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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, der den geist alter Samuraifilme atmet und gleichzeitig modernisiert.
Eigenartig wieso "13 Assassins" bisher so wenig gegenliebe in Amazon erfährt. Nach sehr guten internationalen Kritiken (Z.B Roger Ebert vergab 3.5 von 4 Punkten), mehreren Auszeichnungen und zuletzt auch einem großen Erfolg beim Box Office, war ich sehr gespannt auf den neuen Film von einem meiner Lieblingsregisseure Takashi Miike. "13 Assassins" ist ein remake...
Veröffentlicht am 23. Juni 2011 von PK

versus
2.0 von 5 Sternen Trauriges Mittelmaß
Als Fan von Samuraifilmen und insbesonders nachdem ich die positiven Rezensionen überflogen hatte wollte ich mir auch diesen nicht entgehen lassen.. aber nachdem ich ihn gesehen habe sind mir diese nicht mehr verständlich. Erschien mir der Film doch schlichtweg nur abgrundtief schlecht.

Was mir missfiel war nichteinmal, dass der Film grotesk...
Vor 2 Tagen von Retro veröffentlicht


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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, der den geist alter Samuraifilme atmet und gleichzeitig modernisiert., 23. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins (DVD)
Eigenartig wieso "13 Assassins" bisher so wenig gegenliebe in Amazon erfährt. Nach sehr guten internationalen Kritiken (Z.B Roger Ebert vergab 3.5 von 4 Punkten), mehreren Auszeichnungen und zuletzt auch einem großen Erfolg beim Box Office, war ich sehr gespannt auf den neuen Film von einem meiner Lieblingsregisseure Takashi Miike. "13 Assassins" ist ein remake eines gleichnamigen Films aus den 1960er Jahren, welcher wohl auf dem erfolg von den 7 samurai mitschwimmen wollte und so einige Parrallen zu diesem aufweist. weise hat sich Takashi Miike gegen ein unerreichbares remake von die 7 Samurai ausgesprochen und diese kleiner Produktion remakte. Meine größte Angst war das der Film zur platten Popcornplatte verkommen würde. Doch nach dem Film war ich begeistert, der Film ist nicht nur Popcorn-Kino aller erster Güte, sondern atmet auch mit jeder Faser den Geist alter Samuraifilme zu ihren besten Zeiten und verleiht so diesem eigentlich toten Genre einen neuen Aufschwung.

Der furchtbare Lord Naritsugu ist ein Psychopath, er foltert und mordet nach Belieben. Natürlich muss diesem Tyrannen Einhalt geboten werden, deshalb wird Shinzaemon Shimada beauftragt eine Schar von verbündeten um sich zu sammeln und dem fürsten einen Hinterhalt zu stellen um ihn zu töten. Er findet 13 Bundesgenoßen und zieht mit ihnen los, um den Fürsten ihn einem Dorf eine Falle zu stellen. Der Beginn einer erbitterten Schlacht...

Wie bei vielen Takashi Miike Filmen ist sehr leicht den Film in zwei Hälften zu teilen. Zuerst wird in einer langen, aber in keiner Weise langatmigen Exposition auf die 13 Assassins um Shinzaemon Shimada, sowie auf den grausamen Fürsten eingegangen. Der zweite Teil befasst sich mit der Reise zum Dorf und dem anschließenden fast 40 minütigen Gefecht zwischen den 13 und den Truppen des Fürsten. Miike versteht es im ersten Teil perfekt allen Samurai einen einprägsamen Charakter einzuhauchen, sowie beim Zuschauer reichlich Antipathien für den Fürsten aufzustellen. Hier ist auch Platz für einige Takashi Miike-typische Schockbilder, anzuführen ist vorallem das verstörende Bild einer Arme- und Beineamputierten Frau. Die Einbindung endlich mal wieder eines absolut psychopathischen Gegenspielers ist erfrischend, zumal der Fürst fantastisch, mit erschreckender Ruhe vom japanischen Schauspieler Goro Inagaki gespielt wird. Nicht minder gut spielt der Schauspieler Koji Yakusho, welcher Shinzaemon Shimada mimt. In seinem Spiel und Dialogen schwingt unverkennbar der Geist von heroischen Samuraiveteranen wie Toshiro Mifune oder Tetsuya Nakadai mit. Überhaupt füllt dieses heroische und stoische Feeling, welches alte Samuraifilme so markant macht, den Film mit jeder Faser. Wenn der Shinzaemon Shimada am Ende einen heroischen Wortwechsel mit dem Fürsten hat und sich dieser schliesslich sterbend und blutverschmiert im Dreck wälzt, dann sind das epische und unvergesslich Szenen, die einen auch lange nach dem Film verfolgen. Der zweite Punkt der jeden klassischen Samuraifilm ausmacht, ist das zerbröckeln dieses Mythos der Samurai als ehrbare Kämpfer und das Darrstellen des Kampfes als nihilitische und grausame Tätigkeit. Auch dies meistert Takashi Miike mit Bravour, der Endkampf ist wahrlich ein Gemetzel, welches nebenbei grandios inszeniert und choreographiert ist. Die Kämpfer sind von Schlamm und Blut durchtränkt, manche werden wahnsinnig, während brennende Stiere auf sie lospreschen und überall Sprengfallen auf sie lauern. Solche Dinge werden, neben viel klassischem Schwertkampf im Finale geboten und so ist dieses in jeder Hinsicht wahnwitzig und großartig geraten. der größte Unterschied zwischen den klassischen Samuraifilmen und "13 Assassins" ist lediglisch die Laufzeit. Takashi Miikes Film ist zwar nicht so tiefgründig, doch um einiges kurzweiliger als entsprechende klassische Samuraifilme.

Fazit:
Takashi Miike inszeniert ein episches und packendes Meisterwerk, welches sich nicht hinter den Klassikern des Samuraigenres zu verstecken braucht. Miike meistert jede inszenatorische Hürde mit Bravour und reichert den Film mit allem an was ein guter Samuraifilm braucht, der Film atmet den typischen Geist eines guten Samuraifilms und lässt ein episches und heroisches feeling entstehen.

9 von 10 Punkten
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Samurai-Film, 8. Mai 2012
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins (DVD)
13 Krieger machen sich auf, um einen als "unantastbar" geltenden, sadistischen und mörderischen Herrschersohn, der von einer eigenen Armee beschützt wird, zur Strecke zu bringen. 13 Assassins ist das Remake eines alten Samuraifilmes.

Wie es sich für einen guten Film dieser Art gehört, wird erstmal die Mission geplant, dann werden die Samurai (mit verschiedenen Spezialkenntnissen) rekrutiert und schließlich wird fast die Hälfte des Filmes über, bis hin zu einem riesengroßen Showdown, brutal, vorallem mit dem Schwert, gekämpft.

Die gesamte Optik des Filmes, sowie die Specialeffects sind dabei keineswegs übertrieben, künstlich oder kitschig, wie man es sonst von manchen Hollywood-Remakes gewohnt ist. Alles wirkt klassisch und authentisch. Der Film ist spannend und gut gemacht, sofern man sich für dieses Genre interessiert. Tarantino-Fans (Kill Bill) könnte dieser Film ebenfalls gefallen. Wer aber einen Hochglanz-Hollywood-Actionfilm erwartet, der wird enttäuscht sein. In Japan war der Film ein großer Erfolg.

Bild- und Tonqualität (DTS 5.1) der DVD-Version sind gut, ich habe nichts daran auszusetzen. Positiv ist noch zu erwähnen, dass japanischer Originalton mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln vorhanden ist. Die Originalstimmen wirken viel härter und direkter als die deutsche Synchro.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Höllensturm bricht los...., 19. Juli 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins (DVD)
Als Edo-Zeit wird der Abschnitt der japanischen Geschichte von 1603 bis 1868 bezeichnet, in dem die Tokugawa-Shogune herrschten, benannt nach dem damaligen Namen der Hauptstadt, Edo (heute Tokio). Er beinhaltet die längste ununterbrochene Friedensperiode eines Landes in der Neuzeit weltweit.
Um ca. 1840 ist auch die Zeit angebrochen, in der langsam aber sicher die Macht der Samurai schwindet.
Der ehrenvolle Samurai Shinzaemon (Koji Yakusho) wird zu dieser Zeit mit einer schwierigen, geheimen Aufgabe betraut. Der Halbbruder des regierenden Shoguns, Fürst Naritsugu (Inagaki Goro), ist ein grausamer und sadistischer Schlächter, der das Volk sowie seine Gefolgsleute nach Willkür quält und tötet.
Selbt der Ältestenrat des Shogun sieht keinen anderen Ausweg mehr, als dieses Attentat zu befehlen.
Shinzaemon ist von den Greueltaten seines Herrschers derart angewidert, dass er sich an seinen Eid, diesem ewige Treue und Gefolgschaft zu schwören, nicht mehr gebunden fühlt und stattdessen dem Herrscher ein Ende setzen will.
Doch das Ansinnen bleibt nicht lange geheim, immerhin hat sich Naritsugu noch mehr Feinde gemacht und er weiss, dass man ihm nach dem Leben trachtet.
Auf seiner Seite kämpft ebenfalls ein ehrenvoller Samurai, der loyale und erfahrene Hanbei (Masachika Ichimura) beschützt.
Dieser ist zwar über die Tyrannei seines Herren auch nicht erfreut, aber er hat nun mal diesen Eid der bedingungslosen Treue geschworen und fühlt sich bis in den Tod an diesen gebunden.
Bald kann sich Shinzaemon 11 weitere Samurai um sich scharen, die für diese Mission ihr Leben lassen wollen.
Es sind dies Kuranaga Sabeita (Hiroki Matsukaja), sein Stellvertreter in dieser Mission.
Ebenfalls dabei Shimada Shinrokuro (Takayuki Yamada), Shinzaemons Neffe - ein Frauenheld und Spieler.
Da wären Ishiduka Rihei (Kazuki Nimioka), der Ronin Hirayama Kurjuro (Tsuyoshi Ihara), Mitsuhasahi Gunjuro (Ikki Sawamura), Otake Mosuke (Seji Rokkaku), Hioki Yasokichi (Sosuke Takaoka), Higuchi Gennai (Yuma Ishigaki), Horri Yahachi (Koen Kondo), Sahara Heizo (Arata Furuta), der noch sehr junge Ogura Shoujiro (Masataka Kubota).
Den 13ten Mann finden sie im Wald, es ist wohl ein Verwandter von Kurosawas Kikuchiyo aus "Sieben Samurai"...dieser Kiga Koyata (Yusuke Iseya) behauptet von Samurais abzustammen, sehr zur Belustigung der Anderen, die ihn zuerst nicht ernstnehmen, aber immerhin kann der schräge Vogel die Männer aus dem Wald führen in das Dorf, wo der Sturm auf den Typrannen stattfinden soll.
Doch statt der erwartenden 70 Mann starken Leibgarde sind es dreimal mehr kampferprobte Krieger, die der Fürst zum Schutz bei sich hat...
In dem Moment als ich als Jugendlicher zum ersten Mal Akira Kuroswawas "Die verborgene Festung" gesehen habe, wurde ich sofort Fan dieser archaischen Samuraifilme.
Vor allem von Kurosawas "Sieben Samurai" ist der ein Jahrzehnt später entstandene "13 Assassins" von Eichi Kudo, von dem Japans interessanter Vielfilmer und Genrespezialist Takashi Miike ein furioses Remake gemacht hat.
Der Film ist richtig wuchtig und somit auch Kino in Reinform. Große Männer, große Schlachten, große Ziele und vor allem ein überlebensgroßer Kampfessturm, der so gut inszeniert ist, dass man phasenweise mit offenem Mund vor der Glotze oder Leinwand sitzt.
Als die Männer im Dorf ankommen, ist bereits die Hälfte des Films erreicht, und Miike wird eine monumentale Schlacht entfesseln, die immer blutiger und hoffnungsloser wird...hier wird am dem Schlachtfeld für eine übergeordnete Sache gestorben, aus dem Leibern fliesst das Blut.
Grandios auch der Schlußakkord, der den Film mit diesen Szenen dann endgültig zum Meisterwerk macht.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Elend der Samurai, 14. Juli 2012
Von 
Jürgen Mayer "Pyri" (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins [Blu-ray] (Blu-ray)
Der uneheliche Sohn des vorherigen Shogun ist damit Bruder des Herrschenden und praktisch unantastbar. Leider ist er auch ein weltentrückt empathieloser Schönling, der eine sadistische Freude daran hat andere ausgeklügelt zu quälen und umzubringen. Er möchte eine neue Ära des Krieges einführen, damit ihm der Tod seinem Wesen entsprechend nahe bleibt. Zumindest scheint er sich das solange einzubilden bis er selbst davon betroffen ist.
Den Frieden aufrecht zu erhalten ist seine Sache jedenfalls nicht - "13 Assassins" präsentiert Samurai im japanischen Sinne von Nobilität und zeigt ein feudales Japan ein paar Jahrzehnte vor der Meiji-Restauration und dem damit verbundenen Umbau des Landes hin zum zeitgemäßeren Imperialismus: Samurai sind in dieser apokalyptisch-sexistischen Welt mindestens ebenso Beamte wie Krieger und können in einer solchen Situation dermaßen zwischen Revolte im Interesse des Staates (durchaus auch in Form von Harakiri) und gehorsamer Ehrerfüllung hin- und hergerissen sein, dass ihre Treue Gefahr läuft wortwörtlich mit Füßen getreten zu werden, wenn Köpfe rollen.
Damit der Bastard-Fürst nicht in den Ältestenrat des Shogunats vordringen kann wird es demnach politisch opportun ihn trotz seiner angeborenen Stellung umzubringen - was einem Beamten zu seiner abschließenden (Lebens-)Aufgabe wird, der folglich auch elf weitere Samurai um sich scharren darf und kann. Ausgestattet mit einer gehörigen Summe Geld gelingt es ihm zudem, dem zahlenmäßig zigfach stärkeren Fürsten mit seinen Gefolgsleuten über ein entsprechend präpariertes Dorf eine Falle auf der Durchreise zu stellen. Eine überaus spektakuläre Angelegenheit.

"13 Assassins" ist das Remake eines Films aus den frühen Sechziger Jahren, das heißt aus der Zeit als die alten Samuraifilme boomten. Anders als etwa bei Kurosawa üblich betont es weniger große Shakespeare-Themen als einen nüchternen, zuweilen äußerst traurigen Realismus, obwohl es durchaus viele typische Kurosawa-Figuren integriert hat - wie einen willensstarken Samurai oder einen Bauern als Narren und Regulativ zur Herrschaft, den dreizehnten Attentäter: ein aufgeweckt-frecher Bursche dem anders als bei Kurosawa keine zunächst außenstehende Beobachterrolle zukommt, sondern der eine politische Situation durch den Film bis zum Schluss kommentiert. Wen kümmert es, dass er kein Samurai ist, fragt er an einer Stelle - bemerkenswert ist dabei auch, dass die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki dem Film in einer Texttafel vorangestellt wurden: wohl ein klarer Hinweis darauf, dass hier politisch etwas völlig schief gelaufen ist - in diesem Japan des 19. Jahrhunderts. Und ebenso erfreulich wie ungewöhnlich für den kommerziellen Erfolgsfilm aus einem Land, das noch immer eklatante Probleme mit einer Vergangenheitsbewältigung diesbezüglich hat.
Takashi Miike bietet sich für so einen Film zwar nicht unbedingt an, ist am Ende aber doch ein logischer Zeremonienmeister: wie üblich bei Miike ist Gewalt auch hier nichts Beiläufiges, sondern etwas Kräftezerrendes und Wahnsinniges - stets nahe am Erbrechen. Miike-Fans werden seine traditionell abgründigen Themen zwar nur zeitweise aufblitzen sehen, dennoch hat sich meine Befürchtung, dass der Film nämlich eher untypisch für ihn ausfällt, nicht erfüllt: obwohl es ein für ihn ungewöhlich großer Film ist, sogar - eher bescheidene - CGI-Effekte kommen zum Einsatz um manch unglaubliche Spektakelszenen überhaupt darstellen zu können, ist es dennoch auch wieder ein gewaltig bestechender und eindringlicher Film geworden.
Die tollen Schauspieler, vornehmlich Männer, schienen dafür weitgehend sich selbst überlassen worden zu sein. Es mangelt dem Film meiner Ansicht nach etwas an inszenatorischen Details, die auch die grandiose Ausstattung nicht wett machen können. Ein Problem das schon frühere Miike-Filme hatten und wahrscheinlich schon damit zu tun hat, dass er ein traditioneller Vielfilmer ist. "13 Assassins" schmälert das aber auch nur ein klein wenig für mich: es bleibt ein beeindruckender, sehr guter Samuraifilm, der durchaus in der Lage ist sein altehrwürdiges Genre an genau den Stellen zu modernisieren, wo es eine Modernisierung zum Teil bitter nötig hatte, das heißt sowohl in der Darstellung politischer Gewalt, als auch bei den entsprechenden Körperbildern.
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51 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht Cut, sondern die internationale Version!, 27. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins [Blu-ray] (Blu-ray)
Kommentar zu meinen Vorausschreibern! Die hier kommende Version ist die "Internationale Fassung", daß heißt, außer in Japan, gibt es keine Längere Version des Film, Leider! Bei der japanischen handelt es sich eigens für den japanischen Markt veröffentlichten "Director's Cut"!

Zu dem Kritiker, der sich wünscht, daß das Blut bein jedem Miike Film aus dem Cover läuft, möchte ich nur sagen, der Gute hat keine Ahnung vom "asiatischen Film"! Es muß nicht immer der Sprotz aus dem Bildschirm spritzen um einen "guten Miike" zu sehen! Bannause.....
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 13 muss keine Unglückszahl sein, 18. September 2011
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins (DVD)
In den letzten Jahrzehnten hat das japanische Kino sein ureigenstes Genre - den Samurai-Film, auch Chanbara (japanisch f. Schwertkampf) genannt - auf eine ähnlich revisionistische Weise revolutioniert wie das amerikanische Kino seinen Western. Nationale Mythen wurden und werden hinterfragt, neu gedeutet oder gar zerstört, der Blick auf diese legendäre Kriegerkaste wurde nüchterner, realistischer, oft auch zynischer. Neuere Filme wie die Trilogie des Regisseurs Yoji Yamada (Twilight Samurai, Hidden Blade, Love and Honor), The Last Sword von Yojiro Takita oder auch moderne Klassiker wie The Sword of Doom aus dem Jahre 1966 zeigen ein eher kritisches Bild dieser sozialen Elite jenseits aller Romantik.
13 Assassins ist ein typisches Beispiel für einen solchen Film, wie die meisten der genannten Produktionen spielt auch er gegen Ende der Togukawa-Periode in der Mitte des 19. Jahrhunderts, einer Zeit, die Japan zwar Frieden brachte, aber auch kultureller Stillstand und eine Verkrustung der sozialen Schichten bedeutete. Die Samurai dieser Zeit waren hauptsächlich damit beschäftigt, ihre gesellschaftlichen Privilegien zu sichern, der komplexe Ehrenkodex ihrer Kaste wurde zunehmend zur Farce, ausgehöhlt durch Korruption und soziale Verwahrlosung. Der Schwertkampf wurde zunehmend nur noch im Dojo geübt oder bei kaltblütigen Morden, Schlachten und militärische Auseinandersetzungen gab es kaum noch, im Grunde genommen stellten die Samurai nur noch einen Anachronismus dar - dem es aber auf Kosten der Restbevölkerung sehr gut ging.
Genau diese Verhältnisse schildert 13 Assassins. Ein hochrangiger junger Adeliger, der Adoptivbruder des Shoguns, nützt seine nahezu unantastbare Stellung scham- und hemmungslos aus und begeht so gut wie jedes Verbrechen, dass man sich nur vorstellen kann. Dieser glattgesichtige Sadist und Psychopath mordet, vergewaltigt und verstümmelt nach Gutdünken, beschützt und gedeckt von seinen Samurais und dem gesamten Verwaltungsapparat - bis nach einem besonders abscheulichem Blutbad ein hoher Verwaltungsbeamter endlich genug hat. Dieser heuert heimlich eine angesehenen, ehrlichen Samurai namens Shinzaemon an, diesen Soziopathen zu töten, bevor er noch mehr Unheil anrichten kann. Shinzaemon ist bereits älter, ein ruhiger, grundanständiger Witwer, der nichtsdestotrotz im Ruf steht, ein hervorragender Schwertkämpfer zu sein. Nach und nach werden noch elf Mitkämpfer rekrutiert, die aus unterschiedlichsten Gründen dazu bereit sind, an diesem Himmelfahrtskommando teilzunehmen. Nachdem sich ihnen noch ein mysteriöser Waldbewohner angeschlossen hatte, präparieren sie ein kleines Dorf in eine tödliche Falle um, wo die 13 Attentäter dann auf den Fürsten und seine zigfach überlegene Eskorte warten. Im finalen Entscheidungskampf überfällt dieses todesmutige Häuflein die erdrückende Übermacht, nur ein Ziel vor Augen - den Fürsten zu töten.
Diese geradezu klassische Geschichte - wer denkt hier nicht an Sieben Samurai oder Yojimbo - wurde kongenial von Takashi Miike umgesetzt, einer der produktivsten Regisseure Japans, der ansonsten eher für ziemlich drastische Mystery- und Horror-Filme bekannt ist, gelegentlich aber auch schon vorher anspruchsvolles Genrekino inszeniert hat. In diesem Film verzichtet Takashi Miike auf Experimente oder Mätzchen und erzählt den Plot geradlinig und schnörkellos. Ähnlich wie in Kurosawas Sieben Samurai wird auch hier ganz klassisch zunächst das dramaturgische Motiv gezeigt - die Taten des sadistischen Fürsten - um dann nach und nach die einzelnen Protagonisten vorzustellen und in kleinen Psychogrammen ihre individuellen Charaktere und Motivationen zu zeigen. Dabei werden durchaus Stereotypen verwendet, die man auch aus vielen anderen Filmen dieses Genres kennt: Den jugendlichen Heißsporn, den zynischen Pragmatiker, den brummigen Veteranen und den pummeligen Witzbold. Das ist handwerklich nicht schlecht gemacht, gewinnt aber nie die Tiefe wie die angestrebten großen Vorbilder, die Protagonisten bleiben teilweise sehr schablonenhaft. Gelegentlich verfällt der Film auch bei allem trockenen Realismus in einen beinahe kitschigen Pathos, das sind dann meist die schwächsten Szenen. das Einnehmende und Wertvolle an diesem Film ist aber, dass er gar nicht mehr sein will als ein klassischer, angenehm altmodischer Samuarifilm, ein stringenter Genrebeitrag ohne Wenn und Aber.
Wie beim japanischen Kino üblich sind die Leistungen der Schauspieler durchweg hervorragend und unprätentiös, die Kameraarbeit ist stilistisch einwandfrei und gelegentlich sogar innovativ, die Farbgebung ist konsequent in dunklen Erdtönen gehalten und die Dialoge sind pointiert und glaubwürdig. Die Choreografie der Kampfszenen, die gut die Hälfte der Laufzeit ausmachen, sind überzeugend unspektakulär, hier wird nicht die in letzter Zeit so angesagte Blutspritz-Ästhetik in Slow-Motion verwendet, hier werden Schwertkämpfe als das gezeigt, was sie sind, ein unangenehmes, unappetitliches, hartes Handwerk, hier krachen Knochen, hier sterben Gegner leider nicht nach dem ersten Schlag, hier fließt der Schweiss ebenso schnell wie das Blut.
13 Assassins ist ein neuer, aber nicht unbedingt moderner Film über den Untergang einer Kaste, die ein Nationalmythos ist, eien Art japanischer Spätwestern. Takashi Miike hat hier eine saubere Regiearbeit hingelegt und eine Film geschaffen, der zwar nicht ein moderner Meilenstein wie Twilight Samurai ist, aber im Pantheon dieses Nationalgenres seinen verdienten Platz finden wird. Empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traditioneller Samuraifilm, 23. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins (DVD)
Produkt: DVD (1 Stück) / Qualität: gut / Vertreiber: Ascot Elite Home Entertainment / ASIN: B004NSEPX8.
Deutscher Titel: 13 Assasins. Originaltitel: Jusannin no Shikaku
Produktionsland: Japan. Premiere: 2010
Mit: Koji Jakusho, Hiroki Matsukata, Takayuki Yamada, Yusuke Iseya u. A.
Regie: Takashi Miike

Japan, 1840-er Jahre.
Die Grausamkeit eines Fürsten schreit zum Himmel und es finden sich 13 Samurai, um diesen Frauen- und Kindermörder samt seinem zahlenmäßig weit überlegenen Gefolge hinzurichten.
Ein in der Tradition klassischer Samuraifilme sich ereignendes Historienabenteuer in solidem Aufbau, ohne je langweilig oder langatmig zu werden. Höchst interessanter und packender Aufbau, ähnlich dem Epos "Die sieben Samurai", bis zur entscheidenden Schlacht in einem Dorf, welche zur Falle für den völlig amoralischen Fürsten auserkoren wird. Trotz manchen realitätsverfremdenden Kampfszenen, ein durchwegs packender Film, der die Grundintention samuraiischer Ehrbarkeit von Anfang bis Ende glaubwürdig vermittelt.
Der Fürst des Bösen meint, sein brutales Treiben unbedenklich praktizieren zu können, da er ein naher Verwandter des Shoguns ist. Die äußeren politischen Strukturen erlauben in der Tat kein Vorgehen gegen ihn.
Jedoch regt sich in der Seele Einzelner das Gewissen. Eine Entscheidung wird getroffen, außerhalb der offiziellen, politischen Maßnahmen - eine naturrechtliche: der inoffizielle Tyrannenmord vollzogen von Menschen, die bereit sind, für die gute Sache ihr Leben zu opfern.
Am Ende der denkwürdigen Schlacht bleiben von den 13 Samurai nur zwei am Leben. Sie kehren heim als Neugeborene und treten ein in ein erneuertes Leben als Tragende des heiligen Vermächtnisses echter Samurai-Philosophie, bezeugt im Opfertod der Helden.
Die Pointe der Geschichte am Ende ist, dass der blinde Gehorsam eines dienenden Samurai nie so weit gehen darf, dass ethische Gesinnung dabei aufgegeben wird. Der echte Samurai ist ein Krieger, welcher bereit ist, die ungerechte Grausamkeit seines Herren zu beenden, wenn dessen Tun unschuldigen, schwachen und hilflosen Menschen zu schaden trachtet.
Die Kameraarbeit in den langsamen Aufbauszenen bis hin zu den rasant sich abwechselnden Kampfszenen ist vortrefflich und schön. Ein kompromissloser und konsequenter Film in seiner moralischen Aussage. Ein Plädoyer für Zivilcourage und das Recht auf den Kampf um Gerechtigkeit von der Basis her.
Mladen Kosar
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Remake, 30. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich kenne das Original und finde das Remake sogar einen Tick besser! Der Film schaut sich in der ersten Hälfte wie man ein Buch liest und die zweite Hälfte lässt Schwertmeister aneinander prallen das man sich als Kendoka wünscht im Geschehen mitkämpfen zu dürfen! Die Massenschlacht ist historisch korrekt (wo jeder Samurai den Einzelkampf sucht) und fängt grandios den Bushido ein! Ich verbeuge mich vor diesem Werk wie seinerzeit vor den Kurosawa Klassikern,Sword of Doom,Kill und etlichen mehr deren aufzählen lange dauert! :) aja die deutsche Synchro ist sehr gut obwohl ich mir jeden Samuraifilm lieber original anschaue!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Samurai-Ehre und monumentale Action, 19. September 2011
Von 
Stefan Lehmler (Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins [Blu-ray] (Blu-ray)
Takashi Miike ist eher für abgedreht und/oder schockierende Filme wie Gozu, Dead or Alive, Ichi the Killer oder Audition bekannt. Mit 13 Assassins hingegen inszeniert er ein eher realistisches Historien-Actionspektakel, ohne allerdings zu vergessen, diesem seine Handschrift aufzudrücken. So gibt es gleich zu Beginn eine recht verstörende Szene mit einem verstümmelten Mädchen, die so auch aus einem seiner härteren Horrorstreifen stammen könnte. Durch solche und andere blutrünstige Darstellungen schafft es Miike wie kaum ein anderer den tyrannischen Bösewicht des Films hassenswert und ultimativ Böse darzustellen und gleichzeitig eine bedrohliche Atmosphäre zu schaffen. Bilder, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Das zwei Stunden währende Epos nimmt sich aber nicht nur seine Zeit, um den sadistischen Irren von Tyrann ausreichend darzustellen. Auch die 13 Attentäter, welche es letztendlich auf diesen abgesehen haben, kommen nicht zu kurz und werden in den ersten 80 Minuten des Films ausreichend beleuchtet. Obwohl diese internationale Version gute 15 Minuten kürzer ist als das japanische Original, hatte ich nie den Eindruck, dass etwas fehlt. Der ein oder andere mag sogar ganz froh sein, dass diese actionarmen ersten 2/3 des Films nicht noch länger gehen, denn wirklich viel passiert hier nicht und die Story ist insgesamt auch recht dünn. Die stärke des Films liegt hier ganz klar auf den schicken Locations, den historischen Kostümen und den zahlreichen Dialogen rund um den Ehren-Kodex der Samurai.

Der Film gipfelt schließlich in eine großartig inszenierte, monumentale Endschlacht, die satte 40 Minuten umspannt. Auch hier zieht Miike alle Register und bis auf einige wenge wirklich unnötige und schlechte CGI-Effekte (andererseits auch wieder ein Markenzeichen des Regisseuers) wird hier Samurai-Action in Perfektion geboten. Wenn 13 Elite-Samurai 200 Mann in einen Hinterhalt locken, bleibt kein Körperteil wo es hingehört und kein Stein auf dem anderen. Bloß nicht verpassen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zeit ist gekommen um für etwas Großes zu sterben ..., 7. Juli 2011
Von 
Chaldroi (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins (DVD)
"Der Weg eines Samurai ist vorgegeben. Lebe in Ehre und zeige niemals Furcht."

Japan, irgendwann zur Zeit des Tokugawa-Shogunats, eine lang andauernde Periode des Friedens. Dies könnte allerdings empfindlich gestört werden. Denn Fürst Naritsugu, der Halbbruder des Shogun, steht kurz vor der Berufung in den Ältestenrat. Er würde das Land zweifelsohne in Krieg und Chaos führen. Denn er vergewaltigt, foltert und tötet völlig ungehemmt und zeigt großes Interesse das Land aus purer Lust in kriegerische Auseinandersetzungen zu führen. Als Halbbruder des Shogun ist er aber unangreifbar und für sein Wirken nicht zur Rechenschaft zu ziehen. Um Unheil vom Land fernzuhalten herhält der Samurai Shinzaemon von Odo aus dem Ältestenrat, dem selbst die Hände gebunden sind, den Auftrag Fürst Naritsugu zu töten. Die Zeit eilt aber, denn wirklich angreifbar ist dieser nur während seiner jährlichen Reise aus Edo zurück in sein Fürstentum, und diese steht unmittelbar bevor. In der kurzen verbleibenden Zeit versammelt Shinzaemon eine Gruppe von Samurai, Ronin und einem Herumtreiber, und sie stellen dem Fürsten in einem kleinen unscheinbaren Dorf eine Falle. Beschützt wird Fürst Naritsugu von einer riesigen Anzahl von Kriegern die vom Samurai Hanbei, mit dem Shinzaemon seit Jugendtagen freundschaftlich verbunden ist, angeführt werden.

"Ein Samurai zu sein ist manchmal schon eine ziemliche Last." (Shinzaemon Shimada)

Eigentlich ist dies ein Remake des gleichnamigen Samuraifilms von Eiichi Kudo aus dem Jahr 1963. Gedreht hat diese Neuinterpretation der japanische Regisseur Takashi Miike (Audition, Visitor Q, Ichi the Killer, Sukiyaki Western Django, und viele andere) der ein sehr vielschichtiger Filmemacher ist und dessen Filme sich oft durch exzessive Gewaltszenen auszeichnen.

Wer "fliegende" Schwertmeister a la Hongkong-Kino, oder aufgrund der Inszenierung durch Takashi Miike einen Film erwartet bei dem Blut und Körperteile schon aus der DVD Verpackung quellen, der wird enttäuscht sein. Es ist ein Film in der Tradition japanischer Samurai-Filme wie Die 7 Samurai, Yojimbo oder anderer, etwas modernisiert aufbereitet. Ein klein wenig auch an den Stil von Okami erinnernd. Die Fähigkeiten der Protagonisten wirken realistisch, die Kämpfe sind vor allem in der beeindruckend umgesetzten finalen Auseinandersetzung sehr blutig, brutal und erbarmungslos, und dennoch - obwohl buchstäblich im Blut gewatet wird - nicht selbstzweckhaft überzogen. Es findet sich im Film auch Kritik am Ehrenkodex der Samurai und dem auf starren Regeln basierenden Gesellschaftssystem das Gehorsam und Pflicht über das Gewissen stellt. "Wir wurden als Samurai geboren. Wir fragen nicht nach dem wieso, wir dienen. Das ist unser Schicksal."

Fürst Naritsugu ist als Bösewicht ein sehr interessanter Charakter und ein erschreckendes Portrait eines gefühlskalten Psychopathen. Er vergewaltigt, foltert und tötet völlig ungehemmt. Sein Handeln ist verstörend grausam und es fehlt ihm jegliches Unrechtsbewusstsein. Er fühlt sich Kraft seiner Abstammung und Stellung anderen überlegen, "das Herrschen begünstigt bloß den Herrscher. Ihm zu dienen ist die Vorbestimmung des Volkes." Letztlich ist für ihn alles eine große Belustigung und das finale Gemetzel inspiriert ihn derart, dass er die Ära des Krieges wieder einführen will, sobald er im Ältestenrat berufen ist. Er dankt Shinzaemon für diesen "aufregendsten Tag in seinem Leben".

Anzumerken ist, dass es in Japan zwar eine längere Fassung gibt, diese hier aber keine zensurierte sondern die internationale Fassung des Films ist. Die fehlenden Szenen - etwa 16 Minuten - finden sich (großteils?) in den Extras mit deutschen Untertiteln. Ein paar wenige dieser fehlenden Szenen wären zur Charakter- und Handlungsvertiefung durchaus interessant gewesen, ansonsten beinhalten sie aber keine Handlungsinhalte die dem Film wirklich abgehen. Insbesondere sind es keine Szenen die aufgrund von Gewaltdarstellung fehlen, die sind alle im Film enthalten.

Bild und Ton der DVD sind in Ordnung. Das Titelmenü ist schlicht, aber ansprechend. Die Ausstattung ist allerdings eher mager. Kein Booklet, ein paar Trailer, deleted Scenes, das war es aber auch schon.

Extras:
*Trailer
*Deleted Scenes
*deutsche und japanische Sprachfassungen

Resümee: Von Takashi Miike beeindruckend umgesetztes Remake des gleichnamigen Films aus 1963. Wer "fliegende" Schwertmeister a la Hongkong-Kino, oder aufgrund der Inszenierung durch Takashi Miike einen Film erwartet bei dem Blut und Körperteile schon aus der DVD Verpackung quellen, der wird enttäuscht sein. Es ist ein Film in der Tradition japanischer Samurai-Filme mit einem furiosen finalen Gemetzel das aber nicht selbstzweckhaft überzogen ist. Es findet sich im Film auch Kritik am Ehrenkodex der Samurai und dem auf starren Regeln basierenden Gesellschaftssystem das Gehorsam und Pflicht über das Gewissen stellt. Bild und Ton der DVD sind in Ordnung. Insgesamt für Liebhaber des Samurai-Genres sehr empfehlenswert.
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13 Assassins [Blu-ray] von Takashi Miike (Blu-ray - 2011)
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