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Kundenrezensionen

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am 16. April 2001
Mit Pictures at an exhibition schufen ELP Ende 1971 quasi aus Versehen einen Klassiker in der Geschichte der Rockmusik. Die Rockfassung von Mussorgsky's gleichnamigem Klavieropus gehörte bereits 1970 zum Live Repertoire der Band, die das Werk zunächst nicht veröffentlichen wollte - aus Angst, auf die Classic Rock Schiene festgelegt zu sein. Ende '71 erschien Pictures schließlich doch als eine Art Bonus für treue Fans - ein Live Album zu einem günstigen Preis. Doch die Qualität der Musik sorgte dafür, dass Pictures den Verkaufszahlen der anderen ELP Alben in nichts nachstand und im Laufe der Jahre zu einem echten Klassiker wurde. Im Gegensatz zu den Classic Rock Versuchen anderer Interpreten handelt es sich hier um eine völlige Neuinterpretation. Emerson Lake & Palmer bereiten die Themen von Mussorgsky neu auf und mischen sie mit ihrem eigenen Material. Emerson's wildes Keyboardspiel (z.B. im Baba Yaga Zyklus) wechselt sich ab mit Lake's lyrischem Gesang (The Sage) und Palmer's virtuosem Drumming (The Gnome). Noch heute, dreißig Jahre nach der Erstveröffentlichung, hat die Produktion kein Stück Patina angesetzt. Die Musik ist nach wie vor zeitgemäß.
Diese aktuelle Ausgabe enthält ein Faltblatt mit ausführlichen Hintergrundinfos sowie teilweise unveröffentlichten Fotografien. Ferner ist als Bonustrack die gekürzte Studiofassung der Pictures at an exhibition enthalten, die ELP für die 1993 erschienene Best of Box The Return of the Manticore in Dolby Surround aufnahmen.
Der (erneute) Kauf dieser Ausgabe lohnt sich auf jeden Fall, nicht zuletzt auf Grund der digitalen Überarbeitung.
0Kommentar64 von 68 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dieses Album ist sicherlich ein Meilenstein - und vielleicht jenes Werk, das ELP dereinst am längsten vor dem Vergessen retten und ihre Musik zum Klassiker machen wird.
Nach diversen kürzeren Klassikadaptionen wagte sich das Trio hier an die gleichnamige Piano-Suite Pictures at an Exhibition des russischen Komponisten Mussorgsky, die schon von seinem Kollegen Maurice Ravel zum Orchesterstück gemacht worden war. ELP übernahmen das Konzept einer Wanderung durch eine Ausstellung (dargestellt durch ein immer wiederkehrendes musikalisches Motiv), die zu verschiedenen Bildern hinführt - und damit zu verschiedenen Songs. Das Ganze dauert etwas über 30 Minuten und gelangte nur als Liveversion zur Veröffentlichung.
ELP interpretieren das Original erwartungsgemäß sehr frei - das Leitmotiv ist das Gleiche, einige der musikalischen Themen/Bilder - wie z.B. das Schlußstück The Great Gates Of Kiev oder The Hut Of Baba Yaga werden übernommen und variiert. Zwischendrin ergänzen ELP das Stück durch eigene Einschübe - hier eine kurze Gesangseinlage Lakes (The Old Castle), dahinter eine schöne dynamische Blues Variation, in der Keith Emerson (wieder einmal) zeigt, was für flinke Finger er hat.
Obwohl - wie bei allen Alben ELPs - auch Pictures At An Exhibition stilistisch so uneinheitlich daherkommt, daß es manchen aus der Bahn werfen mag, hilft auf der anderen Seite das Gesamtkonzept, die drei egozentrischen Musiker bei der Stange zu halten. Zu ausgedehnten solistischen Einlagen kommt es entsprechend nicht. Die Liveatmosphäre ist recht enthusiastisch, und ich rechne es ELP hoch an, daß sie mit solchen Werken vielen Rockfans gezeigt haben, daß die Wurzeln des ProgRocks eben auch in der E-Musik zu finden sind. Als Zugabe wird nach einem vom Publikum natürlich kreischend mit Yes! beantworteten "Want some more music?!" eine dreiminütige Rockadaption des Nußknacker-Motivs aus dem gleichnamigen Tschaikowsky-Ballett geboten, die für mich persönlich zu den kraftvollsten Momenten ELPs zählt.
Alles in allem: das Album MUSS man nicht mögen, aber es ist eine der sicherlich besten frühen ernstzunehmenden Begegnungen aus Rock und Klassik, von wahren Könnern mit Begeisterung umgesetzt. Der Sound erscheint mir dabei etwas weniger verwaschen als bei "Welcome back...", obwohl man auch hier durchaus bemerkt, daß die Bühnentontechnik 1973 bei der Musik ELPs an ihre Grenzen stieß. Leider ist das Album nicht sehr lang, aber wer es deswegen nicht kauft, verpaßt 37 der besten Minuten, die man von ELP zu hören bekommen kann.
0Kommentar47 von 54 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
zufällig, wie andernortes behauptet wird, ist diese live-aufnahme sicherlich nicht entstanden. zumindest kann ich mir auch bei musikern vom format eines keith emerson, eines greg lake und eines carl palmer nicht vorstellen, dass diese so den mussorgsky-hit "bilder einer ausstellung" so locker auf drei instrumente herunterbrechen (mehrere passagen lassen den schluss zu, dass als grundlage auch ravel's ochesterpartitur herangezogen wurde), das war sicher ein haufen arbeit!

das ist zwar ein stück sehr gefälliger klassik, nichts desto trotz aber ganz schön schwierig und man muss schon ein wenig das tasteninstrument beherrschen um das packend rüberzubringen.

ELP machen hier aber noch viel mehr! es ist eine lange rocksuite geworden, die (auf weniger reduzierten) einzelparts sind wie das original von einem sich ändernden thema, der "promenade" verbunden. dazwischen hört man, was damals mit der monophonen synthesizertechnik möglich war und wie lässig man so einen gassenhauer des klassikgenres auf drei instrumente und eine stimme verteilen kann.

emerson lässt seine synth's gurgeln, grummeln, knurren und quietschen (zb "the gnome"), palmer trommelt sich einen weg und lake macht eine "promenade" die er solo nur mit seiner pathosgeladenen stimme vorträgt, zu einem ganz neuen erlebnis.

großartig sind überhaupt die mit akkustikgitarre begleiteten gesangsstellen gelungen, besonders "the great gates of kiev" - richtig erhebend, wie das daherkommt, wuchtig, majestätisch, schön!

selten wurde einer klassischen vorlage so schlüssig, so selbstverständlich ein ganz neues gewand verpasst!

der "nutrocker" (das jedermann bekannte "nussknacker"-thema von tschaikowski) mit hohem tempo und im hammond-sound als zugabe vorgetragen hält nicht ganz das niveau, war aber für die, die dabei gewesen sind zu dieser zeit und an diesem ort sicher genau richtig, wie an dem nachher tobenden publikum eindeutig festzustellen ist.

das remaster kommt gegenüber dem original in deutlich verbesserter tonqualität - es gibt übrigens auch ein in 180g gemastertes vinyl - daher, audiophil ist trotzdem anders. warum dies ein klassiker geworden ist, ein meist unüberwindlicher prüfstein für noch folgende klassikadaptionen, ist dennoch mühelos zu erhören.

einfach klasse. muss man haben!
99 Kommentare7 von 9 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In den meisten Rezensionen zu diesem Album ist bereits alles gesagt bzw. geschrieben worden. Ich schreibe diese kleine Rezension nur noch, um diesem Klassiker der Rockgeschichte auch meine Ehre bei Amazon zu erweisen.
"Pictures At An Exhibition" von ELP wurde 1971 veröffentlicht. Wieder einmal war es mein vier Jahre älterer Bruder, der sich die LP 1971 vom Christkind hat schenken lassen und mich mit dem ELP Bazillus angesteckt hatte. Damals war 13 Jahre alt. Ein paar Jahre später habe ich mir dann zunächst auch die LP gekauft und wieder ein paar Jahre später auch die CD angeschafft. "Pictures At An Exhibition" ist eine freie Bearbeitung von Modest Mussorgskis Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung. Diese klassische Klavierversion musste ich dann natürlich auch haben. Da habe ich dann als Jüngling erkannt, wie genial die Urfassung durch Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer umgesetzt wurde. Auch heute, nach all den Jahren, höre ich dieses Ausnahmealbum dieser exzellenten Musiker immer noch gerne und oft, denn es ist absolut zeitlos und von jedem Modetrend befreit. Nicht nur Freunde der Rockmusik, Progressivrock Musik, sondern auch Klassikfreunde haben an dieser außergewöhnlichen Interpretation ihre Freude. Auf dem Album sind die folgenden ineinander übergehenden Songs zu hören:

Promenade (Mussorgski) – 1:58
The Gnome (Mussorgski/Palmer) – 4:18
Promenade (Mussorgski/Lake) – 1:23
The Sage (Lake) – 4:42
The Old Castle (Mussorgski/Emerson) – 2:33
Blues Variation (Emerson/Lake/Palmer) – 4:22
Promenade (Mussorgski) – 1:29
The Hut of Baba Yaga (Mussorgski) – 1:12
The Curse of Baba Yaga (Emerson/Lake/Palmer) – 4:10
The Hut of Baba Yaga (Mussorgski) – 1:06
The Great Gates of Kiev/The End (Mussorgski/Lake) – 6:37

Nutrocker (Tschaikowski, Fowley) – 4:26

Natürlich muss ich auch darauf hinweisen, dass "Nutrocker" eine verrockte Version von Tschaikowski Nussknacker ist.
Auch möchte ich ein paar Anspieltipps meine Lieblingspassagen des Albums benennen:
"Promenade" ist ein sehr ruhiges Stück, welches von Greg Lake unter spärlicher Orgelbegleitung sehr gefühlvoll dargeboten wird.
Nahtlos geht es weiter mit dem Song "The Sage". Auch hier singt Lake in leisen Tönen, nur von seiner akustischen Gitarre begleitet. Einfach nur traumhaft schön. Es folgte eine Schlagzeug und Synthesizer Orgie. Man bedenke dabei, dass diese Musik 42 Jahren das Licht der Welt erblickte. "Blues Variation" ist ein von Emersons Orgel dominiertes Stück. Mit "Promenade" wird das Eingangsstück des Konzertes wieder aufgegriffen. Auf "The Curse Of Baba Yaga" kommt der uns allen bekannte ELP-Sound voll zum Tragen. Ein geniales und heftiges Rockstück! "The Great Gates Of Kiev" ist zum Dahinschmelzen schön. Greg Lake's Stimme kommt wieder sehr sauber und klar herüber. Es ist das große Finale von "Pictures At An Exhibition".

Emerson Lake & Palmer haben mit "Pictures At An Exhibition" Rockgeschichte geschrieben. Es gehört zu den Alben die in keiner guten Musiksammlung fehlen sollte. Es gehört zu den besten Alben dieser Rockgiganten. Schön, dass ich diese Band vor Jahren selbst einmal live erleben konnte. Dieser Abend bleibt für mich ein unvergessliches Musikerlebnis.
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am 8. Januar 2016
Die Musik ist interessant, manchmal schräg und teilweise gewöhnungsbedürftig. Ein Album, in das man sich erstmal hineinhören muss. Trotzdem hoch interessant. Ich habe den Kauf nicht bereut.
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am 7. Mai 2012
Zu den "zeitlosen" Musikstücken gehört dieses Werk unbedingt dazu.
Das erste mal im Schulunterricht in den 70ern gehört,
ist diese Musik auch ein Genuss im 21sten jahrhundert.
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am 11. November 2008
Dieses Rock-Supertrio vorzustellen hieße Eulen nach Athen zu tragen! Wer noch nie was von Emerson und Co. gehört hat, der hat gut 40 Jahre Rockgeschichte verpasst. Dieses Album nun ist eine live aufgenommene Progrock-Adaptation des Mussorgsky-Meisterwerks "Bilder einer Ausstellung". Geprägt werden diese Versionen von Keyboard-Wizard Keith Emersons virtuosen Tastenspielereien, die immer wieder für runterfallende Kinnladen sorgen dürften. ELP haben übrigens einige Passagen des Originals weggelassen, dafür Eigenkompositionen wie die genialen "Blues Variations" oder Greg Lakes Solo-Stück "The Sage" hinzugefügt. Als Zugabe gibt es noch eine leicht verjazzelte, geniale "Nussknacker"-Version, bei der endgültig die Post abgeht. Mit diesem Album haben sie sich frühzeitig ein Denkmal errichtet!
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am 4. Juni 2003
Modest Mussorgsky würde sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen, wenn er ELPs Neubearbeitung seines Zyklus zu Ohren bekommen würde. Teilweise muss man das sperrige Herumfuhrwerken Keith Emersons mit seinem Moog-Synthesiser als unzumutbares Klanggewusel bezeichnen. Originell und eigenständig ist diese Neubearbeitung auf jeden Fall, besonders das abgehackte, von Carl Palmers spritzigen Schlagzeugspiel geprägte THE GNOME gefällt mir ebenso sehr, wie THE SAGE mit Greg Lakes herrlichem Gesang und seinem sehr klassisch inspirierten Akustikgitarrenspiel oder THE GREAT GATES OF KIEV, bei welchem Keith Emerson deutlich hörbar seine Hammondorgel zerlegt. Von THE OLD CASTLE muss ich aber dringend abraten, da es sich eher nach Tinnitus oder Zahnarztbohrer anhört.
Mit Vorsicht zu genießen!
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am 3. August 2007
... Ende der 70er Jahre diese Platte (natürlich noch Vinyl, die CD war ja noch gar nicht auf dem Markt ...) als Beispiel für eine gelungene Adaption eines Klassikstückes durch eine innovative Rockband vor, was mich damals ziemlich beeindruckte. Heute teile ich diese Meinung nur noch bedingt, denn vieles klingt doch sehr bemüht und ist nach meiner Auffassung nur durch den erheblichen Genu0 halluzinogener Substanzen zu erklären, die Anfang der 70er in Musikerkreisen angesagt waren ...

Besonders schade finde ich, dass sich die Arrangements so stark auf Ravels Orchesterversion beziehen, da dieser ja nicht der Komponist der "Bilder einer Ausstellung" war. Vielmehr handelt es sich um ein Klavierwerk von Modest Mussorgsky, das als solches aber nie die Popularität der Orchesterversion Ravels erreichte ... hier hätte ich mir mehr Bezug zum ursprünglichen Original und eigenständigere Arrangements gewünscht.

Von einem akademischen Standpunkt aus mag man diese Interpretation der "Pictures at an Exhibition" von Emerson, Lake & Palmer interessant finden, ein Hörgenuss ist sie - zumindest aus meiner Sicht - nicht mehr. Es wirkt oberflächlich und auf Effekte abzielend aber eben gerade nicht wie eine mit künstlerischem Tiefgang geschaffene eigenständige Rezeption und Adaption der berührenden musikalischen Motive Mussorgskys ... Was mir auch fehlt ist ein neuer Bezug zu den Bildern Viktor Hartmanns, dessen Ausstellung Mussorgsky 1874 besucht hatte. Hier wären sicher originelle neue Motive mit zitathaften Anleihen bei Mussorgsky bzw. auch bei Ravel möglich gewesen ...

Fazit: Überambitioniertes Werk, das versucht, Rockmusik als ernsthafte Kunstgattung zu etablieren, dabei aber gleich doppelt am eigenen Anspruch scheitert. Der Hörgenuss hält sich in Grenzen. Als Dokument der Zeitgeschichte allerdings durchaus hörenswert.
77 Kommentare13 von 24 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juni 2007
Ja, diese Platte hat schon hat schon einen sehr charakteristischen Sound. Kann mir vorstellen, dass der für manchen Zeitzeugen recht emotional verfärbt ist...

Ich war zu jener Zeit noch tief in Adams Wurstkessel, entdeckte ELP erst vor zehn Jahren, genoss ein paar Platten, ließ sie dann nach ein paar jahren auch wieder im Giftschrank verschwinden. (Und hielt eine Phase für abgeschlossen).
... Jetzt aber durch BATTLES`"Rainbow" stark erinnert, hab`ich diese Platte wieder rausgeholt und siehe da- es ist immer noch (bzw. wieder) reizvoll:
Virtuos gespielt, verspielt und ja, ich liebe diese Hast und diesen teils verwirrenden Einfallsreichtum. ELP selbst scheren sich einen Dreck um U oder E, sondern spielen mit Versatzstücken, weil sie Lust drauf haben...

Es bleibt ein zeitlos bedeutendes Stück Rockmusik!!
0Kommentar6 von 13 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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