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am 5. Dezember 2009
Ich habe den Film auf der Nippon Connection 2009 in Frankfurt gesehen. Zuerst habe ich die 237 Minuten Laufzeit für einen Druckfehler gehalten, aber der Film ist wirklich so lang. Aber wenn man ihn sieht, vergeht die Zeit wie im Flug. Dieses Meisterwerk von Sion Sonos schafft es als leichte beschwingte Komödie zu starten und sich dann in einen gut bekömmlichen Potpourri aus Komödie, Drama, Kampfkunst und Liebesfilm zu verwandeln. Das geht nicht? Doch, Love Exposure schafft das.

Es geht um den unbedarften und kreuzbraven Schüler Yu, der zu keiner Sünde fähig ist. Und damit beginnen Yus Probleme, da sein Vater, der nach dem Tod seiner Frau zum katholischen Priester geweiht wurde, seinem Sohn unbedingt die Beichte abnehmen möchte und sein Sohn angeblich nicht sündigt. So macht sich Yu auf, ein sündiger Mensch zu werden. Er geht bei einem Meister des Unter die Röcke fotografieren in die Lehre und lässt sich zum Perversen ausbilden. Sein Training erinnert nicht von ungefähr an unzählige Hong Kong Kung Fu Filme. Ja, die Story ist so schräg wie sie sich anhört, ist aber genial umgesetzt. Schließlich trifft er aufgrund einer verlorenen Wette als Mädchen verkleidet auf die männerhassende Yoko, die sich bei einer Straßenschlägerei in Yu als Mädchen verliebt. Als ob diese Komplikationen nicht reichen würden, hat auch noch eine obskure Sekte ihre eigenen Pläne mit den Beiden....

Danach beginnt dann der Film erst richtig Fahrt aufzunehmen, bis zum großen Finale nach fast vier Stunden, wo auch demonstriert wird, dass ein Japaner mindestens zwanzig Liter Blut im Körper hat, manchmal auch etwas mehr, was dann in dicken Strömen an die Wand spritzen kann. Wer mal ein etwas anderer Film fernab des Mainstreams sucht, der tiefgründige Themen wie Liebe und Religion, bzw. Sektierertum behandelt, ohne dabei sich zu sehr in Symbolik und Langatmige Dialoge zu verlieren, der ist bei Love Exposure richtig. Oder wenn man für einen DVD Abend die Wünsche nach romantischer Komödie, Drama und Action unter einen Hut bringen muss. Dieser Film ist lang, aber ich wollte keine einzige Minute davon missen.
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am 22. September 2010
Yu ist ein harmloser Teenager, der früh seine Mutter verloren hat. Um dem ödipalen Einfluss der verklärten Mutterliebe gerecht zu werden, sucht er nun seine Maria. Obwohl er sich kaum etwas zu Schulden kommen lässt, wird er dennoch von seinem Vater, einem katholischen Priester, regelmäßig zur Beichte gezwungen. Doch wer beichtet, muss zunächst mal eine Sünde begehen. Also wird Yu zu einem voyeuristischen Upskirt-Fotografen, der mit einer äußerst geschickten Technik mitten auf der Straße heimlich Unterwäschefotos von vorbeilaufenden Passantinnen schießt. Als Sasori (Lady Skorpion) verkleidet, trifft er auf seinem Beutezug auf seine große Liebe Yoko. Sie ist die Stieftochter von Vaters neuer Liebe und vergöttert ihn in Frauengestalt, mag aber den echten Yu überhaupt nicht. Zu allem Überfluss erschleicht sich die arglistige Koike das Vertrauen von Yoko und Yus Vater. Koike entpuppt sich schließlich als Anführerin der Zero-Church-Sekte und verschleppt Yus Familie.

Sion Sono gelingt mit Love Exposure eine sehr originelle Inszenierung, die Popkultur in Reinform zeigt und scheinbar unvereinbare Aspekte in einem eklektischen Mosaik miteinander vermischt. So wird religiöser Fundamentalismus mit sexueller Perversion konfrontiert, die ästhetische Kampfkunst der Martial Arts trifft auf das romantische Hohelied der Liebe und eine fanatische Sekte sieht dem Widerstand libertärer Gesinnung ins Angesicht. Dass die vier Stunden Spielzeit wie im Fluge vergehen, ist der ungebremsten erzählerischen Lust und den vielen atemberaubenden Rhythmuswechseln zu verdanken, die das Füllhorn an Ideen in springenden Perspektiven mit viel Mut zur Peinlichkeit und ungehemmter Lust am Wahnsinn auf die Leinwand zaubern. Hochkultur trifft hier auf Trash, wenn die umtriebige Koike bizarr mit einem Wellensittich auf der Hand und ihren zwei ständigen Begleiterinnen, angelehnt an die drei Hexen aus Shakespeares Macbeth, hochmanipulativ die Strippen zieht und mit der brutalen Gewalt religiösen Sektierertums den Hentais (Perversen) auf den Leib rückt, um ihnen jede Form von "ungebührlicher" Sexualität auszutreiben.

Doch nicht nur dieses Potpurri aus Liebesdrama, Geschlechterverwechslungskomödie, Romanze, Horror und Martial Arts macht diesen Film so faszinierend, sondern auch die vielen chiffrierten Zitate, die in diesem Werk versteckt sind. So basiert der erste Teil auf Figuren und fragmentierten Handlungssträngen, die stark den Pulps der 60er Jahre ähneln. Viele Bildeinstellungen sind unübersehbar Reminiszenzen an die Mangas (z.B. als Yoko auf Yu hockend den Korintherbrief zitiert). Die Gestalt der Lady Skorpion, in die sich Yu mit schwarzem Hut, Langhaarperücke und einem Samurai-Schwert verwandelt, ist ein mythische Figur des japanischen Kinos der 70er Jahre. Dass Yoko tatsächlich diese Lady Skorpion und Yu für zwei verschiedene Personen hält, für die sie unterschiedliche Sympathien hegt, führt zu Irrungen und Wirrungen, die wiederum in ihrer leichten Heiterkeit an Shakespeares Komödien erinnern. Die Figur der vom Wahn befallenen Koike nimmt mit ihrer religiösen Gruppe eindeutig gesellschaftlichen Bezug auf die gefährliche Aum-Sekte, die in den 90ern die japanische Gesellschaft terrorisierte.

Genial ist auch der Soundtrack, mit dem dieser Film unterlegt wurde: Sakrale Gesänge verstärken die religiöse Atmosphäre, die stetig wie ein Schatten über der Handlung schwebt. Für den krassen Gegenkontrast der enttabuisierten sexualisierten Gesellschaft erklingen diverse J-Pop-Songs und Heavy Metal-Stücke. Ravels Bolero entzündet sein Feuer als Yu erstmals in Gestalt der Sasori auf Yoko trifft und beide eine große Gruppe an Männern, die ihr auflauern, in stilisiert choreografierter Martial Arts-Manier niederstrecken. Außerdem ertönen Beethovens Siebente und Motive von Saint-Saens. Alle Stücke sind ausnahmslos mitreißend und verleihen dem ekstatischen Bilderrausch noch einmal einen zusätzlichen Schwung.

Der Film wurde auf zwei DVDs verteilt. Man muss diese vier Stunden auch nicht unbedingt am Stück sehen, sondern kann das Werk auch als Zweiteiler betrachten. Denn der Cut wurde durchaus logisch vollzogen und genau dort getätigt, als die Handlung der ersten beiden Stunden einen gewissen Abschluss findet und mit der zweiten DVD eine neue Richtung einschlägt. Sehr ergiebig gefüllt ist das Booklet, das in einem sehr langen Essay den Film ausführlich und erhellend würdigt und zusätzlich in einem Interview mit Sion Sono der Frage nachgeht, ob Religion letztendlich auch nur eine andere Form der Perversion ist.
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am 1. September 2012
Der eigentlich sehr brave Junge Yu (Takahiro Nishijima) landet in einer Zwickmühle: Kurz vor ihrem Ableben äußert seine Mutter den Wunsch, dass Yu sich eine Frau suchen soll, die der heiligen Maria ähnlich ist. Nach ihrem Tod wird sein Vater schließlich Priester und zwingt, nach einem weiteren Schicksalsschlag, seinen eigentlich sündenfreien Sohn täglich bei ihm die Beichte abzulegen. Um seinen Vater zufrieden zu stellen, begibt sich der Junge in einen Pfuhl der Sünde, bis er schließlich Yoko (Hikari Mitsushima) trifft und meint, in ihr seine Maria gefunden zu haben. Was er jedoch nicht ahnt, ist, dass es Koike (Sakura Ando), eine Sektenführerin der örtlichen Zero-Kirche, auf seine Familie und insbesondere auf Yu selbst abgesehen hat. Im Hintergrund beginnt sie langsam die Fäden zu ziehen und stürzt das Leben des ehemals anständigen Jungen in pures Chaos ...

Love Exposure von Sion Sono ist sicher kein Film, der jedem gefallen wird. Allein die gigantische Spielzeit von fast 4 Stunden, komplett mit Untertiteln versehen, mag abschreckend erscheinen und wird die Geduld einiger Zuschauer sicher überspannen. Auch die surrealistische Erzählweise wird nicht alle Betrachter in ihren Bann ziehen; hinzu kommt der fernöstliche Stil, der sich von gängigen Hollywood-Produktionen stellenweise stark unterscheidet. Wer sich allerdings darauf einlässt, den erwartet eine 237 minütige, unfassbar kurzweilige Gefühlsachterbahn, die es in sich hat. So wechselt Love Exposure ständig das Genre und gibt dem Zuschauer mal als Komödie in grotesk anmutenden Szenen (Stichworte Skirt Photography & Sasori) zu lachen, mal kann in dramatischen Passagen mit den Protagonisten mitgefiebert werden, während wiederum an anderen Stellen im Marterial Arts Stil draufgekloppt wird. Im Zentrum der Handlung steht dabei eine recht simple Liebesgeschichte, die aber gerade aufgrund der zahlreichen Nebenhandlungsstränge deutlich an Tiefe gewinnt und so den Betrachter in ihren Bann zieht. Erwähnenswert ist auch die vortreffliche Musikauswahl, die das Geschehen immer passend untermalt.

Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, wobei besonders Sakura Ando als kompromissloses Zero-Kirchen Oberhaupt heraussticht. Es ist eine wahre Freude ihr dabei zuzusehen, wie sie bestimmte Personen manipuliert und den Kreis um Yu's Familie immer enger zieht. Ebenso liefert Hauptdarstellerin Hikari Mitsushima einen tollen Job ab, vorallem in einer atemberaubenden und hochemotionalen Szene am Strand.

Der Film wurde wegen seiner Überlänge auf zwei DVDs aufgeteilt, wobei der Trennpunkt gut gewählt wurde und man nach dem ersten Teil ohne Probleme eine Pause einlegen kann, bevor man fortfährt. Sprache und Ton kommen lediglich in Japanisch DD 5.1 und nur mit deutschen Untertiteln daher.

Das Bild ist leider nur DVD-Durchschnitt. Farben wirken teilweise sehr matt und der Film hätte durchaus etwas mehr Schärfe vertragen können. So sind Details, wie etwa in Gesichtern, kaum zu erkennen.

Das Bonusmaterial beinhaltet, neben dem Kinotrailer, eine Dokumentation, die ein parr interessante Blicke hinter die Kulissen gewährt. Hinzu kommen zwanzig Minuten an gelöschten, bzw. unbearbeiteten Szenen, die aber nur einen Bruchteil der entfernten Szenen des ehemaligen Rohcuts darstellen. (Dieser lag bei 6 Stunden Spielzeit) Neben einer fast vollständig herausgeschnittenen Predigt aus der Zero-Kirche, sind einige zusätzliche Szenen von Yoko und Koike dabei, wobei insbesondere der Charakter der Letztgenannten durch diese nochmals an Tiefe gewinnt.

Ich persönlich kann Love Exposure nicht nur Asia-Film Liebhabern, sondern allgemein allen Filmliebhabern empfehlen, die solche Produktionen zu schätzen wissen, welche nichts mit klassischen Hollywoodproduktionen gemein haben. Wer also genug vom nächsten Aufguss von Spiderman und Co. hat, sollte einen Blick riskieren. Dieser abgefahrene Streifen demonstriert eindrucksvoll, wozu Kino heutzutage in der Lage ist, und den sich der interessierte Cineast nicht entgehen lassen sollte.
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am 14. Februar 2010
Ich kann mich den vorangehenden Rezensionen nur anschließen. Der Film ist genial, in allen Hinsichten.
Ich habe selten eine solch interessante und zugleich frappierende Erzählweise gesehen. Der Film verblüfft, schockiert und ist komisch, pervers, aber ehrlich. Er zeigt die Dinge zwar nicht so, wie sie tatsächlich sind, denn er ist sehr surreal in der Darstellung, aber der Kern der Aussage ist sehr wahr und deutlich. Die Erzählweise erinnert ein wenig an Tarantino, nicht nur die Dramaturgie, sondern auch der Inszenierungsstil. Und dann ist der Film wiederum überhaupt nicht Tarantino. Der film ist lustig, komisch, peinlich schon fast und dann wieder total ernst und hart in der Wirkung. Love Exposure erscheint kitschig und witzig-trashy, dann aber doch wieder hochkulturell in der Idee der Aussage. Der Film zeigt Liebe und gleichzeitig Hass und Wut, verbindet außerdem Katholizismus und Perversion. Da stellte sich mir am Ende die Frage: Kann es sein, dass es alles sehr nah beieinander liegt? Diese anscheinend unvereinbaren Gegensätze scheinen nicht einfach durch ein Hirngespinzt verbunden sondern durch reale Umstände der Gesellschaft. Das heißt so sehr man diese Dinge vielleicht trennen würde, gehören sie dennoch zusammen. Sono selbst ist der Meinung, Religion sei auch nur eine andere Art der Perversion. Jeder mag darüber denken wie er mag, aber das ist gerade das tolle an solch einem Film: Er beginnt erst mit seinem Ende. Seit ich den Film das erste mal (gestern) sah, kann ich an nichts anderes mehr denken, was nicht nur an der tollen Inszenierung sondern auch an den aufgestellten Denkansetzen liegt. Man bekommt nicht einfach irgendwelche Antworten und Aussagen hingeknallt, der Film will nicht belehren.
4 Stunden sind lang? Das ist immer relativ. In diesem Fall ist es schon fast zu kurz. Sono gab sogar an, der Film dauerte ursprünglich sogar 6 Stunden, habe ihn dann auf 2 hinuntergekürzt, was aber zu kurz war. Letztendlich wurden es 4 Stunden, die keines falls zu viel sind. Ich bin der Meinung, dass keine Minute verzichtbar ist und wollte den Film am gleichen Abend am liebsten nochmals ansehen, ein sehr hoher Wiedersehenswert. Außerdem stört es ganz und gar nicht, dass man 4 Stunden lang die Untertile lesen muss, denn der Film ist sehr lang, aber eben auch sehr kurzweilig. Die Story ändert sich immer wieder so stark, dass sie nie langweilig wird.

(ACHTUNG SPOILER:
Ein Beispiel für die epischen Ausmaße: Der Titel des Film erscheint erst nach ca. einer Stunde xD SPOILER ENDE)

Natürlich ist Love Exposure ein Schlag in die Magengrube des Mainstream-Kinos, also nichts für Fans von "Popkornstreifen".

(ACHTUNG SPOILER: Ich meine, welcher Mainstream-Zuschauer schluckt eine Kastrationsszene in einem (für ihn) vermeindlichen Liebesfilm
SPOILER ENDE).

An Blut spart Sion Sono auch nicht, meiner Meinung nach hätte diser Film auch eine Freigabe ab 18 verdient. Es geht nicht minder blutründstig zu, als in Kill Bill.

Fazit:
In meinen Augen ist Love Exposure einer der Besten Filme, die ich je gesehen habe und PFLICHT für jeden, der Antimainstream verträgt. Nein... das reicht nicht, einfach jeder sollte ihn sehen, Wert ist er es allemal!
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am 29. Januar 2010
Von diesem Film bin ich schlichtweg überwältigt!
Da ich einige Werke von Sion Sono schon kenne und schätze, hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung. Ich dachte mir anfangs, bei über 200 Minuten werden sicher ein paar Längen im Film sein, bei denen man Lust hat, vorzuspulen.
Ich habe mich ordentlich geirrt.
Von der ersten Minute weg habe ich diesen Film richtiggehend aufgesogen. Ich konnte einfach nicht aufhören, ich war von der Story so gefesselt. Es gibt schnelle Schnitte, hohes Tempo, aber ganz gegensätzlich auch sehr ruhige Momente. Faszinierenderweise funktionieren diese Tempowechsel hier ausgezeichnet.
Dieser Film ist so facettenreich, wie kaum ein anderer. Es ist eine Komödie, ein Drama, ein Thriller, ein Actionfilm ein Splatterfilm, ein Märchen, ein Liebesfilm, ein Erotikfilm und vieles mehr.
Love Exposure ist bahnbrechend und zeigt meiner Meinung nach neue Möglichkeiten auf, was Film und Kino bewirken und seinem Publikum geben kann, abseits von computeranimierten Blockbusterepen.
Versteht mich nicht falsch, ich bin wahnsinnig beeindruckt von Avatar, auch er ist bahnbrechend, (ich habe diesem Film auch 5 Sterne gegeben) aber eben auf eine andere Art.
Love Exposure ist ein Epos der Emotionen, ein Epos der Gefühle, des Menschseins. Es lässt einen lachen, es lässt einen eckeln, es lässt einen hassen, es lässt einen sich schämen,es lässt einen heulen, es lässt einen glücklich sein usw.
Wen Oldboy fasziniert hat, der sollte auch unbedingt Love Exposure ansehen, denn beide Filme führen uns auf eine emotionale Achterbahnfahrt, zeigen schmerzhafte Brutalität, sind zutiefst menschlich und greifen ungeschminkt und radikal Themen auf, die häufig tabuisiert werden.

Es stört überhaupt nicht, dass es keine deutsche Synchronfassung gibt, Das Japanisch mit deutschen Untertiteln funktioniert ausgezeichnet.

Must see!!!
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am 16. Juni 2016
der Film bewegt sich über 4 Std, und wird auf 2 Disc veröffentlich, einzig der Schnitt zum Ende der Disc 1 hätte früher, da wo er auf der Strasse liegt und zum Mond hoch schaut, vorgenommen werden sollen !
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am 7. April 2010
~Meine Empfindung zu "Love Exposure"~
Ich habe gestern diese DVD gekauft und daheim auch gleich angeschaut.. und ich bin begeistert!
Selten hat mich ein Film so mitgerissen, atemlos zurückgelassen, verwirrt und auf ein HappyEnd flehen lassen.
"Love Exposure" ist ein absolutes Ausnahmewerk, das sich keinem klaren Genre oder Handlungsverlauf zuordnen lässt. Mehr noch: Der Film lehnt sich hier mal ein Stück an den Klassikern von Shakespeare an, nur um im nächsten Augenblick wieder in eine Art Manga-Teenie-Lovestory abzuschweifen. Das Tolle ist dabei, dass so die Handlung und die Absicht des Films bis zum Ende absolut undurchsichtig wirkt und man NIE erahnen kann was denn als nächstes passieren wird, da "Love Exposure" sich keinem Vorbild zulange bedient.
"Love Exposure" spielt auf diese und noch andere Weisen (z.B. die geniale Kameraführung oder den passenden und ungenierten Einsätze von Musik und Sex) mit den Empfindungen des Zuschauers und bietet somit hunderte von Facetten.

Zuletzt sei noch gesagt, dass der Film mit 4 Stunden eine "ziemlich" lange Spieldauer hat, man am Ende aber immer noch nach mehr lechzt. Krass ist aber, dass gerade "Love Exposure" zum Wiederansehen einlädt! ;)
Ich empfehle diesen Film jedem, der genug von den Grenzen des Westens hat, genug von dem großen Film-Klischee namens "Hollywood" und jedem, der bereit ist, sich über 4 Stunden eine wilden Pop-Culture-Erfahrung hinzugeben!
Dieser Film bleibt gerantiert in Erinnerung!
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am 1. Januar 2010
Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich nichts.

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
hätte aber die Liebe nicht,
nützte es mir nichts.

(Aus: 1. Korintherbrief (13): Das Hohelied der Liebe)

Das Hohelied der Liebe ist der Klimax im neusten Film von Strange Circus Schöpfer Sion Sono. Dass es einen solchen überhaupt bei vier Stunden Filmlänge geben kann, mag verwundern, noch dazu, weil der Film alles andere macht, als sich an herkömmliche Erzählstrukturen zu halten. Sono beschleunigt und bremst das Tempo, wechselt Bildersprache, Kamerastil und Soundtracks wie es ihm gefällt.

Ai no Mukidashi (Love Exposal) ist ein filmischer Rausch. Gleich einem Betrunkenen, der sich in den ersten Minuten an den Ansätzen einer Liebesgeschichte berauscht hat, torkelt er dem großen Filmfinale entgegen. Dabei wankt der Film einmal links und einmal rechts ohne sich geradlinig bewegen zu wollen. So gibt es eine mehr als halbstündige Sequenz, die sich ausschließlich der Kunst der Schoolgirl-Panty-Fotographie widmet, eine Kastrationsszene, die man wohl so noch nie gesehen hat, Familiendrama, Klamauk, Sexploition, Gesellschaftskritik, und und und. Um auf seinem Weg nicht umzufallen, hält sich der Film manchmal an gewissen Laternen fest, wie z.B. die Filmzitate auf Asia-Klassiker wie Sasori.

Die größte Leistung besteht aber wohl darin, dass der Film trotz all dieser Ausflüge in die cineastische Botanik sein Ziel nie aus den Augen verliert und es dadurch schafft, über die gesamte Filmlänge (237 Minuten!!!) spannend zu bleiben. Selten sah ich ein so zufriedenes Publikum aus dem Kino gehen. Froh, traurig, amüsiert, entsetzt, berührt und so vieles mehr, waren wir alle worden.

Sion Sono wird immer besser. Was mag da jetzt noch kommen? Scheinbar eine Doku über nordischen Deathmetal. Ja, echt! Whatever, ich freue mich schon darauf.

Endlich wieder ein Meisterwerk aus Asien. Ansehen, solange es noch geht!
8,5 von 10 Panty-Shots
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Im Jahre 2008 entstand unter der Regie von Sin Sono der Film Love Exposure, der nun von Rapid Eye Movies auf Blu-ray in den Handel gekommen ist. Der Zuschauer bekommt hier eine kleine Filmperle geboten, die vielleicht nicht die breite Masse, dafür aber ein ausgesuchtes Publikum anspricht. Wer sich die Zeit nimmt sich den Film konzentriert anzusehen, bekommt mit Lov Explosure einen tollen Film geboten.

Die Geschichte dreht sich um den jugen Yu, der streng katholisch erzogen wird. Nachdem seine Mutter gestorben und sein Vater als Pfarrer tätig ist, muss Yu täglich die Beichte ablegen dabei hat er kaum etwas zu berichten. So bringt er sich bei Frauen unter ihren Röcken zu fotografieren, wobei er eine nicht geahnte Schnelligkeit an den Tag legt. Als er eine Wette verliert und einen Tag in Frauenkleidern herumlaufen muss, verliebt er sich in Yoko. Allerdings hasst Yoko Männer, zudem ist ihre Mutter die Affäre sens Vaters. Als ob das noch nicht reichen würde, wird die kleine Familie von einer Sekte verschleppt und Yu muss nun versuchen Yoko zu retten

Sehr faszinierend fand ich die gut halbstündige Szene, wo Yu den Mädchen unter den Röcken fotografiert. Dies passiert nicht vorsichtig und langsam, sondern mit akrobatischen Tricks du in einer Schnelligkeit, so dass die Mädchen nichts davon mitbekommen. Um sich über allen Konventionen hinwegzusetzen, war Sion Sono auch noch so dreist, diese Szenen mit Maurice Ravels Bolero zu unterlegen.

In diesem fast vierstündigen Film treffen Kirche und Perversion ebenso aufeinander wie Sünde und Unschuld. Auch wenn kleine Längen vorhanden sind was bei der Länge des es Films schon zu erwarten war bekomme die Zuschauer hier nicht nur eine visuelle, sondern auch eine inhaltliche Filmperle zu sehen, die sich Fans nicht entgehen lassen sollten. Wer einmal einen etwas anderen Film sehen möchte, sollte zu Love Exposure greifen.
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TOP 500 REZENSENTam 13. November 2011
Der 17 jährige Yu wurde christlich, religiös erzogen und versprach seiner Mutter, kurz bevor diese starb, eine Frau wie die Heilige Maria zu finden.
Die Suche dauert an, ohne Erfolg.
Als sich sein Vater, ein Priester, 6 Jahre nach dem Tod von Yu's Mutter wieder in eine Frau verliebt ändert sich sein Leben gewaltig.
Nach 3 Monaten schon verlässt diese den Vater, und der wird abweisend, verbittert und lieblos.
Er zwingt Yu zu beichten, obwohl dieser ein sündenfreies Leben führt.
Um seinen Vater nicht zu enttäuschen begeht Yu nun absichtlich Sünden und schließt sich letztlich einer Bande von Kleinkriminellen an.
Als der Vater ihn verstößt gerät Yu's Leben endgültig außer Kontrolle.
Als Hößschenfotograf macht er Karriere und findet sich damit ab.
Dann lernt er die schöne Yoko kennen und alles ändert sich.
Eine atemberaubende Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang.

Die Darsteller liefern eine tolle Performance ab, mal abgesehen von der Freundin des Vaters die etwas Overacted agiert.
Die Dialoge sind teils sehr gekünzelt, aber das soll so sein und mit der Zeit gewöhnt man sich daran und hat Spaß.
Die Story ist ein kruder Mix aus Liebesfilm, Martial-Arts Action mit und ohne Waffen, Erotik und Sektenthriller mit religösem Touch.
Der Soundtrack ist erstklassig.

Love Exposure ist mein zweiter Sion Sono film nach Cold Fish und bestimmt nicht mein Letzter.
Wie schon bei Cold Fish versteht es Sono eine Story mit Überlänge kurzweilig und packend zu inszenieren und eine perfekte Bildersprache Entstehen zu lassen.
Und das trotz OmU ;-)
Wer solcherlei cineastische Kost mag sollte unbedingt einen Blick riskieren.
Für den Mainstream ist der Film allerdings nicht geeignet.
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