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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen61
3,9 von 5 Sternen
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Nach dem absoluten Bürgerkriegs-Drama "Gettysburg" bekommt man in diesem Set den eigentlich ersten Teil (der aber nach Gettysburg gedreht wurde) dazu, Gods and Generals.
In Gods and Generals bekommt man die Vorgeschichte erzählt, wie beide Seiten sich für ihren Weg entscheiden und natürlich diesen als den rechtmäßigen ansehen. Die Ausstattung ist super, was auch an der großen Zahl der Reenactoren liegen dürfte, die sich haarklein mit ihrer darstellung befassen.

Gods and Generals bleibt technisch und qualitätiv um Einiges hinter Gettysburg zurück, es ist halt ein Fernesehfilm. Trotzdem wird der Wahnsinn des stupiden Abschlachtens deutlich. Gettysburg ist dagegen ein absoluter High-End-Film, und viel Wert wurde darauf gelegt, gemäldegleich Augenblicke in Momentszenen zu bannen. Der erste Teil bleibt dagegen erstaunlich eindimensional und mag als Drama nur in Teilen zu überzeugen. Trotzdem gut dargestellt werden Themen wie Heldenmut, Verzweiflung und auch übertriebene Gottgläubigkeit, die den Waffengang scheinbar rechtfertigt.

Als Set absolut empfehlenswert, und von 5 Sternen ausgehend würde ich Gettysburg 6 Sterne geben, Gods and Generals 4. Daher als Gesamtnote 5 Sterne.

Und für die paar € bekommt man mehrere (sehr viele) Stunden gute Unterhaltung.
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am 28. Mai 2011
Der Film "Gods and Generals", in der hier vorliegenden "Extended Version", ist ein würdiges Prequel zu "Gettysburg". Wirkte die auf DVD erhältliche, gekürzte Fassung teilweise lückenhaft und oberflächlich (trotz der Länge des Films), so schließt die Extended Version Lücken, verleiht dem Film und den Charakteren mehr Tiefe und lässt ihn epischer erscheinen. Der Film wirkt insgesamt um einiges "runder". Die neu hinzugekommene Schlacht von Antietam ist einfach spektakulär in Szene gesetzt (nur leider viel zu kurz geraten).
Die "Extended Version" ist der regulären, gekürzten DVD Fassung klar vorzuziehen.

Der Film an sich würde von mir 4 Sterne erhalten. Doch leider hat Warner es mit der Umsetzung (besonders der deutschen Version) vermasselt, weswegen ich insgesamt nur 3 Sterne vergebe.

Das Bild der Blu-Ray ist sehr gut und der Ton an sich klar. Doch leider hat Warner in Sachen Ton gleich mehrmals versagt.

1) Es wurde versäumt die deutsche Tonspur an die veränderte Geschwindigkeit der Blu-Ray anzupassen, weswegen die Stimmen alle viel zu tief klingen.

2) Leider hat Warner die neuen Szenen nur in englisch mit deutschen Untertiteln auf die Blu-Ray gepackt. Eine Nachsynchronisation der zusätzlichen Szenen war Warner wohl zu teuer (alle Synchronsprecher wären noch verfügbar gewesen). Bei "Gettysburg" mit nur 15 Minuten an neuem Material kann ich OmU ja noch akzeptieren, aber bei gut einer Stunde zusätzlichen Szenen, unterbricht ein Ständiger wechsel zwischen Deutsch/Englisch einfach den Filmfluss und Filmgenuss. Außerdem liegen vier Szenen OmU vor, die auf der DVD noch in deutsch vorhanden waren (beide Ansprachen Jacksons zu seiner Brigade, ein Gespräch zwischen Chamberlain/Kilrain im Lager, ein Gespräch zwischen Lee/Jackson am Abend vor Chancellorsville).

3) Es gibt einige Stellen, an denen der Übergang zwischen der deutschen/englischen Tonspur unsauber vonstatten geht. Auch bei einigen minimal gekürzten Filmszenen, kann man einen minimalen "Bruch" im Ton der deutschen Tonspur heraushören. An einer Stelle läuft der Ton einer Szene in die nächste über. (Chancellorsville: Man hört noch Soldaten rennen und schreien, obwohl im Bild schon ein Offizier zu sehen ist, der mit Jackson redet).

Ein Booklet (wie bei der US-Version) oder ein Wendecover sucht man leider ebenfalls vergebens. Das Bonusmaterial ist, mit Ausnahme eines neuen Audio-Kommentars und einer neuen Filmeinführung, ebenfalls dasselbe wie bei der DVD. Schön wäre es gewesen, wenn man geschnittene Szenen (ja auch im Extended Cut sind nicht alle Szenen, die gedreht wurden, enthalten. Siehe z.B. Bonus DVD bei der Erstauflage des Soundtracks) oder eine neues "Making-Of" hinzugefügt hätte (bei Youtube z.B. gibt es ein Video, das die Entstehung des Films aus sicht der "Reenactors" zeigt. Etwas in der Art wäre sicher eine schöne Beigabe zum vorhandenen Bonusmaterial gewesen).

Fazit:

Wer sich für den Amerikanischen Bürgerkrieg interessiert, oder bereits "Gettysburg" gesehen hat, sollte sich die "Extended Version" des Films auf jeden Fall ansehen. Personen, die die Kinofassung auf DVD gesehen haben, und den Film nicht sonderlich gut fanden, sollten dem Film in der Extended Version eine zweite Chance geben, da er um Längen besser ist (auch wenn "Gettysburg" im Vergleich immer noch der bessere Film ist).

Jedoch empfehle ich, den Film direkt komplett auf englisch anzugucken, da man so keine nervigen Sprachwechsel, Brüche in den Übergängen oder zu tief klingende Stimmen ertragen muss.

4 Sterne für den Film. 3 Sterne für die Umsetzung.
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am 9. Februar 2013
Gettysburg/ Gods and Generals

Beide DVD sind Beispiele der amerikanischen Art und Weise Geschichte zu erzählen. In beiden Filmen wird das historische Geschehen um eine Person herum angeordnet. Es wird nicht allein auf das Gewicht und die Bedeutung der Ereignisse vertraut. Das Wecken von "Human Interest" wird als notwendiges Mittel gesehen, um den Zuschauern auch allgemeinere Zusammen- hänge und Betrachtungsweisen zu vermitteln. Dies zeigt sich auch an den immer wieder eingestreuten Episoden mit anderen von den Ereignissen betroffenen Personen. Zumindest die Schilderung der Hauptpersonen basiert auf den bekannten historischen Quellen. Persönliche, nicht über die Quellen verschließbare Ereignisse werden wie in einer weltlichen Heiligenlegende geschildert. Figuren wie der General Lee wirken daher nicht wie Persönlichkeiten sondern wie Figuren aus dem Ruppiner Bilderbogen. Ein Gegenbeispiel zu dieser Art der Darstellung ist "Waterloo", das seine Spannung nicht nur aus der aufregenden Schlacht sondern auch aus den Charakteren der handelnden Personen erhält.

Die Schilderung der historischen Ereignissen entspricht der Quellenlage zur Zeit der Entstehung der Filme. Die Auswahl der Schlachten in " Gods und Generals " ist plausibel. Sie ermöglicht es, die Entwicklung von begeisterten, aber unerfahrenen Freiwilligen zu von ihrer Aufgabe erfüllten und versierten Kämpfern zu verstehen. Auch in " Gettysburg " wird der Gang der Ereignisse durch die Auswahl der Ereignisse und die Art der Darstellung gut verständlich.

Bei " Gods und Generals " erfordert die Konzentration auf General Jackson, der für seine intensive, ja nahezu fanatische Frömmigkeit bekannt war, eine intensive Beschäftigung mit seiner Religiosität. Die für einen heutigen Mitteleuropäer nur in wenigen Fällen nachvollziehbare Art und Tiefe der Religiosität der Amerikaner des neunzehnten Jahrhunderts muss gerade in einem Film über den Bürgerkrieg thematisiert werden, zumal dann, wenn der Protagonist General Jackson heißt.

In " Gettysburg " steht Joshua Chamberlain, der Kommandeur des zwanzigsten Regiments aus Maine mit im Mittelpunkt.
Mit ihm und seiner beherzten Abwehr am Little Round Top werden die entscheidensten Kämpfe des zweiten Tages in den Mittelpunkt gestellt. Zeitkolourit und Ablauf der Ereignisse werden gut erfasst.

Beide Filme sind eine solide Darstellung wichtiger Ereignisse des amerikanischen Bürgerkrieges. Die Personendarstellung erreicht nicht die Tiefe eines guten Romans. Das angestrebte Ziel, eine gut aufnehmbare Darstellung des historischen Geschehens zu geben wird jedoch voll erreicht.
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am 8. März 2006
Die beiden DVD's bieten mehr, als der Preis vermuten lassen würde...Beide Filme sind Teil einer Triologie über den Amerikanischen Bürgerkrieg, der von den Südstaaten als zweiter Unabhängigkeitskrieg empfunden wurde. Tolle Darsteller und excellente Ausstattung machen das Anschauen zu einem wahren Vergnügen, so dass man es sich am liebsten in einem Kinosessel bequem machen würde. Allerdings sollte man gutes Sitzfleisch besitzen, denn jeder dieser Filme dauert mehr als drei Stunden (was das Vergnügen aber nicht beeinträchtigt).
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am 21. April 2008
Fasziniert von beiden Teilen und schon eine 5 Sternewertung in einer früheren Rezension zu GODS AND GENERALS vergeben, möchte ich allerdings zu den hier erschienen Rezensionen anfügen, dass es sich -für mich- um eine lausige deutsche Synchro handelt (die bekannten Darsteller wurden nicht mit ihren original deutschen Stimmen besetzt; Dialoge in deutscher Sprache erscheinen oftmals schwülstig und werden daher dem ein oder anderen deutschen Pathosmuffel eine geballte Ladung Würgereiz verpassen).
In der Originalfassung dagegen -deutscher Untertitel zur Stütze- faszinierende Dialoge der beiden Kriegsparteien. So daß für mich ein Jeff Daniels in GETTYSBURG oscarwürdig spielt. Stephen Lang als Pickett in GETTYSBURG und in GODS AND GENERALS als Stonewall spielt so grandios charismatisch und geht die beiden historischen Personen vom schauspielerischen so unterschiedlich an, ..., das ist große Schauspielkunst! Dazu noch ein R. Duvall im Original, der in seiner Eingangssequenz schon einfach nicht zu schlagen ist.

Fazit:
nur für den geschichtsinteressierten Amerikafan;
nur für den, der ergreifende, inbrünstige Monologe unzynisch anerkennt;
nur für den, der verständlich auf uramerikanischen, religiösen, heimatverbundenen Pathos reagiert;
und deshalb nur im Originalton zu genießen
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am 15. August 2009
Beide Teile einer dreiteiligen Serie sind wirklich gut. Ich habe zufällig bei einem USA- URlaub bei Gettesburg als Statist mitmachen können und man merkt dem Film die Liebe zum Detail an, mit dem er gedreht wurde. Die Vorlage zum Drehbuch war der Roman "Killerangles" und wie im Buch wirde die Handlung aus der Perspektive kommandierender Generäle erzählt. Dadurch kann man auch ohne gute historische Vorkenntnisse der Handlung gut folgen und es bleibt spannend. Es bleibt zu hoffen, dass auch der letzte Teil der Triologie noch erscheinen wird.
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am 3. Juni 2011
Vorweg: die Kritik vieler an die deutsche (synchronisierte) Fassung kann ich nachvollziehen, ist aber bei meiner Bewertung nicht berücksichtigt bzw. ausschlaggebend.

Die erweiterte Blu-ray-Fassung ist hervorragend!!!
Die neue ca. Viereinhalbstundenversion vertieft nicht nur das eigentliche Kriegsgeschehen. Auch die filmische Umsetzung als Drama kommt besser zu Geltung.
War die DVD-Version mehr geschichtsorientierte Spielfilmdoku, werden hier mit etlichen Szenen gänzlich neue Handlungsfäden gesponnen. Da ist z.B. der Theaterschauspieler und Lincolnattentäter Booth und dessen Kollege Henry T. Harrison, der in "Gettysburg" schon seinen Auftritt als Spitzel an der Seite von General Longstreet hatte. Jetzt erst, ergibt die (Spitzel)Charaktere in "Gettysburg" Sinn. Und die dramaturgische Verflechtung des zukünftigen Präsidentenattentäters für den hoffentlich erscheinenden dritten und letzten Teil (THE LAST FULL MEASURE) bietet spannende Serienatmosphäre im Gewande eines Cliffhanger. Sie verinnerlicht (zwar nicht gerade geschichtlich Korrekt) die Zerwürfnisse der seelischen Konflikte des zukünftigen Mörders, der dann in Teil 3 seinen großen Auftritt haben wird.
Folglich bieten die ausgedehnte, hier vorliegende Extended-Fassung, eine wirklichen Querschnitt div. Ideologien (abseits der neu gezeigten Schlacht Antietam/Sharpsburg), um die Handlungen der Kriegsparteien (die sich hier durch div. Charakteren äußert) "objektiver" zu verstehen. "Falsch" und "Richtig", Sinn und Irrsinn, wechseln so im blutigen Geschichtsverlauf, aus heutiger Sicht, die Seiten; decken so beim Zuschauer die Fatalität des Krieges auf. Schuld und Nichtschuld sind zur Sinnlosigkeit verdammt und lassen nur die Äußerung des sterbenden Jackson zu, der den Krieg als Geißel brandmarkt.

Der rein amerik. Film und dessen Umsetzung fasziniert mich total. Entfaltet aber seine ganze Kraft nur im Original(!), mit dem zum Teil kautzigen Südstaatenslang und dem rezitierten Shakespeare-Zitaten. Jeff Daniels oft verwendetes "ähh" als Rhetorikprofessor Chamberlain, Duvalls underacting mit seiner zuweilen sprachlosigen Schüchternheit, die sich einer vehement disziplinierten Sturheit im Ich des General Lees entgegenstellt, sowie das unerschütterliche, mit alttestamentarischer Religiosität durchzogene Schauspiel des Stephen Lang (in "Avatar" Colonel Quaritch u. in "Gettysburg" General Pickett) als "Stonewall", erreicht in der Synchronfassung in keinem Augenblick des Films die Würze gegenüber dem Original. Zwar bin ich ein großer Fan der deutschen Übersetzungsarbeit (dazu hab' ich schon div. Rezis zum Besten gegeben), rate aber jedem, auch der sich des Amerikanischen kaum mächtig ist, dieses Filmbollwerk, evtl. mit deutschen Untertiteln zur Stütze, anzusehen.
Die verdeutsche Fassung lässt herablassendes Kopfschütteln und einhergehendes Schmunzeln zu, bzw. lädt den ein oder anderen Seher mit Amerikavorbehalt zu Magenverstimmungen ein, denn die inbrünstigen Textpassagen, der meist religiösen Südstaatler, erscheinen uns "weltlichen" Europäern mehr als fremdartig; im Sinne von schwülstig. Das alles hat dann mehr den Charme eines kitschigen US-Heimatfilmes.
Diese Verständnislosigkeit ändert sich aber im Original allein schon durch den Klang, durch die "Melodie" der Stimmen, mit ihren facettenreichen Färbungen in den jeweiligen Stimmungslagen (zur Veranschaulichung: Szene des "Stonewall" Jackson mit Kind am Weihnachtsbaum; überbrachte Nachricht in Lees Zelt von nahenden Tod Jacksons; Jacksons Ansprache von Pferd an die 1st Brigade; Lees fabulieren vom Pferderücken mit Blick ins Tal über den Begriff Heimat; Chamberlains Erläuterung zu Lincolns Proklamation der "Sklavenfrage" an dessen Bruder). Bietet so also die amerik. Version unverfälschtes, geniales Schauspielkino vom Feinsten (welches in der deutschen Übersetzung platt und abgedroschen daherkommt) und unterstreicht so die geschickte Auswahl an einzigartigen Schauspielern. Dazu sei noch die hier hervorragende Arbeit der Drehbuchschreiber erwähnt, die die Rollen den Hauptakteuren regelrecht auf dem Leib brannten.

5 MEGASTERNE und großes DANK an die Verantwortlichen, für diese Lehrstunde(n) in Geschichte und Schauspielkunst.
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TOP 500 REZENSENTam 2. November 2015
Auf den ersten Blick trieft dieser Film unerträglich vor amerikanischem Pathos. Wenn General Jackson mit weit ausgebreiteten Armen im Sonnenaufgang steht und mit verklärtem Gesichtsausdruck zum Herrn um den Sieg betet, ist das für die meisten Europäer schwer zu verdauen. Beschäftigt man sich allerdings mit der historischen Figur "Stonewall" Jackson, stellt man schnell fest, dass er wirklich so war. Selbst in seiner Zeit galt er als religiöser Fanatiker (und Exzentriker), der sogar seine Schlachtpläne aus der Bibel entnahm. Dabei war er der einzige Bürgerkriegsgeneral, dessen taktisches Geschick auch in Europa für Aufmerksamkeit sorgte.

Eines hat mich an diesem Film besonders beeindruckt. Zum ersten Mal sehe ich eine differenzierte Darstellung der Auslöser für den Krieg und es wird nicht auf die Sklavenfrage reduziert, die tatsächlich zu Begin der Auseinandersetzung kein Thema war. Ganz im Gegenteil garantierte Lincoln die Besitzrechte der Südstaatler, was auch Sklaven beinhaltete. Davon abgesehen....und viele wissen das nicht...gab es auch Sklavenhalterstaaten auf Seiten der Union. Am Beispiel von Virginia wird sehr gut dargestellt, dass sich die Einwohner eher als "Virginianer", denn als Amerikaner sehen und sich erst von der Union lossagen, als sie von der Zentralregierung aufgefordert werden, sich an einer Invasion in ihre Nachbarstaaten zu beteiligen.

Auch die Schlachten werden historisch korrekt und recht brutal dargestellt, dankenswerterweise aber ohne übertriebenes "Gespladder".

Tatsächlich fällt mir kein Grund ein, warum ich einen Stern abziehen sollte. Wer historisch interessiert ist und einen Film sehen will, der nicht unter der üblichen, amerikanischen Geschichtsvereinfachung leidet, ist hier richtig.

PS: Eine historische Ungenauigkeit ist mir dann doch aufgefallen. Der Gen. Jackson im Film kommt stets sauber und adrett daher, während er in Wirklichkeit ein bekannter Dreckspatz war, der zwar regelmäßig in der Pferdetränke badete, aber während des ganzen Krieges die Kleider nicht wechselte und so verlottert aussah, dass er nicht als General zu erkennen war.
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am 23. März 2013
Ein sehr gut gemachter Film, der den Krieg schonungslos darstellt, der Zwiespalt der Soldaten, aufgrund des Kampfes gegen ehemalige Freunde, wird hier sehr gut dargestellt, der Handlung ist auch ohne geschichtliche Vorkenntnisse gut zu folgen.
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TOP 500 REZENSENTam 4. November 2011
Meine Bewertung zu der gekürzten Fassung von "Gods und Generals" auf DVD fiel mit 2 Sterne recht harsch aus. Die gröbsten Mängel kann natürlich auch die Extended Version nicht beheben: Der Film konzentriert sich (im Gegensatz zu der Buchfassung) zu sehr auf die Person Generals Stonewall Jacksons, wodurch andere Charaktere und Ereignisse zu sehr in den Hintergrund geraten. Was richtig ärgerlich ist: Der Film ist eine eiindeutig parteilich aus Sicht der Südstaaten, was dem selbstformulierten Anspruch der Macher Ted Turner und Ron Maxwell widerspricht.

Was die Extended Version behebt, sind logische Brüche der gekürzten Fassung. Mit der Schlacht bei Antietam und Lincolns Emanzipationsproklamation werden wichtige historische Ereignisse geschildert. Wobei ich mich schon frage, was für ein Geschichtsverständnis die Verantwortlichen haben, wenn sie das Edikt Lincolns zur Sklavenbefreiung in der Normalfassung als kürzungsfähig ansahen.
Es fehlen jedoch immer noch etliche wichtige historische Ereignisse, die die Entwicklung des Civil War prägten. Weniger kitschige Szenen aus Jacksons Privatleben hätten die Zeit gespart, um diese in den Film zu integrieren.
Völlig neu ist ein Subplot rund um den späteren Mörder Lincolns John Wilkes Booth. Der ist nett anzuschauen, aber hier teile ich die Auffassung von Regisseur Maxwell: Schön, aber verzichtbar.
Dazu gibt es noch zahlreiche Szenen, welche vom Werdegang Joshua Chamberlains in der Nordstaatenarmee handelten, der ein bisschen den gegenpol zu Stonewall Jackson abgibt. Mit diesen zusätzlichen Szenen ist der Film immer noch einseitig, aber deutlich besser genießbar.

Was die Blu Ray-Qualität angeht: Natürlich ist das Bild besser als auf der Normal-DVD. Besonders Landschafts und Großaufnahmen haben gewonnenen. Aber ein epochaler Unterschied in Bild und Ton ist nicht zu erkennen.
Zusätzliche Extras sind fast völlige Fehlanzeige: Der (im übrigen vorzügliche Audiokommentar) war auch schon in der alten Version enthalten. Zusätzliche Dokus über historische hintergründe o.ä. fehlen leider ebenso wie ein Making of.

Fazit: Für Geschichtsinterssierte ist die Extended Version aufgrund der zusätzlichen Szenen interessant. Aber für eine gute Blu Ray fehlt noch immer einiges.
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