Fashion Sale Hier klicken b2s UHD TVs Learn More HI_PROJECT Cloud Drive Photos Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
93
3,6 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:5,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 17. April 2013
Ein sehr berührender Film, der sich mit dem Leben nach dem Tod aus der Perspektive dreier völlig verschiedener Menschen auseinandersetzt, die auf je eigene Weise mit dem Tod in Berührung gekommen sind.
Meine SchülerInnen waren begeistert vom Film und wir haben wirklich viel und lange nachgesprochen, da so viele für das Fach (kath. Religion, Sek II) relevante Themen darin vorkommen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 5. Oktober 2011
Clint Eastwood gelingt mit "Hereafter" der Spagat zwischen Populärwissenschaft, Esoterik und Unterhaltung.

Drei Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten, machen ihre ganz eigenen Erfahrungen mit dem Tod.

Da ist die Französin Marie, die bei dem Tsunami in Thailand beinahe ertrinkt und dabei Visionen erlebt, die sie nicht mehr loslassen.
Da ist der kleine Marcus, der seinen geliebten Zwillingsbruder verliert und sich nichts sehnlicher wünscht, als wieder mit ihm vereint zu werden und
da ist der junge Amerikaner, dessen Fähigkeiten als Medium ihn zur Verzeifelung treiben, weil er mit seinen Visionen nicht mehr im hier und jetzt zurecht kommt.

Der Film zeigt wie diese 3 Personen aufgrund ihrer Erfahrungen im Umgang mit dem Tod aufeinander zutreiben.

Aber das ist nur ein Teil der Handlung (gewissermaßen dem HappyEnd geschuldet). Clint Eastwood versucht vielmehr das Tabu- oder auch Modethema (je nach Betrachter) Tod und Nahtod Erfahrungen filmisch umzusetzen und dem Zuschauer zu vermitteln. Ein hohes Ziel, dass naturgemäß in einem Unterhaltungsfilm nicht tiefgründig oder gar wissenschaftlich fundiert angegangen werden kann. Gleichwohl gelingt es Eastwood bei dem Zuschauer Interesse für diese Thematik zu wecken, das bei dem einen oder anderen sicherlich dazu führen wird, sich mit der Materie weiter und tiefgründiger zu beschäftigen.

Warum es aus Sicht von Eastwood erforderlich war, Teile des Films nicht zu synchronisieren und in französischer Sprache zu belassen, erschließt sich mir nicht. Glücklicherweise stehen Untertitel in deutsch und englisch zu Verfügung.

Ich finde den Film durchaus sehenswert auch wenn das HappyEnd recht konstruiert wirkt.
Aber das ist wohl dem amerikanischen Publikum geschuldet und sei deshalb Herrn Eastwood verziehen.
33 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2012
Format Blu-ray:

Herafter setzt sich aus drei einzelnen Geschichten zusammen, die jeweils von verschiedenen Personen auf unterschiedlichen Kontinenten handeln. Süd-Ost Asien: die französische Journalistin Marie Lelay (C. de France) überlebt knapp eine Naturkatastrophe und macht dabei eine Nahtoderfahrung. Dieses traumatische Erlebnis lässt die erfolgreiche Karrierefrau nicht mehr los. Auf der Suche nach Antworten für ihre Visionen setzt sie unwissentlich ihre berufliche Zukunft aufs Spiel. Nur ist das einfach toll umgesetzt, und mutig auch wie ich befinde, denn das dieses so derart angegagen wurde, hätte man freilich, gerade bei einem Hollywood Film so nicht erwartet. Aber vor allem die Französische Schauspielerin hat es mir angetan, sie war wirklich toll in ihrer Rolle, vor allem auch am Ende auf der Buchmesse. Tolle Leistung, die sehr glaubwürdig herüberkam. Die anderen Schauspieler machen ihre Sache auch recht ordentlich, Matt Damon ist wie immer sehr gut, und kann insgesamt überzeugen, sowie auch der kleine Teenager, welcher seinen Zwillingsbruder verliert, vollends überzeugen konnte.

Mit Hereafter begibt sich Clint Eastwood erzählerisch und thematisch auf unbekanntes Terrain. Die Erzählstruktur die dabei die einzelnen Geschichten langsam aber sicher zusammenstrickt, erweist sich jedoch als Stolperstein. Glücklicherweise gelingt es Eastwood trotz des überladenen Drehbuchs von Morgan (Die Queen), die einzelnen Geschichten intensiv und unheimlich bewegend darzustellen. Geht es dann aber darum, die Storystränge zu einem homogenen Gesamtbild zusammenzuschnüren, schwächelt der Film. Viel zu konstruiert wirkt die Zusammenkunft aller Protagonisten. Dieses Manko nimmt aber nur einen kleinen Teil ein.

Der Film ist ein berührendes und zugleich zutiefst bewegendes, handwerklich gut inszeniertes Mystery Drama, das auf eine klare Stellungnahme seitens des Regisseurs verzichtet und dem Zuschauer somit die Chance einräumt, den Film individuell zu deuten. Ich war begeistert wie mutig Eastwood dabei herangeht, und im Grunde alles versucht anzugehen. Sicherlich bewegt jeden ein solche ungemein wichtige- Thematik, denn letztlich suchen wir alle nach Sinn, Ziel, oder einem bestimmten Weg. Denn im Grunde denke ich, fragt sich doch ein jeder, was genau passiert eigentlich nach dem Tod?. - Tipp: Dr.Pim van Lommel,Dr.Raymond Moody, Thomas Campbell, Dr.rer.nat.Michael König, Dr.rer.nat.Klaus Volkamer, Prof. Hans-Peter-Dürr, Michael Schmieke(allesamt Quantenphysiker), Dr.Rupert Sheldrake, oder auch sehr empfehlenswerte hierbei betreffend der Paranormalität - der Parapsychologe Dr.Milan Ryzl.

Die Bildqualität der Blu-ray ist ganz Okay, hätte aber wesentlich besser ausfallen dürfen; die Plastizität war nicht ganz so überzeugend. Aber dennoch gut würde ich behaupten: die schlechteste Blu-ray ist besser als die beste DVD. Ärgerlich schaut es wieder einmal beum Deutschen Ton aus, denn wir erhalten leider nur die 5.1 Abmischung, während die Amerikaner wieder einmal die schöne ausgefeilte Tonspur des 5.1 HD-Master aufgelegt bekommen, was mir aber persönlich keinen Abbruch tut, denn ich schaue mir fast immer das Original an. Auch sehr gut gefallen hat mir die beibehaltung der Original- Sprachen der in verschiedenen Erdteilen lebenden Menschen.

Die vereinzelnten Schauspieler agieren auf sehr gutem Nievau und sind sehr überzeugend, allen voran die Hauptdarstellerin - bekannt aus High Tension` Cécile de France - , hübsch anzusehen. Matt Damon spielt das hier gezeigte Medium wirklich sehr gut.

Insgesamt ist Herafter ein wichtiges, mutiges Werk, welches toll inszeniert wurde, und mir persönlich sehr gut gefallen hat. Obgleich ich zugeben muss, doch sehr überraschend gewesen zu sein, denn das hatte ich in der Art und Weise von einem Hollywood-Film so nicht erwartet. Vor allem betreffend der gezeigten Thematik wegen. Toll fand ich zugleich wie Eastwood die Scharlatane präsentiert hat, denn davon gib es freilich sehr, sehr viele. Nur wenige besitzen die sozusagene Gabe (Tipp: Nelja Michailowa, Karl Nikolajew, Eileen J. Garrett, Anouk Cleas, Edgar Cayce), welche aber öfters wie gut im Film dargestellt misbraucht wird, oder aber als hinderlich wirken kann. Alles in allem ein toller Film, welcher absolut überzeugen kann.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. November 2014
Der Film hat eigentlich 3 Erzählstränge.
Da ist zum einen George, der eine Gabe hat, diese -für andere durchaus segensreich- aber als Fluch sieht. Kommt einem bekannt vor? Richtig: in "Good Will Hunting" hatte just Matt Damon auch so ein Geschenk - und arbeitete als Fabrikarbeiter. Während es bei letzterem doch noch materiell zu was geführt hat, wird George (Damon) hier mit der Liebe belohnt für seine Suche nach der Lösung.
Zum Anderen ist da Marcus, der aus ärmlichen Verhältnissen in London stammt und nach dem schicksalshaften Tod seines Zwillingsbruders in eine Pflegefamilie geschoben wird. Und? Klingelt's? Da sind Motive von Charles Dickens ganz klar drin. Übrigens nicht so weit hergeholt, dass dieser hier nochmal durch George seine Würdigung erhält.
Und der dritte Strang handelt von der Nahtoderfahrung einer begabten Journalistin des französischen (!)(?) Fernsehens. Während die Karriere durch Maries Aufarbeitung zu Bruch geht, findet sie gleichzeitig ein neues Betätigungsfeld, nämlich der literarischen Mitteilung ihres Erlebnisses.

Spätestens, als der Junge auf dem Boden der belebten Londoner U-Bahn seiner Kappe hinterherkrabbelt ("Indiana Jones, Teil 3"), habe ich gewußt, dass Steven Spielberg seine Finger im Spiel hat. So ist es auch: er ist gelistet als Executive Producer.

Clint Eastwood lässt seine Erzählstränge in Ruhe gedeihen, bis auf die Schicksalsschläge der Protagonisten (hier ist übrigens die tricktechnische Umsetzung des Tsunamis besonders lobenswert zu erwähnen!). Dabei reflektiert Eastwood abgeklärt über die Todeserfahrungen, also dass nach dem Tod eigentlich noch lange nicht Schluss ist. Aus welchen Gründen die Lebenden Kontakt mit den Toten suchen, bleibt im Film offen, ist aber nachvollziehbar.
Das Zusammentreffen der 3 am Schluss erklärt wohl die Erzählweise, ist aber nicht zwingend. Und ist geschuldet der amerikanischen Filmindustrie, und weniger eine logische Konsequenz.
Übrigens: das Hände-Geben am Schluss von zwei potentiellen Liebhabern, die sich wohl lange gesucht haben, ist wohl auch ein Zitat: Tom Hanks und Meg Ryan taten es am Schluss von "Schlaflos in Seattle" auf dem Dach des Empire State Buildings :-)

Volle Punktzahl!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2011
Waren schon die amerikanischen Kritiken alles andere als überschwänglich, verhießen auch der reißerisch aufgemachte Trailer und eine Oscar-Nominierungfür die besten visuellen Effekte nicht unbeding jenes tiefgründige Drama, welches ich mir von Eastwood erhoffte.
Doch weit gefehlt: Der Film beginnt mit einer tricktechnisch überragenden Tsunami-Sequenz, die, was meines Erachtend nach weitaus wichtiger ist als die technische Brillanz, den Zuschauer auch dank toller Kameraarbeit in das Geschehen hineinzieht.
Diese Katastrophe dient vor allem zur Einführung des Ersten von drei Handlungssträngen. Dieser dreht sich um die französische Fernsehjournalistin Marie LeLay, die nach einer Nahtoderfahrung nicht mehr losgelassen wird und beginnt ein Buch über das Erlebte zu schreiben. Danach wechselt die Handlung zu dem von Matt Damon verkörperten Fabrikarbeiter George Lonegan, dessen Fähigkeit mit verstorbenen zu kommunizieren ihn nicht nur in die Einsamkeit getrieben hat, sondern auch den ständigen Versuchen seines Bruders ausgesetzt ist aus dieser Fähigkeit Kapital zu schlagen. Der dritte und letzte Handlungsstrang spielt in London, wo der aus sozialschwachen Verhältnissen stammende Marcus seinen nur wenige Minuten älteren Zwilingsbruder durch einen Unfall verliert. So nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die sowohl das menschliche Drama, welches durch den Tod ausgelöst wird beleuchtet als auch die Frage nach dem "Hereafter", dem Leben nach dem Tod stellt. Das große Kunststück, welches Eastwood hier, auch dank eines hervorragenden Drechbuchs von Peter Morgan (Frost/Nixon; Die Queen), gelingt, ist das Vermeiden jeglicher religiöser Abschweifungen und vordergründiger und effektheischender Séancen. Im Gegenteil, so zeigt er doch in einer Szene eine Reihe von Betrüger, die allesamt vorgeben eine "sehende Gabe" zu besitzen. Auch machen die Figuren hier keine unglaubwürdigen Wandlungen durch, sondern jede einzelne von ihnen beleuchtet einen Aspekt des Todes: Marie die Hoffnung, die sie aus jener Nahtoderfahrung schöpft; Marcus die Angst vor dem Alleinsein, ausgelöst durch den Verlust des ihm sehr nahestehenden Bruders und George den Schmerz, den jene an ihn herantragen, für die er Kontakt mit Verstorbenen aufnimmt.
Trotz eines Hoffnungsvollen Tonfalls ist die Stimmung, nicht zuletzt durch eine gräulich gehaltene Farbpalette, eher bedrückend, denn neben allem erweißt sich dieser Film als eine große Inszenierung der Leere, sei es nun Matt Damon, der während eines italienischen Kochkurses alleine seine Tomaten schneidet oder, die deutlich drastischere Variante, der Junge, der dem leeren Bett seines Bruders eine gute Nacht wünscht.
An einigen Stellen hätte man sich vielleicht eine konkretere Aussage des Films gewünscht, was nun die Bedeutung des "Hereafter" angeht, denn so wirkt er auf jeden Zuschauer sehr unterschiedlich und Leute die aufgrund der fehlgeleiteten Marketingkampagne mit einem Mainstream-Blockbuster rechnen werden ebensoenttäucht werden wie Leute, die sich diesen Film bereits mit einer vorgefassten Meinung ansehen. Dennoch ist er eigentlich für jeden geeignet, da er, wie bereits erwähnt, sämtliche kitschig-religiösen Anschauungen vermeidet.

Zur BluRay:
Das Bild der BluRay ist auf höherem HD Niveau. Die Farbgebung, die sich wie bereits erwähnt auf kühlere Farben beschränkt, trübt den Gesamteindruck kein bisschen. Einige wenige unscharfe Aufnahmen heben sich vom ansonsten guten Schärfegrad ab, Plastizität und Detailgrad sind jedoch in jeder Aufnahme top, besonders die Tsunami Sequenz ist großartig anzusehen, auch der Schwarzwert liegt auf hohem Niveau.
Deshalb 4/5 Sternen für das Bild, das, auch wegen dem schwachen Filmkorn, zwar keine Refernz aber sehr gutes BluRay Feeling bietet.
Der deutsche Ton ist leider nur wieder in Dolby Digital verfügbar, muss allerdings auch nur in der Tsunamisequenz wirklich etwas leisten, diese ist auch wuchtig und beeindruckend geraten. Ansonsten ist der Ton zurückhaltend, Dialoge sind immer gut zu verstehen, Mission erfüllt.
Deshalb auch 3,5/5 Sternen für den deutschen Ton, der englische HD Ton würde jedoch ganz klar 5 bekommen.
Die Extras -komplett in HD- bestehen aus einer 90 minütigen Clint Eastwood Dokumentation und einem 45 minütigen Making-Of, der einzelne Szenen genauer beleuchtet. Desweiteren ist eine Digital Copy enthalten, ein Wendecover - wiedereinmal- nicht. Die Extras haben im Gegensatz zum Film eine FSK 16 bekommen.
Deswegen auch 3,5/5 Sternen

Fazit: Ein Film, der in seiner typischen Inszenierungsweise Eastwoods eher dem europäischen Autorenkino, als einem amerikanische 50-Millionen-Dollar-Projekt und dabei ohne allzu viel Handlung zu haben über die volle Länge von gut zwei Stunden zu fesseln weiß ohne dabei in die Bedeutungslosigkeit abzudriften. Als weiteren Bonuspunkt gibt es eine BluRay die Bildtechnisch und (etwas schwächer) Tontechnisch überzeugt, für die Extras gilt Qualität vor Quantität. Klare Kaufempfehlung für einen eindringlichen Film.
0Kommentar| 52 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juni 2013
Für mich erzählt dieser Film sehr ruhig und leise vom Sterben. Die fehlende Dramatik ist sehr angenehm und bewahrt den Film vor vielen Fehlern die gerade diese Thematik mit sich bringt. Obwohl der Film sehr zurückhaltend in seinen Aussagen ist und mehr Fragen stellt als beantwortet, gelingt es sehr gut die Zuschauer zu berühren. Ein Verdienst der hervorragenden Schauspieler und einer Sichtweise die sich mehr mit Trauer als mit Tod beschäftigt.

Auf den zweiten Blick werden natürlich doch einige Antworten gegeben. Mir hat sehr gut gefallen das der Film keine Wertung vornimmt. Er zeigt verschiedene Sichtweisen auf und bezieht auch ganz klar Stellung aber auf eine sehr angenehme und ruhige Weise. Ich kann mir nur schwer einen Film zu diesem Thema vorstellen der mehr zu sagen hat als Hereafter. Ich kann aber auch die Entäuschung vieler Zuschauer verstehen, die wohl etwas klarere und gültigere Antworten erwartet haben. Wer den Film als Anstoss nimmt, sich mehr mit dem Tod zu beschäftigen und eine eigene Sichtweise zu entwickeln wird durch diesen Film bestärkt, nicht eingeschränkt. Wem klare aber unseriöse Antworten mehr gefallen wird bei den verschiedensten Kirchen fündig werden.

Dazu bekommt der Zuschauer tolle Bilder, viel Atmosphäre, geniale Schauspieler, guten Sound und eine eher fantastisch erzählte als logische Geschichte, die aber durchaus Mut und Hoffnung macht. Dem Film gelingt es sehr leicht und unbeschwert von Tod/Nahtod und Trauer zu erzählen ohne auch nur einen Moment billig oder oberflächlich zu wirken. In den für mich stärksten Momenten wo die Toten zu Wort kommen, gibt es auch klare Antworten. Damit macht sich Hereafter zwar angreifbar, für mich gewinnt er dadurch aber mehr als fünf Sterne.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2011
... ist die höchste Herausforderung für einen Filmemacher. Clint Eastwood wird nachgesagt, dass er inzwischen bei Drehbüchern, die ihm gefallen, nicht mehr lange umschreibt oder zu Tode entwickeln lässt -- vermutlich auch, weil er spürt, dass er (Jahrgang 1930) nicht mehr ewig Zeit hat. Eine Drehbuchfassung von 2008 ist mit dem 2009 verfilmten Buch jedenfalls weitestgehend identisch. Zu "Hereafter" sagte er in einem Interview mit der NY Times, er nähere sich der Frage, ob es ein Jenseits gibt und wie es ist, aus der Position eines Menschen, der "nicht weiß".

Ist es diese gewisse Demut, oder wieder einmal die Kombination von hochmotivierten Schauspielern, dem Drehbuch, in dem die wichtigen Fragen alle noch enthalten sind, und Eastwoods auf die Geschichte konzentriertem Regiestil, die diesen Film ausmacht? Ich habe festgestellt, dass die Logik, die Charaktere der drei Stränge gegen Ende zusammenzuführen (das ahnt man ja), mich nicht störte, trotz der Vorhersehbarkeit. Zu dem Zeitpunkt hatten die sehr unterschiedlichen Figuren mich bereits in ihren Bann geschlagen. Cécile le Frances Charakter Marie, das zunächst unbekümmerte "Medienkind", eine TV-Journalistin, die ohne innere Turbulenzen als Geliebte ihres Magazinchefs auf Reisen ist, kann mit der Veränderung, die ihre Nahtodeserfahrung in ihrer Seele hinterlässt, nicht mehr umgehen. Sie fällt aus ihrem Leben heraus und findet ein Neues, langsam, schrittweise. Matt Damons George, der Werksarbeiter mit dem Hellseherfluch, hat seine Reifung bereits hinter sich, als er der überdreht-liebenswerten Melanie begegnet (Bryce Dallas Howard). Die vorsichtige Romanze, die sich anbahnt, nimmt eine überraschende Wendung (Melanies Reaktion auf Georges Botschaft ist eine Oscarleistung in zehn Sekunden, schade, dass das wohl kein Verantwortlicher bemerkt hat). Der Zwillingsbruder Marcus, dem seine zweite Hälfte Jason abhanden gekommen ist, durchläuft seinen Trauerprozeß mit der Entschlossenheit eines Kindes, das weiss, das es sich *jetzt* darum kümmern muss. Es kann noch nicht anders.

Die Darstellung der Momente, in denen die Grenzen unserer täglichen Wahrnehmung durchbrochen sind (insbesondere Georges Visionen) wurde weise auf Schemen und Sekundenbruchteile beschränkt. Auch beim jetzt dritten Mal entfaltet der Film seine tröstliche Aussage -- keine Angst haben zu müssen. Ob Sie mit diesem Film etwas anfangen können, wird wohl damit zusammenhängen, ob diese Frage ("ist da noch etwas?") in Ihrem Leben eine Quelle von Neugierde oder von Angst ist. Ein Actionfilm ist das nicht, auch wenn er so anfängt. Eher ein Arthousefilm mit Hollywoodbudget. Arthouse im positivsten Sinne, meine ich: konzentriert auf seine Charaktere und voller Empathie.

Auch wenn der Schluss nicht ganz so genial ist wie der Rest des Films, gebe ich die volle Punktzahl. Dieser Film ist unterhaltsam und anrührend; und ich glaube auch, dass er "wichtig" ist ... weil er Menschen, die nicht täglich mit spirituellen Fragen umgehen (wollen), ein Hintertürchen aufmacht, ohne sie zu indoktrinieren.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Mai 2015
Viele gute Rezensionen wurden hier schon geschrieben. Und den vier - bis fünf Sterne Kritiken kann ich eigentlich nur Beifall zollen. Wieder einmal mehr bin ich von dem Regisseur Clint Eastwood und seinem filmischen Genius begeistert. Fast schon ein Garant für ungewöhnliche, erstklassig besetzte Filme aller Art. Auch die Drehbücher sind alle in sich rund und stimmig - was will man mehr. Für mich einer der besten Regisseure die es gibt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Mai 2016
Es gibt sicher bessere Filme mit Matt Damon, aber dieser ist glaubwürdig, wozu die Leistung der Darsteller nicht unerheblich beiträgt. Wer einen Actionfilm erwartet, wird sicherlich enttäuscht, dies ist eher ein sensibler Film zu einem interressanten Thema.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. April 2016
Hereafter ist schon ein schwieriger Film. Das liegt an der Erzählweise und am Thema selbst. Man muss schon ein Fälble dafür haben. Den hab ich leider nicht. Denn ich glaube nicht, dass nach unserem Tot noch was kommt. Aber ich mag nunmal die Regisseurarbeiten von Clint Eastwood. Deswegen musste auch dieser in meine Sammlung. Insgesamt ist er auch nicht schlecht. Er ist gut besetzt. Aber an manchen Stellen ist er mir dann doch zu trocken erzählt. Ich mag ja die ruhige Erzählweise von Clint Eastwood. Aber richtig mitgefiebert, wie in seinen anderen Filmen, habe ich hier mit den Protagonisten nicht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,00 €
5,00 €