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am 18. Januar 2008
Eigentlich bin ich genauso fassungslos wie Roland, dass er den dunklen Turm erreicht hat (damit verrate ich nichts, denn jeder, der die Reise mit Roland bestritten hat, weiß aus tiefstem Herzen, dass er den dunklen Turm besteigen wird). Ich bin einerseits überglücklich, dass die Reise ein Ende hat aber andererseits fühle ich mich regelrecht leer, eben WEIL die Reise ein Ende hat.

Dieser Band macht dem Leitsatz von Roland "Das Ka ist ein Rad - und es dreht sich immer weiter" alle Ehre. Welche Windungen, Sätze und Ereignisse sich hier zu einem Ganzen verbinden, das hätte man am Anfang der Saga nie für möglich gehalten.

Selbst für einen Leser, der zwischen den einzelnen Teilen große Lücken ließ ist es nicht schwer, sich wieder in Rolands Welt hineinzuversetzen. Man fühlt sich wie ein Mitglied seines Ka-Tets. Umso gefühlvoller reagiert man, wenn sich die Geschichte um Eddie, Jake, Susannah oder Oy dreht. Und sie wird sich in diesem Teil um die Hübschen drehen, so viel kann ich euch verraten.

Abschließend ist zu sagen, dass sich Sai King hier ein wahres Meisterwerk geleistet hat, das (jedenfalls für mich) bisher mit nichts zu vergleichen ist. Selbst dass er sich in die Geschichte mit eingebaut hat ist nicht etwa hochnäsig. Vielmehr ist es "KA" und gehört einfach zur Geschichte des Turmes dazu. Und der Turm gehört wohl zu Sai King dazu. Denn hat er ihn oder Teile aus den DT-Geschichten in andere Stories mit eingebaut.

Auch beim Ende scheiden sich wohl auch die Geister. Manche finden, man sollte auf Sai Kings Rat hören und an der Stelle aufhören zu lesen, als die Geschichte des restlichen Ka-Tets zu Ende erzählt wird. Das kannst du gerne tun.
Vielleicht solltest du dir aber ein paar Tage später das WIRKLICHE und für mich auch einzig RICHTIGE Ende durchlesen. Ich finde es absolut passend. Sai King schrieb bereits, dass es den meisten unter uns Lesern nicht gefallen wird und damit hat er recht.
Aber dieses Ende passt einfach zu Roland. Er ist besessen vom dunklen Turm. Er geht dafür über Leichen (die er überaus beeindruckend aufzählt, als er durch das Rosenfeld zum dunklen Turm marschiert) aber er kann nicht aus seiner Haut.
Somit ist es nur völlig logisch, was ihn da im obersten Stockwerk des dunklen Turmes erblickt.

Beim Lesen war es für mich immer, als wenn mir tatsächlich ein Licht aufgeht. Die Erde hat buchstäblich einen neuen Kontinenten erhalten, der Horizont wurde größer und ich verstand einfach mehr.

Mehr als "Absolut spitzenklasse" kann man wohl zu diesem Werk nicht sagen. Und ich wünsche Roland alles Gute auf seiner Reise.

Sage Gott meinen Dank.
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am 8. Mai 2006
Ich lese jetzt etwa seit meinem 12. Lebensjahr die Saga um Roland, den Revolvermann und seiner Suche nach dem dunklen Turm. Das sind jetzt etwa 17 Jahre. Von den einen Bänden war ich schier begeistert (, Schwarz, Drei, Tot, Glas), von den anderen weniger (Wolfsmond, Susannah). Jetzt also der siebte und letzte Band. Damit ging für mich ein Traum in Erfüllung. Roland wird endlich den dunklen Turm finden und auch ersteigen (?). Nach so vielen Jahren. Schwarz war damals mein erstes Stephen King-, und damit auch mein erstes "Erwachsenen"-Buch.

Und das Buch hält alles, was ich mir von ihm versprochen habe. Das letze Kapitel von "Susannah" wird hier recht knallig zu Ende gebracht und es wird wieder viel gereist. Man trifft viele Feinde und Freunde, und, und, und. Dieses Buch erinnert am meisten an "Drei". Wirklich ganz gross. Es gab bisher kein Buch (und es waren eine Menge), die mich derart so berührt haben. Ob nun mit Freude oder mit Trauer. Dafür sage ich Sai King meinen Dank,groß-groß.

Wenn da nur dieses Ende nicht wäre. Noch nie hat mich ein Buch so enttäuscht und auch wütend, vor allem aber sehr, sehr traurig zrückgelassen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, denke ich, dass Sai King einfach nur noch schnell fertig werden wollte. Vielleicht hat er am ende aber auch nur das Lied der Schildkröte nicht mehr gehört...

Man sollte wirklich an der Stelle zu lesen aufhören, an dem es einem King rät. Aber nach 17 Jahren einfach aufhören?

Ich werde für mich einfach das Ende in Erinnerung behalten (ohne zu viel verraten zu wollen), als Roland dem Turm entgegenschreitet, und dabei die Namen aller seiner gefallenen Gefährten (auch die aus der Zeit, bevor sich die Welt weitergedreht hat) skandiert. Sehr, sehr ergreifend. Und alleine dafür kann es nur 5 Sterne geben.

Lasst es euch gesagt sein, hört dort einfach auf zu lesen. Das Ende gibt zwar eine Menge her, lässt einen aber ziemlich ratlos zurück.
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am 23. Mai 2009
Ich habe eben den letzten Teil von "Der Dunkle Turm" zu Ende gelesen und was soll ich sagen? Ich sage Stephen King meinen Dank... groß-groß...

Ich finde die komplette Reihe genial, mit "Es" das Beste, was ich von Stephen King gelesen habe. Noch nie fühlte ich mich einer Geschichte so nahe und selten lagen mir die Charaktere Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy so nah am Herzen. Das liegt wohl daran, dass man sie auf knapp 4.700 Seiten begleitet...

Ich kann verstehen, dass einige hier in den Rezensionen Kritik daran üben, dass einige Dinge unlogisch sind oder dass einige Personen erst mit viel Tamtam eingeführt werden, um dann ziemlich schnell wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Aber "so what", das ist nun mal, was Ka aus Stephen Kings Feder hat kommen lassen...

Was das Ende anbelangt, kann ich so manche Kritik nicht ganz verstehen, ich fand das Ende toll und für mich war es auch das einzig mögliche Ende. Was hätte Roland sonst im obersten Geschoss des Turms finden sollen? (Außer vielleicht die Idee eines Rezensenten, dass Stephen King höchstpersönlich dort sitzt..., aber das wäre wohl dann doch zu abgefahren).

Wenn man alle 7 Bände gelesen hat, kann man schon einen Unterschied zwischen Band 1-4 und Band 5-7 feststellen (ich besitze die ersten 4 Bände noch im alten Layout und musste damals schweren Herzens lange auf die Fortsetzung mit Band 5 warten). Von den ersten 4 Bänden (und in Wahrheit sogar von allen 7) hat mir "Glas" am besten gefallen, der Schwenk in Rolands Jugend hat mich am meisten fasziniert. Als ich dann "Wolfsmond" gelesen habe, war ich anfangs doch stark enttäuscht (Was hat das mit der Gesamt-Story zu tun, fragte ich mich?). Aber in der Nachbetrachtung war auch dieser Band elemantar für das Gesamtwerk.

Ab "Susannah" und vor allem schließlich im 7. Band "Der Turm" nahm die Story dann wieder richtig an Fahrt auf und das Ende ist wie gesagt der Gesamtstory mehr als würdig.

Wenn's beliebt...
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am 17. Juli 2009
Nach der langen, teils abenteuerlichen, teils düsteren aber immer hochinteressanten und menschlichen Reise des Ka-Tets hat Stephen King mit dem siebten Band und nahezu fünftausend Seiten tolkienartiger Phantasie- und Horrorvisionen die Suche nach dem Turm zu Ende geführt. Mehrfach wurde hier darauf hingewiesen, dass das Ende unerwartet und teilweise enttäuschend geraten ist. Dem kann ich nur teilweise zustimmen - ja, es ist unerwartet geworden. Ich habe mir, bevor ich den siebten Band regelrecht verschlungen habe, einen ganzen Haufen von Varianten ausgemalt, wie Roland den Turm erreicht und was wohl dessen Geheimnis sein mag. Aber ich war keinesfalls enttäuscht. Nach einer so langen Reise, wobei Schriftsteller und Leser in höherdimensionsartiger Symbiose zu Verbündeten geworden sind, kann kein xbeliebiges Ende ein Meisterwerk vollenden. Ein Lebenswerk - und das ist die Saga vom dunklen Turm als Mittelpunkt Kingschen Schaffens - kann nur ein unerwartetes und besonderes Ende haben. An alle, die die Lektüre des siebten Bandes noch vor sich haben: Lassen Sie sich überraschen und erwarten Sie nicht viel, sondern erwarten Sie das Meiste - Sie werden nicht enttäuscht werden! Ich jedenfalls ziehe meinen Hut vor der Phantasie und der Begabung, so mannigfaltige Handlungsstränge am Ende wieder zusammenführen zu können und dabei keine Seite lang Menschlichkeit, Freundschaft zu den Figuren und ein bißchen Wehmut zu vermissen. Mr. King - sage Ihnen meinen Dank.
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am 20. Januar 2012
Hier haben ja schon etliche Leser ihre Meinung kund getan, und so will auch ich hier meine Meinung zum letzten Band von Kings grandiosem Dunkler-Turm-Zyklus äußern.

Ich fand "Der Turm" nun nicht unbedingt grottenschlecht (und deutlich besser als Susannah), da King hier teilweise zur Thematik der früheren Bände zurückkehrt (Roland & seine Gefährten wandern in Richtung Dunkler Turm). Dass King auch Elemente aus anderen Büchern einbaut, fand ich nicht unbedingt schlecht. Aber es gibt doch einige Dinge, die mich stören:

- King selbst hat noch einen Auftritt, in dem er seinen Autounfall thematisiert. Das wirkte auf mich wie Selbstbeweihräucherung, passte aber nicht unbedingt in die Handlung.

- Über den scharlachroten König erfährt man eigentlich relativ wenig, wenn man bedenkt, dass er eigentlich der große Bösewicht ist.

- Die Brecher werden relativ unsympathisch dargestellt. Dass sie nach ihrer Befreiung sauer auf Roland und seine Gefährten sind, fand ich unrealistisch.

- Das Ende fand ich unbefriedigend.

- Irgendwie ist die Atmosphäre, die mich in den Bänden 1 - 3 und tlw. auch noch in Band 4 so fasziniert hat, abhanden gekommen. Anstatt dass man etwas über das Alte Volk, den Untergang Gileads oder den Tod von Rolands Gefährten erfährt, tauchen hier Horden von Mutanten und Monstern auf, die Handlung wechselt von einer Realität in die nächste.

Letzendlich ist auch noch anzumerken, dass der Übersetzer gepfuscht hat, da in der deutschen Fassung oft englische Slangausdrücke zu finden sind ("Yeah") und einige Ausdrücke anders übersetzt wurden als in Band 1 - 4 (z. B. Donnerschlag statt Donnerhall). Dazu übertreibt es King auch mit seiner erfundenen Sprache: ständig kommen Ausdrücke vor, die tlw. aber nicht erklärt werden, sodass das gesamte Buch schwer zu lesen ist.
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am 5. November 2009
"Endlich geschafft!" denke ich mir, und vielleicht hat sich Ähnliches auch der Herr King gedacht, als er seinen letzten Punkt setzte - in diesem Werk, dass ihm sicherlich an mehr als einer Stelle im gesamten Zyklus entglitten war. Das nach Glas erstmal viel Grütze mit wenig Höhepunkten erschien und einer Phantasie, die bei weitem nicht an die der ersten Bände heranreichte, war wirklich überaus anstrengend. Man hätte viele der der Seiten auch in endloser Wiederholung übersetzen können mit Worten wie "hör auf zu lesen, ich bin langweilig und das Papier kaum wert, auf dem ich geschrieben stehe". Aber so wie Roland es ohne Wasser und Esel durch die Sandwüste schaffte, wollte ich es durch diese literarische Wüste schaffen ... irgendwie vorankommen, den Turm letztlich zusammen mit ihm ersteigen. Und von einer gewissen Perspektive aus, hat sich die Sache auch gelohnt. Das Schöne ist ja, dass man langweiliges schnell vergessen kann, und somit am Ende frohgestimmt das Tolle und Spannende von Abenteuern in Erinnerung behält, das sich in diesem Fall sicherlich auf gefühlte knappe Tausend Seiten beschränkt, ganz im Gegensatz zu den insgesamt 4500 gelesenen Seiten.
--- Achtung: Inhalt! ---
Eines der gewaltigsten Fragezeichen baute sich mir bei Kings Umgang mit den Bösewichten und Helden auf. Nachdem der Zaubermeister Walter als überaus gefährlicher und immer alles unter Konrolle habender Schurke dargestellt wurde, wird er in völliger Teilnahmslosigkeit der Helden - abgesehen von Oy, der ein bischen was davon auf Traumebene davon spitz bekommt - von Mias bösartiger, keine drei Tage alter Brut dahingemetzelt, so wie eine Ameise, die auf dem Schulhof platt getreten wird. Zwar mit einer hübschen Idee, wie ich finde, wird der scharlachrote König vom Balkon des Turmes getilgt, aber viel zu schnell und viel zu einfach, und auch hier nicht in einem direkten Zweikampf mit Roland. Dem sein Ka-Tet wurde bis dahin auch fragwürdig verpulvert - am schlimmsten trifft es den Leser, wenn er das Ende des Peres verfolgen muss. Hinterher muss man sich fragen, warum man zuvor über hunderte Seiten dem seine langweilige Geschichte kennenlernen musste?! In dieser Art lassen sich noch einige Beispiele nennen.
Entgegen dem öden Wolfsmond und Susannah ist in Der Turm jedoch endlich wieder mehr Fahrt in der Geschichte. Es passiert wieder was, auch wenn davon wieder vieles Fragezeichen hinterlässt und nicht alles aufklärt wird: so zum Beispiel die Absicht, warum überhaupt alle Welten von irgendwelchen Heinzeln zerstört werden - was ist die Intention der Brecher und ihrer Aufseher, wenn sie selbst dabei doch alle draufgehen? Wo ist der Zusammenhang zum roten König? Und wieso wartet eine mächtige Institution wie die Tet-Corporation, die voller revolvermännischem Potential ist, auf ihren unbekannten Helden Roland, damit der sämtliches Leben rettet? Die hätten ein Dutzend Ka-Tets (inklusive Helden mit Psi-Kräften, die ja durchaus für sie arbeiten) zusammenstellen, eine Tür suchen und die Arbeit der Brecher beenden können.
Klasse jedoch finde ich das Ende der Geschichte. Auf den wenigen letzten Seiten des Epilogs - ausgenommen die Friede-Freude-Eierkuchen-Zusammenkunft von Susannah, Jake und Eddie (und wohl auch dem Bumbler) - nachdem der böse, verrückte, harmlose Weihnachtsmann ausradiert wurde, fühlte ich wieder die seltsamme Magie des Turmes. Hier, so finde ich, hat King großartig abgeschlossen, mit einem Ende, das keines ist, aber in Aussicht stellt, schließlich doch eins sein zu können. Das Karma lässt grüßen ... ganz nach dem Motto: "Hast dus nicht verstanden? Komm, versuchen wir's nocheinmal."
Und nach diesem Ende können einem so manche Lichter aufgehen. Vor allem viele Kleinigkeiten, die man halt so mitgelesen hat, besitzen nach dem Ende eine viel größere Bedeutung.
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am 21. November 2010
Der Turm - nun habe ich endlich das letzte Buch der Saga gelesen. Wobei ich gleich voranschicken möchte, dass die Buchserie Kings einem Vergleich mit der einheitlichen,in sich logischen und einfach unglaublich phantasievollen "Herr der Ringe" Trilogie nicht standhält, auch wenn das in Rezensionen oft behauptet wird.
Dennoch hat die Saga durchaus einen eigenen, düsteren Charme, der in den ersten drei Büchern, vielleicht auch noch in "Glas", dem vierten der Serie, aufgebaut wird aber leider in den letzten drei Büchern nicht mehr vorhanden ist (oder nur teilweise noch in Band 5 aufblitzt), da King viel zu krampfhaft versucht, hier sein gesamtes schriftstellerisches Oeuvre mit einzuflechten und viel zu viele unlogische Wendungen, unnötige - nervige Charaktere eingeführt und weitere, eigentlich unverzeihliche Fehler macht. Angefangen hat die Misere mit Wolfsmond (wie viele Rezensenten schon angesprochen haben, ein schlechter Abklatsch der 7Samurai-Thematik). Wozu war es nötig, Pere Callahan einzuführen, einen Charakter aus einer anderen King-Story, dessen Vampir-Thema eigentlich überhaupt nicht in die Welt Rolands passte. Schlüssiger wäre doch ein Weiterspinnen der "Alte-Volk-Thematik" gewesen bzw. vielleicht auch ein nochmaliges Auftreten des Mannes in Schwarz oder eine klitzekleine Erklärung, wieso es zum Untergang Gildeads kam, wer der gute Mann von Farson eigentlich war und welche Motive ihn leiteten. Stattdessen das unheimlich langatmige Geschwafel über den umherwandernden Callahan. Aber selbst dieses Buch konnte man noch gnädig verzeihen, was für Susannah, Band 6, nicht mehr gilt. Ich habe mich noch NIE so durch ein Buch quälen müssen wie durch dieses völlig hanebücherne, von albernen Erfindungen nur so strotzende vorletzte Turm-Buch. Weder Stil und Sprache (v.a. die Dialoge) noch der Plot sind einigermaßen schlüssig, die Einführung des Charakters Mordred hätte theoretisch schneller und z.B. im letzten Band erfolgen können.

Spoiler Alert
Nun aber zu Band sieben: der Turm konnte im Vergleich zu Susannah wieder einiges gutmachen, jedoch war auch er nicht schlüssig genug und meiner Meinung nach auch viel zu sehr auf das Kingsche Unfall-Trauma ausgelegt. Dass der Autor sich als Schöpfer aller Universen (oder zumindest als ihr Retter, als eine der Rosen der Balken) ansieht, war doch etwas viel des Guten. Die Opferung der Ka-Tet Mitglieder war eigentlich unausweichlich und das habe ich King auch nicht übel genommen, die Einführung neuer Charaktere und unwichtiger Nebenerzählstränge hingegen schon. So z.B. war die Story um Dandelo einfach ein unnatürliches In-die-Länge-Ziehen der Suche nach dem Turm und man hatte den Eindruck, dass ein konstruiert wirkender Spannungsbogen hermusste, da die Verfolgung durch Mordred wohl nicht ausreichte. Der Kampf gegen Algul Siento war noch recht passabel, jedoch war die Erklärung, dass Kinderhirn-Fressende Brecher (tolle Übersetzung übrigens) nur wegen ihres diesweltigen Außenseiter-Status schön konform an der Zerstörung der Welten arbeiten doch etwas weit hergeholt. Suannahs und Rolands Flucht unter Schloss Discordia hätte einem Splatter-Horrormovie entstammen können und ebenso ein Zeitschinder.
Besondere Enttäuschungen: wie schon viele meiner Vorrezensenten hier kann ich mich nur anschließen und am meisten Mordreds Tod sowie das Auftreten und Abtreten des Scharlachroten Königs bemängeln. Was war das bitte für eine kindische Posse? Ein kreischender König (über dessen Herkunft, Motive und Machtmittel wie nichts erfahren - was viel interessanter als die gesamte Brecher-Episode gewesen wäre) wirft Harry-Potter-Schnatze? (das war meiner Meinung nach auch kein besonders cleverer Schachzug Kings - eine der momentan wohl besten Jugendbuch-Fantasy-Reihen zum Vorbild für die Namensgebung seines Waffenarsenals zu machen, wer weiß, vielleicht misst King der HP Reihe eine einschlagendere Wirkung zu, als wir vermuten können...)
Der König ist jedenfalls eine Witzfigur und wird lieblos gezeichnet. Warum gab es nicht eine große Enthüllung, vielleicht ein Rätselraten zwischen Roland und dem König, irgendetwas ind er Art? Aber ihn einfach auszuradieren fand ich ein bisschen holprig, genau wie die gesamte Einführung des Charakters Patrick Danville.

Das Positive: Der Schluss.
Gottseidank entlässt uns King nicht in das Parallelwelt-Happy-End um Jake, Eddie und Susannah, obwohl ich es ihnen gönne und es auch nur logisch ist: Susannah entscheidet sich ohne zu zögern für die Liebe, nicht die Waffe und damit das für die Grausamkeit und den Egoismus stehende Revolvermann-Dasein (mag es noch so ehrenhaft beschrieben sein, im Endeffekt ist es das, was Roland an seiner Suche scheitern lässt). Sie muss den Revolvermann verlassen, um seinem Schicksal zu entkommen. Roland selbst erreicht den Turm und findet in ihm eigentlich sein eigenes Leben in vielen hunderten von Stationen, bis er im obersten Zimmer wieder an den Ausgangspunkt der gesamten Buchreihe ankommt: der Mohaine Wüste. Ein schlüssiges, fast zwingend logisches Ende, das überraschenderweise den Rest des Buches wettmacht. Message angekommen: die Suche ist das Ziel, Roland hat immer noch nicht begriffen, worauf es wirklich bei der Suche ankommt, nämlich auf die Werte wie Liebe, Freunschaft, Vertrauen. Denn er hat im ersten Buch Jake fallen lassen und öffnet sein Herz erst ziemlich spät. Dafür bekommt er quasi als Belohnung das Horn des Eld, sodass der Leser hoffen darf, seine nächste Reise durch die Zeitschleife wird positiv enden, er wird in das Horn blasen und Frieden finden, vielleicht einfach das Horn ablegen und fortgehen. Das ganze ist ein wenig buddhistisch/Zenmäßig angehaucht und hat mich wirklich ernsthaft befriedigt zurückgelassen. Ich würde empfehlen, Suannah und Wolfsmond nur in einer Zusammenfassung zu lesen und sofort zum letzten Band zu springen, es lohnt dann doch :)
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am 24. April 2010
...und möchte denjenigen auf den Weg geben, die dieses Buch lesen, dass sie es auf keinen Fall als einzelnes Buch sehen sollen und dürfen.

Herr der Ringe? Ich verstehe diesen Vergleich eigentlich nicht. Auch Herr der Ringe habe ich komplett gelesen. Aber zu vergleichen ist da eigentlich nichts. Herr der Ringe war eine schöne Fantasy-Saga. Der Dunkle Turm ist eine schöne ?-Saga. Sowas war eben noch nie dagewesen. Fantasy kann man es eigentlich nicht nennen. Horror auch nicht. Vielmehr ist es eine Symbiose aller Genre.

Es ist einfach toll die Hauptfiguren, allen voran Roland von Gilead, bis zu dem furiosen Finale zu begleiten. Jedes Buch unterscheidet sich meiner Meinung nach voneinander...und alle zusammen ergeben ein einzigartiges Ganzes.

Deshalb möchte ich keines der Dunkle-Turm-Werke abwerten. Man muss das Gesamtkunstwerk sehen. Und dazu muss man eben alle Bände lesen.

Ich jedenfalls habe jeden Band genossen und werde mir irgendwann wieder alle Bände vornehmen.

Etwas Vergleichbares hat es bisher noch nicht gegeben, und jeder, der etwas Besonderes lesen will, sollte hier unbedingt zugreifen.

Einzigartig...von mir volle Punktzahl für das Gesamtwerk!
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am 13. Oktober 2009
Der Turm ist das Ende einer fantastischen, sieben Bände umfassenden Saga des Revolvermanns Roland und seine Suche
nach dem dunklen Turm. Ich bin sonst kein Fan von Fantasy
Büchern. Die "dunkle Turm Reihe" ist eine Ausnahme. Und was
für eine. Episch, wuchtig, gewaltig spinnt Stephen Kind eine
Story mit Elemente aus Western, Sci Fi, Fantasy, Liebe,
Verrat, Hass, Freundschaft, Spannung, Kampf und überraschende
Wendungen die einen nicht mehr los lässt.

Ich bin ein absoluter Fan der Reihe geworden, die ich schon
komplett 2 x gelesen habe und sicher nicht zum letzen Mal.
Allerdings trifft die Geschichte nicht jeden Geschmack. Ich
habe die Bücher ein paar Mal verliehen und überrascht fest-
stellen müssen das sie nicht jedem gefällt. Für mich ist die
komplette Reihe von dem ersten (kultverdächtigen) Satz bis zum
Ende ein einziger Genuss.
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am 14. Januar 2005
Und nun, Mr. King? Was jetzt? Die Sprengung des Ka-Tet war schmerzhaft. Der Schluß irgendwie logisch und auch nicht. Was sollen wir nun tun, ohne Roland, Eddie, Jake, Susannah und Oy?
Die Zuhilfenahme des malenden Patrick, der in der Geschichte nie eine Rolle spielte, war etwas weit hergeholt.
Ansonsten: *schluchz* das Rätsel des Turms ist gelöst.
Die Rolle und Einbringung des Autors selbst in die Geschichte gefiel mir nicht besonders. Speziell, dass durch diese "Einmischung" das "Kapitel Jake" abgeschlossen wurde.
Ich hatte "Schwarz" und "Drei" bereits zu Originalerscheinungsterminen gelesen, "Drei" nach nur der Hälfte beiseite gelegt, vergessen und verstauben lassen. Erst als Anfang der "2000-er" die "Dark Tower Mania" ausbrach, ließ auch ich (sonst treuer King-Fan, mit ALLEN in D erschienenen Romanen und Kurzgeschichten bestückter Heimbibliothek) mich wieder in den Bann dieser für mich damals abstrusen, nullinteressanten Story ziehen. Ich kaufte fehlende Bände nach, und war spätestens ab "Drei" (nochmals gelesen) und "Tot" von diesem Romanzyklus infiziert und fasziniert.
Sicher gibt es im gesamten Zyklus manche Längen, oder nichtnachvollziehbare Ungereimtheiten, (Ich hätte z.B. das Auftauchen eines Jack Sawyer aus "Talisman" + "Das schwarze Haus" für wesentlich realistischer, nachvollziehbarer gehalten, wie das Erscheinen und Mitwirken eines Pater Callahan) nichtsdestotrotz fühle ich mich geneigt, Master King dafür den "Oskar für das Lebenswerk" zu verleihen.
Fast alle King-Romane beinhalten irgendwo Hinweise und Bezüge zur "Turm-Saga".
Er hat Roland und Mitstreiter erschaffen, wie Walt Disney seine Micky Mouse und Donald Duck.
Gibt es ein "Leben NACH Roland und dem dunklen Turm"?
Wie wird Mr. King seine treue Leser-Fanschar nach Roland begeistern?
Wir wissen es nicht.
Überlassen dies dem "KING of Horror and Fantasy" !!!
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