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TOP 500 REZENSENTam 11. Februar 2011
... in der Öffentlichkeit mittlerweile nicht wie schnöde Materialsammlungen, sondern eher wie Ereignisse wahrgenommen werden, ist ein Privileg, was sich Polly Jean Harvey über die Jahre hart erarbeitet hat. Etwa mit ihren beiden Frühwerken "Dry" und "Rid Of Me", auf denen ihre Stimme klang, als würde ihr bei lebendigem Leib die Haut abgezogen - die Gitarren dazu dürften auch nicht aus dem normalen Fachhandel, sondern eher von einem übel beleumundeten Zwischenhändler für häuslichen Folterbedarf stammen. Oder aber das bleischwere, luzide "To Bring You My Love", wo sie als grell geschminkter Vamp die weibliche Entsprechung zu Nick Cave gab. Grandiose Alben allesamt - PJ Harvey wurde mit diesen und den folgenden Werken zweifellos zu einer Art Rolemodel, ohne sie wären Leslie Feist, Karen O., Anna Calvi oder auch Joan As A Police Woman so gar nicht denkbar gewesen.

Nun also "Let England Shake", vier Jahre nach dem letzten regulärem Soloalbum "White Chalk" und natürlich sehnlichst erwartet. Und wenn PJ Harvey als Inspiration für eine ganze Generation von Songwriterinnen steht, so kommt sie selbst auf dieser Platte ihrem eigenen Vorbild Patti Smith so nahe wie kaum zuvor. Und das betrifft sowohl die überwiegend klassische Instrumentierung als auch die inhaltliche Ausrichtung. Wenn der Begriff `Konzeptalbum' auch etwas in die Irre führen mag, so ist es doch eine monothematische, politische Arbeit geworden. Jeder der zwölf Songs ein Statement zu Krieg, Krise, England als Nation und Amerika als zweifelhaftem Vorbild, ohne Unterbrechung ist die Rede von Tod, Blut, Leiden, Verdorbenheit und Vergeblichkeit.

Dem seltsam zarten, tänzelnden Titelstück, für einen Weckruf noch recht verhalten geraten, folgt mit "The Last Living Rose" eine vergiftete Liebeserklärung an ihr Heimatland (Goddamn' Europeans! Take me back to England ... let me walk through the stinking alleys, to the music of drunken beatings ...), nahtlos fortgesetzt in "The Glorious Land" - Gitarren marschieren hier zu altertümlichen Feldtrompetenklängen und bissiger Botschaft (What is the glorious fruit of our land? Its fruit is deformed children.) Und weiter geht's über Leichenberge (The Words That Maketh Murder) und Schlachtfelder (All And Everyone), verwunschen, beinahe elfenhaft (On Battleship Hill), trostlos und traurig wie in einem Kusturica-Film (England, you leave a taste, a bitter one ... ,England`) und mit einfachsten Worten (an)klagend: "So our young men hit with guns in the dirt and in the dark places" (In The Dark Places).

Man hatte fast vergessen, dass PJ Harvey auch härter kann - mit "Bitter Branches" gelingt ihr ein zweieinhalbminütiger Verweis auf frühere Glanztaten wie "50ft. Queenie" und "Man-Size". Bei dieser Ausnahme soll es allerdings bleiben, der Rest des Albums ist bei allem textlichen Anspruch musikalisch gemäßigt, auch der verhaltene Reggae der Vorauskopplung "Written On The Forehead" fügt sich dem inhaltlichen Fokus. John Parish, langjähriger Kampfgefährte und auch auf "Let England Shake" fast in jedem Song als Duettpartner dabei, darf dann den Abgesang "The Colour Of Earth" einleiten, ein bittersüßer Reigen mit Bezug zu asiatischer Geschichte.

Über die Distanz vielleicht nicht ganz so leicht verdaulich, in jedem Falle aber genau das: Ein Ereignis. Und das erste wirkliche Schwergewicht in diesem Jahr.
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am 20. Februar 2011
Bewundernswerter noch als ihre Studioalben find ich bei PJ Harvey die Konzerte. Ich konnte sie erstmals 2000 live erleben, als sie das Jahrhundertalbum "Stories from the city, stories from the sea" vorstellte. Erstaunlich, welche Bühnenpräsenz diese zierliche Person hat. Danach allerdings verlor ich sie für eine Weile aus den Augen. Weder mit "Uh-huh Her", noch mit "White Chalk" konnte ich allzu viel anfangen. Die Ankündigung des Konzeptalbums "Let England Shake" allerdings hat mich aufhorchen lassen. Historischer Stoff auf einem PJ Harvey Album, und das über die gesamte Länge des Albums?

Mit Konzeptalben ist das so eine Sache. PJ Harvey umgeht manch Dilemma dadurch, dass sie weniger eine Geschichte erzählt oder gar eine Botschaft formuliert. Vielmehr schildert sie Situationen des Kriegs, verschiedener Kriege, der Weltkriegen sowie jüngerer Kriege, in denen die britische Armee verwickelt war und ist. Nicht nur textlich ist "Let England Shake" anders als die Vorgänger, auch musikalisch wird ausdrucksvoller schrammeliger Gitarrenrock durch leisere Töne und einprägsame Melodien ersetzt. Das Album ist sehr melodielastig, begleitet durch Bläser, Pauken, Marimbafon, Chöre, Fanfaren. Bereits die erste Single-Auskoppelung "The Words That Maketh Murder" erinnert nur noch wenig an die Zeiten von "Rid of Me". Dass das Album ein konsequenter Bruch wäre, ist wiederum übertrieben. "The Last Living Rose" etwa ist durch und durch als PJ Harvey Nummer erkennbar.

Ist es ein gutes Album? Nun, es wird mit jedem Hören besser. Schon der Einstieg "Let England Shake" hat etwas hypnothisches, etwas unwiderstehliches. Ihre Stimme ist anders. Während sie früher fluchte und schrie, oft gegen die Gewalt der eigenen Gitarre ankämpfen musste, trägt ihre Stimme auf dem neuen Album sämtliche Melodien. Dabei drängt sie sich selten in den Vordergrund. Überhaupt klingen die neuen Stücke band-hafter als frühere Album, auf denen sie als Solo-Künstlerin klar dominierte, u.a. erkennbar auf "Colour Of The Earth". Dass es um Krieg geht, wird vielfach musikalisch untermalt, zum Beispiel mit den (mit Gitarre und Schlagzeug) simulierten Nachladen von Gewehren, den sich ergebenden Soldaten oder der Fanfare. Hier und da fühle ich mich an Kate Bushs "Army Dreamers" erinnert. Oder, was hier nicht zu erwarten war, an "There Is A Light That Never Goes Out" der Smiths von 1987, dem "In The Dark Places" im Vers schon recht stark ähnelt.

"Let England Shake" ist vielseitig und spannend bis zum letzten Lied. Es ist, was vielleicht auch am Ort der Aufnahmen liegt, einer Kirche in Südenglands Dorset, ein neuer Sound, der zu PJ Harvey passt. Es hat schöne Momente und wird bei all seiner Melancholie nie hoffnungslos oder sarkastisch. Mit sei allerdings die Kritik erlaubt, dass einige Gesangsübungen recht anstrengen, vor allem "England". Auch fehlt mir dann doch manchmal die aggressive PJ Harvey, wie in "Big Exit" oder "Man-size". Mal sehen, wie die Tour wird.

Mein Fazit: das beste PJ Harvey Album seit "Stories from the city, stories from the sea", daher Kaufempfehlung. Anspieltipp: "The Last Living Rose", "Let England Shake", "Written On The Forehead".
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am 22. Januar 2012
Als jemand, der zwar mit dem Frühwerk von PJ Harvey gut vertraut ist, habe ich ihren Output irgendwann um die Jahrtausendwende völlig aus den Augen verloren. In den letzten Monaten konnte man immer wieder Lobeshymnen auf "Let England Shake" lesen, also dachte ich: Vielleicht sollte ich ihr wieder mal eine Chance geben...

Ich habe danach ein paar Mal in dieses Album hineingehört, sei es auf Amazon, auf youtube, oder in Hörstationen bei Plattengeschäften. Und ständig ist mir nach wenigen Minuten der Geduldsfaden gerissen: Diese verhaltene aber trotzdem hohe Fistelstimme, die zurückgenommenen Arrangements und eher daherrumpelnden Lieder, der Mann-Frau-Zwiegesang... damit konnte ich so gar nichts anfangen.

Warum ich mir das Album dann letztlich doch gekauft habe? Gute Frage, es ist wohl einfach "passiert" (vermutlich haben mich die guten Rezensionen doch beeinflusst?).
Jedenfalls habe ich das Album erhalten, einmal durchgehört, und es hat mich völlig kalt gelassen. Dann, beim zweiten Durchgang, erkannte ich einen Großteil der Melodien und Texte wieder, und das Ganze fing an, irgendwie Sinn zu machen!
Inzwischen, nach wenigen Tagen, verfolgen mich der Sound und die Melodien bereits, ohne dass ich mir "Let England Shake" anhöre. PJ Harvey hat gemeinsam mit ihren langjährigen Compagnions (John Parish, Flood) wirklich ganze Arbeit geleistet!

Fazit:
+ Wer bereit ist, sich auf etwas einzulassen, wird reich belohnt werden!
- Wer auf der Suche nach der rohen Gewalt und donnernden Sounds der 90er PJ Harvey ist, sucht hier vergeblich. Hier passiert der "Horror" im Kopf!
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am 24. März 2011
The 1st World War as a theme for a rock album is a daring undertaking, not least because the artist could easily fall into the old musical clichés of angry folk anti-war songs.

Harvey plays well with the folk tradition, but with "Let England Shake" the theme is tackled with outstanding originality and eccentricity comparable to the genius of Kate Bush. The songs are ingeneously melodious and rythmical. Harvey's haunting voice blends well with the march-like pounding ryhthms setting the military context. We are reminded of tramping feet, advancing hardware and pulsating fearful hearts set back to life through the singer's tales which bring to the present events of the past.

The lyrics are well-conceived, simple, ironic and modern. The bugel-call in full battle lends realism to the scene and the deep saxophone backing chords drive Nyman-like drama into the songs.

This is what differs from so much war-themed music. Harvey's album is empathic scene-painting. It's more than story-telling. We relive the experience, emotions and cold death of unfolding events while questions are raised about Nation and belonging and the futility of international organizations. Something new and different. Highly recommended.
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am 13. Februar 2011
Angenehm harmonisch, sphärisch und melodiös kommt PJ Harvey daher. Ob sie nun religiös geworden ist, wer weiß, jedenfalls hat es den Songs gut getan, diese in einer alten Kirche in England aufzunehmen. Der natürlich geschaffene Raum in den Liedern wird durch die Texte beeindruckend untermalt. Mein Vorredner hat hierzu schon alles auf den Punkt gebracht. Da ich ein Vinylomane bin, bin ich dieses Mal positiv überrascht, dass die die Pressung qualitativ hochwertig geworden ist, was man nun wirklich nicht bei den meisten Neuerscheinungen behaupten kann. Musikalisch, textlich absolut überzeugendes Album.
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am 3. April 2011
Nach einigen eher mittelmäßigen Alben ist PJ Harvey mit "Let England Shake" wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Es ist definitiv das beste, innovativste und kreativste Album seit "To Bring You My Love". In letzter Zeit hatte man ja eher das Gefühl, dass es ihr ein bisschen an originellen Ideen gefehlt hat. Hier und da gab es mal ein sehr schönes Stück, aber vieles klang auch so, als würde sie sich selbst kopieren.

Mit dem neuen Album hat Harvey nicht nur musikalisch, sondern auch thematisch Mut zur Veränderung bewiesen. Die melodisch-melancholischen Stücke werden von düsteren Texten über Krieg und Tod begleitet. Eine Auseinandersetzung mit der konfliktreichen Geschichte Englands. Allerdings bleibt Harvey textlich ihrer Linie der fast schon schmerzhaft persönlichen Verarbeitung der Wirklichkeit treu. Es geht ihr nicht um plattes Politisieren, sondern um einen mal ironischen, mal düsteren Kommentar auf englische Kriegstreibermentalität.

Musikalisch ist das Album wie aus einem Guss und enthält, ohne zu übertreiben, nicht ein einziges schlechtes Stück. Die Songs sind melodisch sehr ausgefeilt und nehmen starke Anleihen an englische Folkmusik, sodass Message und musikalische Umsetzung sich absolut genial ergänzen. Und das wahre Kunststück dabei? Das Ganze klingt in keinster Weise kitschig oder abgeschmackt.

Dieses Album packt einen und lässt einen nicht mehr los. Es ist ein Beweis für Harveys Fähigkeit, sich immer wieder selbst neu zu erfinden. Ein echtes Meisterwerk!
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am 22. April 2011
Das Album hat mich wirklich umgehauen. Ich bin mit den älteren Alben von PJ Harvey nicht gut vertraut, deshalb kein Vergleich möglich.. aber die Songs auf Let England Shake haben eine Intensität, die man nur selten hört. Die Frau vereint eine umwerfende Stimme, Musikalität und tolles Songwriting.
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am 5. Januar 2012
Dies ist meine erste Rezension für ein MP3-Album/Musik-Album, obwohl ich mir schon so einige heruntergeladen habe.

Das hat seinen guten Grund: dieses Album ist genial. Ich bin keineswegs die Frau großer und poetischer Worte für Musikstücke, aber dieses Album hat eine Stimmung, der ich mich einfach nicht entziehen kann. Geniale Mischung zwischen charakterstarkem Gesang und Tönen/Melodien, die einfach wie gemacht sind für diese Stimme. Alles harmoniert. Allzu oft denke ich mir: "Toll, lauter drehen!", weil Instrumentalistik und Stimme so genial harmonieren. Und weil die Töne überhaupt so genial sind, ich kann es nicht besser ausdrücken. So anders und so viel stimmungsvoller als das, was man im "Mainstream" hört. Ja, für mich transportiert diese Musiksammlung Emotionen, vorwiegend anfeuernder, positiver Art.

Ich musste beim Kauf auch gar nicht lange überlegen. Song 1 angehört und sofort fiel meine Entscheidung. Vllt. weil ich die ersten Alben von PJ bereits besitze (mit einer großen Lücke zwischendurch).

Für mich genial. Läuft (noch) in Dauerrepeat. Kein Lied fällt deutlich ab.

Einziges Manko: die doch recht kurze Spieldauer.
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am 24. Februar 2011
Ein Album vollgepackt mit politischen Äußerungen.
Ein Album vollgepackt mit Weltmachtfantasien.

Das nunmehr achte Studioalbum "Let England shake" ist das neuste Werk von PJ Harvey.
Gab sich Polly Jean im vorherigen Album "White Chalk" noch leise und mit Instrumenten sperrlich abgemischt,
so strotz " Let England shake" mit hallenden Gitarren , tickernden Percussions und einer PJ Harvey in schwebender Tonlage zwischen Bauch- und Kopfstimme.
So geht sie konsequent ihren Weg .
Und der ist zielstregbig geradeaus.
Jeder Song erzählt seine eignene Geschichte von Ehre , politischen Anklagen und betrunkenen Schlägern.
Sie verweilt auf der inneren Schizophrenie.

Ihre "alten Bekannten" John Parish und Mick Harvey sind auf diesem Album
wieder mit von der Partie.
Und das ist gut so.
Beider Stimmen ergänzen sich nahezu die der von Pj Harvey.
Und beide stimmen geben diesem Album den fehlenden Rest von trostreicher Liturgie.
So wurde das Album komplett in ihrer Heimatstadt Dorset in einer kleinen Kirche aufgenommen.
Welches der Stimmung des Albums den wohl so entscheidenen kantig, geformt, schön und doch zugleich mystischen Klang.

Mit "Let England shake" hat PJ Harvey die blutige Schlacht schon längst gewonnen...
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am 25. Mai 2011
es ist mir schon lange nichts mehr so unter die Haut gegangen, wie die Stücke dieses Albums! Viele Titel sind wie Kinderträume ,die einem durch die Seele ziehen. Man spürt kindliche Naivität, Freiheit und Weite. Frau Harvey, Meisterwerk!!!
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