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am 10. März 2010
Mögen Sie Schneekugeln? Vorallem die, die man stundenlang anschauen kann und sich dabei in eine andere Welt träumt? Haben Sie sich schon mal gefragt, wie es wäre, in einer solchen zu leben? Nein? Vielleicht sollten Sie das tun, denn es kann schneller passieren, als Sie denken...

Für die Einwohner von Chester's Mills ist es ein wunderschöner Samstag im Spätherbst. Sie gehen ihren Geschäften nach, fahren zum Einkaufen in die Nachbarstadt oder üben ihr Hobby aus. Bis auf Dale Barbara. Er will die Stadt verlassen. Barbie, wie er genannt wird, hatte nämlich eine kleine Auseinandersetzung mit Junior Rennie und seinen Kumpels - und das bedeutet Ärger, ziemlich großen sogar. Immerhin ist Junior der Sohn von Big Jim Rennie, dem zweiten Stadtverordneten, der in Wirklichkeit die Geschicke der Stadt allein bestimmt. Nein, es ist besser, wenn Barbie geht, auf Ärger hat er keine Lust. Nur leider kommt er nicht weit, denn plötzlich gibt es eine Barriere - in Form einer Kuppel, unsichtbar, plötzlich da, ohne Vorwarnung. Die auch schon sofort erste Todesopfer fordert, bei Mensch und Tier. Familien sind plötzlich getrennt, Touristen sitzen in dem malerischen Städtchen fest. Niemand weiß, was das ist, warum es da ist und wie man es beseitigt. Auch das Militär ist machtlos. Nunja, nicht so ganz. Es gibt ja immer noch Dale Barbara, einen hochdekorierten Irak-Veteranen. Der Präsident der Vereinigten Staaten erteilt ihm kurzerhand die Befehlsgewalt über Chester's Mills, ohne zu ahnen, dass Barbie in der Stadt zwei mächtige Feinde hat - Big Jim Rennie, der sich eine bessere Situation als die Kumpel nicht wünschen kann, um seine Machtposition zu stärken und auszubauen und nicht im Traum daran denkt, das alles aufzugeben. Und Junior Rennie, der mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Auf einmal gibt es mehrere Seiten: drinnen und draussen, Big Jim&Sohn und Barbie. Er kann zwar auch einige Leute auf seine Seite ziehen, aber wird es ihnen gelingen, sowohl Big Jim's Machenschaften zu stoppen als auch die Stadt von der Kuppel zu befreien?

Als Teenager habe ich Stephen King geliebt, jedes Buch von ihm regelrecht verschlungen. Nach einer Zeit mit generell weniger Büchern, legte sich mein Augenmerk dann auf andere Genres und Autoren. Und so habe ich ein wenig gezweifelt, ob ich auch heute noch genauso gefesselt sein würde, wie früher. Meine Sorge war vollkommen unbegründet. Gleich auf den ersten Seiten wusste ich wieder, was mich an den Büchern immer so fasziniert hat und ein Aus-der-Hand-legen war kaum mehr möglich.

Stephen King vereint in dem Buch zwei große Themen: Machtmissbrauch und Erderwärmung (wenn auch durch die Kuppel nur lokal begrenzt, aber durchaus global übertragbar)

"Willst Du den Charakter eines Menschen erkennen, gib ihm Macht."(Abraham Lincoln)

Big Jim Rennie, Gebrauchtwagenhändler und 2. Stadtverordneter, nutzt seine Macht, um in erster Linie eigene Interessen zu verfolgen und bei Bedarf auch zu vertuschen. Dabei schreckt er auch vor Mord nicht zurück. Alles natürlich nur zum Wohle der Stadt. Unterstützung erhält er dabei von seiner Privatarmee, offiziell auch Polizei genannt. Nur sind in der Polizei nur wenige wirkliche Polizisten. Alles andere sind angeworbene Jugendliche, die, bevor die Kuppel da war, selbst immer reichlich Ärger mit der Polizei hatten. Aber sie gehorchen Rennie aufs Wort, das ist das Wichtigste.
Und so wird auch hier wieder wahr, was Platon in seiner "Politeia" schon vor über 2000 Jahren erkannte: Jede Demokratie (immerhin wurde Big Jim ja demokratisch gewählt) endet früher oder später in einer Tyrannei. Mit den schlimmsten Folgen...auch für Chester's Mills.

Stephen King entpuppt sich auch hier wieder als ein Meister der Psychologie. Man liest das alles und fragt sich, wie die meisten Menschen in Chester's Mill nur so blind sein können. Man fragt sich, wo sie ihren Verstand gelassen haben, bis man auf einmal erkennt, dass es soetwas im Laufe der Geschichte schon immer gegeben hat und auch immer geben wird. Erst zieht man die Leute auf seine Seite, dann setzt man sie unter Druck und jagd ihnen Angst ein. Diejenigen, die dagegen ankämpfen, müssen mit Konsequenzen rechnen. So funktioniert Diktatur. Man weiß nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist und steckt plötzlich mittendrin, ohne zu wissen, wie genau es dazu kommen konnte.

Auch die Kuppel lässt beim Leser eine Gänsehaut zurück. Stellen Sie sich vor, sie laufen plötzlich gegen eine unsichtbare Wand, sind gefangen unter so einer Kuppel. Grauenhafte Vorstellung, oder? Denn irgendwann sind die Vorräte zu Ende und Nachschub gibt es nicht. Stromaggregate arbeiten nicht mehr, die Luft wird dünner. Das Leben in Chester's Mills unter der Kuppel ist geprägt von schlechter Luft, steigenden Temperaturen und dem Sichtbarwerden von Staubpartikeln, die sich an der Kuppelwand ablagern und díe Sicht nach draussen trüben. Beim Lesen dachte ich erst: Ja, klar, die Kuppel wirkt wie ein Treibhaus, logisch das es wärmer wird. Sie ist beinahe hermetisch abgeschlossen, Wasser und Wind kommt fast nicht durch, Regen gibt es nicht. Aber kann man das nicht auch auf unsere heutige Situation übertragen? In den letzten Jahren hört und liest man ja das Wort "Treihauseffekt" immer öfter in den Medien. Bietet das Buch vielleicht einen kleinen Vorgeschmack darauf, was uns alles erwarten kann? Bei dem Gedanken lief mir auch ein Schauer über den Rücken.

"Die Arena" ist nicht nur einfach mal wieder ein King-Buch. Oberflächlich ja. Kurze Kapitel, ein spannender Schreibstil, Charaktere mit (dunklen) Geheimnissen und ein King-typisches Ende. Aber es lässt einen auch nachdenklich werden und aktuelle Dinge von einer anderen Seite sehen. Ich kann es nur empfehlen!
33 Kommentare|167 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Chester's Mill ist eine typische amerikanische Kleinstadt. Zumindest ist sie so lang typisch, bis sich eines Tages eine große Kuppel über die Stadt senkt und alle Einwohner von der Außenwelt abschneidet. Schnell wird klar, dass Gesetz und Ordnung nur noch für den gelten, der stärker ist.

"Die Arena" von Stephen King hatte ich schon länger im Blick, doch erst durch die TV-Serie "Under the Dome" habe ich mich zum Kauf entschlossen. Und ich habe es nicht bereut, auch wenn meine Erwartung nicht erfüllt worden sind.

Zunächst muss man sich, wenn man die ersten Folgen der Serie vor dem Lesen des Buches gesehen hat, von dem Gedanken befreien, dass Buch und Serie deckungsgleich sind. Denn das sind sie ganz und gar nicht und das wird schon auf den ersten 20 Seiten klar. Das hat mich aber beim weiteren Lesen gar nicht gestört, da der Roman einen ganz eigenen Sog auf mich ausgeübt hat.

Stephen King stellt relativ schnell und deutlich klar, wer gut und wer böse ist. Und das verschiebt sich auch in der gesamten Geschichte nicht um einen Millimeter. Lediglich der Wahnsinn in Chester's Mill wächst und gedeiht. So machen die Figuren in meinen Augen keine wirklichen Entwicklungen durch. Das fand ich schade, aber dennoch bleibt die Story lesenwert.

In der gesamten Zeit, in der die Kuppel die Kleinstadt von der Außenwelt abschneidet, überschlagen sich die Ereignisse. So wurde mir beim Lesen der fast 1300 Seiten nicht langweilig. Lediglich die Einführung, die in meinen Augen gute 400 Seiten umfasst, hätte der Autor kürzer fassen können.

Die Kuppel an sich spielt allerdings eine eher kleine Rolle, was mich verwundert hat. King konzentriert sich auf die Aktionen und Reaktionen der eingesperrten Menschen, er beschreibt sehr anschaulich den Hunger nach Macht sowie den Wunsch nach Gerechtigkeit und Frieden. Dabei zeigen die Figuren so manche Eigenart, die zwar nachvollziehbar ist, aber nicht erklärt wird. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Das Ende war für mich ernüchternd. Ich hatte ein großes Finale mit allem Drum und Dran erwartet. King entscheidet sich aber für ein ganz andere Art von Finale. Dies war zwar interessant und beinhaltete eine Moral, dennoch war es mir zu wenig.

Der Stil von Stephen King ist einfach und angenehm zu lesen. Er hat eine lockere Erzählweise, so dass ich das Gefühl hatte, er säße neben mir und erzählt mir bei einem Kaffee seine Geschichte. Und er hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich mir bei kurzen Lesepausen bewusst machen musste, nicht unter der Kuppel zu sein.

Fazit: ein guter und unterhaltsamer Roman, der aber hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Und dennoch ist er lesenswert.
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am 24. November 2009
Jaaaaa... da isser wieder.... *freu*
Vor kurzem habe ich erst an anderer Stelle erzählt, daß ich in den letzten Jahren immer wieder mal Bücher meines Lieblingsschriftstellers nach kurzem Anlesen wieder zurück ins Regal gestellt habe. Sie wollten bei mir einfach nicht recht zünden, so wie zum Beispiel die älteren Werke, die man einfach nicht mehr weglegen konnte, bis man sie ausgelesen hatte. Eben Werke wie "Es", "Feuerkind", "The Stand" und dergleichen. Ich hab aufgehört, die Werke gleich am Erscheinungstag zu kaufen.
UND JETZT IST ER WIEDER DA !!!
Jener King, den man nur noch weglegt um pinkeln zu gehen oder sich schnell was in die Futterluke zu schieben und das Telefon und die Türklingel abstellt. Er ist zurück. Und er hat nichts von seiner Fähigkeit eingebüßt, menschliche Abgründe bildhaft darzustellen.
Schon in "The Stand" und "Needful Things" hat er glaubhaft und realistisch geschildert, was passiert, wenn sich ganz normale Leute in Ausnahmesituationen befinden und das Gerüst unserer Gesellschaften, die Gesetze, außer Kraft gesetzt sind. Dabei hat man aber keinesfalls das Gefühl, daß er sich wiederholt.
Über literarischen Anspruch reden hier manche. Also mein literarischer Anspruch ist sicher nicht derselbe wie der von Herrn Reich-Ranicki. Ich will unterhalten werden. Ich will nicht dauernd Sätze dreimal lesen müssen um sie zu verstehen. Und ich will vor meinem geistigen Auge einen kompletten Film sehen, wenn ich ein Buch lese. Und zwar deutlich und in Farbe. Und DAS kann er. Oh ja!
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am 29. September 2013
Ein riesen dicker Wälzer von einem bekannten Autor - da kann ich doch nichts falsch machen, dachte ich mir und nahm dieses Buch bei meinem Storydealer mit.
Leider war es nicht der Fall. Zuallererst fiel mir der Anfangs fast kindliche Schreibstil auf, der mich irgendwie nervte. Schließlich sollte es ein mystischer Thriller sein, doch die Sprache, die King zu Beginn benutzt, nimmt jegliche Mystik aus der Situation. Zum Glück legt sich dies recht bald wieder, eine gewisse Naivität ist der Schreibweise aber auch noch auf Seite 1000 anzumerken. Überhaupt ist die Erzählweise sehr seltsam. Mal spricht der Erzähler in der Gegenwart, dann in der üblichen Vergangenheit.Das soll vermutlich eine Nähe zum Erzählten schaffen, doch das gelingt irgendwie nicht, weil dann doch zu oft die Zeit gewechselt wird. Auch ein kurzer "Rundflug" über die Szene am Donnerstag abend ist als Erzählweisensprung irgendwie störend.
In der Geschichte selbst kommen so viele Charaktere vor, die zwar anfangs dargestellt werden, aber man dennoch irgendwie dauernd überlegen muss, wer jetzt wie zusammengehört. Schließlich will man ja nicht dauernd nachschlagen müssen!
Und dann hat die Geschichte selbst doch einige Schwächen in Form von Hängern und all zu offensichtlichen Intentionen des Autors. Der erhobene Zeigefinger über die Umweltverschmutzung kommt des öfteren recht deutlich hervor. Den Hänger hat das Buch ungefähr ab Seite 600 und das dann fast 400 Seiten lang, in denen sich King ausschließlich auf den psychologischen Aspekt konzentriert, welcher letztendlich auch das ganze Buch dominiert und die Kuppel und das Rätsel dahinter komplett vergessen wird. Und die ganze psychologische Erzählung ist sowas von offensichtlich aufs Dritte Reich gemünzt, dass man teilweise wirklich die Augen rollen muss (wobei King einer der wenigen ist, der seine Charaktere diesen Vergleich konkret selbst ziehen lässt und Namen nennt). Und diese Idee ist nun wirklich nicht neu: Über fast 400 Seiten hatte ich das Gefühl, "Animal Farm" oder "Herr der Fliegen" zu lesen - genau dieselbe Story! Dabei finde ich, dass King die psychologischen Aspekte viel zu einseitig in eine Richtung beschreibt. Die Leute bleiben in meinen Augen viel zu ruhig. Ich glaube, dass sie in Wirklichkeit viel mehr durchdrehen würden! In diesem Hinblick ist der Klappentext leider auch absolut nicht zutreffend auf die Story, wie ich finde.
Die Story um die Kuppel selbst ist leider viel zu dünn gesäht und die Erklärung ist ein Witz. In meinen Augen gibts die nämlich nicht. Ich glaube King sind die Ideen ausgegangen und er hat halt noch schnell ein Ende hingeklatscht.
Positiv ist, dass man trotz allem dieses Buch irgendwie nicht weglegen kann. Ich habe wirklich jede freie Minute mit diesem Schmöker verbracht, das Ding hat trotz seiner Schwächen wirklich süchtig gemacht! Und der Showdown ist trotz allem so heftig, dass man die letzten 150 Seiten an einem Stück lesen muss. Ich hätte so beinahe meinen Arzttermin versäumt :)
Daher drei Sterne, weil superspannend geschrieben und an sich eine gute Idee. Aber leider mit vielen inhaltlichen und stilistischen Schwächen.
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am 13. Oktober 2015
Ich bezeichne mich als eher anspruchsvolleren Leser, lese aber sehr wenig. Mit Kings Büchern habe ich schon ein paar Erfahrungen gemacht. Besonders gut gefallen haben mir Friedhof der Kuscheltiere und Brennen muss Salem. Und auch bei diesem Buch "Die Arena" musste ich am Ende sagen, dass diese Geschichte von nun an ein Teil von mir ist. Dass ich mich "gerne" an die Stadt zurückerinnere und eine kleine neue Heimat gefunden habe.

Meiner Meinung nach schafft es King hier wiederum - wie so oft - zwischen Leser und Figuren / Schauplatz eine innige Verbindung zu schaffen. Ich gebe den vielen Rezensenten allerdings Recht mit der Kritik an den Figuren. Tatsächlich fragt man sich desöfteren, warum alle denn so schlecht sein müssen und auch die Menge der Personen kann überfordern und die Figuren verlieren dadurch auch an Tiefe und Einzigartigkeit. Ich denke aber, diese übetriebene negative Seite der Menschen gehört einfach zu diesem Buch und ist mehr ein Sinnbild und soll eine klare Tendenz aufzeigen: sehr viele Menschen haben eine dunkle Seite. Jedoch haben wir es verschiedenen Instanzen zu verdanken, dass diese nicht hervorbrechen kann. Dabei finde ich es tragisch, dass tatsächlich so viele Menschen mit einem solchen Negativ-Bedürfnis leben (müssen) in unserer Gesellschaft. Ausserdem gibt es meist auch tragische Hintergründe für dies Verhalten in der Geschichte, so z. B. ein Hirntumor oder andere, weniger offensichtliche Erlebnisse, die King tatsächlich hätte offen legen können.

Die Story läuft zwar in einem kurzen Rahmen, ist aber tatsächlich etwas aufgeblasen. Mich hat dies nicht sehr gestört, ebenso wenig wie das Vorwegnehmen bestimmter Wendungen. Dies macht King auch in anderen Büchern und die Spannung wird dadurch meist nicht eingebüsst, sondern eher noch verstärkt. Allerdings darf man sich inhaltlich, sprachlich und spannungstechnisch nicht auf ein allzu hohes Niveau einstellen. Trotz Tiefgründigkeit, Ernsthaftigkeit etc. ist das Buch nun mal zur Unterhaltung da. Das tröstet auch etwas über die Logikfehler oder das unverständliche Handeln teilweise. So ist es schon fraglich, dass von den Bösewichten nie jemand auf die Idee kommt, nach der Ursache des Domes zu suchen und damit seine Macht abzusichern. Stattdessen sind es Kinder, welche den Kasten aufspüren. Auch die Sache mit der Strahlung ist mir etwas zu billig. Und das Blitzen des Kästchens sieht anscheinend auch niemand anders als unsere Helden, obwohl in einer solchen Situation doch die Sinne für Merkwürdiges zusätzlich geschärft wären.

Das Ende dann, ich gestehe es, habe ich nicht 100% begriffen. Gespürt habe ich aber schon eine Moral und mir gefällt das Ende deshalb auch. Ich habe es als stimmig empfunden und ein Zusammenhang mit dem Dome und dem Verhalten der Menschen besteht meiner Meinung nach schon; die Sache mit den Lederköpfen wirkt zwar aufgesetzt und eigenartig, aber das macht schon alles einen Sinn. Das eigentliche "Ende" war für mich aber die grosse Explosion. Dort hatte ich mich bereits gefragt: Und das soll's gewesen sein? Zum Glück kam dann noch das richtige Ende nach. Es ist zwar tatsächlich kurz und wirkt etwas unausgegoren - oder man könnte auch sagen sehr psychologisch und schwierig sofort zu verstehen -, aber manchmal braucht's auch nicht so viele Worte, um etwas auszusagen.

Fazit: Ich verstehe die unterschiedlichen Meinungen. Ich war auch ab und andazu hingerissen, zu sagen, da ist King nicht ganz auf der Höhe. Schliesslich ist aber jede Meinung auch ein persönliches Erleben und das Lesen eines Buches eine individuelle Sache. Ob eine Liebes- oder eher Hassbeziehung entsteht, hängt von vielen Faktoren ab. Man sollte dem Buch durchaus eine Chance geben. Grade das Beste von King ist es bestimmt nicht, aber es hat mich gut bei Laune gehalten, andere mögen das anders sehen, das ist wohl bei jedem Buch so.

Bewertung: 4-5 Sterne für Unterhaltung, grundsätzliche Story und 2-3 Sterne für die Umsetzung und Ausarbeitung, ergibt 3-4, was ich aufrunde.
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am 7. September 2015
Vorweg muss ich sagen, ich habe Buch und Serie parallel verfolgt. Tatsächlich half mir das, die extrem vielen handelnden Personen immer einem Gesicht zuordnen zu können. Interessant fand ich selbst, dass mir die unterschiedlichen Verläufe von Buch und Serie zum ersten mal nicht bitter aufstoßen. Aber hier geht es um das Buch.

Auch ich hatte anfangs meine Not bei den vielen Personen noch meinen Durchblick zu behalten, musste dann bei ca 250 Seiten der frechen Anmerkung von Stephen King aber lachend entgegen halten, als er mal einwarf "sie erinnern sich doch noch an ihn? ". Ja ich gebe zu, da und da musste ich zurück blättern, wer war das noch mal? Aber irgendwie reizte genau diese Herausforderung mich. Ich bin es von King gewöhnt, dass er den Schwerpunkt meist auf 2 Personen legt und eine unerklärliche Verbindung zwischen ihnen schafft. Für mich behält King das mit Julia und Dale auch bei, nur mit dem Nebeneffekt, dass viele weitere Personen einen für mich wesentlichen Teil dieses Buches darstellen. Niemand hätte fehlen dürfen. Nachdem ich erstmal schnell und gut mit den ganzen Personen zurecht kam, ging der Horror auf einem komplett neuem Niveau erstmal los und ich hätte es selbst kaum geglaubt, riss mich das letzte Viertel dieses Buches so mit, den Tränen nahe, dass ich es nicht mehr weg legen wollte. Den Horror den King hier darstellt, ist in meinen Augen gar nicht mal wirklich befremdlich. Natürlich ist eine riesige Kuppel hier extrem krass dargestellt, aber was mit Menschen passiert, die von einem herrschsüchtigen, egoistischen und für mich persönlich kranken, etwas in Form eines Menschen, geleitet und gelenkt werden, finde ich brutal, grausam, jedoch aber nicht verwerflich oder unrealistisch. Die Lösung war ziemlich simpel und belehrend zugleich. Ja auch ich dachte "Ja moment, dass ist das Ende? " aber um so länger ich über die Schritte bis zur Lösung nachdachte, um so logischer erschien es mir. Spiele können ziemlich langweilig werden, wenn man sie zu lange spielt. Was ich King in diesem Buch wirklich positiv auslege ist, dass er immer mal Hilfen zwischenzeitlich gibt, um langfristig folgen zu können. Spannung hat das Buch für mich eigentlich gar nicht verloren (verstehe hier die Kritik irgendwie nicht ganz?), ich befürchte aber, dass auch hier das Problem grüßen lässt, dass man in unglaublich vielen Büchern eine andere Form an Horror von King gewöhnt ist. Mir persönlich gefällt der neue King of Horror aber genauso gut, wie der alte und das ist wahrhaftig, reine Geschmackssache. Ich verstehe die, denen das Buch gefällt, verstehe es aber auch, wenn viele enttäuscht sind. Ich Vergleich das immer gerne mit Krimi Büchern. Ich hasse Krimis und schlaf schon beim Lesen des Buchrückens ein. Zu Tode gelangweilt. Andere können solche Bücher mit wachsender Begeisterung lesen. Die Arena ist kein typischer Horror Schinken von Stephen King und hier müssen Freunde der alten Horror Schinken in meinen Augen aufpassen. Jemand der hier Fantasy und puren Horror kombiniert sucht, wird auch mit über 1200 Seiten in der Arena nicht auf seine Kosten kommen. In diesem Buch geht es um den Horror, den Menschen selbst verursachen und was sie anrichten können. Meine Empfehlung wäre entsprechend: gut überlegen, ob dass Buch seine Interessen deckt.
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am 26. März 2012
Seit "The Green Mile" bin ich ein großer King-Fan. Besonders schätze ich die stets detailieren, lebendigen Beschreibungen der einzelnen Charaktere. Man hat das Gefühl diese Menschen schon gut zu kennen und kann ihr individuelles Verhalten nachvollziehen, man lebt und fühlt stets mit ihnen. Auch in diesem Buch ist es King absolut gelungen die vielen Personen und deren Sichtweisen realistisch darzustellen.
Nicht realistisch erscheinen mir allerdings die Unmenge an Geschehnissen schon am Beginn des Buches, die Idee der Kuppel an sich und insbesondere die Auflösung am Ende des Buches (die ich hier natürlich nicht vorweg nehmen möchte). Also: Man muss sich schon im Klaren sein darüber, dass dieser Roman mehr als jeder andere, den ich von King kenne, ein Science-Fiction-Roman ist!
Der Spannungsaufbau ist auch in diesem Buch wieder, typisch King, sehr gut gelungen. Man wird in die Geschichte verwoben, sodass man unbedingt wissen muss wie es weiter geht. Ich war so fasziniert und völlig von Spannung gefesselt, dass ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen habe.
Alles in allem: Sehr spannender Lesespass, aber nur 4 Sterne, weil ich die Auflösung am Ende (und manche unrealistische Geschehnisse) echt doof fand (aber das ist vielleicht Geschmacksache).

Versand und Lieferung haben natürlich, wie immer, absolut perfekt geklappt!!! Großes Lob an die Logistik hinter Amazon!!! Da könnten sich andere Online-Versender mehr als nur Scheiben abschneiden!
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am 12. Juli 2015
Ein langer Roman, der sich gut lesen lässt. Mich hat er manchmal ein wenig an ein Drehbuch erinnert, aber das hat mich weniger gestört. Das Ende fand ich etwas schwach, da hätte man meiner Meinung nach mehr machen können. Trotzdem ein gutes Buch.
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am 16. November 2013
Nachdem ich Teile der Serie im Tv gesehen hatte, wollte ich unbedingt das Buch dazu lesen. Vieles was mir in der Serie gefehlt hatte wurde hier aufgegriffen, beschrieben und erklärt. Das Buch ist unheimlich spannend, es passiert immer wieder etwas Neues und Unvorhergesehenes. Oft habe ich gedacht “Das wird bestimmt später noch mal wichtig!“ Und so war es dann auch.
Ich war total gefesselt von der Geschichte und konnte das Buch kaum zur Seite legen. Die tieferen Hintergründe der Geschichte werden mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

Einziger Kritikpunkt: Es kommen sehr viele verschiedene Personen in der Geschichte vor, die ich nicht alle im Kopf behalten und zuordnen konnte. Eine Übersicht der Bewohner von Chesters Mill und der Personen außerhalb wäre sehr hilfreich gewesen.

Wer allerdings kein Interesse an Science Fiction hat, wird dieses Buch sicher nicht ganz so toll finden.
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am 6. Oktober 2013
Die Handlung in groben Zügen möglichst schnell wiederzugeben ist sehr sehr schwer, da der Roman mit über 1200 Seiten doch einiges an Geschichten, Nebengeschichten, Wichtigkeiten und Nichtigkeiten zu bieten hat. Vielleicht soviel:
Ein unsichtbares Kraftfeld senkt sich über die Kleinstadt Chester's Mill, Maine. Elektronische Gerätschaften gehen in ihrer unmittelbaren Nähe sofort kaputt, niemand kann sie durchdringen und das Städtchen ist vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Was zur Folge hat, dass die langsam aber sicher erste Gefahren in der Einwohnerschaft auftreten: es gibt einen Brand, die Vorräte werden immer knapper und die dunklen Geheimnisse, von denen es genügend bei den Menschen von Chester's Mill gibt, kommen nach und nach ans Licht. Die früher so kultivierten Menschen kämpfen nur noch ums Überleben, denn es gibt keine Hoffnung, dass die Kuppel (der Dome, wie sie ihn oft nennen) jemals wieder verschwindet.
Auf die immense Seitenzahl verteilt treten natürlich immer wieder Indizien dafür auf, was die Kuppel sein könnte. Es wird viel spekuliert, und natürlich kommt man am Ende auch dahinter. Doch die Kuppel ist eigentlich nur ein MacGuffin - ein Aufhänger ohne sehr große Bedeutung -, den King dazu nutzt, zu beschreiben, wie die Bestie Mensch in Ausnahmesituationen handeln kann. Das wahre Gesicht der Gesellschaft zeigt sich, für das eigene Überleben würde jeder alles nur erdenkliche tun, sei es noch so furchtbar und der modernen Denkweisen nach verwerflich.
Kings Schreibstil ist wunderbar flüssig, man schwebt nur so über die Seiten. Ich habe den zugeben schon recht riesigen Batzen Die Arena in etwa einer Woche verschlungen, und ich hatte weiß Gott viel zu tun mit Arbeit und allem sonst. Für King nimmt man sich Zeit, es ist jedes Mal ein Glücksgefühl, sein Werk wieder in der Hand zu halten und weiter einzutauchen in den Sumpf der psychischen Abgründe.
Das ist es, was diesen Roman zum Horror macht: Die psychischen Aspekte. King beschreibt unerbitterlich, das fängt schon in einer der ersten Szenen damit an, dass er unglaublich kühl und trocken einen Muttermord schildert, ja, ihn fast schon normal und sinnvoll darstellt. Ohne lachhaftes Übertreiben hätte kein Autor das hingekriegt, doch ihm gelingt es. Es lastet schwer auf dem Leser, doch schon geht es weiter.
Die Story ist schnell und spannend, trotz der Länge. Die immense Anzahl der Charaktere - die manchen Leuten schon ein wenig zu viel werden könnte - bietet unglaublich viel Stoff für kleine Nebengeschichtchen, alle sind gut ausgearbeitet und kein Charakter ist zu viel, keiner zu unwichtig, so dass man sagen könnte: »Hey, den hättest du aber auch weglassen können, Stephen ...«
Die Auflösung dann hat zu Recht die Leserschaft gespalten, doch sie ist konsequent und - das muss man ihr lassen - so crazy, dass sie schon wieder total genial ist. King ist kein Plotter, er schreibt drauflos, und wenn Sie sich als Autor so in eine Story verstrickt hätten, müssen Sie sich jetzt die Frage stellen: »Hätte ich einen anderen Ausweg gefunden?«
Ich, für meinen Teil, nicht.

Fazit:
Ein wirklich guter Roman, schrabbend an der Meisterwerk-Grenze, aber so ganz dafür gereicht hat's dann doch nicht. 8/10 Punkten, hat mir sehr gefallen.
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