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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Hit, aber man sollte etwa wissen, was einen erwartet
Für mich ist dieses Buch eines der besten Bücher von 2010, aber die Kritik verschiedener Vorrezensenten zeigt mir, dass man in etwa wissen sollte, was einen erwartet.

Immer wieder wird Andrea Schacht zum Vorwurf gemacht, dass ihre Geschichten nicht historisch genug oder zu leichte Kost seien.
Zum ersten Kritikpunkt: Ich halte ihre Geschichten...
Veröffentlicht am 26. September 2010 von patricia

versus
15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Agatha Christie im Mittelalter
Eines vorweg: Ich bin ein bekennender Fan von Andrea Schacht. Aber dieses Buch gehört meines Erachtens nicht zu ihren Meisterwerken. Schon zu Beginn drängte sich mir der Gedanke auf, dass die Autorin ein paar Agatha-Christie-Romane zu viel gelesen hat. Zur Geschichte: Auf einer herrenlosen Burg treffen eine Anzahl mehr oder weniger edler Herrschaften zusammen,...
Veröffentlicht am 3. Juli 2010 von Andrea Sohn-fritsch


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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Hit, aber man sollte etwa wissen, was einen erwartet, 26. September 2010
Für mich ist dieses Buch eines der besten Bücher von 2010, aber die Kritik verschiedener Vorrezensenten zeigt mir, dass man in etwa wissen sollte, was einen erwartet.

Immer wieder wird Andrea Schacht zum Vorwurf gemacht, dass ihre Geschichten nicht historisch genug oder zu leichte Kost seien.
Zum ersten Kritikpunkt: Ich halte ihre Geschichten für gut recherchiert, was die Lebensumstände der handelnden Personen betrifft. Was Andrea Schacht nicht bietet, sind Geschichten bei denen der Schwerpunkt auf geschichtlichen Ereignissen oder Personen liegt.

Zum zweiten Kritikpunkt: Es ist viel leichter "leidenschaftlich" und "dramatisch" zu schreiben, als eine kluge und leichtherzige (nicht leichtgewichtige!) Komödie!! Gerade, dass ihre Akteure zwar zu tiefen Gefühlen fähig sind, jedoch auch zu Selbstironie und trockener Selbstkritk, macht sie mir so sympathisch - man sollte sich selbst und auch die Mitmenschen nicht immer allzu ernst nehmen... Außerdem liebe ich an ihren Geschichten, dass sie nie blutrünstig sind - Unangenehmes geschieht auch, es wird jedoch nicht ausgewalzt - wer in dieser Hinsicht ausführliche Beschreibungen mit Authentizität gleichsetzt, muss sich tatsächlich andere Literatur suchen.

Kurz gesagt, Andrea Schacht schreibt, wie auch in diesem Fall, Beziehungsromane in gut recherchiertem historischem Umfeld. Die Liebesgeschichte ist ein wichtiger Bestandteil, aber dennoch nur ein Teil des Beziehungsgeflechts, genauso wie die Kriminalgeschichte. Die Auflösung des Mordes/der Morde bleibt spannend bis zuletzt.

Die Hauptperson, Hardo Lautenschläger, der Minnesänger, ist wundervoll gelungen, man meint ihn zu hören und spürt seine Ausstrahlung - er erzählt seine Erlebnisse in der Ich-Person. Abwechselnd dazu, erzählt die Autorin die Erlebnisse der anderen Hauptpersonen in der dritten Person - ein wundervoller Kunstgriff, durch den der Leser überall dabei ist und dennoch Hardo in der erzählenden Rolle im Mittelpunkt steht und sich direkt an den Leser wendet. Auch Engelin, seine umworbene, stachelige Rose und alle anderen Gäste und Bewohner der Burg sind glaubwürdig geschildert.

HISTORISCH IM BESTEN SINNE wurden mir zwei Aspekte des mittelalterlichen Lebens nahegebracht, die ich vorher kaum kannte: Etliche historische deutsche Minnelieder von mittelalterlichen Dichtern (Walther von der Vogelweide, Heinrich von Morungen, Carmina burana etc.) werden in verständlichen neuhochdeutschen Nachdichtungen von Hardo gesungen und dem geneigten Leser vorgetragen. Ebenso wird über das mittelalterliche Verständnis der Minne philosophiert, wobei die Einzelpersonen die Minne in sehr verschiedenen Facetten ausleben...

Eine absolute Leseempfehlung von mir, für diese gelungene Posse !!!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mordsspaß mit Minnesang im Mittelalter, 30. Juli 2010
Da zum Inhalt schon geschrieben wurde, hier meine persönlichen Eindrücke zu dem Buch.

Vorneweg muss ich sagen: ich lese selten in diesem Genre, dies ist der erste historisches Roman von Andrea Schacht, den ich gelesen habe und- auch nicht der letzte!
Das liegt an folgenden Punkten:

- humorvoller und witziger Schreibstil, der sich auch im Personenregister wiederfindet

- Zeitreisegefühl, durch die Sprache, den geschickten Einbau der Minnelieder an den dramaturgisch richtigen Stellen und die Beschreibung des Umfeldes befindet man sich- schwupps- im Mittelalter, und zwar ohne seitenweise geschichtliche Abhandlungen. So muss es für mich sein.

- ausgefeilte Charaktere, und zwar bis in die Nebenrollen (sogar der Kater ist sehr lebendig beschrieben), die

- die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen. Zum einen gibt es den Spielmann Hardo als Ich- Erzähler, dann begleitet man noch zwei weitere Protagonisten (seinen jugendlichen Freund Ismael sowie Engelin van Dyke), was das Buch sehr kurzweilig macht und dem Leser- nicht zuletzt durch nächtliche Gespräche zwischen den Männern und nächtlichem Getuschel zwischen den Frauen- einen umfassenden Überblick und regelmäßige "Updates" verschafft. Den Reiz macht zusätzlich aus

- eine vom Spielmann erzählte "Geschichte in der Geschichte" mit Realitätsbezug, durch die dem Leser zum einen die Personen und zum anderen die einzelnen Verstrickungen untereinander näher gebracht werden (was auch wichtig ist, da es da so einige Personen gibt, die man erst einmal auseinanderhalten muss- was aber für mich auch ein Pluspunkt ist, da das viele Spekulationsmöglichkeiten eröffnet. Zudem gibt es ja das vergnügliche Personenregister).

- Die Liebesgeschichte ist ebenfalls originell und ich gebe es offen zu, man möchte an der einen oder anderen Stelle gerne tauschen.

- Der Kriminalfall bzw. Hardos Geschichte an sich ist sehr spannend dargestellt und während der "Ermittlungen" passiert sehr viel. Es gibt jede Menge Überraschungen und Wendungen, mit denen ich niemals gerechnet hätte, ich bin vielen falschen Fährten gefolgt, und diese ganze Nicht- Vorhersehbarkeit hat ungeheueren Spaß gemacht.
Auch die Charaktere lassen zunächst wichtige Dinge aus...der Titel "Das Spiel des Sängers" hat nach dem Lesen eine etwas andere Bedeutung.

- Schmankerl für Fans ist, dass wohl in Nebenrollen lieb gewonnene Charaktere aus anderen Büchern auftauchen, ich als Nichtkennerin habe dies aber nicht bemerkt, es ist also kein Hintergrundwissen erforderlich.

Alles in allem großartig, spannend und eine Hommage an den Minnesang, großes Lob und volle Punkte!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft, Spannend und Unterhaltsam, 28. Juli 2010
Dies ist ein Buch, welches mich verzaubert hat durch wunderschöne Minne Texte alter Meister und einem sensationellen Erzählstil.
Frau Schacht erzählt hier eine Geschichte wie sie durchaus mal stattgefunden habe könnte.

Man ist als Leser immer wieder bereit die amerikanischen Geschichten - vom Tellerwäscher zum Millionär - in immer anderen Versionen zu lesen. Dies ist die mittelalterliche Version einer solchen Geschichte.
Vom verachteten Tropf zum erfolgreichen Mann.

Die Autorin hat die Verse der alten Meister sehr schön in die Handlung eingefügt, so dass sich durch die Verse immer auch ein Bezug zur Handlung ergibt. Zudem hat sie die Geschichte aus mehreren, wechselnden Perspektiven erzählt. Das alleine verleiht dem Buch schon einen besonderen Reiz beim lesen, aber es gibt auch noch andere Pluspunkte, die dieses Buch für mich so Zauberhaft gemacht haben.
Da sind die verschiedenen Charakter der Protagonisten, die Frau Schacht hier sehr facettenreich und einfühlsam beschreibt. Obendrein gibt es nicht nur ältere Protagonisten auf der Burg, sondern auch sehr pfiffige und humorvolle Jugendliche. Gerade diese jugendlichen Hauptdarsteller geben der Handlung durch Wortwitz und Situationskomik eine unverwechselbare Würze. Obendrein schafft es die Autorin durch sehr lebendige und frische Dialoge ihren jugendlichen Protagonisten einen ganz besonderen Charme zu verleihen.
Der Kriminalfall in diesem Buch gestaltet sich etwas verzwickt und die Ermittlungsmethoden waren im Mittelalter sehr begrenzt. So kommt es, dass die Übeltäter lange im Verborgenen bleiben und erst durch die geschickte Erzählweise des Sängers aus der Reserve gelockt werden.
Die angespannte Stimmung und die Atmosphäre während der Ermittlungen, hat Frau Schacht sehr schön beschrieben. Die Spannung steigt mit jedem Kapitel weiter an.
Natürlich gibt es auch eine bitter süße Liebesgeschichte, die durch die Minne-Texte noch zusätzlich an Reiz gewinnt.
Und so wie ich es bei den Büchern dieser Autorin gewohnt bin, habe ich auch bei diesem Buch mehrfach laut lachen müssen beim lesen.
Man kann bei dem Kriminalfall wunderbar mit raten und wenn man über die Geschichte mal genauer nachdenkt, dann versteht man auch welche menschlichen Schwächen in dieser Handlung beschrieben werden. Vor allem sieht man aber auch welche Folgen diese Schwächen haben können.

Geschickt gibt die Autorin der Handlung immer wieder neue und überraschende Wendungen. Und genau das macht dieses Buch zu einer spannenden und sehr unterhaltsamen Lektüre. Die Tatsache, dass Frau Schacht in diesem Buch die Grausamkeiten der damaligen Zeit mit in die Handlung einfließen lässt, ohne sie lange und präzise zu beschreiben, hat mich auch sehr gefreut.

Natürlich kann man Vergleiche zu Agatha Christi oder auch zu dem >Spielmann von Ingrid Ganß< ziehen! Aber wenn man genau hinschaut so erkennt man sehr genau, dass die Grundidee zu diesem Buch eine ganz andere ist. Ich denke die Grundidee zu diesem Buch war, eine Geschichte zu erzählen in der die Texte der großen alten Dichter wieder lebendig werden und in neuem Glanz erstrahlen.
Das Personenregister am Ende des Buches und auch das ausführliche Nachwort runden dieses Werk wunderbar ab.
Ich habe mich mit diesem Buch sehr wohl gefühlt und darum kann ich es wärmstens empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Federleicht - fünf Sterne plus, 12. Mai 2011
Schade, dass das Buch zu Ende ist, ich hätte gern etwas mehr Zeit mit Hardo Lautenschläger, der Jungfer Engelin und dem immer amüsanten und regelrecht köstlichen Ismael verbracht.
Andrea Schacht ist mit diesem Roman ein kleines Meisterwerk gelungen, allerdings kann man nicht so genau sagen, ob es nun ein historischer Roman, ein Kriminalroman oder eine Allegorie ist. Ich habe mich eher mehr für den historischen Roman entschieden, da der Kriminalroman zugunsten der sehr lebendigen Schilderung des mittelalterlichen Lebens auf einer Burg etwas im Hintergrund steht, auch wenn mehrere Morde und Mordanschläge aufzuklären sind.
A. Schacht hat einen flüssigen und gut zu lesenden Stil, allerdings muss man sich in dieses Buch wegen der Vielzahl der handelnden Personen und der vielen losen Fäden, die die Autorin erst ganz allmählich sehr folgerichtig zu einem Ganzen zusammenstrickt, erst hineinfinden. Aufgrund der Lebendigkeit der Schilderung und der recht klar strukturierten Kriminalhandlung gelingt dies dem Leser aber doch recht schnell. Trotz allem wirkt das ganze Buch dermaßen federleicht, dass man immer weiter lesen möchte.
Nicht umsonst wird dieser Roman viel mit Werken von Agatha Christie verglichen, da durch einen Sturz des Burgvogtes vom Turm von Ritter Ulrich, der die wahrlich erlesene Gesellschaft zwecks Neuvergabe eines Lehens zusammengerufen hat, eine Art Quarantäne ausgerufen und sogar die Dienerschaft ausgesperrt wird. Diese hatte wegen der Erscheinung eines unheilvollen Schweifsterns lieber die Dorfkirche aufgesucht, statt zur Arbeit zu erscheinen. So sind also alle, auch die hochgeborenen Burgbewohner gezwungen, für sich selbst zu sorgen, und der Autorin gelingt es auf diesem Wege, sämtliche auf einer Burg notwendigen Tätigkeiten und sonstigen Gegebenheiten dem Leser auf sehr unterhaltsame, manchmal auch recht komische Art näherzubringen. Die Autorin entwickelt dabei eine unnachahmlich komische Art, so bringt die Schilderung, auf welche Weise sich einer der Gäste seine Sünden mit Weihwasser abzuwaschen versucht, den nicht allzu prüden Leser unwillkürlich zum Schmunzeln wenn nicht sogar zum lauten Lachen.
Durch die vielfachen Rückblenden aus Sicht von Hardo Lautenschläger, die er immer abends in Form einer vorgetragenen Geschichte dem durch die Umstände begrenzten Publikum zu Gehör bringt, und die Einstreuung von Minnesängerliedern ist das Buch nicht ganz einfach zu lesen. Aber die klare Gliederung in Tage und diese dann wieder in immer gleichbleibende Abschnitte, wie abends eben die Geschichten von Hardo, seine täglichen Gespräche mit Ritter Ulrich und die "Gespräche unter harten Männern" aus Ismaels optimistischer Lebenssicht sorgen jedoch dafür, dass man sich beim Ende des einen (Buch)Tages bereits auf die Ereignisse des nächsten freut. Erst ganz allmählich und scheibchenweise wird die Verstrickung der einzelnen Personen in Hardos Geschichte aufgedeckt und der Autorin gelingt es sogar noch, beim Abschluss mit einigen kleinen Überraschungen aufzuwarten. Hierbei bleibt sie immer logisch und folgerichtig bis hin zu einem ganz am Anfang offen gelassenen Gitter an einer Marienstatue.
Wie bei A. Schacht gewohnt, darf ein Kater, der eine durchaus wichtige Rolle spielt, auch hier nicht fehlen (komischerweise heißt er Patta, wie der Vize-Questore aus den Brunetti-Romanen).
Der historische Hintergrund ist nicht allzu deutlich ausgeprägt, die Autorin beschränkt sich hier auf wenige Andeutungen, aus denen man mit wenig Mühe jedoch die richtige Zeit (Beginn des 15. Jh.) entnehmen kann.
Ein Thema, das auch heute noch sehr aktuell ist, scheint ihr jedoch über das ganze Buch sehr am Herzen zu liegen: die Förderung begabter oder auch nicht so begabter Kinder und Jugendlicher, so zeigt sie uns hier über das ganze Buch, dass aus einem dummen Tölpel zwar kein Prinz, aber doch etwas Ordentliches werden kann.
Für mich gerade aufgrund seiner Losgelöstheit vom historischen Hintergrund, seiner Leichtigkeit, seiner guten Schilderung des alltäglichen Lebens auf einer Burg (wenn auch unter etwas seltsamen Umständen) und der Originalität und Lebensechtheit seiner Figuren einer der besten historischen Romane überhaupt und mit gewissen historisch bedingten Schwächen auch ein durchaus ordentlicher historischer Krimi mit objektivem Ermittler und allem anderen Drum und Dran.
Für mich ist dieser Roman 10 Sterne wert, uneingeschränkt zu empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch!, 27. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie immer ist es ein einfühlsamer interessanter Roman von Andrea Schacht! Ich kann ihn als unterhaltsame Lektüre nur empfehlen. Tolles Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dichte, gut verwobene Geschichte, 4. Juli 2011
Für mich ist ein ganz entscheidendes Kriterium für die Bewertung eines Buches, ob es versteht, Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen und mich zu fesseln. Das ist hier hervorragend geglückt. Sicher muss man sich am Anfang durch einige Namen kämpfen, doch im Anhang finden sich alle handelnden Personen (ein kleiner Hinweis: am Anfang des Buches findet man sie schneller). Natürlich ist es eine etwas "künstliche" Situation, dass alle handelnden Personen die Burg nicht verlassen dürfen, aber durch die Geschichten, die der Protagonist erzählt, begibt sich die Phantasie doch auf Wanderschaft. Ich hatte nicht einmal das Gefühl, mich in einem engen, Agatha-Christie-typischen Set zu bewegen.
Faszinierend fand ich die unterschiedlichen Erzählebenen, die es dem Leser ermöglichen, die Geschichte von allen Seiten zu beleuchten. Zudem waren die Beziehungen der handelnden Personen sehr intelligent miteinander verwoben. Das macht das Talent von Andrea Schacht für mich aus.
Dass sie als Protagonisten gewählt hat, die sich aus den für die Zeit üblichen Rollen heraus entwickeln, ist auch typisch, das macht die Lektüre so interessant, man spürt förmlich die Aufbruchsstimmung am Ende des Mittelalters.
Als großer Almut-Fan habe ich es sehr genossen, dass das Gut in Villip auch eine - wenn auch kleine - Rolle spielt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Minne und Mord, 12. November 2010
Von 
HeikeM - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Andrea Schacht führt ihre Leser in diesem Roman auf die Burg Langel zur Zeit der Minnesänger. Dort will Ritter Ulrich wegen des Mordes an dem Burgherren Eberhard die Lehennachfolge klären. Neben den Bewerbern ist auch der Barde Hardo Lautenschläger eingeladen worden. Er soll für eine gute Stimmung in der Runde sorgen. Aber ist die Unterhaltung der Gäste wirklich sein ausschließliches Anliegen? Diese Frage stellt sich nach dem Mord am Burgvogt und einem Anschlag auf Hardo um so dringender. Wer hatte ein Motiv? Oder besser, wer hatte keines? Ritter Ulrich will die Tat auf seine ganz persönliche Art und Weise lösen. Er lässt die Zugbrücke hoch ziehen. Da die Burg nun nicht mehr verlassen werden kann, muss auf Gedeih und Verderb jeder mit jedem auskommen und jeder weiß, eine(r) hat die Tat begangen. Die Spannung zwischen den Gästen nimmt zu, als ihnen bewusst wird, dass die von Hardo allabendlich vorgetragene Minne seine Lebensgeschichte ist, die weit mehr mit der Burg verbandelt ist als viele erwarteten und in der sich einige von ihnen wieder finden.
Andrea Schachts Romane sind für mich inzwischen schon ein Garant für gute Unterhaltung. Sie helfen mir beim Abschalten nach einem stressreichen Arbeitstag. So erging es mir auch mit "Das Spiel des Sängers". Mit dem ihr eigenen Humor und Wortwitz schafft die Autorin es die Zeit der Minne vor meinem inneren Auge mit Leben zu erfüllen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie ihre Charaktere sehr gekonnt und einfühlsam in die Geschichte einbringt. Man spürt, dass die Akteure Andrea Schacht am Herzen liegen und so berichtet sie über Hardo, Ulrich, Engelin, Casta, Margarethe und wie sie alle hießen auch mit einem Augenzwinkern und natürlich taucht auch wieder ein Katerchen in der Handlung auf. Von Beginn an war dieses Buch spannend und auch als das Ende absehbar war, büßte es nichts von seinem Reiz ein. Das ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass Hardo in seinen Gesängen immer nur häppchenweise Episoden aus seinem Leben preis gibt und dann wieder die Ent- und Verwicklungen der Burggäste thematisiert werden. Dadurch, dass die in der Handlung vorkommenden Personen auf der Burg eingeschlossen sind, berichtet Andrea Schacht über ein sehr abgeschottetes Terrain. Manchmal fühlte ich das Flair der guten, alten englischen Krimis. Dabei hatte ich ja eigentlich einen reinen historischen Roman erwartet. Zu der Krimihandlung und der Historie kam noch die eine oder andere offene oder versteckte Liebelei und somit waren alle Bedingungen für flüssig zu lesende, humorvolle und auch spannende Unterhaltung gegeben. Abgerundet wurde sehr positive Gesamteindruck durch die passend zu Handlung eingefügten Texte alter Minnegesänge und die sehr ansprechende Gestaltung des Buches.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Praller Historienkrimi, 8. Oktober 2010
Ein kurzweiliger und abenteuerlutiger Schmöker, der besser mit historischer Kriminalroman betitelt wäre.
Zum Inhalt bleibt mir wenig zu sagen, da sich andere Rezensenten darüber schon verbreitet haben. Mir hat das Werk der Autorin gefallen. Liest sich leicht und amüsant, wie immer bei Andrea Schacht. Allerdings sind die Zusammenhänge eher etwas komplex und Mitdenken ist angesagt.
Denn die Beziehungen zwischen den Burggästen sind nicht immer offensichtlich zu durchschauen. Erst im Verlauf des Buches rundet sich das Bild zum Ganzen, viele lose Fäden und angefangene Geschichten verwirren vorerst, treiben den Leser aber immer weiter bis zur unerbittlichen Wahrheit.
Ich habe alle Beginenromane verschlungen - aber hier hat Andrea Schacht noch eine große Schippe draufgelegt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier gibts für mich nichts zu meckern...., 4. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
.... obwohl ich mich die ersten achtzig Seiten schwer getan habe. Nun muss ich sagen, kann ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Andrea Schacht eben. Hier wird langsam die Spannung aufgebaut und das gefällt mir.Ein schöner Roman über die Dichtung und den Minnegesang, aber auch über Freundschaft, Loyalität und über die Tatsache, das man sich nicht aussuchen kann, in welche Familie man geboren wird, welche Gebrechen einen plagen und welche Hautfarbe man hat. Absolute Kaufempfehlung. Ach übrigens: Agatha Christie habe ich nie gelesen!!
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Agatha Christie im Mittelalter, 3. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eines vorweg: Ich bin ein bekennender Fan von Andrea Schacht. Aber dieses Buch gehört meines Erachtens nicht zu ihren Meisterwerken. Schon zu Beginn drängte sich mir der Gedanke auf, dass die Autorin ein paar Agatha-Christie-Romane zu viel gelesen hat. Zur Geschichte: Auf einer herrenlosen Burg treffen eine Anzahl mehr oder weniger edler Herrschaften zusammen, die alle neue Lehnsherren dieser Burg werden wollen. Ein edler, aber verarmter Ritter soll herausfinden, wer sich am besten als neuer Burgherr (oder -frau) eignet. Unterhalten werden sie dabei vom Minnesänger Hardo. Wie bei Agatha Christie ist es eine geschlossene Gesellschaft, und wie bei Agatha Christie kommt jemand zu Tode. Der Leser weiß also, dass der Schuldige nur in den Reihen der Protagonisten zu finden sein kann. Und wie bei Agatha C. kommen auch hier Verbindungen aller Beteiligten zu Tage, die vorher keiner geahnt hat. Da hat der ein Verhältnis mit dem, dafür ist der andere ein unehelicher Sohn von diesem, damit auch gleichzeitig sowas wie ein Halbbruder von jener. Man kennt das ja. Und das "Motiv" für det Janze ist dann am Ende auch ein recht Schwaches, zumindest für mich, die mit solchem esoterischen Gefasel ja nix am Hut hat. Aber trotzdem hat das Buch auch Stärken: Es ist spannend geschrieben, zu jedem Kapitel oder Vorkommnis hat sich Frau Schacht ein passendes Minnelied herausgesucht, das sie auf neuhochdeutsch irgendwie einflicht. Eine passende Minne-geschichte (eigentlich sogar zwei), eine herzergreifende Geschichte eines armen Wanderbarden, der sich am Ende als der große Gewinner entpuppt (war sehr vorhersehbar) und natürlich ein Happy End machen dieses Buch zum lesenswerten Schmöker, aber nicht zum "Must have" des Sommers.
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Das Spiel des Sängers: Historischer Roman
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