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5.0 von 5 Sternen Der letzte Clarke
Mehr als 30 Jahre nach dem Sonnensturm setzt sich für einige der Protagonisten aus den ersten beiden Teilen dieser Trilogie (Die Zeit-Odyssee und Sonnensturm) die Geschichte um die Bedrohung der Erde und das Schicksal der Erdkopie "Mir" in einem Parallel- Universum fort.
Die Erstgeborenen wollen wieder einmal die Erde zerstören, diesmal mit einer aus...
Veröffentlicht am 19. April 2009 von Phaidon

versus
28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht zu empfehlen
Ich war selten so enttäuscht von einem Roman und kann mich in keinster Weise meinen Vorrednern anschliessen.

Die Charaktere sind flach und sprunghaft.
Dabei wird oft nicht klar, warum sie sich so verhalten, wie sie es tun oder warum sie auf einmal verunsichert oder ärgerlich oder empathisch sind.

Der Erzählstil ist langweilig,...
Veröffentlicht am 1. Juni 2009 von Jörg Maschtaler


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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht zu empfehlen, 1. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Ich war selten so enttäuscht von einem Roman und kann mich in keinster Weise meinen Vorrednern anschliessen.

Die Charaktere sind flach und sprunghaft.
Dabei wird oft nicht klar, warum sie sich so verhalten, wie sie es tun oder warum sie auf einmal verunsichert oder ärgerlich oder empathisch sind.

Der Erzählstil ist langweilig, hölzern, immer wieder zusammenhanglos und z.T. widersprüchlich.
Der Stil erinnert mich an meine ersten Aufsätze, die ich in die Schule geschrieben habe: Erst passiert das. Dann passiert das. Dann passiert das, usw. usf.
Es wird z.B. beschrieben, das eine wichtige Nachricht eintrifft. Punkt. Anschliessend wird ausführlich der Tisch beschrieben, an dem die Protagonisten sitzen. Dann wird beschrieben, wie diese sich ein bisschen unterhalten und auf Aufgaben einigen und dann an die Arbeit gehen.
Was hat der Tisch damit zu tun?
Nächstes Beispiel: Ein Zug wird von Menschaffen angegriffen. Der Angriff wird abgewehrt und der Zug fährt weiter. 3 Sätze später "hampeln Menschenaffen um den Zug herum"? Wie? Was? Wo kommen die her? Was machen die da? Oder: Myra versucht Charlie zuerreichen und ist "zunehmend beunruhigt", weil sie ihn nicht erreichen kann, da die KIs Anfragen an das Netz zensieren. 5 Sätze später "vertreibt sie sich die Zeit .... mit Charlie zu sprechen". Dazwischen: Kein Wort darüber, warum sie ihn auf einmal gefunden hat. Ganz zu schweigen davon, warum die Zensur auf einmal da ist.
Oder: Die Q-Bombe ändert ihr Verhalten, weil ein Ereignis eintritt. Es wird aber nicht erklärt, was sie damit bezweckt und warum ihr jetziges Verhalten sinnvoller/besser ist als das vorherige.
Leider passiert dies sehr häufig. Gruselig.
Vielleicht liegt es an der Übersetzung.

Ingesamt muss ich sagen, dass ich mich geärgert habe, dieses Buch zuende zu lesen.
Nur ein Stern, da es nicht möglich ist, keinen Stern zu vergeben.

Für Freunde der technischen SciFi kann ich dagegen folgendes empfehlen:
- "Diaspora" und "Qual" von Greg Egan
- "Bedenke Phlebas" von Iain Banks
Interessante Ideen und Geschichten, flüssig erzählt.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der letzte Clarke, 19. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Mehr als 30 Jahre nach dem Sonnensturm setzt sich für einige der Protagonisten aus den ersten beiden Teilen dieser Trilogie (Die Zeit-Odyssee und Sonnensturm) die Geschichte um die Bedrohung der Erde und das Schicksal der Erdkopie "Mir" in einem Parallel- Universum fort.
Die Erstgeborenen wollen wieder einmal die Erde zerstören, diesmal mit einer aus dunkler Materie bestehenden Bombe, gegen die offenbar die Menschheit machtlos ist.
Hilfe könnte jedoch vom Mars kommen. Dafür müssten allerdings erst einmal ein paar Mammuts von Bürgern Chicagos dazu bewegt werden, eine bestimmte Symbolfolge in den zugefrorenen Michigan-See zu graben. Diese Idee liefert Thomas Alva Edison höchstpersönlich. Umgesetzt wird sie dann, nachdem die Weltöffentlichkeit per E-Mail, Blog usw. abgestimmt hat. Dies alles ist möglich, weil im "Mir-Universum" verschiedene Zeitschichten nebeneinander existieren und eine Handy-Verbindung in das reale Universum des Jahres 2070 existiert.
Hauptfigur ist, wie im ersten Teil, Bisesa Dutt. Insbesondere ihre abenteuerlichen Reisen zunächst quer durchs Sonnensystem mit den futuristischsten Transportmethoden und anschließend auf Mir mit den altertümlichsten Mitteln von einem Kontinent zum anderen, zeugt schon von viel Phantasie der Autoren und fesselt den Leser durchweg. Jeder, der als Jugendlicher von Forschung und Technik begeistert war und alles über Raumfahrt verschlungen hat, wird von diesem Buch fasziniert sein. Insbesondere die Beschreibung des Weltraum-Fahrstuhls und seines Prinzips weckt alte Abenteuerlust wieder- entgegen besseren Wissens.

Für dieses Buch scheint Sir Arthur C. Clarke noch einmal alles gegeben zu haben: Altes wird geschickt recycelt und mit neuen Ideen vermischt. Viele Motive erkennt der geneigte Leser mit Leichtigkeit aus früheren Werken wieder. Dies gilt für den bereits erwähnten Fahrstuhl zu den Sternen, Sonnen-Segelschiffe, Weltraum-Stationen, die wie große Räder im All rotieren, empfindsame künstliche Intelligenzen, die Mars-Kolonien usw. Aber auch subtilere Lieblings-Motive des Autors werden wieder aufgegriffen: enge Mutter-Tochter Beziehungen, wie im Rama-Zyklus gibt es hier gleich zweimal; auch ein kurzer Krieg der Erde gegen eine Kolonie, wie in "Um die Macht auf dem Mond" kommt vor, nicht zu vergessen das immer wiederkehrende Thema des Konflikts der Jungen, die zu den Sternen aufbrechen wollen und der Alten, die an der Vergangenheit festhalten wollen und nicht zu letzt das Motiv der einsam und allein auf einer ansonsten ausgestorbenen Welt zurückbleibenden Wesen, welches hier auch mehrfach vorkommt.

Fazit: Man muss zum Verständnis dieses Buches in der Tat die ersten Bände der Trilogie kennen, die zwar an sich gute Unterhaltung bieten, die aber mit der Qualität früherer Clarke-Werke definitiv nicht mithalten können. Das Durchkämpfen der ersten Bände lohnt sich aber: das vorliegende Buch versöhnt einen wieder mit dem oft haarsträubenden Unsinn der ersten Bände. Obwohl oder gerade weil hier vieles vertraut ist, hat man das Gefühl, endlich noch einmal (zum letzten mal) einen richtigen Clarke zu lesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Ende mit Schrecken... oder ohne..., 6. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Ich mache es mir jetzt mal einfach, und werde alle Teile dieser Trilogie in einem bewerten.
Ich fand das erste Buch "Die Zeit-Odyssee" in einem Ramschladen, bzw., es hat mich förmlich angesprungen. Und ich denke immer noch dass es sich gelohnt hat. Teil 1 ist auf jeden Teil der Beste der drei. Eine klasse Story, mit Überraschungen, flüssig erzählt... ich kannte zwar einige Arthur Clarke-Bücher, aber Stephen Baxter war mir neu. Wobei ich denke, dass diese Partnerschaft (zumindest im Falle Clarke) ein Volltreffer war. Ich hatte das Buch noch nicht zur Hälfte durch, als ich meine Bestellung für die restlichen zwei Bücher abschickte. Und damit ging der Ärger los.
Was fantastisch begann, entpuppte sich im Weiteren als taube Nuss. Der zweite Teil (Sonnensturm) brachte mir genau den utopisch-dystopischen Techno-Blabla den ich von Clarke zu erwarten wusste. Lässt man diese "Ich sag euch, wie die Zukunft aussehen könnte"-Abhandlung beiseite, bleibt von diesem Buch, ehrlich gesagt, nicht viel übrig. Und im dritten Teil, geht es genauso weiter. Die Handlung wird ewig in die Länge gezogen, und das obwohl am Ende noch nicht mal etwas dabei herauskommt. Im Gegenteil, die Story wird nach ca. 1300 Seiten einfach im Raum stehen gelassen, meine Herren, das war mir zu wenig.
Ach ja, die "schwarzen Monolithen", (für Clarke das, was für King der Clown ist: "Schreib's mit drauf, 's verkauft sich".), die auf dem Buchrücken des dritten Teils erwähnt werden, tauchen in keinem der 3 Bände auf, nicht mal im Geiste. Hier mag vielleicht der Eindruck entstehen, dass ich Clarke nicht mag, dem ist mitnichten so, aber ich lese ihn auch wirklich nur wenn ich Lust auf Wissenschaft habe. Wenn ich unterhalten werden will, suche ich woanders. Vielleicht werde ich es mal mit Stephen Baxter versuchen... ;)

Fazit: Wer ein klasse gestricktes, kurzweiliges SciFi-Abenteuer für den Nachttisch sucht, dem kann ich Bd. 1 "Die Zeit-Odyssee" wärmstens an's Herz legen. Ein Klasse Buch. Aber man sollte es am Besten als abgeschlossenes Abenteuer betrachten, denn alles was danach kommt ist reine Zeitverschwendung...
Ernsthaft Leute, ihr verpasst NICHTS!!!

:)
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3.0 von 5 Sternen Lesbar, 23. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Wächter ist der letzte Band einer Trilogie (zusammen mit Zeit-Odyssee und Sonnensturm).
Im Kontext dieser Trilogie ist "Wächter" lesenswert ... als Einzelroman nicht. Er ist so oder so
der schwächste Band der Trilogie (der beste ist Sonnensturm) ... als Einzelroman ist er
in Unkenntnis der Vorgeschichte nicht verdaulich.
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20 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Abschluss, 26. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Es ist wirklich unzumutbar, was an an Klappentext erstellt wird. Bitte nicht glauben eine Verbindung zu 2001, 2010, 2061 oder 3001 zu finden. Es gibt auch keine Monolithen! Was es immer noch gibt, und uns zur ZEITODYSSEE sprich auf MIR zurückführt, sind die Augen oder das Auge, denn hier bleibt doch immer etwas offen, was das Auge nun wirklich ist. Ich bin auch nicht der Meinung, man muss viel von Physik verstehen, man muss glauben oder kann irgendein Physiker behaupten beweisen zu können, dass es multiple Universen gibt.

Nun aber zum Buch. Bisesa Dutt ist wieder da und geht zurück auf MIR. Dort haben sich die verschiedenen Gestrandeten 30 Jahre lang mehr oder weniger gut fortentwickelt. Die Geschichte von MIR wird leider nur umrissen, es wäre ein eigenes Buch wert diese fortzuführen. Bisesa kommt mit schlechten Nachrichten, denn das Universum von MIR bricht auseinander - erst in 500 Jahren, aber die vergehen nicht in diesem Buch.

Die Erde wird von den Erstgeborenen (keine Monolithenbauer) bedroht. Eine Q-Bombe nähert sich der Erde und keine noch so fortschrittliche Technik der Erdenmenschen und der aufstrebenden Spacer, die nach dem Sonnensturm eine eigene Entwicklung aufgenommen haben ist in der Lage diese Bombe von Ihrem Weg abzubringen. Die Lösung dieses Problems ist sehr abenteuerlich - man muss glauben - aber ebenso ein eigenes Buch wert.

Wächter oder im Original "Firstborn" - passt besser, denn die Wächter passen ja nun nicht auf, sondern sind auf Zerstörung aus - ist ein SF, so wie man sich das in der Tradition von Clarke und Asimov wünscht. Ein kleines Aber klingt aber nicht nur mit, sondern ist auf jeden Fall anzumerken. Dass Clarke hier eine Basisidee geliefert hat und nun, leider schon verstorben, nicht fortführen kann, ist tragisch, denn die vielen Ansätze für unglaublich gute Geschichten sollten nicht ungenutzt liegen gelassen werden. Ich lese die Bücher von Baxter durchaus gern und trau ihm eine Menge zu, doch ob er die Ansätze so gut fortführen kann, wie es Clarke im Sinne hatte, lässt sich nur schwer vorhersagen.

Brutal ist auf jeden Fall der Schluss, der neben den vielen Ansätzen im gesamten Buch, den übelsten Cliffhanger überhaupt darstellt. Wer nicht verärgert das Buch zuschlagen will, weil noch keine Fortsetzung in Sicht ist, sollte sich das letzte Kapitel sparen, denn damit hört das Buch mit einem Schluss auf!

Meine Empfehlung: Lesen, allerdings nur dann, wenn man die beiden Teile davor kennt, ohne diese ist das Buch zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen. Alle kreativen SF Autoren kann ich nur bitten nehmt die Handlungsstränge auf und redet mit Herrn Baxter, ob sie nicht aus diesem Buch heraus neue gute Bücher schreiben können. Herr Anderson hat viel Geld verdient, dass er mit Herrn Herbert den Wüstenplaneten fortgeführt hat (ohne Wertung) die Chancen sehe ich bei dieser Grundidee auch...
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Ideen aber sehr schwach in den Details, 8. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Stephen Baxter ist mir dadurch ein Begriff geworden, dass ich seine Zusammenarbeit mit Terry Pratchett (Die lange Erde) gelesen habe. Schon bei diesem musste ich im Vergleich zu einem reinen Pratchett technisch interessante Ideen, aber eine seltsam leblose Umsetzung konstatieren.

Ich habe dann 3 Bücher von Baxter gelesen, die bei mir Gefühle wie "inspirierend", "interessant" bis "nicht schlecht" hinterließen, aber meist einen sehr kühlen technischen, weniger subtil menschlichen Blickwinkel hatten.

Über Wächter bin ich dann eher zufällig gestoßen. Die Odyssee und Rama Zyklen habe ich bereits mehrmals gelesen und zähle Clarke zu meinem Lieblingsautoren. Selbstredend musste ich also dieses Buch lesen, es versprach zumindest interessant zu werden.

Beim Lesen hatte ich von Anfang bis zum Ende den Eindruck, dass hier irgendwo eine großartige Geschichte lauert, wenn man sie finden und festhalten könnte. Die Schilderung der Technologien waren ja durchaus interessant, aber die ganze Zeit verfolgt einen das Gefühl, nicht zu verstehen, warum das alles passiert, oder was es mit der Handlung zu tun hat. Die Handlungsweisen der Protagonisten scheinen unwahrscheinlich bzw. schlecht erklärt. Scheinbar überlassen es die Autoren (bzw. Baxter, wie in anderen Postings zu lesen ist) es dem Leser, genug Fantasie aufzubringen, um die Zusammenhänge selbst zu rationalisieren. Insgesamt wirken die Figuren auf mich nicht authentisch.

So ist es mir z.B. nicht erklärlich, warum Bisesa Dutt sich von ihrer Tochter aus dem Tiefschlaf wecken lässt, tage- und wochenlang mit ihr durchs Sonnensystem reist, ohne auch nur mal genauer nachzufragen, was denn los sei. Geschweige denn, eine persönliche Unterhaltung zu führen. Baxter verweist hier auf die fehlende Privatssphäre und die Gefahr überall abgehört zu werden, was einem schon zu denken geben könnte, wenn das Thema dann ein bisschen weiterbehandelt werden würde. So erscheint es nur als Vorwand.

Später reist die Tochter Myra dann wiederum wochenlang durchs All, nur um ein paar Worte mit einer KI zu wechseln, die ohnehin eine Kopie zu ihr auf den Mars oder in die ID-Tätowierung auf ihrer Wange schicken konnte. Dann verfolgen sie plötzlich ein paar Polizisten, die ihrerseits wohl irgendwas mit den Protagonisten auf der Erde zu tun haben, die sich allesamt nicht echt anfühlen. Die so recht umfangreich aufgebaute Figur der Myra hat dann in weiterer Folge nur völlilg nebensächliche Dinge in die Handlung einzubringen.

Manche Handlungen wie das Beschießen einer Marssiedlung mit Atomwaffen erfolgen scheinbar unreflektiert und werden lapidar wie nebenbei erwähnt, ohne dabei allerdings zynisch zu wirken. Dabei würde man das vielleicht auch noch verstehen, wenn vorher deutliche Spannungen zwischen den Fraktionen bestanden hätten. Aber das meiste, was man über Konflikten zwischen Erde und Spacer bzw. Marsianern hört sind Beschimpfungen eines ohnehin cholerischen Admirals. Dann schießt nach einem bedeutungslosen Wortwechsel plötzlich jemand mit Laser auf das Kriegsschiff und das blättet zur Strafe einen Teil der Siedlung mit Atomwaffen. Damit wirken die meisten Handelnden infantil und wenig sympatisch. Glücklicherweise war es nur eine kleine Atombombe, die zwar niemanden tötete, aber wohl doch für dauerhafte Verstrahlung der gesamten Siedlung sorgt. Die Siedler sind wahrscheinlich zur Sicherheit raus an die frische Luft gegangen und die Verantwortlichen wurden dann auch vor das Kriegsverbrechertribunal zitiert. Na immerhin.

Die zentralen Ereignisse mit denen die Figuren zu tun haben fallen diesen meist irgendwie zu. Man hat trotz des zu vermutenden Drucks aufgrund der bevorstehenden Zerstörung der Erde nicht das Gefühl, dass die Leute zielgerichtet daran arbeiten, das Problem zu lösen und wenn ja, dann entweder völlig egozentrisch oder wie ferngesteuert in einem Computerspiel, wo man genau weiß, dass man nur lange genug rumlaufen muss, um den Schlüssel für den nächsten Level zu finden.

Man könnte noch in die Wagschale werfen, dass ich vorher die 2 Vorgänger hätte lesen sollen, um den Kontext besser einordnen zu können. Und wenn diese nicht eine ähnliche Kritik hier erfahren hätten, hätte ich das wahrscheinlich auch getan.

Obwohl ich gerne lese und auch komplexere, anspruchsvollere Literatur zu schätzen weiß, habe ich leider nur wenig Übung die Qualität eines Texts oder eines Stücks zu bewerten. Daher bewerte ich eher holistisch, es muss die gesamte Wirkung auf mich stimmen.

Und bei diesem Buch ist für mich die Luft ziemlich raus. Das liegt nicht nur daran, dass Baxters Metier eher die technisch orientierte Hard-Scifi ist. Die eher bodenständigen technischen Details sind wie immer interessant und im Anhang von aktuellen Forschungen und Wissen untermauert. Aber Handlungen und Personen hat er auch schon in anderen Romanen besser hingekriegt. Sollte ich das nochmal lesen, dann nur, weil ich das Gefühl habe, dass kann doch nicht alles gewesen sein.
Aber ich denke Ich werde es mir verkneifen. Ich habe mit dem Lesen und mit dieser Kritik schon genug Zeit für das Buch aufgewendet.
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28 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Hard-fiction für Leute mit Physikkenntnissen, 27. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Ein Spitzenbuch, das mich von Anfang bis Ende fesselte. Wie in anderen Reviews zu Baxter ersichtlich, polarisiert vor allem der in seinen Werken verlangte fundierte Wissensschatz des Lesers.
Daher gehe ich auf den Inhalt gar nicht erst ein und versuche eine Eingrenzung der Zielgruppe:

Sie werden Stephen Baxter lieben, wenn...
- Sie Harald Lesch bei jedem seiner Vorträge an den Lippen hängen
- abstrakte Kosmologie, Multidimensionalität und komplexe Physik Ihnen Spaß bereiten
- Sie bei Filmen wie Armageddon angesichts der Nichtbeachtung grundlegender Physik kopfschüttelnd das Kino verließen.

Greifen Sie lieber nach etwas anderem, wenn...
- Star Trek Sie fasziniert und Sie auf physikalische Begründungen verzichten können
- Sie Action wollen, viele tolle Aliens und fremde Planeten (Peter F. Hamilton wäre dann eher etwas für Sie)
- Sie wissen wollen, was Maxwell, Einstein und Hawking für Drogen genommen haben.

Fazit: Das Beste, was die Hard-Fiction bieten kann, aber eben auf einem Niveau, das viele verständlicherweise verschreckt.
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9 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ich habe das Buch genossen, trotz dass ich Star Trek, tolle Aliens und fremde Planeten liebe, 30. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Was muss ich in anderen Rezensionen lesen: "Das Beste, was die Hard-Fiction bieten kann, aber eben auf einem Niveau, das viele verständlicherweise verschreckt.."

Das würgt bei mir einen Kloß hoch, der unverdaulich ausgespuckt werden muss.

Ich lese Stephen Baxter .... aber:
- Harald Lesch ist unerträglich

Ich greife zudem auch nach anderem, wie z.B.:
- Star Trek, mit einer erheblichen Fülle physikalischer Möglichkeiten
- Maxwell, Einstein und Hawking, die sicher keine Drogen genommen haben, sondern weil sie mehr wissen wollen, als das bisher etablierte Wissen bietet und dieses sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

WÄCHTER ist im Gesamtrahmen spannend geschrieben, jedoch mit vielen offenen Fragen. Die beiden Vorgängerbände sollten zudem unbedingt bekannt sein. Anspruchsvolle SF ist es allemal.
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0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wächter, 17. Juli 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wächter: Roman (Taschenbuch)
Sehr spannend geschrieben. hat mir sehr gut gefallen. Die Kaufabwicklung und die Lieferung waren exellent.
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Wächter: Roman
Wächter: Roman von Arthur C. Clarke
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