Kundenrezensionen


826 Rezensionen
5 Sterne:
 (552)
4 Sterne:
 (98)
3 Sterne:
 (62)
2 Sterne:
 (34)
1 Sterne:
 (80)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


452 von 488 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Worte: Richtig gut
Ich hatte ein wenig gezögert, mir diesen ersten Teil der Saga zu kaufen. Zum Glück habe ich es doch getan, denn ich habe es keine Sekunde bereut! Nach langem, verzweifeltem Suchen halte ich endlich wieder eine richtig fesselnde Fantasy-Reihe in einer mittelalterlichen Welt in den Händen!
Warum ich zögerte? Nun, die Meinungen gehen ja doch sehr...
Veröffentlicht am 15. März 2006 von Amazon Customer

versus
803 von 907 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pure Abzocke!
Vorab: Die Bewertung bezieht sich keinesfalls auf den eigentlichen Inhalt des Buches, welcher meines Erachtens 10 Sterne verdient hätte.

Keine Frage, das Buch ist inhaltlich genial, habe es letztens geschenkt bekommen.
Ich konnte mich meiner Neugier aber nicht verwehren und habe deswegen auch die englische Ausgabe angelesen, und nun bin ich zu dem...
Veröffentlicht am 12. Juli 2012 von Mythenmetz


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und überraschend !!, 26. November 2002
Das Buch ist schon ne ganze Weile in meinem Regal und ich hab es eigentlich immer nach hinten geschoben, weil ich vorher noch dies oder jenes lesen wollte. Gekauft hatte ich es zum antesten, weil ich die Rezensionen gelesen hatte und es sehr verheissungsvoll klang. Doch die Illustration des Buches hat mich nicht so überzeugt, es sieht so nach Groschenroman aus. Aber dies gehört wohl zum Fantasy-Genre inzwischen wohl dazu, weil dieses Genre in Deutschland irgendwie völlig falsch definiert ist. Dies haben wohl aber TV-Serien wie Xena, Hercules und sonstiger Schund ausgelöst.
Ich bin immer wieder drüber gestolpert beim stöbern, hab dann auch mal das Original gesehen und auch die Illustration dessen und auch den Originaltitel und nun konnte ich den Einstieg wagen, es sah dann doch viel viel erheissungsvoller aus.
Und was passiert?
Quasi von der ersten Seite weg hat mich dieses Werk gefesselt, die Personen bekamen Gesichter und Stimmen, die Story tröpfelt eigentlich, doch in Wirklichkeit rast sie voran, der erste Teil stellt im Grunde erst einmal alle Häuser und Geschlechter vor, charakterisiert sie und gibt ihnen einen Platz in Martins Welt Westeros. Doch an alles Ecken dieses Reiches passieren kleine Dinge, wo man am lesen schon merkt, das wird alles noch ein riesengrosses Spektakel. Eigentlich wird im Vorspann schon in eine riesengrosse Gefahr eingeführt, die dann nicht mehr erwähnt wird. Das wird wohl bald auf mich zukommen, denn ich habe mich nach der letzten Seite der "Der Herren ...." sofort über "Die Erben ..." gemacht.
Ich muss wissen was passiert!
Und das ist eigentlich das beste Zertifikat, das man einem Buch ausstellen kann. Hervorzuheben ist sicherlich noch, das mit den in anderen Fantasybüchern reichlich um sich geworfenen Fabelwesen und Gestalten und Geistern und Landschaften hier sehr sparsam umgegangen wird. Es ist eine eigene Welt, in der es auch Lebewesen gibt, die uns völlig neu sind, aber im Grunde geht es hier um die Geschichte und um Charaktere und nicht um gekreuzte Monster und grüne Waldmenschen und rote Vulkankrokodile und was weiss ich. Hier ist spannung pur in einer erst romantisch anmutenden Welt, die ihr grausames Gesicht immer ein Stückchen mehr offenbart.
Lange nicht mehr hat mich ein Buch so gefesselt. Ich kann es kaum erwarten, dass es weitergeht.
Fazit: Einsame Spitze !!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


52 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wirklich allerbeste Fantsy-Reihe die es gibt, 10. Januar 2006
Also ich muss sagen ich habe als ich Tad Williams hervorragende Saga um das Sagenhafte Land Osten Ard gelesen habe diese für die beste Fantasy Serie gehalten. Doch nun, da ich sechs von den geplanten zwölf Büchern des Zyklus "Das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin gelesen habe, muss ich sagen, dass diese fast noch besser sind als die Romane von Williams. Der Band "Die Herren von Winterfell" ist der Erste dieser herrausragenden Saga.
Der Autor entführt hier in eine bedrückende Welt voller Grausamkeiten und Intrigen, in denen hart gezeigt wird, wie grausam die Menschen gegeneinander sind, wie erbarmungslos die Machtspiele an den Höfen dieser Mittelalter-Fantasy-Welt ausgetragen werden, ohne dass grausame Monster oder Fabelwesen die Bösewichte sein müssten. Zu beginnn verzichtet Martin fast vollständig auf Fantsy Elemente und schreibt die Intrigen und Kriege einer mittelalterlichen Parallelwelt nieder. Dabei springt er bei jedem neuen Kapitel in den Körper eines seiner zahlreichen wichtigen Personen in dieser so komplexen Erzählung und schildert aus dessen Sichtweise die Ereignisse. Dabei arbeitet er psychologisch sehr feinfühlig und lässt uns die Ängste und Wünsche diser Pesonen miterleben. Die Bücher bestehen aus vielen verschiedenen Handlungssträngen und Personen an vielen verschiedenen weit voneinander entferneten Orten, die nach und nach zusammenführen.
George Martin scheut nicht vor Gewaltdarstellungen wie blutigen Schlachten oder Vergewaltigungen zurück. Auch lässt er nicht immer alle dem Leser liebgewordenen Charaktere überleben, was die Bücher noch spannender macht - man weiß nie wie es weitergehen wird, von happy End ist nicht die Rede. Auch ist nicht die Rede von Gut oder Böse - Es gibt keine strahlenden Helden oder dunklen Bösewichter, keine höfische Seele bleibt bei den Machtspielen an den Königshöfen unbefleckt.
Die Handlungsfläche ist unglaublich groß - von immerdunklen Eisregionen ganz im Norden über die Königslande, die der Hauptschauplatz sind, bis hin zu Wüsten auf fernen südlichen Kontinenten.
Wer epische, komplexe und anspruchsvolle Fantasy für Erwachsene mag der wird diesen Zyklus lieben! Meine absoluten Favoriten, diese Bücher des Lieds von Eis und Feuer!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Saga beginnt! George Martin ist einer der Besten!, 17. Dezember 2003
Von 
Zum Inhalt des Buches möchte nicht viel sagen, da in der Kurzbeschreibung genug Inhalt verraten wird, ich dem Autor nicht vorgreifen und dem Leser nicht den Spaß am Lesen nehmen will. Deshalb möchte ich dazu übergehen, warum man George Martins Fantasywerk im epischen Ausmaßen nicht verpassen sollte.
Was macht Martin so besonders? - Seine Charaktere! Sein Aufbau der Romane!
Martin unterteilt seine Kapitel nicht mit arabischen Ziffern, sondern tituliert diese mit den Namen der Hauptfiguren, wie Eddard, Tyrion, Jon, etc. Dadurch erzeugt er mehr leben. Geschildert jeweils aus deren Perspektiven gelingt es dem Leser einen unglaublichen Bezug zu den Charakteren herzustellen. Die Darstellung des Innenlebens ist komplex und äußerst differenziert. Martin malt seine Figuren nicht schwarz-weiß, sondern benutzt für jeden seiner Charaktere einen eigenen Pinselstrich und eine eigene Farbkombination. Leser werden jenen hassen und jenen lieben, doch fünfzig Seiten weiter kann diese Gefühlslage komplett umschlagen, da man immer mehr über die Charaktere erfährt. Deren Vergangenheit, deren Lebensgeschichte, Schicksale und Tragödien. Und man findet sich selbst dabei wieder, wie das Hoffen und Leiden für einzelne Figuren ein Ausmaß findet, wie es nur in der Realität sein kann. Dabei verfällt Martin nicht in Gefühlsduseleien. Neben Liebe und Verantwortung geht es um Hofintrigen, Verrat, Macht und Ehre. So kann Martin mitleidslos werden. Personen sterben, werden eiskalt hintergangen und ermordet, fallen Schlachten oder „Unfällen" zum Opfer.
Eine Reise in eine eigene Zeit und Welt beginnt. Man wird zwar einer Maße an Personen begegnen, die einen am Anfang etwas überrollt und einen eventuell zwingt, Notizen zu machen. Aber der Anhang hilft einem immer wieder Fuß zu fassen und irgendwann ist man Teil der Welt, kennt Westeros (hier spielt der Roman!), wie seine eigene Stadt und die Menschen wie seine Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freunde.
Einige Leser werden anfangs die Fantasy-Elemente vermissen. Doch Martin lässt diese langsam einfließen. Langsam und mit Genuss. Immer wieder entstehen kleine und größere Geheimnisse, Cliffhanger, die einen dazu zwingen weiter zu lesen.
George Martin hat nicht nur ein Meisterwerk der Fantasy geschaffen, sondern der Literatur. Keine zuckersüße Heldensaga auf den ausgetretenen Pfaden der Fantasy, sondern ein außergewöhnliches Machwerk, das man nicht mehr aus der Hand legen kann und will. Ich möchte Martin nicht mit Tolkien oder Williams vergleichen, aber eines ist sicher: Martin hat etwas eigenständiges Erschaffen. Mehr als nur Fantasy - eine zweite Welt, in der man Freunde und Feinde gleichermaßen finden kann!
Anm.: Momentan sind 6 Bände in Deutschland/ 3 Bände im Original erschienen. 2004 sollen zwei weitere Originalbände folgen (Feast of Crows, A Dance wirh Dragons). Die ersten beiden Bände („Herren von Winterfell" und „Erbe von Winterfell") sind ein genialer Einstieg mit oben genannten Schwierigkeiten. In Band drei („Thron der sieben Königreiche") und vier („Saat des goldenen Löwen") zieht sich die Geschichte etwas (4 Sterne), da Martin mehr Informationen über die Vergangenheit der Personen und des Landes transferiert. Im Endeffekt kann man sich glücklich schätzen über diese Details, da man mehr mit der Welt verschmelzt. Teil 5 („Sturm der Schwerter") und 6 („Die Königin der Drachen") treiben den Leser dann in eine Gefühlsflut von ungeheurem Ausmaß, wobei speziell der sechste Teil das Beste ist, was ich bisher gelesen habe. (Mehr zu den Inhalten sind aus amazon-Kurzbeschreibungen zu entnehmen.) Kleiner Tipp: Nicht den Klappentext lesen, denn hier ist der komplette Romanteil zusammen gefasst. Sonst: Viel Spaß beim Genießen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ueberirdisch gut!, 29. Juni 2002
Gleich vorneweg: Das Fantasy-Epos ""Das Lied von Eis und Feuer" ist (fuer mich) schlichtweg das Beste an Fantasy-Literatur, was in den letzten 5-10 Jahren herausgekommen ist. Dabei glaenzt G.R.R. Martin weniger durch eine phantasievolle Welt mit noch mehr Drachen, Daemonen oder anderen Zaubergestalten, als vielmehr mit seiner Liebe zum Detail, und vor allen Dingen zu seinen Charakteren, die auch einem Charles Dickens Roman haetten entsprungen sein koennen.
Doch eines nach dem anderen.
Lord Eddard Stark, Freund und Gefolgsmann des Koenigs Robert Baratheon, wird von seinem Lehnsherrn zum Nachfolger des ermordeten 'Kanzlers' des Koenigreiches Westeros ernannt. Waehrend Eddard Stark eher widerwillig sich den Aufgaben der 'Rechten Hand des Koenigs'widmet, entfaltet sich um ihn herum eine in Intrigen, Missgunst, Rachsucht und Fanatismus verzettelte Gesellschaft, in der nichts ist wie es scheint, Freunde keine Freunde sind, und augenscheinliche Feinde sich zum wahren Freund erweisen. In dem Versuch das Koenigreich angesichts dieser Widersprueche zu erhalten, wird nicht nur Lord Stark, sondern auch seine gesamte Familie in einen Strudel von Krieg und Vernichtung, aber auch Hingabe und Leidenschaft unwiderstehlich hineingezogen.
Die Staerke von Martin's Werk liegt sicherlich in den vielen Personen, mit ihren ureigenen Ambitionen und Sehnsuechten, die Martin mit unzaehligen Handlungsstraengen gleich einem Spinnennetz miteinander verstrickt. Dabei gibt es weder gut, noch boese: Nur Verlierer und Ueberlebende. Und das ganze dargestellt mit einer frappierenden Ehrlichkeit und Offenheit, die an Lebensnaehe nicht zu ueberbieten ist, und sehr aussergewoehnlich fuer Fantasy-Literatur ist.
Ein weiteres Merkmal ist, dass der Leser zu keinem Zeitpunkt das Gefuehl hat, zu wissen was als naechstes passiert, und wenn man mal denkt, 'ha, so geht's weiter' denkste: Martin hat noch immer eine Ueberraschung parat.
Es ist richtig, dass dieses erste Buch sich vielleicht zu lange hinzieht, und fuer ein spannendes Fantasy/Buch nicht genug Hoehepunkte hat. Leider hat hier wieder einmal diese unsaegliche Angewohnheit der deutschen Herausgeber zugeschlagen, englische Originale aufzustueckeln. Das Ende dieses 1. Buches ist keine gewollte Zaesur des Autors. Deshalb sollte man wirklich Band 1+2 an einem Stueck lesen. Noch krasser wird dies in Buch 3+4 (Band II des Originals: A Clash of Kings). Anyway, es lohnt sich wirklich, weiterzulesen.
2 Dinge noch.
Zum einen, mag der eine oder andere Fantasy-Fan die Magie in Martin's Welt vermissen. Hang on, folks! Westeros ist eine schlafende Welt, und viele Dinge sind nicht so wie sie erscheinen - und manchmal werden auch Ammenmaerchen wahr.
Zum anderen, es gibt viele geniale Charktere in Martin's Epos: Die Stark-Familie, Jon Snow, Daenerys, oder die Clengane-Brueder. Aber, sagt was ihr wollt, Tyrion Lannister steckt alles in den Sack, und ist alleine das Geld fuer diese lange Fantasy-Serie wert. Deshalb vergesst niemals: Ein Lannister bezahlt seine Schulden!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geballte Spannung und Literatur mit Stil, 17. Mai 2006
Zugegeben, ich habe diese Reihe begonnen, weil ich nichts besseres zur Hand hatte und die Rezessionen ziemlich gut waren. Zudem verschlinge ich Fantasy und Mittelalter Romane geradezu und daher kam diese Reihe ganz gelegen.

Mittlerweile bin ich bei Band 4 angelangt und kann nur jedem diese Reihe empfehlen. Stilistisch sind diese Bücher einfach der Hammer, Witz, Spannung und Drama geben sich die Hand und es geht dem Schriftsteller nie die Luft aus. Die Story ist packend und die Charaktere genial ausgemalt. Eine Welt in die man versinkt und die Zeit vergisst. Störend empfinde ich die Massen an falschen Satzzeichen wie ein Fragezeichen hinter Ausrufen und auch die Schriftfehler, die man in regelmäßigen Abständen bewundern kann. Ansonsten ist diese Reihe ein Muss für alle Fans der mitteralterlichen Fantasieriege und all denen, die da einsteigen wollen.

Langt unbedingt zu!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Auftakt, 15. März 2007
Es ist in der Tat so, dass man einige Zeit braucht sich in die Materie einzulesen, aber das ist wahrscheinlich der Preis, den man für dramaturgische Tiefe bezahlen muss. Ist man aber erst einmal eingetaucht, und das ist wahrscheinlich der Knackpunkt, ob einem das Buch gefällt oder nicht, dann lässt einen das "Spiel der Throne" kaum mehr los. Die Protagonisten wirken ausnahmslos echt, haben eigene Charaktere, eigene Stärken und Schwächen. Das typische Gut-Böse-Schema und den Superhelden, der die Welt rettet, wird man hier nicht finden. Vielmehr hat man das Gefühl, dass eine höhere Macht die Geschicke auf Westeros lenkt und es ist kaum vorhersehbar, wie sich die Dinge entwickeln. Martin legt hier einen echten Hammer in Sachen Einfallsreichtum, Spannung, Intrige und Überraschung vor, wie ich ihn bislang nicht kannte. Manchmal mit ein wenig Humor gespickt, ist dieser Roman eher düster und hart, oft melancholisch und obwohl phantastisch, doch sehr real. So ist dieses Buch für mich der spannende Auftakt einer Reise nach Westeros und ich hoffe inständig, dass Martin in den Folgebänden die Qualität halten kann.
Einen Stern muss ich allerdings trotzdem dafür abziehen, dass der Verlag wieder einmal die Originale trennt und beim zweiten Teil Dinge auf der Buchrückseite verrät, die zu Beginn noch gar nicht bekannt sind. Des Weiteren würde ich mir bei der deutschen Übersetzung auch eine Übersetzung von Orts- und Flurnamen wünschen (soweit, wie es geht). Die Englischen Namen beizubehalten bricht irgendwie den Lesefluss und Namen wie "Eastwatch by the Sea", "King's Landing", "Casterly Rock", "Riverrun" lassen sich in meinen Augen auch wunderbar ins Deutsche übertragen. Dies hat ja bei Tolkiens "Der Herr der Ringe" auch geklappt. Wer diese Minuspunkte umgehen will, der muss wohl aufs Englische Original zurückgreifen...
Dennoch, vier Sterne für ein Buch, in dem man sich verlieren kann!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stellt alles in den Schatten - absoluter Süchtigmacher!, 25. Februar 2001
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
George R.R. Martin spricht sich so langsam rum... Ich war anfangs sehr skeptisch gewesen,da fantasytypische Elemente fehlen oder nur angedeutet werden und ich ja eigentlich Fantasyleser bin und mir einen Fantasyroman ohne Magie schwer vorstellen kann. Schließlich haben die ausnahmslos begeisterten Kritiken mich doch dazu gebracht,die Bücher zu lesen und ich kann sagen,daß das wirklich mit das beste ist,was es an moderner Fantasy im moment gibt. Besondere Betonung liegt auf <<modern>>,da Martin einen ganz eigenen Weg geht und mit dem klassischen Tolkien-Schema nichts mehr am Hut hat. Martins Inspirationen finden sich schnell: 1.das Rosenkrieg-Thema 2.wie er auch in einem Interview gesagt hat,war Tad Williams Osten Ard Zyklus eine wichtige Inspiration,obwohl Martin einen ganz anderen Stil (weniger poetisch,dafür spannender) als Williams hat (Josua und Elyas aus der Osten Ard Saga haben auch einen "Gastauftritt"). Ebenfalls ist Das Lied von Eis und Feuer durch Robert Jordans "Rad der Zeit" beeinflußt - das merkt man an einigen Elementen (Brans Wolfsträume - Perrin?!) und an der Komplexibilität des Werkes,den vielen Perspektiven. Allerdings sind Martins Charaktere wesentlich sympathischer und besser herausgearbeitet. Es gibt keine Figuren,die entweder nur böse oder nur gut sind,selbst für die Charaktere auf der "bösen" Seite (zB. die Lannisters) kann man sich begeistern. Bestes Beispiel ist Tyrion Lannister,die wohl genialste Figur überhaupt. Die Atmosphäre ist hervorragend und teilweise düster - man weiß das irgendwas Böses im Norden lauert,während sich die adligen Familien intrigieren und bekriegen und jeder der (vielen) Haupthelden sein Schicksal zu meistern hat. Mit der Zeit bekommt auch die Magie eine wichtigere Rolle,auch wenn sie eher nur angedeutet wird (lieber zu wenig als zuviel).
Einzigster Kritikpunkt dieser überragenden Reihe sind die teilweise wirklich derben Sex- und Gewaltszenen - hier hat Martin etwas übertrieben. Trotzdem,wenn die Saga in dieser Qualität weitergeht,kann man wohl vom besten posttolkienschen Fantasywerk sprechen. Spätestens nach dem zweiten Band ist man süchtig und lechzt förmlich nach mehr. Ich hoffe,daß die nächsten Bände bald erscheinen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk mit ein wenig Fantasy, 22. Mai 2005
Von Ein Kunde
Der beginn einer der besten Fantasy Reihen die ich bis jetzt gelesen habe. Im Vergleich mit anderen Fantasy Büchern läßt Martin die Fantasy Elemente nur sehr langsam und "dosiert" einfließen und gerade deshalb freut man sich über jedes noch so kleines Fantasy-Wesen.
Das herausragende an dieser Reihe sind seine Charaktere die mit sehr viel mühe gezeichnet sind und nicht schwarz/weiß bzw. gut/böse sondern sehr lebendig mit Ihrem stärken und schwächen.
Dadurch wird jeder einen anderen "Helden" finden der Ihm sympatisch ist und mit dem man hofft und bangt.
Und man kann sich Ihrer niemals sicher sein, denn bei Martin sterben auch liebgewonne Hauptdarsteller.
Nach sechs gelesenen Bänden freue ich mich auf den siebten !!
Also viel Spaß beim lesen
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Beginn einer der genialsten Fantasy-Zyklen, 24. März 2004
Von 
Die Herren von Winterfell ist der erste Teil des Liedes von Eis und Feuer von George R. R. Martin. Jener Zyklus wird mit Recht zu den bessten unvollendenten Fantasy-Sagan auf dem Markt gezählt.
Im ersten Band baut Martin die Handlung auf, die vor allem von den Intriegen zwischen den großen Herrschaftshäusern handelt. Interessant ist daran vor allem, dass er in jedem Kapitel die Sichtweise verändert und damit jede Figur einmal in den Mittelpunkt rückt. Trotzdem sind die Charaktere realistisch und vom Autor sehr gut ausgearbeitet. Der Leser erhält deshalb ein klares Bild der "Hauptdarsteller" und kann sich in diese hineinversetzen, wenn sie in den Mittelpunkt des Erzählers gerückt werden. Aus diesem Grund verwischen endlich einmal die harten Grenzen zwischen schwarz und weiß, und man erfährt viel über Ursachen für bestimmte Taten der Charaktere, so dass einem plötzlich jener oder jene garnicht mehr so böse erscheinen...
Die neue Erzählweise, die Martin für seinen Roman (und natürlich auch für die folgenden) nutzt, unterstützt die sehr durchdachte Welt des Autors, die auch ohne tausender verschiedenartigen Kreaturen auskommt. Kaufen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvoll sondergleichen, 27. November 2011
Es ist schwierig, sich zu überlegen, was man dem erwartungsvollen Leser eines Reviews zu "Die Herren von Winterfell" sagen soll, weil man kaum weiß, wo man zu beginnen hat. Die "Ein Lied von Eis und Feuer"-Serie hat so viele Stärken, dass es schwierig ist, zu entscheiden, welche man betonen und sogar, auf welche man zuerst eingehen soll. Es ist auch hart, einen Vergleich innerhalb des Genres zu finden, durch das man dem Leser die Kraft dieser Serie näher bringen könnte. Ich glaube nicht, dass dieses Review dem wahren Können des Autors gerecht wird, aber ich will versuchen, es dem Leser des Reviews nahe zu bringen.

Mag eine Zusammenfassung des Plots zunächst wie Fantasy von der Stange á la Jordan, Goodkind und Paolini anmuten, so ist dieses Buch und die ganze ihm folgende Serie doch ein ganz eigenes Kaliber. Der Autor, George R. R. Martin, ist ein wahrer Meister seines Fachs. Sein Stil ist bildhaft und ausdrucksstark, dabei verzichtet er jedoch auf unnötige Schnörkel, die die Sätze aufgeblasen und rosarot würden wirken lassen. Im Gegenteil ist seine Sprache prägnant und kraftvoll, er bringt die Dinge auf den Punkt. Es gab einige Wendungen und Beschreibungen, die ich schlicht und ergreifend wunderschön fand. Da wird etwa ein Pferd folgendermaßen beschrieben: "Es war grau wie das winterliche Meer, mit einer Mähne wie Silberrauch." Später wird uns über eine Stadt gesagt: "[...] die breiten winddurchwehten Straßen [sind] mit Gras und Schlamm gepflastert und von wilden Blumen wie ein Teppich überzogen." Durch diese Prosa wird Westeros so lebendig und greifbar wie unsere eigene Welt, man sieht sie und alles, was sich auf ihr abspielt, geradezu vor sich. Die Serie ist also sowohl für Menschen geeignet, die keinen übermäßig poetischen Stil mögen als auch für solche, denen es oft zu trocken wird. Mr. Martin findet ein großartiges Mittelding. Die Prosa ist so kraftvoll und umtriebig, dass es mir einige herrlich groteske Szenen, die ich bei einem anderen Autor als um Aufmerksamkeit hurende Ekel-Element eingestuft hätte und die ich hier aufgrund von Spoiler-Gründen nicht verraten will, schwer gemacht haben, zu entscheiden, ob ich lachen, weinen oder einfach schreien soll - und das ist hier durchaus positiv gemeint.
Auch muss man lobend erwähnen, wie viel der Mann recherchiert hat. Ich bin kein Historiker oder ein Spezialist für irgendetwas, was innerhalb und jenseits dieses Universums existiert, aber ich konnte keinen einzigen Fehler sachbezogener Natur in den Büchern ausmachen. Ein klassisches Beispiel innerhalb des Fantasy-Genres sind die "Roboter-Pferde", die kaum jemals Nahrung oder Schlaf brauchen und stunden- oder sogar tagelang ohne Pause galoppieren können. Mr. Martin begeht solche Fehler nicht. Auch und besonders hat er sich über die Kriege informiert, auf denen die Serie basiert, den Hundertjährigen Krieg und die Rosenkriege. So man sich selbst damit befasst hat, kann man auch, obwohl es sich hierbei um keine strikte historische Fantasy handelt, einige Dinge finden, die einem vielleicht ein Schmunzeln oder ein wissendes "Ah!" entlocken. Beispielsweise die Namen der Häuser Stark und Lannister, die direkt von den englischen Häusern York und Lancaster zu stammen scheinen.

Anders als etwa bei Tolkien (an den Mr. Martin übrigens durch den Charakter des Samwell Tarly eine hübsche Hommage liefert), der das Hauptaugenmerk seiner Schriftstellerei seiner Welt Mittelerde gewidmet hat, ist die Ein Lied von Eis und Feuer-Serie sehr charakter-zentrisch, doch das tut der Qualität der Serie keineswegs Abbruch: Weder innerhalb noch außerhalb des Genres Fantasy habe ich kaum jemals so detailreich gezeichnete, so überaus menschliche, so verschiedenartige Charaktere gesehen, die so nachvollziehbar handeln - hier gibt es kein "Gut" und "Böse". Im Gegenteil tut Mr. Martin alles, um uns, den Lesern, zu zeigen, dass jeder Mensch in Wahrheit "grau" ist. Wie in einem echten Krieg gibt es auch in Westeros keine endgültige, unantastbare "Wahrheit". Eine Besonderheit der Serie ist, dass jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters erzählt wird, von denen es sehr viele gibt, dabei begeht der Autor jedoch nicht den Fehler, uns als Leser alles doppelt und dreifach aus verschiedenen Perspektiven erfahren zu lassen. Allerdings erlaubt uns der Blick in all die verschiedenen Köpfe, all die Motivationen zu sehen, all die Absichten und moralischen Vorstellungen, sodass wir deutlich sehen, dass zwischen "richtigem" und "falschem" Handeln oft nur ein sehr schmaler Grat und dass der Sieg des einen zugleich die Niederlage des anderen ist - und umgekehrt.
Hier möchte ich besonders betonen, dass es Mr. Martin auf herausragende Weise schafft, auch Personen auf realistische Weise zu charakterisieren, mit denen andere so ihre Probleme haben. Die Kinder in seinen Büchern benehmen sich weder wie Babys noch wie kleine Erwachsene, sondern durchaus ihrem Alter entsprechend, und auch in die Gefühlswelt von Frauen kann er sich weit besser hineindenken als so mancher männlicher Autor seines Alters, wie etwa Jordan, dessen weibliche Charaktere alle ständig schniefen, sich die Röcke glatt streichen und die Arme unter der Brust verschränken und außerdem ein merkwürdiges Talent dafür haben, in Situationen zu gelangen, die sie halbnackt zurücklassen. Mr. Martin hingegen zeigt schon mit den beiden Stark-Töchtern Arya und Sansa, ihrer Mutter Catelyn und der Königin Cersei, später auch mit Asha, Brienne, Ygitte, Jeyne, Daenerys und vielen anderen eine breite Palette sehr unterschiedlicher Charaktere, die alle als solche so viel Respekt bekommen, wie sie verdient haben, und nicht nur zum Vergnügen des "Helden" und des Autors da sind und lediglich im Schatten ihrer Männer, Väter und Brüder präsentiert werden.
Außerdem sind die Charaktere realistische Produkte ihrer Welt, mit ihren Sitten, Gebräuchen und Normen, die sich zum Teil sehr von den "normalen", heutigen, westlichen unterscheiden, schon, weil Mr. Martin sich wirklich viel Mühe gegeben hat, die Welt als mittelalterlich darzustellen. So ist etwa, anders als in vielen Fantasy-Romanen, keines der Edelfräulein geschockt, als es erfährt, dass es ohne das eigene Einverständnis an einen vielleicht sogar viel älteren Mann verlobt wurde - diese Mädchen haben ihr Lebtag damit gerechnet, sind mit der Vorstellung aufgewachsen und wundern sich nicht über diese "Grausamkeit". Auch, dass einige Mitglieder dieser Gesellschaft wegen Dingen, an denen sie nicht schuld sind, von anderen schief angeschaut werden, wird nicht als unfassbare Gemeinheit aufgefasst. Jon Snow, der Bastardsohn Lord Eddard Starks etwa, oder Tyrion, den kleinwüchsigen Bruder der schönen Lannister-Zwillinge, regen sich nicht endlos darüber auf, wie ungerecht das alles ist, sondern nehmen es, wenn schon nicht als angenehm, doch einfach als gegeben hin.
Auch sei lobend erwähnt, dass Mr. Martin keinen seiner Charaktere so sehr liebt, dass er ihn vor einem grausamen Tod retten würde. Gerade im Genre Fantasy überleben die "Guten" oft, weil der Autor es offenbar als moralisch falsch erachtet, sie sterben zu lassen, oder, schlimmer noch, sie werden durch ein magisches Ritual oder Ähnliches zurück ins Leben gerufen. Mr. Martin hingegen lässt zu, dass seine Charaktere einen - oftmals unschönen - Tod finden, wenn ihre Zeit gekommen ist. Manch ein Leser mag diesen Aspekt der Serie als unschön empfinden, da er sich quasi von Charakteren, die er vielleicht bereits sehr lieb gewonnen hat, trennen muss, für mich persönlich trägt das allerdings nur zur Kraft dieser Bücher bei. Auch ich war so manches mal sprachlos und traurig, wenn ein Charakter, den ich sehr wertschätzte, auf vielleicht sogar brutale Weise sein Ende fand, aber das erschien mir nie wie billiges Heischen von Aufmerksamkeit, sondern intensivierte noch das Leseerlebnis. Nachdem in Generischem Fantasybuch XYZ die Helden zigmal in tödlicher Gefahr schwebten und es doch jedesmal überlebten, war es eben nicht mehr sonderlich spannend - bei Mr. Martin kann man nicht sicher sein, dass die Charaktere überleben!

Ich weiß, dass es für viele Leute auch Gründe gibt, die Serie nicht zu lesen: Wie schon erwähnt, gibt es hier keine klar definierte, archetypische gute oder böse Seite, keinen bösen Overlord, der zu stürzen ist, niemand, auf den man zeigen und schreien kann: "Er ist schuld!" Leser eher idealistischer Fantasy werden sich in Westeros nicht wohlfühlen, denn diese Welt ist dreckig, hässlich und grau. Tatsächlich liefert der Autor im Charakter Sansa eine herrliche Dekonstruktion einer Prinzessin aus klassischer, idealistischer Fantasy - sie hofft auf ein Happy End, sieht nur die positiven Seiten und denkt, dass alles gut enden wird, weil sie hübsch und rechtschaffen ist. Außerdem natürlich ist die Serie bereits sehr lang und noch unvollendet, wodurch sich einige sicher auf den Schlips getreten fühlen. Der Fairness halber muss auch noch hinzugefügt werden, dass es in dieser Fantasy mehr um den Krieg, die Leute und die Entwicklung der Welt geht als darum, möglichst viel "Zauberhaftes" zu zeigen. Man wird nicht auf jeder Seite fünf Elfen und zehn Orks finden, Magie ist nicht übermächtig und glitzernd, sondern wird mehr in Prophezeiungen und fremdartigen Mächten und dergleichen ausgespielt und die Bücher lesen sich insgesamt vielleicht mehr wie ein historischer Roman denn wie typische Epic Fantasy. Wer darin jedoch keine Makel sieht, der wird die Serie rundherum lieben. Für mich ist die ganze Serie die beste Fantasy seit dem Herrn der Ringe!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen