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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke Aufführung mit schwachem Ende, 5. September 2011
Von 
Wolfgang Stroebl (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: R. Strauss - Elektra (DVD)
Eine ungeheuer eindrucksvolle Aufführung von Strauss' "Elektra", mitgeschnitten bei den Salzburger Festspielen 2010.

Ich gebe den kritischen Stimmen Recht: Iréne Theorin mag in der Titelrolle nicht optimal artikulieren und manch schrillen hohen Ton produzieren, im Ganzen bietet sie jedoch eine nachdrückliche Leistung mit schönen Gesangslinien und intensivem Spiel. "Elektra" ist wie kein anderes Werk von Richard Strauss dem Expressionismus nahe, und in diesem Rahmen erfüllt Frau Theorin ihre Aufgabe ausgezeichnet. Eva-Maria Westbroek und René Pape zeichnen optimale Rollenporträts. Über allen jedoch strahlt die Klytämnestra von Waltraud Meier: ein - man kann es nicht anders sagen - Wunder in psychologisch ausgefeilter Darstellung, Artikulation und Gesang, eine überragende Bühnengestalt.
Daniele Gatti sorgt mit den Wiener Philharmonikern für authentischen philharmonischen Strauss-Sound, der auch in kantiger Schärfe immer wohlklingend bleibt.

In einem passend düsteren Hinterhof (der Bühnenbildner Raimund Bauer bringt expressionistische Vorbilder mühelos ins 21. Jahrhundert) entfaltet sich die kluge und spannende Personenregie von Nikolaus Lehnhoff. Bis - ja, bis der Effekt gegen Ende fast nochmal verspielt wird. Denn da hebt sich plötzlich die Rückwand und gibt den Blick frei auf einen Raum mit weißen, blutbespritzten Kacheln, in dem Klytämnestras Leiche an einem Haken von der Decke baumelt. Das ist nur mehr unfreiwillig komisch und sieht aus wie "Das Schweigen der Lämmer in Mykene". Strauss und Hofmannsthal haben genau gewusst, warum sie den Mord und die Toten hinter der Bühne belassen, alles Grauen wird durch die Musik und die Todesschreie transportiert. Völlig unsinnig, da noch eins drauf zu setzen. Fast schon klar, dass dann auch noch Elektras tödliche Tanzekstase (auch die musikalisch unüberhörbar in ihren stampfenden Rhythmen) ganz uninszeniert bleibt. Schade.

Dennoch: trotz des inszenatorisch verunglückten Finales eine starke, eindrückliche Aufführung. Fünf Sterne, ganz klar.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht jedermanns Geschmack, 9. November 2012
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Rezension bezieht sich auf: R. Strauss - Elektra (DVD)
Bühnenbild, Kostüme und Regie sind sicher nicht jedermanns Sache: das Atridendrama in modernem Gewand. Musikalisch bleiben jedoch keine Wünsche offen, Irene Theorin ist eine souveräne Elektra, die die Schwierigkeiten der Partie scheinbar anstrengungslos meistert. Und Waltraud Meiers intensives Spiel als Klytämnestra lohnt die Anschaffung allemal.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinns-Elektra, 18. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: R. Strauss - Elektra (DVD)
Diese Elektra ließ mich atemlos zurück. Von der ersten Sekunde an bis zum Schluss war ich gefangen. Das Bühnenbild, die Inszenierung, die Sänger und - ja - auch das Orchester fand ich grandios.
Frau Theorin als Elektra: Note 1
Frau Westbroek als Chrysothemis: Note 1
Frau Meier als Klytämnestra: Note 1
Herr Pape als Orest: Note 1
Herr Gambill: Na ja (wobei das natürlich auch an der Rolle liegt).

Auch die anderen Sänger/Innen: großartig.

Strauss hat hier ein elektrisierendes Opernstück geschrieben. Unbedingte Kaufempfehlung.

A. Hofbauer
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Elektrisierende" Elektra, 2. April 2011
Von 
Hans-Georg Seidel "opera" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: R. Strauss - Elektra (DVD)
Eine atmosphärisch beklemmende, von der Bühnengestaltung großartige Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff. In düsteren, emotional involvierenden Bildern zeichnet er das exzessive Drama, die personal eruptiv, hysterisch ausagierten Konflikte.
Sängerisch steht ein hervorragendes Ensemble zur Verfügung. Waltraud Meier ist Klytämnestra mit "Leib und Seele", in identifikatorischer Natur. Atemberaubend, abgründig, zerrissen,destruktiv.Die Chrisothemis von Eva-Maria Westbrook ist von involvierender "Singstrahlattacke", dramatisch hervorragend. Die Elektra von Inge Theorin ist in den forcierten Höhen leider häufiger grenzwertig. Vielleicht eine Sache der Tagesform in dieser Rolle, die alles abverlangt.Der Orest wird von Rene Pape mit profundem Bassbariton überzeugend gesungen.
Orchestral glühend, involvierend intoniert, das Dirigat von Daniele Gatti.

Insgesamt schon aufgrund der umwerfenden Lehnhoff-Inszenierung, trotz leichter sängerischer Schwächen, eine Aufführung, die man gesehen haben muß.
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R. Strauss - Elektra
R. Strauss - Elektra von Nikolaus Lehnhoff (DVD - 2011)
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