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am 18. März 2011
Schon nach den ersten Tönen denkt man sich: Ist der Mann tatsächlich schon 77?
Denn vom ersten Takt ertönt ein frisch und munter tönender Udo aus den Lautsprechern.
Der Altmeister wechselt gekonnt zwischen rhythmischen, sozialkritischen Songs (Der ganz normale Wahnsinn, Du bist durchschaut, Alles ist so easy) und gefühlvollen Balladen (Liebe lebt, Wenn ein Lied so wär wie du, Dafür brauch ich dich, Oktoberwind) oder er swingt lässig. (Schenk mir einen Traum).
Und am Schluss lässt uns Udo Jürgens etwas in sein Inneres schauen, er hält Rückschau und zieht Bilanz: (Lass ein wenig Liebe da, Gute Reise durch das Leben, Am Ufer).
Gerade das letzte Stück Am Ufer" wirkt melancholisch und zuversichtlich zugleich; da singt ein Mann, der mit sich selber im Reinen ist, die nötige Gelassenheit hat, und auch mit 77 noch mit Freude das Leben geniesst.
Der ganz normale Wahnsinn" - Udo Jürgens sieht als Mann, der viel von diesem Wahnsinn gesehen hat, auf das Leben, mal amüsiert, mal erstaunt, mal kritisch oder sarkastisch, aber nie böse oder gar verbittert.
Eine schöne Platte eines ganz grossen Künstlers und hoffentlich nicht seine letzte!
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TOP 500 REZENSENTam 18. März 2011
Drei Jahre Zeit nahm sich der unverwüstliche, ewig junge Udo, um sein neues Album zu schreiben, zu konzipieren, zu arrangieren.
Das Ergebnis, das nun vorliegt, zeigt einen Entertainer, an dem der Zahn der Zeit nahezu vorbeigegangen zu sein scheint; zeigt einen knapp 77-Jährigen, der mit bemerkenswerter Frische und fern jeglicher Altersweinerlichkeit ein modernes Album vorlegt.
Ganz nah am Puls der Zeit, mit Texten (überwiegend aus der Feder des altbewährten Wolfgang Hofer), die niemals auch nur in die Nähe von kitschigen Klischees oder Plattituden abdriften, greift der Österreicher Themen unserer Realität auf, ironisiert dabei sehr angenehm, erteilt jedoch wie stets dem oberlehrerhaften Zeigefinger eine eindeutige Absage.
Selbstredend hat auch das Zwischenmenschliche, das ewige Thema Liebe in ihren unterschiedlichen Facetten ihren gebührenden Platz; stets kombiniert mit adäquat swingenden oder aber auch zuweilen melancholischen Melodien bzw. Rhythmen eines kongenial aufspielenden Orchesters, das die hohe musikalische Kompetenz dieses Ausnahmekünstlers zur ihr gebührenden Blüte führt.

Besonders beeindruckend jedoch immer wieder Udos Appelle an den Humanismus, die Toleranz, das mutige Einstehen zu den individuellen Überzeugungen, zum Rückgrat. Er singt gegen den Werteverlust unserer Tage an (und das tut er so wahrhaftig und authentisch wie kaum ein Zweiter), ohne je larmoyant zu werden. "Dafür brauch ich dich", so einer der neuen Titel. Dafür brauchen wir Udo, brauchen wir einen Künstler, der - in hohem Maße glaubwürdig - mit seinen Liedern gegen die Gleichgültigkeit und Egozentrik unserer Zeit ansingt und das vermittelt, wonach wir uns alle sehnen: Den unverbrüchlichen Glauben an uns selbst und eine humanere Zukunft, an Toleranz, an Menschlichkeit, die nicht nur Fassade bleibt, sondern auch gelebt werden kann.

Ein rundes, in sich stimmiges Album auf hohem musikalischen Niveau liegt vor, das ohne Effekthascherei, ohne Anbiederung packt und die Seele zu berühren versteht; geschaffen von einem Vollblutmusiker, einem wahren Meister seines Fachs - sicher nicht nur für mich sein bestes seit 12 Jahren.
Danke, Herr Jürgens.
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am 19. März 2011
"Der ganz normale Wahnsinn"

Selten waren sich die Fans bei einer neuen Produktion so einig wie bei diesem Album: Ein Meilenstein in Udo Jürgens' Karriere. Udo hat das beste Album seit vielen, vielen Jahren hingelegt - für mich ist es das mit ABSTAND beste Album des neuen Jahrhunderts. Auf der CD finden sich fast keine "Füll-Lieder", man hört unglaublich viele richtig starke Songs, die richtig Lust auf eine Live-Umsetzung machen - ich freue mich schon sehr auf die 2012er-Tournee.

Die Lieder sind durchweg abwechslungsreiche Kompositionen in gefälligen, teilweise sehr starken Arrangements. Einziger "Wermutstropfen" ist die Abmischung des Schlagzeugs. Mir wurde glaubhaft zugetragen, dass das Schlagzeug "live" eingespielt worden ist - nach meiner subjektiven(!) Wahrnehmung hört sich der Sound an, als hätten wir es mit einem Drum-Computer zu tun. Gerade der Name Peter Lübke bürgt für Schlagzeug-Qualität; insofern ist es mir unerklärlich, warum das Schlagzeug "irgendwie nach Roland Kaiser" klingt - aber das ist wie gesagt meine ganz subjektive Wahrnehmung; es gibt sicher Fans, die das anders sehen.

Ich fühle mich in meine Jugend zurückversetzt: Damals gab es Alben, bei denen mir vom ersten Hören an klar war, dass die Lieder mich ein Leben lang begleiten werden, weil sie so großartig sind - diese Alben der 80er Jahre stellen für mich den Höhepunkt von Udos Schaffen dar - und endlich hat Udo an diese Alben mal wieder angeknüpft.

Die letzten Alben ("Es lebe das Laster", "Jetzt oder nie" und insbesondere "Einfach ich") waren zwar "allgemein" immer noch auf hohem Niveau - aber für Udos Verhältnisse nicht mehr richtungsweisend. Anders verhält es sich mit diesem Album: Udo schafft einen musikalisch und inhaltlich großer Spannungsbogen, perfekte Arrangements - Fan-Herz, was willst Du mehr? :-) - zu den Liedern im Einzelnen:

Der ganz normale Wahnsinn

Der Song ist zurecht Titelsong der CD. Er hat mir schon bei der Solo-Tour ausgesprochen gut gefallen. Auch wenn die Schlagzeug-Abmischung und die Staccato-Rhythmus-Gitarren etwas stören, ist die Studio-Aufnahme doch besser gelungen als erwartet - die Bläser-Einwürfe in den Pausen der Strophe sind knackig. Den "Orgelpunkt" im Refrain auch von Streichern spielen zu lassen und überhaupt satt Streicher im Song einzusetzen, ist bei diesem nach vorne gehenden Stück ein für meine Begriffe genialer Einfall. Auch der Hintergrundchor ist genau richtig abgemischt. Das Salz in der Suppe ist ein geniales Streicher-Intermezzo, nach dessen Erklingen der hitverdächtige Titel noch mal richtig "aufdreht". Dass das Lied mit seinen ungewöhnlichen Tonartenwechseln musikalisch ein Knaller ist, habe ich schon im letzten Jahr festgestellt. Angesichts dessen, dass der Titel vor längerer Zeit geschrieben werde, hat er textlich eine erschreckende Aktualität. Daumen hoch! (Kleiner Hinweis: Schade, dass der Titel nicht auch als A-Seiten-Single veröffentlicht wurde - vielleicht hätte er sonst mehr Rundfunkeinsätze bekommen).

Liebe lebt
Bei diesem "Frauenlied" gefällt die großzügige Instrumentierung: Es sind fast schon sinfonische Klänge hörbar. Ich sehe schon vor dem geistigen Auge, wie Pepe der Querflöte liebliche Töne entlockt. Der Text reiht sich nahtlos in die Reihe der typischen Udo-Liebeslieder ein. Für mich ist der Song nicht der gaaaanz große Wurf - das kann aber auch schlicht daran liegen, dass ich das aus männlicher Perspektive sehe;-). Der Refrain erinnert mich übrigens in der Melodieführung etwas an den Udo-Klassiker "Flieg, Flamingo".

Wenn ein Lied so wär` wie Du
Für mich ist dieser Titel erneut ein echtes Highlight, ein jazziges Lied, bei dessen Produktion mich abermals die ewig gleich klingenden Gitarren stören, aber die Streicher genau so begeistern. Der Song fängt interessant mit einem Streicher-Intro im Stile eines Weihnachtsliedes ("White Christmas") an, um dann mit einem Groove der Marke des Udo-Klassikers "Keine war so wie Du" daherzukommen. Besonders gefallen mir die Soli im Stück (Saxophon, anschließend Bigband-Einwürfe). Auch die Text-Idee spricht mich sehr an - die Eigenschaften eines Liedes denen eines geliebten Menschen gegenüberzustellen- das ist eine gute Idee, die Udo musikalisch großartig umgesetzt hat. Wie so oft, verlässt Udo hier den üblichen Strophe-Refrain-Ablauf und schafft so in meinen Augen ein kleines musikalisches Meisterwerk. Besonders hat es mir der Schluss des Opus` angetan - nachdem das Lied auszuklingen scheint, dreht Udo zum Schluss noch mal richtig auf - großes Kino!

Dafür brauch ich Dich
Dies Lied sollte eigentlich noch auf die Weihnachts-CD gepresst werden;) ... - nein, auch hier handelt es sich um ein klassisches Liebeslied, das mich textlich an "Darum steh ich zu Dir" und "Wie könnt ich von Dir gehen" erinnert. Die Idee, erst einen weiblichen Background-Chor erklingen zu lassen, um den Refrain "bedeutender" klingen zu lassen, hatte Udo schon bei "Immer wieder geht die Sonne auf" - auch hier geht die Rechnung dieser Idee auf. Wir haben es wieder mit einem schönen streicherlastigen Arrangement zu tun. Dass Udo den Song bei "Wetten, dass..." live interpretiert hat, finde ich zwar toll - dennoch finde ich schade, dass er sich für Gottschalk nicht ein anderes Stück ausgesucht hat - zum Beispiel:

Du bist durchschaut
Für mich ist hier erst mal der textliche Einfall genial: "Du bist durchschaut" - da habe ich orakelt, dass das im Sinne von "Du bist ertappt" gemeint sei. Dem ist aber nicht so - hier geht es um die Nachteile moderner Technik, wenn die "Welt eine Google" ist, in der das Zuhause abgefilmt wird und man schön seine "Leberwerte bei Facebook" veröffentlichen kann. In dem Lied setzt sich Udo kritisch mit dem Internet auseinander - neuerdings scheint er sich dort ja angesichts seines Gästebuch-Eintrags auf seiner Fanseite hin und wieder zu "tummeln" - das macht den Song noch glaubwürdiger. Wenn Udo sich jetzt noch darum kümmert, seine eigene Internet-Präsenz hinsichtlich des Umgangs mit Kritik professioneller zu gestalten, dann... - aber das ist ein anderes Thema. Musikalisch fällt mir der Groove a la "Jeder so wie er mag" auf - und die Tatsache, dass Udo zum Mitsingen einlädt: "laaa laaa laaa laaa.." - das legt den Verdacht nahe, dass es als letztes Lied vor der Konzertpause ausgewählt werden könnte. Gott sei Dank würde Udo selber niemals "googeln"- sonst würde er noch womöglich auf diese Rezension stoßen und sich womöglich über meine Sichtweise der Schlagzeug-Abmischung ärgern -aber auch das ist ein anderes Thema....

Die Frau, die ich nie traf
Es ist positiv gemeint, wenn ich erneut die Streicher hervorhebe, die auch in diesem Lied sehr deutlich zum Einsatz kommen. Dieser Song wird die Kritiker eines meiner Lieblingslieder von "Einfach ich", nämlich "Letzte Ausfahrt Richtung Liebe", versöhnlich stimmen: Inhaltlich geht es in eine ähnliche Richtung, die Umsetzung ist aber weit romantischer geworden als in diesem Opus. Udo interpretiert ein weiteres Liebeslied, bei dem die Sehnsucht im Vordergrund steht.

Alles ist so easy
Bei diesem Titel handelt es sich wieder um eins von Udos witzigen Liedern. Auch wenn die Qualität von "Merry Christmas allerseits" hier nicht ganz erreicht wird, gefällt mir Udos Einsatz für die deutsche Sprache (Reinhard Meys Song "M(e)y English Song" ist auch leicht verwandt damit). Außerdem bin ich als Sido- und Buschido-Fan (Vorsicht Ironie!) natürlich begeistert, dass nun auch endlich Udo rappt. - Erneut fällt mir der gefällige Hintergrundgesang auf. Der Text ist angesichts Udos neuer offizieller Internet-Präsenz ("News", "Community" etc. - es wimmelt dort von Anglizismen) wenig glaubwürdig - insofern finde ich es erstaunlich, dass er ausgerechnet hier als Co-Texter genannt wird. Dennoch ist angesichts der ungewöhnlichen Produktion auch dieser Song hitverdächtig, wie ich finde.

Oktoberwind
Wer beim letzten Album "Mit Dir" geliebt hat, wird den "Oktoberwind" vergöttern - ich wiederhole mich: Die Streicher-Arrangements dieser CD sind wirklich toll - eine so Streicher-lastige CD habe ich von Udo noch nie gehört. Ich zitiere noch mal Reinhard Mey: "Ein Stück Musik von Hand gemacht" - auch die poetischen Worte ("ein paar Hunde streunen noch vor die Laternen - letzte Sonnenstrahlen locken vor die Tür..") heben sich vom Schlagereinerlei deutlich ab. Obwohl es mal wieder ein typisches Frauen-Lied ist, gefällt mir dieser Song über Udo im "Herbst seines Lebens" ausgesprochen gut.

Schenk mir einen Traum
Dieser Song ist für mich neben "Wenn ein Lied so wär` wie Du" D-A-S Highlight der CD: Immer, wenn Udo dem "Swinger-Club" beitritt, kommen da bombastisch tolle Songs bei raus (aus meiner subjektiven Sicht) - "Ladies and Gentlemen", "Danke für den Abend", "Champagner regnet vom Himmel", "Schenk mir noch eine Stunde" - all diese Knaller gehören zu meinen absoluten Lieblingsliedern. Schenk mir einen Traum" reiht sich nahtlos ein: Der typische Swing-Rhythmus, die Bläser, dazu einmal mehr der Gedanke, dass es die Träumer sind, die die Welt verändern - Herz, was willst Du mehr.... - ich ertappe mich dabei, dass ich die Streicher zwar interessant und toll finde - aber der Bigband-Sound im Stile Pepe Lienhards mich noch ein Stück mehr begeistert.

An diesem Song kann man erfahren, wie wichtig der Arrangeur bei einer CD-Produktion ist: Der in einer Sonder-Auflage enthaltene "Berlin-Mix" macht aus dem Lied einen sehr guten Song - aber in der "New York"-Version ist das Lied für mich Nachhilfe an alle Roger Ciceros dieser Welt - allein das sensationelle Intro finde ich Weltklasse. Erneut begeistern hier die großartigen Big-Band- und anschließend Saxophon-Improvisationen. Es kommt selten vor, dass schon die Studio-Aufnahme so stark ist, dass man sich fragt, wie Udo das live noch "toppen" will.. - wie ich aber Udo und das Pepe-Lienhard-Orchester kenne, wird der Song auch "live" eine Sensation...

Lass ein wenig Liebe da
Endlich - die lang ersehnte deutsche Version von "Leave a little love"... - nein, Scherz beiseite: Das Lied verstehe ich als Mann vielleicht nicht - nach dem gerade gehörten Highlight kann es bei mir gar nicht punkten - momentan kann ich mit dem Lied noch nichts anfangen. Es hätte mit Verlaub aus meiner Sicht besser auf "Einfach ich" gepasst - hüstel... Immerhin: Das Orgel-Intro ist musikalisch durchaus interessant.

Gegen den Wind
"Sei so wie Du willst - nicht wie alle sind. Wenn Du abheben willst, gehst Du gegen den Wind"... - Hammer!!! Die textliche Aussage ist sooo toll - ich will nicht nachtreten -aber sorry - kann man das, was man in Texten propagiert, nicht auch mal leben? ("kleiner Insider") - Aber ich will nicht abschweifen: Auch dieser Song ist ein absolutes Highlight. Der Gedanke, dass man sich von seinen Überzeugungen und Vorlieben leiten lassen sollte und Herzblut statt Kalkül walten lassen sollte, ist aus meiner Sicht zwar in "Alles, was gut tut" für mich unschlagbar gut umgesetzt - aber "Gegen den Wind" kommt gaaaanz nah an dieses totale Highlight ran. Wieder Bläser, wieder geiler Hintergrundchor -schon wieder: Dieses leidenschaftliche Plädoyer für die Individualität des Einzelnen führt zu restloser Begeisterung meinerseits... Schon in den Sechzigern war Udo der "Sänger mit dem langen i" - schön, dass Udo diese Tradition hier wieder aufleben lässt. Meine Lieblings-Textzeile ist übrigens: "So wie Ikarus war, er hat alles gewagt - und dann kam er zu nahe ans Licht. Doch er war an der Sonne - und die Anderen nicht!"

Gute Reise durch das Leben
Dieses Lied hat für mich einen ganz persönlichen "Gänsehaut"-Faktor - meine Tochter ist knapp zwei Jahre alt - und das, was Udo seinem Enkel auf den Weg gibt, wünsche ich auch meiner Tochter. Ich bin mir sicher: Mein Vater würde seiner Enkelin ähnliche Wünsche auf den Weg geben, wenn er noch leben würde - allein deswegen liebe ich dieses Lied und nehme zum Udo-Konzert vorsorglich eine Packung Tempo-Taschentücher mit. Der Song kann sich fast mit einem meiner absoluten Lieblingsliedern messen - aber "Mein größter Wunsch" ist immer noch eine kleine Spur emotionaler (für mich persönlich). Musikalisch gefällt mir das zwar einfach gehaltene, aber gerade deshalb so schön melancholische Piano-Solo.

Mein erster Weg

"Dass ich das noch erleben darf": Seit vielen Jahren nimmt Udo seine Klassiker in neuen Versionen auf. Sehr oft geht das gründlich daneben - zum Beispiel hat Udo seinen Hit "17 Jahr, blondes Haar" 1972 für die Ariola neu eingespielt, um das Lied auch für die Ariola zugänglich zu machen - die ursprüngliche Aufnahme wurde für die Plattenfirma "Vogue" aufgenommen - und diese Rechte hatte die Ariola scheinbar nicht (-wird zumindest behauptet). Udo Jürgens hat in Interviews immer wieder gesagt, dass ihm gerade diese 1972er-Aufnahme selber gar nicht gefällt (kein Wunder, dass seine Live-Versionen immer an die Original-Version aus 1965 angelehnt sind)- dennoch wird sie immer und immer wieder neu verkoppelt - zuletzt auf seiner "Best Of"-CD. Auch andere Neuaufnahmen von Hits (insbesondere "Paris - einfach so nur zum Spaß") dürfen aus meiner Sicht als wenig gelungen bezeichnet werden.

Um so erfreulicher ist diese Neuaufnahme eines in Zusammenarbeit mit Suzanne Doucet erschienenen Songs aus Udos erster LP für die Ariola - die Jazz-Elemente sind unüberhörbar (allein der Scat-Gesang im Intro ist der Hammer). Interessant sind z. B. die "gestopften" Trompeten und erneut die Streicher und der (Bar-)Piano-Sound. Besonders gefällt mir aber auch die hoch gespielte Querflöte(ich freue mich schon auf die Live-Version - vermutlich mit Pepe Lienhard). Ganz besonders begeistert mich das Instrumental-Solo (speziell der Saxophon-Teil). Wieder mal darf man sich nur wünschen, dass Udo weiterhin solche Perlen ausgräbt oder uns Fans zumindest mit der Wiederveröffentlichung von nie auf CD erschienen Liedern (in Original(!!!)-Version) wie "Ich glaube", "Spiel Zigan", "Musik war meine erste Liebe" oder ganz besonders "Peace Now" beglückt.. - Wenn ich "Mein erster Weg" höre, wüsste ich zu gerne, wie sich "Peace Now" (vielleicht im "Ägypten-" oder "Libyen-Mix"?) anhören würde?

Am Ufer
Die CD klingt mit einem sehr pathetischen Song aus, der natürlich noch mal sinfonisch klingen muss - mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dieses Lied gegen Ende des Konzertes auf die Tränendrüsen drücken. Auch wenn das Lied sicher gefällt - "Ich lass Euch alles da", "Ein Narr sagt Dankeschön" oder "Der große Abschied" sind hier für mich nicht mehr zu toppen.

Fazit: Ich weiß nicht, wann ein Album mich vom ersten Eindruck her so "gepackt" hat - das muss schon lange her sein. Es ist wie eingangs beschrieben so etwas wie ein "Deja-vu" aus den 80ern: Da war meine Begeisterung für ein gesamtes Album letztmalig so groß - obwohl "Ich werde da sein" und teilweise "Es lebe das Laster" mir durchaus auch sehr gut gefallen haben.

Vor allem für Udo-Fans und gerade Udo-"Einsteiger", die dachten, der Zenit seines Schaffens sei (zumindest, was die CD-Produktionen angeht) überschritten - gilt: Hier hat Udo endlich mal wieder ein Meisterwerk hingelegt!
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TOP 100 REZENSENTam 29. März 2011
Udo Jürgens - ein Urgestein! Was ich bei ihm stets gut gefunden habe war seine musikalische Vielfalt. Da gibt es schöne ruhige gefühlvolle Balladen, aber auch fetzige flotte Songs. Er singt auch nicht nur schnulzigen Einheitsbrei über Liebe, sondern seine Lieder haben meistens auch Tiefgang. Auch diese CD ist wieder ein phantastisches Werk! Gefühlvolle romantische Liebeserklärungen sind genauso vorhanden, wie kritische Texte wie es um uns Menschen, die Umwelt und das Miteinander angeht. Im Lied Alles ist so Easy z.B. besingt er wie die deutsche Sprache verkommt und immer mehr englisch einfließt. Wie heißt es doch da: Wir entspannen nicht, wir chillen. Wir reden nicht, wir talken Wir gehen nicht, wir walken. Wir plaudern nicht, wir chatten. wir handeln nicht wir dealen. Wir fliegen nicht, wir jetten. Oder der Titel Du bist durchschaut! Da denkt man im ersten Moment vielleicht es geht um eine andere Person, die man durchschaut. Nein, es geht darum wie kontrolliert wir von allem werden und wie gefährlich das sein kann, wenn man sich keine Gedanken darüber macht. Oder auch das Titellied Der ganz normale Wahnsinn wo es um die Zustände auf der Erde geht. Erinnert mich etwas an Cafe Größenwahn. Nepper, Schlepper, Bauernfänger, Terror, Sex und Datenklau. Auf der Pizza falscher Käse, Schwermetall im Kabeljau. Die Regierung wird zum Hehler, Werte niedrig, Preise hoch, Superstars, die tun mir leid. Nackte Deppen im Container, weg gezappt - schad' um die Zeit. Einfach mal wieder ein Klasse Album! Kein Einheitsbrei und Gesülze wie es oft heute in der Popmusik so üblich ist. Er mag zwar an Alter etwas vorgerückt sein, aber seinen Biss hat er noch nicht verloren! Weiter so Udo!
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am 19. März 2011
Ziemlich genau drei Jahre nach seinem letzten Studio-Album "Einfach ich" legt Udo Jürgens mit "Der ganz normale Wahnsinn" ein Meisterwerk vor, das man mit Worten nur schwerlich beschreiben kann.

Er swingt, rockt und jazzt auf diesem Album, dass es eine wahre Freude ist, setzt sich dabei über alle musikalischen Schubladen hinweg, malt mit großem Orchester wundervolle Klanggemälde zu poetischen Texten und erklimmt so scheinbar mühelos eine neue Stufe auf der nach oben offenen Udo-Skala musikalischer Genialität.

Udo ist seit Jahrzehnten im schnelllebigen Showbusiness ein verlässlicher Fixstern, ein Mozart unserer Zeit, der sich auf diesem Album zum Glück nicht neu erfunden, sondern "nur" auf seine Stärken konzentriert hat: ehrliche, handgemachte Musik, die zeitlos ist. Üppig instrumentierte Kompositionen, die ins Ohr gehen und doch direkt das Herz des Zuhörers berühren, sowie Texte, die auch dann noch zum Nachdenken anregen, wenn die Musik dazu schon längst verklungen ist. Großes Kino für Ohr und Verstand! Hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt: aufwändigst mit über 100 Musikern produziert, so dass jeder Controller wohl zwangsläufig ins Hyperventilieren geraten dürfte, wenn er eine wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse erstellen soll.

Wo andere Barden jämmerlich klingen, wenn sie sich über den Herbst des Lebens Gedanken machen, oder so oberlehrerhaft die Schlechtigkeit der Welt besingen, dass einen eigentlich gut gelaunten und positiv gestimmten Menschen selbst an einem sonnigen Frühlingstag beim Anhören unweigerlich Selbstmordgedanken beschleichen, meistert Udo mit positiver Sichtweise ("Bis zum Winter werden Jahre noch vergeh'n") und Wortwitz ("Die Welt ist eine Google") auch diese Themen mit Bravour.

Jeder Titel ist eine musikalische Perle, Höhepunkt reiht sich an Höhepunkt und mir kommen die Tränen, wenn ich mir vorstelle, in wie vielen Kaufhäusern man dieses Album ganz hinten zwischen zwei "Schlagerfuzzies" finden wird, wo es so verloren und deplatziert wirkt, wie ein Sternekoch in einer Currywurstbude. Wer sich mit Udo und seinem Werk beschäftigt hat, weiß, was ich meine, wer nicht, kann nicht einmal erahnen, was er versäumt hat.

Als Anspieltipps neben dem Titelsong "Der ganz normale Wahnsinn" das witzige "Du bist durchschaut", das rockende "Alles ist so easy", das lyrische "Oktoberwind" sowie das in bester Rat-Pack-Manier swingende "Schenk mir einen Traum".

Volle Punktzahl für ein Meisterwerk eines großartigen Künstlers, vielleicht sogar des größten Komponisten unserer Zeit. Schade nur, dass man das Booklet ein wenig lieblos gestaltet hat und auch die sonst üblichen persönlichen Gedanken von Udo fehlen. Sie mussten wohl den Tour-Terminen 2012 weichen. Aber das ist Gejammer auf hohem Niveau...
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am 1. April 2011
Bei aller Verehrung für diesen Ausnahmekünstler habe ich mich bisher nie dazu durchringen können, mal eine Rezension zu einem seiner aktuellen Studio-Alben zu schreiben. Was die Kompositionen und Texte anbetrifft, waren sie alle brillant, doch gefiel mir seit Ende der 80er nicht, dass immer mehr echte Instrumente durch Synthesizer und Sampler ersetzt wurden, was seine Alben auf das Niveau irgendwelcher belangloser Schlager-Produktionen herabgezogen hat. Wie ein Vollblutmusiker wie Udo Jürgens das zulassen konnte, habe ich nie verstanden. Das Budget dürfte bei einer solchen Hausnummer doch nicht das Problem sein! Daher habe ich immer auf die Tournee und das folgende Live-Album gewartet, um die Songs endlich mit echten Musikern zu hören.

Beim letzten Album "Einfach ich" deutete sich eine Kehrtwende an, jedoch noch ein wenig halbherzig. Nun ist aber der Knoten endlich geplatzt: Herr Jürgens hat sich ein echtes Orchester und Top-Musiker ins Studio geholt (darunter auch Namen, die man von seinen Bühnen-Shows kennt, z.B. Francis Coletta, Billy Kudjoe und Peter Lübke). Auch wenn Produzent Peter Wagner es trotzdem stellenweise schafft, es noch ein wenig synthetisch klingen zu lassen, auch wenn mitunter doch noch ein paar Samples zu hören sind - trotzdem ist es eine Wohltat, sich dieses Album anzuhören. Allein das Orchester ist der Hammer, die Arrangements sind vom feinsten.

Inhaltlich hat Udo Jürgens auf das altbewährte Strickmuster gesetzt (was nicht negativ gemeint ist, da es ein Erfolgsrezept ist): Die übliche Mischung aus kritischen, lyrischen und humoristischen Texten mit Udo-typischen Melodien und Akkordfolgen. Um damit anzufangen: Das Titellied ist für mich der Tiefpunkt, diese Abrechnung mit dem Elend der Welt besteht irgendwie nur aus Allgemeinplätzen und Phrasen, der Beat ist stumpfsinnig, die Melodie einfallslos. Klingt als hätte er sich gezwungen, jetzt auch mal sowas zu schreiben, und damit möglichst niemandem wehzutun, so dass jeder die Textaussage unterschreiben kann, egal aus welcher politischen, gesellschaftlichen oder weltanschaulichen Ecke er kommt. Kritisch ist anders, mutig auch. Selbst wenn ich Udos kritische Lieder der letzten Jahre allgemein nicht mag (in den 60ern und 70ern waren sie besser und vor allem wirklich kritisch und mutig), so waren Songs wie "Café Größenwahn" immerhin wesentlich origineller. Die beiden ironischen Abrechnungen mit dem Zeitgeist ("Du bist durchschaut" und "Alles ist so easy") haben mich positiv überrascht, ich halte sie für gelungen. Dabei hatte ich insbesondere gegen "Du bist durchschaut" echte Vorurteile, dachte mir nach der ganzen Berichterstattung in den Medien "Um Gottes Willen, er wird doch nicht etwa..." Nein, hat er nicht, kann man durchgehen lassen. Weitaus besser als "Völlig vernetzt" vom letzten Album.

Es gibt persönlich-familiäres ("Gute Reise durch das Leben"), Lebenshilfe mit den üblichen Individualisten-Durchhalte-Parolen ("Gegen den Wind"), eine gut recyclete alte Nummer ("Mein erster Weg"), ein bisschen Swing ("Wenn ein Lied so wär wie Du" und "Schenk mir einen Traum") und eine schöne Liebeserklärung an die Liebe ("Liebe lebt"). Als ich den Titel "Lass ein wenig Liebe da" las, befürchtete ich erst eine eingedeutschte Fassung von "Leave A Little Love", wurde jedoch zum Glück enttäuscht. Für mich einer der drei stärksten Songs des Albums. Der zweite Höhepunkt ist "Die Frau die ich nie traf".

Last but not least will ich meinen absoluten Favoriten nennen. Auf jedem Udo-Album gibt es mindestens einen Song, der weit hervorsticht, der einen zutiefst berührt und nicht mehr loslässt. Oft keiner der üblichen Klopper mit Hit-Potential, es sind eher die leisen Töne, die "Lieder, die im Schatten stehen". Da gelingt ihm immer mal wieder der ganz große Wurf, und man darf nur hoffen, dass es diese Nummer auch ins Live-Programm schafft. Ein Lied, in dem Melodie, Arrangement und Text eine Art Ehe eingehen, perfekt zueinander passen, sich meisterhaft ergänzen. Eine Nummer, die für sich alleine in der Wertung schon einen sechsten Stern rechtfertigt hätte, doch leider gibt es nur fünf. Echte Udo-Freaks wissen, dass ich nur einen Song meinen kann: "Oktoberwind". Echt Wahnsinn!
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. März 2011
Wer gedacht hätte, Herr Bockelmann habe keine Ideen mehr und grast mit den letzten Liedern seiner unendlich langen Karriere nur noch bekanntes musikalisches Terrain ab, der irrt! Und zwar gewaltig. Udo gibt sich enorm verspielt, verswingt, verrückt, sogar ("na klar!") ein wenig wahnsinnig. Wer hätte so eine fetzige Rocknummer wie "Alles ist so easy" von einem fast 77-Jährigen erwartet? Er bringt auch wieder diese ganz großen Melodiebögen ("Liebe lebt"), und man glaubt fast, nur er bekommt sie so hin. Er schwelgt förmlich darin, der Ästhet der deutschsprachigen Musikkultur. Auch leichte jazzige Tupfer ("Wenn ein Lied so wär wie Du") tragen zum großen Farbenspektrum dieses warmherzigen Albums bei. Natürlich darf Satirisches nicht fehlen - "Du bist durchschaut" ist einfach klasse umgesetzt, das bereits erwähnte "Alles ist so easy" setzt noch einen drauf. Immer am Puls der Zeit, frech, sein Publikum zum Nachdenken auffordend ... und dennoch extrem elegant! Das ist Udo Jürgens 2011! Melancholisch wird es immer mal wieder, die Emotionen gehen dann fast mit ihm durch. Die wunderschönen Balladen (vor allem "Dafür brauch ich Dich", "Lass ein wenig Liebe da" und, mein Favorit "Oktoberwind" - ein Traum von einem Orchester-Arrangement!) machen das Album erst zu dem, was es ist: Eine Verbeugung vor dem Geist & der Kraft der Musik und ein Zeugnis eines wahnsinnig (!) talentierten Mannes, sie so lange wie möglich zu bewahren.
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am 24. März 2011
Dieser Mann ist nicht von der Bühne zu kriegen und auch im Aufnahmestudio war er nun wieder für ein neues Album aktiv. "Der ganz normale Wahnsinn" sind 14 tolle Pop/Schlager, bei denen es nicht nur auf die Melodien ankommt, sondern bei denen man auch auf die Texte hören sollte. Da wird von der Liebe gesungen, aber auch ein Blick auf unsere Gesellschaft darf bei Udo Jürgens nicht fehlen und deshalb mag ich besonders die Lieder "Der ganz normale Wahnsinn", "Du bist durchschaubar" und "Alles ist so easy". Aber auch alle übrigen Titel sind absolut hörenswert und ich glaube, dass diese neue Produktion eine der erfolgreichsten für diesen Wahnsinnskünstler werden wird, die Downloadcharts sprechen eindeutig dafür. Besonders bemerkenswert an U. J. ist, dass er mit seiner Musik ein breites Publikum erreicht: alle Alters- und Gesellschaftsklassen mögen diesen Mann und gehen zu seinen Konzerten und werden dieses neue Album begeistert aufnehmen. Die alten Fans werden es lieben, aber auch viele neue werden sich mit dieser Produktion gewinnen lassen. Hoffen wir auf noch viele weitere Projekte dieses Altmeisters des Entertainments.
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am 4. September 2013
Ganz einfach super: Bester TITEL - Alles ist so easy !!!! Besser war Udo Jürgens noch nie !!! Weiter so !!!
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am 18. März 2011
Er schaut schon recht nachdenklich drein, auf den Bildern des Booklets. Aber seine Musik wirkt nicht melancholisch oder spröde. So wirkte sie ja noch nie. Und trotzdem ist irgendetwas neu. Waren Udos Texte (die meisten - wie so oft - verfasst von Wolfgang Hofer) schon immer wie kleine Filme, die menschiche Episoden beleuchteten, bewirkt die Zusammenarbeit mit dem "Film Orchester Babelsberg" nun eine Cineasierung der Lieder. "Immer zuwenig und zuviel", bemängelte Udo Jürgens einst in seinem Song "Fehlbilanz". "Zur richtigen Zeit am richtigen Ort" könnte man die Toncollagen auf "Der ganz normale Wahnsinn" bezeichnen. Und so fängt mit 77 Jahren (so alt wird er im Herbst) das Leben ein bisschen neu an. Mein Lieblingssong ist "Wenn ein Lied so wär` wie du" - könnte jeder Mann (s)einer Frau auf solche Art Komplimente und Liebeserklärungen verfassen, würden nicht 33 Prozent, sondern kaum noch Ehen geschieden. Wer - wie ich in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geboren wurde, für den hat Udo Jürgens einen 900 Kompositionen und unzählige Platten umfassenden Soundtrack zum Leben aufgenommen. Erstaunlich (und schön), dass er mit "Der ganz normale Wahnsinn" noch einmal eine neue Dimension aufstößt. Man darf äußerst gespannt sein, wie sich diese Kompostionen live darstellen, 2012 geht Udo Jürgens mit Pepe Lienhard auf Tournee...
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