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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die andere Seite des Zaunes....,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
Dass Eltern ihre Kinder vor einer grausamen Umwelt schützen wollen, ist ja nur allzu verständlich.In Giorgos Lanthimos Film "Dogtooth" wird aber diese elterliche Angst auf die Spitze getrieben mit einem für die Kinder diktatorischen, unmenschlichen Systems der Isolation und Gefangenschaft: Der Vater (Christos Stergioglou) ist der Einzige, der das große Anwesen der Familie mit dem Auto verlässt und zur Arbeit fährt. Die Mutter (Michelle Valley) telefoniert heimlich mit ihm im verschlossenen Zimmer mit dem versteckten Telefon. Die Kinder sind inzwischen junge Erwachsene, es gibt zwei Töchter (Aggeliki Papoulia/Mary Tsoni) und einen Sohn (Christos Passalis), der in dieser geschützten Umgebung ein bisschen mehr Freiheiten geniesst. Immerhin bekommt er gelegentlich Besuch von Christina (Anna Kalaitzidou), einer verschwiegenen Arbeitskollegin des Vaters, die mit dem Jungen Sex macht und vom Vater Geld zugesteckt bekommt. Die Kinder leben in einer streng abgeschottenen Welt. Den nunmehr pubertierenden Jugendlichen wurde von klein auf dabei ein verqueres Weltbild voller Lügengeschichten vermittelt, mit der Botschaft, die Welt hinter der Gartenhecke sei angeblich ein böser und gefährlicher Ort. Gewohnte Begriffe des Alltages, die die Jugendlichen aufschnappenn, werden von der aufmerksamen Mutter neue Bedeutungen zugesprochen. Ein Zombie ist z.B. eine kleine gelbe Blume, das Wort "Muschi" bezeichnet eine große Lampe und Katzen sind gefährlichste Kreaturen. Das auf den ersten Blick harmonische Familienleben ist geprägt von emotionsloser Disziplin, aber auch von unschuldig-perversen Spielen der drei Geschwister. Die scheinbar perfekte Idylle erhält erste Risse, als die Töchter und der Sohn sich die Frage stellen, was wirklich hinter der Gartenhecke liegt? Doch die Kinder dürfen das Areal erst verlassen, wenn als Zeichen von Oben ein Eckzahn ausfällt. Derweil will der Vater seinen Hund aus der Hundeschule holen, aber der Trainer weigert sich, weil dieser erst die Stufe 2 der fünfstufigen Ausbildung geschafft hat. Die Kinder werden auf sein Kommen und darauf dass die Mutter noch einmal schwange ist vorbereitet, dass die Mutter zwei Kinder und einen Hund gebären wird. Verglichen wurde der für den Oscar als bester ausländischer Film nominierte griechische Film "Dogtooth" mit den Werken von Haneke oder Lars von Trier. Wobei mich der Film gleich von Anfang an an die surrealen Meisterwerke von Luis Bunuel erinnerte. Tatsächlich bietet der Film in der heutigen Kinolandschaft das Vergnügen etwas ganz besonderes, auch etwas aufregendes zu sein. Auch wenn die Jugendlichen das Ausmaß des Lügenkorsetts, in das sie gefesselt sind, nicht erahnen können, merken sie doch langsam, dass etwas nicht stimmt am Erstickungspotential ihrer Eltern. Das Suchen nach Wahrheiten endet mit einem Schluß, der nur zwei Varianten zulässt: Tod oder Freiheit. Dem griechischen Filmemacher ist eine grandiose Groteske und eine doppelbödigen Meditation über Abhängigkeit, Kontrolle und Manipulation gelungen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Verstörend und extrem aussergewöhnlich,
Von Marc Jozefiak "horror 1966" (Hildesheim) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
Mama, reichst du mir bitte das Telefon?Diese Frage wird mit dem Anreichen eines Salzstreuers beim Abendessen beantwortet, zu dem sich die in dieser Geschichte beleuchtete Familie eingefunden hat. Dieses eine Beispiel reicht schon vollkommen aus, um dem Zuschauer vor Augen zu führen, das er es in vorliegendem Fall mit einem völlig absurden Szenario zu tun bekommt, das man im Grunde genommen in den Bereich der Fabelwelt abschieben möchte. Zu bizzar und vollkommen absurd gestalten sich die Geschehnisse in dieser griechischen Produktion, die allerdings erstaunlicherweise diverse Parallelen zu einem wahren Fall hat, in der ein Österreicher seine eigene Tochter und die mit ihr durch Vergewaltigungen gezeugten Kinder weit über 20 Jahre im Keller eingesperrt hat. Zwar ähneln sich die Ereignisse lediglich durch die Grund-Thematik, aber auch hier handelt es sich definitiv um eine Familie, die alles andere als normal erscheint, werden doch die 3 mittlerweile fast erwachsenen Kinder seit ihrer Geburt von den Eltern wie Gefangene behandelt, die sich lediglich auf dem eigenen Grundstück frei bewegen dürfen, das von einem riesigen Holzzaun eingesäumt ist. Hinter dem zaun beginnt das Böse, davon gehen jedenfalls die Kinder aus, die diese Ansicht immer wieder von ihren Eltern eingetrichtert bekommen. Zwangsläufig haben sie allein schon aufgrund dieses Aspektes keinerlei Vorstellung von einem realen Leben, kennen sie doch nur die Dinge, die sie aus dem Mund ihrer Eltern erfahren und für bare Münze nehmen. Wenn man jetzt zu der Meinung gelangt, das die Geschwister doch durch die Medien wie Radio oder Fernsehen über das wirkliche Leben informiert sein müssten erliegt einem Trugschluß, denn das Einzige, was sie im Tv zu sehen bekommen, sind selbstgemachte Home-Videos, auf denen die eigene Familie bei diversen Aktivitäten zu sehen ist. Zudem werden diversen Dingen vollkommen abstruse Namen gegeben, ein Salzstreuer gilt hier als Telefon und eine Computer-Tastatur ist auf einmal eine Muschi. Was sich hier im ersten Moment eventuell als witzig darstellt, schockiert den Betrachter allerdings mit zunehmender Laufzeit immer mehr und hinterlässt gleichzeitig ein extremes Gefühl der Beklemmung, dessen man sich beim besten Willen nicht erwehren kann. Möchte sich doch der eigene Verstand weigern, das Gesehene zu akzeptieren so kann man sich andererseits durchaus zu der Vorstellung hinreissen lassen, das es wirklich Menschen gibt, die in einer solch dysfunktionalen Gemeinschaft zusammenleben, obwohl man sich selbst beim besten Willen nicht vorstellen kann, aus welchen Gründen und Motiven das der Fall sein sollte. Die einzig logische Erklärung wäre wirklich, das bei beiden Elternteilen eine psychische Erkrankung vorhanden ist, die sie zu solchen "Erziehungsmethoden" greifen lässt, wie sie einem hier präsentiert werden. Das artet sogar darin aus, das die Geschwister im Laufe der Zeit sogar zum Inzest animiert werden, was schon extrem perverse Züge zum Vorschein bringt, die den Betrachter nahezu fassungslos und schockiert zurücklassen, denn es ist doch schier unmöglich, das pervertierende Szenario sofort sacken zu lassen und zu verarbeiten. Das geschieht nämlich erst, wenn der Film schon lange zu Ende ist und man immer noch über die Geschehnisse nachgrübelt, die sich einem da präsentiert haben. Der nachhaltige Eindruck dieser aussergewöhnlichen, aber gleichzeitig auch extrem faszinierenden Geschichte wirkt noch sehr lange nach. Die Dysfunktionalität dieser Familie wird auch insbesondere durch die vorhandenen Dialoge untereinander ausgedrückt, was sich allerdings nicht nur auf die absurden namen für bestimmte Dinge und Gegenstände bezieht. So kommt beispielsweise kein echter Redefluss auf, die Gespräche wirken seltsam abgehackt und ganz davon abgesehen ergeben sie zudem auch in den seltensten Fällen einen wirklichen Sinn. Das mag nun auf manche Leute vielleicht einen eher befremdlichen Eindruck hinterlassen, doch meiner Meinung nach hat Regisseur Giorgos Lanthimos ganz bewust dieses Stilmittel für die Erzählstruktur seiner geschichte gewählt, um die Perversität der Ereignisse noch stärker herauszustellen, was ihm auch eindrucksvoll gelungen ist. Der Film hinterlässt nämlich auf jeden fall einen äusserst verstörenden Eindruck beim Zuschauer, was auch auf die Abfolge der schockierenden Bilder zutrifft, die teilweise doch stark an aneinandergereihte Video-Clips erinnert, die zu einem Spielfilm zusammengefügt wurden. Das Einzige, was in diesem Werk ein wenig an ein reales Leben erinnert, ist die Figur des Vaters, der als Einziger auch das heimische Grundstück verlässt, geht er doch einer geregelten Arbeit nach und ist gleichzeitig Beschaffer für Nahrung und alle anderen Dinge, die man zum täglichen Leben braucht. Das war es dann aber auch schon mit der Realität und so kann man sich ganz bestimmt sehr gut vorstellen, mit was für einem Filmerlebnis man es hier zu tun hat. Ich persönlich kann es äusserst gut nachvollziehen, das "Dogtooth" ein Film ist, der ganz sicher die Meinungen spalten wird. Es wird genügend Leute geben, die mit diesem Film wahrscheinlich gar nichts anfangen können, ich jedoch zähle mich zu denen, die in diesem Werk einen mehr als nur aussergewöhnlichen Film sehen, dem man sich aber auch gänzlich öffnen muss, um die schockierende Intensität der Ereignisse in sich aufnehmen zu können. Es fällt dabei sehr schwer ein Urteil zu fällen, das entweder gut oder schlecht ausfällt, denn in vorliegendem Fall kommt es wohl noch stärker auf den persönlichen Geschmack an, als wie es bei vielen anderen Filmen der Fall ist. Für mich ist mit "Dogtooth" ein filmisches Meisterwerk, in dem sein Regisseur eine äusserst aussergewöhnliche Thematik in den Vordergrund stellt, die dem Zuschauer auf absurde Art und Weise präsentiert wird. Und auch wenn man kaum glauben kann, was man hier zu sehen bekommt, hinterlässt das Geschehen einen erschreckend authentischen Eindruck, der einem phasenweise die Luft zum Atmen nimmt und eine erschreckende Ungläubigkeit hinterlässt, die man erst im Laufe der Zeit so richtig verarbeiten kann. Fazit: Wenn man von aussergewöhnlichen Filmerlebnissen spricht, muss man "Dogtooth" fast schon zwangsläufig ganz oben in dieser Kategorie ansiedeln, denn ein ähnliches Szenario bekommt man doch wohl eher sehr selten geboten. Jenseits jeglichen Mainstreams angesiedelt erzählt der Film die Geschichte einer Familie, die nicht kaputter sein könnte und tut dies auf eine Art, die dem Betrachter doch ziemlich oft eine Gänsehaut verpasst, da man das Gesehene einfach kaum glauben kann. Giorgos Lanthimos hat wirklich ganze Arbeit geleistet und offenbart ein Werk, das durch seine absurden und bizzaren Bilder einen äusserst nachhaltigen und verstörenden Eindruck beim Zuschauer hinterlässt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eine hanaeske Dystopie aus Griechenland,
Von
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
Was für ein Film. Ich habe seit Michael Haneke's "Der siebente Kontinent" keinen Film mehr gesehen der es schaffte derart suggestiv und intim die Destruktion einer scheinbar funktionierenden Familienidylle darzustellen. Ein unglaublich unangenehmer Film über eine zutiefst dystopische Familie. Man bekommt erst im laufe des Films Stück für Stück die Umstände mit unter denen die drei Kinder jugendlichen Alters vom Verlassen des elterlichen Grundstücks abgehalten werden. Es offenbart sich langsam eine immer komplexere bis ins letzte Detail durchkonstruierte Welt aus verschobenen Normen und einer gesellschaftsfernen Vorstellung von der Umwelt. Sicherlich kein Film für Kinoästheten, denn der Film bedient sich minimalster Mittel und die Kameraeinstellungen sind oft minutenlang auf eine Perspektive gerichtet. Musikalische Untermahlung sucht man vergeblich. Der Film lebt durch seine Stille und der damit verbundenen Unmittelbarkeit der Geschehnisse.Für mich eine wahre Überraschung 2011! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein klasse Film!,
Von Ebaristo (Eisenach) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
Ich hatte schon längere Zeit überlegt, ob ich mir den Film hole oder nicht. Durch eine Kritik hatte ich mich dann dazu entschlossen.Ich muss sagen, das der Film sehr gut ist. Es ist die ganze Zeit über eine gewisse Spannung zu spüren, welche durch die Ruhe und Stille in dem Film noch verstärkt wird. Allerdings sind die Szenen in dem Film nicht so extrem, wie es erzählt wurde. Die einzige, für mich extreme Szene, war die Tötung der Katze durch den Sohn. (Also nichts für Katzenfans!)Ansonsten spielt sich das Extreme im Film eher durch die Verhaltensweise der Charaktere ab bzw. durch die Moral / Erziehung, welche den Kindern durch die Eltern zuteil wird. Ebenfalls habe ich mir das Ende etwas anders vorgestellt. Lebt die Familie so weiter? Was ist mit der ältesten Tochter? Ansonsten ist der Film klasse. Er gewährt einen Einblick in die Psyche, Lebensweise und Gefühlswelt einer dysfunktionalen Familie. Er ist auf jeden Fall empfehlenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Keine schöne neue Welt,
Von HEAVENSHALLBURN (st pauli) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
Die zwei Töchter und der Sohn, fast erwachsen, verbringen ihre Zeit mit kaum nachzuvollziehenden Spielen. Über ein Tonband lernen sie Wörter, die jedoch eine vollkommen falsche Definition bekommen. Aus Salzstreuer wird Telefon. Abgeschottet von der Aussenwelt vegetieren sie in einem trostlosen Leben. Draußen, in der Welt hinter dem Zaun, wartet das Böse, das zumindest vermitteln die Eltern. Katzen sind der lebendige Alptraum, tötende Bestien, die schon ein Familienmitglied töteten und vor denen man sich nur durch das Imitieren von Hundebellen schützen kann. Jedes Überschreiten der auferlegten Grenzen, jeder Drang die Wirklichkeit selbst zu konstruieren wird mit Repressionen sanktioniert. Erst wenn der Eckzahn ausfällt, ist man reif genug sich der anderen Welt zu nähern, erst wenn er wieder nachgewachsen ist besteht die Möglichkeit das Autofahren zu erlernen. Eine Grundvoraussetzung, denn nur in dem fahrbaren Untersatz ist ein gefahrenloser Blick hinter den Zaun möglich. Dieser ist nur dem Vater vergönnt, der allmorgenlich zu seiner Arbeit aufbricht, die Einkäufe erledigt, nicht ohne die Etiketten der Produkte zu entfernen, die Beweise für eine nicht gestattete Wahrheit. Nur der Securityfrau Christina, als Externe, ist der Einblick in das hierachisch geführte und gelebte Familienleben erlaubt. Sie befriedigt die sexuellen Triebe des Sohnes, befriedigt ihre eigenen bei der Schwester und begeht einen Fehler, sie überlässt der Tochter Videofilme, "Rocky" und "Der weisse Hai". Dieser Fehler führt dazu, dass nun die Schwestern selbst dem Bruder zur Verfügung stehen müssen, während die Mutter mit Spielzeugflugzeugen umherwirft, um den Anschein zu erzeugen, die echten Flugzeuge die in großer Höhe über das Grundstück fliegen, würden abstürzen. Die Kinder haben keinen Namen, auch die Eltern nicht. Auch erfährt man rein gar nichts über die Motivation des mehr als fragwürdig zu nennenden Erziehungsstils. Von Begin an vermehren sich die Fragen kontinuierlich und am Ende wurde einem keine beantwortet.Das hört sich alles irgendwie merkwürdig an? Das ist es auch. Der Grieche Yorgos Lanthimos schuf mit seinem zweiten Film einen wahren Bastard an Unmenschlichkeit. Einen Film über Manipulation, in dem die Kinder sich dem Willen ihrer Eltern unter zu ordnen haben, ohne wenn und aber. Einen Streifen über Inzest und seelische Grausamkeiten, deren Hintergründe nicht auch nur mit einer einzige Sequenz, einem kleinen Dialog erklärt werden.Zu keinem Zeitpunkt wird einem eine Antwort angeboten, versucht, das groteske Verhalten aller Beteiligten irgendwie erklärbar erscheinen zu lassen. Beklemmend und angsteinflössend hinterlässt der Film auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck, welchen genau, soll jeder selbst entscheiden. Ich halte es für vollkommen nachvollziebar, wenn einem "Dogtooth" nicht liegen sollte, man ihn unpassend, grausam oder schlicht langweilig findet, denn der Film ist wahrlich ein schwerer Brocken, düster, gewalttätig und dystopisch. Mich hat er unterhalten, auch wenn dieses Wort vielleicht unpassend wirken sollte und bewegt wahrscheinlich besser passt. Vergleiche zu anderen Filmen kann ich nicht bringen, denn es fällt mir schlicht keiner ein, der in dieser monotonen und langsamen Weise, ohne Soundtrack- oder Collagen, eine überaus dramatische Geschichte erzählt, in der neben der Motivation auch keine der Personen weiter erklärt wird. Jedoch sollte jeder "Dogtooth" eine Chance geben, der Gefallen an Streifen von "Bildstörung", "Störkanal" oder Michael Haneke hat. Also Menschen, die Filme gucken anstatt sich von ihnen berieseln zu lassen, Spaß am Denken haben, auch schlafen können, wenn das Gesehene mit der eigenen Realität oder der Sicht darauf in irgendeinem Zusammenhang stehen könnte, die auch das psychisch nachhaltige Grauen ertragen können, abseits billiger Splatterschrottprojekte, oder ganz einfach ein interesse an "anderen Geschichten" haben, als die Wiederholungen und Reproduktionen altbekannter und ewig neu durchgekauter Themen. "Störkanal" bleibt seiner eigenen Linie treu, "Dogtooth" reiht sich nahtlos ein in die Release des noch relativ jungen Labels, welches mit Erstveröffentlichungen und Re-releasen nicht weniger kontrovers zu nennender Filme wie "Calvaire", "In My Skin", "Alexandra's Project", "7 Days" oder "Red White And Blue" aufzeigt, das es wahre Perlen auch abseits des Mainstreamkino gibt, die es sich lohnt anzuschauen, auch wenn einem anschließend ersteinmal der Sinn für Humor und Leichtigkeit abhanden kommt. Auch wenn "Dogtooth" verständlicher Weise für die 83. Academy Awards nominiert wurde, muß ich sagen, dass er zu Recht nicht gewann, der Siegerfilm in der Kategorie "Best Foreign Language Film" hat mich schlußendlich dann doch ein wenig mehr überzeugt. Aber auch in Cannes muß man erst einmal die Konkurenz hinter sich lassen, denn dort gewann der Film in der Rubrik "Prix Un Certain Regard". Man kann gespannt sein, was uns Herr Lanthimos als nächstes präsentieren wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
TOLLER FILM! - ACHTUNG! STÖRKANAL NUR IN 2.1 NICHT 5.1 SOUND!,
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
Der Film selbst ist äußerst gut, eine Abrechung mit der Bourgoisie, leicht der Realität entrückt und teilweise absurd, immer wieder surrealistische Elemente. Absolut großartig!Die Störkanal-DVD selbst ist leider nicht wie auf der Angabe mit 5.1 Dolby Digital sondern lediglich mit 2.1 Sound, also nur mit Stereoklang, austgestattet. Ausserdem sind gleich nach Einlegen der DVD die Trailer nicht mit der Skip-Taste zu überspringen, was das Gefühl von Zwangswerbung vermittelt. Sonst natürlich gut, dass jemand diesen Film auf Deutsch veröffentlicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
the cat is the most feared animal there is!,
Von Zachary "X" (Langenfeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
eine "muschi" ist eine große lampe, frank sinatra ist mein opa und singt nur über die liebe zu seiner familie und die katze ist das böseste tier der welt ...davon gehen die 3 namenlosen teenager zumindest aus. ich habe den film nun endlich gesehen und ein weiterer favorit meiner dvd- sammlung: dogtooth! oder "kynodontas", wie er im original heißt. dieser streifen ist so unglaublich kalt, dass es einem einen schauder über den rücken laufen lässt: was passiert, wenn man die eigenen kinder vor der "welt da draussen" beschützen will? dieser gedanke ist absolut nachvollziehbar, man muss nur die nachrichten anmachen und sieht sofort, welche gefahren hinter der nächten ecke warten. aber dieser film zeigt eindrucksvoll, wie es nicht geht. dem ideenreichtum der eltern sind keine grenzen gesetzt, ihre kinder mit hanebüchenen ausreden ans haus zu fesseln und somit völlig von der ausßenwelt zu isolieren. somit kommt es, trotz aller verstörung, zu einigen freiwillig komischen szenen, die zwar gut unterhalten aber im nachhinein einen noch bittereren nachgeschmack hinterlassen. "dogtooth" hat sich damit zu meinem lieblingsfilm der "störkanal"-reihe entpuppt und zeigt uns, dass es manchmal noch viel schlimmer ist, die wahrheit zu verschweigen. an dieser stelle fordere ich den leser an dieser stelle zu einem kommentar auf: was ist euer favorit der "störkanal"-reihe? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Störkanal Filme verstören,
Von algi (muc) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
schon möglich hier Ansätze eines griechischen Haneke vor Augen zu haben, oder eine Art Lars von Trier, aber für meine Begriffe erreicht dieser Film deren Klasse bei weitem nicht. Mich hinterlies er etwas ratlos und verstört, was ich von diesem Werk halten soll. Vielleicht war ich auch ein wenig verärgert, weil meine DVD Ausgabe immer Aussetzer hatte, aber im Endeffekt war ich doch auch über den Film eher verärgert.
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5.0 von 5 Sternen
Krass anders, sensationell gute Idee bestens umgesetzt!,
Von Horst Kevin (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition [Blu-ray] (Blu-ray)
ELtern, die Ihre Kinder von der Aussenwelt komplett abschotten, um sie vor den gefährlichen Einflüssen zu schützen. Einfach nur krank, aber genial umgesetzt. Mit teils übler Härte, man kann glatt eine Gänsehaut bekommen und sich teils dann vor Lachen nicht mehr einbekommen. Hab lange gewartet, bis ich ihn mir angesehen habe, aber es hat sich dann doch gelohnt. Vorsicht mal wieder an Freunde des Mainstream-Films, die evtl. eine Komödie erwarten, die Erwartungen werden hier sicher nicht wirklich erfüllt. Alle die, die sich gern mal auf was völlig neues und perfides einlassen, sind hier hingegen genau richtig.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Schwer einzuordnen,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dogtooth - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber) (DVD)
Dogtooth. Die Beschreibung auf der Rückseite, das Cover, etc, machen viel her. Sieht man den Film das aller erste mal, ist man höchst wahrscheinlich erstmal enttäuscht. Monoton. Trocken. Einseitig. Mit der Zeit setzten sich aber immer mehr Puzzleteile zusammen, es fällt auf, das die Monotone ausdrucksweise bewusst gewählt worden ist, und das der gesammte Film an sich, ein Meisterwerk ist. Der Streifen macht also quasi erst beim zweiten mal ansehen Sinn, das lesen des Booklet ist ausdrücklich empfohlen.Genial! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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