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5.0 von 5 Sternen Unterschätzes Meisterwerk, 5. Februar 2013
Von 
Polter, Rainer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Anderson/Bruford/Wakeman (Special Edition) (Audio CD)
Generell muß ich sagen, dass ich eine große Schwäche für dieses Album habe.
Heute mag ich ja zumindest die beiden ersten Alben der Trevor-Rabin-Yes sehr,
damals jedoch weniger. Ich habe mir die ABW&H Platte 1989 aus Budapest
mit zurück nach Leipzig gebracht, und werde nie dieses: "Aaaah-Gefühl" schon
beim Hören der ersten Takte von "Themes" vergessen - das waren die ECHTEN
Yes, so muss Yes klingen. Obwohl ich Gitarrist bin, schätze ich Steve Howe's Dominanz
auf den meisten Yes-Platten ebenso wenig wie die von Tony Banks bei Genesis.
Selten hat Howe irgendwo so straight, und der Musik so dienlich gespielt, wie hier
(oder sollte ich sagen: selten ist sein "zuviel" an Licks und Bögen so konsequent
aus dem Mix gelassen wurden; ohne ihn jedoch, - wie bei Union, - bitter Unrecht
zu sein (dort allerdings wurde Rick noch ungerechter ausgemixt). Klasse, und in
Tateinheit mit Rick's übersprudelnden Keyboards, gefallen mir auch Bill's electronic
drums, bzw. bekommt das Album beinah einen futuristischen Anklang. Insofern war
diese Platte für mich eine echte Offenbarung an wunderbaren, Energie-geladenen
keyboard-sounds von Rick Wakeman, welche ich nicht für eine Sekunde mit dem
(vermeintlichen) Plastik-Sound der 80er Jahre assoziiere. Es waren die gleichen
Keyboards, die dann die Produzenten von UNION aus dieser Scheibe editierten, weil
sie nicht zeitgemäß wären - das sollte man dabei bedenken. Ein fantastisches Feuerwerk
bei "Fist Of Fire" - gottseidank setzte der sich von Steve dominierte Mix nicht durch.

"Brother Of Mine" und "Birtright" sind echt großartige Songs. "Brother Of Mine", dass
erschien mir damals wie ein Bekenntnis dieser Yes-Musikanten füreinander - einige
derselben hatten sich tatsächlich schon sehr lange nicht mehr gesehen. Später erfuhr
ich dann, dass Steve Howe es für seinen leiblichen Bruder schrieb (vergleiche den
Titel "Never Stop Learning" und die liner notes auf HOMBREW 1). Bei "Brother Of Mine"
wiederum darf sich Steve etwas mehr ausleben, und Rick spielt über weite STrecken
nur Basics (falls es überhaupt seine keyboards sind - der Titel ist ja teils vorproduziert).
Das "Intro von "Order Of The Universe"ist für mich einer der magischsten Yes-Momente
überhaupt, der Rest des Stückes eher nicht. Wunderbar auch die leisen Stücke der Platte.
"Let's Pretend" ist wohl ein Rest der Sessions von Jon & Vangelsi auf Hydra für deren
letztes gemeinsames Album; gut möglich, dass wir Vangelis - statt Rick - an den keayboards
hören. Das würde dann auch erklären, warum diese so leise abgemischt sind. Hört man sich
die Versionen auf Steve Howe's Hombrew's an, bekommt man einen Eindruck davon, was Jon
meint, wenn er von "Magnifizierung" spricht. Seine Ergänzungen und Erweiterungen sind es,
die aus "normalen", prosaischen Entwürfen etwas Spirituelles, Magisches machen; auch,
wenn es manchmal ein wenig arg close to the edge of kitsch ist. Ach ja: Bei "Vultures In
The City" gewann ich den Eindruck, dass die percussive Grundspur nebst den Akkorden der
Pink Floyd's welcome-to-the-machine nachempfundenen Akustik-Gitarre von "Birtright"
zweitverwertet wurden.

Nachdem nun auch ich das Gonzo-Remaster besitze, habe ich mir selbiges auf
den Rechner geladen, und der Analyse unterworfen. Zunächst habe
ich alle Titel um 12 db abgesenkt, um sie dem Rest meiner Rechner- Musik anzupassen.
Schon beim Anschauen der Waves hat es mich gegruselt: Kompression (Wegschneiden
der lauten Ausschläge, und hochziehen der leisen Pegel) wurde offensichtlich auch hier
verwendet - die Musik klingt nun für mich wie in einen Kasten eingesperrt. Eine klangliche
Verbesserung (oder auch nur ein neues Kolorit) höre ich nicht. Jedoch muß ich bemerken,
dass der originale Mix (bzw. die Klanqualität der LP/CD für mich einfach perfekt ist)).
Die Pegelaussteuerung der Titel untereinander stimmt bei Gonzo auch nicht: Die drei
Live-Titel mußte ich um je 2 db absenken. Die Klang-"Qualität" der doch textlich und musikalisch
von der LP-Version stark abweichenden Single-Fassung von "I'm Alive" - wie können dieses
Single-Version getrost als völlig eigenen Titel betrachten - entspricht exakt der (unterirdischen)
Klang-Qualität der Bonus-ABW&H Live-DVD. Den Song selber mag ich jedoch.
Hier mußte ich den (vom "Darvorsitzer" aus gehörten) linken Kanal um 1 db absenken;
und das gesamte Stück ab dem Einsatz von Steve's E-Gitarre noch einmal um 1 db, da
es ab da gnadenlos hochgezogen wurde. "Rick Wakeman's Intro" um 2 db angehoben.

Da ich schon einmal am Bearbeiten war, habe ich
gleich noch einige ander Dinge korrigiert, die mich störten:

"Fist Of Fire" - vom Beginn bis zum Einsetzen des Gesangs um 1 db abgesenkt (war viel zu laut).
"The Meeting" und "Quartet" komplett um 1 db angehoben, "Let`s Pretend" gar um 2 db angehoben.
Dass "I'm Alive" - auf der Platte ja nur die Schlußsektion von "Quartet" - nicht einzeln anwählbar
ist, hat mich schon immer gestört. So habe ich es ausgeschnitten, und dies geändert. Genauso
verfuhr ich mit dem "Hidden Track" - dabei handelt es sich "Distant Thunder", welches dann
als "Children Of The Light" in einer späteren Version auf KEY TO ASENCION bzw. KEYSSTUDIO
veröffentlicht wurde. Ich schnitt es also am Ende der Live-Version von "Order Of The Universe" ab
und machte es eigenständig. "Vultures In The City" habe ich - besonders bei den Strophen - partiell
ebenfalls um 1 db angehoben, da der Gesang von Jon doch arg leise abgemischt ist - sehr schlecht
produziert. Bei "Distant Thunder" schiebt sich ein Staubkorn zwischen Tonband und Tonkopf, sodass
der Song (wir Kassetten-Recorder-Kinder haben das noch schmerzlich im Ohr) von 2:00 bis 2:05 dumpf
klingt; ich habe das etwas gemildert, indem ich die betreffende Sektion geortet, markiert, und um 1 db
angehoben habe. Das Original-Band liegt heute wohl unter Vulkanasche begraben, denn gehört müsste
es jeder halbwegs drittklassige Tontechniker bei Gonzo doch auch haben?
Schließlich habe ich der Ausgabe den unterschlagenen Teil angehängt - den alternate mix von
"Fist Of Fire"; zu finden auf der IN A WORD-Box, CD 4. Jener Mix wird von Steve's Gitarren dominiert,
dafür fehlen Teile von Ricks Keyboards. Weiterhin lautete meine Konklusio, dass ich alle produzierten
Titel der Sessions auf einer CD versammeln wollte; die edits und Live-Fassungen dann auf der anderen,
denn nur so macht es für mich Sinn: Das ganze sieht dann also so aus:

CD 1:

01. Themes
02. Fist Of Fire
03. Brother Of Mine
04. Birtright
05. The Meeting
06. Quartet
07. I'm Alive
08. Teakbois
09. Order Of The Universe
10. Let's Pretend
11. Vultures In The City
12. Distant Thunder
13. I'm Alive (Single Version)

CD 2:

01. Fist Of Fire (Alternate Mix)
02. Brother Of Mine (Edit)
03. Brother Of Mine (Radio Edit)
04. Order Of The Universe (Edit)
05. Order Of The Universe (Long Edit)
06. Brother Of Mine (Live)
07. And You And I (Live)
08. Order Of The Universe (Live)
09. Rick Wakeman's Intro (speech)

Die Sterne gibt es für die großartige Musik, nicht für die lieblose Edition.
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