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am 14. April 2011
Bereits seit drei Alben zelebrieren die Norweger Insense ihre eigene Variante der modernen Genrekombinatorik und haben sich dabei immer wieder steigern können in der Fähigkeit, verschiedene stilistische Elemente nicht zu vermengen, sondern nebeneinander zu stellen, ohne sie zerfahren wirken zu lassen.

Eine Kunst, die einiges an Fingerspitzengefühl erfordert. Das gilt für ihr viertes Werk "Burn in Beautiful Fire" nur noch mehr als für die vorherigen Alben, denn während diese meist noch ein klar erkennbares stilistisches Leitprinzip aufwiesen, präsentiert sich der Viertling diesbezüglich noch offener. Kein stilistisches Merkmal übernimmt hier die klare Führung, vielmehr wechseln sie sich ab.

Dabei greift sich das Quartett seine stilistischen Versatzstücke aus der vollen Breite des Metals. Donnernde Meshuggah-Grooves, hämmerndes Neo Thrash-Stakkato, Grollende Death Metal Riffs, Thrashige Riffattacken, breite Melodic Death Metal-Leadmelodien, Strapping Young Lad -Industrial Wände, progressive Melodieausflüge... die Instrumentalfraktion breitet ihr gesamtes Protfolio an Einflüssen auf dem Tisch aus.
Der Sänger steht dem in nichts nach. Derbe Shouts, fieses Keifen, Growls, sanfter New-Metal-esker Klargesang, wütende kratzige Hymnen, rockige Singalongs, vereinzelte Ausbrüche in Power Metal -Rangebreiche, das alles vorgetragen mit einer bewundernswerten Sicherheit und mitreißenden Kraft. Dass bei zudem allen Techniken die lyrics deutlich verständlich sind, hebt ihn nicht nur technisch hervor sondern erhöht auch noch mal gewaltig den Mitsingfaktor.
Denn auch die Texte können sich sehen lassen. Diese sind zwar weltschmerzschwanger, wirken allerdings ehrlich, auf den Punkt formuliert und handeln von recht alltäglichen, nachvollziehbaren Szenarien. Auch der treibende Wutfaktor verhindert, dass die Texte im Vortrag zu fadem Gejammer verkommen.

Doch das alles ist nur eine Aufzählung, die Summe verschiedener Teile und, nüchtern betrachtet, wenig eindrucksvoll. Denn bestenfalls hört man ein Album schließlich für Songs und nicht für Passagen.
Und gerade dort liegt die große Stärke von Insense. Sie haben nicht die komplexesten Grooves, die imposantesten Synth-Spielereien, keine langen Epen oder abgefahrenen Ideen aufzubieten, um den Hörer zu fesseln.
Aber sie haben kurze, prägnante, bis in die letzte Note wirkungsvolle, treibende Songs aufzubieten. Jedes Lied lebt von seiner eigenen Stilkombination, die ihm eine eigene Grundtimmung und einen eigenen Drive gibt. Anders als die ähnlich agierenden italienischen Destrage gehen Insense dabei allerdings enorm besonnen und dosiert vor. Das Timing der einzelnen Passagen, die Platzierung der Stilwechsel, der Tempowechsel, der Rhythmuswechsel wirkt schlüssig und fließend.
Keine Passage ist überflüssig. Jeder Groove walzt, jede Melodie wirkt, jede Gesangs-Hookline geht tief ins Ohr, jede Songstruktur sorgt für Wiedererkennbarkeit und Abwechslung. Noch dazu sind all die Stilelemente so schlüssig über das gesamte Album verteilt, dass über die gesamte Distanz niemals der Fluss gebrochen wird.
Die düster-wütende Grundatmosphäre hält die Songs zusammen und die erdige Produktion gibt dem ganzen einen angemessen dreckigen Anstrich, ohne ihm Volumen zu nehmen.

Kurzum: Es kommt zu keiner Sekunde Langeweile auf. Insense schicken den Hörer durch eine einfach nur verdammt unterhaltsame musikalische Ausstellung. Nicht die einzelnen Ausstellungsstücke sind es, die den Hörer gewinnen, sondern ihre großartige Anordnung.
Es ist nicht die ureigene innovative Kreativität, die diese Band auszeichnet, sondern das untrügliche Gefühl für die richtige Note, den richtigen Schlag und das richtige Wort im richtigen Moment.
Wer abgesehen vom markigen Gesang auf echte Trademarks verzichten kann, solange er schlüssige, umsichtig geschriebene und perfekt ausgeführte Songs bekommt und sich im stilistischen Bereich zwischen Mnemic, Chimaira und einem Hauch Benea Reach wohlfühlt, der darf "Burn In Beautiful Fire" als ganz heißen Geheimtipp betrachten.
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am 14. Dezember 2013
Damals als Vorband von In Flames in Hamburg gesehen und direkt ihr Album gekauft. Nächsten Tag in den Player geschoben, in mein Bett gelegt und in Ruhe gelauscht. Sehr faszinierend, was damals beim Hören in mir vorging.

Insense kannte ich bis dato nicht, hätte Anders Fridén (Sänger von In Flames und Manager der norwegischen Metalband [Überraschung!] Insense) nicht den Song “Surviving Self Resentment” auf ihrer Homepage gepostet. Fand das Stück schon große Klasse und dann noch als Support auf der Tour durch Deutschland? Hammer!
Insense sind eine Band mit viel Potenzial und scheinbar vielen Einflüssen, was man auch deutlich hört. Ein Markenzeichen oder ähnliches sucht man vergebens, dafür findet man Lieder, die unter die Haut gehen und mitreißen und das in vielen Varianten. Donnernde und groovende Riffs, dann kurze Thrashattacken, stellenweise leicht progressiv, Melodic Death Metal-Anleihen vom Feinsten, die von ruhigen Tönen abgelöst werden. Irgendwo zwischen all diesem lässt sich Insense einordnen. Das klingt nicht kopiert oder konzeptlos, ganz im Gegenteil. Sie basteln einen Sound, der Song für Song betrachtet vielleicht wenig überzeugt, aber im Ganzen harmoniert. Abwechslungsreichtum ist auf “Burn in beautiful Fire” Programm. Weiterhin ist es interessant, dass sich Insense nicht in technischen Spielereien, unpassenden Tempowechsel oder stumpfen Gebolze verlieren. Ihr Sound ist präzise, kurzweilig und treibend. Kein Album, das eine Revolution nach sich ruft, aber ein Album, das den Hörer für sich gewinnen wird.
Tommy Hjelm (Vocals und Guitar) macht einen guten Job. Shouts, Screams, Growls, sogar einige cleane Passagen sind vertreten. Er verleiht den Songs die nötige Wut beziehungsweise Aggression.
“Burn in beautiful Fire” erschien im April 2011 und umfasst 10 Titel.
1. Death for Me. Death for You: Kirchenglocken. Die ersten 30 Sekunden lassen einen noch durchatmen. Danach ist Krieg. Die Riffs sind erschütternd. Hjelm zeigt sich eindrucksvoll. Sehr treibender Song, mit depressivem Charakter. Gutes Intro. 4,5/5 Punkten!
2. Surviving Self Resentment: Erste Singleauskopplung. Auch hier starten Insense mit treibenden Riffs durch, nur das “Surviving Self Resentment” wesentlich aggressiver klingt. Die Strophen sind durchaus brachial und laden freundlich zum Headbangen ein. Hjelm verleiht dem Titel noch eine ganz persönliche Note. 5/5 Punkten!
3. Alone in a Crowd: Es werden etwas melodischere Töne angeschlagen. Der Refrain ist sehr ruhig vorgetragen und von den Gitarren lediglichen unterstützt. Sehr schöner und nachdenklicher Song. 4,5/5 Punkten!
4. Overrated: Auch wieder ein eher düsterer Song mit interessantem Intro, der gegen Ende immer mehr an Wucht gewinnt. Spartanischer Refrain mit einem simplen “This life is overrated!”, der aber seine Wirkung voll entfaltet. 3/5 Punkten!
5. Social Woes: Irgendwie erinnert mich der Anfang immer an Rage against the Machine? Kann ich mir aber auch einbilden . . . “Social Woes” besticht durch Atmosphäre, einem wunderbaren Solo und druckvollen Riffs. Der große Bruder von “Overrated”, da er einfach noch eine Nummer psychopathischer klingt. 4/5 Punkten!
6. Burn in beautiful Fire: Der Titeltrack ist eine richtige Thrashgranate. Durchweg hohes Tempo und ein richtig angepisster Hjelm. Kein großen Ausschweife, hier gibt es voll auf die Zwölf! Präzise und kurzweilig, so wie es sein soll. 5/5 Punkte!
7. Envy the Dead: Wohl der spärlichste Song der Platte. Ich brauchte meine Zeit, um mich einzuhören. Doch “Envy the Dead” überrascht durch kluge Wechsel zwischen Melodie und Brachialität. Die Riffs donnern wie gewohnt und Tommy schreit sich die Seele aus dem Leib. Schön strukturierter, progressiver Song.
4/5 Punkten!
8. Perversion: Verstörter, harter Track, der wieder schön das Gaspedal durchtritt. Erinnert mich an Slipknot (Ich weiß, ich fange schon wieder mit diesen unsinnigen Vergleichen an). Dann gibt es noch breakdownartige Zwischenstimmung und ein recht langes, ausklingendes Ende. Überzeugt! 4/5 Punkten!
9. Nothing to live for: Ich hatte erst, dem Namen zu Urteil, eine Ballade erwartet, doch kam stattdessen ein richtig böser Midtempo-Stampfer. Die Gitarren hauen sich echt mit einem Groove durch die Gehörgänge, als gäbe es keinen Morgen. Dann noch ein starkes Solo dran und der Song sitzt perfekt. 4/5 Punkten!
10. High on Rejection: Der letzte Song des Albums fasst alles nochmal schön zusammen. Stampfend, hart, schnell, progressiv. Auch hier kommt wieder dieser leicht verstörte Klang durch. Wunderbares Ende für ein ebenso gelungenes Album. 5/5 Punkte!
Gesamt: 43/50 Punkten = 86% entspricht der Schulnote 2!

Insense liefern hier ein echt starkes Album ab. Die Songs alleine überzeugen vielleicht den ein oder anderen nicht so sehr, doch im Albumkontext entwickeln sie ihre Wirkung. Die Platte beinhaltet echt einige Nackenbrecher, doch auch Momente zum Nachdenken. Zusammen ergibt sich eine Teils depressive, Teils aggressive Stimmung, die den Hörer fesselt. Ich würde dieses Album jedem empfehlen, der auf guten Metal steht.
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