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447 von 482 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Worte: Richtig gut
Ich hatte ein wenig gezögert, mir diesen ersten Teil der Saga zu kaufen. Zum Glück habe ich es doch getan, denn ich habe es keine Sekunde bereut! Nach langem, verzweifeltem Suchen halte ich endlich wieder eine richtig fesselnde Fantasy-Reihe in einer mittelalterlichen Welt in den Händen!
Warum ich zögerte? Nun, die Meinungen gehen ja doch sehr...
Veröffentlicht am 15. März 2006 von Amazon Customer

versus
782 von 885 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pure Abzocke!
Vorab: Die Bewertung bezieht sich keinesfalls auf den eigentlichen Inhalt des Buches, welcher meines Erachtens 10 Sterne verdient hätte.

Keine Frage, das Buch ist inhaltlich genial, habe es letztens geschenkt bekommen.
Ich konnte mich meiner Neugier aber nicht verwehren und habe deswegen auch die englische Ausgabe angelesen, und nun bin ich zu dem...
Veröffentlicht am 12. Juli 2012 von Mythenmetz


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447 von 482 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Worte: Richtig gut, 15. März 2006
Ich hatte ein wenig gezögert, mir diesen ersten Teil der Saga zu kaufen. Zum Glück habe ich es doch getan, denn ich habe es keine Sekunde bereut! Nach langem, verzweifeltem Suchen halte ich endlich wieder eine richtig fesselnde Fantasy-Reihe in einer mittelalterlichen Welt in den Händen!
Warum ich zögerte? Nun, die Meinungen gehen ja doch sehr auseinander. Von den einen hochgelobt, wird es an anderer Stelle wieder ziemlich zerissen.
Dazu lässt sich sagen, Martins Welt ist keine heile, mitnichten, aber so blutrünstig wie es manchmal heißt nun auch wieder nicht. Es sind halt raue Zeiten, die der Autor da beschreibt in einer Welt voller Intrigen und Ränke. Gewalt spielt eine Rolle, ja, aber auch nicht mehr oder weniger als in anderen Fantasyreihen und ich habe ehrlich gesagt schon weitaus Schlimmeres gelesen.
Ja und die Sache mit dem Sex... da heißt es unter anderem in etwa (den ganz genauen Wortlaut weiß ich jetzt nicht mehr) "Nach Art des Pferdevolkes drehte er sie auf den Bauch". Detailliertere Beschreibungen eines Aktes wird man nicht finden und solche Szenen kommen eigentlich auch nicht sehr häufig vor. Von Pornographie ist "Das Lied von Eis und Feuer" also meilenweit entfernt.
Das zu Beginn noch nicht allzu viele Fantasyelemente enthalten sind, störte mich eigentlich weniger. Außerdem ahnt man bald, mit welchen Wesen man es später wohl noch zu tun bekommt und das Warten macht es nur umso spannender!
Es gibt viele Charaktere und genauso viele Handlungstränge. Im Fokus liegt dabei zunächst sicherlich die Familie Stark, die es im Laufe der Zeit in alle Winde verstreut. Da ist z.B. Eddard Stark, der zur Rechten Hand des Königs avanciert und mit ihm an den Hof reist. Seine Frau Catelyn, die zunächst auf Winterfell bleibt aber dann aus bestimmten Gründen (das an dieser Stelle zu erklären würde jetzt zu sehr ins Detail gehen) ihrem Mann folgt. Die Brüder Robb und Bran Stark, die alleine auf Winterfell bleiben und Starks Bastard Jon Snow, der auf die Mauer (die vor einer mysteriösen Gefahr abhalten soll, von der man aber erst im Laufe der Zeit erfährt) an der Grenze des Reiches "abgeschoben" wird, und, und, und...
Natürlich wird schnell klar, dass die Lannisters - von Natur aus keine Freunde der Starks und durch die Königin (einer Lannister) in ziemlich mächtiger Position - auch bald eine größere Rolle spielen. Allen voran der Charakter des zwergwüchsige Tyrion, dessen einzige Verteidigung gegen die Verachtung die er zeitlebens erfahren musste sein Zynismus, seine große Klappe und das helle Köpfchen sind.
Und dann sind da noch Daenerys und ihr Bruder, letzte Überlebende der einstigen dahingemordeten Königsfamilie, die sich - der eine mehr, die andere weniger freiwillig - einem wandernden Reitervolk angeschlossen haben. Natürlich mit dem Ziel, die einstige Heimat und den Thron zurückzuerobern.
Sie alle Leben ihr eigenes Leben weiter mit ihren Problemen an den Schauplätzen ihrer Standorte, und es ist wirklich faszinierend, die Geschichte aus so vielen Blickwinkeln zu erfahren, dank Martins hervorragender Erzählweise, immer aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten dem das Kapitel gerade gewidmet ist. So sieht man die Welt einmal mit den Augen eines erwachsenen Mannes, dann wieder mit denen eines Kindes. Zunächst gebildete Meinungen geraten dabei schnell ins Wanken, wenn man die Sichtweise des "Feindes" erfährt und diese einem plötzlich so verständlich erscheint. Wieder andere, die man nach außen hin erstmal zu den "Guten" zählte, zeigen sich in ihrem Wesen dermaßen borniert und kleinkariert, dass sie bald sämtliche Pluspunkte verspielt haben.
Das hat natürlich schon zur Folge, dass je nachdem welchen Charakteren man seine Symphatien schenkt, im ersten Augenblick schon mal Längen entstehen können bis man wieder an ein Kapitel mit diesen Protagonisten gelangt. Aber jedesmal wenn ich dann dachte: "Och schon wieder der..." hat mich die Erzählung trotzdem ein ums andere Mal gefesselt, auch wenn ich mit dem speziellen Charakter nicht so viel anfangen konnte.
Die Story ist einfach zu vielschichtig und fesselnd, die Charaktere zu tiefgründig, die Aufklärung mancher Geheimnisse zu interessant, um sich auch nur etwas davon entgehen zu lassen!
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289 von 321 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und noch ne Rezension, 20. April 2007
Ein schon jetzt sehr interessanter Roman. Deswegen "schon jetzt", weil er ja noch nicht fertig ist. Ähnlich wie bei Harry Potter, nur noch um einiges langsamer, steht die Zahl der Einzelbände schon fest, nur bis sie mal erscheinen, vergehen viele Jahre. Im Moment haben wir 8 davon, und insgesamt 12 sollen es werden. Wobei der hiesige Verlag aus einem englischen Original immer zwei Bücher macht. Damit lässt sich mehr Geld einnehmen, was ich zwar nicht wirklich toll finde, aber ich werde deswegen keinen Stern abziehen, keine Sorge.

Zur Geschichte ist schon so viel gesagt worden, dass ich da nichts Neues beisteuern kann. Aber ich versuche es trotzdem.

Der Winter steht bevor. In dieser Welt dauern Sommer und Winter immer mehrere Jahre, insofern ist es ganz gut, wenn man beginnt, sich ein paar Vorräte anzulegen. Allerdings hat das Land erst mal andere Probleme.

Es beginnt auf einer Lokalfürsten-Burg, wo Eddard Stark an den Königshof berufen wird, um dort wichtige Aufgaben zu übernehmen. Also geht er mit seiner Familie in die Hauptstadt und gerät in eine Intrige, die dem König und noch vielen anderen das Leben kostet. Die Familie Stark wird in alle Winde verstreut, und jedes Mitglied muss sich auf seine eigene Weise durchbeissen.

Es folgt ein erbitterter Krieg, denn viele Leute fühlen sich berufen, die Nachfolge des Königs anzutreten. Imitten dieses Kuddelmuddels wird leider übersehen, dass sich im ewigen Schnee des Nordens eine Armee, bestehend aus blauäugigen Untoten formiert.

Und dann ist da noch die Geschichte von Daenerys, einer Exil-Prinzessin, deren Vater mal der König war, bis er wegen Wahnsinns abgesetzt wurde. Daenerys wird auf einem anderen Kontinent von ihrem Bruder, der ebenso wie Daddy nicht mehr alle Latten im Zaun hat, an einen Dschingis-Khan-Verschnitt (Khal Drogo) verkauft, damit dieser ihm helfen möge, den Thron seines Vaters zurückzuerobern. Als Hochzeitsgeschenk gibt es drei Dracheneier. Doch bis man herausfindet, wie daraus Drachen schlüpfen, muss so einiges passieren.

Fantasy also. Die Handlung geht mit Magie allerdings so extrem sparsam um, dass man bisweilen den Eindruck hat, einen historischen Mittelalter-Roman zu lesen. Aber warum auch nicht? Historische Romane und Fantasy bedienen immerhin sehr ähnliche Leserwünsche.

Und so beginnt die Geschichte nicht mit Orks und Trollen oder irgendwelchen Energiekugelverschiessenden bösen Mächten, sondern mit Intrigen am Königshof, familiären Tragödien und einer sehr detaillierten Beschreibung der Fantasy-Welt, die einen an England im 12. oder 13. Jahrhundert erinnert. G.R.R. Martin hat sich, was Namen, Orte und Konstellationen angeht, sehr eng an die englischen Rosenkriege angelehnt. So dürfte er bei der Familie Stark das Haus York und bei Lannister Lancaster im Kopf gehabt haben. Es gibt übrigens sehr viele Figuren, Namen, Verwandschaftsbeziehungen, was manche Leser überfordern mag. Die Betonung liegt aber auf MANCHE. Ich zum Beispiel bin mit so etwas eigentlich recht schnell überfordert und muss oft zurückblättern, weil ich nicht mehr weiss, wer wer ist - nicht aber in diesen Büchern. Ich habe kein einziges Mal den Überblick verloren.

Was macht die Faszination dieses Werkes aus? Was hebt es aus der Masse der Fantasy-Romane heraus? Man ist versucht, zu sagen, es sei die Brutalität. Es wird gemordet, verstümmelt und vergewaltigt was das Zeug hält. Sind es die unerwarteten Wendungen? Immer, wenn man denkt, es wird gleich dies und jenes passieren, kommt es völlig anders. Meist katastrophal anders.

Nun, ich denke mal, das Besondere an diesem Zyklus sind die detaillierten und sehr realistisch wirkenden Charaktere, von denen jeder seine guten Gründe hat, zu tun, was er tut. Platte Bösewichte, die die Welt beherrschen wollen, sucht man vergeblich - gottseidank - ebenso wie unfehlbare Helden in nie verschmutzenden Rüstungen. Die Menschen sind Menschen. Sie sind verletzlich, haben Gefühle, Charakterstärken und -schwächen, es gibt Humor ... und sie versagen oft im alles entscheidenden Moment. Wie im wirklichen Leben.

Gelegentlich blitzen auch mal Humor und Lebensmut auf, und da hat der Autor mit der Figur des Tyrion eine Glanzleistung hingelegt. Geboren als zwergwüchsiger Quasimodo, trotz seiner herausragenden Intelligenz verachtet vom eigenen Vater und stets im Schatten seines schönen aber sinistren Bruders, ist er dennoch ein lebensbejahender warmherziger Mensch mit Sinn für weltliche Freuden und einem herrlichen Sarkasmus, der ihn einem sofort ans Herz wachsen lässt.

Ebenfalls bemerkenswert ist für mich die Figur der Arya Stark, eines kleinen Mädchens, das in den Wirren des Krieges nach ihren Verwandten sucht und herumgestossen wird, sich aber dennoch in dieser Welt, die so gar nichts für kleine Mädchen ist, behaupten kann und sich zu einem nicht zu unterschätzenden gefährlichen kleinen Ding entwickelt.

Langer Rede kurzer Sinn: Das ist für mich die derzeitige Referenz für Fantasy. Grossartiger geht es kaum noch. Ein Geniestreich.
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782 von 885 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pure Abzocke!, 12. Juli 2012
Vorab: Die Bewertung bezieht sich keinesfalls auf den eigentlichen Inhalt des Buches, welcher meines Erachtens 10 Sterne verdient hätte.

Keine Frage, das Buch ist inhaltlich genial, habe es letztens geschenkt bekommen.
Ich konnte mich meiner Neugier aber nicht verwehren und habe deswegen auch die englische Ausgabe angelesen, und nun bin ich zu dem Urteil gekommen, dass dasm was der Blanvalet Verlag hier macht, schlichtweg Abzocke ist: Wer hat sich denn den Mist einfallen lassen, jedes der 5 bisher erschienen englischen Originale auf 10 Bände aufzuteilen, und dann auch noch für jeden den vollkommen ungerechtfertigten Preis von 15€ bzw. 16€ zu verlangen? Einfache Rechnung, 10x15€ sind 150€ für alle bisher erschienenen deutschen Bände der neuen Ausgabe, wo man zb hier [...] (Amazon) alle fünf englischen Bände für weniger als 25€ bekommt!! Und man bedenke: es kommen noch 2 englische Bände, ergo 4 deutsche Übersetzungen, die garantiert an die 20-25€ kosten werden. Garnicht davon anfangen will ich, wie bescheuert die Übersetzung teilweise im Vergleich zum Original ist, die in keinster Weise eine solche Preissteigerung rechtfertigen würde!
Ich bin wirklich traurig darüber, dass ich keine Rechnung zu dem Buch bekommen habe, sonst hätte ich das Buch schon längst zurückgegeben! Es handelt sich hier schlichtweg um Abzocke, da hoffen diejenigen wohl, die diese Preise festgelegt haben, dass genug Leute, angezogen vom derzeitigen Erfolg der Serie und der Bücher in den USA, dumm genug sind die komplette Reihe bei Blanvalet zu kaufen!
Ich empfehle jedem, der auch nur halbwegs Englisch kann, die englische Version der Bücher zu lesen und für bessere Qualität WENIGER auszugeben!

PS: Es handelt sich bei meinem Exemplar um ein Buch der !!!10.!!! Auflage, und dennoch sind die Preise so hoch, als ob das Buch erst gestern erschienen wäre.

PPS: Ich war heute in der Buchhandlung, und hab den 5. englischen Band in der Hardcover Edition in der Hand gehabt (entspricht den deutschen Bänden 9 & 10). Ein riesiges, schön gebundenes Buch, dickes Papier, große Schrift. Und gekostet hats 19,90 €, wohingegen die deutschen Paperbacks 9 & 10 zusammen 30€ kosten. Hut ab, Blanvalet.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als das englische HB, aber die Aussprache ist grauenvoll, 28. Mai 2014
Ich habe zuerst das Hörbuch auf englisch angefangen, musste aber leider nach 30 Minuten abbrechen, da der Sprecher klang, als würde er jeden Augenblick jämmerlich an Kehlkopfkrebs sterben. Ich höre im Auto sehr viel Hörbücher und nehme da auch einiges in Kauf, aber bei dem Sprecher der englischen Hörbücher, rollten sich mir die Fußnägel nach oben.

Die deutsche Version ist, was das angeht, sehr viel besser. Der Stimme des Sprechers ist sehr angenehm. Es ist nicht zu vergleichen mit Rufus Becks Version von Harry Potter, wo jeder Charakter eine eigene Stimme bekommt, aber trotzdem ist es sehr gut gesprochen und man kann zwischen Dialog und Beschreibung gut unterscheiden.
Gut finde ich auch, dass die englischen Namen übernommen wurden und man im Hörbuch z.B. Kings Landing sagt anstatt Königsmund, wie in der deutschen Fassung der Serie.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass es sich um eine ungekürzte Fassung handelt. Ich habe schon mehrere Hörbücher von Büchern gehört, die ich zuvor schon einmal gelesen hatte und musste dabei erschrocken feststellen, dass dort elementare Aspekte ausgelassen wurden.

Was gar nicht geht, ist die Aussprache einiger Namen. Statt Daenerys, wird Da-enerüss gesagt, statt Arya Arüüa und dann gibt es da noch Jendry, Petüür, Jaim, u.s.w. Ich freue mich richtig, wenn man ein Name korrekt ausgesprochen wird. Ich weiß nicht, warum das so ist, denn in keinem deutschen Wort, was mir bekannt ist, wird das y wie ein ü ausgesprochen. Die Krönung des ganzen ist jedoch Kehrsei (ja, richtig, Cersei). Auch schreint der Sprecher ein Problem damit zu haben, die Laute a und e zusammenzufügen, wie in Baelor oder Baelish. So kommen dabei Ba-elor und Ba-elish raus.

Noch etwas, das ich nicht ganz verstehe: Wie kommt man von 5 englischen Büchern auf 20 Hörbücher? Ich schätze, es ist einfach nur Geldschneiderei aus einem Buch zwei Bücher zu machen, wenn es etwas länger ist und dann aus jedem noch einmal zwei Hörbücher. Anders kann ich mir diese Logik nicht erklären.

Aber lasst euch nicht von den nur 3 Sternen abschrecken. Das Hörbuch ist gut. Ich habe die Bücher als englisches Original zu Hause und lese/höre abwechselnd, da ich sonst sehr lange für ein Buch brauchen würde. So kann ich unterwegs im Auto die Story genießen und zucke nur ab und an mal zusammen, wenn von einer Da-enerüss oder einem Petüür die Rede ist.
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143 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhalt sehr gut, Übersetzung mangelhaft, 11. Dezember 2007
Wer die Bücher kennt, wird fragen: Warum nur 3 Sterne? Das Lied von Eis und Feuer ist doch die brillianteste Fantasy-Reihe aller Zeiten.

Richtig, wer die Bücher im Original liest, also auf englisch, wird mit Abstand nichts besseres finden:

- Die Welt, auf der die Saga rund um die sieben Königreiche spielt ist keine 80/15-Welt, die wir in dieser Form schon in tausend anderen Romanen erlesen haben.
- Sämtliche Charaktere sind ausgefeilt und haben für ihr (zum Teil absurd erscheinendes) Verhalten logische oder zumindest nachvollziehbare Gründe.
- Die Geschichte ist höchst komplex und selbst nach mehrfachem Lesen bin ich immer wieder überrascht, welche Details dann doch von Belang waren.
- Es ist endlich eine Fantasy-Sage, die meilenweit vom klassischen gut/böse-Schema abweicht.

Das und alles andere sind aber Details, von denen praktisch alle Rezensionen überquellen. Was dagegen gern verschwiegen wird ist die grottenschlechte Übersetzung. (Vielleicht fällts mir auch nur auf, weil ich das englische Original gelesen habe...) Da werden teilweise Begriffe übersetzt und andere nicht.

Hier zwei Beispiele aus der Einleitung:

- Dort klettern ein junger Nachtwächter namens Will (laut dt. Übersetzung) einen "Wachbaum" hoch und der Leser dürfte sich wundern, warum um alles in der Welt er sich dabei mit Harz die Hände verklebt und sich die Haut mit Nadeln aufkratzt. Wenn man aber weiß, dass das englische Wort "sentinel" sowohl Wächter als auch großer Nadelbaum heißt, wird klar, dass der "Wachbaum" in Wahrheit eine Tanne, Fichte oder sonst ein Nadelbaum ist. (Und dann ist es auch logisch, dass jung-Will sich die Finger mit Baumharz verklebt. Wers nicht versteht, gehe mal eben in den Wald klettere einen knapp 50 Meter hohen Nadelbaum herauf.)

- Ebenfalls sehr unschön sind nicht-übersetzte Wärter wie "moleskin". Tja, es mag ein wenig seltsam klingen, aber der Lord, welcher mit den beiden Nachtwächtern im eisigen Norden unterwegs ist, trägt Handschuhe aus Maulwurfsleder. (Ein "mole" ist ein Maulwurf und skin heißt nicht nur Haut sondern auch Leder.)

- Und warum werden einige Namen übersetzt und andere nicht? Entweder ich belasse sie aus Stilgründen im englischen Original (und biete dem Leser im Idealfall eine Fußnote, die den Namen erklärt) oder ich übersetze alle, wenn das möglich ist. Aber auch davon scheint das Übersetzungsteam (wenns denn eines gibt) nichts zu halten.

Wie gesagt ist die Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" aus meiner Sicht die beste Fantasy-Reihe, aber die deutsche Übersetzung scheint mir nicht von einer Person sondern von einem automatischen Übersetzungsprogramm erstellt worden zu sein. Dafür praktisch doppelt so viel Geld haben zu wollen wie für das Original ist eine Frechheit. In Anbetracht der Tatsache, dass der erste Band mittlerweile in der siebten Auflage erschienen ist, scheint man bei Blanvalet auch keinen Bedarf an einer Nachbesserung zu haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein genialer Auftakt! Ich bin begeistert :), 6. September 2014
Der Winter naht
(Motto des Nordens - aus dem Hause Stark)

Zum Inhalt

Das Land Westeros
Der kalte Norden in Winterfell mit Lord Eddard Stark und seiner Familie
Die Mauer, Grenze zum Verfluchten Wald und geschützt durch die Nachtwache
Königsmund im Süden, beherrscht von König Baratheon und seiner Frau Cersei aus dem Haus Lennister
Der vertriebene "Bettelkönig" Viserys und seine Schwester Daenerys auf der Insel hinter der Meerenge

Eddard Stark, der Lord von Winterfell, lebt im hohen Norden des Landes Westeros. Das Leben hier ist hart und geprägt von Entbehrungen, doch dem Lord und seiner Familie fehlt es an nichts. Eine ihrer Pflichten ist die Nachtwache an der Mauer, die den Verfluchten Wald im Norden schon seit Jahrtausenden von Westeros trennt. Seltsame Vorkommnisse geschehen jenseits der Mauer und was die Patroullien dort finden, scheint schlimmer als der Tod.
Selbst Schattenwölfe hat man schon südlich der Mauer gesichtet und über einen davon stolpert Jon, der Bastard-Sohn von Eddard Stark. Die Wölfin ist tot, doch ihre Jungen leben und Jon kann seinen Vater überreden, dass er und jedes seiner Halbgeschwister eines behalten darf.

Währenddessen trifft die Nachricht in Winterfell ein, dass sich der König, Robert Baratheon, auf dem Weg nach Winterfell befindet und dass Lord Arryn, die rechte Hand des Königs, zu Tode gekommen ist. Eddard Stark war Lord Arryn sehr verbunden, ebenso wie dem König und er ahnt, warum dieser den weiten Weg in den Norden auf sich genommen hat. Doch er will das Angebot des Königs ausschlagen, an Lord Arryns Stelle zu treten, denn Winterfell braucht ihn. Als jedoch der Verdacht auftaucht, dass Lord Arryn ermordet worden ist, muss er dem König in den Süden folgen, denn dieser Mord darf nicht ungesühnt bleiben.

Andernorts wird eine Hochzeit geplant, zwischen der jungen Daenerys und dem Anführer der Dothraki: Khal Drogo. Daenerys Bruder Viserys musste aus seiner Heimat fliehen, als er gerade 8 Jahre alt war, vertrieben von dem "Ursurpator" Robert Baratheon und seinen Anhängern aus dem Hause Lennister und Stark. Um sein Land und seine Ehre zurückzuerobern, ist ihm jedes Mittel recht und er setzt auf die Armee von Khal Drogo, die ihm dabei das Schwert führen soll.

Meine Meinung

Ich bin froh, endlich den Anfang mit dem ersten Band in Angriff genommen zu haben, den ich so lange vor mir hergeschoben habe. Und ja, wenn man im Buch die letzten Seiten anschaut, erschlagen einen beinah die langen Namenslisten der Lords, Könige und ihrer Verwandtschaftsverhältnisse. Aber George Martin hat das hier perfekt gelöst. Jedes Kapitel wird aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschildert, die sich immer wieder abwechseln, wodurch man die Charaktere und ihre Gesinnung wirklich sehr gut kennenlernt.
Der Schreibstil ist sehr dicht und eindrucksvoll, manchmal schwelgt der Autor auch ein bisschen in den Details, aber dadurch erkennt man seine Liebe zu diesem wundervollen Werk und vor allem auch seinen sehr gut durchdachten Handlungsaufbau.

Im Vordergrund steht unter anderem die Familie Stark aus Winterfell mit Lord Eddard "Ned" Stark, seiner Frau und seinen fünf Kindern, und seinem Bastardsohn Jon Schnee. Bis auf den 3jährigen Rickon lernt man sie alle gut kennen und jeder hat seine eigenen Facetten. Überhaupt sind die Charaktere sehr differenziert gezeichnet, keine Schwarz-Weiß-Malerei und jeder hat seine Stärken und Schwächen. Natürlich hab ich auch einige davon schon ins Herz geschlossen, z. B. die 9jährige Arya und den 15jährigen Jon Schnee.
Arya ist eine kleine Rebellin, ein Wildfang, die sich nicht an die Etikette und den Umgang "am Hofe" gewöhnen will und Jon ist durch seine Rolle als Bastard immer ein bisschen außen vor, obwohl die Geschwister ihn nicht schlecht behandeln - den Hass seiner Stiefmutter hingegen bekommt er täglich zu spüren. Sein Entschluss, der Nachtwache an der großen Mauer beizutreten war eine harte Wahl und ich bin sehr gespannt, wie er sich noch entwickeln wird.

Dann gibt es natürlich noch König Baratheon, Herr der Sieben Königslande. Ein Kriegsgefährte von Eddard Stark, doch haben sie sich 8 Jahre nicht gesehen. Nachdem die Rechte Hand des Königs, Lord Arryn, unverhofft einem Fieber erlegen ist, bittet der König Eddard, an seine Stelle zu treten. Doch dieses Amt birgt viele Risiken, derer sie sich beide noch gar nicht bewusst sind. Es werden viele Intrigen gesponnen am Hof des Königs, denn den Lennisters, der Familie der auch die Frau des Königs angehört, kann man nicht trauen.
Der König selbst ist in all den Jahren auf dem Eisernen Thron fett und müßig geworden. Er ist auf seine wenigen Freunde angewiesen, denn nicht nur der Tod seines Beraters Lord Arryn weist auf einen Verrat hin, auch die Geschwister Viserys und Daenerys aus dem Hause Targaryen schmieden Pläne. Deren Vater und Großvater, damals König und Königserbe, wurden von Baratheon und Jaime Lennister, dem Bruder der Königin, erschlagen. Um sich den Wunsch auf Rache und die erneute Besteigung des Throns zu erfüllen, hofft vor allem Viserys auf die Kampfeskraft der Dothraki, einem wilden nomadischen Volk auf einer Insel jenseits der Meerenge.
Viserys ist von Hass geradezu verzehrt und wirkt wie ein arrogantes Kind, der nur mit dem Fuß aufstampfen braucht, um seine Befehle durchzusetzen. Er wird der "Bettlerkönig" genannt, weil er heimatlos umherzieht. Seine Schwester Daenerys hingegen, gerade mal 13 Jahre alt, wird durch seinen Willen mit dem Anführer der Dothraki verheiratet: Khal Drogo. Sie möchte eigentlich nur ein friedliches zu Hause, doch die wilden Sitten der Dothraki werden nicht spurlos an ihr vorübergehen.

Besonders erwähnen muss ich noch den Bruder von Cersei (die Königin) und Jaime Lennister, den Zwerg Tyrion, ein hässlicher, trunksüchtiger Kerl, der unter jeden Rock schlüpft. Durch seine missgebildete Gestalt hatte er es nie leicht bei seinem Vater, Lord Lennister, dem Wächter des Westens, und da er im Kampf niemals Ehre erreichen könnte, hat er sich dem Wissen aus Büchern verschrieben. Seine humorvolle, sarkastische Art und seine Lebenseinstellung, die er sich aus seiner Erfahrung zusammen getragen hat, machen ihn mir trotz allem sympathisch :D

Ich hoffe, ihr habt bis hierher noch den Überblick behalten können :) Es ist wirklich nicht einfach, das alles zusammenzufassen, weil einfach so viel passiert und jedes Schicksal mit einem anderen verstrickt scheint. George Martin nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund und zeigt die Welt von Westeros, wie sie ist: kalt, hart und grausam - aber auch der Humor hat nicht gefehlt!

Magie im Sinne von Zauberkünsten gibt es hier keine, aber die Vorboten aus dem verfluchten Wald jenseits der Mauer im Hohen Norden lassen erahnen, dass da noch einiges auf die Menschen in Westeros zukommen wird. "Die Wanderer" sind wieder aufgetaucht, grausame Wesen, deren Hintergründe aber noch im Dunkeln bleiben - auf jeden Fall vielversprechend!
Auch das Land Westeros ist anschaulich beschrieben. Beim Lesen war ich jedes Mal mitten im Geschehen und hatte das Gefühl, ich könnte alles bildlich vor mir sehen. Zur Orientierung gibt es vorne und hinten im Cover eine Karte - einmal vom Norden und einmal vom Süden.

Auf jeden Fall hat mich die Reihe schon angesteckt, ich bin so gespannt, wie es weitergeht und ich werde auch nebenher immer wieder die Serie weiterschauen - ein wirklich tolles Erlebnis, nach dem Lesen das ganze nochmal in Bild und Ton vor sich zu sehen :) Ich denke, die Folgebände werden auch bald auf meinem SuB landen!

Fazit

Eine absolut stimmige, sehr gut durchdachte Weltenschöpfung. - ein hartes Land, in denen sich die Charaktere zwischen Treue, Macht und Krieg entscheiden müssen. Alles wirkt lebendig und authentisch und ich kann es gar nicht mehr abwarten, wie es weitergeht.

© Aleshanee
Weltenwanderer
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Geschichte ist gut, aber..., 22. Mai 2011
...diese furchtbare Übersetzung!

Ich empfehle diese Geschichte jedem, der Spaß an gut gestrickten Charakteren,
überraschenden Entwicklungen und einer komplexen Phantasiewelt hat.
Die Charaktere sind so wunderbar geschrieben, dass man sich manchmal nicht ganz
sicher ist, wen man "mag" und wen eben nicht. Selbst die Antagonisten haben
ihre menschlichen Seiten (zumindest ist das bei den meisten der Fall!), so dass
man von einem langweiligen Schwarz/Weiß-Getue verschohnt wird. Hat man nicht
oft in Fantasy-Romanen, deshalb hier ein dickes, fettes PLUS.
Über die Geschichte selbst, werd ich in dieser Rezession nichts erzählen,
damit verrät man manchmal schon zu viel und das ist bei so einem Buch wirklich
schade, da es ' wie ich finde ' von Überraschungen lebt.

Kommen wir aber mal zu der Begründung der 3 Sterne (Die Geschichte selbst, hätte
5 verdient und normalerweise halte ich nicht viel davon Bücher nur wegen der
Übersetzung mies zu beurteilen)
Es ist wirklich teilweise grottig! Seit wann Eigennamen übersetzt werden,
ist mir nicht bekannt, aber ich glaube in der Schule gelernt zu haben, das
man so einen Unsinn bleiben lässt. Lang lebe die deutsche Sprache und so, aber
man kann es auch übertreiben. Jon Schnee sieht das sicher ähnlich...
Dann: Ja, manchmal ist Sprache was sehr grobes, aber da ich mir die englischen Bücher
zu Gemüte geführt habe, weiß ich, dass es auch schöner geht.

Fazit: Die englische Version kaufen oder zusehen das man ältere Ausgaben bekommt... und
den Übersetzer nochmal in ein Germanistik/Anglistik Seminar oder zwei setzen.
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140 von 164 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Drama und Charakterstudie über die Abgründe menschl. Natur, 18. November 2003
Es fällt nicht leicht, dieses Buch zu beurteilen. Zunächst muss ganz klar gesagt werden, dass es sich um kein klassisches Fantasywerk handelt. Es gibt keine glorreichen Protagonisten, keine Helden, keine Bösewichte, keine exotischen Abenteuer und Schauplätze, fast keine nichtmenschliche Rassen und Kreaturen. Das Buch ist eine Geschichte über Charaktere, die in einer mittelalterlichen Welt leben. Es ist eine Studie über menschliche Perversität, Verrat, übelste Morde und verbitterte Protagonisten. Die Story selber tritt dabei in den Hintergrund und hat eher eine untergeordnete Funktion. Vielmehr geht es darum, bittere und üble menschliche Schicksale zu beschreiben. Da werden Kinder vergewaltigt und ermordet, es herrscht Inzest, Brutalität und Erbarmungslosigkeit. Einige Leser könnten Martin literarischen Sadismus vorwerfen, andere loben seinen Realismus und linguistische Intensivität.
Freunde klassischer Fantasy vermissen das Abenteuerliche und Romantische sowie die epische Geschichte. Martin kaschiert seine etwas zu dünne Story mit unzähligen, komplexen Handlungssträngen und Protagonisten. Für viele Leser könnte der Spaß bei der x-ten Kinderschändung und dem erneuten Tod eines Protagonisten aufhören.
Auch Anhänger von Sword&Sorcery werden schlecht bedient. Kampfszenen gibt es nur vereinzelt, Magie zu Beginn überhaupt nicht.
Dennoch übt das Buch eine gewisse (fast voyeuristische) Faszination auf den Leser aus. Es ist ungeheuer spannend und motivierend - die einzelnen Handlungsstränge sind im Episodenstil, wie in einer Seifenoper miteinander verknüpft (Martin war Drehbuchautor für Horrorgeschichten). Trotz der intensiven-, dramatischen Elemente wird man unterhalten.
Fazit: Kein Buch für Romantiker und Leser, die „gute" Enden mögen oder Heldensterben verabscheuen. Vor allem kein Buch für 13-jährige, die von „Herr der Ringe" fasziniert waren und eine Nachfolgegeschenk wünschen. Kein Buch für Abenteuerfanatiker, die es lieben, neue Welten zu erkunden und fantastische Ideen erwarten. Für diesen Personenkreis ist das Buch 1 Stern wert.
Geeignet für Fans düsterer und dramatischer Geschichten, für Leser, die eine Demonstration mittelalterlicher, menschlicher Abgründe mögen, 5 Sterne.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut, gut, gut...., 16. November 2006
Bevor ich das Buch lobe, werfe ich euch erstmal die Schattenseiten des Buches auf:Ich finde, dass der Stammbaum und die ganzen Familiennamen am Anfang ziemlich verwirrend sind.Es gibt so viele davon(und vor allem so ähnliche...) dass ich teilweise umblättern musste, um zu sehen wann diese Person überhaupt vorgekommen ist...ich finde, dass auch die Fantasy ein wenig fehlt, es erinnert mich eher an ein Mittelalterbuch,.... aber okay, es ist auch der Anfang der Geschichte.

Trotz alledem finde ich, dass es sehr gut gelungen ist und auch die Namensschwierigkeiten gehen mit der Zeit vorbei.

Empfehlenswert vor allem für Leute die Fantasy mögen und es lieben über Intrigen und die Listen zu lesen!!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganze Serie: Starker Anfang, zunehmend langatmig, 31. Oktober 2014
Achtung: Die folgende Rezension bezieht sich nicht nur auf den ersten Band, sondern auf sämtliche bisher (auf Deutsch: 10) erschienenen Bände der Serie "Ein Lied von Eis und Feuer". Sie soll interessierten Neu-Lesern einen kurzen Überblick geben, was sie erwartet, ohne groß inhaltlich zu spoilern.

Inhalt:
Der König ist tot, es lebe der König! Nach dem plötzlichen Tod des Königs der Sieben Königslande von Westeros bringen sich die alten Adelsfamilien in Stellung, um das "Spiel der Throne" für sich zu entscheiden, die eigene Macht auszubauen, die Gegner zu schwächen, durch Intrigen oder Feldzüge, und die Nachfolge des Königs anzutreten. Während in Westeros die Fehden immer weitere Kreise ziehen und auf benachbarte Kontinente übergreifen, zieht im Norden Westeros' eine weitere Gefahr herauf, die die Lande der Menschen bedroht: Jenseits der himmelhohen Mauer aus Eis, die vor dieser alten und ungenannten Gefahr schützen soll, wandeln die Toten, und nur das Volk der "Freien Menschen" wagte bislang, hier zu leben. Nun aber sind auch diese sogenannten "Wildlinge" nicht mehr sicher, und die Kriege im Süden des Kontinents führen dazu, dass die Mächtigen der Sieben Königslande den Schutz der Mauer vernachlässigen …

Perspektive:
Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht einzelner Mitglieder der großen Familien und im Laufe der Zeit weiterer Protagonisten. Die wechselnden Perspektiven verhindern eine allzu enge Bindung an eine Hauptfigur, da die verschiedenen Personen jedoch sehr unterschiedlich sind, ist für jeden irgendwer dabei, mit dem er oder sie sich vermutlich besser identifizieren kann. Allzu sehr sollte man sein Herz ohnehin nicht an eine Person hängen, denn nur, weil der Autor aus Sicht einer Figur schreibt, heißt das nicht, dass diese vor seiner scharfen Feder geschützt wäre und nicht irgendwann ein gewaltsames Ende fände …

Plot:
Der Plot ist unglaublich breit und episch angelegt, es werden immer neue Handlungsstränge aufgemacht, neue Figuren eingeführt, neue Nebenschauplätze bespielt. Das Schicksal der Einzelpersonen und Familien verläuft wie die Gezeiten: Mal herrscht für den einen Ebbe, dann wieder Flut, wer vom Schicksal begünstigt wurde, kriegt bald darauf ordentlich eingeschenkt, niemand ist sicher, der weitere Verlauf der Handlung oft nicht absehbar. Wer es episch mag und die entsprechende Geduld aufbringt, ist möglicherweise begeistert, wer lieber eine stringente Handlung hat und einem roten Faden folgt, dürfte diesen recht bald aus den Augen verloren haben. Im Laufe der Geschichte zerfasert die Geschichte ziemlich und wird dadurch langatmig, insbesondere, wenn man die 600-1000 Seiten umfassenden Bände nicht zügig hintereinander weg liest, verliert man rasch den Überblick und vergisst die zahlreichen Details/Namen/Orte/Ereignisse.

Darstellung und Sprache:
Positiv zu erwähnen ist die Vielfalt zumindest der Hauptfiguren, die allesamt recht grau (bis dunkelgrau) schattiert sind und über ihre individuellen Eigenheiten und Charakterzüge verfügen. Wirkliche Sympathieträger sind allerdings kaum dabei, Helden am allerwenigsten, aber aus der breiten Palette wird sich wohl jeder irgendeine Figur heraussuchen können, die ihm gefällt. Unglaubwürdig erscheint allerdings die Darstellung der Kinder, die allesamt frühreif und wenig kindlich wirken, weshalb sie in der Buch-Verfilmung ("Game of Thrones") alle einige Jahre älter dargestellt wurden als in den Romanen selbst.

Sprachlich schleichen sich über die Länge der Geschichte gewisse Manierismen ein, über einige Lieblingswörter des Autors ("Mummenschanz") kann man hinwegsehen, andere ("Hure") werden so oft und irgendwann auf fast jeder Seite in jedem erdenklichen Zusammenhang gebraucht, dass es zu nerven beginnt und sich die Frage nach dem Frauenbild des Autors stellt.

Ermüdend sind auf die Dauer die wiederholten Sex- und Gewaltdarstellungen, die nicht immer zielführend im Sinne der Handlung sind, sondern eher Selbstweck zu sein scheinen. Erstere werden so explizit geschildert, dass sie keinen Raum für Phantasie lassen und daher auch wenig anziehend und manchmal geradezu lächerlich wirken. Letztere werden so exzessiv "ausgeschlachtet" und ständig in neuen Brutalitäten wiederholt, dass sie irgendwann nicht mehr schockieren, sondern nur noch anwidern.

Fazit:
Die Serie ist auf der Skala zwischen phantastischem Realismus und High-Fantasy eindeutig im Low-Fantasy-Bereich angesiedelt. Haupt-Thema sind Kriege und politische Ränkespiele. Interessant hierbei sind die unterschiedlichen Einzelperspektiven und die Auswirkungen der epischen Geschehnisse für die einzelnen Individuen und Familien. Die Serie beginnt vielversprechend und angenehm "unbunt" für eine Fantasy-Serie mit grauschattierten Figuren und interessanten Intrigen und Konflikten.

Im Laufe der Zeit fasert die Geschichte allerdings immer weiter aus, der rote Faden ist nur noch schwer erkennbar und der Autor verzettelt sich in Nebenhandlungen. Die ausschweifenden Gewaltdarstellungen und die latente Frauenfeindlichkeit, die sich durch sämtliche Bände ziehen, wirken möglicherweise auf manche Leserinnen und Leser abschreckend oder auf die Dauer ermüdend.

Für die ersten Bände vergebe ich vier Sterne. Im Laufe der Geschichte überwiegen die Schwächen und es wird zu langatmig, daher insgesamt nur drei.

Empfehlung:
Vielen begeisterten Lesern stehen jene gegenüber, die die Lektüre früher oder später abgebrochen haben. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, mal reinzulesen und sich selbst ein Bild zu machen. Letztlich ist alles eine Frage des Geschmacks. Die Verfilmungen wirken etwas stringenter als die Bücher, einige Details und Handlungsstränge wurden verändert, ohne die Buchlektüre ist die Handlung allerdings ziemlich komplex.
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