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77 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Neubearbeitung
Zu der Romantrilogie selber braucht man nicht mehr viele Worte verlieren. Dieses Buch (ich behandle in dieser Rezension bei allen von mir angesprochenen Punkten die drei Romane als ein Werk) ist einer der einflußreichsten Werke der SF-Literatur der letzten fünfzig Jahre, garniert mit einem revolutionären, das Thema hervorragend treffenden Schreibstil. Es...
Am 16. Juni 2000 veröffentlicht

versus
30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ehre wem Ehre gebührt
Ich liebe virtuelle Welten, mag Blade Runner und den Cyberspace.
Ich bewerte Matrix sehenswert, favorisiere aber 'Welt am Draht' (Fassbinder): weil intelligenter, tiefer, ursprünglicher an der Virtualität.
Wer weiß, dass es im Weltraum keinen "Lärm" gibt ('2001 - A Space Odyssee') schüttelt den Kopf über ohrenbetäubende...
Veröffentlicht am 26. Januar 2005 von no-man


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77 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Neubearbeitung, 16. Juni 2000
Von Ein Kunde
Zu der Romantrilogie selber braucht man nicht mehr viele Worte verlieren. Dieses Buch (ich behandle in dieser Rezension bei allen von mir angesprochenen Punkten die drei Romane als ein Werk) ist einer der einflußreichsten Werke der SF-Literatur der letzten fünfzig Jahre, garniert mit einem revolutionären, das Thema hervorragend treffenden Schreibstil. Es muß als eine mutige Entscheidung des Verlages angesehen werden, dieses Buch noch einmal neu übersetzen zu lassen, ist doch gerade der Stil eminent wichtig für das Buch. Fernerhin muß dem Verlag bewußt gewesen sein, daß er damit bei vielen Lesern auf Widerstand treffen wird, die die alte Übersetzung noch kennen und sich keine andere vorstellen können, denen die Sprache Gibsons, übersetzt von Reinhard Heinz, inzwischen vertraut ist. War es also die Mühe wert, den Roman bearbeiten zu lassen? Ich meine: Überwiegend ja. Erst noch einmal zur Mühe. Es ist keineswegs so, daß der Neuübersetzer Peter Robert nur einige kleine Stellen in der alten Übersetzung von Reinhard Heinz geändert hat, nein, fast in JEDEM Satz hat er Änderungen vorgenommen, Worte durch andere ersetzt oder den Satzbau umgestellt. Ein Vergleich der alten und neuen Übersetzung mit dem US-Original ergab, daß die neue Übersetzung wesentlich präziser ist als die alte. Nicht ganz dem Übersetzungsgrundsatz "So nah wie möglich, so weit wie nötig" folgend, hatte sich die alte Übersetzung von Reinhard Heinz an sehr vielen Stellen weiter vom Original entfernt als nötig und viele Worte des Originals durch ähnliche, aber andere deutsche Worte übersetzt. Und damit meine ich nicht die öfters von Slang durchsetzen Dialoge, sondern oft ganz normale Substantive und Verben, die von Heinz ohne Notwendigkeit durch andere deutsche Worte ersetzt wurden, obwohl sich eine korrekte Übersetzung mit dem das Original genau treffenden deutschen Wort durchaus anbot. In dieser Hinsicht ist der Bearbeitung des Neuübersetzers Peter Robert zu gratulieren und es ist anzuerkennen, daß es sicher kein leichtes Unterfangen ist, Gibsons ausladende, überbordene und wilde Bildsprache ins Deutsche zu übertragen. Dafür hat die neue Übersetzung einen anderen größeren Mangel: Die Neuübersetzung ist vom Sprachrhythmus her weiter vom Original entfernt als die alte. Ohne Not hat Peter Robert desöfteren Sätze des Originals zusammengezogen oder etwas umständlich formuliert, so daß Gibsons abgehackter, schneller Rhythmus, der sich oft nur kurzer Sätze bedient, nicht ganz getroffen wurde. Beispiel: Einem Satz im Original fehlt offensichtlich der Artikel? Dann war das auch so intendiert! Warum mußte hier dann, wohl der einfacheren Lesbarkeit zuliebe, im Deutschen ein Artikel eingefügt werden? Fazit: Am besten ist es (sorry, lieber Heyne-Verlag), einfach das Original zu lesen, denn Sätze wie gleich den (inzwischen sehr berühmten) faszinierenden ersten Satz des ersten Romanes kann man auch bei übermenschlicher Anstrengung nicht völlig ohne Verlust ins Deutsche übertragen: "The sky above the port was the color of television, tuned to a dead channel." Nun genug zur Übersetzung, zu den drei Romanen nur noch einmal so viel: Ein Pflichtkauf, deshalb die Höchstwertung.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein SciFi-Klassiker der absoluten Extraklasse, 25. Juni 2004
Von 
Michael Kleerbaum "So viele Bücher, so wenig ... (Erle, im Münsterland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Wow, wowhow!" moechte ich ausrufen! Geniale Stories! Ich bin schwer begeistert. Selten habe ich einen Roman gelesen, in dem der Autor es schafft, so unglaublich plastisch und realitaetsnah zu schreiben. Obwohl die Hintergrundstories aller drei Romane bereits Anfang der 80er entwickelt wurde und der Leser ja heute in der Zeit lebt und weiss, das diese Zukunft (noch) nicht Realitaet geworden ist, denkt man nach ein paar Seiten nicht mehr daran, man taucht quasi in die "Matrix" ein und fuehlt sich wohl dort. Man sieht den Romanen natuerlich an, das sie aus den 80er kommen. Der Autor ist davon ausgegangen, das Japans und auch Deutschlands Elektronik-Industrie die Vormachtstellung in diesem Markt erlangt haben. Da laufen intelligente Miniatur-Roboter von "Braun" durch die Gegend, "Honda" baut Helikopter fuer jedermann. Heute natuerlich etwas befremdlich, aber durchaus liebenswert beschrieben. Menschen sind gentechnisch veraendert und auch technologisch aufgeruestet. Angestellte bei den japanischen Grosskonzernen sind auf Lebenszeit angestellt, im wahrsten Sinne des Wortes. Und das ganze spielt natuerlich auch im Cyberspace, in der kuenstlichen Welt hinter den Bildschirmen, die man per direktem Anschluss der Hardware ans Gehirn erreicht und in Falle der drei Romane zum Gaunern benutzt. Zusaetzlich zu der ganzen Technologie- und Cyberspace-Atmosphaere fliessen auch noch je nach Roman Themen aus der Rastafari-, Vodoo- und Mafiawelt ein. IMO ein absoluter genialer Genremix und wenn ich die Worte von Jack Womack zitieren darf: "Ich habe keine Ahnung, in welcher Form sich die Jugendlichen dieser Tage einst an die "Welt vor dem Cyberspace" erinnern werden. Ich weiss nur, dass sie William Gibson nicht vergessen haben werden." Dieser Roman ist in der exklusiven Klein-Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" neu aufgelegt worden und das in dieser Reihe obligatorische Vorwort eines grossen SciFi-Autors, diesmal von Jack Womack. Die Reihe, in der dieses Buch erschienen ist, zeichnet sich durch ein hochwertiges einheitliches Umschlagsdesign aus.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absolut grandios - ein Meisterwerk!, 20. Mai 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf Gibson bin ich auf der Suche nach anspruchsvoller SF gestossen und ich kann sagen, ich bin beeindruckt. Der Erzählstil ist eigenwillig, der Leser sollte jedoch ein gutes Verständnis für Abstraktion mitbringen, sonst wird das Ganze wirklich schwer zu verstehen und kann schnell zusammenhanglos wirken.

Ich habe mich recht schnell an die Szenarien von "Blade Runner" und "Die Klapperschlange" erinnert gefühlt. Es ist eben eher eine düstere Zukunft, die Gibson beschreibt, nichts à la Star Wars oder Star Trek - Raumschlachten werden vergeblich gesucht, der Cyberspace ist immateriell - wie gesagt: Abstraktionsvermögen ist gefragt.

Die Charaktere sind stimmig und gut beschrieben. Teilweise wird sehr dichte Atmosphäre erzeugt.

Die Handlung ist SF, aber stimmig und nachvollziehbar, wennglich z.T. mehrere Handlungsstränge nebeneinanderlaufen und erst am Schluß aufgelöst werden.

Ich konnte das Buch nicht weglegen...und empfehle es jedem, der anspruchsvolle SF sucht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultig und wegweisend, 17. Februar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Neuromancer-Trilogie (Taschenbuch)
Case ist ein Hacker mit implantierter Kopplungsmöglichkeit zur virtuellen Welt, ein sogenannter Cyber-Cowboy. Er arbeitet als hochbezahlter Spezialist, bis er einen Auftraggeber hintergeht. Dieser rächt sich, in dem er das Nervensystem von Case durch Drogen so schädigt, dass diesem ein Zugang zur virtuellen Welt nicht mehr möglich ist. Case verdient sich, da der Schaden irreparabel scheint, seinen Lebensunterhalt als Auftragsmörder und als Drogendealer auf dem Schwarzmarkt. Von den Drogen, die er verkauft, ist er selbst abhängig.

Er wird von der kybernetisch optimierten Molly für den Dienst bei dem mysteriösen Armitage angeheuert. Dieser lässt den Schaden beheben, den das Nervensystem erlitten hat, und gleich eine neue Bauchspeicheldrüse einsetzen, die gegen Drogen immun ist. Als Preis für diese Wiederherstellung muss Case mit Molly in die Zentrale des Medienkonzerns Sens/Net eindringen und digitales Wissen stehlen.

Case und Molly ermitteln heimlich über ihren Auftraggeber und erfahren, dass es sich um den ehemaligen Offizier William Corto handelt, der eine berüchtigte militärische Operation in Russland als Einziger überlebte. Inzwischen nimmt die Künstliche Intelligenz Wintermute Kontakt zu den beiden auf, weil Corto/Armitage immer unzuverlässiger wird. Es stellt sich heraus, dass der Einbruch in die Zentrale von Sens/Net nur ein Test war. Das eigentliche Ziel Armitrages ist die »Villa Straylight«, die sich seit Generationen im Besitz der Familie Tessier-Ashpoole befindet. Molly und Case sollen aus dem Kern der Villa ein Objekt stehlen, das Armitage benötigt, um sich mit der Künstlichen Intelligenz Neuromancer zu verbinden.

Der dritte Handlanger, den Armitrage für dieses Projekt angeworben hat, Paul Riviera, erweist sich als ein Verräter, der beinahe das Projekt platzen lässt. Mit Hilfe einer digitalen Kopie des toten Hackers Dixie, dessen Geist sich in der virtuellen Welt des Cyberspace herumtreibt, schleust Case eine Art überdimensionalen chinesischen Virus in das Systemnetz von Straylight ein. Der Virus bahnt für Case einen Weg in das digitale Zentrum der Villa und ermöglicht Neuromacer die Kontaktaufnahme.

Dies ist, zumindest rudimentär zusammengefasst, die komplexe und ausufernde Handlung des bahnbrechenden Romans Neuromancer" von William Gibson, der 1984 erschien. Mit diesem ersten Roman seiner Neuromacer-Trilogie, zu der noch Biochips" (1986) und Mona Lisa Overdrive" (1988) gehören, schuf der Autor einen modernen Mythos: den Cyberspace. In dieser Welt hinter dem Bildschirm, einer künstlich erzeugten Realität, sind die Computerhacker über Gehirnimplantate mit den in den Computer wohnenden Künstlichen Intelligenzen verbunden und können mit diesen interagieren.

Gibson inspirierte damit Wissenschaftler und Philosophen, Computerpioniere und Künstler und begründete eine neue literarische Bewegung. Dieser sogenannte Cyberpunk beeinflusste die Literatur der achtziger und neunziger Jahre des letzten Jahrtausends maßgeblich. Die Annahme einer künstlich erzeugten Welt hinter der Realität, die wir erleben, ist ohne den Roman Neuromancer" nicht vorstellbar. Gibsons Text ist nicht der erste, der dem Cyberpunk zugerechnet werden kann, aber er ist wegen seiner dichten und visionären Sprache wegweisend.

Wie bewegt man sich in der virtuellen Realität, was empfindet man dabei, welche geistigen Bilder drängen sich dabei auf? Das sind die Fragen, die Gibson stellt und die er in seinem Roman zu beantworten versucht. Das gelingt ihm nicht immer. Manche seiner Vorstellungen belächelt der Leser von heute wie die Disketten, die Case und seine Mitstreiter stets mit sich herumschleppen. Andere sind tatsächlich Wirklichkeit geworden wie das weltumspannende Netzwerk, in das man sich von jedem Ort einklinken kann. Immer noch unerreichbar ist fast dreißig Jahre nach Erscheinen des Romans die Vernetzung von Mensch und Maschine.

Neuromancer" ist als Einzelband schon länger vergriffen. Im Dezember 2009 ist im Heyne Verlag eine Ausgabe aller drei Bände in neuer Übersetzung erschienen. Die drei Romane sind nur lose miteinander verbunden und können daher ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander gelesen werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterstück, 25. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Neuromancer-Trilogie (Taschenbuch)
Habe mir gerade die eher schlechten Bewertungen angesehen und bin etwas irritiert. Was soll man dazu noch schreiben, anscheinend gibt es genügend Gründe um die Neuromancer-Trilogie nicht zu lesen oder sich zu einem Drittel durchzuquälen und dann eine sicherlich ehrliche gemeinte Rezension zu veröffentlichen.

Ich persönlich lese mindestens einmal im Jahr die Neuromancer-Trilogie mit viel Vergnügen und bin immer wieder erfreut, wenn ich neue Details oder Handlungsmotive erkenne.

Ich persönlich werde auch sicherlich keinen Vergleich zu anderen mehr oder weniger bekannten Romanen (oder Filmen) herleiten. Was sollte das bringen, es ist sicherlich ein Meisterstück der SF-Literatur. Wie könnte man es mit anders gearteten Meisterstücken gerecht vergleichen können?
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die geburt des cyberpunk, 24. September 2002
Ein Meisterwerk.
William Gibson hat mit seinem Buch Neuromancer die Cyberpunkbewegung ausgelöst. Shadowrun und co. wären ohne diese Buch nicht entstanden. An alle Shadowrun- fans: Dies ist die Wurzel des Cyberpunk, Das Orginal (neben "Stadt geht los" von John Shirley)!!!
Die Neuübersetzung von Peter Robert ist um einiges besser als die alte Fassung. Wer das alte Exemplar von Neuromancer nicht mochte, weil schlecht übersetzt, sollte es auf jedem fall mit der neu überarbeiteten Triologie versuchen. Ein Geniales Werk was die SF maßgebend beeinflusst hat. Es lohn sich es mehrfach zu lesen... Diese Triologie machte Gibson zu einem meiner lieblingsautor, und auch die neuren Werke können begeistern.
Für mich ist William Gibson schon Leute ein Großmeister der SF!!! Wer dieses Buch mit seiner düsteren
Cyberpunk- HiTech- Atmosphäre verpasst hat selbst schuld!!!
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30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ehre wem Ehre gebührt, 26. Januar 2005
Ich liebe virtuelle Welten, mag Blade Runner und den Cyberspace.
Ich bewerte Matrix sehenswert, favorisiere aber 'Welt am Draht' (Fassbinder): weil intelligenter, tiefer, ursprünglicher an der Virtualität.
Wer weiß, dass es im Weltraum keinen "Lärm" gibt ('2001 - A Space Odyssee') schüttelt den Kopf über ohrenbetäubende
Explosionen zerberstender Schlachtschiffe im Vakuum (SciFi-Movies today). Wer sich über kunstvoll beschriebene Datenhighways
im Cyberspace begeistern kann fragt sich, wie u.a. eine 20minütige Freeway-Verfolgungsjagd à la 'Reloaded' zur Essenz des
Cyberpunk passt. Nun ja, es kommt halt an, nicht wahr?
Eigentlich müsste ich gerade deshalb Gibson lieben.
Tu ich aber nicht.
Warum? Ich mache es kurz: 'Neuromancer (1)' beginnt zunächst vielversprechend. 'Biochips (2)' bremst ab und durch 'Mona Lisa
Overdrive' musste ich mich schließlich durchkämpfen.
Und ich mag einfach keine Geschichten, durch die ich mich quälen muss. Auch wenn Gibson als vermeintlicher Urvater dieses Genres
bezeichnet wird und 'Die Neuromancer-Triologie' literarisch eindeutig als hochwertig einzustufen ist: ein Roman muss einfach
gut erzählt sein - er muss mich fesseln können.
Deshalb 5 Sterne für den Gehalt, 2 Sterne für die Erzählkraft und 2 Sterne für die 'Kunst, sich verständlich zu machen' bzw. für die
Fähigkeit, Lust am Geschriebenen zu erzeugen, auch wenn der Inhalt etwas schwerer ist.
Macht also 3 Sterne. Basta.
Ach ja, eine Frage ist noch offen:
wer ist denn jetzt eigentlich der Urvater des Cyberpunk?
Philip K.Dick ('Träumen Androiden von elektrischen Schafen'/danach 'Bladerunner', 1966) und Daniel F.Galouye ('Welt am Draht', 1964)
gaben die Richtung vor, neben anderen spielte John Brunner ('Morgenwelt', 1968, 'Der Schockwellenreiter', 1975) den Ball weiter
und Herr Gibson (1984) übernahm. Neil Stephenson spielte ihn in die Endzone und passte bravorös und meisterhaft mit 'Snow Crash'
(1992) an Iain Banks, der aus meiner bescheidenen Sicht mit 'Förchtbar Maschien' (1995) eiskalt verwandelte.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen herausragend, 20. Oktober 2002
Ich hatte das grosse Glück, das Genre des sogenannten "Cyperpunk" mit dem "Newromancer" (NM) anzufangen. Alles was ich danach gelesen hatte, war um Klassen schlechter. In NM schwingt natürlich eine gewisse Action mit, die man gemeinhin mit "Matrix"-Elementen assoziieren könnte. Dazu etwas Raymond Chandler auf Cyberniveau und einige "Blade-Runner"-Elemente. Das trifft aber nicht, was diese Trilogie so lesenswert macht. Es ist diese einzigartige Traurigkeit, die an vielen Stellen mitschwingt und sich weit über Schilderungen abhebt, die sonst in diesem Genre zu finden sind. Übrigens keine plumpen "Versuche einer Annährung" sondern ein echtes Miterleben. Was will Literatur mehr ? Für den Newbie, der vielleicht nicht tagelang an Konsolen hängt: Einfach die Stellen überlesen, die zu der Cyperszene zu sehr verhaftet sind und stattdessen den wahren literischen Gehalt herausarbeiten. Davon gibt es genug und daher liebe ich dieses Buch.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grundlage einer Generation, 16. März 2007
Also ich lese das Buch gerade und muss sagen, dass es einfach klasse ist.
Sehr gut geschrieben! Eine Komplexität die man heute nicht mehr gewohnt ist. Man muss überlegen, nachdenken und sich die Welt vorstellen.

Obwohl das Buch über 20 Jahre alt ist, ist es immer noch ein SciFi-Buch erster Güte und absolut nicht obsolet. Ich arbeite als Informatiker im Fraunhofer-Institut und bin von den Ideen die in diesem Buch vorgestellt werden, teilweise immer noch überrascht. Gibson hat ganz klar Geschichte geschrieben.
Dieses Buch ist die Grundlage für das RPG Shadow-Run, was heutzutage immer mehr Anhänger findet, von daher kann das Buch einfach nur gut gewesen sein, denn nichts Schlechtes bewegt über 20 Jahre lang Menschen jeglicher Altersstufen.

Ob es gefällt ist wie mit allem eine frage des Intellekts und Geschmacks.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Cyberpunk als Lesevergnügen, 21. Dezember 2006
Was habe ich nicht alles erwartet, als ich an den "Urvater" des Cyberpunk herranging ... . Zunächst zu den Schattenseiten: Teilweise wusste man mit den Figuren nichts so richtiges anzufangen. Manchesmal bleiben Charaktere erschrecken blass dann wurden Nebendarsteller erstaunlich detailreich vorgestellt. Die Geschichte an sich hat Längen und wird insbesondere in Richtung "Mona Lisa Overdrive" recht schwach.
Aber warum dann trotzdem vier Sterne? Ganz einfach, das Buch legt immer wieder Sprints ein, die den Leser wie im Rausch mitziehen. Kniffe und Ideen des Autors wissen durchaus zu begeistern und dann natürlich auch noch der Orginalitätscharakter von Herrn Gibson, der mir noch ein Sternchen wert war.
Unter dem Aspekt eines Cyberpunkabenteuers machte das ganze riesig viel Spass.

Noch eine Anmerkung zur vorliegenden Ausgabe. Es gibt mehrere dieser Heyneausgaben von Klassikertrilogien (Gateway, Hyperiongesänge u.a.) mit mehr als 1.000 Seiten. Hier ist vorsichtiges behandeln Pflicht ... . Hoffentlich werden diese Auflagen bald gehärtet ...
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