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192 von 210 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Thrillerkost mit nur vereinzelten Schönheitsfehlern
Mit "Verdammnis" führt Larsson konsequent fort, was er mit "Verblendung" begonnen hat. Diesmal steht Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander im Mittelpunkt des Interesses. Lisbeth ist eine wunderbar ambivalente Figur mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Sie ist scharfsinnig und gewitzt, moralisch, aber nicht gesetzestreu, und schlägt aus dem Umstand, dass sie...
Veröffentlicht am 26. März 2007 von Alexandra Supertramp

versus
34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, aber auch nervend
Auch in diesem Buch spielen die von Band 1 bekannten Personen die Hauptrollen. Michael Blomkvist, ein Journalist bei der Zeitschrift Millennium, Lisbeth Salander, eine Frau mit herausragenden Talenten und Fähigkeiten, aber sozialer Inkompetenz sowie die ebenfalls bekannten Nebenfiguren wie z.B. Erika Berger, die Millennium-Herausgeberin.

An sie wird eine...
Veröffentlicht am 24. Januar 2009 von -- michael --


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192 von 210 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Thrillerkost mit nur vereinzelten Schönheitsfehlern, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Verdammnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit "Verdammnis" führt Larsson konsequent fort, was er mit "Verblendung" begonnen hat. Diesmal steht Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander im Mittelpunkt des Interesses. Lisbeth ist eine wunderbar ambivalente Figur mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Sie ist scharfsinnig und gewitzt, moralisch, aber nicht gesetzestreu, und schlägt aus dem Umstand, dass sie aufgrund ihrer körperlichen Erscheinung immer wieder unterschätzt wird, Kapital. Im Grunde reicht schon allein die Betrachtung von Lisbeth dazu, einen Roman zu füllen.

Der Blick in Lisbeths Vergangenheit ist dabei gleichermaßen spannend wie düster. Stück für Stück kommt eine unheimliche Wahrheit ans Tageslicht, deren ganzes Ausmaß durchaus erschreckend ist. Der um Realismus besorgte Leser wird hier aber auch so manchen Kritikpunkt finden. Manches mag ein wenig zu konstruiert klingen und auch die Figur der Lisbeth Salander, die manchmal wie eine moderne Ausgabe einer technikbegabten und aggressiven Pippi Langstrumpf wirkt, erscheint teils ein wenig zu überzeichnet. Dennoch geht von der Figur eine nicht zu leugnende Faszination aus, die den Leser zu fesseln vermag.

Am Ende schießt Larsson zwar ein wenig über das Ziel hinaus, lässt Salander zu sehr wie einen mutierten Superhelden erscheinen, der übermenschliches zu leisten vermag und reizt damit ihre Möglichkeiten bis an die Grenze aus, dennoch ist "Verdammnis" absolut spannende Kost mit "Page-Turner"-Potenzial.

Der gemächliche Start täuscht ein wenig darüber hinweg, aber wenn der Krimi-Plot erst einmal richtig losgeht, zieht Larsson kontinuierlich die Spannungsschraube an. So entwickelt "Verdammnis" sich zu einem Roman, den man kaum aus der Hand legen mag und bei dem man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, Larsson hätte auch nur eine Seite zu viel geschrieben. Das Ende der Geschichte kommt dann leider etwas abrupt und der Leser wird ohne Vorwarnung und ohne, dass eigentlich die Handlung richtig abgeschlossen wird, aus der Geschichte gerissen und muss sich wohl bis zum driten Band der "Millennium-Trilogie" gedulen, um zu erfahren wie es weitergeht.

Für Quereinsteiger ist die "Millennium-Trilogie" übrigens gänzlich ungeeignet. Die Handlung baut aufeinander auf und in "Verdammnis" werden viele Details ausgeplaudert, die man vor der Lektüre von "Verblendung" definitiv nicht wissen sollte.

FAZIT: Bleibt unterm Strich trotz kleinerer Mängel und einem etwas überzogenen Finale immer noch ein sehr guter Eindruck zurück. Ein Thriller, der von Anfang bis Ende die Spannung auf einem so hohen Niveau hält, dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Und so siegt am Ende eben doch die freudige Erwartung des dritten Teils der Trilogie über das Stirnrunzeln über die vereinzelten Kritikpunkte an "Verdammnis".
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, aber auch nervend, 24. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdammnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Auch in diesem Buch spielen die von Band 1 bekannten Personen die Hauptrollen. Michael Blomkvist, ein Journalist bei der Zeitschrift Millennium, Lisbeth Salander, eine Frau mit herausragenden Talenten und Fähigkeiten, aber sozialer Inkompetenz sowie die ebenfalls bekannten Nebenfiguren wie z.B. Erika Berger, die Millennium-Herausgeberin.

An sie wird eine Story über Mädchenhandel herangetragen, die an Brisanz nicht zu überbieten ist. Die Autoren, Dag Svensson und seine Freundin Mia Bergman, haben eine Fülle von Material und dazu Namen hochrangiger Personen zusammengetragen, die sich des Mißbrauchs Minderjähriger strafbar gemacht haben.

Mikael und Erika sind damit einverstanden, diese Story als Zeitschrift und Buch zu veröffentlichen. Beides steht kurz vor der Veröffentlichung, als Dag und Mia brutal ermordet werden. In Verdacht gerät Lisbeth Salander, deren Fingerabdrücke auf der Mordwaffe gefunden wurden. Kurz darauf wird auch Nils Bjurman, der gesetzliche Betreuer Lisbeth Salanders ermordet aufgefunden.

Bjurman hatte Lisbeth Salander im Jahr davor vergewaltigt, was diese ihm bitter vergolten hat. Als eine Verbindung zwischen den Morden hergestellt wird, beginnt eine Hetzjagd auf Lisbeth Salander.

Wie schon im ersten Band passiert auch hier - von den Morden abgesehen - die ersten 250 bis 280 Seiten gar nichts. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ohne hypnotisch zu fesseln aber auch ohne gähnende Langeweile zu verbreiten. Es wird ermittelt, geredet und gelebt - und vor allem literweise Kaffee getrunken und kiloweise belegte Brote verspeist.

Was mir allerdings in diesem Band noch viel mehr aufstößt, als beim ersten, ist die steigende Stilisierung Lisbeth Salanders zur nahezu unbesiegbaren Superheldin. Die ersten 200-250 oder noch mehr Seiten wird sie in ihrer Andersartigkeit so beweihräuchert, daß es mir wirklich zuviel geworden ist.

Am Anfang des Buches wird "Fermats Satz" eingeführt, eine mathematische Gleichung, von der Fermat behauptet, es gäbe keine ganzzahlige Lösung für sie. Für diese Aussage gäbe es auch einen Beweis. Über Jahrhunderte hinweg hat fast "jeder Mathematiker mit einiger Selbstachtung" nach diesem Beweis gesucht. Aber wer hätte je etwas anderes erwartet, als daß das Lisbeth diesen Beweis mal so nebenher herausfindet?

Sie ist extrem klug und eine äußerst talentierte Computerhackerin. Sie schlägt ihren sich jeden Zug abringenden Gegner beim Schachspiel mühelos, wobei sie für jeden eigenen Zug nur kurz von ihrer Lektüre 'Dimensions in Mathematics' aufschaut, der "Bibel" für Mathematiker. Sie baut Motoren auseinander und wieder zusammen, bringt Profiboxer ins Schwitzen, ringt brutale Hardcore-Rocker nieder, hat ein fotografisches Gedächtnis und ist nahezu jedem bei nahezu allem weitaus überlegen - außer im sozialen Umgang. Wer immer sich mit dem Lisbeth anlegt, hat bereits verloren. Da verwundert es natürlich nicht, daß ein extrem muskulöser, äußerst brutaler, an völliger Schmerzunempfindlichkeit (und Angst vor der Dunkelheit) leidender Hüne lieber vor ihr flüchtet, als sich nachts mit ihr anzulegen.

Auch die Mordvorwürfe, die Hetzjagd auf sie und die reißerischen Schlagzeilen in allen Zeitungen bringen das Lisbeth nicht aus der Ruhe. Statt dem einzigen, der ihr beistehen will - Mikael Blomkvist - zu helfen, spielt sie kryptische Spielchen mit ihm. Der Polizei ist sie sowieso immer einen Schritt voraus, das braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden.

Das Finale wartet schließlich mit dem endgültigen, absurden Höhepunkt auf. Im nächsten Band kann sie bestimmt auch fliegen und hat einen Röntgenblick.

Nebenher ist die Frau schwer kriminell. Im letzten Band hat sie - natürlich (mit Ausnahme von Mikael Blomkvist) völlig unbemerkt - drei Millarden Kronen gestohlen. Sie bricht in Geschäfts- und Privaträume ein, hackt sich in fremde Computer (natürlich auch in bestmöglich geschützte), lädt sich fremde Daten und Mails auf ihren eigenen Rechner, eignet sich fremde Identitäten an, übt brutale Selbstjustiz (in deren Folge auch schon mal einer draufgeht), usw.

Wenn mal wieder ein Kapitel mit ihren "Heldentaten" begann, habe ich fast aufgestöhnt. Der Ausgang war sowieso klar. Sie ist zugegebenermaßen eine von den üblichen Romanfiguren völlig abweichende Person. Sie bietet einige Überraschungen und ist auch nicht grundsätzlich unsympathisch ist, weil Stieg Larsson nicht vergißt, ihr auch ein paar Macken und Schwächen anzuhängen. Aber trotz ihrer außergewöhnlichen Merkmale wird sie mit der Zeit langweilig und völlig vorhersehbar.

Aber trotz allem: das Buch zu lesen, ist kein Fehler. Es war, wie gesagt, an keiner Stelle richtig langweilig und teilweise sehr spannend, wenn es auch nicht der große Brüller ist. Man wird gut unterhalten. Das Ganze etwas straffer erzählt - der von der Beweihräucherung Lisbeth Salanders befreite Inhalt der ersten 200-300 Seiten hätte vermutlich auf ein Zehntel der Seiten gepaßt - hätte allerdings nicht geschadet.

Stieg Larsson hat in diesem Band einige Köder gelegt, die den Leser zum nächsten Band greifen lassen sollen. Ich werde es tun. Ich habe den dritten Band sowieso als erstes gekauft, weil ich nicht wußte, daß es sich um eine Trilogie handelt. Mal sehen, wie es weitergeht.
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50 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Fest für jeden Thrillerfan und eine kritische Reflexion zugleich - Stieg Larssons: Millenium-Trilogie, 22. November 2009
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Die Millenium-Redaktion arbeitet an einem brisanten Fall. Der junge und engagierte Journalist Dag Svensson hat jahrelang im international-tätigen Mädchenhandel recherchiert und will nun in Zusammenarbeit mit der Millenium-Redaktion unter der Leitung von Mikael Blomkvist und Erika Berger, diesen brisanten Fall öffentlich machen. Dieses Vorhaben bleibt nicht lange unbemerkt und urplötzlich ist Dag Svensson tot, ermordet. Die Polizei hat allerdings schnell einen Verdächtigen: Lisbeth Salander. Die junge, wie schwierige Hackerin mit der Mikael Blomkvist einst im Vanger-Fall zusammen gearbeitet. Als wenig später Nils Bjurman, Salanders gesetzlicher Betreuer, ebenfalls ermordet aufgefunden wird, haben sich Polizei und die Medien bereits auf Salander eingeschossen. Diese ist allerdings wie vom Erdboden verschwunden oder doch nicht...? Da Mikael der Einzige ist der an Salanders Unschuld glaubt, beginnt er dort nach Beweisen ihrer Unschuld zu recherchieren, wo sein Kollege Dag wohl in ein Wespennest gestochen hat...

"Verdammnis" ist der zweite Roman aus der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson. Die Geschichte knüpft gut 1,5 Jahre nach dem Ende des letzten Romans an. Die Geschichte entwickelt sich anfänglich durchaus solide. Auf den ersten gut 200 Seiten wird nahezu ausschließlich auf die Figur Lisbeth Salander eingegangen. So das diese, im ersten Roman noch sehr "unbekannte" Figur, Seite für Seite mehr an Konturen gewinnt und damit defintiv die Hauptrolle im zweiten Roman innehat. Es bleibt dabei nicht aus, dass "Verdammnis" stellenweise etwas langatmiger daherkommt, wie der Vorgänger, denn zwischen den Morden und dem spannungsgeladenen Finale gibt es immer wieder viele Seiten mit Geplänkel. Aber dies, und das ist das geniale von Larssons Schreibstil, kann sich schlagartig ändern. Da passiert gut 20 Seiten lang rein gar nichts und dann schlägt Larsson urplötzlich aus dem Nichts zu und zieht die Spannungsschraube gewaltig an. Alleine für diese gelungenen Kniffe verdient sich der Autor schon 5 Sterne. Aber auch für die gnadenlose Offenlegung der Gesellschaft (hier verkörpert durch die schwedische und damit sicherlich beliebig austauschbar), ihren Einstellungen und Gesetzmäßigkeiten machen diesen Roman zu einem wirklich lesenswerten und gesellschaft-kritischen Buch, dass mit der Figur Lisbeth Salander einen perfekten Reibungspunkt zu bieten hat.

Auf den letzten 300 Seiten, des rund 750 Seiten starken Werkes beginnen sich die Ereignisse förmlich zu überschlagen, so dass man spätestens hier gänzlich dem Buch verfallen ist. Die Spannung wird bis ins Unermessliche getrieben, so dass wohl jeder Thriller-Fan hier vollstens auf seine Kosten kommen wird. Das packende Ende dieses zweiten Teils ist anschließend der nahtlose Übergang zum dritten Roman (Vergebung: Roman). Einsteigern sei an dieser Stelle empfohlen, um vor allem die Figur Salander in ihrer ganzen Komplexität zu verstehen, unbedingt mit dem ersten Roman (Verblendung: Roman) dieser Trilogie zu beginnen, es lohnt sich - 5 Sterne.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Neues Genre erfunden: der Superheldenroman - statt für 10 jährige Jungs diesmal für die Frau ab 40, 13. September 2012
1. Ich fand den ersten Band sehr gelungen (nicht mein bester Krimi, aber sehr solide und empfehlenswert). Die Verfilmung war eher noch besser.
2. Der zweite Band traf auf eine gewisse Erwartungshaltung, die leider nicht erfüllt wurde - die Begründung erfordert einige Spoiler: Wenn Sie lieber den Empfehlungen der Begeisterten folgen wollen, machen sie einfach hier Schluss, wenn Sie das Buch schon gelesen haben und sich mit der Meinung eines nicht-Begeisterten auseinandersetzen wollen, sind sie herzlich eingeladen weiterzulesen.

Was fand ich also vergleichsweise schwach:

Das Buch kommt unglaublich zäh in die Gänge - man hat den Rücktitel gelesen und fragt sich wann die dort erwähnte Handlung einsetzt oder ob die Seitenstory am Anfang (die ziemlich verlorengeht) das gewesen sein sollte (sollte sie nicht).
An seltsamen Eigenheiten, die im ersten Buch schon so angelegt waren, will ich nur 2 herausgreifen:
a) Sex hat für die Hauptpersonen die gleiche Bedeutung wie Kartenspielen: Wechselnde Mitspieler sind erlaubt/erwünscht, Emotionen sind möglich aber nicht notwendig und im Grund ist das Spiel nur Beiwerk und für die Handlung nicht wichtig.
b) Der Autor hat das Kartenwerk halb Schwedens im Kopf und demonstriert es uns anhand von Strassennamen, Bushaltestellen und Lageplänen, die zu 90 % überflüssig sind.

Was fand ich komplett unglaubwürdig und schlecht:

Der Autor killt seine Hauptperson (im übertragenen Sinne und tatsächlich (fast)):
In meiner Jugend hatte Old Shatterhand zwei supertolle Gewehre, konnte jede Anzahl Indianer besiegen, hatte einen unerschütterlichen Freund Winnetou und erlebte mit ihm die unglaublichsten Abenteuer. Später merkte ich dann, dass solche Helden etwas unglaubwürdig sind und dass sie auch bei den Schriftstellern etwas aus der Mode kamen.
Bis ich Winnetou 2 - äh den 2ten Band der Millenium Saga las.
Die gute Nachricht: Old Shatterhand ist zurück
Die merkwürdige Nachricht: Er heißt jetzt Lisbeth Salander und sein äh ihr Freund heißt Kalle Blomqvist.
Die schlechte Nachricht: Ich bin immer noch zu alt für solche Bücher.

Für alle die die Parallelen nicht sehen (wollen):

Der Autor macht aus einer sehr interessanten und eigenwilligen Figur des ersten Bandes eine komplett unglaubwürdige Superheldin (Supergirl und Batman in einer Person).
1. Es ist im 2ten Band völlig egal und unwichtig, dass Lisbeth Aspergerautistin ist. Machen sie die Probe: lesen sie das Buch und stellen sie sich vor, dass sie das nicht wissen/ahnen. Es ist zur Erklärung ihrer Handlungen nicht wichtig oder notwendig. Was im 1ten Band noch sehr mysteriös und auch notwendig zur Handlungsmotivation war, ist jetzt wirklich überflüssig. Lisbeth ist genauso gefühlsbetont und emotional gebunden/nicht gebunden wie normale Menschen. Im Gegenteil: die meisten Menschen wären froh, wenn sie so viele loyale und belastbare Freunde hätten wie Lisbeth (Michael, Roberto, Mimmi, Dragan und eigentlich auch Erika)
2. Lisbeth hat wie Old Shatterhand enorme geistige Fähigkeiten, die sie ihrer Umwelt überlegen machen: Fotografisches Gedächtnis, Mathematische Genialität, Beste Hackerin der Welt (Gut, Old Shatterhand war der beste Schütze, deswegen hatte er ja auch den Bärentöter und nicht wie Lisbeth den neuesten Apple Laptop.)
3. Lisbeth hat bessere Reflexe als ein Weltklasseboxer (der mit ihr Sparring machte) - Old Shatterhand wird von Winnetou auch zum besten Zweikämpfer ausgebildet - aber dass Lisbeth (die im ersten Band als ziemlich kraftlos mit dem Körper einer 15 - jährigen geschildert wird) im zweiten Band alleine zwei harte Raufbolde einer Hells Angels ähnlichen Gang zusammentritt und schlägt (sic!), da war ja mein Old Shatterhand ein Waisenknabe dagegen!
4. Lisbeth kann alles ab und sie überlebt auch Todes-ähnliche Situationen: Wie Old Shatterhand schwerste Verwundungen und als Kara ben Nemsi sogar die Pest überlebte ist bekannt. Das ist aber gar nichts gegen Lisbeth, die erst in die Hüfte, dann in die Schulter und dann noch in den Kopf geschossen wird. Danach wird sie mit diesen drei Verwundungen für tod gehalten und in eine vorbereitete Grube gelegt und zugeschaufelt - und dann wacht sie auf, hat in einer kleinen Luftblase genug Luft und einen Arm so frei, dass sie sich mit ihrem Zigaretten-etui eigenhändig mit dem unverletzten Arm aus der Grube gräbt. Das halten sie bitte nicht für unwahrscheinlich, denn das beste kommt noch: In dem Zustand schleicht sie sich durch den Wald zurück in eine Scheune - lauert dort ihrem Gegner auf, verletzt diesen mit zwei Axthieben und verscheucht den zweiten Gegner mit Pistolenschüssen.
5. Wie bei Karl May Romanen üblich gibt es auch hier in der Vergangenheit angelegte Verwandtschafts-Verwicklungen: es geht allerdings nicht um vertauschte/geklaute Babys. Lisbeth - so erfährt man als des Rätsels Lösung - fackelt im Alter von 13 ihren eigenen Vater ab, weil der die Mutter geschlagen hat. Er überlebt - scheint in der Familie zu liegen- nur um später dann seine Tochter lebendig zu begraben (s.o.) und die Axthiebe abzubekommen (die er auch überlebt). Er ist natürlich ein ehemaliger KGB-Spion, der sich zum Überlaufen ausgerechnet Schweden ausgesucht hat (USA hätte ja viel zu viel gezahlt und ein besseres Zeugenschutzprogramm gehabt - da kanns ja jeder). Das beste aber ist der Bruder äh Halbbruder von Lisbeth, der einen erblichen Defekt hat, der ihn keine Schmerzen erleben lässt. Dafür ist er stärker als 10 Männer und bringt immer alle mit bloßen Händen um. Old Shatterhand musste ja auch mit so manchem Riesenbaby kämpfen, aber der Typ ist wirklich gemein!

Abschließend: ich finde es ja toll, dass so viele Leser diese Romane so gut finden - aber warum habt ihr die Phase "Ich will eine ganz starke Held(in), die alles kann und alles überlebt und ganz hart im Nehmen und Austeilen ist" nicht mit zehn hinter euch gebracht?
Der Autor heißt Karl May und die Bücher sind rechtefrei und billiger.
Ernsthaft: meiner Meinung nach hätte den zweiten Band ohne den recht guten ersten kein Mensch ernst genommen. So gnadenlos supermäßige Superhelden findet man sonst nur in Comic Strips (obwohl: Batman hat eher weniger drauf als Lisbeth - vor allem vertragen die alle aus Gründen des Jugendschutzes nicht ein zehntel soviel Alkohol wie Lisbeth))

Und jetzt als Bonus die Idee für Bully Herbig: Der Schuh der Salander!
Das Team für die Hauptrollen ist aus dem Schuh des Manitou schon vorhanden.
Nichts für ungut: Wer das Buch gut findet darf es behalten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimifan66 MexxBooks, 1. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdammnis: Roman (Kindle Edition)
Hallo,

heute möchte ich euch meine Meinung zum 2. Teil der Millennium Trilogie
mitteilen.

Wie ich zu dem Buch gekommen bin :

Da ich ja ein glücklicher Kindle Touch Nutzer bin ;-), ist natürlich
klar, dass es für mich Verdammnis als Kindle Edition auf Amazon gibt.
Die Bücher von Stieg Larsson standen schon lange ganz oben auf meinem
Lese-Wunschzettel und so war es für mich also keine Frage die Bücher
schnellst möglich und kostengünstig auf meinen KT zu laden. Mit meinem
Mexxbooks Bibliotheksabo habe ich mir also die Bücher für 0 Euro leihen
können.

Um was es geht :

Verdammnis nimmt den Faden aus Verblendung wieder auf , diesmal aus der
Sicht von Lisbeth Salander. Schnell wird klar das in diesem Teil Mikael
Blomkvist zwar auch eine Rolle spielt, aber die Hauptperson ist Lisbeth
Salander und ihre Sichtweise von Recht und Moral. Ihre Geschichte lässt
einen nicht mehr los und zieht mich mehr und mehr in ihren Bann. Was als
Story um Mädchenhandel anfängt wird mehr und mehr zu einer Geschichte um
die Glaubwürdigkeit der Presse und der Manipulierbarkeit der Masse durch
diese. Moral und Loyalität sind dehnbar genau wie Recht und richtig, es
kommt eben auf den Blickwinkel an.
Auch wenn Lisbeth Salander als Mensch so ihre Eigenarten hat, stehen
ihr, ihre Freunde loyal zur Seite und helfen ihr so gut wie möglich.
Es entwickelt sich ein Polithriller der einem den Atem stocken lässt und
auch die persönliche Tragödie um Lisbeth Sallander lässt einen nicht
mehr los.
Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten falls es ausser mir
tatsächlich noch jemanden gibt der die Trilogie nicht gelesen hat

Was ist meine Meinung dazu :

Ich konnte das Buch, in diesem Fall meinen KT, einfach nicht mehr aus
der Hand legen.
Ich bin immer noch von dem Buch und der Glaubwürdigkeit der Geschichte,
als auch der Personen begeistert.
Als Moralapostel könnte man die persönliche Bereicherung am Wennerström
Vermögen verurteilen, aber schließlich kann Lisbeth das Geld gut
gebrauchen und sie setzt es klug ein.
Bei den ganzen anderen Umständen die nach und nach aufgedeckt werden ist
Sallander definitiv nicht die kriminelle.
Irritierend war für mich allenfalls das abrupte Ende der Story, so dass
ich schon dachte mein KT hätte einen Fehler.
Nachdem ich dann aber sofort den 3. Teil geladen hatte, konnte ich
feststellen das dieser genau an der Stelle weiter macht wo der Vorgänger
aufhört.
Also zum Selbstschutz nicht den 2. lesen ohne den 3. in Petto zu haben ;-)

Mein Fazit :

Ich kann diese Trilogie einfach nur jedem zum Lesen empfehlen der dies
noch nicht getan hat !
Selten war ich von einem Buch und das stellt die Trilogie für mich dar,
mehr beeindruckt.

Dieser Bericht erscheint auch unter meinem Nick auf anderen Plattformen.

LG Euer Krimifan
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragend!, 22. Dezember 2009
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist ja eigentlich absolut sinnlos, den über 200 Rezensionen zu "Verdamnis" noch eine hinzuzufügen. Aber da ich gerade mit der Larsson-Trilogie fertig bin, ist es mir einfach ein großes Bedürfnis, diesen leider ja schon seit 5 Jahren verstorbenen Autor zu loben.
Alle drei Krimis sind absolut packend, die Trilogie ist ein sich geschlossenes Monument, wobei man "Verblendung" noch am besten ohne die anderen beiden lesen kann, während ich nach "Verdammnis" schon heilfroh war, "Vergebung" direkt zur Hand zu haben und sicher davon profitiert habe, dass ich vor "Verdammnis" direkt im Anschluss an "Verblendung" gelesen habe.

Verrate ich zu viel? Hoffentlich nicht, aber "Verdammnis" beginnt mit einem Ausflug von Lisbeth Salander, der spannend erzählt wird, aber für den weiteren Roman und die gesamte Trilogie völlig belanglos ist. Ein netter Aufgalopp? Vielleicht. Aber sicher auch irgendwie einfach unnötig und meines Erachtens ohne Funktion für den weiteren Verlauf.

Doch als Lisbeth wieder in Schweden auftaucht geht es Schlag auf Schlag und beginnen über 1.000 Seiten Hochspannung, wenn man "Vergebung", die Fortsetzung, mitrechnet. Sicher: wieder erscheint Salander in ihrer Hochbegabung und ihrem Autismus und ihrer Gnadenlosigkeit überzeichnet. Die Cyber-Lara-Croft wird in "Verdammnis" noch unheimlicher als sie in "Verblendung" schon war. Das Verhältnis zu Blomkvist bleibt spannend, ebenso wie es spannend ist, wie der im Vergleich zu Lisbeth nur mäßig begabte Mikael sich nach und nach einen Überblick über die Abgründe, die er in Schwedens Staat entdeckt, verschafft. Die Folgen des Kalten Krieges werden in diesem Buch ebenso klug gestriffen wie die Grenzen und das Missbrauchspotenzial von Klinischer Psychologie und Psychiatrie. Die Medien in ihrer Sensationsgier und ihrer Beschränkheit werden durch den erfahrenen Journalisten Stieg Larsson auch keineswegs geschont.
So kompliziert, ausufernd und streckenweise verwirrend die Zusammenhänge auch sind. Es bleibt immer spannend und trotz der manchmal etwas an den Haaren herbeigezogenen Ermittlungserfolge von Salander/Blomkvist hat man nie das beklemmende Gefühl, das andere Autoren oftmals hervorrufen, es werde jetzt halt aufgelöst, damit man aufhören kann und alles wird plötzlich mit übermenschlichen Fähigkeiten oder unverschämten Glück gerade noch in letzter Sekunde aufgelöst.

Es war ein großer Lesegenuss!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschütternde Schilderungen, 16. Juni 2009
Von 
Leselust - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Stieg Larssons "Verdammnis" habe ich mit großer Spannung und Faszination gelesen und mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen.

Es geht vorrangig um Lisbeth Salander und der Autor beantwortet in diesem Buch viele Fragen, die sich bei der Lektüre des ersten Romans der Trilogie, "Verblendung" ergaben. Warum ist diese junge Frau so, wie sie ist - welche Ereignisse in ihrem Leben haben sie dazu gebracht. Hier wird eine gesellschaftliche Außenseiterin beschrieben - anrührend beschrieben. Ein erschütternder Lebensweg mit Details aus der Psychiatrie, die es so nicht nur in Schweden gegeben hat. Gewalt gegen hilflos ausgelieferte Patienten - solche Lebenswege geraten erst in den letzten Jahren zunehmend an die Öffentlichkeit. Stieg Larsson prangert ein solches Schicksal in seinem Werk "Verdammnis" an, er sensibilisiert den Leser durch eine mitreißende Schilderung, wie die Psyche eines Kindes fast zerstört wird. Nur Lisbeth Salanders eiserner Wille rettet sie vor der psychischen Zerstörung. Aber es bleiben tiefe seelische Narben in ihr zurück - sie funktioniert nicht mehr so, wie es die Gesellschaft gewöhnt ist und gerne hätte. Es ist ein großes Verdienst von Stieg Larsson, dass er diese gesellschaftlichen Missstände in seinem Roman aufgreift und vehement das Versagen von Sozialbehörden, Medizin und Justiz anprangert. Er steht damit in der guten Tradition gesellschaftskritischer skandinavischer Krimiautoren.

Zum übrigen Handlungsverlauf möchte ich noch bemerken, dass mir die Sache mit einem unter einem angeborenen Gendefekt leidenden Boxer in manchen Einzelheiten reichlich konstruiert erschien. Aber ich will hier nicht zuviel vom Handlungsverlauf verraten. Nur.. Eine Anmerkung möchte ich doch noch machen: Der größte Schurke ist.. welche Wunder für jemand, der gerne skandinavische und englische Krimis liest.. ein Deutscher. Es scheint im englischen und skandinavischen Raum allgemeiner politischer Konsens zu sein, dass das Böse und Schurken jeder Art und Couleur - in der Fantasie der Krimiautoren am besten aus Deutschland kommen. Nun ja, mit solchem Einordnen in Schubladen müssen wir nach unserer deutschen Geschichte wohl leben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Thriller, 9. Februar 2009
Von 
Wie auch Verblendung ist dieses Buch ein klasse Thriller den ich gerne gelesen habe. Die für mich interessanteste Figur in Verblendung, Lisbeth Salander, wird im 2. Teil der Trilogie ausgiebiger beschrieben, sodass der Leser Einblick die ihre Vergangenheit bekommt. Warum ist sie so wie sie heute ist? Was war All das Böse als sie 12 Jahre alt war? Wieso hat sie kein Vertrauen in den schwedischen Staat?

Wie auch der erste Teil zielt die Erzählung dieser Geschichte nicht darauf ab 100%ig realitätsgetreu zu sein. Warum auch? Sicher übertreibt der Autor gerne mit den Hackerfähigkeiten der Lisbeth Salander (oder vielleicht doch nicht?) und ihren vielen anderen Talenten und Eigenheiten. Doch genau das ist der Grund, warum ich das Buch gerne gelesen habe. Es war vielleicht unrealisitisch, wenngleich jedoch nicht unplausibel.

Handlungen, Talente und Gegebenheiten müssen für mich nur nachvollziehbar sein, nicht aber wissenschaftlich bewiesen. Totale Realität habe ich jeden Tag.

Was ich jedoch sehr hart fand war, dass der 2. Teil gegenüber dem 1. Teil ein offeneres Ende hat. Die Geschichte fühlt sich nicht abgeschlossen an und man möchte wissen was in den nächsten Momenten passieren wird. Gerne hätte ich noch 1-2 Kapitel mehr gelesen - so muss ich nun warten, bis der 3. Teil als Taschenbuch veröffentlicht wird... Gemein gemein - aber ich freue mich auf den 3. Teil.

Tolles Buch, toller Nachfolger - für mich absolut lesenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anlaufschwierigkeit, 2. Februar 2014
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Der zweite Band der Millennium Trilogie schließt nicht unmittelbar an "Verblendung" an, ist dem Vorgänger jedoch sehr nahe. Die Protagonisten sind allesamt bekannt aus Band 1. Millennium arbeitet diesmal ein einer Story über Mädchenhandel in Schweden, was zu großem Missfallen eines anonymen Netzwerkes führt und mit Mord pariert wird. Blöd nur, dass ausgerechnet Lisbeth Salander die exzentrische Freundin Michael Blomkvists die Mordopfer als letzte gesehen hat. Und bevor die Polizei oder auch Milton Security, Lisbeth's ehemaliger Arbeitgeber Überlegungen anstellt, den Mörder in einem anderen Umfeld zu suchen, versteift sich ganz Stockholm auf die Suche nach Lisbeth, die jedoch ist spurlos verschwunden.

Mikael Blomkvist startet seine Suche nach der Wahrheit und gräbt tiefer in den Recherchen des ermordeten Kollegen und bringt eine düstere Vergangenheit ans Tageslicht. Ein Teil dieser Vergangenheit ist seine Freundin Lisbeth.

Der zweite Band kommt unbeschreiblich langsam in die Gänge. Zwar kann die Geschichte nicht wirklich langweilig genannt werden, die Thriller-Erwartung wird jedoch über Längen hinweg nicht erfüllt. Nachdem die Morde begangen wurden, nimmt die Handlung doch noch Fahrt auf. Doch, soviel darf verraten werden, je näher das Ende kommt, desto spannender wird der Fall ... und lässt am Ende angekommen Raum für Band 3 (!)

Nicht ganz die Liga von "Verblendung", dennoch ein spannender Krimi!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht so gut wie der erste Band, 6. März 2012
Von 
BaluForKanzler - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)   
Dem ersten Band von Stieg Larsson habe ich noch vier Sterne gegeben. Für den zweiten Band kann ich nur noch drei Sterne erübrigen. Der Anlauf, bis die Geschichte endlich in Gang kommt, ist noch viel länger als beim ersten Band. Nach mehr als zweihundert Seiten habe ich mich immer noch gefragt, ob ich überhaupt das richtige Buch lese, weil ich vom Klappentext her ja wusste, um was es eigentlich gehen sollte. Es war zwar nicht richtig langweilig, aber es ging um alles mögliche, nur nicht um das angekündigte Thema. Nach elend langer Tändelei fängt dann irgendwann mal die eigentliche Geschichte an.

Viele Kritikpunkte, die ich nervig fand, die hier auch schon von anderen Rezensenten genannt wurden, will ich nur stichwortartig anreißen: Die viele Schleichwerbung, zigfache Wiederholungen nebensächlicher Details (z.B. wer trinkt aus welcher Tasse mit welchem Logo wie viel Kaffee und raucht dazu welche Zigarettenmarke?), die völlig überzogene und unrealistische Darstellung von Frau Salanders Fähigkeiten einerseits und Macken andererseits.

Insgesamt hat mir der zweite Band nicht so gut gefallen wie der erste. Der längere Anlauf bis die Geschichte endlich in Fahrt kam, war dabei nur ein Punkt. Ich fand die Story einfach an vielen Stellen zu unrealistisch, zu sehr überzogen und in der zweiten Hälfte dann auch immer chaotischer. Ich muss sagen, dass ich gegen Ende des Buches, wo ja eigentlich so nach und nach die Dinge aufgelöst werden, nicht mehr alles so ganz nachvollziehen konnte - wer mit wem und warum gegen wen. Das war mir dann alles irgendwie zu verworren. Und den Schluss fand ich viel zu plötzlich und unfertig. Jaja, ich weiß, der Leser soll Band 3 kaufen, aber ehrlich gesagt, bin ich noch sehr unentschlossen.

Fazit: Nicht so gut wie der erste Band. Deswegen nur noch drei Sterne.
Viele Grüsse.
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Verdammnis: Roman
Verdammnis: Roman von Stieg Larsson
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