düstere Optik und auch übernatürliche Elemente wie Uxbals Fähigkeit, mit kürzlich Verstorbenen zu kommunizieren.

Der Film ist sicher nicht für jeden Tag oder jede Stimmung geeignet, er enthält einfach sehr viel Realität, Leid und Probleme wie illegale Einwanderung, Armut und tödlich verlaufende Krankheiten. Trotzdem ist er für mich einer der besten Filme die ich kenne, gerade weil er den Mut hat, so viele wichtige und schwierige Themen zu behandeln und auf jeden Fall wegen des grandiosen Hauptdarstellers. Und der Film zeigt eine andere Seite von einerseits schönen und beliebten Städten wie Barcelona (mit Problemen, die ja auch viele andere Größstädte betreffen).

Hinweis: Über die Qualität der deutschen Synchronfassung kann ich noch nichts sagen, ich habe mir den Film im Original (Spanisch) mit deutschen Untertiteln angesehen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trotz Grauen und Schrecken Biutiful!, 19. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Biutiful (DVD)
Barcelona der Gegenwart. Der zweifache Familienvater Uxbal ist in illegale Tätigkeiten verwickelt. Nicht aus Habgier, sondern um zu überleben. Gleichzeitig hat er das zweite Gesicht, er kann die Geister Verstorbener sehen und nutzt auch diese Gabe, um etwas Geld zu verdienen. Er liebt seine beiden Kinder über alles, aber die Beziehung zu der Mutter der beiden ist nur als chaotisch zu bezeichnen. In dieser Situation erfährt er von seiner schweren Krankheit. So in sehr nüchternen Worten der Rahmen dieses Filmes, der unterschwellig und in seinen eindrucksvollen Bildern viel, viel mehr vermittelt.
Der Film schafft es mehr durch bloße Bilder als durch Worte tatsächlich die harte Wirklichkeit der Millionenmetropole einzufangen, das Elend der illegalen Einwanderer genauso wie die Welt der Kleinkriminellen. Der Name 'Buitiful' ist gut gewählt, denn trotz des ganzen Schreckens und es geschieht viele Grauenvolles (Altersangabe zu Recht!), geht es hier um die Liebe in einer Familie, um die Liebe und die ist eben wirklich 'buitiful.'
Ein Film für alle die es wagen, auch den düsteren und Schattenseiten des Leben ins Gesicht sehen, denn hier entspringt manchmal die tiefste Schönheit.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragend depressives Meisterwerk, 11. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Biutiful [Blu-ray] (Blu-ray)
Mehr kann man dazu kaum sagen, einfach extrem deprimierender Film mit einem unglaublichen Javier Bardem in einem (Familien)Drama in Barcelona. Auch sonst stark besetzt, mir ist während des ganzen Films kaum ein Lächeln übers Gesicht gefahren, so niederschmetternd frustrierend hat dieser Film teils auf mich gewirkt. Qualität der Blu-Ray auf aktuellem Stand der Möglichkeiten!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann mich den 5 Sterne Rezensionen nur anschliesen, 23. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Biutiful (DVD)
und dann noch einen Extrastern für Javier Bardem drauflegen, der diese deprimierenden 140 Minuten Film voll überzeugt. Wer Inarritus Filme mag, kommt hier auch wieder auf seine Kosten, wenngleich man sich schon bewußt seinn sollte, dass einen der Stoff nicht so leicht wieder losläßt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der deprimierendsten Filme aller Zeiten mit oscarreifem Javier Bardem - Höchstnote !, 30. Oktober 2011
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Biutiful [DVD] (DVD)
MEDIUM:

Das Bild ist der Auflösung angemessen. Herausragend ist der DTS bzw. HD-DTS Ton (in dieser Version nur in Spanisch mit engl. UT), leise Passagen sind sehr transparent und dann kommen wuchtige Musikpassagen die einen dramatischen aber gut ausgesteuerten Kontrast dazu bilden.

FILM:

Uxbal (Javier Bardem) lebt mit seinen zwei ca. 5+8 jährigen Kindern in einem Armenvirtel von Barcelona. Er schlägt sich mit Drogengeschäften und esoterischen Totengesprächen für Hinterbliebende durch. Seine schwer psychisch kranke Frau von der eigentlich getrennt lebt tritt immer wieder in sein Leben und er versucht nochmal das Glück der Famile für die Kinder aufrechtzuerhalten. Insbesondere deswegen weil er erfährt dass er schwer krebskrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Uxbal versucht in dieser ausweglosen Situation mit möglichst viel Gerechtigkeit und Liebe für die Kinder die schwierige finanzielle und menschliche Situation zu meistern....

Es einer der deprimierendsten und traurigsten Filme die ich je gesehen habe, und das sind eine Menge. Was sich nach o.g. Beschreibung nach einem durchschnittlichen Drama anhört und auch recht unübersichtlich anfängt entwickelt sich in den knapp 142 min. zu einem extrem dichten, hervorragend authentisch und Oscar verdächtig von Javier Bardem gespielten Sozialdrama ohne Tabus. Er verfügt über eine Palette der Ausdrucksmöglichkeiten allein in diesem Film die andere im ganzen Leben nicht erreichen werden. Man leidet richtiggehend mit und der Film hinterlässt den Seher noch lange nach Ende sehr nachdenklich. Das Ende schliesst den Bogen zum Anfang in unglaublich emotionaler Weise und streift auch noch das Genre des Phantastischen.

Selten waren in einem Drama alle Beteiligten so egoistisch nur auf ihren Vorteil bedacht und gehen buchstäblich über Leichen so dass es auch insbesondere am Ende richtiggehend schmerzt der Handlung zu folgen. Der Film war zu Recht sowohl für den Golden Globe als auch für den Oscar nominiert - er hätte beide Preise auch für Javier Bardem als einzigartigen Hauptdarsteller mehr als verdient.

5/5 Sternen
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43 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schmerz, 25. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Biutiful (DVD)
Alejandro González Iñárritu mag keine fröhlichen Filme, deshalb dreht er auch keine. Egal, welches seiner Werke man sich ansieht ("Amores Perros", "21 Gramm", "Babel"), meist geht es um tragische menschliche Schicksale, Schmerz, Trauer und Ungerechtigkeit. Zu lachen haben Iñárritus Protagonisten in der Regel nichts und ähnlich geht es dem Zuschauer, der sich mit Iñárritus Werken auseinandersetzt. Iñárritus bisherige Werke haben mir nicht sonderlich gut gefallen, zu schwer fiel mir der Zugang zu Geschichte und Charakteren, zu verschachtelt und symbolträchtig war mir seine Erzählweise, zu deprimierend die Gesamtaussage. Besonders Iñárritus bevorzugte Erzählstruktur, verschiedene, scheinbar unabhängige Episoden nach und nach miteinander zu verknüpfen, konnte mich nicht wirklich überzeugen, obwohl ich generell nichts gegen diese Stilmittel in Filmen habe. Mit "Biutiful" weicht Iñárritu erstmalig von dieser Eigenart ab und erzählt seine Geschichte stringent und chronologisch. Er bleibt sich allerdings dahingehend treu, sein neuestes Werk wieder traurig und düster zu inszenieren. Der einzige Lichtblick in "Biutiful" ist Javier Bardem ("No Country for old Men", "Das Meer in mir"), der eine beeindruckende und tief erschütternde Performance abliefert.

Uxbal (Javier Bardem) ist zweifacher Vater und Kleinkrimineller in Barcelona. Seine manisch-depressive Ex-Frau Marambra (Maricel Álvarez) ist nicht in der Lage, sich um Tochter Ana und Sohn Mateo zu kümmern, da sie noch nicht mal ihr eigenes Leben auf die Reihe bekommt. So versucht Uxbal, neben seinem Kleinganoventum seinen Kindern eine halbwegs vernünftige Erziehung angedeihen zu lassen, was in dem Umfeld, in dem sie groß werden, ein schwieriges Unterfangen ist. Uxbals Lebensraum sind die tristen Hinterhöfe Barcelonas, die schmutzigen Gassen und seine marode und düstere Wohnung, aus der er für seine Kinder ein halbwegs annehmbares Zuhause zu schaffen versucht. Als bei ihm eine tödliche Krebserkrankung festgestellt wird, die ihm nur noch wenige Monate lässt, versucht Uxbal, sein Leben doch noch irgendwie auf die Reihe zu bekommen und seinen Kindern eine zumindest rudimentär gesicherte Zukunft zu ermöglichen. Doch fast all seine Versuche sind zum Scheitern verurteilt und der Tod klopft immer vehementer an Uxbals Tür.

Iñárritu nimmt sich satte 148 Minuten Zeit, Uxbals Geschichte zu erzählen. Und obwohl der Film mindestens eine Stunde zu lang ist, ist er nicht langweilig. Man merkt, wie wichtig es dem Regisseur ist, dass der Zuschauer Uxbal umfassend versteht und nachhaltig in sein Leben eintauchen kann. Dabei reiht sich Misserfolg an Misserfolg, die Probleme häufen sich und Uxbals Leben wird in seinen letzten Monaten nicht nur aufgrund des Krebses noch einmal besonders schmerzvoll. Sein buchstäblicher Kampf gegen Windmühlen, die sich hier Worte wie Schicksal, Pein, Unfall, Gewalt und Lügen auf die Flügel geschrieben haben, ist so erschütternd wie aussichtslos.

Das Paradoxe ist: Uxbal ist kein schlechter Mensch, im Gegenteil. Er versucht nur, irgendwie zu überleben und bekommt dabei immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen. Aufgewachsen ohne Vater, unterkühltes Verhältnis zu seinem Bruder, eine gescheiterte Ehe und der harte Kampf auf der Straße um ein wenig Respekt und Geld zum Überleben. Die Krebserkrankung macht seinen Plan, seine Kinder zu beschützen (auch vor der labilen und temporär gewalttätigen Mutter) und ihnen vielleicht irgendwann ein besseres Leben zu ermöglichen, mit einem Schlag zunichte. Die Zeit rennt ihm davon und er kann nur noch versuchen, seine Angelegenheiten halbwegs zu regeln und seine Kinder unterzubringen, bevor er stirbt.

"Biutiful" hätte keine zweieinhalb Stunden gebraucht, um seine Geschichte zu erzählen. Iñárritus Inszenierung ist so eindringlich traurig, hoffnungslos und erschütternd, dass dem Zuschauer schon viel früher klar wird, was Iñárritu vermitteln will. Der Film ist zu lang, aber erstaunlicherweise kaum langweilig. Langsam aber sicher taucht man ein in Uxbals schmutzigen Mikrokosmos aus Kriminalität, moralischer Verderbtheit und Überlebenskampf. Und hat man sich erst einmal zurechtgefunden in dieser tristen, stinkenden, deprimierenden Welt, wächst die Sympathie zu Uxbal stetig und nachhaltig. Man fühlt seinen Schmerz, man riecht den Müll der schmutzigen Hinterhöfe und dunklen Gassen, man fühlt sich erdrückt von der kalt beleuchteten Enge in Uxbals Wohnung. "Biutiful" macht den moralischen und physischen Schmutz, dem Uxbal tagtäglich ausgesetzt ist, fühlbar. Und einige Szenen hat Iñárritu so grausam realistisch und kompromisslos inszeniert, dass einem die Tränen in die Augen schießen, einfach, weil dieser an sich gute Mensch so ein Leben nicht verdient hat.

Die eingeschobene Symbolik, die Iñárritu hier überwiegend gekonnt visualisiert, wirkt nur an einigen Stellen etwas platt, einfach deshalb, weil der Film so eindringlich ist, dass er auch ohne diese visuelle Unterstreichung ausgekommen wäre. Dennoch fügen sich auf Stromleitungen sitzende Tauben im Sonnenuntergang über Barcelonas Dächern mühelos in die ansonsten düstere Erzählstruktur.

Javier Bardem liefert hier eine wahre Glanzleistung ab. Sein getriebener, von Schuldgefühlen geplagter, verzweifelter Uxbal, der jeden Tag aufs Neue ums Überleben kämpfen muss, dominiert nahezu jede Szene und zeugt in jeder Sequenz von Bardems außergewöhnlichem Talent. Feine Nuancen von Schmerz, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit spiegeln sich auf seinem traurigen Gesicht wider, bis einem selbst die Tränen in die Augen schießen, wenn er schließlich hemmungslos weinend zusammenbricht. Einmal mehr beweist Bardem, warum er einer der besten europäischen Schauspieler ist: er verschmilzt nahezu mit seiner Rolle und spielt so authentisch, dass es weh tut. Auch die weiteren Rollen sind gut besetzt, am ehesten fällt hier noch Maricel Álvarez als Uxbals Frau auf, die die labile, depressive und überforderte Marambra glaubhaft darstellt. Doch auch die Rollen der Kinder und "Geschäftspartner" von Uxbal wirken realistisch und überzeugend.

Kleine Abzüge also für die Länge des Films, die ihm zwar nicht schadet, aber nicht nötig gewesen wäre, zuweilen zu laute und enervierende Sounduntermalung und eine manchmal etwas überfrachtete Symbolik, die aber fast gänzlich durch Bardems fantastische Performance negiert werden. "Biutiful" ist kein schöner Film, er ist hart, dreckig und deprimierend, er bringt einen zum Weinen und macht traurig. Dennoch ist er biutiful, weil Inszenierung und Darstellerkunst beeindrucken und er so manches für uns verwöhnte Mittelständler wieder etwas mehr ins rechte Licht rückt. Vier von fünf Tränen, die wir um Uxbal weinen sollten.
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