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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Dunkel ist Licht genug, 23. Oktober 2013
Von 
W. Mühlbauer - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritans Hand (Audio CD)
Gegen Ende des letzten Jahrhunderts lockte mich eine Kunstausstellung zum Thema Bilder der Nacht. Ich gehe selten in solche Ausstellungen, auch auf keine Vernissagen. Wenn schon Kunst, dann Musik. 360 Nachtbilder der abendländischen Kunst von der Spätgotik bis zum Surrealismus sollen es gewesen sein, ich kann mich nur an eines erinnern. Ich stand davor, schaute es an, und alles, was ich sah, war eine tiefdunkelbraune Leinwand mit einem hellen Fleck am unteren Bildrand, der Lichtschein eines Lagerfeuers. Ein wenig albern fand ich dieses Bild und war schon im Begriff, weiterzugehen, als ich plötzlich neben dem Lagerfeuer eine Person erkennen konnte, und wenig später eine weitere. Sie traten jetzt deutlich aus dem dunklen Nichts hervor, klar in ihrer Kontur. Es wurden immer mehr. Bald sah ich eine ganze Gruppe, die um das Lagerfeuer herum saßen oder standen, und auch ein Haus schälte sich aus dem Nichts heraus ..., ein Baum..., Bäume...., ausladende Äste mit Blättern. Ich war berauscht, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Ähnlich erging es mir mit den Kunstwerken von Primordial. Ich war eine zeitlang durch die Welt des epischen Pagan-Metal gewandelt auf der Suche nach Neuem, stieß auf The Gathering Wilderness und To the Nameless Dead, kaufte die beiden Scheiben, hörte sie kurz an, brummelte etwas von Fehlkauf und legte sie in eine Schublade. Ein Jahr später sah ich, dass Primordial in meiner Stadt auf Tour sind und die Karte gerademal elf Euro kostete. Ich ging natürlich nicht hin. Kramte aber Tage später nochmal eine der beiden Scheiben hervor, hörte sie im Bett kurz vor dem Einschlafen ..., und aus der überbordenden, mich fast erschlagenden Klang-Leinwand schälten sich mehr und mehr die Stimmen der beiden Gitarren heraus ... und wenig später das pulsierende Getöne des Drummers - oder waren es zwei? Dazu die Stimme von Alan Averill! Klagend, leidend, prosaisch, zynisch und dann wieder heroenhaft - hymnische Momente!

Redemption at the Puritans Hand ist aus meiner Sicht das ausgereifteste und am besten produzierte Werk dieser irischen Band. Wer sich die Zeit nimmt, die acht Kunstwerke lange genug mit den Ohren zu erschauen, dem wird sich nach und nach jedes Detail offenbaren, und alles wird sich zu einem großen Ganzen vereinen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Werk, 26. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritan'S Hand (Audio CD)
Die neue Primordial überzeugt schon optisch auf den ersten Blick so sehr, dass das Öffnen der Verpackung
und der erste Blick ins Innere dieser Kostbarkeit ein kleines Ritual ist.
Das Layout lädt ein zum Betrachten der wieder einmal sagenhaft guten Ink-Zeichnungen des Künstlers Paul Mc Caroll im Booklet, welche zumeist dem jeweiligen Songtitel zuzuordnen sind, aber auch für sich allein als Kunstwerke stehen und immer wieder neue Entdeckungen zulassen.
In weißer Edel-Verpackung und hochwertigst verarbeiteter Hülle halten Primordial wie immer Ihr Versprechen, dem Fan auch optisch einen echten Gegenwert für das Erwerben des Originals zu geben! Genial!
Sehr überzeugend ist gleich zu Beginn der Opener "No grave deep enough", welcher mit für Primordial ungewöhnlich druckvollen Double-Bass Attacken höchsten Appetit machen auf mehr. Schon im ersten Song bemerkt man Alans sehr variabler Stimmeinsatz und der Genuss über Kopfhörer in Verbindung mit Booklet und dieser wunderschönen Musik ist grandios. "Lain with the wolf" ist textlich herausragend und wird getragen von den typischen Primordial Gitarrenwänden. Hier klingt die "Neue" tatsächlich moderner als vergangene Großtaten, allerdings im positivsten Sinne. "Bloodied Yet Unbowed" kommt zunächst ruhig daher, man vermutet schon die viel angekündigte Ballade, danach aber typischer Primordial-Stoff mit starkem Schlagzeugspiel, welches meiner Ansicht nach perfekt zu dieser rastlosen Musik passt allerdings auf der ganzen CD zusammen mit dem Gesang produktionstechnisch etwas hervorgehoben ist. Spitzen-Song! "Gottes alte Schlange" folgt danach, das vielleicht beliebigste auf dem Silberling mit eindringlichem Keifgesang. Mit "The Mouth of Judas" ist die vielbepriesene Halbballade an der Reihe und hier wird wirklich jeder Metaller in Verzückung geraten. So ein unaufdringlich schönes, melodisches Liedgut findet man wirklich selten und ist tatsächlich ein dickes Ausrufezeichen in der Geschichte der Iren geworden. "The black hundred" bietet abermals typischen Stoff ehe mit dem starken Titeltrack und dem Schlußkracher "Death Of The Gods" zwei bärenstarke Nummern den Deckel auf dieses Hammeralbum draufmachen. Dieses Werk begeistert vom ersten Moment an, super ist auch die Bonus-DVD. Ich kann nur jedem empfehlen, den Euro draufzulegen, denn auf dem Film werden die Songs nochmals von Alan erklärt und man kann einen sehr authentischen Blick in den Proberaum der Band erhaschen.
Fazit:
"Redemption at the puritans Hand" öffnet Primordial noch stärker der breiteren Metal-Gemeinde und es wäre dieser Band wirklich zu wünschen, dass Sie mit Ihrer durchdachten, liebevoll zusammengestellten und musikalisch über alles erhabenen Platte den entsprechenden Erfolg in der Szene haben.
Ein kleines, sicher subjektives Fragezeichen ist der Schlagzeugsound, welcher mir etwas zu sehr im Vordergrund ist und zusammen mit Nemtheangas Gesang die Gitarren ein bisschen überlagert! Der Gesamtatmosphäre schadet dieser Kritikpunkt nicht, ich gehe davon aus, dass dies wohl ein Stilmittel der Musiker ist.
Zusammen mit der handwerklich fabelhaften Aufmachung der CD sind alle herzlich eingeladen, den Iren auf Ihrer Reise zu folgen und ich kann nur viel Spaß beim Betrachten, Hören, Fühlen und Träumen mit dieser superben Mucke wünschen!
Für mich eines der Highlights 2011, 100% Dauerrohr und intenstivste Musik garantiert inklusive! Geil!!!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Tode der Nation !!!, 28. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritans Hand (Audio CD)
Keinem Album habe ich in diesem Jahr sooo entgegengefiebert, wie dem neuen Longplayer des irischen Meister-Quintetts PRIMORDIAL. Diese hohen Erwartungen kommen nicht von ungefähr...schließlich waren die beiden Vorgänger "The gathering wilderness" und "To the nameless dead" tadellose Meilensteine des packenden Pagan-Sounds, die - gewürzt mit einer feinen Portion Black Metal - wohl mit zum allerbesten gehören, was es in den letzten Jahren in diesem Genre zu bestaunen gab. Kurz auf den Punkt gebracht: Das Quintett von der grünen Insel ist wohl das perfekte Bindeglied zwischen BATHORY und IMMORTAL...und trotz des zunehmenden Erfolgs stets mit beiden Füßen fest im Szene-Underground verankert.
Auch auf dem taufrischen Nachfolger "Redemption at the puritan's hand" gehen PRIMORDIAL ihren Weg unbeirrt fort, wenn gleich man sagen muss, dass die kompakte, intensive Genialität der Alt-Werke nicht ganz erreicht wird. So haben sich bei den 8 Songs auch einige Stücke eingeschlichen, die musikalisch eher gehobener Durchschnitt sind, und den Vergleich zu Klassikern wie "The coffin ships" , "Gods of the godless" oder "No nation on this earth" nicht standhalten können. Allen voran muss hier der Song "Gods old snake" genannt werden, der sich selbst nach dem x-ten Durchlauf nicht als echtes Highlight im Langzeitgedächtnis des Hörers einnisten möchte. Das pechschwarze "The black hundred" ist anfangs ebenso eher unauffällig, mausert sich aber mit viel Geduld zu einem typischen PRIMORDIAL-Banger, der vor allem gegen Ende mächtig Fahrt aufnimmt.
Stillstand bedeutet Rückschritt - eine vielzitierte Floskel, für die an allen Stammtischen der Republik sofort 3 Euro fällig werden. Aber auch PRIMORDIAL verweilen nicht im "Hier" und "Jetzt" , sondern führen die musikalischen Zutaten ihres Sounds teilweise zu neuen Ufern. So klingt "Redemption at the puritan"s hand" zeitweise, als hätte sich die Band gleichzeitig in mehrere Richtungen entwickelt, ohne ihren wahren Stil dabei auch nur ansatzweise aufzugeben. Die melodischen Parts klingen noch melodischer...die fiesen Knüppel-Parts dafür noch rasender. Als bester Beweis hierfür stehen dem Hörer u.a. die sehnsüchtige Halbballade "The mouth of judas" und der mit irren Kreisch-Vocals garnierte Doublebass-Opener "No grave deep enough" gegenüber, deren musikalische Ausrichtung unterschiedlicher nicht sein könnte. Alle PRIMORDIAL-Fans werden dabei natürlich keinesfalls (!!!) enttäuscht, benötigen aber insgesamt wohl einige Durchläufe zusätzlich. Gut' Ding will schließlich Weile haben. Dagegen hat die Band mit "Bloodied yet unbowed" , dem Quasi-Titelsong "The puritan's hand" sowie dem megageilen Doppel "Death of the gods" und "Lain with the wolf" (jetzt schon unsterblich!) auch diesmal wieder einige der großartigsten Pagan/Black-Metal-Momente überhaupt parat, an denen sich in diesem Jahr alle Bands messen müssen, die in diesem Genre unterwegs sind. Die schmetternden Gitarrenwände entfalten beinahe schon hypnotische Wirkung und fordern jeden Metaller dieser Welt dennoch zum exzessiven Ganzkörper-Banging. Die Melodien nehmen dich ohne Vorwarnung gefangen. Atmosphärisch, brachial, eingängig ohne Ende...perfekter Düster-Sound zum Niederknien.
Doch wahrscheinlich wäre all dies nur die Hälfte wert, wenn PRIMORDIAL mit Alan Nemtheanga nicht einen der geilsten Metal-Sänger der gesamten Szene in ihren Reihen hätten. Denn auch auf "Redemption at the puritan's hand" zieht die charismatische Frontglatze wieder alle Register seines Könnens, um den 8 Songs meisterhaften Glanz einzuhauchen. Flehend, beschwörend, ketzerisch , bedrückend , hysterisch und einfach nur unsagbar intensiv sorgt der PRIMORDIAL-Sänger ein ums andere mal für offenstehende Münder, wobei textlich erneut allen Bösartigkeiten dieser ungerechten Welt als Inspiration dienen. Musikgewordene Tragik, die gesanglich nicht besser interpretiert werden kann! Und wenn der gute Mann im Refrain von "Death of the gods" das entgültige Ende der Republik besiegelt ("Heretics, I call to you. And partisans, stand as one. And rebels, raise your voices. If not then, all is lost!"), dann werden selbst in allen Wohnzimmern dieser Welt die geballten Fäuste in die Höhe gereckt. Wehe dem, der hier nicht automatisch in den Bann gezogen wird.
Fazit: Mit "Redemption at the puritan's hand" ist PRIMORDIAL erneut ein beeindruckender Longplayer geglückt, der seine Qualitäten jedoch erst nach einigen Durchläufen offenbart. Im direkten Vergleich war "To the nameless dead" eventuell einige Nuancen packenden bzw. zwingender. Dennoch ist diese Scheibe unbestritten ein Fortschritt, und somit ein weiteres Juwel der bisherigen Bandhistorie. PRIMORDIAL sind und bleiben eine der wichtigsten Metal-Bands unserer Zeit!
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5.0 von 5 Sternen Redemption At The Puritan's Hand..., 28. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritans Hand (Audio CD)
ist das dritte Album, was ich mir von PRIMORDIAL zulegte (nach "The Gathering Wilderness" und "To The Nameless Dead"). Und immer noch bin ich sprachlos über das, was sich da aus den Boxen über den Zuhörer ergiesst. Ein Album wie ein Fels in der Brandung, Melodien nicht von dieser Welt. Ein Werk ohne Füller, trotz der bekannt längeren Stücke, die man bei PRIMORDIAL ja gewohnt ist. Hoher Wiedererkennungswert, aber nie langweilig oder eintönig. Weil es bei mehreren Hördurchläufen immer wieder Überraschungen gibt. Hervorheben möchte ich trotzdem "Bloodied Yet Unbowed" und Death Of The Gods", die dich nur staunend im Sessel zurücklassen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umwerfend, 1. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritan'S Hand (Audio CD)
Inzwischen sind gut 7 Jahre vergangen, seitdem ich das Konzert von Primordial in der Rofa in meiner Rezi zerissen habe... Seither ist vieles passiert. Und ich bekenne mich schuldig, bin inzwischen bekennender Anhänger dieser Band geworden. Die Gründe sind schnell zusammengefasst:

- Atmoshphärische Dichte
- Verzicht auf Perfektion zugunsten Authentizität
- Leidenschaft

Zur CD uns somit zur Sache:

Sie braucht seeehr lange, um anzukommen... selbst für Fans. Aber bei jedem X ten Durchlauf offenbart sich dem Hörer eine weitere Perle. Am eingängigsten ist sicher das zuvor veröffentlichte "Bloodied yet unbound".

Das Problem ist schlichtweg die hohe Qualität des Albums, was sich erst im Kontrast zu älteren Songs zeigt. Fängt man erst einmal damit an Klassiker der Band, wie "The Soul must sleep", "Empire Falls" oder "Gods to the Goldess" für neues Liedgut wegzudrücken, weiß man zu schätzen, was die Band hier geschaffen hat.

Allen Primordial Fans eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Alle Fans von Bands, die einen mit Ihrem Sound fesseln und in eine andere Welt verführen (Long distance calling, Opeth, Dredg, Amorphis....) sei empfohlen, das wesentlich eingängigere Vorgängeralbum "To the Nameless Dead" zu testen.

Fazit: Das beste Album der Band
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es braucht viel Zeit und Geduld ..., 26. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritan'S Hand (Audio CD)
... um ein Primordial-Album in seiner vollen Intensität und Komplexität gebührend würdigen zu können. Ist man aber einmal in den mitreißenden Klangwelten, die Sänger Nemtheanga und seine Jungs heraufbeschwören, eingetaucht, darin untergegangen, so bietet sich dem Hörer eine unvergessliche, einzigartige Reise in die irische Vergangenheit und Gegenwart. Ich finde es sehr schade, dass einige Rezensenten immer wieder mit der Erwartungshaltung, seichte Wikingerhymnen oder Pagan Metal im Sinne von "wir machen-Met-Wettsaufen-und-tanzen-danach-besoffen-um-die-Eiche" geboten zu bekommen, an die Musik von Bands wie Primordial herangehen und sich dann enttäuscht abwenden, weil die Alben zu monoton oder repetitiv sind. All jenen kann ich nur ans Herz legen, den Platten Zeit zu geben, viel Geduld mitzubringen, denn was diese Metal-Combo von allen anderen unterscheidet, ist, dass sich ihre anfangs sperrig und schroff anmutenden Werke nur sehr langsam, oft nach mehrmaligem Durchlauf (und damit meine ich mehrmalig, also: mindestens zwanzigmal!) erschließen, sich dann dafür aber Soundstrukturen von monumentaler Wucht und überwältigender Schönheit und Traurigkeit herauszuschälen beginnen, die uns, haben sie einmal den Weg in unsere Hörgewinde gefunden, nie wieder loslassen. Das beste Beispiel dafür ist wohl der Song "The Heretics Age" vom Album "Storm before Calm", der beim ersten Hören wie ein typischer Black-Metal-Song anmutet (mit seinem Double Bass, den repetitiven Strukturen,), beim genaueren Hinhören aber mit einer herzzereißend schönen, traurigen Melodie aufwartet. Und was den angeblich so 'mangelhaften' Gesang Nemtheangas angeht, so ist das, was man anfangs wohl als Manko ankreiden könnte, meiner Meinung nach doch sehr passend für eine Band, der es nicht um Perfektion, sondern eben um Authentizität und natürliche Ursprünglichkeit (was auch bereits durch den Namen der Band suggeriert wird) geht ' die wohl treffendste Aussage über den Stil der Band ist immer noch die eines Rezensenten zu 'To the Nameless Dead', der schrieb, das Album klinge, als hätten Primordial ihre Töne direkt aus dem Boden des vorchristlichen Irland gesogen ' ein Zitat, das Musik und Ausdrucksintensität der Band, meiner Meinung nach, perfekt umschreibt.
Ich kann es also nur wiederholen: gebt dem Album, ebenso wie allen anderen Platten der Band, Zeit; manchmal hilft es, die Scheibe beiseite zu legen und erst nach einem Jahr wieder auszugraben ' man ist dann überrascht, wie sehr sich der Sound verändert hat und wie schnell die Musik plötzlich ins Ohr geht. Ich zumindest bin der Meinung, dass Primordial eine der ehrlichsten und authentischsten Bands auf diesem Planeten ist und gebe dem Album, ohne es vorher ganz angehört zu haben, die volle Punktzahl ' nicht zuletzt deshalb, um die eine (vorschnelle) negative Bewertung wieder wettzumachen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Primordial meldet sich eindrucksvoll zurück!, 26. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritan'S Hand (Audio CD)
Nunja, da ist sie, meine erste Rezension und das neue Werk von Primordial.

Vorab muß ich anmerken das ich Primordial nicht seit der ersten Stunde verfolge. Eher zufällig bin ich über die Live Performence des Titels "Gallows Hymn" auf der Wacken 2008 DVD über Primordial gestolpert. Dementsprechend kann ich die Entwicklung zu früheren Alben nicht wirklich beurteilen. Lediglich "To the Nameless Death" gehört bisher zu meiner Sammlung und wird sicher nicht die letzte CD dieser Combo bleiben.

Der sehr charismatische Nemtheanga der mich über seine sehr einnehmende Bühnenpräsenz gleich in den Bann zog gibt auch auf der "Redemption at the Puritan's Hand" sein bestes. Im direkten Vergleich fällt mir lediglich auf das er mit mehr Klargesang arbeitet als auf "To the Nameless Death". Die Gitarrenarbeit ist sehr melodisch, häufige Takt- und Rythmuswechsel lassen keine Langeweile aufkommen.

Die Songs:

Oftmals ein softer Einstieg der einen etwas runter kommen lässt um dann mit meterhohen Gitarrenwänden aus den Träumen gerissen zu werden. Bei dem ein oder anderen Song dauert es eine Weile bis man den "Zugang" findet. Das Album wird mit jedem Durchgang besser was ich so bisher nur bei "Tool" erlebt habe, entweder gab es sonst ein "Gut" oder ein "Durchgefallen". Man hört das Album an und muß es gleich nochmal hören weil man das was man da gehört hat so noch garnicht erfassen kann. Meine derzeitigen Favoriten sind "Lain With The Wolf", "The Mouth Of Judas" und "The Puritan's Hand". "The Mouth of Judas" hat so ein geiles melodisches Intro das ich es mir Stundenlang anhören könnte. Wo wir schon bei "Stundenlang" sind, die Songs sind teilweise sehr lang werden aber aufgrund der komplexen Songstrukuren nie langweilig. Die Extras auf der zusätzlichen CD rechtfertigen den leicht höheren Preis in jedem Fall.

Design der Verpackung:

Die CD's (hab die Doppel CD)kommen im Pappschuber daher. Schmutzige Finger sollte man beim anfassen nicht haben. Die weiße Pappe saugt Schmutz wie ein Schwamm. Vom Design her auf jeden Fall nett anzusehen, die Frage ist nur wie lange.

Versand:

Wurde noch nie enttäuscht durch Amazon. Einfach nur Klasse

Resümee:

Habe es nicht bereut die CD gekauft zu haben. Über die leicht verschmutzende Hülle lässt sich streiten. Die Musik ist meiner Meinung nach jedem Zweifel erhaben. Melodiös, Düster und eine bestens aufgelegte Band haben meine hohen Erwartungen nicht enttäuscht auch wenn das Album insgesamt etwas schwächer erscheint als "To the Nameless Death".

Entschuldigt den Roman, bin wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen. Ich akzeptiere das Ihr anderer Meinung sein könnt, akzeptiert bitte auch meine rein subjektive Meinung!
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5.0 von 5 Sternen Hammergut!, 19. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritans Hand (Audio CD)
Bin kein Metal-Kenner und auf Primordial auch nur durch Zufall gestoßen (3 CDs für 15 €-Aktion von Amazon). Dieses Album sowie "The Gathering Wilderness" hat mich aber schon beim ersten Hören umgehauen: Kraftvoller, epischer, dynamischer Metal, der mich auch nach mehrmaligem Hören immer wieder begeistert. Kann die beiden genannten Alben jedem Musikliebhaber, der auch mit härteren Klängen was anfangen kann, nur empfehlen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Stunde geballte Emotionen, 18. Juli 2011
Von 
Atrax93 (Niedersachsen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritan'S Hand (Audio CD)
Primordial wissen immer noch wie es geht!
Auf ihrem neusten Album lassen sie den Hörer wieder in eine Welt eintauchen, die einzigartiger nicht sein könnte. Die Produktion ist rauh und schroff und lässt kahle Landschaften vor dem inneren Auge entstehen. Ebenso ist die Stimme von Alan Nemtheanga gewohnt gefühlsgeladen und die Insbrunst, die der Sänger in seine Stimme legt, lässt das Herz bluten. Hier möchte man am liebsten mit Tränen in den Augen jede Silbe mitsingen.
Die Kombination von hypnotischen Riffs, Alans packender Stimme und trabender, unvergleichlicher Rhythmik sucht auch hier seinesgleichen.
Die Lieder sind auch hier nicht wirklich kurz und haben eine Länge von sechs bis neun Minuten. Wer also etwas Eingängiges, leicht Verdauliches sucht ist hier fehl am Platz. Wer Primordial hören will muss der Musik die komplette Aufmerksamkeit schenken, damit sich diese auch vollends erschließt. Die Texte sollten gelesen und verstanden werden, damit man auch den Zusammenhang von Musik und Lyrik erfassen kann. Wenn Alan Nemtheanga vom Tod, dem Stolz und der Unerschütterlichkeit des Menschen, sowie der Rolle der Kirche singt, sollte man wissen, dass diese Texte dem Gedankengut des Sängers entnommen und daher sehr bedeutungsvoll sind, nimmt man doch an der Persönlichkeit eines Menschen teil.
Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Musik nur so vor Leidenschaft und Hingabe überquillt und den Hörer somit wirklich tief berührt.
Konkret auf die Lieder eingegangen, Primordial lässt auch hier die Abwechslung nicht zu kurz kommen. Zwar fährt das einzelne Lied meist die selbe Schiene, Variation in Tempo und Härte sind nur selten vorhanden, wie zum Beispiel im großartigen "Bloodied Yet Unbowed" oder dem Titeltrack "The Puritan's Hand". Teilweise sind auch die Black Metal-Wurzeln zu vernehmen, meist aber nur im typischen Gekeife, wie in "God's Old Snake". Ganz im Gegensatz hierzu stehen die balladesken Züge aus dem bereits angesprochenen "Bloodied Yet Unbowed" und dem wunderschönen "The Mouth of Judas" (letzteres ist mittlerweile eines meiner absoluten Lieblingslieder).
Anbiederungen an das momentan äußerst erfolgreiche Viking/Pagan-Genre sind hier überhaupt nicht vorhanden, also darf sich der Hörer auf ein völlig Kitsch- und Klischeefreies Album freuen (wobei ich Primordial diesem Genre auch nur bedingt zuordnen würde).
Das Digipak ist aus einer wirklich stabilen Pappe hergestellt, die Abbildungen im Booklet und auf der Verpackung sind detailreich, schön anzusehen und unterstützen die Aussagen der Lieder. Hier merkt man, dass sich die Band keine Kosten und Mühen gescheut hat, um den Käufer auch optisch etwas zu bieten, obwohl die Musik den Kauf eigentlich schon rechtfertigt. Nun ja, damit die weiße Hülle keinem Schmutz zum Opfer fällt, muss man halt aufpassen wie ein Schießhund, wenn man diese in die Hände nimmt.
Insgesamt kann man sagen, dass 5 Sterne hier mehr als gerechtfertigt sind, denn hier loht sich die Investition wirklich. Atmosphäre, eine erdige Produktion, kein Hinterherrennen von Trends, ein genialer Sänger und Texter, eine erfahrene Instrumentfraktion und Musik mit Herz, Seele und Verstand machen das bis dato beste Album des Jahres 2011 aus.
Also nimmt euch bitte die Zeit, genießt die Musik und lasst euch nicht vom modernen Zeitempfinden beeinflussen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 2. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Redemption at the Puritan'S Hand (Audio CD)
PRimordials neues Album ist nun schon seit ein paar Monaten auf dem Markt und erst jetzt findet sich die Zeit ein paar Zeilen darüber zu verfassen. Primordial entwickeln sich mit jedem neuen Album weiter und verfeinern ihren Pagan Metal or Heathen Metal. Redemption at the Puritans Hand setzt an, wo der Vorgänger "To the Nameless Dead" aufhörte bei epischen, emotionsgeladenen Songs. Schon TTND war ein großartiges Kunstwerk, doch RATPH übertrifft dieses noch um ein stückchen. Einzelne Songs hervor zu heben ist hirnrissig, denn jeder der acht Songs besticht durch seine Eigenheiten, sei es black-metallische Raserei, wie in "The Black Hundred" oder eine epische Anklage gegen bestehendes wie in "Death of the Gods". Sicherlich gibt es Fans die das black metallische Gekeife der ersten Alben mehr mochten als Averills derzeitigen "normaleren" besser verständlichen Gesang, doch ich finde in wesentlich passender, weil dadurch die emotionen in Averills Texten klarer transportier werden, die hier wieder zwischen Mythologie und Historie hin- und herpendeln, immer mit dem Augenmerk auf die heutige Gesellschaft. Nicht vergessen sollte man die Musikerfraktion, die alle höchst songdienlich ihre Schäflein zu den Hymnen beitragen und nie gekünstelt klingen. Hinzu kommt eine warme Produktion, mit dem einzigen Manko, dass die Snare für meine Begriffe ein klein wenig zu leise abgemischt wurde. Doch selbst dieses Jammern auf hohem Niveau, hält mich nicht davon ab, hier die volle Punktzahl zu vergben.
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Redemption at the Puritan'S Hand
Redemption at the Puritan'S Hand von Primordial (Audio CD - 2011)
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