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4.0 von 5 Sternen Tragikomödie - ohne Schlüpfrigkeit
Die kontroversen Rezensionen auf dieser Seite zeigen, dass Kubricks "Lolita" auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer polarisiert. Selbstverständlich ist der Film ein eigenständiges Kunstwerk geworden, das mit dem Roman nur mehr die äußere Handlung gemeinsam hat - zu Ungunsten der Komplexität. Aber Film hat nun einmal eigene Gesetze, und...
Veröffentlicht am 15. August 2006 von Wolfgang Stroebl

versus
1.0 von 5 Sternen sorry, aber diesem Kubrick Film kann ich ausnahmsweise nichts abgewinnen !
Sicher hat man Anfang der 60er Jahre Filme anders gemacht als heute. Speziell zum damals heiklen Thema Sexualität. Aber die Charaktere, die Regie, der ganze Film wirken aus heutiger Sicht schon mehr als altbacken und lächerlich. Das "Lolita" schon damals beim Publikum nicht angekommen ist wundert mich nicht.
Nur wenige Jahre später hat Kubrick...
Vor 8 Monaten von Amazon Kundenrezensionen veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tragikomödie - ohne Schlüpfrigkeit, 15. August 2006
Von 
Wolfgang Stroebl (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lolita (DVD)
Die kontroversen Rezensionen auf dieser Seite zeigen, dass Kubricks "Lolita" auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer polarisiert. Selbstverständlich ist der Film ein eigenständiges Kunstwerk geworden, das mit dem Roman nur mehr die äußere Handlung gemeinsam hat - zu Ungunsten der Komplexität. Aber Film hat nun einmal eigene Gesetze, und Nabokov hat immerhin auch das Originaldrehbuch geschrieben.

"Lolita" ist eine Tragikomödie. Kubrick ist weit davon entfernt, schmierig oder voyeuristisch zu sein. Er konterkariert manch "heikle" Szene mit Komik und nimmt ihr damit jede Schlüpfrigkeit (diesbezüglicher Höhepunkt: das geradezu slapstickartige Aufstellen des Gästebettes, bevor Humbert erstmals mit Lolita in einem Zimmer übernachtet). Dass Thema, Aufmachung und Filmtechnik noch den späten 1950er Jahren verhaftet sind, machen den Film nur noch authentischer. Die Schwarz-Weiß-Arrangements sind optisch makellos umgesetzt; Kubricks Kamera noch eher statisch.

Die schauspielerischen Leistungen stehen jenseits aller Moden: Shelley Winters als aufdringliche Witwe - nervtötend und gleichzeitig herzzerreißend in ihrer Angst vor Einsamkeit. James Mason als liebeskranker Humbert - nur nach außen hin ein stilles Wasser. Sue Lyon in der Titelrolle - von manchen als miserable Schauspielerin bemäkelt, hat aber dennoch seinerzeit den Golden Globe abgeräumt. Sie schlägt sich in der sehr komplexen Rolle der Lolita durchaus achtbar (Der Schauspielerin selbst hat der frühe Ruhm nicht gut getan, sie hatte dann Skandale, mehrere Scheidungen; seit den 1980er Jahren dreht sie keine Filme mehr).

Die DVD bietet "Lolita" pur in guter SW-Qualität, keine Extras.

Trotz mancher Längen eine interessante Auseinandersetzung mit einem zeitlosen Thema - mit herausragenden darstellerischen Leistungen.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden", 13. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lolita (DVD)
1955 erschien Vladimir Nabokovs Skandalroman "Lolita", der zu recht die Frage aufwirft, ob man sich bei einer moralisch fragwürdigen Geschichte unterhalten kann. Denn, machen wir uns nichts vor, "Lolita" ist eine Geschichte um Pädophilie und Kindesmissbrauch. Die makellose Sprache Nabokovs und der geradezu satirische Blick eines Europäers auf die USA sind aber auch ein großer Genuss.
Logischerweise muss bei einer Verfilmung beachtet werden, was man ändern muss, um das brisante Thema nicht zu verharmlosen, aber auch kein langweiliges Lehrstück zu machen. Als erstes wurde der Autor selbst für das Drehbuch verpflichtet. Abweichend vom Roman ist Lolita nun nicht 12, sondern etwa 14 oder 15 Jahre alt. Sex wird nicht ausdrücklich erwähnt, geschweige denn dargestellt, so dass es der Phantasie des Zuschauers überlassen wird, wie weit die "unangemessene" Beziehung Lolitas zu Humbert Humbert geht. Als drittes wurde auf die dramaturgische Klammer verzichtet, die die schicksalhafte Verbindung der beiden verdeutlicht, indem die beiden fast zur gleichen Zeit sterben. Hier wird Lolita eine Zukunft ohne Humbert in Aussicht gestellt.
Kurz zur Handlung: Der englische Literaturprofessor Humbert Humbert (James Mason) zieht für eine neue Stelle in die USA und sucht eine neue Bleibe. Zwar fühlt er sich etwas genervt von der verwitweten Vermieterin Charlotte Haze (Shelley Winters), als er aber ihre Tochter Lolita (Sue Lyon) sieht, entschließt er sich zu bleiben. Zur Tarnung seiner Leidenschaft für die Kindfrau heiratet er Charlotte, der allerdings Humberts wahre Gefühle nicht lange verborgen bleiben. Außer sich vor Wut und Enttäuschung verunglückt sie tödlich. Humbert scheint am Ziel seiner Wünsche zu sein, Lolita für sich zu haben. Allerdings hat er nicht mit Clare Quilty (Peter Sellers) gerechnet, der ihm sehr bald Lolita abspenstig macht.

Manche Puristen vermissen in "Lolita" den typischen Kubrick-Touch. Mag sein, in erster Linie ist der Film erstklassiges Darstellerkino. James Mason zieht alle Register und ist als bitterböser, kühl vorgehender Egoist genauso abstoßend wie als hoffnungslos Liebender bemitleidenswert. Eine Schlüsselszene für seine sexuelle Obsession ist, als er Lolita die Zehnägel lackiert und sich über die Hausarbeit beklagt, bei der sie ihm nicht hilft. Als er ganz zum Schluss erkennen muss, dass er Lolita für immer verloren hat, ist er nur noch ein Häufchen Elend.
Shelley Winters, die in den 40er Jahren auf die starke, sexuell attraktive Frau abonniert war, zeigt eine zu Herzen gehende Darstellung einer vereinsamten, liebeshungrigen Frau. Wie schon in "Ein Platz an der Sonne" ist sie hier die ungeliebte, betrogene Frau, die durch die Schuld ihres Geliebten stirbt. Ihre Schwäche wird sowohl von Humbert als auch von Quilty ausgenutzt und auch noch der Lächerlichkeit preisgegeben.
Peter Sellers spielt den Literaten Clare Quilty, in den sich Lolita verliebt. Begabt, chamäleonhaft und destruktiv benutzt er die Menschen zu seinem Vergnügen. Dass er kein adäquater Partner für Lolita ist, mindert aber Humberts Schuld nicht. Im Gegensatz zum Buch, in dem die Figur Quiltys erst langsam in das Bewusstsein Humberts und des Lesers einsickert, ist die Darstellung durch einen so exaltierten Schauspieler wie Sellers auch ein Problem, da der aufmerksame Zuschauer schnell merkt, dass sich hinter den scheinbar vielen Leuten (Polizist, Schulpsychologe, nächtlicher Anrufer usw.) immer derselbe Mann verbirgt. Da aber "Lolita" kein Thriller ist, sondern das Psychogramm eines Intellektuellen, der wenig reflektiert seine Libido auslebt, fällt dies nicht so ins Gewicht.
Manche Nörgeleien an der Darstellung Sue Lyons kann ich nicht nachvollziehen. Gerade weil sie keine brillante Schauspielerin ist, ist sie für die Rolle sehr geeignet. Lolita ist ein Kind, das die Beziehung zu Humbert nur als geringeres Übel gegenüber einem Erziehungsheim ansieht. Ihre vermeintliche Raffinesse ist nur ihre Rache gegenüber dem Gefühl des Ausgeliefertseins. Eine raffinierte Darstellung hätte sie nicht wie das Opfer, das sie ist, erscheinen lassen können. Es ist gut nachvollziehbar, dass Sue Lyon darauf nur schwer eine solide Schauspielkarriere gründen konnte.

Grund für die sehr zwiespältige Aufnahme des Films ist sicherlich sein zeitweise rabenschwarzer Humor. Dialog und Schnittfolge führen zu mancher Pointe, das Lachen bleibt aber im Halse stecken. Kurz nachdem Humbert mit dem Gedanken gespielt hat, seine Frau zu ermorden, wirkt die Pistole plötzlich wie ein Hinweis darauf, dass sich der trauernde Witwer womöglich das Leben nehmen möchte. Und woran Humbert denkt, wenn seine Frau pausenlos auf ihn einredet, ist bitterböse und unterhaltsam absurd.
Sue Lyon erhielt einen Golden Globe als beste Newcomerin, das Drehbuch ist oscarnominiert.
Der Film liegt in guter Bildqualität vor, Untertitel in Deutsch, Englisch und 17 weiteren Sprache. Als Extra gibt es nur den Originaltrailer.

Eine gelungene Literaturadaption mit darstellerischen Topleistungen. Sehr zu empfehlen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker, 1. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Lolita [Blu-ray] (Blu-ray)
Warum diesen Film auf Blu-ray?

Weil es der absolute Klassiker ist und kein schlechter Remake mit Jeremy Irons. Jeder der sich für die Story(Buch) interessiert sollte natürlich umbedingt DIESEN Film kaufen!

Gerade schwarz-weiß Filme machen sich dank Kontrastschärfe besonders gut auf HD.

Ich hoffe der unqualifizierte Kommentar von Hermes wird hier nicht zu ernst genommen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen flotte Dialoge, grandiose Darsteller und fantastische Regie - ein zeitloser Film, 4. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Lolita [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe mir endlich mal die Stanley Kubrick Collection geholt, damit ich wenigstens sieben seiner besten Werke zusammen habe. 3 dieser Filme kannte ich schon, zu jenen zählte aber nicht Lolita. Jetzt habe ich ihn als erstes gesehen und war begeistert.

Der Autor Humbert Humbert zieht in einer kleinen Stadt in ein Haus indem ein Zimmer von einer Frau mit Tochter vermietet wird. Humbert verguckt sich schnell in die 14 jährige Tochter, kann aber natürlich nicht mit ihr zusammen sein. Er heiratet daraufhin Lolitas Mutter um in ihrer Nähe zu sein. Die Mutter stirbt allerdings und plötzlich scheint Humbert's Glück mit Lolita nichts im Weg zu stehen. Er kommt zwar mit ihr zusammen, allerdings macht es ihm Lolita nicht einfach.

Stanley Kubrick ist bekanntermaßen einer der besten und einflussreichsten Regisseure aller Zeiten. In einem Podcast habe ich einen guten Überblick über sein Filmwerk bekommen und daraufhin habe ich 3 seiner Filme gesehen und war so von ihnen überzeugt, dass ich die Collection einfach haben musste. Ich habe mir vorgenommen, die Filme in der richtigen Reihenfolge zu gucken, also habe ich mit Lolita angefangen.
Lolita würde ich als Kubrick's erstes Meisterstück bezeichnen. Der Film ist von 1962, schwarz-weiß und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Vladimir Nabokov, dass ich aber nicht kenne. Das Buch war seiner Zeit sehr umstritten, da solche Themen wie Pädophilie damals noch heikler waren als heute. Kubrick ging mit diesem Film ein großes Risiko ein, sollte am Ende aber großen Erfolg haben.
Lolita ist der zweite Schwarz-Weiß-Film den ich sehe (der erste war The Artist) und vielleicht der Dritte aus den 60ern. Hier fielen mir aber schnell einige Dinge auf.
Zu meiner Überraschung waren es die Dialoge, die mir auffielen. Vladimir Nabokov hat auch das Script zum Film geschrieben und einfach großartige Dialoge geschaffen. Die beiden Hauptdarsteller James Mason (Rommel der Wüstenfuchs) und Sue Lyon (Die Nacht des Leguan) spielen hier einfach super und haben eine fantastische Chemie zusammen. Vor allem Sue Lyon fiel mir hier sehr positiv auf, sie schien wirklich für diese Rolle geboren zu sein. Wie sie mit Humbert Humbert spielt, wie sie immer Andeutungen macht, ihn mit ihrer rebellischen Art auf die Palme bringt, ist einfach großartig. Mitten im Film habe ich sie zwar mal gehasst, aber als der Film dann vorbei war, habe ich mich sehr gefreut sie gesehen zu haben.
Diese Dialoge beschränken sich aber nicht nur auf Lolitas rebellische Art, sondern auch auf alle anderen Charaktere. Ab Mitte des Films geht es natürlich nur noch um Lolita, aber auch in der ersten Hälfte sind die Dialoge wirklich flott und unterhaltsam.
Und verbunden mit Kubrick's Perfektion wird dieser Film einfach nicht langweilig. Es gab einige Kameraperspektiven, bei denen ich genau wusste, warum Kubrick sich für sie entschieden hat. Er durfte Anfang der 60er natürlich nicht zu viel Haut zeigen (Kubrik Zitat: „Wenn Lolita ein Misserfolg geworden ist, dann nur, weil das Erotische fehlt.“), aber dennoch schafft er es, jedem klar verständlich mitzuteilen, was er gerade mit dieser und jener Szene sagen will.
Es gab mehrere Szenen im Film bei denen ich mir ein Lächeln einfach nicht verkneifen konnte, weil ich immer wieder einen Kubrick gesehen habe, der mir zuzwinkert und mir geradezu zeigt, was für ein Genie er war.
Und genau durch diese verschiedenen Komponenten, die flotten Dialoge, die großartigen Darsteller und Kubrick's Perfektion ist der Film heute noch wirklich zeitlos. Die Art wie er gefilmt ist, wirkt weder alt, noch irgendwie angestaubt, und auch die Darsteller wirken heute noch frisch und lebendig. Noch dazu, hat der Filme keine Längen und unterhält wirklich von Anfang bis Ende
Was ich aber auf keinen Fall unerwähnt lassen will, ist die Musik. Nelson Riddle hat hier einen großartigen Score geschaffen. Vor allem Lolita's Theme passt einfach perfekt zu diesem Mädchen, weil es unschuldig anmutet, aber andeutet, dass es das Mädchen faustig hinter den Ohren hat.

Fazit:
Lolita ist Stanley Kubrick's erstes Meisterwerk und reiht sich zwischen seinen Filmen wirklich gut ein. Der Film hat durch seine flotten Dialoge, die grandiosen Darsteller und die Perfektion Kubricks keine Längen und wirkt heute noch frisch. Kubrick hat das Thema der Pädophilie hier auf lockere und teilweise sogar lustige Art und Weise auf die Leinwand übertragen.
Lasst euch bitte nicht von dem Alter oder dem schwarz-weiß-Format zu Vorurteilen hinreißen, denn der Film ist wirklich super.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bemerkenswerte Zensur-Umschiffung, 15. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lolita (DVD)
Zweifelsohne ist es bemerkenswert, dass es 1962 möglich war, Vladimir Nabokows gleichnamigen skandalträchtigen Roman eng an die Vorlage angelehnt zu verfilmen, trotz der seinerzeit strengen Auslegung von Hollywoods Production Code. Die Änderungen gegenüber der Vorlage sind maginal, beispielweise wird das Alter von Dolores "Lolita" Haze (Sue Lyon in der Rolle ihres Lebens)von 12 auf 14 angehoben und die Athosphäre der literarischen Vorlage wird genau getroffen.

James Mason spielt den von Lolita manisch angezogenen Professor Humbert Humbert ausgezeichnet, Peter Sellers ist in der Rolle des pädophilen Rivalen Clare Quilty brilliant und ihm beim erreichen der Ziele immer einen Nasenlänge vorraus. In der Rolle der Humbert Humbert gierig nachstellen Mutter Lolitas überzeugt Shelly Winters bis zu ihrem tragischem Unfalltod.

Fazit: Die obszessive und vielschichtige Inszenierung gespickt mit schwarzem Humor, erotischen Andeutungen und tragischen Szenen ist auch noch nach 50 Jahren unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Minute. Ein Film den man(n) aufgrund seiner Singularität gesehen haben muß!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen S/W-Klassiker mit Flair, 21. März 2007
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lolita (DVD)
"Wie konnten sie nur 'Lolita' verfilmen?" - fragte 1962 die Ankündigung für den Film. Die Verfilmung von Nabokovs Skandal-Buch durch Stanley Kubrick war ein ebenso großer Skandal. Es waren die Zeiten, zu denen die Lolita-Darstellerin Sue Lyon aus jugendschutzrechtlichen Gründen noch nicht zur Premiere ihres eigenen Filmes durfte. Aus heutiger Sicht ist der Film - die Affaire eines älteren College-Professors (James Mason) mit der jugendlichen Tochter Dolores seiner Vermieterin (Shelley Winters) - vergleichsweise zahm, jedenfalls was die erotischen Szenen betrifft. Das Spiel mit den jugendlichen Reizen und das langsame Verfallen des Professors stellt Kubrick bis zu seinem fatalen Ende gut - zuweilen etwas übertrieben - dar. Wie bei "Dr.Strangelove" spielt auch hier Peter Sellers mehrere Rollen. Nostalgisch und durchaus noch sehenswert.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hochkarätige Verfilmung des literarischen Meisterwerks, 8. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Lolita (DVD)
Wenn man Nabokovs Lolita liest, kann man dieses Buch entweder lieben oder hassen. Dass es einen nicht nachhaltig beeindruckt ist unmöglich. Gleiches gilt für Stanley Kubricks Verfilmung dieser literarischen Sensation. Mason und Stone spielen ihre Rollen mit einer so beeindruckenden Intensität, dass die literarische Dichte des Buches im Film spürbar wird. Das Thema hat würdige Interpreten gefunden!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse, 25. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lolita (DVD)
Ein absoluter Ausnahme-Film. Hauptdarstellerin Sue Lyon ist übermenschlich gut und Stanley Kubrick ist wie immer ein Genie. Allein der Hauptdarsteller gefällt mir persönlich weniger. Der Film wird nicht mehr als DVD hergestellt, also heißt es zuschlagen. Ein Stück Filmgeschichte sichern!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lo, 10. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lolita (DVD)
Für mich der perfekte Film:

Perfekte Schauspieler, bzw. schauspielerische Leistung (m.E.);
Perfekte Mischung aus Tragik, Komik, schwarzem Humor, Verzweiflung, Hass, Liebe, Zärtlichkeit, krankhaftem Verhalten.
Jede Szene ist exzellent gespielt
Alle 4 Hauptdarsteller sind brillant auf ihre Weise
Den Film kann ich mir immer und immer wieder anschauen und er wird nie nie langweilig
Lässt sich überdies gut kombinieren mit dem Buch und Hörspiel, sodass dann alle Sinneskanäle bedient werden auf immer neue Weise.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skandal hin oder her, 19. Juli 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lolita (DVD)
Lolita, ein Buch wie ein Gerücht - wer hat es gelesen und wer hat es verstanden? Gibt es überhaupt mehr zu verstehen, kann man überhaupt etwas falsch verstehen an diesem Buch? Kann man es billigen und darf man es lieben. Von Philippe Djian bis zu Marcel Reich-Ranicki sind viele Menschen von diesem Buch fasziniert worden, von der Geschichte, von den Charakteren; doch alle haben sie nicht den letzten Schritt gewagt und es ganz und gar belobigt. Djian meint, ihm werde bei der Sprache schwindelig und Marcel Reich-Ranicki mag den Autor überhaupt nicht.

Wie verfilmt man ein Buch das ganz aus eigener Sprache besteht, ein Kunstprojekt ist, wie feines gesponnenes Garn. Gar- nicht eigentlich, oder?
Ich zumindest war skeptisch, als ich heute begann den Film zu sehen. Ich schätze nahezu alles, was Stanley Kubrick je gedreht hat, alles. Aber ich hatte immer die Idee, die Vorstellung, dass selbst Kubrick es nicht schaffen würde, so ein Buch zu verfilmen, seine ganze Breite auszulegen.

Nun, er hat es besser gemacht, als es eigentlich geht, aber er hat es nicht ganz geschafft. Für ein Werk, das sich auf der Ebene des Films, mit Kameraeinstellungen, Mimik und Darstellung bewegt, ist es wahrlich ein Meisterwerk. Vor allem die Darsteller, allen voran der wunderbare, komische, geniale Peter Sellers, aber auch James Mason und Shelley Winters leisten Hervorragendes. Die Atmosphäre stimmt und ist mit Musik und Dialogen nah am süßlichen Geschmack des Buches, das doch so bitter bei jedem Biss werden konnte.
Was fehlt dann eigentlich?

Ich kann es nicht wirklich sagen. Ich denke, dass jeder der diesen Film sieht mit Beklemmung aus dem Sessel aufstehen wird, aber auch mit dem Gefühl etwas Großes bezwungen/geschluckt/gesehen zu haben. Wer wissen will, was ich sonst noch meine, wird wohl den Roman lesen müssen.
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