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TOP 500 REZENSENTam 19. April 2012
DVD:

- BILD: der Auflösung und dem Alter verschiedener Aufnahmen entsprechend angemessenes Bild ohne grobe Mängel
- TON: DD 2.0 in Hebräisch mit dt. und engl. Untertiteln in guter Verständlichkeit
- EXTRAS: keine

DOKUMENTATION:

Autor Ari Libsker geht in seiner Dokumentation dem Phänomen der "Stalags" auf den Grund. Dies sind billige Groschenromane welche die Schrecken des Holocaust mit Erotik und pornografischen Sado-Maso-Phantasien verknüpt. Aus meiner Sicht werden hier gleich 2-3 Tabus dieser Zeitepoche und seinem Entstehungsland Israel der 60er Jahre auf einmal gebrochen: Hemmungslose sadomasochistische Erotik in Verbindung mit der Gewalt der Konzentrationslager und der SS was dann auch noch im prüden Israel dieser Zeit entstanden ist und für eine kurze Zeit geboomt hat.

Wer skandalöses, Tabubrüche oder explizite Einsichten auch nur im Ansatz in Wort oder Bild von der Dokumentation erwartet sollte den Erwerb der DVD nicht in Betracht ziehen. Dies gibt es nicht und es liegt auch nicht im Geringsten in der Absicht des Autors. Es handelt sich um sehr neutrale schwarz-weiß Bilder die mit den bunten Bildern der Heftchen schön im Kontrast stehen. Unterlegt ist das ganze mit dem hebräischen Originalton mit deutschen oder engl. Untertiteln, alles sehr ruhig und sachlich, aber es wird auch etwas unvermittelt und unstrukturiert zwischen zeitgenössischen Originalaufnahmen und den einzelnen Interviews und interessanten Archivbildern hin- und hergesprungen.

Der eigentliche Inhalt der Romane war sehr überschaubar und zielorientiert und drehte sich meist um einen (amerikanischen) Soldaten der in die Gefangenschaft von sadistischen weiblichen (!) SS-Offizieren gerät die ihn foltern und vergewaltigen. Der Autor läßt Verleger, Autoren und Rezipienten des Phänomens zu Wort kommen, aber dokumentiert nur die Dinge aus verschiedenen Richtungen ohne jedoch die schwierige Frage der Hintergründe oder gar psychologischen Beweggründe erörtern zu können oder vielleicht auch zu wollen. Ari Libsker rekonstruiert nur penibel die Fakten, aber es wird auch die Schwierigkeit damals wie heute deutlich, das ganze überhaupt angemessen zu diskutieren oder zu verarbeiten.

Dabei ist das Phänomen nicht wirklich unbekannt und wer im Filmbereich das Genre der "Naziploitation" (= Nazis+Exploitation) und seine vielen Erscheinungsformen kennt der wird über die Aufregung nur überrascht sein. Allerdings sind die Romane durchaus als Vorläufer dieser Filme zu sehen denn die filmische Hochphase war in den 70er Jahren. Das ganze nur als krude "Männerphantasien" abzutun wird dem Phänomen nicht ausreichend gerecht. Wer sich für mehr Informationen zu faschistischen Symbolen in Kombination mit Sexualität interessiert dem u.a. seien die Werke von Marcus Stiglegger SADICONAZISTA und NAZI-CHIC empfohlen.

4/5 Sternen
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Bei diesem Film handelt es sich um eine Dokumentation über die Anfang der sechziger Jahre in Israel populären Erotik-Taschenbücher Stalag. In diesen Heftchen vergnügen sich, hauptsächlich bedient mit dem Instrument Folter, SS-Frauen mit KZ-Häftlingen. Schonungslos beleuchtet Regisseur Ari Libsker Psychologie und Geschichte des Phänomens. Nach dem enormen Erfolg des Taschenbuchs Stalag 13 entwickeln sich die reisserischen Sex-Heftchen schnell zu einem modernen Massenphänomen. Neben Kommentaren von Verlegern, Autoren und Journalisten wurde diese Dokumentation auch mit seltenen Archivbildern gespickt.

"Pornografie und Holocaust" erliegt allerdings nicht der Versuchung, nach Antworten zu suchen. Stattdessen umkreist er rekonstruierend und analysierend das Phänomen und versammelt eine Vielzahl an Aspekten: biografische Verarbeitungsstrategien der Autoren, die meist eine direkte Verbindung zum Holocaust hatten, der schillernde sadomasochistische Komplex und seine Deutung als sexuell aufgeladene Identifikation mit den Tätern. Man kann sagen, Ari Libsker zeigt in schonungslosen Bildern die damalige Schwerfälligkeit und ein Stück weit auch das Unvermögen, das Geschehene angemessen zu verarbeiten.

Fazit:

Ein informativer, aufrüttelnder und auch nachdenklich wirkender Dokumentarfilm. Unbedingt empfehlenswert!
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