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am 2. Februar 2009
Vor Deziäonen hat eine Spezies, die längst ausgestorben ist, die titelgebenden "Sphären" gebaut, mächtige Schalenwelten, die aus einem Dutzend Ebenen bestehen, jeweils im Abstand von mehr als tausend Kilometern. Irgendwann haben dann andere Spezies diese Schalenwelten bevölkert, oder die Bewohner anderer Welten sind (zwangs-)umgesiedelt worden. Zum Beispiel das humanoide Völkchen, dass auf "Sursamen", einer dieser Schalenwelten, auf Ebene acht lebt und einen energischen Krieg gegen die Bewohner von Ebene neun führt - erfolgreich. Kurz vor dem Sieg verstirbt der König Hausk, gemeuchelt von der Hand seines vermeintlich besten Freundes, und Erbprinz Ferbin, Zeuge der Tat, muss fliehen, um nicht seinerseits gemordet zu werden. Er tritt die Reise an die Oberfläche der Schalenwelt an, mit dem Ziel, mit der "Kultur" Kontakt aufzunehmen, auf dass sie eingreife und Gerechtigkeit herstelle. Aber da sind noch die "Oct", eine höhere, wasseratmende und käferartige Spezies, die quasi betreuend auf der Schalenwelt tätig ist, aber noch nicht zu den "Optimae" gehört, den höheren Mitgliedswesen der Kultur. Die Oct haben offenbar ganz eigene Pläne, weshalb sie auch - entgegen den Maßgaben der Kultur - steuernd in das Kriegsgeschehen eingreifen.
Eigentlich ist das, was Banks da treibt, Science Fiction in Vollendung, denn er präsentiert seine Welt, als wäre sie selbstverständlich. Der Autor hält sich nicht großartig mit Erklärungen auf und brennt stattdessen ein Feuerwerk von fantastischen Ideen ab, präsentiert originelle Spezies, wilde Namensgebungen und hinreißende technische Entwicklungen. Seitenweise liest man Dialoge und Beschreibungen, denen man allerdings nur schwer folgen kann, weil einfach nicht zu verstehen ist, worum zur Hölle es geht. Da gibt es unaussprechliche Namen, die über mehrere Zeilen gehen, oder Personentitel, die irgendwie wichtig zu sein scheinen, sich aber jeder Verstehbarkeit entziehen - was Banks nicht daran hindert, sie mehrfach zu wiederholen.
Thema des Romans, in dem es keinesfalls um "die Sphären", sondern höchstens um eine einzige (und die auch nur teilweise) geht, ist die Entwicklung von Völkern - und das, was bei "Star Trek" "oberste Direktive" hieß: Jeder Spezies soll halbwegs die Chance eingeräumt bleiben, ihre eigenen Fehler selbst zu machen, auch wenn am Ende dieser Entwicklung so gut wie immer die "Kultur" steht (oder alternativ die eigene Vernichtung). Das frühindustrielle Völkchen, das die Hauptrolle spielt, darf also Krieg führen, brandschatzen und morden, so lange sichergestellt ist, dass ein paar Individuen überleben, um die Artenvielfalt zu gewährleisten. Tatsächlich dient dies sogar der einen oder anderen Kultur-Spezies als Unterhaltung.
"Die Sphären" ist sehr vielschichtig angelegt und bietet den bekannt hohen Banks-Standard: Die Ideen sind ambitioniert und clever, die Fantasie scheint grenzenlos, vieles ist verblüffend und nicht selten spektakulär. Im Kern aber fehlt diesem Mischmasch aus Mittelalter-Kriegsepos und interstellarem Intrigenspiel die Spannung, es liest sich nicht selten sehr zäh, wobei einige Episoden kaum mehr als Lückenfüller zu sein scheinen. Das Ende kommt sehr lahm daher, und die verschiedenen Handlungsstränge werden nur mühevoll zusammengeführt. Und nicht selten wünscht man sich, dass entscheidende technische Aspekte wenigstens ansatzweise erklärt würden.
Fazit: Ein mittelmäßig guter, streckenweise ziemlich aufgeblähter "Kultur"-Roman, der auch ohne Vorkenntnisse nicht schlechter zu verstehen ist als mit - und etwas enttäuschend endet.
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am 23. November 2008
Es ist mal wieder geschehen. Die Amazon-Kurzbeschreibung bzw. der Klappentext vermittelt einen völlig falschen Eindruck von dem Buch. Nicht dass die Beschreibung grundlegend falsch wäre, aber sie trifft einfach nicht den Charakter des Buches, so wie Filmtrailer fast immer hektische, action-geladene Sequenzen zeigen, selbst wenn es sich vielleicht um einen äußerst melancholischen Film handelt. Also, kaufen Sie das Buch bloß nicht nach der oben abgedruckten Kurzbeschreibung!

Die Zusammenfassung des Inhaltes im Buch selbst kommt der Sache viel näher, weshalb ich sie hier kurzerhand für Sie abtippe. Die Anmerkung in Klammern stammt von mir:

"Die ferne Zukunft: Auf einer der unzähligen, in den Weiten des Alls verstreuten Schalenwelten wird Prinz Ferbin, der Thronfolger eines niederen (Menschen-) Volkes, zum Zeugen an der Ermordung des Königs. In diesem Augenblick muss der Prinz begreifen, dass nicht nur er selbst in höchster Gefahr schwebt, sondern auch sein jüngerer Bruder, der von dem Verrat nichts weiß. Ferbin beschließt, zur Oberfläche der Schalenwelt vorzudringen und das geheimnisvolle Volk der KULTUR um Hilfe zu bitten - wo sich Ferbins Schwester Befindet. Jahre zuvor hatten Agenten der KULTUR sie mitgenommen, um sie für geheime Missionen auf fremden Planeten auszubilden. Nur sie kann Prinz Ferbin und seinem Bruder jetzt noch helfen. Doch Ferbin, seiner Schwester und den Agenten der KULTUR bleibt nur wenig Zeit, denn die Schalenwelt birgt ein tödliches Geheimnis '"

Das Volk der KULTUR stellt übrigens im wesentlichen die Menschheit dar, die jedoch in vielen fällen kaum noch menschlich erscheinen, weil sie sich andere Daseinsformen ausgewählt haben. Sie stellen unter etlichen Spezies von unterschiedlichem Entwicklungsgrad eine der höchsten Lebensformen dar. Prinz Ferbin ist jedoch auch ein Mensch, gehört aber zu einer eher mittelalterlichen Rasse mit vorindustriellen Zügen, die auf einer der besagten Schalenwelten (Der Titel "Sphären" ist hier ebenfalls irreführend) leben und sich dort weitgehend unbeeinflusst, aber unter Aufsicht höherer Spezies, weiterentwickeln dürfen, was sich in erster Linie dadurch ausdrückt, dass sie sich mit anderen Menschenvölkern bekriegen.

Und hier ist auch der meiner Ansicht nach größte Schwachpunkt des Romans, denn ein Großteil der Geschichte ist eher Fantasy als Science Fiction. Wer wie ich pure SF erwartet, wird daher speziell vom Beginn der Geschichte bitter enttäuscht sein. Man wähnt sich unweigerlich, das falsche Buch gekauft zu haben.
Die Story hat zwar unzweifelhaft ihre starken Momente, aber der Autor vergeht sich meiner Ansicht nach viel zu lange in einer Fantasy-Nebenhandlung, die letztendlich auch nichts mit dem eigentlichen Kern der Geschichte zu tun hat. Erst spät wird daraus eine reine SF-Story, die kurz richtig Fahrt aufnimmt, nur um dann ebenso schnell völlig unvermittelt und wenig befriedigend zu enden.
Erschwerend hinzu kommt, dass Banks offenbar einen Faible für ungewöhnliche Namen und Bezeichnungen hat. Im Anhang werden auf nicht weniger als 24 Seiten sämtliche Personen, Spezies und sonstige Ausdrücke aufgelistet. Genug für ein mehrteiliges Epos, aber viel zu viel für einen 800-Seiten-Roman, der zudem noch einige Längen hat. Ich habe mich mehrfach dabei ertappt, wie etliche Zeilen an meinem Auge vorbei huschten aber nicht wirklich gelesen wurden, was, wie sich am Ende herausstellte, auch kein Verlust war. Ich habe dadurch nichts wesentliches verpasst.

Last but not least ist vieles an der Story nicht plausibel. Banks beschreibt wirklich fantasievolle Wesen und Begebenheiten, lässt das meiste davon aber ohne glaubhafte Grundlage, so dass sich kein schlüssiges Bild des von ihm geschaffenen Universums ergibt. Kein Vergleich mit solchen Autoren wie beispielsweise Peter F. Hamilton, oder gar Dan Simmons, deren Universen mindestens ebenso fantasievoll sind, vor dem geistigen Auge aber deutlich mehr an Plastizität gewinnen. Vom unerreichten Schreibstil eines Dan Simmons ganz zu schweigen. So bleiben letztendlich nur mäßige zwei bis drei Sterne für diesen Roman, der zudem mit 16 Euro noch viel zu teuer geraten ist.
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am 4. Dezember 2008
Iain Banks ist zweifellos das Beste, was man im SF-Bereich derzeit lesen kann und so ist es ein schönes Gefühl, einen dicken neuen Banks-Wälzer in den Händen zu halten, zudem wenn man weiß, daß Banks in seinem neuen Buch ins KULTUR-Universum zurückkehrt, das seine Fans so lieben. Soviel Vorschuß zum Autor.
Random House alias Heyne ist zweifellos der letzte Ami-Scheiß, den man derzeit in der Verlagsszene vorgesetzt bekommt. Das Coverbild hat nichts mit der Handlung zu tun. Der deutsche Titel wird der Vielschichtigkeit des englischen Originaltitels MATTER nicht gerecht und hat erstrechts nichts mit der Handlung zu tun. Den Klappentext kann man nur noch als reinen Witz betrachten, vermutlich von einem bescheuerten Produktmanager entworfen, der das Buch nicht mal gelesen hat. Zudem ist der Roman mit den üblichen anpreisenden Zitat-Floskeln (Opus Magnum, Ein Trip durch die Galaxis, den sie nie vergessen werden, Einzigartig usw.) versehen, die immer dieselben sind und die jeder Banks-Fan vermutlich schon im Schlaf aufsagen kann. Einfallsreichtum oder auch nur ein bißchen Originalität scheint ein Fremdwort zu sein. Wenn ich der Autor wäre, würde ich diesen zusammengestoppelten Mist dem Verlag rechts und links um die Ohren hauen. Soviel zum Ergebnis der Verlagsarbeit, die keine ist.
Nun zum Roman selbst. Banks ist gut. Banks ist saugut und ich sage Ihnen auch warum. Die meisten SF-Autoren nehmen die gleichen Bösewichter, Agenten, Militärs, Prinzessinnen, Politiker usw., die es in diesem Jahrhundert zuhauf gibt, transferieren sie in eine ferne Zukunft und nennen das dann Science Fiction. Banks ist ganz anders; er ist ein echter Visionär und vermag die Zukunft der Menschheit wirklich neu zu denken und nicht nur den Abklatsch einer heutigen Gesellschaft in ein technisches Gewand einer vermeintlichen Zukunft zu kleiden.
Über weite Strecken kommt der Roman ohne das übliche Schlachten, Töten und Massakrieren auf jeder Seite aus, ohne auch nur im Geringsten an Spannung und Erzählkunst zu verlieren. Der Autor schlägt den Leser in den Bann ganz in der Tradition alter SF-Meister wie Jules Verne, an den ich immer mal denken mußte, nicht nur weil die Handlung in der Regel in innerplanetaren Gefilden spielt. Er nimmt sich auch die Zeit, philosophische Überlegungen einzuflechten und Nachdenkliches zu präsentieren. Das ist sehr schön und bereichert die Handlung, die ihren Wert damit nicht nur aus platter Action bezieht. Im Grunde sind die verschiedenen Schalen der Schalenwelt eine Allegorie für die auf verschiedenen Entwicklungsniveaus stehenden galaktischen Zivilisationen und es ist klar, daß Banks Lieblingsthema, die Einflußnahme der Hochentwickelten auf die Nachzügler (zu denen wir als Erdmenschheit vielleicht gerade mal so dazuzählen würden) und die daraus resultierenden ethischen Implikationen nicht zu kurz kommen. Wirklich gelungen sind auch die eingeflochtenen augenzwinkernden Passagen, indem Banks quasi sich selbst und die SF parodiert (zum Beispiel die Schilderung der "Haustiere" am Hofe, Bemerkungen zum Geld u.a.).
Der ziemlich gewalttätige, unvermittelte Schluß, der mehr einem Showdown gleicht, scheint allerdings zur vorherigen Erzählweise nicht so richtig zu passen. Er läßt einiges an Fragen offen und vermag die Geheimnisse und Widersprüche des Romans nur bedingt zu entwirren. Hat der Verlag mit dem Abgabetermin gedrängt? Hat Iain Banks, der als ungeduldig bekannt ist, das Interesse an seiner eigenen Handlung verloren? Mir kommt dabei das Bild des Gordischen Knotens in den Sinn, der überaus kunstvoll geknüpft zum Schluß leider nur mit dem Schwert zerschlagen wird. Es macht trotzdem großen Spaß, diesen Roman zu lesen und sich in die anarchistischen Gesellschaftsentwürfe des Autors zu vertiefen, wenngleich doch das nicht vollends befriedigende Ende einen Stern Abzug rechtfertigt.
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am 5. Dezember 2009
An interessanten Ideen für fremde Welten mangelt es dem Autor nicht. Allein an das Konzept der Schalenwelten lassen sich viele weitere interessante Einfälle anschließen. Allerdings gibt sich der Autor kaum Mühe,

a) diese Ideen für den Leser verständlich und anschaulich zu erklären (der Autor ist zu tief in seiner Welt drin, scheint sich kaum Gedanken zu machen, ob der Leser all dem folgen kann)

b) diese Ideen lebendig werden zu lassen: Leider reiht der Autor lieber zahlreiche Infoblöcke an figurenloser/figurenferner Erzählung und Beschreibung aneinander, anstatt die Ideen mit spannender Handlung zu verbinden. Warum müssen Weltbeschreibung und Figurenteile so getrennt sein? Kann man die Figuren diese Welt nicht erleben lassen? Warum Welten ohne Geschichten erfinden?

Die Kernhandlung des Buches ist nur eine Fantasy-Kurzgeschichte: mittelalterlicher König wird von einem Verräter ermordet, der nun selbst König wird und die beiden noch lebenden Söhne des Königs töten will.

Einer dieser Söhne sucht nun Hilfe in den anderen SF-mäßigeren Schalen der Welten, wo man aber lieber beobachten statt helfen will. Leider ist es schwer, diese wichtigen Hintergründe zu ergründen. Man möchte gerne wissen, was die höher entwickelten Wesen da so machen, wittert dort die interessante, "wahre" Geschichte, aber der Autor will sie nicht so recht schreiben.

Alles in allem fehlt diesem Buch einfach die Spannung, was vielleicht daran liegt, dass man eine langweilig simple Vordergrund-Geschichte hat, eine unverständliche Hintergrundgeschichte und Info-Blöcke ohne erlebende Charaktere.

Hinzu kommen zahlreiche Figuren (90 Stück) mit eher komplizierten Namen, die auch nicht allzu wichtig sind, und ein Ende, das einfach so abbricht.

Das Buch hatte für mich ähnliche Schwächen wie das Buch "Terra Mater" von Pierre Bordage. Wem aber "Terra Mater" gefällt, der kann es auch mit diesem Buch wagen.

Annette Scholonek
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am 10. Oktober 2009
Trotz der eher verhaltenen Bewertungen hier und der etwas sehr oberflächlichen Zusammenfassung auf dem Buchrücken habe ich mir den Roman gekauft und die 800 Seiten ohne Mühe bewältigt. Was ich bekommen habe, war eine fast schon absurde Mischung aus Science Fiction und Fantasy, bei der der Leser sich sowhol in der beschränkten Weltsicht eines unterentwickelten Volkes als auch in einer Welt zurechtfinden muss, in der fast alle Lebewesen gottgleich sind.
Die Haupthandlung folgt dabei dem verratenen Prinz Ferbin, der mit seinem Diener unter Lebensgefahr versucht, die Grenzen seiner Welt zu verlassen, um Hilfe bei seiner in der KULTUR - eben jene Völker, die im All in lebenden Raumschiffen umherwandern und über die vielen Welten wachen - lebenden Schwester zu suchen, von der er sich eine Art göttliche Gerechtigkeit erhofft.
Ich gebe zu Gunsten des Schreibers der Inhaltsangabe zu, dass es unmöglich ist, die Handlung sinnvoll in zwei oder drei Sätzen so zusammenzufassen, dass man genau Bescheid weiß, was einen erwartet.
Mir hat das Buch jedenfalls großen Spaß gemacht. Die Handlungen sind spannend - etwa, wenn Ferbin sich auf der Flucht befindet oder wiederholt Anschläge auf seinen jüngeren Bruder Oramen verübet werden, der ebenfalls einen eigenen Handlungsstrang hat -, witzig - vor allem, die Dialoge zwischen Ferbin und seinem Diener bzw. dieser als Figur an sich -, mysteriös - wenn auf der Schalenwelt ein großes Geheimnis enträtselt wird, um das sich der gesamte Showdown dreht oder gar philosophisch, wenn Ferbin Gerechtigkeit sucht und erkennen muss, dass die hochentwickelten Lebewesen das Ganze eher als interessantes Experiment oder als Spiel betrachten und sich eigentlich wenig um einzelne Schicksale scheren - ob gerecht oder nicht.
Warum vergebe ich nur 4 Sterne? Banks macht es sich relativ einfach, manche Probleme zu lösen. In diesem Universum ist einfach alles möglich, was vor allem beim explosiven, actiongeladenen letzten Viertel auffällt. Hier treten die Charaktere fast in den Hintergrund und die "Technik" übernimmt die Kontrolle. So kann man mit etwas Fantasie den temporeichen Vorgängen zwar gut folgen, aber vorhersagen, was passieren könnte oder mitdenken geht nicht. Mann kann sich nur noch berieseln lassen und abwarten, wie es endet.
Trotzdem reißt der Spannungsfaden nicht ab und Banks beendet die Geschichte so konsequent, wie er sie begonnen hat. Ich kann eine uneingeschränkte Empfehlung Empfehlung aussprechen, sofern man über den kleinen Kritikpunkt hinwegsehen kann und keine genrelle Abneigung gegen Fantasy hat, denn diese nimmt doch einen beträchtlichen Teil der Handlung ein.
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am 9. März 2014
wer die KULTUR-Romane von I. Banks liebt kommt auch hier wieder auf seine Kosten... im ersten Moment scheint alles klar, verständlich und man fragt sich, wo denn die "Sciencefiction" sein soll und wird dann immer weiter in eine phantastische und gewohnt bizarre und faszinierende Geschichte im KULTUR-Universum entführt... wenn man Banks schon gelesen hat ist die story gut zu verfolgen und zu verstehen, Überraschungen und spannende Wendungen, auch "neues" und "interessantes" zur KULTUR, ihrer Geschichte und den assoziierten Zivilisationen finden sich... kein action-Kracher, sondern vielschichtig, spannend und fesselnd....
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am 24. November 2011
Als Fan von einerseits purer Science Fiction und andererseits von purer Fantasy war ich auf dieses Buch gespannt. Allerdings enttäuschte mich die Mischung dieser beiden Genres. Ich habe das Buch bis zur Hälfte gelesen und dann musste ich einfach aufhören, weil es eine ziemliche Quälerei war. Immerhin hatte ich da schon 330 Seiten voll mit fremdklingenden Namen und Orten hinter mir und habe mich immernoch nicht an die Erzählweise gewöhnt.
Für mich war es nichts.
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am 20. Februar 2013
Unbefangene Leser die dem völlig irreführenden Klappentext auf den Leim gegangen sind, haben sich hier schon zur Genüge ausgelassen, aber nicht nur die haben Grund dazu. Zum Einsteigen in den Kultur - Zyklus ist das Buch völlig ungeeignet. Ansonsten baut Banks hier eine Geschichte auf, die recht langatmig einem Höhepunkt zusteuert. Zum einen Prinzen eines vorindustriellen Volkes, das unter Supervision höherer Kulturen in einer exotischen künstlichen "Schalenwelt" lebt und zum anderen ihre zum Geheimdienst der überlegenen "Kultur" gehörende Schwester. Ein Prinz wurde Zeuge der Ermordung seines Vaters und sucht mit Hilfe der überlegenen Zivilisationen seine Schwester, damit diese ihm bei seiner Rache hilft. Der andere Prinz muss sich mit den Intrigen des Mörders seines Vaters auseinandersetzen. Die von der Kultur assimilierte und technisch hochgerüstete Schwester kehrt in ihre Heimat zurück, nachdem sie vom Tod ihres Vaters erfährt. Als die über hunderte Seiten aufgebauten Handlungsfäden dann zusammenlaufen taucht - VORSICHT SPOILER! - ein bösartiger deus ex machina auf und schmeisst alle Erwartungen über den Haufen, was mich schon verärgerte. Von einem spannenden Schlussteil fast versöhnt, wurde dieser, wie zuvor die eigentliche Handlung, im Finale gnadenlos abgewürgt. Ein mehr als dämlicher Epilog erklärt dann immerhin, dass das Opfer der Protagonisten nicht umsonst war.
Für Einsteiger ein Stern. Für mich, aufgrund gleich zwei vermurkster Finale in einem Buch, nicht mehr als zwei Sterne, zumal ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass der Autor den Leser absichtlich enttäuschen will. Geradezu unverschämt ist, dass nicht nur fast alle Beteiligte ins Gras beissen, sondern dies mehr oder weniger nebensächlich geschieht. Den auch hier vorhandenen Banks - Jüngern die prinzipiell alles was er schreibt toll finden kann ich mich daher nicht anschließen.
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am 23. August 2011
Aus dem Back-Cover: "Die Sphären ist eine Reise durch die Galaxis, die Sie nie vergessen werden!"

Stimmt, Sie werden nämlich vor Langeweile vorher verenden...

Aus der Kurzbeschreibung: "Bei ihrem Aufbruch ins All entdecken die Menschen über die ganze Galaxis verstreute künstliche Planeten, riesige Habitate, in deren Inneren sich zahllose Ebenen befinden. Diese Habitate wurden offenbar vor Millionen von Jahren von einem Volk erbaut, das längst verschwunden ist. [...] diese Habitate sind eine gigantische Falle für die menschliche Zivilisation."

Letzt erwartet man sicher einen spannenden SF-Roman, hofft, die verschiedenen Habitate und vielleicht Aliens kennenzulernen, erwartet Bedrohungen und Fallen... Und ist doch erstaunt, dass es in der Hauptsache um einen Königssohn im Exil geht (sein Vater wurde ermordet), der auf seinen Thron und auf Rache sinnt. Das ganze spielt auf einem Habitat, könnte aber auch sonstwo stattfinden, ohne dass das für die Handlung wirklich bedeutend wäre.

Dazu ist das ganze noch so langweilig geschrieben, dass zumindest ich die fast 800 Seiten nicht durchgehalten habe.

Da dieser Etikettenschwindel mittlerweile nicht nur bei diesem Verlag ziemlich oft vorkommt, kann man nur empfehlen, vor dem Kauf zukünftig in die Bücher reinzulesen oder abzuwarten bis ein paar Rezensionen im Netz sind.

Es ist schon denkbar, dass es auch für dieses Buch eine Leserschaft gibt. Die Leser, die sich das Buch aber wegen der Beschreibung auf dem Buch Kaufen, werden wohl ziemlich sicher enttäuscht sein. Schade.
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am 27. Januar 2012
Ich liebe Science Fiction! Nach den Kurzinfos über dieses Buch war ich hin und weg und hab mich auf ein tolles Leseerlebnis gefreut. Während des Prologs war ich irritiert, bei Kapitel eins grundlegend verwirrt und noch einige Seten später sauer und enttäuscht! Der Inhalt des Klappentextes und das Buch selbst scheinen völlig aneinander vorbei zu agieren. Es handelt sich entgegen dem Klappentext um ein absolutes Fantasy-Machwerk gegen das SDtar Wars" wie eine Scripted Reality anmutet. In der Schule hätte mein Deutschlehrer "Thema verfehlt" drunter geschrieben.
Nur zu empfehlen für Leser und Leserinnen mit Hang zu Prinzen und Prinzessinnen, die in einer fernen, fremden Welt leben.
Schönen Dank an die Leute vom Heyne-Verlag die solch eine Fehlinformation über dieses Buch in Umlauf bringen!
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