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5.0 von 5 Sternen Ein leiser Film über eine schöne Dreiecksbeziehung
Leider konnte dieser Film schon im Kino kein Blockbuster werden, da er (z. B. in Münster) nur in kleinen Programmkinos gezeigt wurde und von einem Massenpublikum, dass lieber über Schwachsinniges wie "Hangover" oder "Alles erlaubt - ein Woche ohne Regeln" lacht, nicht wahrgenommen wurde. Selbst die Veröffentlichung der DVD/BluRay verlief so leise, dass ich...
Veröffentlicht am 22. August 2011 von Volker Lutterb

versus
3.0 von 5 Sternen Etwas konstruiert, etwas lang
Sophie Rois und Sebastian Schipper spielen ein abgeklärtes Berliner Paar, beide Mitte 30, intelligent und in Medienberufen. Sie überlegen, ob sie nach 20 Jahren Beziehung noch heiraten und vielleicht Kinder bekommen sollen – doch weitere Beziehungen und Belastungen kommen dazwischen. Bald entsteht ein überraschendes Dreieck, das dem Film untypische...
Vor 6 Monaten von HansBlog.de veröffentlicht


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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein leiser Film über eine schöne Dreiecksbeziehung, 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Drei [Blu-ray] (Blu-ray)
Leider konnte dieser Film schon im Kino kein Blockbuster werden, da er (z. B. in Münster) nur in kleinen Programmkinos gezeigt wurde und von einem Massenpublikum, dass lieber über Schwachsinniges wie "Hangover" oder "Alles erlaubt - ein Woche ohne Regeln" lacht, nicht wahrgenommen wurde. Selbst die Veröffentlichung der DVD/BluRay verlief so leise, dass ich erst jetzt im August davon erfahren habe, denn liegt der o. g. Schrott haufenweise in den Elektronikmärkten, wurden von "Drei" wohl nur Einzelexemplare bestellt und unter "D" versteckt. Dies sollte man allerdings wohl besser als Ritterschlag für diesen wunderbaren Film werten, denn er hebt sich tatsächlich massiv von dem bunt-chaotischen Einerlei ab. Ein Heteropaar (Simon und Hanna), seit 20 Jahren zusammen, lernt, unabhängig voneinander, den sympathischen Adam (super gespielt von Devid Striesow) kennen und lieben. Eine Weile wissen beide nichts von dieser Beziehung des anderen, aber dann kommt die unvermeidliche, wunderbar inszenierte, Begegnung von Simon und Hanna bei Adam in der Wohnung, nachdem ein zufälliges und phantastisch gefilmtes Zufallstreffen auf einer Kunstausstellung noch knapp vereitelt wurde. Um diesen Film zu mögen (besonders als Mann) muss man natürlich mehr als lediglich die Toleranz für Homo/Bisexualität mitbringen, am besten, man hat diese bereits selbst erlebt, denn anderenfalls kann man sich wohl kaum in die Gefühlswelt dieses Filmes einfinden. Besonders imponiert hat mir, dass "Drei" fast ganz, wenn nicht sogar ganz, ohne Musik auskommt. Alltagsgeräusche und Dialoge werden so gefilmt, wie man sie im wahren Leben auch erlebt und selbst das Klacken des operierten Hodens von Simon in die Stahlschüssel wurde als reales Geräusch gefilmt. Die drei Schauspieler spielen ihre Rollen hervorragend glaubwürdig und Tom Twyker hat bei der Regie sein Bestes gegeben. Ich habe mich in diesen Film schon im Kino verliebt und werde ihn als BluRay sicherlich noch manches Mal ansehen. Schade, dass es leise Filme wie diesen viel zu selten gibt. Zur Qualität der BluRay sei gesagt, dass in diesem Falle alles bestens ist. Ich selbst und andere Rezensenten hatten ja bereits mehrfach Probleme mit dem Menü, dem Ton etc., bei diesem Film läuft alles glatt. Allerdings gibt es kein besonderes Bonusmaterial, das es nicht auch auf der DVD geben wird, allerdings wird eine Digitale Kopie beigelegt, um sich den Film auf den Laptop zu ziehen, was mir allerdings schleierhaft bleiben wird, wozu das gut sein soll. Ich habe die Disc und will den Film wenn dann auch richtig auf dem Fernseher gucken und nicht irgendwo im Zug auf dem PC.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Fruchtbarkeit, Lebensglück und neuen Menschen, 2. Juni 2011
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drei (DVD)
Wenn jemand Adam Born heißt und zugleich noch in der Stammzellforschung beschäftigt ist, so trägt er die Idee von Menschwerdung und vom neuen Menschen bereits in seiner Existenz mit sich. Wenn diese Person auch noch ein Leben führt, welches als überaus vielfältig und flexibel erscheint, indem er neben dem hochmodernen Beruf sich mehrfach sportlich, kulturell vielseitig und in wechselnden (sexuellen) Beziehungen engagiert, so sind wir wohl dem 'postmodernen Menschen' begegnet. Bevor aber Adam dem Betrachter vertrauter wird, lernt dieser erstmal die Kulturmoderatorin Hanna und den Kunsttechniker Simon, ein kinderloses Paar in Berlin kennen. Nachdem sie nun zwanzig Jahre zusammen sind, stellt Simon bei einer Currywurst auf der Straße die Frage, ob sie nicht doch mal heiraten sollten. "Ja ok", sagt Hanna, was nicht sehr romantisch, aber nach 20 Jahren wohl eine passende Antwort ist. Beide lernen im weiteren Verlauf unabhängig (und auch ohne Wissen) voneinander Adam kennen und beginnen eine Beziehung mit ihm. Insofern ist der Titel das (äußerlich) klare Programm des Films: eine astreine Dreiecksbeziehung. Astrein deshalb, da sie über die sonst bürgerliche Vorstellung - zwei Männer lieben dieselbe Frau oder zwei Frauen lieben denselben Mann - hinausgeht, indem jeder der drei jeden begehrt. Dies ereignet sich nicht als jugendliches Experimentieren, sondern mit Personen, die als 'forty something' mitten im Leben stehen, sich eher in den Wechseljahren bzw. der Lebensmitte befinden. So spielen auch Krebserkrankungen, Zeugungsfähigkeit oder die Sorge um bereits existierende Kinder und die Auseinandersetzung mit dem, was eigentlich Familie bedeutet, eine nicht unwesentliche Rolle.
Tom Tykwer hat mehrere Subtexte in den Film eingebaut, die sich auch in der formalen Gestaltung widerspiegeln: Schon im Vorspann wechseln verschiedene Szenen der drei Personen miteinander ab, werden parallel gezeigt und ergeben dann einen Mehrklang aus Splitscreenbildern (u.a. Hanna und Simon im Kino) und gleichzeitig gesprochenem Text, den der Zuschauer nicht mehr detailliert wahrnehmen kann. Das erste Bild, noch vor den Credits, zeigt zwei Stromkabel aus dem fahrenden Zug heraus beobachtet, als Metapher für parallel verlaufende Lebenslinien. Der Titel '3' geht wiederum über in einen Ballett-Paartanz, dem sich ein dritter Mann zugesellt, so dass sich weitere Tanzfiguren daraus entwickeln. Hier wird der Plot der Dreierbeziehung bereits metaphorisch einmal ganz erzählt.
Der Regsseur Tykwer wäre eben nicht Tykwer, wenn er nicht von Beginn ab klarstellte, dass hier mehr als einfach nur eine (Beziehungs-)geschichte erzählt wird. Anknüpfend an seine frühen Filme (Winterschläfer und Die tödliche Maria) geht es um nicht weniger als die Zufälle und Konstruiertheit des Lebens, der Frage nach dem, was Menschsein heute ausmacht und einen kulturell-philosophischen Diskurs darüber, der das Leben im Jahre 2011 als frei und voller Möglichkeiten, aber auch komplex und herausfordernd thematisiert. So ist Fruchbartkeit nicht nur auf Nachwuchs bezogen zu verstehen, sondern auch auf die Frage, wie Beziehungen immer wieder neu lebendig gemacht werden können, um sie für die Beteiligten in ihrem Leben fruchtbar werden zu lassen.
Manches wirkt sicherlich etwas zu kunstsinnig (wie z.B. die von Hanna moderierte Kultursendung) und die ein oder andere Story-Seitenlinie droht den Film zu überfrachten (z.B. die Geschichte um Simons Mutter). Trotzdem bleibt der Film vor allem wegen seiner hervorragenden drei Hauptdarsteller immer interessant, teilweise sehr amüsant und bis zum Schluss auch spannend, wie das Beziehungsgeflecht weiterbestehen kann. Sicherlich ist es kein reines Unterhaltungskino, aber eben doch zum (intellektuellen) Genießen geeignet.
Die Extras enthalten ein informatives Making Of, entfernte Szenen, die Split-Szenen des Vorspanns nun einzeln anwählbar und den Trailer.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DREI im Dschungel der Großstadt, 28. Oktober 2011
Von 
j.h. "corleone29" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drei [Blu-ray] (Blu-ray)
EIn Mann und eine Frau Ende 30 sind schon lange Zeit zusammen. Langeweile stellt sich ein, die Beziehung scheint an ihre Grenzen geraten zu sein. Zufällig lernt SIE einen anderen Mann kennen - und beide treffen sich so anonym zum Sex wie einst Marlon Brando und Maria Schneider im LETZTEN TANGO. Zufällig lernt auch ER (der nie schwul war) einen anderen Mann kennen, will neues erforschen und trifft sich mit ihm zum anonymen Sex. Und der Mann ist der gleiche ...
Das soll keine Inhaltsangabe sein und wird Tom Tykwers meisterhaftem und vielschichtigen Werk über die moralische Vereinsamung im Dschungel des Berliner Großstadtlebens auch nicht gerecht. Trotz Überlänge von 120 Minuten langweilt dieser Film niemals. Er zieht den Zuschauer in seinen Bann, ohne das gewiss recht fragwürdige Verhalten seiner Protagonisten zu werten. Tykwer stellt sie in teils sehr verletzlichen Einstellungen dar, ohne sie bloßzustellen.
Die drei Hauptdarsteller spielen hervorragend. Darüber hinaus sind wie immer in Tom Tykwers Filmen auch die visuell hervorragenden Einstellungen und ungwöhnlichen Perspektiven bemerkenswert.

Ein sehenswerter Film, den man nicht nebenbei konsumieren kann - und der auch nach dem Ende weiter wirkt. Die Bildqualität der Blu-ray von Warner ist wie erwartet hervorragend und insbesondere das Making-off im Bonusmaterial sehr sehenswert.
Einzig fragwürdig ist für mich die FSK-Freigabe ab 12. Sowohl einige vergleichsweise drastische Einstellungen als auch die für 12jährige mit Gewissheit unverständliche Gesamtproblematik lassen eine Freigabe ab 16 notwendig erscheinen!
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3.0 von 5 Sternen Etwas konstruiert, etwas lang, 19. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Drei (DVD)
Sophie Rois und Sebastian Schipper spielen ein abgeklärtes Berliner Paar, beide Mitte 30, intelligent und in Medienberufen. Sie überlegen, ob sie nach 20 Jahren Beziehung noch heiraten und vielleicht Kinder bekommen sollen – doch weitere Beziehungen und Belastungen kommen dazwischen. Bald entsteht ein überraschendes Dreieck, das dem Film untypische Sexzenen beschert.

Regisseur und Autor Tom Tykwer liefert intelligente Unterhaltung mit coolen Dialogen und etwas Tragödie, die nie aufs Gemüt schlägt. Der Film changiert zwischen romantischer Komödie und leichtem, nie ganz ernst zu nehmendem Beziehungsdrama, wirkt spätestens gegen Ende zu konstruiert. Ein paarmal habe ich die Augen geschlossen, u.a. bei den urologischen Details einer Hoden-OP.

Einige grafische Tricks und Unterbrechungen überlagern die Haupthandlung nicht zu sehr. Drei ist schön gefilmt, jede Kameraeinstellung bewusst gewählt; die Hintergrundunschärfe wirkt jedoch unruhig und verzerrt, so erscheinen unscharfe Lichtquellen sehr länglich.

Sophie Rois hat starke Präsenz, spielt aber teils aufgesetzt burschikos. Die zwei Männer in ihrem Filmleben erinnern an Unterhosenmodels.

Der Film geriet mit 119 Minuten zu lang. Erster Kürzungsvorschlag: Der schwebende Engel, der ein Gedicht zitiert.

Kritiken:

Drei erhielt viele Nominierungen und – passend – drei Auszeichnungen beim deutschen Filmpreis 2011: für Regie, Hauptdarstellerin und Schnitt.
3705 IMDB-Nutzer (Januar 2015) urteilten mit 6,8 von zehn möglichen Sternen.
Rotten Tomatoes: nur 45 Prozent Kritikerzustimmung (mit englischen Kritikerzitaten)
Metacritic: Kritikerzustimmung 55 von 100 (mit englischen Kritikerzitaten)
Deutsche Kritikerzitate bei film-zeit.de
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5.0 von 5 Sternen Ein mutiger Film, 20. November 2013
Von 
movie victim (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drei (DVD)
Diese Rezension bezieht sich auf die DVD.

Ich besitze in meiner ganzen großen Filmsammlung erst einen Tom Tykwer-Film, nämlich "Winterschläfer" aus dem Jahre 1997.
Ein sehr schöner, aber auch trauriger Film.

Nun also "Drei".

Ich fand den Film mutig wegen der sehr intimen Szenen, speziell bei den beiden Männern, wundervoll gespielt von David Striesow und Sebastian Schipper. Und etwas Neues kommt hinzu: Bei allem Mist, der speziell Simon passiert, hilft eine positive Einstellung. Zugegeben, leichter gesagt als getan, wenn einer Hodenkrebs hat...Mehr als einmal fühlte ich mich aufgefordert zu lachen. Da die Protagonisten es auch taten, war ich dazu ohne schlechtes Gewissen bereit.

Tykwer stellt ein Beziehungsmodell vor, das durchaus funktionieren kann. Wir leben im 21.Jahrhundert. Die Menschen haben sich so sehr weiterentwickelt, beinahe jedes Tabu wurde schon gebrochen.
Und muss nicht letztlich jeder selbst wissen, was er tut? Eigenverantwortung heißt das Zauberwort. Ein anderes ist Toleranz.

Ob schwul, bi oder das viel bemühte Wort "normal", eine Festlegung scheint nicht mehr möglich oder nötig.

Dank solcher Filmemacher wie Tom Tykwer und dank so mutiger Darsteller wie Striesow und Schipper wird durch das Medium Film ein solches Thema aufbereitet, ohne den Zeigefinger zu heben.

Ich erwähne die Männer im Besonderen, weil vor der Kamera etwas zu markieren, vielleicht sogar gegen die eigene Natur, ist mutig.

Warnung an alle, die sich den Film reinziehen wollen: Hier geht es wirklich zur Sache. Speziell Männer könnten bei einigen Szenen ein Problem bekommen. Dennoch ist es kein "Erwachsenenfilm" geworden, wie es früher so schön hieß.

Speziell seit "Solo für Klarinette" mit Götz George wurde ja viel diskutiert, was man auf der Leinwand zeigen dürfe und was nicht. Aber hier sind es ganz bestimmt keine Schaueffekte, sondern dienen der Geschichte.

Die Bildersprache: Man muss sich drauf einlassen, aber den Käufern des Films muss ich das nicht sagen, die kennen wenigstens wie ich einen Film von Tykwer, alle anderen werden Abstand halten wollen.

Der gemäßigte Einsatz von Musik hat mir vor dem Film Sorge bereitet, aber: Es funktioniert.

Deshalb fünf Sterne.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bereits alles gesagt, 7. Juni 2011
Von 
Guido Meier (Großherzogtum Baden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Drei [Blu-ray] (Blu-ray)
Schade, ich hätte eigentlich gerne eine eigene Rezension zu diesem Film geschrieben, aber da Martin Ostermann bereits alles gesagt hat, was es zu sagen gibt mache ich einfach eine Blu-ray Beurteilung daraus. Kurz möchte ich aber erwähnen, dass mich die parallelen, fließenden Kamerafahrten besonders beeindruckt haben und die Szene, bei der sich alle drei zum ersten Mal in der Galerie begegnen ist einfach großes Kino!

Zur Blu-ray: Das Bild hätte noch einen Tick mehr Schärfe haben dürfen spielt aber definitiv in der oberen Liga. Gott sei Dank bleibt uns die aus US-Filmen bekannte Unart von dämlichen Farbfiltern erspart. So erstrahlt der Film in herrlich bunten Farben. So wie das Leben eben sein kann. Der Ton ist genrebedingt recht unspektakulär bietet aber wenn möglich eine ordentliche Räumlichkeit. Alle Dialoge sind jederzeit hervorragend zu verstehen.

Alles in allem ein wirklich toller, ungewöhnlicher Film mit einem hervorragenden Ensemble. Übrigens ein guter Alternativ-Titel wäre gewesen "Schöne blaue Augen". ;-)

P.S.: Auch wenn mir unklar ist, was die Geschichte mit der totkranken Mutter uns sagen soll - man hätte sie einfach weglassen können und es hätte nichts im Film gefeht - diese Nebenhandlung bzw. Episode hat mich sehr berührt.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas unausgegoren, 13. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Drei (DVD)
Hanna und Simon, seit 20 Jahren ein Paar, lernen unabhängig voneinander den gleichen Mann (Adam) kennen und beginnen eine Affäre mit ihm.

Der Film "Drei" hat an einigen Stellen den Zauber, den Tom Tykwer mit seiner dynamischen, oft unkonventionellen Erzählweise auslöst. Wenn Hanna (Sophie Rois) feststellt, dass sie während der Konferrenz einer Ethikkommission mit ihren Gedanken woanders ist und David Bowies "Space Oddity" eingeblendet wird, oder wenn Simon (Sebastian Schipper) über die Zahl 39 nachdenkt und eine schicksalsschwere Collage als Bildern und Gedanken entsteht, dann ist das für mich großes Kino.

Was mir in "Drei" allerdings gefehlt hat, ist ein emotionales Verständnis der drei Figuren. Ihre Anziehungskraft aufeinander und zueinander habe ich als rein sexuell wahrgenommen. Dass es dabei um Hetero- und Bisexualität geht, ist hierbei völlig zweitrangig. Adam sagt so schön zu Simon, er müsse sich von seinem deterministischen Biologieverständnis verabschieden. Aber das ist für mich bei diesem Film gar nicht das Wesentliche. Mir ist einfach nicht deutlich geworden, was die Figuren jenseits der Sexualität füreinander empfinden. Dadurch werden die Beziehungen für mich ziemlich beliebig, und das macht den Film, so künstlerisch er auch gemacht ist, wenig greifbar. Sicherlich hat das auch mit meinem persönlichen Geschmack zu tun, aber alles in allem konnte ich mit jedem anderen Tom Tykwer-Film bislang deutlich mehr anfangen.
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5.0 von 5 Sternen so leicht..., 18. Dezember 2013
Von 
Michael Sievert (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Drei (DVD)
so leicht verliebt sich's, eine schöne Geschichte. Kein Fingerzeig. Keine wirkliche Angst, sondern reine Neugier, Liebe, Schmetterlinge im Bauch. Einfühlsam und provokant. Der Film ist eine Reise, könnte sogar für viele eine Ermutigung sein, Neues zu probieren, alt hergebrachte Rollenverteilungen zu verlassen. Was mich persönlich ein wenig gestört hat, war die zur Schaustellung des trendigen Berlins. Als Berliner geht man selten auf den Prenzlauer Berg oder nach Friedrichshain (ich zumindest) und ist auch nicht ganz so trendy, wie das Leben dort. Und Kreuzberg ist an manchem Sommerabend eher so ein Ballermann für Szenetouristen. Mich ermüden die neuen Besucher_Bewohner Berlins, was mich leider auch bisher davon abhielt, z.B. das Badeschiff zu besuchen (aber das nur mal nebenbei). Dem Film an sich tut das nichts. Das hat nur mit meinen persönlichen Empfindungen zu tun.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch Heten können schwules Kino, 24. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Drei (DVD)
Tom Tykwer ist ein toller, zeitgemäßer Film über Beziehungen gelungen. Devid Striesow & Kollegen überzeugen in ausgeklügelten Handlungen und humoristischen Momenten.
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5.0 von 5 Sternen Toller Film, 25. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Drei (DVD)
Schon bevor ich mich mit dem Thema Polyamorie beschäftigte, gefiel mir dieser Film aus seiner Leichtigkeit heraus sehr gut. Die Protagonist*innen haben ihren ganz eigenen Sinn und bringen eine tolle Stimmung rüber.
Jetzt mit thematischem Hintergrund ist der Film für mich ein absolutes "must have", den ich immer wieder gerne gucke. Es wird nix problematisiert, es wird Freiheit zum Denken gelassen, es wird eine Geschichte erzählt, wie sie wirklich laufen könnte.
Für Leute, die gerne ihre eigene Realität auf der Leinwand sehen, ist er vielleicht nur zum Teil was, da die Welt schon so gezeigt wird, als läuft vieles ziemlich gut. Keine Geldprobleme, kaum Komplexe.
Sehr zu empfehlen, auch gut, um darüber zu diskutieren. Toller Film.
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Drei
Drei von Tom Tykwer (DVD - 2011)
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