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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Oktober 2010
Inhalt:

Loel Zwecker versucht auf knapp 370 Seiten dem interessierten Leser die Geschichte der Menschheit zu erzählen. Er beginnt nach einem kurzen Vorwort mit den Hochkulturen in Mesopotamien, Ägypten und Palästina. Seine Beschreibung endet mit Ereignissen, die erst vor wenigen Monaten stattgefunden haben und einem kleinen abschließenden Zukunftsblick. Innerhalb der einzelnen Kapitel berichtet er von den kulturellen, sozialen und politischen Entwicklungen in einzelnen Ländern. Dabei bleibt er auch nicht, wie so viele andere Autoren, an den europäischen Grenzen stehen. Er beschäftigt sich ebenso mit Asien, Afrika, Australien und Amerika. Zudem werden nicht nur die bloßen historischen Daten aufgezählt. Es geht auch um langfristige Entwicklungen und die verschiedenen Religionen.

Sprache und Stil:

Zwecker schreibt in einem sehr lockeren und humorvollen Ton. Dabei streut er in die Erzählung immer wieder moderne Begriffe und Bezüge ein, die die zurückliegenden Verhältnisse besser erläutern sollen. Zudem versucht er mehrfach moderne Entwicklungen mit historischen Verläufen zu vergleichen. Allerdings ist die Anzahl der humoristischen Einwürfe anscheinend davon abhängig wie gut er sich in einem Themengebiet auskennt. Man hat den Eindruck, dass er manchmal sehr wissenschaftlich vorgeht und sich an einem Seil entlang bewegt. Auf der anderen Seite gibt es Passagen, in denen er fröhlich hin und her hüpft und Witze macht. Und gerade diese lustigen Passagen mögen dem einen oder anderen Leser aufstoßen. Nicht jeder mag es wenn nicht mit dem 'nötigen' Ernst über Geschichte gesprochen wird. Andere hingegen werden den Text sehr amüsant finden, werden dann aber auf der nächsten Seite von Zahlen und Ereignissen erschlagen. Insgesamt lässt sich aber der Text durch seine moderne und gut konstruierte Sprache sehr zügig lesen.

Persönliches Fazit:

Es ist ein sehr schwieriges Unterfangen die Geschichte der Menschheit in ein Buch mit 400 Seiten zu zwängen, die richtige Auswahl bei markanten Ereignissen zu treffen, keine wichtige Informationen zu unterschlagen und schließlich auch noch auf interessante Art und Weise zu schreiben.

Obwohl mir an einigen Stellen wichtige Ereignisse gefehlt haben, ich die Beschreibungen für Nicht-Historiker zu kurz fand und mir die Sprache an wenigen Stellen zu lapidar gewesen ist, muss ich sagen, dass Zwecker die ihm gestellte Aufgabe gut gemeistert hat. Sein Werk ist gut geschrieben, interessant und gibt einen umfangreichen Überblick. Ich konnte meine Kenntnisse noch einmal auffrischen und sicherlich wird der ein oder andere historisch interessierte Leser neue Personen und Ereignisse entdecken.

Zwecker schafft es auf jeden Fall das Interesse an Geschichte zu verstärken.
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am 3. Mai 2011
Was bisher geschah: Eine kleine Weltgeschichte ist kein Buch, dass man mal eben am Stück wegliest. Die übersichtliche Struktur, die kurzen Kapitel und die Illustrationen lockern das relativ trockene Thema Geschichte auf und machen das Buch insgesamt zu einem kurzweiligen Abriss der Ereignisse der Welt.

Zusammenhänge und Parallelen werden anschaulich verdeutlicht, sodass der Leser am Ende einen runden Gesamteindruck der Geschichte erhält, der weniger oberflächlich ist als die 400 Seiten vermuten lassen. Das Buch weckt Interesse am Thema und veranlasst sicher den einen oder anderen, sich mit einzelnen Epochen näher zu beschäftigen.

Zwecker berichtet mit einem zwinkernden Auge ohne platten Humor und in einer gehobenen Ausdrucksweise, die sich von anderen popularwissenschaftlichen Machwerken absetzt. Der Autor schafft es trotz persönlicher Anekdoten neutral zu bleiben. Den erhobenen Zeigefinger sucht man vergeblich. Gelungen finde ich, wie er immer wieder den Bezug zur Gegenwart findet.
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am 28. September 2010
Loel Zwecker verspricht mit seinem Buch eine Zeitreise für Jedermann quer durch die Menschheitsgeschichte.

Dieses Versprechen schafft er auch mit seinem Buch zu halten. In seinem Buch geht er chronologisch vor, in nur 20 Seiten erfährt der Leser beispielsweise die Basics über das Römische Reich, Erfolgsfaktoren und wieso es letztlich scheitern musste. Durch seine vielen Vergleiche zur Neuzeit schafft Zwecker es nicht nur, das ein oder andere Schmunzeln auf mein Gesicht zu zaubern, sondern auch Zusammenhänge bspw. zu den USA als heutige Supermacht zu erkennen. "Zusammenhänge aufzuzeigen" scheint ein generelles Ziel des Autors zu sein, auch zwischen Weltreligionen, Epochen und Kulturen beleuchtet er sie. Somit wird dem Leser auf angenehme, interessante Weise einiges klar, was er längst verstanden zu haben glaubte.

"Was bisher geschah" schafft es zu halten, was der Titel verspricht: eine interessante, teilweise Spannung aufbauende, sich auf die wichtigsten Fakten konzentrierende Zusammenfassung der aufregendsten Soap-Opera aller Zeiten: der Weltgeschichte. Anders als im Geschichtsunterricht konzentriert sich Zwecker allerdings tatsächlich auf die WELTgeschichte und nicht nur auf die Geschichte, die die Deutschen mehr oder weniger direkt beeinflusst hat. So konnte ich nicht nur Gelerntes-und-doch-wieder-Vergessenes auffrischen, sondern auch Wissen nebenbei erlangen, dass ich mir ohne dieses Buch gezielt hätte beschaffen müssen. Außerdem legt Zwecker besonderen Wert auf die Darstellung der Denkweise und Kultur der Menschen zu diesem Zeitpunkt. Beispielsweise Religionen und soziales Zusammenleben werden detailliert beleuchtet.
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am 20. Juni 2011
Ich bin Mitglied im Buchclub von MexxBooks und habe für diesen Loel Zweckers "Was bisher geschah: Eine kleine Weltgeschichte" als Kindle E-book gelesen.

Loel Zwecker hat mit "Was bisher geschah" eine kleine Weltgeschichte auf gut 400 Seiten gepresst. Was negativ klingt ist im Gegenteil aber ziemlich positiv.
Er hat die für ihn wichtigsten Geschichtspunkte der Menschheit zusammengefasst und kompakt sowie logisch wiedergegeben.

Angefangen vor 2,5 Millionen Jahren geht es zu Mesopotamien, Ägypten, Rom, Griechenland, Persien, China, Indien..(..) und sogar bis zur Gegenwart - dabei bleibt er immer sachlich und schreibt auch seine eigene Interpretation und Meinung nieder. Zu keiner Zeit wirken die einzelnen Kapitel zu lang oder zu desinformativ - nahezu sind teilweise schon zu viele Informationen vorhanden, wo man als Leser nun abwägen muss: Viele Informationen = viel Wissen oder ist weniger manchmal auch mehr? Dabei bleibt Zwecker keineswegs immer auf dem gleichen Kontinent - Er wandert praktisch alle Kontinente und die wichtigsten Gebiete der Welt ab.

Das Buch wird als Roman angepriesen, doch scheint es mehr eine wissenschaftlich-historische Lektüre zu sein, die mit Logik, teilweise Satire und Rhetorik interessant ausgebaut wurde. Auch habe ich einiges neues kennengelernt was ich zuvor noch nie gehört habe. Nach und nach werden auch passende Bilder eingeblendet, welche dem reinen weißen Text die Trostlosigkeit entwenden.

Wer also seine Allgemeinbildung in Sachen Weltgeschichte ausbauen will, dem rate ich dieses Buch von Joel Zwecker. Auch für jene die schon vieles wissen, ist es doch recht angenehm nochmal die erlernte Geschichte Revue passieren zu lassen. Ebenso kann ich mir in Zukunft vorstellen, etwaige Kapitel als Nachschlagwerk zu benutzen für gewisse Informationen.

Fazit: Kompakt, spannend, informativ - definitiv ein Lesegenuss!

Stefan MexxBooks
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am 18. September 2010
Loel Zwecker schreibt mit ,Was bisher geschah-eine kleine Weltgeschichte' ein geschichtliches Werk, welches jedoch nicht eindeutig wissenschaftlich ist. Zu oft kommen seine eigene Meinung oder eigene Erinnerungen und Empfindungen zutage, was nicht unbedingt negativ sein muss. Denn dadurch wird das Buch persönlicher und schreckt den Leser nicht von der Wissenschaft und Geschichte ab, was oft bei Lesern geschieht, die die wissenschaftliche Sprache nicht mögen oder nicht verstehen.

Dieses Problem gibt es hier nicht, weil Zwecker alles, was undeutig ist, erklärt und dem Leser näherbringt. Für einen Überlick über die menschliche Geschichte von der Urgeschichte bis heute reicht das Werk, aber für einen Tiefgang ist es zu oberflächlich. Meiner Meinung nach ist es nicht so schlimm, wenn sich das Buch wirklich auf einen bestimmten Leserkreis konzentriert: Für Wissenschaftlicher ist es zu simpel, aber für jemandem mit einem großen Interesse für Geschichte ist es ein tolles Leseerlebnis!
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. Oktober 2010
Dieses Buch ist ein kleiner Spaziergang durch die Geschichte der Welt ohne Anspruch auf Vollständigkeit und auch (wie der Autor eingangs erklärt) sehr subjektiv aber dennoch unendlich intersessant und spannend. Ich bin weder in der Schule noch in meinem Leben danach ein Geschichtsinterssierter Mensch gewesen, habe diesen Bereich einfach als notwendiges Übel mitgenommen. Hätte es damals schon Bücher wie diese gegeben... Der Autor schreibt in lockerer Art und Weise über Begebenheiten und Zusammenhänge in der Vergangenheit, und immerwieder entfuhr mir des beim Lesen des öfteren ein erstauntes: Ach so!!

Es gibt in unserer Zeit allerdings Zeiten in die es auch Loel Zwecker nicht geschafft hat mich mitzunehmen. Ich habe auch in diesem Buch keinen Einstieg in sie gefunden und wenn man etwas liest, was kein Interesse weckt kann das schon mal langatmig werden. Ich vergebe aber dennoch vier Sterne, da die Aha-Effekte die mir dieses Buch vermittelt hat ausgesprochen lehrreich waren, und das ich die Erkenntnis mitnehme, das die Zeit in der ich lebe und die nicht in meinem Geschichtsbuch stand, auch schon wieder Geschichte ist.

Fazit: Dieses Buch ist mit Sicherheit ein für allem für "Otto Normal Verbraucher" sehr lesenswertes Buch!
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am 19. September 2011
Als Lehrerin habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut. Schließlich sind hier so einige Sachen mal anders und unterhaltsamer beschrieben worden. Ich kann das für den Unterricht gebrauchen und es dem einen oder anderen Schüler empfehlen. Tatsächlich habe ich auch hier und da Geschichtsmuffel angeregt diskutieren gehört. Wer hätte das gedacht? Zudem habe ich dieses Buch den älteren Herrschaften in der Familie zu Weihnachten besorgt.

Nachteilig empfinde ich, dass offensichtlich an Kartenmaterial gespart wurde. Gerade bei diesen Themen müsste das natürlich sein. Weiterhin sind so einige Fachbegriffe als bekannt vorausgesetzt worden. Ein Glossar wäre aber ratsam gewesen.
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am 7. September 2011
Hier legt Loel Zwecker eine kleine Weltgeschichte vor, ein Buch, das in überschaubarem Rahmen wiedergibt, was in den letzten 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte passiert ist.
Von der Geburt der Schrift bis zur Gegenwart greift er verschiedene Entwicklungen auf, fasst diese allerdings anders zusammen, als man es sonst gewohnt ist.

Nämlich thematisch und völkerübergreifend entsprechend den jeweiligen Überschriften anstatt, wie es sonst häufig der Fall ist, der Geschichte eines Volkes oder Landes durch die Jahrhunderte zu folgen und dabei zeitgleiche Entwicklungen in anderen Gegenden oder ähnliche Erkenntnisse anderer Menschen außer Acht zu lassen.

Diese Herangehensweise eröffnet einem die Geschichte sehr viel verwobener und damit gleichzeitig komplexer, aber auch logischer und leichter zu begreifen, als man es gewohnt ist.
Man beschäftigt sich mit einem Themengebiet, nicht mit einem Land, das erleichtert das Verstehen für Geschichtslaien wie mich erheblich.

Insgesamt finde ich die Idee des Buches großartig, denn die Weltgeschichte ist interessant, ohne Frage. Nur wird einem in der Schule nur ein erschreckend kleiner und eingeschränkter Teil beigebracht und das meistens auch noch auf eine Art und Weise, die jegliches weitergehendes Interesse im Keim erstickt.
Das ist hier anders, man befindet sich auf einmal mitten in der Geschichte, so wie Zwecker es in der Einleitung anspricht: Wir alle sind Teil der Geschichte, nur begreifen müssen wir es.

Und genau das erleichtert dieses Buch.
Am Ende hat man das Gefühl, etwas gelernt zu haben und das auf recht unterhaltsame Art und Weise.

Geschichtsexperte bin ich jetzt sicherlich nicht. Und inwiefern Unwichtiges aufgebauscht und Wichtiges weggelassen wurde, kann ich allenfalls in den die Gegenwart und jüngere Vergangenheit betreffenden Kapiteln beurteilen. Aber letztendlich geht es auch nicht darum, mit einem lückenlosen, allumfassenden Wissen die Lektüre zu beenden, sondern etwas mehr zu begreifen, ein paar mehr Zusammenhänge zu sehen und insgesamt ein tieferes Verständnis für die Geschichte zu entwickeln.

Und das gelingt dem Autor.

Positiv ist weiterhin hervorzuheben, dass der Text immer wieder von Fotos und Darstellungen unterbrochen wird, man also Teile der Erzählung visualisieren kann. Allerdings braucht der Text eine solche Auflockerung auch, da die Kapitel teilweise recht lang sind und dem Text ein paar mehr Pausen durch Absätze oder weitere Überschriften gut getan hätten.
Die langen Fließtexte machen es manchmal schwer, konzentriert zu lesen, zumal der Autor so viel Wissen in seinem Buch unterbringt. Häufig habe ich mich dabei erwischt, einfach fünf Minuten Lesepause zu machen und über das Geschriebene nachzudenken, um es begreifen und behalten zu können.

Eine luftigere Struktur hätte hier helfen können.

Fazit:
Ein Buch, das geballtes Wissen vermittelt, dessen Aufbau sich an wichtigen Entwicklungen orientiert statt an geographischen oder ethnischen Einteilungen und das hierdurch sehr viel mehr Zusammenhänge erkennen lässt, als andere Geschichtsbücher.
Locker und lebensnah geschrieben, immer wieder mit Beispielen oder Redewendungen aus der Gegenwart bestückt, lässt Zwecker den Leser hier 5.000 Jahre weit zurückblicken und gleichzeitig den Bezug zum Jetzt nicht verlieren.

Keine leichte Kost, aber definitiv lesenswert.
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am 2. Oktober 2010
Mit dem Düsenjet von den Anfängen der Menschheit bis in die heutige Zeit. Und tatsächlich fühle ich mich auch geplättet von den vielen Informationen.

Was bisher geschah - eine kleine Weltgeschichte" macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Sehr umfassend schildert Loel Zwecker die Entwicklungen in der Welt von der Steinzeit bis zur heutigen Zeit. Dabei vergisst er nicht, auch auf die Religionen sowie die großen Denker der jeweiligen Zeit einzugehen. Allein die Idee, ein Kapitel fast nur über die Bibel - mit durchaus auch kritischen Anmerkungen und Vergleichen zu schreiben - finde ich sehr mutig. Doch er bleibt dabei jedoch immer in einer neutralen Position.
Eine sehr angenehme Art des Lesens und auch für den Überblick schafft Herr Zwecker, indem er nicht stur chronologisch den Ablauf der ganzen Welt erzählt, sondern bestimmte Sachen in Kapiteln und Unterkapiteln zusammenfasst. Dadurch gelingt eine sehr übersichtliche, aber trotzdem umfassende Information des Lesers. Perfekt, um Zusammenhänge zu verstehen. Der Schreibstil ist meist einfach und wie ein Roman gehalten.

In manchen Bereichen habe ich mich wirklich gefragt, woher Loel Zwecker das eigentlich alles weiß. Oder hätten Sie gewusst, dass Kaiser Nero gesungen hat und bis zu 5.000 Leute in seine Konzerte gezwungen hat? Oder dass es in England mal eine Todesstrafe auf das Beschädigen von Maschinen gab (1912)? Ich nicht.

Immer wieder aufgelockert wird das Buch durch diverse Bilder, am Anfang sind es sogar Hieroglyphen inkl. der Darstellung, Bedeutung und Aussprache. Immer wieder bezieht Herr Zwecker sogar passend zum jeweiligen Thema Kinofilme ein.

Trotz alledem spaltet mich dieses Buch. Mit war von Anfang an klar, dass es kein Roman zum mal eben schnell weglesen" ist. Doch einige Male musste ich mich fast zwingen, weiterzulesen.
Einige Kapitel sind zu vollgestopft mit Informationen und Daten - was an sich nicht schlecht ist. Doch schlägt sich dies auch auf die flüssige Lesbarkeit nieder. Es ist zwar löblich, möglichst viele Informationen unterbringen zu wollen. Doch manchmal ist weniger doch mehr. Vor allem die Passagen über die großen Denker und Ideologien wirkt verkrampft und übervoll mit Informationen. Zusätzlich nervig sind die häufig ellenlangen Sätze, die ich teils 3x lesen musste, um den kompletten Sinn zu erfassen.
Doch der Großteil der Kapitel liest sich sehr gut und flüssig. Es macht Spaß, sich durch die Geschichte zu lesen. Zumal es Herr Zwecker immer wieder schafft, Kleinigkeiten einzufügen, die man bestimmt noch nicht kennt.

Fazit: Trotz meiner Kritikpunkte kann ich das Buch nur empfehlen. Sicher kann es nur einen Überblick bieten und nie auf alles eingehen. Doch Herr Zwecker schafft es, auf eine meist lockere und leichte Art, Lust auf Geschichte zu machen. Jedem sollte jedoch klar sein, dass es ein Sachbuch und kein Roman für eben zwischendurch" ist. Ich werde es sicher nochmal lesen, um die vielen Informationen auch wirklich alle aufzunehmen...
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am 28. September 2010
Zugegeben, neu ist die Idee nicht: 1935 hat beispielsweise Ernst Gombrich mit seiner zeitlosen ,,Kurzen Weltgeschichte für junge Leser" das lobenswerte Ziel angestrebt, ein Orientierungwissen über die wichtigsten Ereignisse in ein Taschenbuch zu fassen.

Ähnliches versuchten später u.a. Alexander Demandt (etwas trocken) und Dietrich Schwanitz im Rahmen der ,,Bildungsdiskussion" vor einigen Jahren. Überhaupt, Schwanitz: An ihn erinnert man sich manches mal bei Loel Zweckers Buch, insbesondere hinsichtlich des frech-klugen Stils und der teils linksliberal eingefärbten Geschichtsschreibung. Dies tut dem Büchlein aber keinen Abbruch, Zwecker bekennt sich schon im Vorwort zum subjektiven Blick auf die Geschichte als ,,magistra vitae", als Lebenslehrerin.

Ein paar Kleinigkeiten haben mich gestört: So wird das Mittelalter insgesamt als vor allem ,,komische" Periode dargestellt, in dem auch noch ständig die Hexenverbrennung droht (dabei ist dies ein ausgemachtes Phänomen der protestantischen Neuzeit). An der katholischen Kirche wird kein gutes Haar gelassen, auch heute noch könne man sich z.B. laut Zwecker in Scheidungsfragen beim Vatikan freikaufen. Hier ist mir der Autor in seiner Schilderung oft zu polemisch. Im Bereich der Neuzeit werden die Euopäer als grausam (was häufig zutrifft), die Indianer und Aborigines dagegen als ,,basisdemokratisch" (offenbar ein Lieblingswort des Autors) und pädagogisch fortgeschritten geschildert. Nun ja.

Sehr gut gefällt mir hingegen die umfassende Themenbreite und die subjektive Darstellung, die Vernetzung von historischen, sozialen und auch künstlerischen Fakten, die einen immer wieder staunen lässt. Besonders hat mir das Kapitel über die Neuzeit, die Schilderungen über England und auch die Beschreibung der Nachkriegsära gefallen. Das letzte Kapitel, ein politisches Statement zur globalen Armut, hätte Zwecker dagegen getrost weglassen können.

Insgesamt ein, für einen in gewissem Maße vorgebildeten Leser, schön zu lesendes, amüsantes und horizonzerweiterndes Büchlein, das es wirklich in sich hat.

Vielen Dank, Herr Zwecker, ich habe einiges gelernt!
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