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434 von 467 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Worte: Richtig gut
Ich hatte ein wenig gezögert, mir diesen ersten Teil der Saga zu kaufen. Zum Glück habe ich es doch getan, denn ich habe es keine Sekunde bereut! Nach langem, verzweifeltem Suchen halte ich endlich wieder eine richtig fesselnde Fantasy-Reihe in einer mittelalterlichen Welt in den Händen!
Warum ich zögerte? Nun, die Meinungen gehen ja doch sehr...
Veröffentlicht am 15. März 2006 von assua

versus
720 von 815 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pure Abzocke!
Vorab: Die Bewertung bezieht sich keinesfalls auf den eigentlichen Inhalt des Buches, welcher meines Erachtens 10 Sterne verdient hätte.

Keine Frage, das Buch ist inhaltlich genial, habe es letztens geschenkt bekommen.
Ich konnte mich meiner Neugier aber nicht verwehren und habe deswegen auch die englische Ausgabe angelesen, und nun bin ich zu dem...
Veröffentlicht am 12. Juli 2012 von Mythenmetz


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434 von 467 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Worte: Richtig gut, 15. März 2006
Ich hatte ein wenig gezögert, mir diesen ersten Teil der Saga zu kaufen. Zum Glück habe ich es doch getan, denn ich habe es keine Sekunde bereut! Nach langem, verzweifeltem Suchen halte ich endlich wieder eine richtig fesselnde Fantasy-Reihe in einer mittelalterlichen Welt in den Händen!
Warum ich zögerte? Nun, die Meinungen gehen ja doch sehr auseinander. Von den einen hochgelobt, wird es an anderer Stelle wieder ziemlich zerissen.
Dazu lässt sich sagen, Martins Welt ist keine heile, mitnichten, aber so blutrünstig wie es manchmal heißt nun auch wieder nicht. Es sind halt raue Zeiten, die der Autor da beschreibt in einer Welt voller Intrigen und Ränke. Gewalt spielt eine Rolle, ja, aber auch nicht mehr oder weniger als in anderen Fantasyreihen und ich habe ehrlich gesagt schon weitaus Schlimmeres gelesen.
Ja und die Sache mit dem Sex... da heißt es unter anderem in etwa (den ganz genauen Wortlaut weiß ich jetzt nicht mehr) "Nach Art des Pferdevolkes drehte er sie auf den Bauch". Detailliertere Beschreibungen eines Aktes wird man nicht finden und solche Szenen kommen eigentlich auch nicht sehr häufig vor. Von Pornographie ist "Das Lied von Eis und Feuer" also meilenweit entfernt.
Das zu Beginn noch nicht allzu viele Fantasyelemente enthalten sind, störte mich eigentlich weniger. Außerdem ahnt man bald, mit welchen Wesen man es später wohl noch zu tun bekommt und das Warten macht es nur umso spannender!
Es gibt viele Charaktere und genauso viele Handlungstränge. Im Fokus liegt dabei zunächst sicherlich die Familie Stark, die es im Laufe der Zeit in alle Winde verstreut. Da ist z.B. Eddard Stark, der zur Rechten Hand des Königs avanciert und mit ihm an den Hof reist. Seine Frau Catelyn, die zunächst auf Winterfell bleibt aber dann aus bestimmten Gründen (das an dieser Stelle zu erklären würde jetzt zu sehr ins Detail gehen) ihrem Mann folgt. Die Brüder Robb und Bran Stark, die alleine auf Winterfell bleiben und Starks Bastard Jon Snow, der auf die Mauer (die vor einer mysteriösen Gefahr abhalten soll, von der man aber erst im Laufe der Zeit erfährt) an der Grenze des Reiches "abgeschoben" wird, und, und, und...
Natürlich wird schnell klar, dass die Lannisters - von Natur aus keine Freunde der Starks und durch die Königin (einer Lannister) in ziemlich mächtiger Position - auch bald eine größere Rolle spielen. Allen voran der Charakter des zwergwüchsige Tyrion, dessen einzige Verteidigung gegen die Verachtung die er zeitlebens erfahren musste sein Zynismus, seine große Klappe und das helle Köpfchen sind.
Und dann sind da noch Daenerys und ihr Bruder, letzte Überlebende der einstigen dahingemordeten Königsfamilie, die sich - der eine mehr, die andere weniger freiwillig - einem wandernden Reitervolk angeschlossen haben. Natürlich mit dem Ziel, die einstige Heimat und den Thron zurückzuerobern.
Sie alle Leben ihr eigenes Leben weiter mit ihren Problemen an den Schauplätzen ihrer Standorte, und es ist wirklich faszinierend, die Geschichte aus so vielen Blickwinkeln zu erfahren, dank Martins hervorragender Erzählweise, immer aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten dem das Kapitel gerade gewidmet ist. So sieht man die Welt einmal mit den Augen eines erwachsenen Mannes, dann wieder mit denen eines Kindes. Zunächst gebildete Meinungen geraten dabei schnell ins Wanken, wenn man die Sichtweise des "Feindes" erfährt und diese einem plötzlich so verständlich erscheint. Wieder andere, die man nach außen hin erstmal zu den "Guten" zählte, zeigen sich in ihrem Wesen dermaßen borniert und kleinkariert, dass sie bald sämtliche Pluspunkte verspielt haben.
Das hat natürlich schon zur Folge, dass je nachdem welchen Charakteren man seine Symphatien schenkt, im ersten Augenblick schon mal Längen entstehen können bis man wieder an ein Kapitel mit diesen Protagonisten gelangt. Aber jedesmal wenn ich dann dachte: "Och schon wieder der..." hat mich die Erzählung trotzdem ein ums andere Mal gefesselt, auch wenn ich mit dem speziellen Charakter nicht so viel anfangen konnte.
Die Story ist einfach zu vielschichtig und fesselnd, die Charaktere zu tiefgründig, die Aufklärung mancher Geheimnisse zu interessant, um sich auch nur etwas davon entgehen zu lassen!
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281 von 313 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und noch ne Rezension, 20. April 2007
Ein schon jetzt sehr interessanter Roman. Deswegen "schon jetzt", weil er ja noch nicht fertig ist. Ähnlich wie bei Harry Potter, nur noch um einiges langsamer, steht die Zahl der Einzelbände schon fest, nur bis sie mal erscheinen, vergehen viele Jahre. Im Moment haben wir 8 davon, und insgesamt 12 sollen es werden. Wobei der hiesige Verlag aus einem englischen Original immer zwei Bücher macht. Damit lässt sich mehr Geld einnehmen, was ich zwar nicht wirklich toll finde, aber ich werde deswegen keinen Stern abziehen, keine Sorge.

Zur Geschichte ist schon so viel gesagt worden, dass ich da nichts Neues beisteuern kann. Aber ich versuche es trotzdem.

Der Winter steht bevor. In dieser Welt dauern Sommer und Winter immer mehrere Jahre, insofern ist es ganz gut, wenn man beginnt, sich ein paar Vorräte anzulegen. Allerdings hat das Land erst mal andere Probleme.

Es beginnt auf einer Lokalfürsten-Burg, wo Eddard Stark an den Königshof berufen wird, um dort wichtige Aufgaben zu übernehmen. Also geht er mit seiner Familie in die Hauptstadt und gerät in eine Intrige, die dem König und noch vielen anderen das Leben kostet. Die Familie Stark wird in alle Winde verstreut, und jedes Mitglied muss sich auf seine eigene Weise durchbeissen.

Es folgt ein erbitterter Krieg, denn viele Leute fühlen sich berufen, die Nachfolge des Königs anzutreten. Imitten dieses Kuddelmuddels wird leider übersehen, dass sich im ewigen Schnee des Nordens eine Armee, bestehend aus blauäugigen Untoten formiert.

Und dann ist da noch die Geschichte von Daenerys, einer Exil-Prinzessin, deren Vater mal der König war, bis er wegen Wahnsinns abgesetzt wurde. Daenerys wird auf einem anderen Kontinent von ihrem Bruder, der ebenso wie Daddy nicht mehr alle Latten im Zaun hat, an einen Dschingis-Khan-Verschnitt (Khal Drogo) verkauft, damit dieser ihm helfen möge, den Thron seines Vaters zurückzuerobern. Als Hochzeitsgeschenk gibt es drei Dracheneier. Doch bis man herausfindet, wie daraus Drachen schlüpfen, muss so einiges passieren.

Fantasy also. Die Handlung geht mit Magie allerdings so extrem sparsam um, dass man bisweilen den Eindruck hat, einen historischen Mittelalter-Roman zu lesen. Aber warum auch nicht? Historische Romane und Fantasy bedienen immerhin sehr ähnliche Leserwünsche.

Und so beginnt die Geschichte nicht mit Orks und Trollen oder irgendwelchen Energiekugelverschiessenden bösen Mächten, sondern mit Intrigen am Königshof, familiären Tragödien und einer sehr detaillierten Beschreibung der Fantasy-Welt, die einen an England im 12. oder 13. Jahrhundert erinnert. G.R.R. Martin hat sich, was Namen, Orte und Konstellationen angeht, sehr eng an die englischen Rosenkriege angelehnt. So dürfte er bei der Familie Stark das Haus York und bei Lannister Lancaster im Kopf gehabt haben. Es gibt übrigens sehr viele Figuren, Namen, Verwandschaftsbeziehungen, was manche Leser überfordern mag. Die Betonung liegt aber auf MANCHE. Ich zum Beispiel bin mit so etwas eigentlich recht schnell überfordert und muss oft zurückblättern, weil ich nicht mehr weiss, wer wer ist - nicht aber in diesen Büchern. Ich habe kein einziges Mal den Überblick verloren.

Was macht die Faszination dieses Werkes aus? Was hebt es aus der Masse der Fantasy-Romane heraus? Man ist versucht, zu sagen, es sei die Brutalität. Es wird gemordet, verstümmelt und vergewaltigt was das Zeug hält. Sind es die unerwarteten Wendungen? Immer, wenn man denkt, es wird gleich dies und jenes passieren, kommt es völlig anders. Meist katastrophal anders.

Nun, ich denke mal, das Besondere an diesem Zyklus sind die detaillierten und sehr realistisch wirkenden Charaktere, von denen jeder seine guten Gründe hat, zu tun, was er tut. Platte Bösewichte, die die Welt beherrschen wollen, sucht man vergeblich - gottseidank - ebenso wie unfehlbare Helden in nie verschmutzenden Rüstungen. Die Menschen sind Menschen. Sie sind verletzlich, haben Gefühle, Charakterstärken und -schwächen, es gibt Humor ... und sie versagen oft im alles entscheidenden Moment. Wie im wirklichen Leben.

Gelegentlich blitzen auch mal Humor und Lebensmut auf, und da hat der Autor mit der Figur des Tyrion eine Glanzleistung hingelegt. Geboren als zwergwüchsiger Quasimodo, trotz seiner herausragenden Intelligenz verachtet vom eigenen Vater und stets im Schatten seines schönen aber sinistren Bruders, ist er dennoch ein lebensbejahender warmherziger Mensch mit Sinn für weltliche Freuden und einem herrlichen Sarkasmus, der ihn einem sofort ans Herz wachsen lässt.

Ebenfalls bemerkenswert ist für mich die Figur der Arya Stark, eines kleinen Mädchens, das in den Wirren des Krieges nach ihren Verwandten sucht und herumgestossen wird, sich aber dennoch in dieser Welt, die so gar nichts für kleine Mädchen ist, behaupten kann und sich zu einem nicht zu unterschätzenden gefährlichen kleinen Ding entwickelt.

Langer Rede kurzer Sinn: Das ist für mich die derzeitige Referenz für Fantasy. Grossartiger geht es kaum noch. Ein Geniestreich.
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720 von 815 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pure Abzocke!, 12. Juli 2012
Vorab: Die Bewertung bezieht sich keinesfalls auf den eigentlichen Inhalt des Buches, welcher meines Erachtens 10 Sterne verdient hätte.

Keine Frage, das Buch ist inhaltlich genial, habe es letztens geschenkt bekommen.
Ich konnte mich meiner Neugier aber nicht verwehren und habe deswegen auch die englische Ausgabe angelesen, und nun bin ich zu dem Urteil gekommen, dass dasm was der Blanvalet Verlag hier macht, schlichtweg Abzocke ist: Wer hat sich denn den Mist einfallen lassen, jedes der 5 bisher erschienen englischen Originale auf 10 Bände aufzuteilen, und dann auch noch für jeden den vollkommen ungerechtfertigten Preis von 15€ bzw. 16€ zu verlangen? Einfache Rechnung, 10x15€ sind 150€ für alle bisher erschienenen deutschen Bände der neuen Ausgabe, wo man zb hier [...] (Amazon) alle fünf englischen Bände für weniger als 25€ bekommt!! Und man bedenke: es kommen noch 2 englische Bände, ergo 4 deutsche Übersetzungen, die garantiert an die 20-25€ kosten werden. Garnicht davon anfangen will ich, wie bescheuert die Übersetzung teilweise im Vergleich zum Original ist, die in keinster Weise eine solche Preissteigerung rechtfertigen würde!
Ich bin wirklich traurig darüber, dass ich keine Rechnung zu dem Buch bekommen habe, sonst hätte ich das Buch schon längst zurückgegeben! Es handelt sich hier schlichtweg um Abzocke, da hoffen diejenigen wohl, die diese Preise festgelegt haben, dass genug Leute, angezogen vom derzeitigen Erfolg der Serie und der Bücher in den USA, dumm genug sind die komplette Reihe bei Blanvalet zu kaufen!
Ich empfehle jedem, der auch nur halbwegs Englisch kann, die englische Version der Bücher zu lesen und für bessere Qualität WENIGER auszugeben!

PS: Es handelt sich bei meinem Exemplar um ein Buch der !!!10.!!! Auflage, und dennoch sind die Preise so hoch, als ob das Buch erst gestern erschienen wäre.

PPS: Ich war heute in der Buchhandlung, und hab den 5. englischen Band in der Hardcover Edition in der Hand gehabt (entspricht den deutschen Bänden 9 & 10). Ein riesiges, schön gebundenes Buch, dickes Papier, große Schrift. Und gekostet hats 19,90 €, wohingegen die deutschen Paperbacks 9 & 10 zusammen 30€ kosten. Hut ab, Blanvalet.
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143 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhalt sehr gut, Übersetzung mangelhaft, 11. Dezember 2007
Wer die Bücher kennt, wird fragen: Warum nur 3 Sterne? Das Lied von Eis und Feuer ist doch die brillianteste Fantasy-Reihe aller Zeiten.

Richtig, wer die Bücher im Original liest, also auf englisch, wird mit Abstand nichts besseres finden:

- Die Welt, auf der die Saga rund um die sieben Königreiche spielt ist keine 80/15-Welt, die wir in dieser Form schon in tausend anderen Romanen erlesen haben.
- Sämtliche Charaktere sind ausgefeilt und haben für ihr (zum Teil absurd erscheinendes) Verhalten logische oder zumindest nachvollziehbare Gründe.
- Die Geschichte ist höchst komplex und selbst nach mehrfachem Lesen bin ich immer wieder überrascht, welche Details dann doch von Belang waren.
- Es ist endlich eine Fantasy-Sage, die meilenweit vom klassischen gut/böse-Schema abweicht.

Das und alles andere sind aber Details, von denen praktisch alle Rezensionen überquellen. Was dagegen gern verschwiegen wird ist die grottenschlechte Übersetzung. (Vielleicht fällts mir auch nur auf, weil ich das englische Original gelesen habe...) Da werden teilweise Begriffe übersetzt und andere nicht.

Hier zwei Beispiele aus der Einleitung:

- Dort klettern ein junger Nachtwächter namens Will (laut dt. Übersetzung) einen "Wachbaum" hoch und der Leser dürfte sich wundern, warum um alles in der Welt er sich dabei mit Harz die Hände verklebt und sich die Haut mit Nadeln aufkratzt. Wenn man aber weiß, dass das englische Wort "sentinel" sowohl Wächter als auch großer Nadelbaum heißt, wird klar, dass der "Wachbaum" in Wahrheit eine Tanne, Fichte oder sonst ein Nadelbaum ist. (Und dann ist es auch logisch, dass jung-Will sich die Finger mit Baumharz verklebt. Wers nicht versteht, gehe mal eben in den Wald klettere einen knapp 50 Meter hohen Nadelbaum herauf.)

- Ebenfalls sehr unschön sind nicht-übersetzte Wärter wie "moleskin". Tja, es mag ein wenig seltsam klingen, aber der Lord, welcher mit den beiden Nachtwächtern im eisigen Norden unterwegs ist, trägt Handschuhe aus Maulwurfsleder. (Ein "mole" ist ein Maulwurf und skin heißt nicht nur Haut sondern auch Leder.)

- Und warum werden einige Namen übersetzt und andere nicht? Entweder ich belasse sie aus Stilgründen im englischen Original (und biete dem Leser im Idealfall eine Fußnote, die den Namen erklärt) oder ich übersetze alle, wenn das möglich ist. Aber auch davon scheint das Übersetzungsteam (wenns denn eines gibt) nichts zu halten.

Wie gesagt ist die Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" aus meiner Sicht die beste Fantasy-Reihe, aber die deutsche Übersetzung scheint mir nicht von einer Person sondern von einem automatischen Übersetzungsprogramm erstellt worden zu sein. Dafür praktisch doppelt so viel Geld haben zu wollen wie für das Original ist eine Frechheit. In Anbetracht der Tatsache, dass der erste Band mittlerweile in der siebten Auflage erschienen ist, scheint man bei Blanvalet auch keinen Bedarf an einer Nachbesserung zu haben.
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138 von 162 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Drama und Charakterstudie über die Abgründe menschl. Natur, 18. November 2003
Es fällt nicht leicht, dieses Buch zu beurteilen. Zunächst muss ganz klar gesagt werden, dass es sich um kein klassisches Fantasywerk handelt. Es gibt keine glorreichen Protagonisten, keine Helden, keine Bösewichte, keine exotischen Abenteuer und Schauplätze, fast keine nichtmenschliche Rassen und Kreaturen. Das Buch ist eine Geschichte über Charaktere, die in einer mittelalterlichen Welt leben. Es ist eine Studie über menschliche Perversität, Verrat, übelste Morde und verbitterte Protagonisten. Die Story selber tritt dabei in den Hintergrund und hat eher eine untergeordnete Funktion. Vielmehr geht es darum, bittere und üble menschliche Schicksale zu beschreiben. Da werden Kinder vergewaltigt und ermordet, es herrscht Inzest, Brutalität und Erbarmungslosigkeit. Einige Leser könnten Martin literarischen Sadismus vorwerfen, andere loben seinen Realismus und linguistische Intensivität.
Freunde klassischer Fantasy vermissen das Abenteuerliche und Romantische sowie die epische Geschichte. Martin kaschiert seine etwas zu dünne Story mit unzähligen, komplexen Handlungssträngen und Protagonisten. Für viele Leser könnte der Spaß bei der x-ten Kinderschändung und dem erneuten Tod eines Protagonisten aufhören.
Auch Anhänger von Sword&Sorcery werden schlecht bedient. Kampfszenen gibt es nur vereinzelt, Magie zu Beginn überhaupt nicht.
Dennoch übt das Buch eine gewisse (fast voyeuristische) Faszination auf den Leser aus. Es ist ungeheuer spannend und motivierend - die einzelnen Handlungsstränge sind im Episodenstil, wie in einer Seifenoper miteinander verknüpft (Martin war Drehbuchautor für Horrorgeschichten). Trotz der intensiven-, dramatischen Elemente wird man unterhalten.
Fazit: Kein Buch für Romantiker und Leser, die „gute" Enden mögen oder Heldensterben verabscheuen. Vor allem kein Buch für 13-jährige, die von „Herr der Ringe" fasziniert waren und eine Nachfolgegeschenk wünschen. Kein Buch für Abenteuerfanatiker, die es lieben, neue Welten zu erkunden und fantastische Ideen erwarten. Für diesen Personenkreis ist das Buch 1 Stern wert.
Geeignet für Fans düsterer und dramatischer Geschichten, für Leser, die eine Demonstration mittelalterlicher, menschlicher Abgründe mögen, 5 Sterne.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Absolute Abzocke, 18. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Fan der Bücher, der gefühlte Ewigkeiten auf das (enttäuschende) 'A Feast for Crows' warten musste und nun sehnlich 'The Winds of Winter' entgegensieht, habe ich die Bücher innerhalb der Familie weiterempfohlen, wusste aber nicht, was sich der deutsche Verlag hier erlaubt.

Preis: 1/5

Im Original bekommt man alle fünf Bücher für knapp zwanzig Euro.
In der deutschen Übersetzung kostet ein halbes Buch fünfzehn Euro.

Um das gegenüberzustellen: möchte man alle bisher erschienenen Bücher kaufen, bezahlt man 130 Euro zusätzlich.
Das sind runde 600% vom Originalpreis.

Einband: 4/5

Sehr hübsch gestaltet und sehen auch im Regal recht homogen aus.

Übersetzung: 2/5

Im Grunde eine solide Übersetzung, aber die fragwürdige Entscheidung, jegliche Namen einzudeutschen, was zu teilweise völlig absurden Konstruktionen führt ('Casterly Stein'? Wie zur Hölle geht das am Editor vorbei?) und es außerdem schwierig macht, sich mit darüber zu unterhalten, wenn man die Bücher im Original liest.

Was würde ein Harry Potter Fan sagen, wenn die Geschichte in 'Schweinewarzen' spielen würde?

Fazit:

Wer ein Buch nicht in seiner Originalsprache liest, geht immer Kompromisse ein.
Dass diese aber durch gierige Verlage und lachhafte Freiheiten bei der Übersetzung so verstärkt werden, finde ich sehr schade.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Geschichte ist gut, aber..., 22. Mai 2011
...diese furchtbare Übersetzung!

Ich empfehle diese Geschichte jedem, der Spaß an gut gestrickten Charakteren,
überraschenden Entwicklungen und einer komplexen Phantasiewelt hat.
Die Charaktere sind so wunderbar geschrieben, dass man sich manchmal nicht ganz
sicher ist, wen man "mag" und wen eben nicht. Selbst die Antagonisten haben
ihre menschlichen Seiten (zumindest ist das bei den meisten der Fall!), so dass
man von einem langweiligen Schwarz/Weiß-Getue verschohnt wird. Hat man nicht
oft in Fantasy-Romanen, deshalb hier ein dickes, fettes PLUS.
Über die Geschichte selbst, werd ich in dieser Rezession nichts erzählen,
damit verrät man manchmal schon zu viel und das ist bei so einem Buch wirklich
schade, da es ' wie ich finde ' von Überraschungen lebt.

Kommen wir aber mal zu der Begründung der 3 Sterne (Die Geschichte selbst, hätte
5 verdient und normalerweise halte ich nicht viel davon Bücher nur wegen der
Übersetzung mies zu beurteilen)
Es ist wirklich teilweise grottig! Seit wann Eigennamen übersetzt werden,
ist mir nicht bekannt, aber ich glaube in der Schule gelernt zu haben, das
man so einen Unsinn bleiben lässt. Lang lebe die deutsche Sprache und so, aber
man kann es auch übertreiben. Jon Schnee sieht das sicher ähnlich...
Dann: Ja, manchmal ist Sprache was sehr grobes, aber da ich mir die englischen Bücher
zu Gemüte geführt habe, weiß ich, dass es auch schöner geht.

Fazit: Die englische Version kaufen oder zusehen das man ältere Ausgaben bekommt... und
den Übersetzer nochmal in ein Germanistik/Anglistik Seminar oder zwei setzen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eisiger Schatz im Fantasy-Genre, 29. Juni 2014
Von 
Zitat:
„Schwerter hoben sich und stießen herab, all das in tödlicher Stille. Es war ein kaltes Schlachten. Die blassen Klingen durchschnitten die Ketten wie Seide.“
(S.16/17)

„Schatten taumelten und schwankten. Flackerndes Licht fiel auf die Steine zu ihren Füßen und strich über eine lange Prozession von Granitpfeilern, die paarweise in die Dunkelheit vorausmarschierten.“
(S.54)

„Noch während der Verlierer starb, packte sich der Sieger die nächststehende Frau – nicht einmal diejenige, um die sie gestritten hatten – und nahm sie auf der Stelle. Sklaven trugen die Leiche fort, und der Tanz begann von neuem.“
(S.131)

Inhalt:
Der Sommer in Westeros hält nun schon seit Jahren an. Manche behaupten sogar, es wäre der Sommer ohne Ende. Doch in Winterfell ist man sich sicher. Der Sommer geht seinem Ende entgegen. Der Winter naht!

Die Starks leben glücklich und zufrieden in Winterfell. Lange Jahre ist es her, seit Lord Stark an der Seite von Robert Baratheon den irren König besiegt hat. Vom neuen Herrscher auf dem Eisernen Thron, Robert, hat man in Winterfell seitdem wenig vernommen.

Doch nun erscheint nach vielen Jahren der Abwesenheit Robert Baratheon plötzlich in Winterfell. Verheiratet mit einer von den Starks verhassten Lennister, beruft er Eddard Stark zu seiner Rechten Hand, um die Sieben Königsreiche in seinem Sinne zu lenken. Diesen Wunsch kann Ned zu ihrer aller Sicherheit nicht abschlagen. Schweren Herzens zieht er mit einem Teil seiner Familie nach Königsmund, um dem König zu dienen.

Doch die vormals Geschlagenen aus dem Drachengeschlecht der Targaryen schlafen auch nicht. Die Geschwister Daenerys und Viserys, die letzten Abkömmlinge Aerys Targaryens, dem Drachenkönig, haben das Gemetzel überlebt. Viserys ist so versessen auf Rache und den Eisernen Thron, dass er seine Schwester in einem Handel an Khal Drogo, dem einflussreichsten Reiterfürsten der Dothraki, übergibt. Aber Viserys' Pläne kommen ins Straucheln. Wann kann er mit dem versprochenen Lohn rechnen?

Angekommen in Königsmund trifft Ned Stark auf ein Netz aus Intrigen, Machtkämpfen und Geheimnissen. Ihrer aller Leben ist nun in Gefahr. Und alte Feindschaften erwachen.

Meinung:
Lange, lange bin ich um die Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ herumgeschlichen. Die TV-Serie kannte ich bereits und war begeistert. Ob das allerdings auch bei den Büchern der Reihe so sein würde, darüber war ich mir nicht sicher. Auf jeden Fall habe ich mich nun meiner Neugier geschlagen gegeben und zum ersten Teil der Reihe „Die Herren von Winterfell“ gegriffen.

George R. R. Martin ließ mir dann auch wenig Eingewöhnungszeit und warf mich mitten in das Geschehen. Ich bekam einen ersten Vorgeschmack, was mich auf den folgenden Seiten erwarten würde. Kaum war ich angekommen, wurde ich bereits Zeuge einer Hinrichtung. Und ich verrate sicherlich nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass dies nicht das letzte vergossene Blut in der Geschichte war.

Der Autor hat eine Welt erschaffen, wie sie vielschichtiger und komplexer kaum sein könnte. Jedes Geschehen, jede Handlung war genauestens aufeinander abgestimmt. Hier griffen sämtliche Rädchen exakt ineinander, ich konnte die Geschichte förmlich spüren und erleben. Mit jeder weiteren Seite wurde ich unaufhörlich weiter in die Handlung hineingezogen, die Charaktere wurden mir mit jeder Zeile vertrauter und ich musste aufpassen, dass ich die Welt um mich herum nicht vergaß.

George R. R. Martin ist ein wahrer Meister seines Handwerks. Bin ich normalerweise kein Liebhaber ausführlicherer Beschreibungen, konnte ich mich dem Zauber hier nicht entziehen. Diese Geschichte muss genau so sein, wie sie ist. Die vom Autor erschaffen Welt wurde für mich plastisch und vorstellbar. Schnell wurde ich Teil dieser faszinierenden Umgebung. Ich konnte förmlich alle Sinneseindrücke, die auf mich einwirkten, spüren. Ich fühlte die Kälte an der Mauer genauso, wie ich meinte, den Bratenduft in einer der wärmenden Hallen von Winterfell und Co. zu riechen.
Die Mischung aus mittelalterlichen Strukturen mit fantastischen Elementen übte einen anziehenden Reiz auf mich aus. In der Handlung selbst trifft brutale Härte mitunter auf sanfte Emotionen, Gegensätze und verschiedenste Interessen heizen die Atmosphäre permanent an und niemandem konnte man wirklich trauen.

Die Charaktere konnte der Autor authentisch darstellen. Er verlieh seinen Akteuren eine wirkliche Tiefe, inszenierte nachvollziehbare Handlungen und konnte mich von ihnen überzeugen. George R. R. Martin ist es in seiner Geschichte sogar gelungen, diese schiere Masse an Charakteren intelligent miteinander interagieren zu lassen, flocht immer wieder in kurzer Form Hintergründe ein, so dass ich trotz erster Zweifel tatsächlich nie den Überblick verloren habe.

Jeder Charakter hat seine Stärken und Schwächen. Man hasst oder man liebt die handelnden Personen. Man leidet mit Ihnen oder wünscht ihnen die Pest an den Hals. Ich erfuhr hier ein wahres Gefühlskarussell.

Beeindruckt hat mich definitiv Eddard Stark. Er bleibt immer seiner Linie treu und handelt wohlüberlegt und vorausschauend. Ungewollt gerät er in gefährliche Situationen, doch achtet er stets darauf, seine Familie vor Gefahren zu schützen. Nie wollte er die rechte Hand des Königs, seines alten Freundes Robert Baratheon, werden. Und doch kann er diesen Wunsch nicht abschlagen. Die zu befürchtenden Konsequenzen wären zu groß. Doch unsicher ist, ob ihn diese nicht doch noch einholen.

Auch Daenerys Targaryen übte eine besondere Faszination auf mich aus. Mit 13 Jahren viel zu jung wird sie von ihrem Bruder Viserys förmlich an Khal Drogo verhökert. Doch sie weiß mit der Situation umzugehen. Aus ihrem Inneren wächst eine unglaubliche Stärke, ich spürte, wie dieser Charakter unaufhörlich reifte und letztendlich die Handlung beeinflusste und steuerte.

Das Gesamtensemble der Charaktere mit allen enthalten Feindschaften, Verbrüderungen und sonstigen Beziehungen der hohen Häuser gibt der Geschichte eine entsprechende Würze und ich konnte mich in ihrer Mitte absolut fallen lassen. Eingebaute Dialoge, von humorvoll bis hin zu arroganten Anwandlungen, von gemeiner Sprache bis hin zu Obszönitäten, rundeten das Werk insgesamt für mich ab. Für die Erzählung nutzte der Autor die Vergangenheitsform und nutzte verschiedene Sichten der Charaktere für die Handlungsstränge.

Insgesamt hat mich George R. R. Martin mit „Die Herren von Winterfell“ tief in seine Welt hineingezogen und somit überzeugt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und werde mit Sicherheit nicht lange warten, diese zu lesen.

Urteil:
„Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell“ punktet mit einer hervorragend inszenierten Welt, absolut authentischen und stereotypen Charakteren und einer erstaunlichen Vielzahl von nachvollziehbar verquickten Handlungssträngen. Ich bin froh, diesen Schatz im Fantasy-Genre nun für mich entdeckt zu haben und belohne meine schönen Leseerlebnisse in Westeros deshalb mit eindeutigen 5 Büchern.

Für alle, die komplexe und intelligent verlaufende Handlungsstränge lieben, klirrender Kälte die Stirn bieten und sich in den Bann einer faszinierenden Welt ziehen lassen können.

Die Reihe:
1. Die Herren von Winterfell
2. Das Erbe von Winterfell
3. Der Thron der Sieben Königreiche
4. Die Saat des goldenen Löwen
5. Sturm der Schwerter
6. Die Königin der Drachen
7. Zeit der Krähen
8. Die dunkle Königin
9. Der Sohn des Greifen
10. Ein Tanz mit Drachen
11.+12. Originaltitel: The Winds of Winter
(voraussichtlicher Erscheinungtermin: 2015)
13.+14. Originaltitel: A Dream of Spring

©hisandherbooks.de
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wundervolle Fantasy-Reihe..., 14. März 2004
die von Werk zu Werk epischeres Ausmaß annimmt.
Gerade habe ich den dritten Teil von der Sage "Das Lied von Eis und Feuer" zu Ende gelesen.
In dem Fantasy-Genre bin ich noch ziemlich neu, zumindest was Bücher betrifft (bin ein begeisterter Rollen-Spiel Fan).
Bisher waren meine Bücher: Herr der Ringe, die Dunkle Turm Saga und Gloriana.
Es wird immer wieder empfohlen, das man sich als Anfänger in diesem Genre nicht sofort einem so umfangreichen Werk wie diesem witmen soll. Doch ich hatte keine Probleme damit. Anfangs sind es viele Charaktere, deren Namen sich oftmals sehr ähneln (Thyrion, Theon, Thywin, usw.) doch meiseln sich diese Namen nach der Zeit genauso in den Kopf wie Frodo, Pippin und Aragorn.
Zur Geschichte:
In "Das Lied von Eis und Feuer" geht es um den Verfall der sieben Königreiche, die von König Robert Baratheon regiert werden.
Zusammen mit Eddard "Ned" Stark eroberte er den Thron. Doch Ned lehnte die Thronfolge ab und so wurde Robert König. Den restlichen Sommer lang herrschte Friede in den Königreichen, doch als der Winter naht lehnen sich viele Feinde auf.
Mehr kann ich leider zur Geschichte selbst nicht verraten, sonst müsste ich erzählen wer stirbt, wer sich als König behauptet und wer gegen wen Krieg führt.
Vielleicht hört sich diese Story für euch jetzt seicht an, doch das ist sie nicht.
Die Charaktere:
Die sind sicherlich das beste an dem ganzen Buch. Sie sind wundervoll ausgearbeitet. Sie bewohnen eine Geschichte in der keiner von ihnen weder wirklich gut noch wirklich böse ist. Auf manche Charaktere hegt man Zuneigung, wie bei mir Thyrion Lannister der Gnom oder Aria "Pferdegesicht" Stark, oder Hass, Joffrey Baratheon.
Was jedoch für mich das wundervollste an den Romanen ist, es gibt endlich Frauen, die in der Geschichte eine große Rolle spielen. Nicht dass sie einfach hübsch sind wie Arwen und für sonst nichts zu gebrauchen, neine, manche von ihnen kämpfen.
Alles in allem wird diese Sage von Buch zu Buch besser und ich werde nicht lange zögern und den vierten Teil lesen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und überraschend !!, 26. November 2002
Das Buch ist schon ne ganze Weile in meinem Regal und ich hab es eigentlich immer nach hinten geschoben, weil ich vorher noch dies oder jenes lesen wollte. Gekauft hatte ich es zum antesten, weil ich die Rezensionen gelesen hatte und es sehr verheissungsvoll klang. Doch die Illustration des Buches hat mich nicht so überzeugt, es sieht so nach Groschenroman aus. Aber dies gehört wohl zum Fantasy-Genre inzwischen wohl dazu, weil dieses Genre in Deutschland irgendwie völlig falsch definiert ist. Dies haben wohl aber TV-Serien wie Xena, Hercules und sonstiger Schund ausgelöst.
Ich bin immer wieder drüber gestolpert beim stöbern, hab dann auch mal das Original gesehen und auch die Illustration dessen und auch den Originaltitel und nun konnte ich den Einstieg wagen, es sah dann doch viel viel erheissungsvoller aus.
Und was passiert?
Quasi von der ersten Seite weg hat mich dieses Werk gefesselt, die Personen bekamen Gesichter und Stimmen, die Story tröpfelt eigentlich, doch in Wirklichkeit rast sie voran, der erste Teil stellt im Grunde erst einmal alle Häuser und Geschlechter vor, charakterisiert sie und gibt ihnen einen Platz in Martins Welt Westeros. Doch an alles Ecken dieses Reiches passieren kleine Dinge, wo man am lesen schon merkt, das wird alles noch ein riesengrosses Spektakel. Eigentlich wird im Vorspann schon in eine riesengrosse Gefahr eingeführt, die dann nicht mehr erwähnt wird. Das wird wohl bald auf mich zukommen, denn ich habe mich nach der letzten Seite der "Der Herren ...." sofort über "Die Erben ..." gemacht.
Ich muss wissen was passiert!
Und das ist eigentlich das beste Zertifikat, das man einem Buch ausstellen kann. Hervorzuheben ist sicherlich noch, das mit den in anderen Fantasybüchern reichlich um sich geworfenen Fabelwesen und Gestalten und Geistern und Landschaften hier sehr sparsam umgegangen wird. Es ist eine eigene Welt, in der es auch Lebewesen gibt, die uns völlig neu sind, aber im Grunde geht es hier um die Geschichte und um Charaktere und nicht um gekreuzte Monster und grüne Waldmenschen und rote Vulkankrokodile und was weiss ich. Hier ist spannung pur in einer erst romantisch anmutenden Welt, die ihr grausames Gesicht immer ein Stückchen mehr offenbart.
Lange nicht mehr hat mich ein Buch so gefesselt. Ich kann es kaum erwarten, dass es weitergeht.
Fazit: Einsame Spitze !!
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