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5.0 von 5 Sternen Barocke Kammermusik in überragender Interpretation
Kammermusik des Barock ist bei uns weit weniger beliebt als die Kammermusik anderer Epochen. Dazu kommt die Schwierigkeit, dass innerhalb der barocken Musik häufig schwer die Trennlinie zwischen Kammermusik und Orchestermusik gezogen werden kann. Auf dieser Anthologie jedenfalls sind einige Perlen solcher Werke zusammengestellt, deren Besetzung sieben Stimmen nicht...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2010 von Andre Arnold

versus
0 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen enttäuschend
Wieder einer der es geschafft hat Pachelbel zu verunstalten.
Diese Version ist geradezu vulgär, enthält sie doch nichts von dem was Canon ausmacht.
Die anderen Stücke hören sich alle gleich an.
Derartige Kompositionen bringen Klassik in Verruf.

Markus Lotz
Veröffentlicht am 21. November 2009 von Isabelle Lotz


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Barocke Kammermusik in überragender Interpretation, 11. Oktober 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Kammermusik des Barock ist bei uns weit weniger beliebt als die Kammermusik anderer Epochen. Dazu kommt die Schwierigkeit, dass innerhalb der barocken Musik häufig schwer die Trennlinie zwischen Kammermusik und Orchestermusik gezogen werden kann. Auf dieser Anthologie jedenfalls sind einige Perlen solcher Werke zusammengestellt, deren Besetzung sieben Stimmen nicht überschreitet.

Der Komponist Johann Pachelbel (1653-1706) wäre heute schon längst in Vergessenheit geraten, wäre da nicht sein berühmtes Werk "Canon und Gigue" in D Dur, das immerhin populär genug ist, um die ganze Anthologie danach zu benennen. Es ist ein schwelgerisches, helles Stück voller Schliffe und voller Glanz, das wohl auf ewig seinen Platz innerhalb der bekanntesten Werke der klassischen Musik behaupten wird.
Ein gänzlich unbekanntes Stück vom großen Georg Friedrich Händel ist seine Sonate für zwei Violinen und Cembalo in G Dur op. 5,4 HWV 399. Dabei handelt es sich weniger um eine Sonate als vielmehr eine Suite, denn nach den beiden ersten beiden prägnanten und vielseitigen Sätzen folgen drei Tanzformen. Händel aber arbeitet dieselben zu reizenden, perlenden Charakterstücken um.
Weit bekannter sind die Sonaten für zwei Violinen und Continuo von Antonio Vivaldi. Eine besonders interessante ist die d moll Sonate op. 1,12 RV 63, denn sie ist ein großer Variationssatz über die berühmten "Folies d'Espagne". Dementsprechend geheimnisvoll und dunkel ist die Stimmung dieser Komposition, die damit im krassen Kontrast zum ausgelassenen Werk von Händel steht.
Von den vier Orchestersuiten Bachs, die ja zu den absoluten Repertoireklassikern zählen, ist die zweite im düsteren h moll BWV 1067 die einzige mit kammermusikalischer Besetzung. Alle anderen sind majestätisch und pompös angelegt. Damit zeichnet sich die h moll Suite durch ihre Intimität aus. Der Flöte kommt an vielen Stellen die dominierende Rolle zu.
Eine weitere Orchestersuite ist eingespielt, die allerdings nach dem heutigen Stand der Forschung nicht von Johann Sebastian Bach stammt, sondern wahrscheinlich von einem seiner Söhne. Das Werk, das in g moll steht, offenbart sich schon beim ersten Hören als ganz untypisch für Bach. Auch die Tänze - Torneo, Capriccio - finden wir beim Thomaskantor nirgends. Dennoch hat das Werk seine Reize. Schon alleine die dynamische Ouvertüre - die allerdings nicht als solche bezeichnet wird - weiß zu überzeugen. Von besonderer Schönheit ist das Adagio in Form einer Air, deren hüpfende Melodik sogleich in ihren Bann zu ziehen vermag.

Auf den Klang von Originalinstrumenten möchte ich schon lange nicht mehr verzichten. Die Musica Antiqua Köln bietet die vorliegenden Stücke transparent, technisch brillant und fesselnd dar. Unter der Federführung des Geigers Reinhard Goebel nahmen sie diese Kleinodien 1982 und 1983 auf - ausgezeichnete Aufnahmequalität! Sie betonen deutlich den kammermusikalischen Habitus vor allem der beiden Orchestersuiten und Pachelbels Canon, die viele Dirigenten im letzten Jahrhundert ja nur zu gerne mit einem schleimigen, romantischen Zuckerguss benetzt haben. Ihr Zusammenspiel ist brillant. Ihre Deutung ist differenziert, pointiert und fließend akzentuiert, ohne allerdings über die - für unsere Ohren - eckigen Stellen hinwegzuwischen. Ein Album, das zurecht in die Reihe der "Archiv Masters" aufgenommen wurde.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schöne Auswahl, exzellent gespielt, hervorragend aufgenommen, 14. November 2008
Zunächst lässt diese Auswahl ahnen, dass Johann Pachelbel weit mehr hörenswerte Musik komponiert hat, als den berühmten Kanon in D Dur. Auch zeigt die Musica Antiqua Köln wieder einmal, dass diese alte Musik für "antiquiert" im Sinne von "verstaubt" etc. zu halten, auf schlichten Vorurteilen beruht - die freilich durch schlechtere Aufnahmen, schlechte Abspielgeräte, v.a. aber kultur-soziologische Gründe bedingt sind und sicher noch eine Weile existieren werden, aber zumindest von Aufnahmen wie dieser hier und dort aufgebrochen werden. Für Nicht-Experten sei gesagt: Bei Aufnahmen der Musica Antiqua Köln kann eine/einer eigentlich nichts falsch machen :o) Nur manchen Leuten spielen sie manche Werke zu schnell, aber das hängt sicher auch von der jeweiligen Stimmung ab, in der jmd. gerade ist, und von sonstigen, teils subjektiven, Ansichten, die nicht ohne Weiteres verallgemeinerbar sind. Ich finde, dieses Ensemble zeigt dabei v.a., dass schnell zu spielen etwas anderes ist, als hektisch und/oder oberflächlich zu spielen.

Einzige Einschränkung zu meinem Satz vor dem Smiley - das gilt aber für a.l.l.e. Ensembles, die in "historischer" Aufführungspraxis spielen - ist folgende: Wenn Blechblasinstrumente, speziell Trompeten ins Spiel kommen, z.B. bei J.S.Bachs 2. Brandenburgischen Konzert, bei seinen Kantaten und anderen Werken, sind die alten Trompeten (ohne Ventile) gegenüber modernen Instrumenten meist einen Tick 'unsauberer' in der Intonation, z.B. bei Aufnahmen mit Harnoncourt u.a, weshalb für solche Werke dann evtl. Aufnahmen mit moderne(re)n Trompeten vorzuziehen sind (wie sie auch der "historischen" Interpretation nahe stehende Dirigenten oft verwenden, z.B. Herreweghe und Gardiner, bzgl. der Brandenburgischen Konzerte lohnen sich die restlichen 5 aber trotzdem dann in der "historischen" Interpretation zu hören, z.B. auch beide CD.s der Musica Antiqua Köln.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliantes muß nicht teuer sein!, 15. November 2009
Von 
Diese CD lohnt sich zum Kauf, denn sie bietet ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis! Es handelt sich um eine DDD-Aufnahme und der Klang ist mehr als brilliant! Man hat das gefühl zwischen den verschiedenen Instrumenten zu sitzen und die Musik "pur" zu genießen. Die Auswahl der Stücke ist schön und es ist sehr angenehm, diese Musik zu hören! Die CD wird also nicht im Schrank verschwinden, sondern man wird sie immer mal wieder gerne hören. Insofern kann man nur zuraten, diese CD zu bestellen, denn sie ergänzt sinnvoll jede Klassik-Sammlung.

Die CD ist übrigens auch in der Jubiläums-Box "111 Jahre Deutsche Grammophon" enthalten! Die Jubiläums-Box ist übrigens ein absoluter Geheim-Tipp (siehe meine Rezension dort).
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassisch perfekt, 16. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ein sehr schoene CD auf dem Markt. Unbedingt kaufen - aber bei einem echten Buchhändler vor Ort, der in diesem Sozialstaat Steuern zahlt. ARD berichtet über unmenschliche und ausbeuterische Arbeitsmethoden bei Amazon, die sich jetzt unwissend stellen. Zudem sollen Sie rechtsradikal gesinnte Subunternehmer fördern. Wer hier noch kauft macht sich mit verantwortlich!
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5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Barocke Juwelen neu entdeckt, 22. März 2001
Von Ein Kunde
Die Orchestersuite Nr.V BWV 1070 ist eine äußerst seltene Aufnahme. Für J.S.Bach-Fans ein Muß, obschon sie Sohn Friedemann zugeschrieben wird. La-Follia war ein echter "Hit" in der Barockzeit. Einige Komponisten, etwa Corelli und Vivaldi beschäftigten sich mit dem Thema.
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1.0 von 5 Sternen enttäuschend, 21. November 2009
Wieder einer der es geschafft hat Pachelbel zu verunstalten.
Diese Version ist geradezu vulgär, enthält sie doch nichts von dem was Canon ausmacht.
Die anderen Stücke hören sich alle gleich an.
Derartige Kompositionen bringen Klassik in Verruf.

Markus Lotz
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