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Kundenrezensionen

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am 9. September 2011
Leider dauert dieser Film nur ca. 80 Minuten. Von Beginn an ist man schnell in der Geschichte drin und erlebt die Welt der Hauptdarsteller in deren Augen genau mit. Der "ungebildete", aber total menschlich gebliebene Mann und die alte, sehr gebildete Dame. Daraus entwickelt sich dann eine sehr nette Freundschaft. Die Dialoge sind fantastisch; die schauspielerische Leistung wirklich grandiös, und wenn man nicht ganz aus "eisen" ist, wird man sicherlich am Schluss gerührt sein von diesem Film. Unbedingt empfehlenswert!
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am 10. Dezember 2011
Der Schulabbrecher Germain verdingt sich nun als Hilfsarbeiter und begegnet da eines Tages der 95jährigen Margeruitte auf einer Parkbank.
Zwischen beiden entspinnt sich ein recht wertschätzender Umgang miteinander.
Margueritte liest ihm Camus vor, bis sie ihm gesteht, dass sie bald nicht mehr lesen kann.
Das bewegt ihn dazu, doch noch lesen zu lernen, um ihr vorlesen zu können.
Eine bewegende Freundschaft zwischen den beiden entspinnt sich. Die beiden begleiten einander und unterstützen einander.
Germain bekommt von ihr jene mütterliche Zuwendung, die ihm die eigene kalte Mutter immer verwehrte.

Eine hinreissende Geschichte, die mich sehr berührt hat. Sie zeugt von Menschlichkeit und tiefer Wertschätzung - trotz all der Unterschiede.
Ein sehr sehenswerter Film. Nicht nur wegen der großartigen schauspielerischen Leistung von Gerard Depardieu.
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am 15. Juli 2011
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die unser Leben bereichern. Der Gelegenheitsarbeiter und Gärtner Germain hadert seit er denken kann mit seiner Mutter. Diese ist alles andere als eine Heilige und erfüllt Germain's Kritikpunkte immer wieder aufs neue. Darunter leidet Germain seit seiner Kindheit. Er fühlt sich trotz seiner Beliebtheit bei anderen Menschen beschränkt in seinen Möglichkeiten.

Da trifft er eines Tages im Park die fünfundneunzigjährige Margueritte. In ihr findet Germain eine Seelenverwandte. Margueritte entführt ihn in die noch nicht gekannte Welt der Bücher.

Die einfühlsame Geschichte wird leise und lautstark erzählt. Filigrane Dialoge feilen an den Charakteren der Protagonisten. Überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen lassen keine Langeweile zu. Gut ausgestattete Szenarien verwöhnen das Auge und sorgen für Atmosphäre. Regie und Schauspieler ist sehenswerter Film gelungen.
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TOP 500 REZENSENTam 27. März 2013
"In Liebesgeschichten gibt es nicht immer nur Liebe.
Manchmal gibt es nicht mal ein "Ich liebe Dich".
Und doch liebt man sich."

Mit dem 2009 erschienenen Roman "Das Labyrinth der Wörter" ("La tête en friche") gelang der zuvor ausschließlich als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannten Marie-Sabine Roger ein unerwarteter Bestseller.
Kein Wunder also, daß der Überraschungserfolg bereits ein Jahr später verfilmt wurde.

Germain (Gérard Depardieu) hat keinen Schulabschluss und ist alles andere als belesen.
So meint er, daß Guy de Maupassant wohl so etwas ähnliches wie der Guide Michelin sein müsse; eine Äußerung, die ihm - wie so oft - den Spott seiner Bekannten in seinem Stammcafé einbringt.
Obwohl sich Germain seines geringen Bildungsstandes durchaus bewusst ist, ist er aber nicht unzufrieden mit seinem Leben:
Mit dem Anbau und Verkauf von Gemüse und Obst und diversen Aushilfsjobs bestreitet der passionierte Gärtner seinen bescheidenen Lebensunterhalt und eine hübsche Freundin (Sophie Guillemin), die ihn aufrichtig liebt, hat er auch.
Als er eines Tages bei seiner Mittagspause im Park die kultivierte 95jährige Margueritte (Gisèle Casadesus) kennenlernt, bekommt sein Leben völlig neue Impulse:
Ermutigt und unterstützt von seiner Zufallsbekanntschaft macht sich Germain auf ins "Labyrinth der Wörter", lässt sich zunächst von Margueritte aus deren Lieblingsbüchern vorlesen und beginnt dann auch selber mit der Lektüre zunehmend anspruchsvoller Literatur.
Zwischen dem ungleichen Paar wächst langsam eine tiefe Freundschaft.
Als Margueritte unvermittelt nach Belgien ziehen muss, weil ihr dort lebender Neffe, ihr einziger Verwandter, es sich nicht mehr leisten kann, die teure Altersresidenz in Frankreich zu bezahlen, fasst Germain einen Entschluss...

"Das Labyrinth der Wörter" ist ein ganz leiser und bezaubernder, typisch französischer kleiner Film über die ungewöhnliche Freundschaft eines ungleichen Paares.
Die Rolle des etwas einfältigen, aber liebenswerten Germain scheint Gérard Depardieu wie auf den Leib geschrieben und die beim Dreh bereits 96-jährige Gisèle Casadesus überzeugt noch mehr als 60 Jahre nach Beginn ihrer schauspielerischen Karriere als äußerlich zerbrechliche, aber erstaunlich willensstarke "Margueritte mit zwei t".
Neben Anrührung, leiser Sozialkritik und viel französischem Kleinstadtflair kommt auch der Humor nicht zu kurz, zum Beispiel, wenn der naive, aber herzensgute Germain die an Liebeskummer leidende Gastwirtin seines Stammcafés "trösten" will...

Eine ganz bezaubernde "Liebesgeschichte" der anderen Art, die ich allen Freunden des europäischen Erzählkinos nur wärmstens ans Herz legen kann.
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am 28. Juli 2011
Germain (Gérard Depardieu) in einer Rolle, die er hervorragend umsetzt! Mir gefiel dieser Film u. a., weil er langsam genug ist, um gefühlsmässig wie auch intellektuell mit zu kommen. Feelgood-Kino sozusagen.

Zur Handlung durch meine Brille:
Margueritte (Gisèle Casadesus), die alte liebenswert höfliche und distinguierte Dame aus dem Altenheim begegnet Germain zufällig als dieser "seine" Tauben nachzählt. Unverblümt und ohne Zurückhaltung erklärt er auch warum er es tut. Die Verbindung war so schon leicht und unkompliziert hergestellt. Ach, träumen wir nicht auch davon, dass es in unseren Begegnungen nicht auch öfter so oder so ähnlich ablaufen könnte? Aber das nur nebenbei...

Germain ist dumm und taugt zu nix! Das sagen z. T. die anderen, nicht jedoch der Zuschauer, der einen gemütlichen, fleissigen, tapsigen, hilfsbereiten und liebenswerten Germain erlebt. Und Germain hat noch etwas besonderes, was viele "Gebildeten" z. T. schon verloren gegangen ist; nämlich kindliche Neugier und geistige Wachsamkeit, obwohl die 40 Lenze schon lange überschritten wurden.

Es dauert bei den folgenden Begegnungen nicht lange bis Margueritte und Germain "ihr" Thema finden. Das Lesen. Das Lesen von Geschichten die Bilder im Kopf erzeugen. Schöne Bilder! Z. T. Germain kann diese Bilder wunderbar reflektiert um- und beschreiben, was bei ihm widerum dann noch viel mehr auslöst als nur das Verstehen der jeweiligen Geschichte. EIn Bewusstwerdungsprozess setzt ein.

Auch wenn die beiden Protagonisten es nicht ansprechen, aber sie haben noch viel mehr gemeinsam als nur das Lesen. Gemeint ist, das was ich wahrgenommen habe; das nicht geliebt sein von den Allernächsten.

Er entdeckt, dass alle, die ihn für dumm und trottelig halten unrecht haben. Vor allem aber seine Mutter zu der seine Liebe grösser ist als ihre Achtung ihm gegenüber je war. Margueritte nimmt ihn aber so wie er ist (Punkt).

Am Ende hat Germain eine neu Art von Liebe erlebt, die er zuvor nie hatte und nicht kannte und gleichzeitig hat er die tiefe Bedeutung und Wirkung von bewusst gelesener Literatur für sich alleine entdeckt.

Und was besonders schön ist; Germain macht am Schluss Margueritte ein Geschenk, womit sie unmöglich rechnen konnte, für ihn aber bloss" eine logische Konsequenz der gewachsenen Nähe zueinander ist.

Für viele heute (schnell) lebende Menschen, die ihren Kick" sonst wo suchen, aber zuletzt in sich vermuten, ist dieser Film besonders empfehlenswert.

Weniger ist mehr und alles Glück das wir suchen steckt in uns selbst. Und... Liebe ist alles! Vielleicht auch besonders wenn sie so dezent daherkommt und bleibt wie in dem zierlichen Persönchen von Margueritte.
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am 4. August 2011
...fragte ich mich, wie der Film sich wohl gestalten würde.

Normalerweise bin ich von Verfilmungen immer enttäuscht ( Bis auf eines "Das Geisterhaus - sowohl Film, als auch Buch genial ). Die guten Rezensionen aber und auch der Zuspruch von weiblichen Bekannten hat mich doch dazu bewegt, an einem Abend, den ich alleine für mich hatte, mir den Film anzusehen.

Grundsätzlich ist er gut umgesetzt worden und Herr D. hat die Rolle von Germain würdevoll vertreten. Auch die alte Dame ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Und dennoch fehlte mir im Film ein klein wenig der Zauber der Wörter. Die wachsende Leidenschaft zu den Büchern war nicht 100 % klar erkenntlich. Das Glänzende, die Lust am Lernen und der Zauber, was mich im Buch fasziniert hat, hätte man einen Tick besser umsetzen können.
Ein Film ist eben doch NUR ein Film.

Der Schluss war überraschend, aber angenehm.
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am 8. Juni 2011
Margueritte(Gisele Casadesus) mag schon 95 Jahre alt sein, aber dumm ist sie nicht. Sie weiß ganz genau, worum es im Leben geht. Allerdings sitzt sie im Pflegeheim und ihre Familie unterstützt sie nur unzureichend. Was nützt Margueritte ihr ganzes Wissen, wenn ihr die Kraft zur Eigenständigkeit fehlt? Diese Kraft besitzt der einfältige Germain(Gerard Depardieu) im Übermaß, dafür fehlt es ihm an Intellekt und Wissen. Germain wohnt in einem Wohnwagen,im Garten seiner Mutter. Die hat den Einfaltspinsel Germain anscheinend schon als Kind für überflüssig gehalten und tut das heute noch immer. Germain ist zwar mit der netten Busfahrerin Annette(Sophie Guillemin) befreundet und trifft fast täglich seine Freunde in der Kneipe, das war es dann aber auch schon, was er vom Leben weiß.

Als sich die beiden gegensätzlichen Charaktere Margueritte und Germain im Park treffen, entdecken sie Gemeinsamkeiten, aber auch gigantische Widersprüche. Beim Zählen der Tauben lernt man sich kennen und dann weiht Margueritte Germain in die Geheimnisse der Literatur ein. Es braucht ein wenig, bis Germain mit einem Buch etwas anfangen kann, aber es funktioniert und der Zauber der geschriebenen Wörter fängt ihn ein. Die Treffen verändern Germains und Marguerittes Leben und eine zarte Bindung zwischen dem grobschlächtigen Arbeiter und der zerbrechlichen Greisin beginnt. Allerdings wartet das Leben mit ein paar Hürden auf Margueritte und Germain, die nicht so einfach zu überspringen sind. Ob die Kraft ihrer sonderbaren Beziehung stark genug ist, um diese zu Klippen umschiffen, bleibt ungewiss...

Jean Becker hat sich daran gewagt, Marie-Sabine Rogers gleichnamigen Roman zu verfilmen. Solch erfolgreiche Stoffe ins Medium Film umzusetzen, ist nicht einfach. Vor allem bei einer Geschichte, die so von der Einfühlsamkeit und den kleinen Details lebt, wie Rogers Buch. Becker hat das ziemlich gut hinbekommen. Es brauchte ca. 25 Minuten, bis ich in der Geschichte Beckers war, aber dann nahm sich mich widerstandslos mit. In kurzen, aber eindringlichen Rückblenden, lässt Becker die grausame Kindheit Germaines vor uns auferstehen. Wie seine Mutter und der Lehrer ihn behandelten, kann Germain heute noch mit den Worten: "Ein Kind ist kein räudiger Köter", auf den Punkt bringen. Beckers Film ist vor allem ein Fanal für die einfachen Menschen, die großen Gefühle und die ultimative Kraft der Veränderung. Wenn Becker seinen Germain im Zwiegespräch mit der eigenen Katze zeigt oder ihn mit der angebeteten Annette im Bett eine Lesung zelebrieren lässt, hat -Das Labyrinth der Wörter- seine ganz starken Momente.

Die Besetzung des Films ist vom Feinsten. Gisele Casadesus und Gerard Depardieu spielen sich die Bälle der Geschichte geschickt zu. Alle Nebenrollen der kleinen, französischen Provinzbewohner sind hervorragend besetzt. So ist -Das Labyrinth der Wörter- eine kleine, feine Produktion für Liebhaber der Literatur und des anspruchsvollen Kinos. Gerard Depardieu hat in letzter Zeit bei einigen Produktionen mitgewirkt, die mich lediglich kopfschüttelnd vor dem Bildschirm zurückgelassen haben. -Das Labyrinth- der Wörter gehört in jedem Fall nicht dazu. Hier zeigt der französische Ausnahmeschauspieler seine ganze mimische Größe· In der Rolle des liebenswürdigen Einfaltspinsels Germain ist er die Idealbesetzung.
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am 22. Januar 2012
STORY

Germain (Gerard Depardieu) wurde Zeit Seines Lebens mit der ablehnenden und verletzenden Art seiner Mutter konfrontiert. Seiner Liebenswürdigkeit hat dies jedoch nicht geschadet. Er ist ein einfacher, guter Mensch geworden. Manche erachten ihn als unbedarft, andere sehen in ihm bereits den Trottel des Dorfes. Margueritte (Gisele Casadesus), eine 94jährige Bewohnerin des örtlichen Altersheimes, sieht das nicht in ihm. Sie erkennt das Gute, das Besondere, das zutiefst Liebenswürdige und auch Kluge in ihm.

MEINUNG

Dieser Film ist ein Schmuckstein im Meer der belanglosen oder marketingträchtigen Versuche, einen Film über besondere menschliche Beziehungen zu kreieren. Unaufdringlich, fern jeder Klischees, selbst dann, wenn man eine Form von Kitsch identifizieren könnte, wird man mitgenommen in eine Welt die behaglich ist.

Die Geschichte dauert nur knapp 80 Minuten, aber man könnte stundenlang weitersehen, wenn Germain und Margueritte auf der Bank im Park sitzen und sich unterhalten. Man kann sich vorstellen in einem Wohnwagen im Garten der Mutter zu hausen, mag sie noch so schrecklich sein, man träumt davon regelmäßig in der Ortskneipe mit Freunden und Bekannten ein Glas Wein zu trinken, nur weil es der Alltag so generiert.

FAZIT

Ein schöner, stiller, berührender, gelungener Film.
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"Das Labyrinth der Wörter" ist ein zutiefst berührender Film des französischen Regisseurs Jean Becker. Der äußerst liebenswerte, dabei kugelrunde Tollpatsch Germain (Gérard Depardieu) lebt am Rande eines Provinzstädtchens in einem Wohnwagen. Dieser Wohnwagen steht im Garten des Hauses seiner tyrannischen Mutter, die ihren Sohn seit Kindesbeinen an abzulehnen scheint. Die Ursache für diese krasse Ablehnung, die in derben Beschimpfungen ihren Ausdruck findet, liegt wohl in dem Sachverhalt begründet, dass Germain ein ungewolltes Kind ist, ein Ergebnis der jährlich in Frankreich stattfindenden Feierlichkeiten anlässlich des 14. Juli. Seinen Vater hat Germain übrigens nie kennengelernt.

Germain hat keinen Beruf erlernen können, denn er hat die Hauptschule nicht abgeschlossen. Keiner hat sich um ihn gekümmert, allen war er ein Dorn im Auge. Dies wird in Einblendungen aus seiner Jugendzeit deutlich. Germain verkümmerte aber seelisch nicht, sondern er wird zu einem betont empathischen Menschen.

Zur Filmhandlungszeit lebt er von Verkauf der Produkte, die er im Garten seiner Mutter kenntnisreich anbaut und von Gelegenheitsjobs. Von seinen Freunden, mit denen er sich in der Bar trifft, wird er als Dummkopf milde belächelt. Doch Germain ist alles andere als dumm. Was ihm fehlt ist einzig Allgemeinwissen.

Dass Germain materiell einer Frau nichts zu bieten hat, macht seiner Freundin, einer jungen Busfahrerin nichts aus. Sie liebt ihn wegen seiner großen Herzensbildung, dem einzig wahren Grund, weshalb man einem Menschen zugeneigt sein sollte.

Auf einer Parkbank lernt Germain zufällig die passionierte Margueritte kennen. Sie ist schon recht betagt, lebt im Altersheim und ist auf materielle Zuwendungen ihrer Verwandtschaft angewiesen. Zwischen der hochgebildeten, sensiblen alten Dame und Germain entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Auch sie ist von seiner Herzenbildung berührt und führt Germain in die Welt der Bücher ein. Für beide Menschen bedeutet das zufällige Kennenlernen eine völlige Veränderung ihres Dasein. Für beide entpuppt sich der Zufall schließlich als eine positive Wende in ihrem Leben...

Die beiden Protagonisten spielen ihre Rollen vortrefflich. Gezeigt wird nicht zuletzt, wozu ein Mensch fähig ist, wenn man sich liebevoll mit ihm beschäftigt und was geschieht, wenn man ablehnend mit ihm umgeht. Gezeigt wird aber auch, was Freundschaft heißt und dass es eine Form von tiefer Liebe zwischen zwei Menschen geben kann, die man wohl als Wahlverwandtschaft bezeichnen muss und die weder Alter noch soziale Barrieren kennt. Es handelt sich dabei um Liebe auf einer höheren Ebene.

Die Bild- und Tonqualität sind bestens.

Ein Film, dessen Inhalt zu Tränen rührt.
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TOP 100 REZENSENTam 10. August 2014
Unterschiedlicher können die beiden nicht sein. Der 40 jährige Germain Chazes ist ein Hüne von einem Mann. Er ist ungebildet und unkultiviert, kann kaum lesen und schreiben und besitzt zudem keinen Schulabschluss. In ein Buch hat er kaum hineingesehen und bei seinen Freunden im Bistro gilt er als dummer Prolet.

Die studierte und zierliche sechsundachtzigjährige Margueritte Escoffier aus dem Altenheim Les Peupliers ist feinsinnig, kultiviert und hat eine tiefgehende Leidenschaft für Literatur. Die Beiden lernen sich in einem Park auf einer Bank beim Tauben zählen kennen und zwischen Germain und der alten gebrechlichen Dame entwickelt sich im Laufe mehrerer Zusammenkünfte im Park eine besondere Freundschaft.

Margueritte liest dem jungen Mann Passagen aus ihren Büchern vor und weckt mit dem Buch "Die Pest" von Albert Camus sein Interesse an einer bislang ihm unbekannten Welt: Die der Bücher. Es gelingt Margueritte ihn mit ihrer Leidenschaft anzustecken und schon bald kann Germain Zitate aus Büchern wiedergeben und ist in den Augen seiner erstaunten Freunde nicht mehr der ungebildete Mann. Ihm öffnet sich eine andere Welt und er versucht den Sinn des Lebens zu verstehen. Als Margueritte allmählich ihr Augenlicht verliert, weiß Germain, was er zu tun hat.

Es ist eine eindrucksvolle Handlung die zu Herzen geht. Die Autorin Marie-Sabine Roger hat in dem 220 Seiten umfassenden und nun verfilmten Buch zwei Menschen unterschiedlicher Charaktere zusammengebracht. Der Umgang des Germain mit Margueritte wächst dermaßen gefühlsbetont und bringt eine besondere Wertschätzung für Beide mit sich. Er hat eine tiefgehende Liebe zu der alten Dame entwickelt. Dieses Gefühl war ihm als lieblos aufgezogenen Sohn seiner alleinerziehenden Mutter bislang unbekannt. Das Buch ist in der "Ich-Form" des Germain geschrieben. Unter dem Originaltitel "La tête en friche" wurde es mit Gerard Depardieu verfilmt, nun als "Das Labyrinth der Wörter" in deutscher Übersetzung und zeigt eine einfühlsame und gefühlsbetonte zwischenmenschliche Beziehung zwischen jung und alt.
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