Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Cloud Drive Photos Learn More Erste Wahl sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen60
3,8 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:8,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Juni 2000
Zu der Romantrilogie selber braucht man nicht mehr viele Worte verlieren. Dieses Buch (ich behandle in dieser Rezension bei allen von mir angesprochenen Punkten die drei Romane als ein Werk) ist einer der einflußreichsten Werke der SF-Literatur der letzten fünfzig Jahre, garniert mit einem revolutionären, das Thema hervorragend treffenden Schreibstil. Es muß als eine mutige Entscheidung des Verlages angesehen werden, dieses Buch noch einmal neu übersetzen zu lassen, ist doch gerade der Stil eminent wichtig für das Buch. Fernerhin muß dem Verlag bewußt gewesen sein, daß er damit bei vielen Lesern auf Widerstand treffen wird, die die alte Übersetzung noch kennen und sich keine andere vorstellen können, denen die Sprache Gibsons, übersetzt von Reinhard Heinz, inzwischen vertraut ist. War es also die Mühe wert, den Roman bearbeiten zu lassen? Ich meine: Überwiegend ja. Erst noch einmal zur Mühe. Es ist keineswegs so, daß der Neuübersetzer Peter Robert nur einige kleine Stellen in der alten Übersetzung von Reinhard Heinz geändert hat, nein, fast in JEDEM Satz hat er Änderungen vorgenommen, Worte durch andere ersetzt oder den Satzbau umgestellt. Ein Vergleich der alten und neuen Übersetzung mit dem US-Original ergab, daß die neue Übersetzung wesentlich präziser ist als die alte. Nicht ganz dem Übersetzungsgrundsatz "So nah wie möglich, so weit wie nötig" folgend, hatte sich die alte Übersetzung von Reinhard Heinz an sehr vielen Stellen weiter vom Original entfernt als nötig und viele Worte des Originals durch ähnliche, aber andere deutsche Worte übersetzt. Und damit meine ich nicht die öfters von Slang durchsetzen Dialoge, sondern oft ganz normale Substantive und Verben, die von Heinz ohne Notwendigkeit durch andere deutsche Worte ersetzt wurden, obwohl sich eine korrekte Übersetzung mit dem das Original genau treffenden deutschen Wort durchaus anbot. In dieser Hinsicht ist der Bearbeitung des Neuübersetzers Peter Robert zu gratulieren und es ist anzuerkennen, daß es sicher kein leichtes Unterfangen ist, Gibsons ausladende, überbordene und wilde Bildsprache ins Deutsche zu übertragen. Dafür hat die neue Übersetzung einen anderen größeren Mangel: Die Neuübersetzung ist vom Sprachrhythmus her weiter vom Original entfernt als die alte. Ohne Not hat Peter Robert desöfteren Sätze des Originals zusammengezogen oder etwas umständlich formuliert, so daß Gibsons abgehackter, schneller Rhythmus, der sich oft nur kurzer Sätze bedient, nicht ganz getroffen wurde. Beispiel: Einem Satz im Original fehlt offensichtlich der Artikel? Dann war das auch so intendiert! Warum mußte hier dann, wohl der einfacheren Lesbarkeit zuliebe, im Deutschen ein Artikel eingefügt werden? Fazit: Am besten ist es (sorry, lieber Heyne-Verlag), einfach das Original zu lesen, denn Sätze wie gleich den (inzwischen sehr berühmten) faszinierenden ersten Satz des ersten Romanes kann man auch bei übermenschlicher Anstrengung nicht völlig ohne Verlust ins Deutsche übertragen: "The sky above the port was the color of television, tuned to a dead channel." Nun genug zur Übersetzung, zu den drei Romanen nur noch einmal so viel: Ein Pflichtkauf, deshalb die Höchstwertung.
11 Kommentar|80 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Mai 2006
Auf Gibson bin ich auf der Suche nach anspruchsvoller SF gestossen und ich kann sagen, ich bin beeindruckt. Der Erzählstil ist eigenwillig, der Leser sollte jedoch ein gutes Verständnis für Abstraktion mitbringen, sonst wird das Ganze wirklich schwer zu verstehen und kann schnell zusammenhanglos wirken.

Ich habe mich recht schnell an die Szenarien von "Blade Runner" und "Die Klapperschlange" erinnert gefühlt. Es ist eben eher eine düstere Zukunft, die Gibson beschreibt, nichts à la Star Wars oder Star Trek - Raumschlachten werden vergeblich gesucht, der Cyberspace ist immateriell - wie gesagt: Abstraktionsvermögen ist gefragt.

Die Charaktere sind stimmig und gut beschrieben. Teilweise wird sehr dichte Atmosphäre erzeugt.

Die Handlung ist SF, aber stimmig und nachvollziehbar, wennglich z.T. mehrere Handlungsstränge nebeneinanderlaufen und erst am Schluß aufgelöst werden.

Ich konnte das Buch nicht weglegen...und empfehle es jedem, der anspruchsvolle SF sucht.
0Kommentar|19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juni 2004
"Wow, wowhow!" moechte ich ausrufen! Geniale Stories! Ich bin schwer begeistert. Selten habe ich einen Roman gelesen, in dem der Autor es schafft, so unglaublich plastisch und realitaetsnah zu schreiben. Obwohl die Hintergrundstories aller drei Romane bereits Anfang der 80er entwickelt wurde und der Leser ja heute in der Zeit lebt und weiss, das diese Zukunft (noch) nicht Realitaet geworden ist, denkt man nach ein paar Seiten nicht mehr daran, man taucht quasi in die "Matrix" ein und fuehlt sich wohl dort. Man sieht den Romanen natuerlich an, das sie aus den 80er kommen. Der Autor ist davon ausgegangen, das Japans und auch Deutschlands Elektronik-Industrie die Vormachtstellung in diesem Markt erlangt haben. Da laufen intelligente Miniatur-Roboter von "Braun" durch die Gegend, "Honda" baut Helikopter fuer jedermann. Heute natuerlich etwas befremdlich, aber durchaus liebenswert beschrieben. Menschen sind gentechnisch veraendert und auch technologisch aufgeruestet. Angestellte bei den japanischen Grosskonzernen sind auf Lebenszeit angestellt, im wahrsten Sinne des Wortes. Und das ganze spielt natuerlich auch im Cyberspace, in der kuenstlichen Welt hinter den Bildschirmen, die man per direktem Anschluss der Hardware ans Gehirn erreicht und in Falle der drei Romane zum Gaunern benutzt. Zusaetzlich zu der ganzen Technologie- und Cyberspace-Atmosphaere fliessen auch noch je nach Roman Themen aus der Rastafari-, Vodoo- und Mafiawelt ein. IMO ein absoluter genialer Genremix und wenn ich die Worte von Jack Womack zitieren darf: "Ich habe keine Ahnung, in welcher Form sich die Jugendlichen dieser Tage einst an die "Welt vor dem Cyberspace" erinnern werden. Ich weiss nur, dass sie William Gibson nicht vergessen haben werden." Dieser Roman ist in der exklusiven Klein-Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" neu aufgelegt worden und das in dieser Reihe obligatorische Vorwort eines grossen SciFi-Autors, diesmal von Jack Womack. Die Reihe, in der dieses Buch erschienen ist, zeichnet sich durch ein hochwertiges einheitliches Umschlagsdesign aus.
0Kommentar|25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. November 2013
Ich muss sagen ich bin sehr enttäuscht. So sehr Gibsons Werk, in kreativer Hinsicht überzeug, so sehr versagt es hier für mich in erzählerischen Aspekten. Erst einmal werden hier eine Unzahl von Begriffen genannt, die er nicht einmal in ein paar Worten wenigstens ein klein wenig umschreibt. Man muss sich einfach sein Teil dabei denken, was der Autor, denn damit meint und wie man sich das nun vorstellen kann. Spätestens ab dem zehnten Begriff habe ich dann schon auf Durchzug gestellt und die Begriffe einfach mal als undefinierbaren Namen mit undefinierbarem Inhalt abgelegt. Als eine Variable ohne Wert. Ein weiterer Punkt ist, dass der Autor dabei versagt wirklich Lust auf mehr Geschriebenes zu versprühen, der einzige Grund sich weiter durchzuarbeiten ist, weil man wissen will, wie es weiter geht.Zudem springt der Autor immer von einem Ereignis ins nächste ohne Übergang. Es gibt teilweise riesige Sprünge ohne Erklärung, ohne Vorbereitung, nichts. Das wäre nicht schlimm, wenn es sich dabei um parallele Geschehnisse handeln würde, tut es aber nicht. Man wird teilweise wirklich wie auf Droge von einem Ereignis ins nächste geworfen, sodass man den Anschluss erst einmal wieder finden muss, weil man total überrumpelt ist.

Es scheint so, als ob der Autor so vertieft in seiner Welt war, dass er überhaupt keine Rücksicht mehr auf den Leser genommen hat.

Positiv hingegen ist die Story, Kreativität und die Atmosphäre. Die reißen den Karren dann wieder aus dem Dreck. Denn ich muss ganz ehrlich sagen, für diesen Erzählstiel würde ich ohne diese 3 Dinge, keinen einzigen Punkt geben.
Wenn man wenigsten so eine Art Nachschlagewerk integriert hätte, aber nein.
Es tut mir leid, ich hätte diesen Brocken gerne viel lieber gemocht aber es geht nicht.

Die Bewertung kann man als ein „Für Fans von Cyberpunk“ verstehen.
Wer nicht wirklich ein echter Fan dieses Subgenres ist, sollte davon lieber die Finger lassen.

***

Da man hier teilweise die wildesten Vermutungen hört, welcher Titel jetzt welchem zu verdanken war, hier mal eine kleine Aufklärung:
Blade Runner hatte seine Anleihen, bei einem Buch von PK Dick, das auch deutlich früher erschien als dieses Buch.
Blade Runner wurde sogar früher gedreht, als dieses Buch und seine Nachfolger geschrieben wurden. Matrix hingegen hatte seine Anleihen von Welt am Draht, das wiederum seine bei Simulacron-3 hatte von sage und schreibe 1964.
Begründer des Cyberpunks, gut okay, aber bitte nicht gleich alles dieses Buch zuschreiben.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2012
Case ist ein Hacker mit implantierter Kopplungsmöglichkeit zur virtuellen Welt, ein sogenannter Cyber-Cowboy. Er arbeitet als hochbezahlter Spezialist, bis er einen Auftraggeber hintergeht. Dieser rächt sich, in dem er das Nervensystem von Case durch Drogen so schädigt, dass diesem ein Zugang zur virtuellen Welt nicht mehr möglich ist. Case verdient sich, da der Schaden irreparabel scheint, seinen Lebensunterhalt als Auftragsmörder und als Drogendealer auf dem Schwarzmarkt. Von den Drogen, die er verkauft, ist er selbst abhängig.

Er wird von der kybernetisch optimierten Molly für den Dienst bei dem mysteriösen Armitage angeheuert. Dieser lässt den Schaden beheben, den das Nervensystem erlitten hat, und gleich eine neue Bauchspeicheldrüse einsetzen, die gegen Drogen immun ist. Als Preis für diese Wiederherstellung muss Case mit Molly in die Zentrale des Medienkonzerns Sens/Net eindringen und digitales Wissen stehlen.

Case und Molly ermitteln heimlich über ihren Auftraggeber und erfahren, dass es sich um den ehemaligen Offizier William Corto handelt, der eine berüchtigte militärische Operation in Russland als Einziger überlebte. Inzwischen nimmt die Künstliche Intelligenz Wintermute Kontakt zu den beiden auf, weil Corto/Armitage immer unzuverlässiger wird. Es stellt sich heraus, dass der Einbruch in die Zentrale von Sens/Net nur ein Test war. Das eigentliche Ziel Armitrages ist die »Villa Straylight«, die sich seit Generationen im Besitz der Familie Tessier-Ashpoole befindet. Molly und Case sollen aus dem Kern der Villa ein Objekt stehlen, das Armitage benötigt, um sich mit der Künstlichen Intelligenz Neuromancer zu verbinden.

Der dritte Handlanger, den Armitrage für dieses Projekt angeworben hat, Paul Riviera, erweist sich als ein Verräter, der beinahe das Projekt platzen lässt. Mit Hilfe einer digitalen Kopie des toten Hackers Dixie, dessen Geist sich in der virtuellen Welt des Cyberspace herumtreibt, schleust Case eine Art überdimensionalen chinesischen Virus in das Systemnetz von Straylight ein. Der Virus bahnt für Case einen Weg in das digitale Zentrum der Villa und ermöglicht Neuromacer die Kontaktaufnahme.

Dies ist, zumindest rudimentär zusammengefasst, die komplexe und ausufernde Handlung des bahnbrechenden Romans Neuromancer" von William Gibson, der 1984 erschien. Mit diesem ersten Roman seiner Neuromacer-Trilogie, zu der noch Biochips" (1986) und Mona Lisa Overdrive" (1988) gehören, schuf der Autor einen modernen Mythos: den Cyberspace. In dieser Welt hinter dem Bildschirm, einer künstlich erzeugten Realität, sind die Computerhacker über Gehirnimplantate mit den in den Computer wohnenden Künstlichen Intelligenzen verbunden und können mit diesen interagieren.

Gibson inspirierte damit Wissenschaftler und Philosophen, Computerpioniere und Künstler und begründete eine neue literarische Bewegung. Dieser sogenannte Cyberpunk beeinflusste die Literatur der achtziger und neunziger Jahre des letzten Jahrtausends maßgeblich. Die Annahme einer künstlich erzeugten Welt hinter der Realität, die wir erleben, ist ohne den Roman Neuromancer" nicht vorstellbar. Gibsons Text ist nicht der erste, der dem Cyberpunk zugerechnet werden kann, aber er ist wegen seiner dichten und visionären Sprache wegweisend.

Wie bewegt man sich in der virtuellen Realität, was empfindet man dabei, welche geistigen Bilder drängen sich dabei auf? Das sind die Fragen, die Gibson stellt und die er in seinem Roman zu beantworten versucht. Das gelingt ihm nicht immer. Manche seiner Vorstellungen belächelt der Leser von heute wie die Disketten, die Case und seine Mitstreiter stets mit sich herumschleppen. Andere sind tatsächlich Wirklichkeit geworden wie das weltumspannende Netzwerk, in das man sich von jedem Ort einklinken kann. Immer noch unerreichbar ist fast dreißig Jahre nach Erscheinen des Romans die Vernetzung von Mensch und Maschine.

Neuromancer" ist als Einzelband schon länger vergriffen. Im Dezember 2009 ist im Heyne Verlag eine Ausgabe aller drei Bände in neuer Übersetzung erschienen. Die drei Romane sind nur lose miteinander verbunden und können daher ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander gelesen werden.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. April 2016
Gibson stellt in seinen 3 Romanen seine unglaubliche Bildung im Bereich zukunftsweisender Technologien zur Schau. Was man hier zu lesen bekommt ist also nicht pure Fiktion, sondern ein Blick in die Zukunft aus der Sicht der 1980er. Seine Weltbeschreibung spiegelt auch die zum Bersten vollgepackte Realität urbaner Kultur jenseits der so genannten gesellschaftlichen Norm wider. Seine Charaktere sind hochstilisiert und flach, d.h. sie machen keine echte Entwicklung durch. Das ist aber nicht als Kritik gemeint, sondern lediglich eine Beobachtung. Auch flache Charaktere können unterhaltsam sein.
Die Handlungen sind eigentlich gar nicht so komplex, aber es fällt schwer ihnen zu folgen, womit wir bei dem Problem aller 3 Romane sind: Leider verliert man immer wieder den Faden und wird aus den Geschichten herausgezogen. Erzählstil und Sprache sind einfach zu verwirrend. Zu viele Perspektiven, Namen, Bezeichnungen. Gibson verlässt sich zu sehr auf Markennamen. Wenn man aber mit den Markennamen nicht vertraut ist, entsteht auch kein Bild vor dem geistigen Auge. Ich musste mich regelrecht durch die Romane durchkämpfen um zu verstehen worum es geht. Es wird zwar mit jedem der Romane etwas besser, erreicht aber auch beim letzten "Mona Lisa Overdrive" kein akzeptables Niveau.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2013
Ich habe mir das Buch gekauft weil es immer als DAS Buch im Cyberpunk Genre beschrieben wird.
Allerdings habe ich es nicht fertig gelesen weil es sehr verwirrend geschrieben ist.
Also viele Begriffe die man nicht zuordnen kann.
Sprünge.
Nicht meins.

Zwei Sterne sind hier in ihrer bedeutung gefältt MIR nicht zu sehen.
(Offensichtlich finden ja andere Leute das Buch geil ;)
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2015
In vielen Rezensionen wird sich begeistert über das Buch geäußert, weshalb ich es mir (als Kindle-Version) gekauft habe.

Prinzipiell habe ich Spaß an fiktiven Szenarien, habe jedoch oft das Problem, dass ich die Bücher vom literarischen Level her unzufriedenstellend finde. So machen die Bücher Spaß zu lesen, lassen jedoch am Ende ein "naja-Gefühl" zurück. Als ob es auch besser gegangen wäre.

Aufgrund der vielfältigen positiven Rezensionen hatte ich mir hier etwas Besseres erwartet.

Das traf irgendwie auch zu: Die Erzählweise ist konstant, die Welt stimmig und die Beschreibung der Dinge so, dass sie noch üppig Raum für eigene Vorstellungen liefert. Auch die Wendungen sind geschickt eingebaut und stimmig.

Aber irgendwie auch nicht: Den Schreibstil empfand ich als viel zu abgehackt, um eintauchen zu können. Öfter blieb ich an Sätzen hängen, die den Lesefluss meines Empfindens nach stören und auch der Wurf ins kalte Wasser was die Einführung neuer Begriffe angeht, war zu hart. Oder hoch. Oder kalt. Sie wissen, was ich meine... So konnte mich das Gesamtwerk nicht genug fesseln, als dass ich nach dem ersten der drei Bücher weitergelesen hätte.

Ob es sich um ein gutes Buch handelt, kann ich nicht einschätzen. Vielleicht trifft es auch einfach nur den Zeitgeist meiner Elterngeneration. Mich (26) konnte es aber leider nicht begeistern.

Fazit:
Empfehlenswert für alle, die mal etwas solides aber ungewöhnlich geschriebenes lesen wollen. Wer auf die eher flache Standardkost steht oder mit einem sehr eigenen Schreibstil nichts anfangen kann, dem sei abgeraten.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juni 2016
William Gibson Trilogie steht für einen entscheidenden Richtungswechsel in der Science Fiction. Seine Visionen haben die Zeit überraschend gut überdauert. Auch wenn vielleicht der eine oder andere Markenname eher nostalgische Gefühle weckt, so sind es doch eher die dahinterstehenden Visionen (Multinationale Konzerne, weltumspannende Datennetze, Mensch-Maschine-Interfaces, KI...), die in der heutigen Zeit aktueller denn je erscheinen. Kritik an einer etwaigen Verworrenheit der Geschichte kann ich nicht nachvollziehen. Der Haupthandlungsstrang wird selten verlassen und von weniger als einem Dutzend Personen getragen. Verglichen mit großen Fantasy-Epen wie z. B. Game Of Thrones ist Neuromancer erfrischend geradlinig und unkompliziert. Fazit: Lesen und eine eigene Meinung bilden!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Oktober 2013
Diese Trilogie gehört zu den ersten Werken des Genres und führt viele neue Konzepte (Cyberspace, Body improvements, Arcology) ein. Für mich war es sehr interessant, zu lesen, welche Probleme einer Gesellschaft aus diesen Technologien entstehen könnten und wie damit umgegangen wird. Themen wie die Sucht nach einem virtuellen Leben, Wirtschaftsspionage im Cyberspace und Korruption in einer privatisierten Gesellschaft wirken wie eine überspitzte Beschreibung der Realität. Wegen ihres visionären Charakters würde ich die Bücher mit den Werken Jules Vernes vergleichen.
Die Handlung und die vorkommenden Personen konnten mich dagegen nicht besonders begeistern. Beides wirkt zu künstlich, zu übertrieben. In den ersten beiden Bänden erinnern mich die Hauptpersonen an Charaktere aus einem Computerspiel, entweder total kaputt mit dem Rücken zur Wand oder blutiger Anfänger, der durch Glück jede Extremsituation überlebt.
Der Erzählstil ist anstrengend. Im zweiten Band musste ich öfters zurückblättern, um nicht den Überblick zu verlieren - viele Namen, viele erfundene Ausdrücke, viele Sprünge.
Als Blick in eine mögliche Zukunft interessant, jedoch anstrengend zu lesen und gespickt mit extremen Charakteren.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,03 €
5,19 €
4,86 €