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72 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schuld und Sühne
Was kann man schon erwarten, wenn eine der fähigsten dänischen Regisseurinnen und der mit Abstand beste Drehbuchschreiber Dänemarks sich entschließen, ihren vierten gemeinsamen Film zu machen? Natürlich einen zu Recht oscargekürten Film, der einmal mehr zeigt, dass in Dänemark mit die besten Filme überhaupt gedreht werden und...
Veröffentlicht am 25. März 2011 von MissVega

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spannendes Thema mit Papierdialogen
Sicher ein spannendes Thema. Könnte ein guter Film sein - wenn die beiden Kinderdarsteller nicht so hölzern agieren würden. ..Und lauter Schreibtischsätze sprechen müßten. Oder liegt das nur an der deutschen Synchronisation?
Vor 2 Monaten von eisplatz veröffentlicht


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72 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schuld und Sühne, 25. März 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt (DVD)
Was kann man schon erwarten, wenn eine der fähigsten dänischen Regisseurinnen und der mit Abstand beste Drehbuchschreiber Dänemarks sich entschließen, ihren vierten gemeinsamen Film zu machen? Natürlich einen zu Recht oscargekürten Film, der einmal mehr zeigt, dass in Dänemark mit die besten Filme überhaupt gedreht werden und dieses kleine Land über ein immenses darstellerisches und künstlerisches Potenzial verfügt. Es gibt weder an Regie, Story, Darstellern noch Cinematographie irgendetwas auszusetzen, so dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sich einmal mehr vor der kreativen Kraft, die Regisseurin Susanne Bier ("Open Hearts", "Brothers") und Anders Thomas Jensen ("Adams Äpfel", "Flickering Lights", "Mifune") hier entfalten, zu verneigen.

Anton (Mikael Persbrandt, "Kommissar Beck") ist Arzt und arbeitet regelmäßig in einem afrikanischen Flüchtlingslager. Durch seine häufigen Abwesenheiten (und durch sein Fremdgehen) hat sich das Verhältnis zu seiner Frau Marianne (Trine Dyrholm ("In China essen sie Hunde") inzwischen so weit verschlechtert, dass die Beiden über eine Scheidung nachdenken. Auch für seinen Sohn Elias (Markus Rygaard in seiner ersten Rolle) hat Anton nicht genug Zeit, obwohl der Junge seinen Vater dringend braucht. Wird er doch ständig in der Schule gehänselt und gedemütigt. Dies ändert sich allerdings, als Christian (William Jøhnk Nielsen, der hier ebenfalls debütiert) neu an die Schule kommt. Der ernste Junge ist schwer mitgenommen vom Tod seiner kürzlich an Krebs gestorbenen Mutter, aber dennoch mutig und entschlossen, Elias' Peinigern die Stirn zu bieten. Das Verhältnis zu Vater Claus (Ulrich Thomsen, "Hitman", "Das Fest") ist schwierig, da Christian ihn latent für den Tod der Mutter verantwortlich macht und sich von ihm distanziert. Die aufkeimende Freundschaft zwischen Elias und Christian soll sich als unheilvolle und gefährliche Allianz erweisen, da Christians unterschwelliger Groll gegen den Vater und die generelle Ungerechtigkeit der Welt sich ihren zerstörerischen Weg durch das idyllische dänische Dorf suchen und dort auch ihre Opfer finden. Und auch Anton muss irgendwann Stellung beziehen und sich zwischen Ethik und Gerechtigkeit entscheiden, als ein verletzter sadistischer Krimineller ins Camp eindringt und um Hilfe bittet. Antons hippokratischer Eid trifft auf das Unverständnis der vom Sadisten Drangsalierten und auch hier, im fernen Afrika, gerät eine Situation so nachhaltig außer Kontrolle wie daheim in Dänemark.

So biblisch die Grundthemen von "In einer besseren Welt" anmuten mögen, so wenig urteilt Suanne Bier oder gibt moralische Werte vor. Egal, ob "Auge um Auge, Zahn um Zahn" oder dieser "Die andere Wange auch noch hinhalten"-Blödsinn, Susanne Bier erhebt nicht einmal den moralischen Zeigefinger oder tut ihre subjektive Meinung kund. Was für den Zuschauer automatisch Fragen aufwirft und ihn im Zweifel selbst in die moralische Zwickmühle bringt. Somit hebt sich der Film angenehm von z. B. amerikanischen Werken ab, in denen ja gerne mal vorverurteilt und die moralische Latte unnatürlich hoch angesetzt wird. Durch die langsame aber unaufhaltsame Eskalation der Gewalt hat der Zuschauer genügend Zeit, sich zu fragen, wie er in einer ähnlichen Situation handeln und amoralischen, gewaltbereiten Individuen begegnen würde, die für eine verbale Argumentation nicht zugänglich sind. Darf man Gewalt mit Gegengewalt beantworten, wenn die Kommunikation versagt? Darf man einen Despoten seinem plötzlich auftauchenden Schicksal überlassen, obwohl man sich auf die Fahne geschrieben hat, den Menschen zu helfen? Darf man seinem vermeintlichen Schicksal als Außenseiter entgegenwirken, indem man zuschlägt und bedroht? Und darf man sich rächen, nur weil man selber meint, das vermeintliche Opfer hätte diesen Racheakt verdient?

Schwierige Fragen, die sowohl die Protagonisten als auch den Zuschauer das ein oder andere Mal in arge Bedrängnis bringen. Dies geschieht, weil es Susanne Bier so hervorragend gelingt, den Zuschauer in ihre Geschichte zu involvieren, ihn zu beteiligen und nicht zum bloßen Beobachter zu degradieren. Gleichwohl ist es natürlich auch Anders Thomas Jensens Verdienst, der ein so differenziertes Drehbuch verfasst und eine wirklich tiefgründige, spannende Geschichte geschrieben hat. Besonders hervorzuheben ist hier ebenfalls die farbenprächtige, imposante Cinematographie von Kameramann Morten Søborg ("Brothers", "Valhalla Rising", "In China essen sie Hunde"), der sowohl Afrika als auch Dänemark von seiner schönsten Seite zeigt. Endlos weite Steppen unter blauem Himmel und in dämmerndes Sonnenlicht getauchte karge Landschaften wissen ebenso zu beeindrucken wie idyllische Sommerhäuser an ruhigen Seen und alte Bauernhöfe in typisch dänischer Farbfrische. Ein wirklich wunderschön fotografierter Film, der die zerstörerische Kraft, die in ihm lauert, noch intensiver wirken lässt.

Und nicht zuletzt die Darsteller machen "In einer besseren Welt" zum Ausnahmefilm. Sie alle liefern Bestleistungen ab, besonders die beiden 10jährigen Jungs, die hier das erste Mal in einem Film zu sehen sind. Der schüchterne Elias, gefangen zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und familiärem Zusammenhalt und dem moralischen Konflikt, in den er durch Christian gedrängt wird, ist ebenso authentisch wie der in sich gekehrte, trotzige und traumatisierte Christian, der nicht über den Tod der Mutter hinwegkommt und soviel innere Zerrissenheit und Wut in sich trägt, dass er zur tickenden Zeitbombe mit erstaunlich scharfem Verstand wird. Noch augenscheinlicher wird die Darstellerkunst allerdings bei den Erwachsenen. Besonders Anton als Arzt und Gutmensch muss einsehen, dass die Umstände selbst die besten Vorsätze irgendwann zu Fall bringen können und man irgendwann Stellung beziehen muss, was von Mikael Persbrandt ambivalent umgesetzt wird. Marianne als Elias' Mutter vollführt gekonnt den Drahtseilakt zwischen Hilflosigkeit und wütendem Muttertier, das sein Junges beschützen will. Und auch Claus als überforderter Vater von Christian, der sich redlich müht, seinen verschlossenen Sohn wieder näher an sich zu binden, transportiert deutlich, wie schwer Kindererziehung manchmal sein kann.

Was bleibt zu sagen? "In einer besseren Welt" (der im Übrigen im Original schlicht "Hævnen" - Rache heißt) ist ein fantastisch fotografiertes und gespieltes Drama mit großen Identifikationsmöglichkeiten und einem hohen Maß an Tiefgründigkeit, dessen aufgeworfene und geschickt thematisierte Fragen einen noch weit über den Film hinaus beschäftigen. Susanne Bier urteilt und verurteilt nicht, sie zeigt lediglich auf, wozu Menschen in Ausnahmesituationen in der Lage sind und wie sie versuchen, sich in dieser harten, ungerechten Welt zu behaupten. Als kleine Mankos könnte man allenfalls ansehen, dass sie sich dafür mit 119 Minuten ein ganz klein wenig zuviel Zeit genommen hat und ein paar Sequenzen nicht unbedingt notwendig gewesen wären. Auch hätte man sich an einigen wenigen Stellen noch etwas mehr emotionale Wucht und Nachhaltigkeit gewünscht, manches Mal bleibt der Film trotz seiner eigentlich hochgradig erschreckenden Konsequenz erstaunlich "ruhig". Da dies den Gesamteindruck aber bestenfalls marginal beeinflusst, fällt selbst die Länge von zwei Stunden nicht ins Gewicht, dafür ist der Film einfach zu gut, zu eindringlich, zu wahr. Somit also gerne vier von fünf moralischen Konflikten, die jeder für sich selber lösen muss.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen in einer besseren welt..., 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt (DVD)
Film trailer ein wenig irreführend, es handelt sich NICHT!!! um eine Liebesgeschichte. Der Film wirft die Frage auf wieviel passieren muss damit man seine eigenen moralischen Vorstellungen über Bord wirft und welche Konsequenzen es für einen selbst und das Umfeld haben kann. Interessant auch zu sehen wie viel klarer die Wahrnehmung von Kindern ist und die Konsequenz mit der sie entschlüße in die Tat umsetzen.
Großartige und vorallem glaubwürdige Schauspielerische Leistung.
In einer besseren Welt
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Christian und Elias..., 4. September 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt (DVD)
Der schwedische Arzt Anton (Mikael Persbrand) lebt in Dänemark, arbeitet aber die meiste Zeit des Jahres in einem sudanesichen Flüchtlingslager. Er ist bei der Bevölkerung und auch bei den Kindern dort sehr beliebt.
Seine Söhne Elias (Markus Rygaard) und Morten (Toke Lars Bjarke) leben bei der Mutter Marianne (Trine Dyrholm), die sich vor kurzem von ihm getrennt hat.
Besonders Elias leidet darunter, dass der Vater so fern der Heimat ist. Er wird von den Mitschülern wegen seiner Zahnspange als "schwules Rattengesicht" gemobbt. Per Skype hält er Kontakt zum Vater in Afrika.
Er freundet sich mit seinem neuen Mitschüler Christian (William Jøhnk Nielsen) an, der vor kurzem mit seinem Vater Claus (Ulrich Thomsen) von London zugezogen ist.
Zwischen Vater und Sohn herrschen große Spannungen, seit dem Krebstod von Christians Mutter. Der Junge gibt dem Vater einen großen Teil Schuld am Tod der Mutter. Einerseits fühlt er sich vom Vater angelogen, denn dieser kam immer wieder mit dem Spruch "es wird schon wieder" und am Ende der Krankheit gab Claus auch auf und wollte, dass die Frau Erlösung findet.
Als Christian bei einem Kampf Elias beisteht, werden die beiden Jungs Freunde. Doch Elias bemerkt sehr schnell, dass Christian auch gefährliche Anteile hat. Er verprügelt einen von Elias Widersachern so sehr und bedroht ihn zusätzlich mit einem scharfen Messer, dass er dem Andern an die Kehle hält.
Als bei dieser Schlägerei die Polizei von der Schule eingeschalten wird, sind die Eltern enorm gefordert.
Die Kinder schweigen und halten die Existenz des Messers geheim, indem sie diesen Teil des Kampfes abstreiten.
Anton reist nach Dänemark und versucht die Jungen davon zu überzeugen, dass Gewalt kein gutes Mittel ist.
Trotzdem binden sich die beiden Aussenseiter noch mehr aneiander. Einige Zeit später im Sudan steht auch Anton, der versucht für eine bessere Welt einzustehen, vor einer großen Belastung: Er muss als Arzt einen sadistischen Warlord (Odiege Matthew) behandeln, der schwangeren Frauen das Kind aus dem Leib geschnitten hat...
Der Film "In einer besseren Welt" von Susanne Bier stellt die Frage, wie man sich zu verhalten hat, wenn man Gewalt konfrontiert wird. Eine Variante wäre das Zurückschlagen oder auch die Rache (Auge für Auge) oder orientiert sich wie Anton an einem pazifistischem Ansatz und hält die andere Wange hin. "Hævnen" wurde mit dem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichnet, was sicherlich auch an den poetischen Tendenzen des sehr guten Filmes liegt. Darüberhinaus spielen Mikael Persbrandt als Anton und vor allem der Jungdarsteller William Jøhnk Nielsen als Christian ihre Rollen grandios.
Ein sehr beeindruckender Film, der seine guten Kritiken alle voll verdient hat.
Bisher sogar Susanne Biers bester Film.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stark sind die Sanftmütigen..., 28. August 2011
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt (DVD)
...jedenfalls gilt das für den Arzt Anton(Mikael Persbrandt), der in Afrika Opfer eines blutigen Bürgerkriegs behandelt, die in einem Flüchtlingscamp gestrandet sind. Anton ist mit der Ärztin Marianne(Trine Dyrholm) verheiratet. Sie lebt mit dem gemeinsamen Sohn Elias(Markus Rygaard) in Dänemark. Zwischen Anton und Marianne läuft die Scheidung. Wenn Anton nach Hause kommt, kümmert er sich um Elias, aber Marianne will von ihm nichts mehr wissen. Elias ist in der Schule der Einzelgänger und Prügelknabe. Mit Zahnspange und Sanftmut erfüllt er alle Klischees für die mobbenden Mitschüler. Davon wissen Anton und Marianne allerdings nicht viel.

Zur gleichen Zeit ziehen Claus(Ulrich Thomsen) und sein Sohn Christian(William Johnk Juels Nielsen) von London nach Dänemark. Christians Mutter ist an Krebs gestorben. Der Junge macht den Vater für ihren Tod verantwortlich. Christian ist verschlossen, zornig und voller Wut. Als er auf Elias Schule kommt, befreundet er sich mit dem Außenseiter. Als er in eine Prügelei um Elias verwickelt wird, zeigt Christian Elias, wie er auf solche Attacken reagiert. Unbarmherzig und kalt nimmt er an Elias Peiniger Rache. Elias spielt das Spiel zunächst mit, aber dann ist er mit Christians Handeln nicht mehr einverstanden. Doch da ist es fast schon zu spät.

Während die Kinder den größten Fehler ihres Lebens planen, versucht Anton Marianne zurück zu gewinnen. Ohne Hass, ohne Eifersucht, ohne Argumente und ohne Tricks. Anton hat nur die Liebe und seinen Sanftmut. Aber das sollte ausreichen, um einiges im Leben von Marianne, Elias und Christian zu verändern...

Susanne Bier ist momentan DIE dänische Regisseurin. Filme wie -Things we lost in the fire- oder -Brothers- zeigen eindrucksvoll, welche internationale Klasse in der Frau aus Kopenhagen steckt. -In einer besseren Welt- arbeitet mit ähnlichen Stilelementen wie seine berühmten Vorgänger, ist aber komplett anders aufgebaut. Mit eindrucksvollen Landschaftsbildern aus Afrika und Dänemark ummantelt Bier die Geschichte der Liebe zwischen Eltern und Kindern. Gleichzeitig führt sie uns in die überaus fragile Beziehung zwischen Marianne und Anton hinein und zeigt uns, dass auch Sanftmut auf eine schwere Probe gestellt werden kann. Dabei schafft Bier es immer wieder große Gefühle in bewegenden Bildern zu transportieren. Das ist ihr brilliant, und unter die Haut gehend, gelungen.

"So fängt Krieg an" sagt Claus in einer Szene zu seinem Sohn Christian. Die unglaubliche Realität in Bezug auf eine Schulhofschlägerei zu jedem großen Konflikt auf der Welt erschlägt einen fast in diesem Satz. Diese Momente machen -In einer besseren Welt- zu ganz großem Kino. Dafür gab es einen Oscar für den besten ausländischen Film. Wenn sie mich fragen, Susanne Bier hat ihn sich redlich verdient. Allerdings sind auch die Menschen vor der Kamera herauszuheben. Alle Akteure spielen ihre Rollen so nachvollziehbar real, dass man jede Miene und jedes Wort für bare Münze nimmt.

Das soll...ja muss jetzt aber reichen. Susanne Bier hat nicht nur einen hervorragenden Film produziert, sondern mich auch wieder mal so bewegt, dass ich eine viel zu lange Rezension geschrieben habe. Doch ganz ehrlich...bei diesem Stoff könnte ich noch ein paar Seiten weiterschreiben. Sie sollten die Zeit allerdings besser nutzen, um sich den Film anzuschauen, denn der ist wirklich sehr gut gelungen. Viel Spaß dabei!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Film von emotionaler Wucht, 15. November 2011
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt [Blu-ray] (Blu-ray)
Der deutsche Titel ist meiner Meinung nach fehlgegriffen. "Rache" wie im Original träfe es besser, denn Susanne Bier zeigt auf geniale Weise, wie Menschen mit all ihren Werten und Ideologien auf unterschiedliche Arten von Gewalt bzw. Agression reagieren - und das ohne dogmatische Aussage, ohne zu werten oder gar zu verurteilen.
Es geht um den Verlust von Halt im Leben, der Wut und Hass und letztlich Gewalt und Agression hervorbringt. Somit geht es auch darum, dass diese Gewalt irgendwie natürlich und auch verstanden werden kann.
Der Film führt seine Figuren bis an die Grenzen und es ist eine einzigartige Erfahrung, durch die charakterlich und emotional präzise herausgearbeiteten Figuren in solche Grenzsituationen mitgerissen zu werden, die sogar bis zum Aufgeben von Idealen führen. Jedem Problem wird die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt.
Auf diese Weise wird einem vieles, das grundmenschlich ist, vor Augen geführt. Die verzaubernden Landschaftsaufnahmen, die als Bindeglied zwischen den einzelnen Problemen dienen, sind dabei eine erfüllende Abrundung.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Filmischer Einzelfall unter Tausenden, 19. April 2012
Von 
Hugo Humpelbein "das Viech" (in Sicherheit) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt (DVD)
Wo man hinsieht, Filme Filme. Es werden überall und immerzu neue Filme gedreht, gezeigt und wiederholt, und man bekommt zunehmend den Eindruck, man habe alles irgendwo schon mal gesehen, und kriegt das gleiche in immer neuen Variationen wieder und wieder aufgetischt. Nicht so in "Haevnen", meinem persönlichen Film des Jahres 2010 und meiner bisherigen Filmentdeckung des Jahres 2012. Hierbei haben wir es mit dem sprichwörtlichen Sechser im Lotto zu tun, mit der Eins in einer Million. Ein atemberaubend spannendes Freundschafts- und Außenseiterdrama voller zwischenmenschlicher Aspekte und einem Hauch von Hoffnung. Wie diese mitfieberungswürdige Geschichte ausgeht, das war mir gar nicht egal, und noch am nächsten Tag war ich erleichtert, dass sie zu meiner vollen Zufriedenheit geendet hat und mich nicht ins befürchtete Unglück stürzen ließ.
Ich prophezeie, dass das Jahr nicht genug Tage hat, um diesem ergreifenden Meisterwerk den Titel "Filmentdeckung des Jahres" noch aberkennen zu können.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politisch, bewegend, nachdenklich stimmend!, 23. September 2011
Von 
Isabell - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt (DVD)
Es ist Wochen aus, seit ich den Film gesehen habe.
Der Film beschäftigt und bewegt mich immer noch.

Ein Arzt bricht auf, um etwas für eine bessere Welt zu tun.
Er arbeitet in einer behelfsmässigen Arztstation mitten in Afrika, rettet Menschenleben und kämpft für die Zukunft dieser Menschen.
Er ist beliebt und geschätzt.

Zurück in Europa bleibt seine Familie.
Zurück bleibt sein Sohn, der mit einem anderen jungen Buben in einer gewissen Frustration städnig neue Grenzen austestet - ihre Zukunft in Gefahr...

Ein Film, der auch geprägt ist vom Spannungsbogen der Gewalt - dem Kampf gegen Gewalt, dem sich dann doch fügen und anderseits der Gewaltanwendung aus Frustration durch Kinder.
Ein Film im Spannungsbogen zwischen Sinn geben, Liebe suchen, Gewalt und Zukunft.
Ein Film, der sicher ein meisterliches Kunstwerk der Filmgeschichte ist.

Echte Empfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergeltung, 26. Februar 2013
Von 
Dieter Drewitz "didi" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich gestehe, dass die Art und Weise, wie die Regisseurin Susanne Bier (Nach der Hochzeit) ihre Geschichten erzählt, mich tief bewegt und zu Tränen rührt.
Für ihren neuem Film, der eigentlich "Vergeltung" ("Haevnen") heißt, in Deutschland aber den irreführenden Titel "In einer besseren Welt" trägt, hat sie zu Recht den Auslands-Oscar erhalten..
Der Himmel über Afrika und Dänemark ist golden und ziemlich weit oben; -scheinbar zwei Welten, wie man sie sich unterschiedlicher nicht vorstellen kann. Eine bessere Welt ist jedoch hier wie dort nicht in Sicht. Gewalt, Rache, Egoismus und Machtstreben und verlorene Liebe beherrschen unser Leben.
Susanne Bier, Regisseurin aus der Dogma-Schule, erzählt von Männern, kleinen und großen, in Dänemark und draußen in Afrika, vor allem von der Freundschaft zweier Jungen.
Elias (Markus Rygaard), zehn Jahre alt, wird in der Schule erniedrig und geschlagen, er wehrt sich nicht.
Sein Vater Anton (Mikael Persbrandt, bekannt aus den Kommissar-Beck-Krimis) predigt immer, dass Gewalt nur noch mehr Gewalt zur Folge hat. Außerdem ist er zumeist weit weg in der afrikanischen Steppe, wo er in der Station von „Ärzte ohne Grenzen“ Opfer der Gewaltspirale behandelt; vor allem junge Mädchen, die von der Miliz aufgeschlitzt wurden unter dem Motto: "Schauen wir doch mal nach, ob sie schwanger sind, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird"
Christian ( William Jøhnk Juel Nielsen) ist so alt wie Elias, und er ist ebenso so einsam. Seine Mutter ist gerade an Krebs gestorben, seinem Vater Claus (Ulrich Thomsen) wirft er vor, die Mutter aufgegeben und so in den Tod getrieben zu haben.
Christian weiß, dass man sich wehren muss, damit man im Machtgefüge der Schule überlebt. Und so greift Christian brutal ein, als Elias gefoltert wird.
Anton, auf Heimaturlaub bei seiner Familie, die er durch ein Liebesabenteuer zerstört hat, wird eines Tages von dem Vater eines anderen Kindes geschlagen und schlägt nicht zurück.
Elias und Christian sind entsetzt. Warum wehrt sich der Vater nicht?
Die Söhne wollen sich rächen. Plötzlich stehen sie am Abgrund (Der Film findet dafür ein atemberaubendes Bild. Die Kinder sitzen auf dem Dach eines riesigen Kornspeichers und die Kamera schaut mit uns in die bedrohliche Tiefe).
Und irgendwann explodiert eine Bombe…
Und trotzdem endet der Film hoffnungsvoll.
Sehenswert, mit großartigen schauspielerischen Leistungen, auch und besonders von den Kindern.
Das Interview mit der Regisseurin enthält leider keine deutschen Untertitel.
Den Werbefilm über idyllische Ferien in Dänemark hätte man sich allerdings sparen können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes, mitreißendes Drama, 18. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt (DVD)
Diesen Film kann ich wirklich jedem empfehlen. Ein spannendes und vor allem sehr tiefgründiges Familiendrama das ohne viel Actioneffekte a la Hollywood auskommt!! Super Film der auch zu Recht ausgezeichnet wurde
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nordic-Slalom der Gefühle......., 22. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In einer besseren Welt (DVD)
Als eingeschworener Fan skandinavischer Streifen gibt es
unter den für mich besten noch einen,den ich unbedingt empfehlen
möchte.Es wurden hier zwar schon einige gut erläuternde Rezen-
sionen reingestellt,die ich teils wunderbar ,aber auch teilweise
ziemlich ermüdend finde.Wegen ihrer romanlastigen Länge!
Es geht auch kürzer,z.b. möchte der Kunde sicherlich nicht den
ganzen Film erzählt bekommen,meine Meinung.
Für mich sagt der Film folgendes aus:
Ein intensives und atmosphärisch dichtes Drama um Schuld und Sühne,
Verantwortung und Feigheit!

KURZER Storyinhalt:

Elias und Christian,zwei heranwachsende Jungen-der eine bitterlich enttäuscht
von seinem Vater,der andere ein einsames Scheidungskind,schliessen Freundschaft.
Während Elias mit seinem verwitweten Vater ständig in Unfrieden lebt,ist die
Beziehung zwischen Christian und seinem Papa Anton,der sich in Afrika als Arzt für
eine bessere Welt einsetzt,eigentlich fast harmonisch.
Diese Freundschaft der beiden Knaben ist so anrührend,spannend-zieht den Zuschauer
Szene für Szene mitten ins Geschehen,stimmt ihn nachdenklich!
Und sie nimmt eine lebensgefährliche Wendung,die beide an den Rand einer
Katastrophe führt...........

"Da ist er!" - "Wer?" -"Der Kerl,der deinen Vater geschlagen hat!"

Dieser kurze Wortwechsel zwischen den beiden Freunden sagt mehr über diesen
unglaublich brillianten,spektakulären Film aus,als die längste Beurteilung,die
jemals darüber verfasst wurde-finde ich.

Ebenfalls brilliant in diesem 105 Minuten-Drama die Leistung der Darsteller,die
ein dickes Lob und 5 erstklassige Sterne von mir abräumen.--

Mikael Persbrandt............"Der kleine Hobbit","Kommissar Beck"

Trine Dyrholm................"Das Fest", "In China essen sie Hunde"

Ulrich Thomsen..............."Das letzt Schweigen","The International" u.natürlich auch in "Das Fest"
als einer der besten Hauptdarsteller!!

Klasse Film,der einfach mitreißt-
KAUFEN!!
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