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am 24. April 2011
Ganz toller Film über eine amerikanische Soldatenfamilie, intensiv, spannend und mal anders in der Botschaft. Wie der Titel schon sagt, geht es um 2 Brüder und deren konträre Entwicklung während des Films. Beeindruckend für einen amerikanischen Film der Umgang mit dem "Superhelden", gespielt von Tobey Maguire, der in einer Ausnahmesituation in Gefangenschaft zum Mörder seines ihm anvertrauten Kameraden wird. Dabei sind mir diverse Aussagen von ehemaligen Soldaten aus verschiedenen Nationen in Erinnerung gekommen, die nach Kriegsende völlig verändert waren und kein Wort mehr über den Krieg sprechen wollte. Ich bin sicher, dass einige ähnliche Gründe hatten wie im Film, was will man auch sagen? Dann zum anderen Aspekt, wir würden es ja alle anders machen. Würden wir? Wissen wir, wie wir reagieren würden unter Folter, sei es körperlich oder mental? Was würden wir für das Überleben machen, würden wir durchdrehen? Und das hat mir gut gefallen an dem Film, an dem amerikanischen Film, die ja zumeist immer mit der Einstellung in den Krieg ziehen - "Reingehen, aufräumen (Job erledigen) und wieder nach Hause gehen". Zum Schluss noch ein Wort des Lobes zu den großartigen Leistungen von Natalie Portman und Jake Gyllenhaal, die den Film zu einem Erlebnis machen, auch wenn der Film, wie in den beiden anderen Rezensionen vor mir zu lesen, offensichtlich ein Remake war. Macht Lust auch auf das Original, was ebenfalls gelungen scheint.
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am 9. August 2011
Für den Berufssoldaten Sam Cahill bedeutet seine Familie alles und er ist auch der Kit der die unterschiedlichen Charakteren zusammenhält. Er holt seinen Bruder Tommy aus dem Gefängnis ab und führt ihn zurück in den Kreis der Familie. Ihr gemeinsamer Vater, ein Kriegsveteran, macht keinen Hehl daraus, was er von Tommy hält.

Sam muss wieder nach Afghanistan. Sein Hubschrauber wird abgeschossen und er gerät in Gefangenschaft. Zuhause gilt Sam nach offiziellen Meldungen als Tod. Tommy zeigt Verantwortung und kümmert sich um Sam's Frau und die beiden Töchter.

Kurz vor seiner Befreiung wird Sam zu einer Gewalttat genötigt und kehrt traumatisiert nach hause zurück. Sam hat seine Mitte verloren. Der einstige Zusammenhalt der Familie wird selbst zum Problem und generiert unter seinen Angehörigen ein extremes Spannungsfeld.

Das Remake muss sich am Original von der Regisseurin Susanne Bier messen lassen. Die Charakteren der Protagonisten werden gut herausgearbeitet. Bescheiden fallen die Szenenbilder aus. Der Fokus der Aufmerksamkeit liegt auf dem Handlungsstrang. Der Film bleibt knapp unter den Leistungen der Blaupause und verschafft der Frage Raum: Warum nach so kurzer Zeit ein Remake, dass nicht an die Qualität des Originals heran kommt? Eine fatale Strategie, die bei den us-amerikanischen Filmemachern seit geraumer Zeit zu beobachten ist (Rec, My Sally Girl, usw.) .
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Dem Titel entsprechend werden gleich zu Beginn beide Brüder charakterisierend eingeführt: Bevor Sam, Captain in der U.S. Army, zu seinem zweiten Einsatz in Afghanistan aufbricht, schreibt er an seine Frau Grace einen Brief, den diese im Falle seines Todes zugestellt bekommt. Er versichert ihr, dass das Einzige, dessen er sicher in dieser Welt sein kann, seine Liebe zu ihr ist. Gleich danach wird er zusammen mit Frau und beiden Töchtern gezeigt: Eine glückliche amerikanische Familie. Nun sehen wir Tommy - wie er gerade aus dem Gefängnis entlassen wird und sich grinsend von seinen Mitgefangenen verabschiedet. Am Tor holt ihn Sam ab, während die beiden sich umarmen wird der Titel "Brothers" eingeblendet.
Allein diese Grundkonstellation - disziplinierter Familienvater und aus der Bahn geratenes schwarzes Schaf sind ungleiche Brüder - böte schon einiges an Erzählstoff, aber "Brothers" baut darauf die Geschichte von der seelischen Verletzung durch den Krieg auf, die in ihrer Langzeitwirkung und der destruktiven Kraft auf alle umgebenden Menschen katastrophaler wirkt als die Kriegshandlungen selbst.
Während Sam nach einem Helikopterabsturz als tot gilt, nähern in der Heimat seine Frau, die Kinder und sein Bruder Tommy sich einander an. Die Todesnachricht scheint auch Tommy endlich aufgeweckt zu haben: Er renoviert die Küche der Familie und findet wieder Zugang zu seinem Vater, mit dem er sonst ständig stritt und der ihn als Verlierer verachtete. Als der bis dahin 'nur' gefangene und in der Gefangenschaft zu einer schrecklichen Tat gezwungene Sam wieder heimkehrt, müssen alle ihren Platz neu finden. Sam ist ein anderer Mensch und ein Anknüpfen an das vergangene Leben gelingt so nicht mehr. Auch Tommy beansprucht seinen Platz im Familienleben, denn die Töchter lieben ihn bereits mehr als ihren - nun ihnen Angst machenden - Vater und so steht die Familie vor einer Zerreißprobe.
Jim Sheridan (In America,Im Namen des Vaters,Mein linker Fuß) hat zwar ein Remake des gleichnamigen dänischen Films Brothers - Zwischen Brüdern von Susanne Bier gedreht, aber er hat, obwohl viele Szenen identisch sind, eigene Akzente gesetzt. Während im Original der Schwerpunkt ganz auf der psychologischen Seite liegt und diese hervorragend und tiefgehend herausgearbeitet wird, betont Sheridan den amerikanischen Aspekt: Nach Vietnam sind die Kriege in Afghanistan und dem Irak erneut eine harte Probe für das amerikanische Selbstbewusstsein, denn ein Siegesgefühl ist kaum vorhanden. Vielmehr wächst das Bewusstsein dafür, wie schmerzlich der Krieg in die heimische (Familien-)Welt eingreift und das Trauma Einzelner zu einem nationalen Trauma sich auswächst.
Obwohl die Kriegswelt in Afghanistan lange Zeit die Filmerzählung prägt, ist "Brothers" doch eher ein Familienfilm. Eine amerikanische Familie, die durch das Militär geprägt ist, denn auch der Vater war bereits Soldat in Vietnam, kämpft mit dem inneren Zusammenhalt. Es geht darum, das Richtige zu tun und zugleich zu erkennen, dass es keine reinen Erfolgsgeschichten im Leben gibt. Durch den Krieg legt sich ein dunkler Schatten auf die Ehe des ehemaligen Quarterbacks mit der Cheerleaderin, die nun ihre Liebe gegen die Dämonen von Schuld und Gewalt erneut unter Beweis stellen müssen.
Nicht zuletzt sind es die hervorragenden schauspielerischen Leistungen von Jake Gyllenhaal (Tommy Cahill), Natalie Portman (Grace Cahill), Tobey Maguire (Capt. Sam Cahill) und Sam Shepard (Vater Cahill), aber auch der Kinder Bailee Madison (Isabelle Cahill) und Taylor Geare (Maggie Cahill) die den Film sehr sehenswert machen. Dieses Remake ist eines der raren Beispiele dafür, dass eine eigenständige Interpretation eine sehr gute Geschichte mehrfach sehenswert erscheinen lässt.
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am 31. Mai 2011
Seit Jahren hören wir täglich aus den Nachrichten über Afghanistan und die Zustände in diesem Land, den fast täglichen Bombenanschlägen der Taliban, dem Grauen des Lebens in solch einem Land, das nicht zur Ruhe kommt. Man weiß um die Soldaten, die dort stationiert sind und hört auch immer wieder, das einige hier und dort ums Leben gekommen sind, auch kürzlich wieder zwei Deutsche Soldaten. Aber was wirklich dort geschieht ist vielen von uns nicht wirklich bewusst und schon gar nicht, was dieser Krieg bei unseren Soldaten anrichtet. Dieser Film beleuchtet dies auf eine erstaunlich geniale weise, in diesem Fall natürlich aus der Sicht eines Amerikanischen Soldaten, aber das ist im Endeffekt egal. Sicherlich kehren viele Soldaten nach Hause ohne einen merklichen Schaden genommen zu haben aber diejenigen, die gefangen und gefoltert wurden und dann in ihre Heimat zurückgekehrt sind, das wird in diesem Film genial gelungen dargestellt. Ich fand den Film sehr aufschlussreich wenn auch nicht neu und die Schauspielerische Leistung aller Darsteller ist einfach nur brillant. Daher auch 5 Sterne. Ich finde diesen Film absolut sehenswert.
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am 14. Juni 2011
Als ich den Film bestellt und das cover gesehen habe, dachte ich es sei ein 08/15 Kriegsfilm. Da lag ich aber ziemlich daneben.
Der Dreh und Angelpunkt des Films ist Grace, die Frau von Marine Sam und Mutter zweiter Töchter. Kurz bevor Sam nochmals in den Krieg ziehen muss, kommt sein Bruder Tommy aus dem Gefängnis. Dieser scheint das schwarze Schaf der Familie zu sein und kommt mit seinem Vater nicht klar.
Sam's Helicopter wird im Einsatz abgeschossen und Grace bekommt Bericht, dass ihr Mann gestorben ist. Irgendwie raufen sich Grace und Tommy zusammen und versuchen den Kindern das ganze so einfach wie möglich zu machen. Mehr verrate ich hier nicht. :-)
Es ist ein Film über Familien von Marines und die zarten Bande zwischen Verwandten welche da eine grosse Rolle spielen.
Alle Schauspieler spielen hervorragend. Ein absolut sehenswerter Film. Ich kann ihn mit gutem Gewissen weiter empfehlen.
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am 12. September 2014
Wie Pearl Harbor nur ohne den Kitsch und mit glaubwürdigen Konversationen. Kein typisches Ende. Ein klasse Film, ich war von der ersten Sekunde an begeistert. Die Besetzung hätte nicht besser sein können. Anfangs ist man allerdings etwas irritiert, weil Tobey Maguire und Jake Gyllenhaal normalerweise den selben Synchronsprecher haben.
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am 16. August 2013
Sowohl McGuire als auch Gyllenhaal spielen ihre Rollen grandios, wobei ich McGuire nocheinmal besonders hervorheben muss, da er einfach in die Rolle des traumatisierten Kriegs-Veteranen passt. Einziger Mangel ist, dass die beiden Protagonisten im Deutschen die gleiche Synchronstimme verliehen haben bekommen und Gyllenhaal in diesem Film auf eine andere Synchronstimme zurückgreifen musste.
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. November 2012
Es ist mal an der Zeit, auch schauspielerisches, frisches Blut ins dramatische, ernste Fach fließen zu lassen. Ihnen mehr Vertrauen zu schenken, Es muss nicht ständig heissen, dass sich junge Gesichter nur fürs anspruchsfreie Knall-Bumm-Kino eignen, weil ihnen echte darstellerische Qualitäten fehlen würden. Das ist ein überholtes Vorurteil und entspricht überhaupt nicht den Tatsachen. Nicht vergessen, auch gestandene, alte Hollywood-Eliten wie Meryll Streep, Robert DeNiro und andere große Namen haben als Grünschnabel angefangen und sich nicht von heute auf morgen zu einzigartigen Charaktermimen entwickelt, wie man sie heute gern bezeichnet.
Der Fundus an geeigneten Akteuren unter 40 Jahren ist nicht der kleinste, von daher: Mutet ihnen doch ruhig gehaltvollere Stoffe zu. Wie hier in „Brothers“, ein Hollywood-Remake des dänischen Originals „Brødre“ von 2004, welches seinem Fokus auf traumatisierte Berufssoldaten und ihre Schwierigkeit, zurück ins geregelte Privatleben zu finden, setzt. Mit totalem Verzicht auf plakative Inszenierungsmittelchen, einer unter die Haut gehenden wie langsamen Erzählung und dem ausnahmslos glanzvollen Haupt-Trio Maguire-Portman-Gyllenhaal, wird hier Genre-Interessenten ein Drama vom allerfeinsten geboten.

Sam Cahill ist junger Ehemann, Vater zweier Töchter, Berufssoldat und Lieblingssohn des Familienoberhauptes, einem ehemaligen und stolzen Militär-Veteranen. Anders sein jüngerer Bruder Tommy: Durch seine kriminelle Laufbahn und einem längeren Gefängnisaufenthalt sehen ihn alle als das schwarze Schaf des Cahill-Clans an, der nix in seinem bisherigen Leben geschafft hat. Einzig Sam hält zu ihm, holt ihn nach seiner Knast-Entlassung ab und lädt ihn zu einem letzten Familienessen ein, ehe er erneut für einen Kriegseinsatz nach Afghanistan muss.
Nur kurze Zeit später kommt für die Cahills die schmerzende Nachricht, dass ein Kampfhubschrauber von Sams Einheit abgeschossen wurde und er selbst für tot erklärt wird. Gattin Grace, die Kinder sowie die Großeltern fallen in eine tiefe Depression. Ebenso Tommy, wenn auch nur kurz, denn nun möchte er etwas Sinnvolles tun und seiner Schwägerin und den Nichten helfen, neuen Lebensmut zu fassen. Anfangs zweifeln alle noch an ihm, aber bald füllt er die große Lücke, die Sam hinterlassen hat. Er macht es seinen Angehörigen leichter, den Verlust zu verarbeiten und beweist, dass er alles andere als ein Taugenichts ist.
Völlig unerwartet erfahren alle, dass Sam doch überlebt hat und nach Hause gebracht werden wird. Noch ahnt niemand, was er drüben durchgemacht hat und welche schwere, seelische Last er mit sich schleppt…

Obwohl schon 4 Jahre alt, haben Film und sein Inhalt auch heute noch eine sehr zeitaktuelle Relevanz. Es ist gar nicht mal so lange her, da ging die Nachricht durch die deutschen Pressemedien, dass sich immer mehr traumatisierte Bundeswehrsoldaten nach ihrer Heimkehr in psychologische Betreuung begeben, die Anzahl dieser soll sogar alarmierende Höhen erreicht haben. Das widerum zeigt: Das von „Brothers“ bzw. „Brødre“ behandelte Problem von gebrochenen Kriegsheimkehrern ist auf keine bestimmte Nation beschränkt und hat weiterhin eine besorgniserregende Beständigkeit.

Regisseur Jim Sheridan konnte sich für seine Neuverfilmung auf eine vielfach preisgekrönte wie -nominierte Vorlage stützen, hat es aber nicht bei einer schlichten 1:1-Übernahme belassen, nein, bei weitem nicht. Der Kern ist der Gleiche, nur die inszenatorische Gewichtung ist anders. Während das dänische Original beim Umgang mit der Trauma-Thematik viel sachlicher bleibt, setzt er auf volle Emotionsentfaltung und das Können seiner Schauspieler. Es beginnt mit einer sonnig-fröhlichen Ausgangssitation, wo Familie Cahill als amerikanische Bilderbuch-Familie vorgestellt wird und ihre Welt noch in Ordnung ist. Danach kippt die Stimmung abrupt, als Sam als vermisst bzw. gefallen gemeldet wird, und sowie dieser äußerlich unversehrt, aber innerlich arg angeknackst zurückkehrt, nimmt die Familientragödie – trotz zwischenzeitlich (und dank Tommy) wieder aufgebauter, neuer Lebensfreude der Cahills - ihren unaufhaltsamen Lauf. Schritt für Schritt kündigt sich der große Psychoknall an, und bis sich dieser in den letzten Filmminuten tatsächlich abspielt, nehmen die Spannungen zwischen Sam, seiner Frau, den Kindern und eben seinem kleinen Bruder beängstigende Dimensionen an. Inbesondere die letzte halbe Stunde gleicht einer psychologischen Folter für den Seher. Es verkrampft sich einem der Magen, wenn der arme Sam ein Geständnis von seinem Brüderchen Tommy abverlangt, dass dieser mit seiner Gattin fremdgegangen ist, wofür er angesichts der Umstände seines vermeintlichen Todes gar Verständnis zeigen würde (was aber Tommy selbstredend NICHT getan hat), oder wenn sich eine seiner Töchter schwer tut, ihn wieder als geliebten Vater zu betrachten, wo er sich doch ihr und dem Rest gegenüber wie ein Fremder verhält.
Solche Szenen verdeutlichen sehr gut: Mit Sams Rückkehr ist die Familiensituation nicht mehr so wie sie es vor seinem Verschwinden war, und es zeigt auch, was der Krieg mit einem einfachen Soldaten und seinen Angehörigen anrichten kann. Allerdings ist das nicht als politisches Statement seitens des Regisseurs zu verstehen, denn der Krieg als solcher steht hier nicht unter Anklage; vielmehr weist sein Film die Seher darauf hin, was für seelische Wunden und Qualen viele, ehemalige Kriegsbeteiligte mit nach Hause tragen und dass diese unbedingt auf die Unterstützung durch psychologische Fachkräfte angewiesen sind, um wieder ins alte Leben zurück zu finden.

Neben der eindringlichen, aber auch verstörenden Regiearbeit ist es auch die unglaubliche Top-Besetzung inkl. alleroberster Spielkunst, die „Brothers“ zu einem funkelnden Diamanten unter den jüngsten Dramen macht. Natalie Portman überzeugt abermals als Charakter-Darstellerin, die alle Facetten an Gefühlen rauf- und runterspielt, und dazu noch äußerst glaubwürdig. Jake Gyllenhaal fühlt sich ebenfalls im Drama-Film sichtlich wohl; ihm fällt es überhaupt nicht schwer, seinen gutherzigen Tommy mit all seinen Fehlern bodenständig genug zu präsentieren, um sich nicht zu vordergründig aufzuspielen, denn das Hauptaugenmerk fällt voll und ganz auf Tobey Maguire. Dass ihm nicht nur der Spidey-Anzug gut steht, hat er bereits in der Vergangenheit gezeigt. Genug Erfahrung sammeln konnte er ja dank großartiger Rollen in „Der Eissturm“, „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ oder „Seabiscuit“, von daher ist ihm das Dramen-Metier nicht fremd. Und was soll ich sagen: Maguire liefert die wohl beste Performance seiner bisherigen Schauspiel-Laufbahn ab. Wie er anfangs den liebevollen Familienmenschen Sam Cahill verkörpert und sich hinterher in einen unterkühlten, völlig anderen Menschen verwandelt, der in der entscheidendsten Szene regelrecht explodiert… Ich war wie elektrisiert. Eine Schande, dass es dafür keine Oscar-Nominierung gab (aber immerhin eine für den Golden Globe).
Die restliche Nebenbesetzung bis hin zu den Kinderdarstellern ist ebenso überragend, dennoch prägen eben Portman, Gyllenhall und Maguire diesen Film derart, dass ich aus Überzeugung behaupte: Diese Drei sind zu den besten Akteuren ihrer (noch recht jungen) Generation einzuordnen. Ohne Wenn und Aber.

Fazit:
Ein emotionsschwangeres Drama, die allerbeste Regiearbeit und ein Edel-Ensemble in sich vereint. Dazu noch mit einem noch heute sehr wichtigem Inhalt.
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am 5. Oktober 2012
Jim Sheridan hat schon mehrere Oscar-Nominierungen erhalten und für diesen Film hat er sich 3 der talentiertesten Jungschauspieler unserer Zeit geschnappt.

Sam Cahill ist mit einer wunderschönen Frau verheiratet und hat 2 süße Töchter. Er lebt ein beschauliches Leben, trotz seines Armeedienstes. Sein Bruder Tommy ist hingegen das komplette Gegenteil: er war in nichts gut in der Schule, bekam sein Leben nicht in den Griff und landete im Gefängnis. Als Tommy freikommt muss Sam nach Afghanistan. Er ist vermeintlich tot und seine Frau Grace muss sich alleine um die Kinder kümmern. Tommy wird in dieser Zeit immer wichtiger und bekommt sein Leben in den Griff... bis Sam wieder auftaucht und sich selbst wiederfinden muss.

Brothers kannte ich eigentlich nur durch das Cover, ich hatte es nie auf dem Schirm. Da ich aber mittlerweile ein Jake Gyllenhaal und Natalie Portman – Fan geworden bin und ich mich für solche Filme begeistern kann, habe ich den Film einfach mal mitgenommen und ich kann nur in die Lobeshymnen mit einstimmen.
Jim Sheridan (Mein linker Fuß) ist hier der Regisseur und hat einen wirklich guten Job gemacht. Er inszeniert hier eine Geschichte, die keinesfalls neu oder überraschend ist, schafft es aber, sie spannend und sehr gefühlvoll zu halten.
Das liegt allen voran an dem grandiosen Cast. Im Mittelpunkt stehen hier Tobey Maguire (Spider-Man), Jake Gyllenhaal (Prince of Persia) und Natalie Portman (Black Swan). Sheridan hat den Film schön um die Darsteller drumherum gebaut. Anfangs lernt man alle drei kennen, dann dreht sich eine Hälfte des Films und Jake Gyllenhaal und Natalie Portman, dann wieder um Maguire und Portman. Diese Wechsel vollbringt Sheridan meisterhaft.
Was er auch noch meisterhaft macht, ist, dass er das Grundthema des Films so gestaltet hat, dass man es zwei verschiedenen Themen zuordnen könnte. Für mich zeigt der Film, wie eine junge Familie auseinanderbricht, durch einen „Fremden“ wieder Hoffnung bekommt, nur um dann wieder durch das vermeintlich Wichtigste, den Vermissten, kurz davor ist, wieder zu zerbrechen. Also eigentlich ein Familiendrama. Allerdings gehe ich auch völlig akor damit, wenn man ihn als Anti-Kriegs-Film bezeichnet. Hier werden die Wunden, die ein Krieg bei Familie und Soldat hinterlässt, nur zu deutlich gezeigt.
So offen das Thema auch ist, so unumstritten gut sind die Darsteller. Jake Gyllenhaal, der hier anfangs so viel Wut in sich trägt und nicht so wirklich weiß, wie er sich verhalten soll, spielt wirklich gut. Tobey Maguire hat hier für seine Darstellung eine Golden-Globe-Nominierung erhalten, und diesen Award hätte er ruhig bekommen können. Anfangs ist er noch der liebevolle Vater, dann der harte Soldat und letztlich ein vom Krieg innerlich geschädigter Mann. Er spielt hier wirklich großartig und überzeugt in allen drei Variationen seines Charakters. Das weibliche Gegenstück dieser zwei Männer, Natalie Portman, hätte hierfür ruhig auch eine Golden-Globe- wenn nicht sogar Oscar-Nominierung erhalten sollen. Sie ist hier eine liebevolle Mutter und verzweifelte Frau. Sie steht nur allzu oft am Rande eines Zusammenbruchs, und das macht sie, so komisch es klingt, wirklich großartig. Und die Vierte im Bunde, die nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die kleine Zehnjährige Bailee Madison (Brücke nach Terabithia). Sie spielt hier Maguires und Portmans älteste Tochter und wird mit Voranschreiten des Films immer reifer. Sie ist natürlich die niedliche, süße, lachende Tochter, zeigt aber auch eine Facette, die ich ihr niemals zugetraut hätte. Wenn sie traurig ist, nimmt man es ihr ab und als sie ihren Filmvater anschreit und Vorwürfe macht, war ich kurz sprachlos. Also dieses Mädchen ist die begabteste Zehnjährige die ich je in einem Film gesehen habe und hat eine große Zukunft vor sich.

Fazit:
Brothers ist ein überwältigendes Drama, das nicht nur durch sein freies Thema besticht, sondern viel mehr mit den begnadeten Darstellern. Gyllenhaal, Maguire und Portman zeigen hier überdeutlich, dass sie die besten Jungschauspieler unserer Zeit sind und machen den Film zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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am 8. Juli 2011
Die Neuinszenierung des dänischen Dogma-Films Zwischen Brüdern von Susanne Bier ist ein verstörendes Ensemblestück; wer in Anbetracht der DVD-Hülle auf einen actionreichen Kriegsfilm hofft, liegt dagegen falsch. Regisseur Jim Sherdan (Im Namen des Vaters), der im Zusatzmaterial als Experte für Familiendramen porträtiert wird, gibt auch unumwunden zu, dass dies kein politischer Film werden sollte. Der Krieg gegen die afghanischen Unheilspropheten und ihre Jünger dient lediglich als Folie für ein konfliktreiches Melodram. Es geht um zwei unterschiedliche Brüder. Den einen, Ex-Knacki Tommy (Jake Gyllenhaal), hält der Vater (Sam Shepherd) für einen Versager, den anderen, Sam (Tobey Maguire), für einen Helden. Der Vater selbst kämpfte früher in Vietnam und kam traumatisiert zurück.

Als er mit seinem Kameraden nach einem Hubschrauberabsturz von den Taliban festgenommen und gefoltert wird, bricht Sam, bis dahin fast übermenschlich diszipliniert, psychisch zusammen und bringt, von den gewissenlosen Kriegern mit vorgehaltener Waffe zu der Untat gezwungen, seinen Kameraden um. In der Heimat hat sich seine bildschöne Frau (Natalie Portman) unterdessen auf ein Leben ohne den geliebten Ehegatten eingerichtet. Die beiden Töchter finden immer mehr Gefallen am fürsorglichen, unverkrampft wirkenden Onkel Tommy und für ihre Mutter - Meryl Streep als Hinterbliebene in Die durch die Hölle gehen lässt grüßen - gilt dasselbe.

Wenn mein Vorredner hier kritisiert, in diesem Film gehe "nichts auf" und sich dabei auf die Elemente der Handlung bezieht, die mit dem Krieg zu tun haben, muss man zustimmen: Es ist nun einmal nicht so, dass die US-Armee jemanden vorschnell für tot erklären lässt, solange die Leiche nicht unzweifelhaft identifiziert worden ist. Dass das Verbrechen am Kameraden unaufgedeckt bleibt, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Aber Susanne Bier, die eine der besten Geschichtenerzählerinnen des zeitgenössischen Kinos ist (Oscar-Nominierungen für Nach der Hochzeit und ihren neuen Film "In einer besseren Welt"), war für ihr Drama auf dieses Handlungselement angewiesen. Sie hat es erfunden, wie Generationen von Dramatikern vor ihr, um einen Konflikt heraufzubeschwören, ohne den es - ob im Krieg oder Frieden - kein gutes Drama gibt. Schließlich wirft auch niemand dem Ödipus-Mythos den grandiosen Zufall vor, der dafür sorgt, dass Ödipus sich unwissend mit seiner Mutter vermählt. Entscheidend ist doch, wie der Autor solche nicht gerade alltäglichen Konstellationen nutzt, um daraus eine bewegende Geschichte hervorsprießen zu lassen. Genau das gelingt hier. Mag es auch stimmen, dass Biers Original-Drehbuch mit dem ausgelutschten Klischee vom vermissten Soldaten arbeitet, der dann unverhofft doch wieder auftaucht, so navigiert sie an anderen Klischeefallen doch sehr geschickt vorbei. Das Ende lässt vieles in der Schwebe, die tränenerstickte finale Aussöhnung mit dem Vater bleibt ebenso aus wie eine klärende Aussprache zwischen den Brüdern, nachdem Sam Tommy mehrfach aggressiv des Ehebruchs bezichtigt hatte. Stattdessen endet der Film geradezu lakonisch mit der Erkenntnis: "Die Wahrheit wird euch frei machen."

Tobey Maguires Leistung halten viele für Oscar-würdig, ich ebenfalls, auch wenn die Hunger- bzw. Fresskur für eine Rolle, mit der man sich Oscar-Meriten zu erwerben hofft, seit de Niro, Tom Hanks und Renée Zellweger schon fast selbst ein Klischee ist. Lässt man die physische Ausmergelung, die man dem Schauspieler vom Leib abliest, mal außer Acht, bleibt aber immer noch festzuhalten, dass Maguire die tickende Zeitbombe des Rückkehrers, der mit amerikanischer Durchhaltemoral die Fassung zu bewahren versucht, beklemmend intensiv spielt, wofür es dann immerhin noch eine Golden-Globe-Nominierung gab. Maguires Auftritt in der Küche ist nervenzerfetzend und wirkt - wie der gesamte Film - lange nach.

Fazit: Wer Susanne Biers Original nicht kennt und Filme wie Badland oder Die durch die Hölle gehen zu schätzen wusste, der kommt hier voll auf seine Kosten.
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