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79 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer zu tief gräbt...
Als Julia Hamill den Garten ihres vor kurzem erworbenen Hauses umgräbt, stößt sie auf den die Überreste eines Menschen, genauer gesagt einer Frau, die, wie sich herausstellt, dort vor ungefähr zweihundert Jahren begraben wurde. Die herbeigerufenen Gerichtsmediziner finden schnell heraus, dass die Frau ermordet wurde. Bevor Julia das alte Anwesen...
Veröffentlicht am 30. Juli 2008 von Eskalina

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das kann die Autorin doch eindeutig besser
Dieses Buch schneidet nur am Rand die eigentliche Reihe an. Das auch nur indem Maura Isles einen kurzen Auftritt bekommt. Sonst gehört das Buch nicht zur Reihe, ich reihe es dennoch ein, obwohl ich es gerne aus der Reihenfolge nehmen würde. Es dauerte nicht lange und ich merkte, das dieses Buch nicht mit den anderen Büchern der Autorin mithalten kann. Ich...
Vor 7 Monaten von Melek veröffentlicht


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79 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer zu tief gräbt..., 30. Juli 2008
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Gebundene Ausgabe)
Als Julia Hamill den Garten ihres vor kurzem erworbenen Hauses umgräbt, stößt sie auf den die Überreste eines Menschen, genauer gesagt einer Frau, die, wie sich herausstellt, dort vor ungefähr zweihundert Jahren begraben wurde. Die herbeigerufenen Gerichtsmediziner finden schnell heraus, dass die Frau ermordet wurde. Bevor Julia das alte Anwesen kaufte, gehörte es über Generationen der Familie ihres Nachbarn Tom und dessen Onkel Henry Page, der sich als Familienchronist betätigt und in dessen Besitz sich Briefe befinden, die scheinbar mehr über diesen Mord erzählen können.
Julia und Henry tauchen ab in eine andere Zeit, eine Zeit in der Frauen noch nicht studieren dürfen, in der in den Krankenhäusern und Kliniken des Landes epidemisch das Kindbettfieber umgeht und in der die mittellose Rose Conolly ihrer sterbenden Schwester verspricht, auf das gerade geborene Mädchen aufzupassen.
Schon bald wird klar, dass jemand alles tut, um das Kind an sich zu nehmen und dieser Jemand schreckt selbst vor Mord nicht zurück. Mehrere grausig zugerichtete Leichen werden im Umfeld von Rose gefunden und bald gerät nicht nur sie, sondern auch der ehrgeizige Student Norris in Verdacht, etwas damit zu tun zu haben.
Julia und Henry erfahren immer mehr über die Verbrechen und über die daran beteiligten Menschen, doch werden sie in den alten Unterlagen Hinweise auf den oder die Täter finden und wer war die Frau wirklich, deren Gebeine so lange im Garten von Julias Anwesen begraben waren?

- Alle, die einen neuen Fall für Detective Jane Rizzoli erwartet haben, kommen hier leider nicht auf ihre Kosten. Auch wenn ganz am Rande die Gerichtsmedizinerin Maura Isles eine kleine Gastrolle spielt, so trifft man hier keine der aus den anderen Büchern der Autorin bekannten Figuren an. Vielmehr schenkt uns Tess Gerritsen eine spannende Reise in vergangene Zeiten. Auch hier spielt die Medizin eine große Rolle und auch hier wird gemordet und ermittelt ' insofern natürlich eine Parallele zu ihren anderen Werken. Wir erfahren etwas über die Anfänge der Forensik und über die Zustände in den medizinischen Hochschulen und das so gut und bildhaft geschildert, dass man beim Lesen froh ist, nicht in einer Zeit zu leben, in der es noch keine Antibiotika gab und in der Menschen an den schlechten hygienischen Zuständen in den Krankenhäusern starben.
Da die Autorin über fundiertes medizinisches Fachwissen verfügt, und das Talent hat, dies verständlich in die Geschichte einfließen zu lassen, kommt die Handlung grausig realistisch daher.

Geschickt werden Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpft, wobei die Geschehnisse in der Vergangenheit den größeren Teil einnehmen und ich manchmal der Meinung war, der erste Handlungsstrang um Julia, wäre gar nicht notwendig gewesen, denn das, was da zwischen 1830 und 1888 geschieht, ist so spannend und so gut geschrieben, dass die Figuren der Gegenwart dagegen verblassen und uninteressant werden, zumal der Plot nicht besonders neu und originell ist - Geschiedene, vom Leben enttäuschte Frau zieht sich in die Einsamkeit zurück, wird vom Nachbarn getröstet und entdeckt durch Beschäftigung mit der Vergangenheit, dass es sich zu leben lohnt... Das hat es alles schon gegeben, und würde das Buch nur diese Handlung aufweisen, so würde es alle Gerritsen-Fans bitter enttäuschen. Meiner Meinung nach hat es eine Autorin wie sie nicht nötig. auf solch angestaubte Klischeebehaftete Handlungen zurückzugreifen, doch durch ihre farbenfrohe und plastische Schilderung der Lebensumstände der damaligen Zeit und durch die permanente Spannung, die bis zum Schluss aufrechterhalten wird, versöhnt sie den Leser wieder. Das Tess Gerristen schreiben kann stellt sie auch hier wieder eindrucksvoll unter Beweis und diese Art Geschichten könnte sie ruhig noch mehr verfassen.
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gerritsen geht neue Wege - ein historischer Thriller, 18. August 2008
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Hannover & Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt wurde hier in diversen Rezis ja bereits genug geschrieben, deswegen heute mal gleich zum Fazit:

Gerrtisen hat hiermit m.E. einen sehr empfehlenswerten historischen Thriller, jenseits der Isles & Rizzoli Seire vorgelegt, der spannend informativ & vor allen gut recherchiert, sowie lehrreich ist.

Wer hier schlechte Rezis vergibt aufgrund der Tatsache, dass dies eben kein Isles Buch ist obwohl auf dem Klappentext erwähnt(sorry aber das nennt man halt leider nun mal Marketing), der sollte einfach mal vorher eine Blick auf die Homepage der Autorin werfen,hier ist "bone garden" schon seit dem erscheinen letzten Herbst in der USA nicht als Teil von Isles & Rizzoli gekennzeichnet.
So nun aber zum Buch zurück: Der Thriller besticht meiner Meinug nach durch die vielen interessanten Infos zu Medizin, Autopsien & Hygiene der damaligen Zeit. Wer z.B Anne Perrys Monk-Letterly-Romane(um 1860) gelesen hat, weiß ja schon um die Krankenhauszustände der damaligen Zeit, insofern hat Gerritsen gut rechercheirt & viel interessantes zum Thema Medizin & Co widergegeben! Der Thriller bzw. die Entwicklung des Geschehens ist wie immer gekonnt & solide, die Charaktere gut gezeichnet, ebenso wie das Boston des Jahres 1830, die Einwanderungsproblematik & die soziale Struktur.
Die 2. Zeitebene, die im heutigen Boston spielt rahmt das Thrillergeschehen lediglich ein, der Fokus liegt also auf der historischen Handlung. Das hat mir als alter Fan historischer Thriller gut gefallen, zumal die Liebesgeschichte im Heute mir etwas zu kitschig ist. Deswegen auch 1 Punkt-Abzug, eine etwas unpassenende & zu ktischig-unglaubürdige Liebesgeschichte auf beiden Zeitebenen(v. a. die im Heute mit dem übersinnlichen touch), die mich nicht so vollkommen überzeugt haben. Weiterhin hätte man das Ende ein wenig mehr hinsichtlich der Mordmotive beleuchten können(warum gerade auf diese bestialische Art & Weise?), obwohl es im großen & ganzen "gepasst" hat.
Positiv überrascht haben mich einige unerwartete Wendungen vor Ende des Romans.

ERGO:
Insgesamt aber kein wirklicher Pageturner(immerhin hab ich 5 Tage gebraucht andere Romane der Autorin hat ich in 1-2 Tagen durch!), statt dessen eine gewisse Tendenz zur Vorhersehbarkeit, allerdings sehr informaiv & interessant gestaltet! Deswegen 4 Sterne, vielleicht mit einer leichten Tendenz abwärts!Auf jeden Fall lesenswert für den Freund des hist. Krimis, aber auch in diesem Genre gibt es weit spannenderes als Gerritsen. Für Isles & Rizzoli Fans nicht unbedingt empfehlenswert. Weitaus fesselnder ist Gerritsens Serie um Rizzoli & Co!!
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leichenraub, Autopsien, Mord und die Jagd nach dem West End Reaper, 6. August 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach 6 Jane Rizzoli-Thrillern gönnt Tess Gerritsen ihren Serienheldinnen Maura Isles und Jane Rizzoli eine kurze Verschnaufpause. Nur Maura kommt am Beginn von "Leichenraub" quasi in einem Gastauftritt kurz vor.

Die Lehrerin Julia Hamill ist mit ihren 38 Jahren gerade einmal ein halbes Jahr geschieden, als sie einen verhängnisvollen Impulskauf wagt. Ein 150 Jahre altes Haus, mit einem 4000 m² Grundstück und verwilderten Garten. In der Aufarbeitung des Gartens hofft Julia in den Sommerferien Ablenkung zu finden, doch schon bald macht sie eine schockierende Entdeckung, denn ein Stein entpuppt sich als Schädel und das Rechtsmedizinische Institut fördert das dazugehörende Skellett einer Frau aus dem 19. Jahrhundert zu Tage. Doch wer ist diese namenlose Frau, die einfach verscharrt wurde? Mit Hilfe des Cousins und Familienchronisten, der Vorbesitzern ihres Hauses, begibt sich Julia auf eine Reise in das Boston des Jahres 1830.

Das irische Einwanderermädchen Rose Conolly muss miterleben wie ihre Schwester an Kindbettfieber stirbt und schwört sich alles zu tun, um nun ihre neugeborene Nichte zu beschützen. Doch schon bald erschüttert eine Mordserie die Stadt und fordert das Leben der Geburtshelfer von Rose' Nichte. Dabei gerät der begabte Medizinstudent Norris Marshall in das Visier der Nachtwache, ist er doch als Farmersohn auch im Schlachterhandwerk geübt und ohne reiche oder einflussreiche Familie ein leichtes Opfer für die Justiz...

Leichenraub hat sich die Bezeichnung als historischer Thriller mehr als verdient. Wie in den Jane Rizzoli-Thrillern praktiziert verwebt Tess Gerritsen gekonnt zwei Handlungsbögen miteinander, von denen einer normalerweise "nur" die Hintergründe enthüllt, diesmal aber im Zentrum der Handlung steht. Die Handlung um Julia Hamill dient lediglich dem Zweck. Sehr plastisch und realistisch geschriebenen, versetzt Leichenraub seine Leser direkt in das Boston des 19. Jahrhunderts und berichtet nicht nur vom Alltag der Medizinstudenten, sondern auch wie diese zu ihren "Schulungsmaterial", also Leichen, kommen.

Nach 18 Büchern, davon 6 mit Jane Rizzoli, hat Tess Gerritsen einen beachtlichen Erfahrungsschatz und stilistische Reife entwickelt, dennoch wagt sie es noch nicht gänzlich auf Love-Elemente zu verzichten, vielleicht auch um ihren Stil treu zu bleiben. Vom titelgebenden Leichenraub erfährt man allerdings nur in der ersten Hälfte des Buchs etwa und auch der Originaltitel "Bone Garden" legt falsche Schlüsse zur Handlung nahe. Spannend ist das Werk dessen ungeachtet bis zur letzten Seite, viele Überraschungen und Handlungswendungen machen den Plot unvorhersehbar und lassen den Leser regelrecht süchtig danach werden, so dass man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht.

Fazit:
Auch ohne Jane Rizzoli ein hochspannendes und faszinierendes Buch. Dichte Atmosphäre, sehr plastische Darstellungen und ein wendungsreicher, kaum vorhersehbarer Plot machen Leichenraub zu einem hervorragenden historischen Thriller, womit Tess Gerritsen einmal mehr ihr Können unter Beweis stellt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Schicksal, das unter die Haut geht, 13. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen, obwohl es mir oft schwer fiel weiter zu lesen. Aus dem Grund, dass diese Geschichte so bewegend war, wie schon lange keine vor ihr und bestimmt keine einzige von Tess Gerritsen. Ich mag die Autorin sehr und kenne ihre bisherigen Romane, aber "Leichenraub" ist anders.
Die Geschichte der Irin Rose Conolly, die nichts besitzt als die Lumpen, die sie am Leib trägt und trotzdem wie eine Löwin um das Wohlergehen ihrer kleinen Nichte Meggie kämpft, hat mich zutiefst betroffen gemacht. Lässt man den Killer weg, so steht das Schicksal dieser Frau für so viele Leidenswege von Menschen bis in die heutige Zeit.
Diese Geschichte ist nicht zuletzt durch die Tatsache, dass Oliver Wendell Holmes tatsächlich um 1830 in Boston Medizin studierte, so nah am Leben, dass sie mehr unter die Haut geht, als jede andere von Tess Gerritsen.
Dieser Roman ist nicht nur Thriller-Fans wärmstens zu empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen From Hell: Reaper statt Ripper, 10. August 2010
Von 
Dr. Peter Joham "pjoham" (Klagenfurt, Kärnten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Taschenbuch)
Über die weniger bedeutende Rahmenhandlung der Auffindung eines weiblichen Skeletts auf Julias nach ihrer Scheidung eben erst erworbenem Grundstück - das Opfer wurde vor langer Zeit offenkundig erschlagen - und die daran knüpfenden Nachforschungen führt uns Gerritsen zurück in die Zeit des Medizinstudiums des Jahres 1830, als die anatomischen Institute großen Mangel an frischen Leichen zu anatomischen Studienzwecken litten und professionelle Leichenräuber für den benötigten Nachschub sorgen mußten. Rund um die etwas abstruse Mordserie durch den Sensenmann berichtet uns die Autorin sehr anschaulich über Universitätsbetrieb und Stand der Medizin, über das recht gute Leben der High Society und die weniger günstigen Lebensverhältnisse von Arbeitern und Dienstboten. Hier die großen Empfänge und Kutschenauffahrten vor den prächtigen Herrenhäusern, dort die Quartiere in den Logierhäusern mit einem Kübel in der Ecke als Abtritt der zwanzig Mieter eines gemeinschaftlichen Schlafraumes. Noch waren die Universitäten den Männern vorbehalten, während Frauen der gehobenen Gesellschaft Klavier spielten, tanzten, kicherten und tratschten und Frauen der städtischen Unterschicht im besten Fall Dienstboten der Schönen und Reichen waren, sonst aber ausgebeutete Näherinnen, Schankmädchen oder Dirnen. Nur die Heirat brachte ihnen - wenigstens formal - einen kleinen gesellschaftlichen Aufstieg und ein wenig Sicherheit, wenn sie nicht am allgegenwärtigen Kindbettfieber starben.
Der junge und begabte Farmersohn Norris studiert an der Medizinischen Fakultät in Boston, womit er seinen Aufstieg in die Upper Class beinahe geschafft hat. Doch dann gerät er in Verdacht, mit den Ritualmorden im Zusammenhang zu stehen. Unterstützt von seinem Studienfreund Wendell und der irischen Einwanderin Rose (sie ist die wahre Heldin des Romans), beginnt er um sein gesellschaftliches Überleben und schließlich um sein nacktes Leben zu kämpfen. Geschickt hinein verwoben das Wirken der Rosenkreuzer und der, die Sklaverei bekämpfenden, Abolitionisten. Ein farbiger Romantikthriller um Liebe, Gesellschaft, Ärzte und Medizinstudenten am Vorabend des aufkeimenden industriellen Zeitalters in ordentlicher Übersetzung. Die Taschenbücher von blanvalet sind auffallend schlecht gebunden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das kann die Autorin doch eindeutig besser, 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch schneidet nur am Rand die eigentliche Reihe an. Das auch nur indem Maura Isles einen kurzen Auftritt bekommt. Sonst gehört das Buch nicht zur Reihe, ich reihe es dennoch ein, obwohl ich es gerne aus der Reihenfolge nehmen würde. Es dauerte nicht lange und ich merkte, das dieses Buch nicht mit den anderen Büchern der Autorin mithalten kann. Ich kam zu dem Schluss, mich lieber an die Bände der Reihe zu halten. Denn die haben es mir nach wie vor angetan.

Die Handlung ist nur teilweise interessant und spannend. Wenn ich schon das Gefühl habe nicht mehr lesen zu wollen, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass hier etwas grundlegendes fehlt. Ziemlich viel, was ich an der Reihe an sich zu schätzen weis. Somit hat nicht nur ein vor Spannung klopfendes Herz gefehlt, sondern viel mehr. Wahrscheinlich bin ich einfach viel zu sehr gewöhnt an eine Reihe, die mich nur so mit Spannung überschüttet.

Das wohl Interessanteste an der Geschichte war, die dargestellten Unterschiede zwischen Menschen. Der eine braucht nicht lange, bis er dazu bereit ist für 20 Doller zu töten und die andere beschützt mit allen Mitteln ihre Nichte. Den einen versuchte ich vergeblich zu verstehen und die andere wurde von mir bewundert. So schwere Lebensverhältnisse und die ganze Welt steht Rose gegenüber. Dennoch gibt sie nicht auf und will für ihre Nichte nur das Beste. Willensstärke und Mut zeichnen die 17 Jährige Rose nicht nur aus, sie sind fürs Überleben notwendig.

Somit bin ich trotz der eher uninteressanten Geschichte froh, Rose kennengelernt zu haben. Sie gehört unter die starken Frauen, die es früher viel schwerer hatten als jetzt. Auch das Medizinstudium war, wie es bei der Autorin üblich ist, schwer auszuhalten. Wie immer übt das Entnehmen der Organe einen eigenen Reiz aus, doch das sollte nicht aufs bildliche übergehen. Lesen reicht voll und ganz.

Fazit: Letztendlich war dieses Buch kein gänzlicher Reinfall. Es gab durchaus Textstellen, die mich zum Weiterlesen animierten. Wenn nicht, hätte es nicht lange gedauert und ich hätte abgebrochen. Dennoch bin ich heil froh, dass die Autorin sich jetzt wieder Maura und Jane zuwendet. Ja, sie haben mir wirklich gefehlt. Durch dieses Buch habe ich gemerkt, wie wichtig mir die Beiden doch sind. Ich freue mich auf ihren nächsten Fall.

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kleiner Exkurs ins 19. Jahrhundert - hörenswert, 29. September 2008
Von 
Pixie (Dortmund, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub (Audio CD)
Wer einen neuen "Rizzoli" erwartet hat, liegt falsch. Lediglich Maura Isles hat hier einen für den Plot eher unwichtigen Kurzauftritt. Ein bisschen wie Hitchcock, der durchs Bild läuft.

Julia, eine geschiedene Frau, kauft ein heruntergekommenes Haus für einen Neuanfang und stößt bei Gartenarbeiten auf ein über 100 Jahre altes Skelett. Ein paar Tage später wird sie von einem Verwandten der Vorbesitzerin ihres Hauses telefonisch kontaktiert: Er ist so eine Art Familienarchivar und hütet mindestens zwei Dutzend Umzugskartons mit Briefen und Hinweisen aus der Vergangenheit des Hauses und seiner Familie. Er lädt Julia ein, sich mit ihm gemeinsam auf die Suche zu machen.

Fortan springt die Handlung zwischen dem 19. Jahrhundert und der Geschichte um den mysteriösen Bostoner Westend-Reaper und der Gegenwart hin und her. Sehr gut gemacht und spannend anzuhören. Gerritsen zeichnet ein feines, detailliertes Bild von den Lebensumständen der "armen Leute" zu jener Zeit und verdeutlicht, dass damals sozialer Status und Vermögen bei Recht bekommen und Recht haben eine essentielle Rolle spielten.

Wie immer steht hier eine starke Frau im Mittelpunkt: Rose Connelly, die mit ansehen musste, wie ihre Schwester Ornia im Kindbett starb umd darum kämpft, ihre Nichte behalten zu dürfen. Sie tut das mit Stolz und Würde - obwohl sie viel durchmachen und ertragen muss. Unterstützung erhält sie dabei von Medizinstudent Norris Marshall, einem armen Farmerssohn, der sich sein Studium mit "Leichenraub" (für die Anatomie der Universität) finanzieren muss. Der ist wegen seiner Herkunft auch ein Außenseiter und muss ständig besser sein als die anderen feinen Herren aus gutem Hause an der Universität.

Bis sich der Fall löst, gibt es manch unerwartete, spannende Wendung und interessante Einblicke in die Sozialgeschichte des Amerikas des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Das Hörbuch wird von der kongenialen Mechthild Großmann gelesen - für mich ein sehr komischer Moment: Als sie versucht, wie ein alter, heiserer Mann zu klingen (bei der ohnehin schon extremst rauchigen Stimme).

Von der Spannung reicht dieses Hörbuch nicht an meine geliebten Rizzolis heran, aber 4 Punkte für ein gutes Hörerlebnis ist es allemal wert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Geschichte, 11. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Gebundene Ausgabe)
Entgegen ihrer sonstigen Geschichten ist dies (wie schon etliche andere geschrieben haben) keine Dr. Maura Isles und Jane Rizzoli Geschichte. Erstere kommt zu Anfang kurz vor, doch die Hauptrolle spielen in der Gegenwart Julia Hamill, Henry Page und sein Neffe Tom. In der Vergangenheit sind die Hauptpersonen Rose Connolly, Norris Marshall, Wendell Holmes, Roses Nichte, das Baby Meggie, Dr. Aldous Grenville und dessen Schwester Eliza.
Julia Hamill findet in ihrem Garten ein Skelett, das aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt. Wer ist die Tote? Zusammen mit dem Cousin der verstorbenen Vorbesitzerin stöbert sie in alten Briefen und findet erstaunliches heraus:
Die Angst geht in Boston um: Im West End, einem Elendsviertel Bostons im Jahre 1830, treibt ein Mörder sein Unwesen. Rose Connolly, die 17 jährige irische Einwanderin, ist in großer Sorge, denn ihre kürzlich verstorbene Schwester Aurnia hinterließ ihr die kleine Meggie. Kurz nach ihrem Tod scheint sich plötzlich alle Welt für das Baby zu interessieren. Der junge Student Norris Marshall hilft ihr, obwohl er anfangs nicht besonders von Rose angetan ist. Als der erste Mord geschieht, wird Rose zufällig Zeugin und schwebt von da an in noch größerer Gefahr. Norris gerät schließlich selbst in Verdacht, der sogenannte West End Reaper zu sein. Doch wer der wirkliche Mörder ist, ist eine große Überraschung . . . Und auch das Skelett ist ein unerwartetes Mitglied der vergangenen Zeit.
Auch wenn es kein typischer Tess Gerritsen Roman ist, gefiel mir die Geschichte recht gut. Allerdings habe ich den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart öfters als etwas störend empfunden. Dennoch: Es ist ein gelungenes Werk, und ich lese es gerne wieder.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es geht auch ohne Rizzoli und Isles....., 18. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn Maura Isles kurz in der Inhaltsangabe erwähnt wird, handelt es sich hier nicht um einen Thriller mit den guten alten Bekannten.
Tess Gerritsen begibt sich mal auf einen neuen Weg und präsentiert einen historischen Thriller, der sich in keinster Weise verstecken muß.
Julian Hamill stößt bei Arbeiten an ihrem neu erworbenen Haus im Garten auf das Skelett eines Menschen. Die Pathologin Maura Isles (kurzer Gastauftritt) schaut sich den Fund an und erkennt, daß es sich um die Überreste einer vor ca. 200 Jahren wahrscheinlichen ermorderten Frau handelt.
Julia wird neugierig und beginnt zu recherchieren, um mehr über den Fund in ihrem Garten herauszufinden.
Der Leser wird dann in das Boston des 19. Jahrhunderts geführt. An der medizinischen Fakultät der dortigen Universität ist man nicht nur damit beschäftigt, dem Geheimnis des Kindbettfiebers auf die Spur zu kommen, es geschehen auch rätselhafte Morde........
Gerritsen ist ein unglaublich spannender Roman in einer anderen Epoche gelungen, in dem sie ihren beruflichen Background mal wieder voll ausspielen kann und mit medinzinischer Detailgenauigkeit glänzt. Mit dieser Mischung aus Historienroman und Thriller beweist sie, daß sie auch ohne Jane Rizzoli und Maura Isles in der obersten Liga mitspielen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Melange - kein typischer Gerritsen -Krimi, 6. Oktober 2009
Von 
Paula Jakob (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Leichenraub: Roman (Gebundene Ausgabe)
Teilweise wird kritisirt, daß es sich hier NICHt um einen Rizzoli/ Isles -Krimi handlelt, mir persönlich hat gerade das gut gefallen.
"Leichenraub" ist keiner der üblichen "Schlitzer"- Schocker von Gerritsen und absolut nicht mit "Der Chirurg" etc . vergleichbar. Wer es gerne blutig und mit vielen Innereien mag, kommt auch hier durchaus auf seine Kosten , denn der Krimi spielt im Anatomie- Milieu des 19. Jahrhunderts, es mangelt nicht an Obduktionen und chirurgischen Details. Eingebettet aber ist die Geschichte diesesmal in einen historischen Background einerseits und die Erlebnisse einer frisch geschiedenene Frau im Boston des 21.Jahrhunderts auf der anderen Seite. Julia Hamill hat sich gerade ein Haus gekauft und gräbt den Garten um, als sie auf alte Knochen stößt. Bei Ihren Nachforschungen stößt sie auf die Geschichte einer irischen Einwanderin und einer Gruppe von Medizinstudenten, die Anfang des 19. Jahrhunderts in die dramatischen Ereignisse um einen Massenmörder und den verzweifelten Kampf gegen das Kindbettfieber verwickelt waren. Das ist stimmungsvoll und spannend erzählt und wird nur gegen Ende hin ein wenig zu schwülstig. Trotzdem ein durchaus empfehlenswertes und originelles Buch mit starken Figuren.
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Leichenraub: Roman
Leichenraub: Roman von Tess Gerritsen
EUR 8,99
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