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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die sieben Todsünden
Josef Wilfling, mittlerweile pensionierter Mordermittler, hat festgestellt, dass sich die sieben Todsünden auch in Mordfällen finden lassen und so hat er das Buch zusammengestellt.
Er ist kein gelernter Autor, aber gerade das macht das Buch so menschlich. Es zeigt, das auch Mordermittler keine Maschinen sind und auch mal Fehler machen. Wie sich von der...
Veröffentlicht am 25. April 2011 von Alles_Schwarz

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54 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Morde aus der Sicht eines Ermittlers
Das Buch ist aus der Sicht eines Kriminalbeamten geschrieben, der 22 Jahre bei der Münchner Mordkommission tätig war. Aufgabe von Kriminalbeamten ist es Fälle so aufzuklären, dass dem Staatsanwalt eine Anklage möglich ist. Um die psychologischen Hintergründe einer Tat geht es dabei weniger. Gerade bei Morden, die "erbarmungs- und...
Veröffentlicht am 4. Juli 2010 von arno


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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die sieben Todsünden, 25. April 2011
Josef Wilfling, mittlerweile pensionierter Mordermittler, hat festgestellt, dass sich die sieben Todsünden auch in Mordfällen finden lassen und so hat er das Buch zusammengestellt.
Er ist kein gelernter Autor, aber gerade das macht das Buch so menschlich. Es zeigt, das auch Mordermittler keine Maschinen sind und auch mal Fehler machen. Wie sich von der Entdeckung einer Straftat bis zur Täterüberführung eine Ermittlung entwickelt und das niemand gefeit ist vor Sünde...
Und man sieht mal wieder, das manche Kriminalfälle nicht in seiner Grausamkeit erfunden werden müssen, da sie das wirkliche Leben schreibt.
Es geht um Eifersucht, Habgier, Rache, reine Mordlust, Grausamkeit, Heimtücke und er lässt seine eigenen Gedanken einfliessen, wie z.B. bei "Töten Frauen anders als Männer?"

Ich fand die einzelnen Kapitel spannend und interessant geschrieben und man merkt dem Mann an, dass er seinen Beruf gerne ausgeführt hat. Zu Anfang hatte ich meine Bedenken, befürchtete ich doch, dass es sehr trocken geschrieben ist. Aber ich fand es teilweise sehr interessant und manche Fälle haben mich richtig gefesselt und oft konnte ich beim Lesen ein Kopfschütteln ob der Grausamkeit der Menschen nicht unterdrücken.

Und ich fand es gut, dass er seine zwei berühmtesten Mordfälle (Sedlmeyr und Moshammer) in diesem Buch nicht behandelt hat! Das hätte dann ein bisschen was von Selbstbeweihräucherung gehabt. Die Auswahl der Fälle war interessant.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abgründe: Wenn aus Menschen Mörder werden, 14. Februar 2011
Meine Meinung:

Zum Inhalt des Buches: Das Vorwort von Herr Wilfing beschreibt wann man zum Mörder wird (laut Gesetz) und auch aus welchen Gründen. Die Gründe wie Habgier, Hochmut, Neid und andere gehören schon zu den 7 Todsünden in der Bibel. Auch hat er den § 211 - Mord erläutert.
Er beschreibt in 10 Kapiteln Fälle aus unterschiedlichen Gründen wie Habgier, Wollust, Mordlust, um nur einige zu nennen. Auch das Thema das Frauen anders töten als Männer wird erläutert. Was ich doch recht interessant fand.
Er beschreibt die Fälle mit sehr viel Geschick und man merkt an den Fällen und auch der Auflösung, das Herr Wilfling eine sehr erfahrene Legende auf seinem Gebiet ist und eine sehr gute Beobachtungsgabe hat. Von daher schon mal Hut ab. Herr Wilfling hat die Fälle sehr authentisch beschrieben und auch wie er die Täter überführen konnte. Dem Autor ist es in seinem Buch gelungen, den Lesern seinen Alltag als Ermittler näher zu bringen.So nah als wäre man mit vor Ort. In dem Buch geht es nicht um die Psychologie eines Täters, diese bleibt außen vor, sondern um den Mord und die Aufklärung, die Gründe selbst.
Ich bin zwar eine erfahrene Krimi- und Thrillerleserin, aber wenn man ein solches Buch liest muss man die einzelnen Geschichten doch etwas sacken lassen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach und es lässt sich sehr gut lesen. Spannender als so mancher Krimi. Das Schlimme an dem Buch ist, das einem Klar ist das man kein Hirngespinst eines Autores liest sondern die gnadenlose Wirklichkeit, die vor der Haustür statt findet. Und das fand ich sehr doch stellenweise doch sehr happig.

Ich kann dieses Buch ausnahmslos jedem Krimiliebhaber empfehlen. Es zeigt einem, dass die Wirklichkeit manchmal skurriler und grausamer ist, als man es sich in seiner wildesten Phantasie vorstellen würde.
Von mir bekommt das Buch 5 Sterne
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54 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Morde aus der Sicht eines Ermittlers, 4. Juli 2010
Das Buch ist aus der Sicht eines Kriminalbeamten geschrieben, der 22 Jahre bei der Münchner Mordkommission tätig war. Aufgabe von Kriminalbeamten ist es Fälle so aufzuklären, dass dem Staatsanwalt eine Anklage möglich ist. Um die psychologischen Hintergründe einer Tat geht es dabei weniger. Gerade bei Morden, die "erbarmungs- und gefühllos", "brutal und kaltblütig" erscheinen stellt sich - wenn man nur die Tat als solche betrachtet - Unverständlichkeit und Fassungslosigkeit ein. Die persönliche Historie der Täter, ist in diesem Buch weitgehend ausgeblendet; damit hat sich der Kriminalbeamte nicht oder nur am Rande zu beschäftigen. Insofern bleibt Wilfling bei der Schilderung der ausgesucht spektakulären Mordfälle in diesem Buch vorwiegend an der nach außen erkennbaren Oberfläche.
Die Tat als solche und die damit verbundenen polizeilichen Ermittlungen, hat Wilfling indes sehr authentisch geschildert, insbesondere den Fall des Sexualmörders Alexander W., zu dem er eine besondere Beziehung aufbauen konnte, die er dann (listig?) zur endgütligen Klärung des Falles nutzte. Hier und auch in dem Fall des aus "Habgier" mordenden Kriminalbeamten Klaus F. gibt Wilfling Einblick in die Ermittlungsmethoden, den Umgang mit Beschuldigten und welche Schlüsse aus bestimmten Äußerungen und Verhaltensweisen bei einer polizeilichen Vernehmung ein erfahrener Kriminalist zieht. Die Darstellung dieser beiden Fälle ist Wilfling deshalb auch weitaus am besten gelungen.
Natürlich mokiert sich Wilfling - wohl zu Recht - über milde Richter, die im Jugendstrafrecht sehr viel "Verständnis für die Sorgen und Nöte der jungen Leute" zeigen, auch wenn sie morden und vergewaltigen. Und Wilfling kann sich auch nicht verkneifen, zu erwähnen, dass die durchschnittliche Haftdauer für Mörder in manchen Bundesländern nicht mehr als acht Jahre beträgt, während es in "rückständigen" Bayern noch immer ca. 18 Jahre ("wer weiß wie lange noch") sind.
Immerhin gesteht Wilfling aber auch zu, dass auch Ermittler Vorurteile haben, gegen die sie tagtäglich ankämpfen müssen.
Fazit: Nicht unbedingt ein Buch für feinsinnige Intellektuelle, die sich für die Psychologie eines Täters, wohl aber für Leser, die sich für spannend geschriebene, wirklich spektakuläre Kriminalfälle aus der Sicht eines Ermittlers interessieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie's wirklich langgeht - Ein guter Einblick, 2. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Josef Wilfing hat aus dem weiten Feld kriminalistischer Ermittlungsarbeit einige charakteristische Fälle ausgewählt, um dem interessierten Leser die Arbeit eines Kriminal-Polizisten zu schildern.
Im Gegensatz zu den Kriminal-Romanen - die viele von uns gerne 'verschlingen' - erweist sich die Arbeit eines 'echten' Kriminal-Polizisten als eine oft ernüchternde und mühsame Sorgfalts- Klein- und Fleiß-Arbeit.
Obwohl der Autor weitestgehend auf die exzessive Schilderung von Grausamkeiten bei den beschriebenen Gewalt-Verbrechen verzichtet hat, kann man sehr wohl die oft recht argen Situationen nachvollziehen.
Stellenweise läßt der Autor durchblicken, zu welch erschreckenden und verquren Handlungen der Mensch - speziell im Bereich der sexuell motivierten Taten - 'fähig' ist.
Die von Wülfing geschilderten 'Abgründe' sind m.E. eine Sehr gelungene Darstellung kriminalistischer Ermittlungsarbeit - zumal es sich nicht gerade um einen 'Wälzer' von Buch handelt.
Der Schreibstil des Autors ist nüchtern und zugig. Das Schriftbild des Textes gut lesbar.
Fünf Sterne
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Böse und seine vielen Masken, 29. August 2012
Josef Wilfing ging letztes Jahr – 2009 nach 42 Jahren des aktiven Polizeidienstes in Pension. 22 Jahre davon arbeitete er und leitete die Münchner Mordkommission und klärte die prominenten Mordfälle von Walter Sedlmayr und den Modezar Moshammer auf. Er gilt als erfahrener und sehr erfolgreicher Spezialist bei Vernehmungen von Opfern, Zeugen und Tätern.
Im Heyne Verlag ist nun sein erstes Buch „Abgründe – Wenn Menschen zu Mördern werden“ erschienen.
Inhalt
Schon im Vorwort des Autors und ehemaligen Ermittler wird dem Leser deutlich wie sehr Josef Wilfing seinen „Job“ geliebt hat, es war mehr als nur die tägliche Arbeit, es war seine Bestimmung Menschen zu überführen, die aus den ganz verschiedensten Gründen ihre Hemmungen und die Grenze der Menschlichkeit überspringen und zu berechnenden und (oder) kaltblütigen Mördern werden können.
Angelehnt an die „7 Todsünden“ (Hochmut, Habgier, Neid, Zorn, Wollust, Völlerei, Trägheit) erzählt der Kommissar nicht nur über seine Erfolge bei den manchmal strapaziösen und zeitintensiven Ermittlungen, sondern auch über seine persönlichen Fehlern, und den Opfern.
So spannend und manchmal auch abgründig grausam ein Krimi sein kann, so ist es doch das Leben das immer wieder die spannendsten und leider auch realistischen Tragödien und Dramen wiedergibt.
So obskur und manchmal nicht zu glauben oder zu begreifen schildert Wilfing Tathergänge, die Motivation des Täters oder der Täter, die Feinheiten des Zuhörens bei Verhören, bei dem man sich jegliche Moral besser sparen sollte, und sich gänzlich an den bestehen Fakten und Indizien orientiert. Der Autor Wilfing entnimmt aus dem Fundus seiner Erfahrungen die Fälle die ihn mit am meisten geprägt haben und die sicherlich überwiegend intensiv sich immer und immer wieder in seinem Kopf abspielen. Das hier schnell der Eindruck entsteht das ein Mordermittler immer auch psychisch auf höchste gefordert wird, und diese Leichen, die traumatisierten Angehörigen die vielleicht ihr Kind zu betrauern haben, oder die Beweggründe von raffinierten Mördern, immer tiefe seelische Spuren hinterlassen Sich verschließen dagegen funktioniert nicht, gerade als Ermittler, so beschreibt der Autor sich selbst, muß man mit dem „Mörder“ denken, wissen was in diesem vorgeht und wie ein Raubtier das auf die Beute wartet in Vernehmungen manchmal blitzschnell reagieren, wenn sich die Chance auftut, dass der Gegner Signale zeigt um sich beichtend den Beamten zu offenbaren. Als Ermittler also ist man neben dem eigenen Beruf gleich noch Psychotherapeut und Sozialarbeiter in eine Person.
Josef Wilfing erzählt zwar kühl und nüchtern, trotzdem werden die Leser über seine Erfahrungen und seine Fälle zweifelsfrei nachdenken. In seiner Laufbahn hat Wilfing viel erlebt, gesehen und menschliche Schicksale und Tragödien, aber auch der Erfolg und die Freude wenn man einen Täter überführen konnte, erlebt und deswegen weiß er wovon er schreibt.
Sein Stil ist prägnant klar und deutlich; kristallklarer kann er nicht mehr sein und zugleich kritisiert er auf den ersten Seiten und im Laufe des Buches, die deutsche Gesetzgebung und das Strafmaß. Hier spricht er sich ganz klar für eine Sicherheitsverwahrung aus und nimmt ein deutlich und überzeugt Stellung zu diesem, gerade auch brisanten Thema. Das „Mord“ zwar eine Gewalttat bleibt die im Grunde und Gesetz bestraft werden muss, davon weicht er nicht ab und hält sich halt ein Fakten, aber wohlweißlich erklärt er in seinen Fällen „warum“ manche Menschen die Barriere übersteigen und zum Mörder werden?! Ist ein „Mord“ entschuldbar, oder gar verständlich, wenn das Opfer ein Sadist war der die Kinder und seine Frau gefoltert, erniedrigt und geschlagen hat? Hier kommt neben dem Verstand, dass Gefühl zum Ausdruck, dem sich auch ein Kriminalbeamter nicht verweigern kann, schließlich ist der Beamte auch ein emotionaler Mensch und nicht nur ein Werkzeug der Gesellschaft und des Staates. Das sich hier der Leser seinen persönlichen Gedanken nicht verwehren kann, ist sicherlich gewollt.
Josef Wilfing beschönigt oder überzeichnet die Grausamkeiten nicht, was ich im höchsten Maße lobenswert finde. Als Kritikpunkt habe ich nur empfunden, dass man nicht so sehr auf die „Angehörigen“ eingegangen ist und deren Situation! Es ist ja zweifelsfrei so, dass man wenn man jemanden getötet hat, nicht nur ein „Opfer“ auf der Strecke bleibt, sondern oftmals eine ganze Familie den Verlust spürt. Welche Grausamkeit und welche psychologischen Schäden solch ein brutaler Eingriff in das tägliche Leben hat, bleibt leider etwas im dunklen. Vielleicht ist es aber auch reiner Selbstschutz des Autors, denn die Geister die man dadurch ruft werden nicht wieder lebendig, sie quälen nur weiter. Trotzdem hätte ich gerne mehr darüber gelesen, was ein Ermittler fühlt, empfindet, woran er denkt, wie lange das anhält und wie er mit solchen Gewalttaten in seinem persönlichen Umfeld umgeht und sicherlich auch welche immense Aufgabe auf den Beamten zukommt, wenn er den gewaltsamen Tod den nächsten Angehörigen möglichst schonend beibringen muss!
Fazit
Alles in allem ist das Buch „Abgründe von Josef Wilfing“ absolut empfehlenswert. Es hält sich an Fakten, driftet nicht ab in fantasievolle Erzählungen und mach sehr deutlich wie „Mörder“ denken, bzw. was deren ausschlaggebendes Motiv sein kann.
Das Thema „Mord“ ist ein solch komplexes Thema mit so vielen unterschiedlichen Perspektiven, dass hoffentlich der „Normalbürger“ in seinen Leben nicht kennenlernen will und wird. Wilfing erzählt seine Erfahrungen aus seiner Perspektive des Ermittlers, nicht des Opfers aber manchmal des Täters. So spektakulär ein guter und durchdachter Krimi auch sein kann, die Wahrheit zu analysieren und zu hinterfragen ist spannender als jeder atemanhaltender Krimi oder Thriller im Kino oder Fernsehen.
„Abgründe – Wenn Menschen zu Mördern werden“ ist ein authentischer Thriller für sich. Eindrucksvoll spannend, kritisch und hinter der Bühne schauend – ein fantastischer und sehr empfehlenswertes Buch das mit einer „Mordserfahrung“ verfasst wurde.
Michael Sterzik
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert und empfehlenswert, 15. August 2012
Ich empfand das Buch als gut gelungen. Vor dem Kauf habe ich mir hier zahlreiche Rezensionen durchgelesen, auch die negativen. Das Buch ist sicher nicht perfekt, aber auch ganz bestimmtt nicht schlecht. Eine Bewertung unterhalb von drei Sternen ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Man mag sich am Schreibstil stören oder an manchen Ausdrucksweisen des Autors, wobei ihn dies aber andererseits auch wieder authentisch erscheinen lässt. Es wurde von anderen Rezensenten kritisiert, dass der Autor keine Anleitungen gibt, wie Täter in der Realität konkret Schritt für Schritt überführt werden. Dabei übersehen sie aber, dass dies nicht die Intention des Autors gewesen ist. Wer wissen möchte wie man Täter überführt und Lügner entlarvt, der soll sich doch bitte die beiden Standartwerke von Marco Löw kaufen und nicht den Autor schlecht reden. Jedes Buch hat seinen Zweck. Der Zweck dieses Werkes ist spannende Fälle zu schildern, die Abläufe darzustellen und die Sichtweisen und Denkweisen eines Ermittlers zu vermitteln. Das ist dem Autor zweifelsfrei gelungen. Wer eine komplette Persönlichkeitsanalyse von Tätern erwartet, der ist mit einem Psychologiebuch sicher besser bedient. Das besondere an Büchern von Autoren mit polizeilichem Hintergund ist die Authenzität. Sicher kann ich in einem Krimi auch ähnliches lesen, aber der entscheidende Unterschied beim vorliegenden Werk ist doch gerade, dass mir beim Lesen bewußt wird, dass alles was da geschrieben wird der Realität entspricht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gänsehaut, 16. November 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich habe schon einiges aus diesem Genre gehört. U. a. eben auch die komplette Crime Edition, die mir insegsamt sehr gut gefallen hat, weil sie authentisch ist.
Was aber auf den CDs 3 und 4 hier abgeht, ist wirklich gruselig.
Und nicht, weil es irgendeine erdachte Story ist, sondern weil in dem geschilderten Fall die Realität beschrieben wird. Eine schaurige Realität.
Empfehlenswert.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mörder, wie sie wirklich sind, 16. November 2011
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Jahrzehntelang war er Ermittler in München in unzähligen Mordkommissionen, hat an die 100 Mordfälle bearbeitet. In diesem Buch schildert er einige davon, die Ermittlungen, die Hindernisse, wieviele Beamte an solchen Ermittlungen beteiligt sind und wie frustrierend die Arbeit sein kann.

Frustrierend auch oft seine Erfahrungen mit Gerichten. Verständlich, denn oft lassen sie Menschen laufen, die die Beamten für schuldig halten. Aber andererseits: Wer würde schon gerne in einem Land leben, in dem die Gerichte nicht im Zweifelsfall für den Angeklagten entscheiden würden?

Fälle und Ermittlungen sind spannend und gut beschrieben, das Buch liest sich weg wie ein Krimi und gruselt weit mehr: Immerhin haben wir es hier mit echten Leichen zu tun, mit echtem Blut und nicht mit Tomatenketchup. Interessant natürlich, worin sich reale Ermittlungsarbeit und Krimi unterscheiden - und worin sie sich dann doch treffen. Im Verhör zum Beispiel. "Auch der erfahrenste Vernehmungsbeamte kann nie sagen, wie eine Vernehmung verlaufen und wie sie enden wird", sagt er. Oft ist der Satz "Ich kann doch nicht was gestehen, was ich nicht getan habe", der Anfang zu einem richtigen Geständnis.

Eindrücklich schildert er einige Fälle, in denen das Verhör zum Geständnis führte und zeigt, wie wichtig eine "menschliche" Verhörtechnik ist. Eine, die den Angeklagten ernst nimmt, ihn bestätigt und quasi die Welt durch seine Brille sieht. Nicht ganz einfach, denn das erfordert einiges. Vor allem, wenn man es mit einem Sexual-Täter zu tun hat oder mit einem Kollegen der Polizei, der aus reiner Habgier zwei Menschen abschlachtet. Diese beiden Fälle werden am eindrücklichsten, ausführlichsten geschildert, hier liefert Wilfert nicht nur eine Schilderung der Ermittlungen, sondern gleich noch ein Psychogramm der Täter. Im Fall des Polizisten gesteht er freimütig, wie schwierig es war, gegen jemand zu ermitteln, der quasi "Familienangehöriger" war - auch wenn Wilfig natürlich wusste, dass Polizisten genauso morden können wie andere Menschen auch.

Auch die anderen Fällen lässt er lebendig werden und zeigt, warum er zur Meinung kam, jeder Mensch könne zum Mörder werden.

Dass der mordende Polizist ganz am Schluss zu ihm sagt: "Ich hab es getan. Sie haben es von Anfang an gewusst, Herr Wilfling. Ja? Sie haben es gewusst" ist ein schwacher Trost, nachdem er in der Nacht zuvor die Leichen besichtigen musste und nun das ausführliche Geständnis eines kaltschnäuzigen Täters anhören muss.

Ein Buch, das spannender ist als so mancher Krimi.

Hans Peter Roentgen
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beim Bier am Stammtisch erzählt, 10. März 2011
Von 
G. J. Matthia "GJM" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Josef Wilfling ist kein erfahrener oder gar »gelernter« Autor, das hat er auch nirgends behauptet. Er ist auch kein Psychologe, kein Seelsorger, kein Jurist, sondern der pensionierte Leiter einer Mordkommission.

Daher täte man ihm Unrecht, wenn man von seinem Buch eine herausragende Sprache, psychologische Einsichten in die Seelen der Verbrecher oder juristisch-distanzierte Analysen erwarten würde.

Zweifellos sind seine Formulierungen oft unfreiwillig komisch, wenn beispielsweise die Stiche »absolut tödlich« sind; es gibt nun mal keinen nicht absoluten Tod. Auch manche Redewendungen (Zittern wie Espenlaub) sind arg abgedroschen, doch wie gesagt ' Wilfling lässt keine Ambitionen erkennen, ein guter Schriftsteller zu sein. Man könnte höchstens dem Verlag ankreiden, dass er das Geld für ein Lektorat nicht ausgegeben hat; vermutlich war Heyne etwas klamm in der Kasse.

Das Buch erzählt Fälle, die dem Autor aus seiner Laufbahn besonders eindrücklich in Erinnerung geblieben sind. Zwar mit geänderten Schauplätzen und Namen der Beteiligten, aber der Leser darf wohl davon ausgehehen, dass die geschilderten Ermittlungen tatsächlich so verlaufen sind. Bei der Lektüre tun sich Abgründe auf, insofern verspricht der Titel des Buches nicht zu viel. Dass Josef Wilfling seine Empfindungen nicht ausspart, dass er auch von eigenen Überreaktionen und Fehlern berichtet, dass er eine Meinung zur juristischen Praxis hat und ausdrückt, macht ihn sympathisch und glaubwürdig.

»Die Wirklichkeit ist packender als jeder Krimi«, wirbt der Verlag für das Buch ' das sei dahingestellt, es gibt Krimis, die packender und spannender sind. Dass man einem Krimiautor so manches nicht abnehmen würde, was dieses Buch berichtet, ist allerdings anzunehmen. Ein Polizist klettert über die Trennwand einer Toilette und springt auf den Verdächtigen herab, woraufhin beide samt Kloschüssel durch den Boden brechen und in der Sickergrube landen ' da würde man bei einem Krimi den Kopf schütteln und »völlig übertrieben« murmeln. Dass ein Mörder beim Vergraben von Leichenteilen den Plastiksack nicht mit verbuddelt, um die Umwelt zu schonen, würde bei der Lektüre eines Krimis zumindest Stirnrunzeln hervorrufen.

Das Leben ist zuweilen absonderlicher als die Fiktion, und dieses Buch schildert Episoden, in denen das sichtbar wird.

Ist »Abgründe« ein Sachbuch? Nein. Dann hätte es sachlicher ausfallen müssen. Ist es ein Roman? Nie und nimmer, ein Roman bemüht sich um Handlungsstruktur und Erzählstil. Ist es eine Autobiografie? Keineswegs, das Leben des Autors spielt keine Rolle. Haben wir es mit einer Erzählung oder einer Sammlung von Erzählungen zu tun? Schon eher, denn hier erzählt jemand seine Erlebnisse, wie er sie seinen Freunden beim Bier am Stammtisch erzählen würde. Nicht mehr und nicht weniger.

Mein Fazit: Lesenswert, denn die Lektüre ist an keiner Stelle langweilig.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, 4. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abgründe: Wenn aus Menschen Mörder werden - Der legendäre Mordermittler deckt auf (Kindle Edition)
Wenn man auf echte Kriminalfälle steht.
Ich hätte mir mehr Details und Endergebnisse der Fälle gewünscht, kann aber verstehen, dass dies Daten sind die man nicht rausgeben darf
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ARRAY(0xa1ecff78)

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