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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Gestalt mit seltsamen Stimmen
"... Es gibt eine Zeit zu leben,
eine zu sterben
und eine zu töten ..."

Heptonclough ist ein kleines Dorf in den Hochmooren von Lancashire. In diese scheinbare Idylle ist die junge Familie Fletcher mit ihren drei Kindern gezogen. Das Dorf verfügt über eine ältere und eine etwas neuere Kirche und die Fletchers haben sich auf dem...
Veröffentlicht am 23. Februar 2011 von Belles Leseinsel

versus
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider eine Enttäuschung
Den beiden ersten Romanen von Sharon Bolton habe ich jeweils 5 Sterne gegeben, dieser hat es nur zu 3 Sternen gebracht. Warum?

Ich muss zugeben, ich habe den Roman gerne gelesen - zumindest bis kurz vor Schluss. Er ist, wie auch die anderen Romane von Bolton, flüssig, lebendig, anschaulich, teilweise menschlich-witzig und durchaus anspruchsvoll...
Veröffentlicht am 14. Mai 2011 von Krimi-Fee


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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Gestalt mit seltsamen Stimmen, 23. Februar 2011
Von 
Belles Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
"... Es gibt eine Zeit zu leben,
eine zu sterben
und eine zu töten ..."

Heptonclough ist ein kleines Dorf in den Hochmooren von Lancashire. In diese scheinbare Idylle ist die junge Familie Fletcher mit ihren drei Kindern gezogen. Das Dorf verfügt über eine ältere und eine etwas neuere Kirche und die Fletchers haben sich auf dem Grundstück neben der Abteiruine ihr neues Häuschen gebaut. Begeistert spielen der sechsjährige Joe und der zehnjährige Tom auf dem Gelände des alten Friedhofs. Und auch ein neuer Vikar zieht in das Dorf. Harry Laycock eröffnet die seit 10 Jahre geschlossene Kirche wieder und lebt sich langsam in die Dorfgemeinschaft ein. Dies klingt nach einem beschaulichen Leben, bis die Fletcher-Söhne auf dem Friedhof plötzlich unheimliche Stimmen hören und immer wieder eine seltsame Gestalt sehen. Und dann stürzt in einer Novembernacht die Friedhofsmauer ein und legt das Grab eines kleinen Mädchens frei, welches jedoch drei Mädchenleichen birgt statt einer.

Sharon Bolton beginnt im Prolog mit der Entdeckung des Grabes des kleinen Mädchens, was der hinzugezogenen Polizei Rätsel aufgibt. Anschließend geht sie in ihrer Erzählung zwei Monate zurück und beginnt mit der eigentlichen Geschichte des Thrillers. Und dieser gestaltet sich von Anfang an äußerst unheimlich, mysteriös und regelrecht gruselig.

Ihr Schreibstil ist atmosphärisch so dicht umgesetzt, dass einen beim Lesen sofort ein sehr beklemmendes Gefühl überfällt. Dieses scheinbar so idyllische Dorf mit seinen offensichtlich so netten Einwohnern verbirgt ein grausames Geheimnis, dies spürt man mit jeder Zeile. Für die dichte Atmosphäre sorgen auch die Erwähnungen von Gebräuchen und Aberglauben, die in dem Dorf vorherrschen und regerecht zelebriert werden. Und doch wirken ihre Einwohner aufgeschlossen, freundlich und ehrlich, unterstützen sich gegenseitig und die Dorfgemeinschaft scheint wunderbar zu funktionieren. Die Fletchers wie auch der Vikar werden herzlich aufgenommen und lernen die Hilfsbereitschaft des Dorfes kennen. Hinzu kommt auch, dass sich der Großteil des Lebens der kleinen Jungs zwischen Kirche und Friedhof abspielt, allein dieses Vorstellung, gepaart mit dem immer wiederkehrenden Nebel der englischen Hochmoore erzeugt eine düstere, beunruhigende Stimmung.

Und Sharon Bolton spielt auch geschickt mit Ängsten, die wahrscheinlich fast jeder Leser aus seiner Kindheit kennt. Der Thriller wird zum einem aus der Sicht der Erwachsenen, zumeist des Vikars und der Psychologin Evi Oliver erzählt, aber auch sehr oft aus der Perspektive von Tom, dem zehnjährigen Jungen der Fletchers. Der Autorin gelingt es hervorragend, dass man sich in den spitzbübischen und auch so nachdenklichen Tom hinein versetzen kann und seine Ängste so auch mitfühlt.

Denn wer kennt dieses Gefühl nicht, nachts plötzlich hellwach zu sein und das Gefühl zu haben, jemand befindet sich in deinem Zimmer, jemand bedrohliches. Dein Verstand sagt dir, dass dies unmöglich sein kann, die Haustür und die Fenster sind fest verschlossen, hier kann niemand sein und doch spürst du sein Atmen, seine Nähe und ziehst ganz vorsichtig die Bettdecke über das Gesicht. Schließlich ist Tom fest davon überzeugt, dass jemand ihn verfolgt, ihn bedroht und das dieser Jemand eine noch größere Bedrohung für seine kleine Schwester Millie darstellt. Doch wenn er diese Ängste und die seltsame Gestalt den Erwachsenen erzählt, wer würde ihm glauben? Niemand!

Diese Szenen wie auch alle anderen beschreibt die Autorin ohne reißerische Effekte und trotzdem ist der Gänsehauteffekt fast durchgehend in dem Buch vorhanden. Ihre Story baut sich sehr vielschichtig auf, nichts ist so wie es offensichtlich scheint, wer oder was hinter den mysteriösen Stimmen und den merkwürdigen Vorgängen rund um die Kirche steckt, erfährt man lange Zeit nicht. Man weiß eigentlich nur, dass zwei kleine Mädchen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen und das die kleine quirlige Millie genau im gleichen Alter ist als diese verschwanden, mehr aber auch nicht.

Ihre Charaktere sind wunderbar herausgearbeitet. Besonderes Augenmerk liegt hier auf dem aufgeweckten, fantasievollen Tom, welche ihm beinahe zum Verhängnis wird. Und auf Vikar Harry und der Psychiaterin Evi. Harry ist ein junger, aufgeschlossener und zuweilen auch in der Kirche fluchender Vikar, der alles ein wenig locker angeht und sich schnell mit den Fletchers anfreundet. So wird er auch bald in die Geschehnisse mit hineingezogen. Ihm zur Seite steht Evi Oliver. Die Psychiaterin therapiert eine Einwohnerin des Dorfes und ist somit oft in Heptonclough anzutreffen.

Fazit: Sharon Boltons neuer Thriller zieht einen durch seine unheimliche, extrem spannende und vielschichtige Story sofort in seinem Bann, ohne jede Chance das Buch vor Beendigung aus der Hand zu legen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch seit Langem..., 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
In dem Buch "Bluterte" von Sharon Bolton, geht es um die Familie Fletcher, die mit ihren drei Kiner in das Dorf Heptonclough ziehen! Eigentlich müsste dieses Dorf das Paradies sein, aber die Nachbarn benehmen sich sehr eigenartig...
Für Gillian Royle ist ie Idyille schon längst kein Paradies mehr. Vor drei jahren kam ihre Tochter bei einem Brand ums Leben. Aber Gillian hofft sie immernoch lebend wiederzufinden, obwohl sie alle anderen für verrückt halten.
Durch Zufall wird ein Grab freigelegt in der drei Mädchen liegen, wo eigentlich nur eins begraben liegen soll. Jetzt gibt es keine Zweifel mehr, das das Dorf ein tötliches Geheimnis hütet.

Es gibt eine Zeit zu leben
Eine zu sterben
Und eine zu töten

Der Thriller "Bluternete" ist wirklich sehr packend. Von der ersten Seite an beginnt die Spannung und entlädt sich erst auf der letzten Seite. Das Ende ist sehr überraschend und das komplette Bch ist unglaublich gut geschrieben.
Ich würde sagen: Eines der besten Bücher, was ich gelesen habe.
Ich kann es jedem nur empfehlen (:
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider eine Enttäuschung, 14. Mai 2011
Von 
Krimi-Fee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
Den beiden ersten Romanen von Sharon Bolton habe ich jeweils 5 Sterne gegeben, dieser hat es nur zu 3 Sternen gebracht. Warum?

Ich muss zugeben, ich habe den Roman gerne gelesen - zumindest bis kurz vor Schluss. Er ist, wie auch die anderen Romane von Bolton, flüssig, lebendig, anschaulich, teilweise menschlich-witzig und durchaus anspruchsvoll geschrieben. Es kommen sympathische, originelle Charaktere vor, allen voran Reverend Harry und Evi, die Psychologin, in die sich Harry verliebt.
Dann die Kinder Tom und Joe, die mit ihren Eltern in das Haus am Friedhof ziehen.

Dennoch ist der Roman, vom Ende her gesehen, enttäuschend. Dabei ist die Geschichte, die hier erzählt werden soll (und die man vollständig erst am Ende überblickt), außerordentlich interessant, spannend und berührend. Und genau da liegt das Problem. Die Personen nämlich, die zu dieser Geschichte gehören, sind blass und nichts sagend geschildert, ja, sie kommen in dieser Geschichte nur am Rande vor. Es wurde versäumt, die Geschichte bereits im ersten Teil des Romans ausreichend zu verankern, so dass sie am Ende daherkommt wie übergestülpt, als wäre der Autorin erst dann eingefallen, wie ihr Roman eigentlich ausgehen sollte. Es fehlen Hinweise, der Plot wurde nicht ausreichend vorbereitet, nicht ausreichend mit den falschen Fährten verflochten, und am Ende muss viel zu viel erklärt werden.
Die Leser werden zwar überrascht, aber es ist eher eine ärgerliche Überraschung, denn man hätte gern schon während des Lesens mitgerätselt und versucht, die Puzzleteile (die nicht vorhanden waren) zu einem Ganzen zusammenzufügen.

Das eben ist kaum möglich, obwohl man in der Endphase durchaus ahnt, wer hinter den Morden und Entführungen steckt.
Nein, die Auflösung kommt holterdiepolter daher, sie bricht wie ein Gewitter herein, plötzlich und unvorbereitet, als hätte die Autorin aus finanztechnischen Gründen an dieser Stelle zum Ende kommen müssen.

Und dann die Schlussszene! Ich will hier nicht zu viel verraten, aber in meinen Augen kann niemand, der kein Profi ist, zumal im Winter und an einem solchen Ort, das, was dort passiert, überleben. Schade, dass der Roman zu allem noch so unrealistisch endet.
Schade auch, dass er trotz Happyend" so düster und traurig endet. Er lässt einen unfroh und fast depressiv zurück, ganz im Gegensatz zu dem durchaus netten und warmherzigen Anfang. Schade, denn aus dieser an sich nicht schlechten Geschichte hätte man mehr machen können!
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4.0 von 5 Sternen Spannender englischer Psychothriller Bluternte von Sharon Bolton, 26. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bluternte: Thriller (Taschenbuch)
DIE GESCHICHTE...
Gareth und Alice Fletcher ziehen mit ihren drei Kindern aufs Land und freuen sich auf das geruhsame Landleben. Doch die englische Dorfidylle trügt, denn es findet ein blutrünstiges Ritual namens Bluternte statt, die beiden Söhne der Fletchers sehen am nahegelegenen Friedhof immer wieder eine Mädchengestalt und hören außerdem eigenartige Stimmen. Als dann auch noch ein Grab mit den Überresten von drei einheimischen Mädchen gefunden wird, steht fest, dass der Ort Heptonclough ein finsteres Geheimnis birgt und die kleine Millie Fletcher ins Visier des Täters geraten könnte...

MEINE MEINUNG:
Da mir bereits „Dead End“ gut gefallen hat, musste ich diesen leisen Thriller unbedingt lesen. Als Handlungsschauplatz dient der malerische Ort Heptonclough, die Orts- und Schauplatzbeschreibungen sind so lebendig, dass man das englische Dorf und seine Bewohner förmlich vor sich sieht. Die Geschichte, die sich in 4 Teile gliedert, beginnt am 4. September und endet mit dem Prolog im Februar des darauffolgenden Jahres.

Familie Fletcher, bestehend aus Gareth, seiner Frau Alice und den gemeinsamen Kindern Tom (10), Joe (6) und Millie (1 1/2) ist erst vor kurzem aufs Land gezogen und wohnen nun neben dem Friedhof. Und in dem abgeschiedenen Ort gehen merkwürdige Dinge vor sich, wie auch der neue Vikar Harry Laycock feststellen muss... Die mitwirkenden Protagonisten sind interessante, vielschichtige Charaktere, obwohl es für meinen Geschmack zu viele Nebenfiguren gibt.

Sharon legt in "Bluternte" gekonnt falsche Fährten, um den Leser bis zum spannungsgeladenen Finale in die Irre zu führen. Die mysteriöse Atmosphäre und die Geheimnisse rund um das englische Dorf tun ein Übriges, um Spannung zu erzeugen, denn in Heptonclough geht es nicht mit rechten Dingen zu... Leider bietet die Story auch etliche Längen und detaillierte Schilderungen, die den etwas Lesefluss bremsen.

Erzählt werden die rasanten Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht (in der 3. Person) von Tom Fletcher, Vikar Harry Laycock, Psychiaterin Evi Oliver und einer unbekannten Person. Durch die wechselnden Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen bleibt die Geschichte abwechslungsreich und lässt uns miträtseln, was genau in dem kleinen Dorf vor sich geht. Komplettiert wird "Bluternte" durch die fesselnde Schreibweise und die Kapitel in angenehmer Länge.

FAZIT:
"Bluternte" ist für mich eher Psychothriller als Thriller, da diese Geschichte Einblick in die Abgründe der menschlichen Psyche gewährt und mit einem packenden Plot sowie einer leicht gruseligen Grundstimmung gepaart mit gut gehüteten Geheimnissen für Nervenkitzel sorgt. Wären da nicht die ausgeschmückten Schilderungen und kleinen Längen, hätte ich sicher mehr als eindrucksvolle 4 STERNE vergeben
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Mysterythriller in einen "normalen" Thriller !!, 6. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
Wenn man die Bewertungen und Meinungen zu *Bluternte* von Sharon Bolton liest, kristallisiert sich doch schnell heraus, dass auch diese Geschichte von den Lesern völlig unterschiedlich aufgenommen wird, sowohl positiv als auch negativ.

Da es mein erster Roman von ihr war, kann ich schlecht sagen wie *Bluternte* im Vergleich zu ihren andern Büchern steht, was an diesem Roman vielleicht besser oder eventuell schlechter ist. Ich jedenfalls fand ihn sehr ansprechend und habe mich bestens unterhalten gefühlt. *Bluternte* ist aber nicht wie viele andere Thriller, die mit einem unglaublichen Tempo und Action bestückt sind, sondern ist im Vergleich dazu schon eher gemächlich aufgebaut und legt viel mehr wert auf Atmosphäre, Spannung, Tiefgang und behandelt sehr alte Rituale und Mythen. Sharon Bolton spielt mit einer Leichtigkeit mit den Urängsten der Menschen, dass es einem die Haare aufstellt. Speziell mit der Angst im Dunkeln das Gefühl zu haben, es befindet sich jemand in der Nähe der einen beobachtet, dessen Nähe man wie einen kalten Windhauch im Nacken spürt, egal ob draußen, oder auch in der angeblichen Sicherheit der eigenen vier Wände.
*Bluternte* ist wirklich hochspannend - und ziemlich unheimlich. Lange ist nicht klar, ob es hier um ein Verbrechen geht oder ob es spukt, denn die Verwandlung von einem Mysterythriller in einen "normalen" Thriller, der vom Bösen in den Menschen erzählt, ist ihr gut gelungen. Sharon Bolton verpasst dem kleinen Örtchen Heptonclough eine derart dunkle Atmosphäre, dass man glaubt die Sonne würde einen großen Bogen um diese Gegend machen. Aufgrund des nicht ganz so hohen Tempos, kann man die düstere Szenerie intensiv auf sich wirken lassen und kommt zusätzlich in den Genuss, diese wunderbar gezeichneten Figuren zu *Leben*, jede auf ihre eigene und ganz spezielle Art kennenzulernen, sie zu mögen und sie auf der Suche nach dem Bösen zu begleiten. Der Schauplatz und die Charaktere sind *die* absoluten Pluspunkte in diesem Roman, angefangen von Evi und Harry, bis hin zu den kleinen Kindern Tom & Joe.

Des weiteren viel mir sehr positiv auf, wie sie der Problematik mit dem sich in einen Schauplatz, in eine Szenerie hinzuversetzen, aus dem Weg ging. Es ist nicht immer ganz einfach und viele Autoren haben auch ein Problem damit, sie dem Leser nahe zu bringen. Dieser Schwierigkeit ging Bolton aus dem Weg, in dem sie am Buchanfang eine kleine Skizze der Ortschaft einfügte. Sehr clever und absolut wirkungsvoll.

Der vielleicht einzige Schwachpunkt der mir ins Auge gefallen ist war, wie Sharon Bolton die beiden Jungs mit einer zu großen Portion logischem Denken und Handeln ausstattet hat. Ich glaube nicht, dass Kinder im Alter von 10 und 6 Jahren immer so reagieren wie hier in diesem Roman, speziell in den Streßsituationen. Aber sonst ein klares * Daumen hoch * für dieses Werk.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut wie immer, 18. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
Der neue Bolton ist in meinen Augen so gut wie die beiden Vorgänger. Im Gegensatz zu den beiden anderen Büchern ist dieser Roman jedoch nicht in der 1. Person geschrieben, sondern das Buch wechselt zwischen drei Potagonsiten, ein Stilelement, das mir gut gefallen hat. Was ich an ihren Bücher jedoch am meisten schätze, ist, dass sie es immer schafft, auch noch so abstruse Handlungsstränge am Ende zur Befriedung des Lesers aufzulösen. Denn wie oft fiebert man doch bei so manchen Büchern mit, um auf den letzten Seite bei der Auflösung zu denken - och, nööoo. Das passiert einem in diesem Buch nicht. Die bedrohliche Stimmung steigert sich unaufhörlich und am Ende bleibt man betroffen, aber mit einem logischen Ende zurück. Kompliment, mal wieder ein spannendes, flüssig geschriebenes Buch einer Autorin, die nicht die immer gleichen Figuren in der xten Fortsetzung wiederkäut, sondern in jedem Buch mit neuen, aber immer sehr sympathischen Hauptfiguren überrascht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Knochenmänner, Geistererscheinungen & verschwundene Mädchen ... (2,5*), 25. März 2012
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
Kürzlich las ich Boltons Neuesten Dunkle Gebete: Thriller und war ehrlich gesagt sehr ernüchtert, hatten mir doch ihre ersten beiden Thriller Todesopfer: Thriller als auch Schlangenhaus: Thriller recht gut gefallen. Nun kam ich endlich dazu auch Bluternte zu lesen.

Zum Inhalt an dieser Stelle nichts, das haben andere bereits ausführlich getan.

Meine Eindrücke sind zwiespältig:
Zu Beginn der Lektüre war ich, ob der genial eingefangenen, düster- nebligen Atmosphäre des "Moordorfes" Heptonclough und seiner mysteriösen Erscheinungen, sehr angetan. Allerdings war mir von vorneherein klar, dass es hier nicht um Übersinnliches ging. Deswegen war ich gespannt, wie Bolton das Ganze weiterhin aufbauen werden würde. Bis ca S.200 war ich also hochmotiviert - dann wurde es mir aber doch auf den nächsten 100 Seiten etwas langweilig, denn es passierte irgendwie nix "thrillermäßiges" mehr. Das Ganze zog sich kaugummimäßig unnötig in die Länge.

Auch das ewige Hin und Her zwischen der (leicht nervigen) Dr. Evi Oliver -ihres Zeichens Psychologin- und dem neuen Vikar war etwas überzogen und m.E. nach rückte die sich entwickelnde Beziehung zu sehr in den Vordergrund.
An dieser Stelle ein Zitat: "Und das konnte doch ganz bestimmt kein Kuss sein, nicht jetzt, wenn sie an einen DUNKELSAMTENEN ORT DAVONKREISELTE." (281) Hm ...

Gut ich kämpfte also langsam mit kontinuierlich fortschreitendender Langweile und mir war recht früh klar, wohin die Spur führen könnte, auch wenn die Zusammenhänge unklar blieben. Auf den letzten 150 Seiten kommt es dann mehr oder minder zum Showdown UND ich zu meinem dritten Kritikpunkt. Die "Auflösung" ist irgendwie haarsträubend. Täter, Motive an den Haaren herbeigezogen, gelinde gesagt absolut irrational das Ganze; wie ich so gern sage "abstrus".

Fazit: fing stark an, aber dann bekam die Handlung nicht die "nötige Kurve richtung Thriller" und kurvte so hin und her, auf das abstrus merkwürdige Ende zu.
In Sterne zu fassen schwierig- 3 mit starker Tendenz zu 2,5*.

P.S. Ich frage mich nun, wie ich die ersten beiden Bücher beurteilen würde, wenn ich sie nochmals lesen würde?! Hat sich mein Geschmack in den letzten 3 Jahren so sehr geändert oder hat Bolton beim 3. und 4. Buch dermaßen stark nachgelassen???
Auf jeden Fall hat Bolton ein Faible für Frauenfiguren mit körperlichen "Einschränkungen" (Schlangenhaus-Bluternte)

TIPP: Wer Atmosphäre gemischt mit guter englischer Thrillertradition möchte, dem würde ich eher die frühen Val McDermid Thriller empfehlen!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bluternte, 17. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
Die Familie Fletcher zieht mit ihren drei Kindern Tom, Joe und Millie in den Norden Englands, in ein kleines Dorf namens Heptonclough. Ihr neues Zuhause haben sie gleich neben dem Friedhof des Dorfes gebaut. Trotz der Freundlichkeit der Bewohner, fühlt sich der älteste Sohn der Fletchers, Tom, bald nicht mehr wohl in diesem Dorf. Immer wieder hört er komische Stimmen und fühlt sich beobachtet.
Neben den Fletchers hat das Dorf noch einen Neuzugang. Dem Vikar Harry wurde die kleine Gemeinde zugeteilt, in welcher die Kirche schon seit zehn Jahren nicht mehr genutzt wurde. Harry soll dies nun ändern. Harry und die Familie Fletcher freunden sich bald schon an und die Dorfidylle könnte perfekt sein, wäre da nicht die komischen Vorfälle, die die Dorfgemeinschaft erschüttern. Als durch einen Mauerbruch auf dem Friedhof ein Grab freigelegt wird, in welchem nur ein Mädchen statt dreien liegen sollte, ist schnell klar: das Dorf birgt ein Geheimnis.

Die Geschichte besteht aus vier Teilen und wird aus vier Erzählperspektiven geschildet. Der Vikar Harry, die Psychologin Evi Oliver, Tom Fletscher und eine unbekannte Person geben Einblicke in die Geschehnisse um sie herum und schildern Ereignisse aus ihrer Sichtweise.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig. Sie schreibt sehr unkompliziert, sodass ich keine Probleme hatte mitzukommen. In ihrem Roman Bluternte schafft sie eine unheimliche und mysteriöse Atmosphäre, die super zu Nordengland mit seinen Hochmooren passt. Die seltsamen Traditionen, die die Bewohner pflegen tragen zu der unheimlichen Stimmung noch bei.

Auch die Charaktere sind sehr unterschiedlich, aber liebevoll ausgearbeitet. Sie waren mir gleich auf den ersten Blick sympathisch. Der Vikar Harry ist kein Kirchenmann, wie man ihn normalerweise vorstellt. Er ist locker und kann schon mal in der Kirche fluchen, was ihn aber keinesfalls davon abhält ein Gentleman zu sein. Evi Oliver ist eine Psychologin, die einige Bewohner in Heptonclough behandelt. Sie ist einfühlsam, aber stur und entwickelt Sympathien für den jungen Vikar. Und zuletzt Tom, ein zehnjähriger Junge, der für sein Alter sehr erwachsen denkt, aber trotzdem aufgeweckt und verspielt ist.

Was mir an dem Buch besonders gefallen hat ist, dass ich die ganze Zeit über keine Vermutung hatte, was in dem kleinen Dorf vorgeht und wie die Ereignisse zusammenhängen. Bis zum Schluss hat Sharon Bolton die Spannung aufrechterhalten und beim Leser Verwirrung gestiftet. Alles in einem war es ein Lesevergnügen, das durchaus empfehlenswert ist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch der Unklarheiten, 28. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
In einem kleinen Dorf in England trifft ein gutaussehender sehr untypischer Vikar auf eine supernette neu hinzugezogene Familie und eine sehr hübsche aber kratzbürstige gehbehinderte Psychologin. Zu diesen Hauptpersonen gesellen sich noch eine unheimliche Kulisse, der reiche Gutsbesitzer (na klar), primitive Dorfbewohner (ebenfalls klar), böse Schuljungen, und -sehr mystisch- eine unheimliche Gestalt. Es werden die Leichen kleiner Mädchen gefunden und das kleine Mädchen der supernetten Familie könnte die nächste sein.

Von allen bisher erschienenen Büchern der Autorin hat mir dieses am wenigsten gefallen.
Zum ersten: weil die Charaktere überzeichnet sind (sooo nett, sooo primitiv oder sooo verstört)
Zum zweiten: weil ich mich von der ersten bis zur letzten Seite hin unbehaglich gefühlt habe. Als mitfühlender Leser fürchtet man um das Leben eines unschuldigen Kindes.
Zum dritten: die Hauptfiguren zeigen häufig ein sonderbares Verhalten, die Vegangenheit hat sie zu dem gemacht, was Sie heute sind. Aber die Erklärungen hierzu sind ziemlich dürftig, wahrscheinlich kennt die Autorin selbst die Charakter bildenden Momente ebenfalls nicht.
Zum vierten: je weiter das Buch dem Ende zustrebt, desto unglaubwürdiger wird's. So viele Geheimverstecke, merkwürdige Rituale primitiver Dorfbewohner, untypisches Verhalten in Krisensituationen, etc. Mich hat es stellenweise stark an die Gespenster- und Detektivgeschichten aus meiner damaligen Kinderbücherei erinnert.
Zum fünften: der Chefermittler macht auch nicht gerade einen seriösen Eindruck, er verhält sich der Familie gegenüber herablassend (tätschelt der besorgten Mutter den Rücken und nennt sie "Kindchen") und teilt so ziemlich jede Information mit unserem neuen Freund, dem Vikar.
Zum sechsten: Nach so einem unbehaglichen Inhalt wäre ich gerne mit einem angenehmen Ende belohnt worden, aber auch nachdem der Täter ermittelt wurde, ist nichts wirklich gut. Ja, es hätte noch schlimmer kommen können. Wenigstens handeln die Hauptfiguren auch weiterhin konsequent undurchschaubar. Wieso nur muss ich fragen, was sie jetzt vorhaben und warum? Das kann nur mein Fehler sein, bin wohl zu neugierig.

Ich könnte die Aufzählung weiterführen, aber es reicht wohl auch so. Diese literarische Gemüsesuppe bunt zusammengewürfelter Themen aus dem Ideengarten der Autorin bekommt von mir zwei Sterne - immerhin habe ich es bis zum Ende gelesen...
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Brillant? - das ist reichlich übertrieben!, 18. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Bluternte (Broschiert)
Auf Empfehlung eines Freundes, der selber Krimifreak ist, kaufte ich mir das Buch von Sharon Bolton. Die Empfehlung hat mich leider in die Irre geleitet. Aber das habe ich leider erst beim Lesen gemerkt.
Es klang eigentlich super, was im Klappentext versprochen wurde: "Ein grandioser Thriller! Bolton verbindet Unheimliches meisterhaft mit einer vor Spannung knisternden psychologischen Handlung!"
Nein, das tut sie leider nicht. Bei der Spannung hat sich die Autorin Mühe gegeben, das soll nicht verhehlt werden. Aber die Charaktere sind übertrieben oder flach, das ständige Belehren des Lesers nervt einfach nur, Elogen über wissenschaftliche Methoden, Tatortarbeit und wie Ermittlungen geführt werden, sollten nicht zusammenhanglos im Text aufgeführt werden. Sie hat ja anscheinend eine Menge Fachliteratur gelesen - fein. Aber das muss in der Geschichte so verpackt werden, dass man es von Figuren erzählt bekommt.

Die Idee ist nicht schlecht, dieses abgelegen Dorf in Lancashire, die Friedhöfe, die verfallene Kirche, die verschwundenen Mädchen, die seltsamen Riten, die dort stattfinden. Dann die junge Familie, die dort ein Haus kauft, alle so wunderbar liebenswürdig und die Kinder achso nett.
Dazu haben wir dann die Gegenseite, die dümmlichen oder verschlagenen Dorfbewohner, die anscheinend alle etwas zu verbergen haben, nur der, ebenfalls neu hinzugekommene Pastor ist, wie könnte es anders sein, auch super-nett.
Mehr zur Handlung haben andere Rezensenten schon ausführlich geschrieben.

Die Danksagung der Autorin sollte zu Ihnen zu denken geben, falls Sie erwägen, das Buch zu kaufen. Ihr erster Satz lautet: "Einer der lohnendsten Aspekte des Schreibens ist die Gelegenheit, dabei etwas zu lernen..."
Nein, das ist es leider nicht, Frau Bolton. Ein Buch sollte geschrieben werden, um dem Leser etwas zu geben, Spannung, Verblüffung, Amüsement, Mitgefühl. Nicht, um Bedürfnisse des Autors zu befriedigen.
Fazit: Das ist weder brillant, noch sonderlich neu, noch so gut wie viele andere Bücher renommierter Autoren. Ein weiteres Buch von Sharon Bolton brauche ich nicht.
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Bluternte: Thriller
Bluternte: Thriller von Sharon Bolton
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