Kundenrezensionen


163 Rezensionen
5 Sterne:
 (95)
4 Sterne:
 (26)
3 Sterne:
 (19)
2 Sterne:
 (10)
1 Sterne:
 (13)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


68 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen On "The Road" to Nowhere
Bei "The Road" handelt es sich um die Verfilmung einer Erzählung Cormac McCarthys, für die er 2007 den Pulitzer-Preis erhielt. McCarthy schrieb unter anderem das Buch "No Country for Old Men", welches von den Coen-Brüdern verfilmt und mit 4 Oscars ausgezeichnet wurde. Wer die lakonischen Charaktere und die triste Grundstimmung dieses Films gut fand, wird...
Veröffentlicht am 27. September 2011 von Alexander Beesk

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mir zu düster
Ich bin ein echter Viggo Mortensen Fan, aber dieser Film war mir eindeutig zu düster. Seine schauspielerische Leistung ist wie immer hervorragend, aber sich das Ende der Welt so auszumalen, drückt dann doch etwas auf die Stimmung. Auch die brutalen Szenen zwischendurch waren nicht mein Fall.
Vor 1 Monat von Häschen107 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 217 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

68 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen On "The Road" to Nowhere, 27. September 2011
Rezension bezieht sich auf: The Road [Blu-ray] (Blu-ray)
Bei "The Road" handelt es sich um die Verfilmung einer Erzählung Cormac McCarthys, für die er 2007 den Pulitzer-Preis erhielt. McCarthy schrieb unter anderem das Buch "No Country for Old Men", welches von den Coen-Brüdern verfilmt und mit 4 Oscars ausgezeichnet wurde. Wer die lakonischen Charaktere und die triste Grundstimmung dieses Films gut fand, wird mit "The Road" nicht unglücklich werden.

Technik:

Bild und Ton sind sehr gut und fangen die apokalyptische Welt in ihren grauen Details sehr gut ein. Die Extras der Scheibe sind gut, aber nicht sonderlich umfangreich. Der Audiokommentar des Regisseurs ist hingegen hörenswert und man merkt, dass sich John Hillcoat sehr lange mit dem Thema beschäftigte, bevor er sich an die Umsetzung des Stoffes machte.

Zum Film:

Eine Pistole mit zwei Patronen, mehr ist Vater und Sohn nicht geblieben, um sich in einer verbrannten, sterbenden Welt in der jede Farbe vom Grau der Asche wie ausgelöscht scheint, zu verteidigen. Menschen gibt es kaum noch, wenn ja, sind sie auf der Suche nach Nahrung und Wasser und schrecken nicht einmal vor Menschenfresserei zurück. Der Vater wird getrieben von der Liebe zu seinem Sohn, wird getrieben von dieser Aufgabe, irgend etwas Positives in dieser postapokalyptischen Welt am Leben zu erhalten. Das Buch legt die Vermutung nahe, dass ein Asteroideneinschlag die Erde verdunkelte und alles Leben entweder ausgelöscht und vergangen ist, während die Reste sterbend zurück blieben. So legen sie durch Ruinen, Asche, Schnee und Eis, Kilometer um Kilometer Richtung Meer und Süden zurück - auf der Straße nach Nirgendwo.

Auf ihrer Odyssee begegnen sie mehr Unheil, als der Vater dem Sohn zumuten kann. Eine Aufgabe haben oder aufgeben und untergehen, von mehr erzählt der Film nicht. Selten war der Begriff "eintönig" ein so großes Kompliment für einen Film. Regisseur Hillcoat hält sich dabei fast zu einhundert Prozent an die Grundstimmung und Dialoge des Buches.
Er fängt die düstere, verzweifelte Grundstimmung perfekt ein und übertrifft es an einer Stelle sogar leicht. (Er erklärt, warum sie den Bunker verlassen.) Wie Mortensen (Vater) und Kodi Smit-McPhee (Sohn) die Eintönigkeit in einem sinnlosen Überlebenskampf einfangen, ist einfach grandios. Jede Emotion ist überdeutlich aus den Gesichtern zu lesen, ohne dabei übertrieben zu wirken. Mortensen beweist nach "Eastern Promises"/"Tödliche Versprechen" (Cronenberg, 2007) einmal mehr, wie er quasi im Alleingang einen ganzen Film tragen kann und neben dem sehr guten Kinderdarsteller nicht untergeht, was leicht hätte passieren können. Die Nebenrollen sind ebenfalls hochklassig besetzt: Duvall, Theron und Kilmer bleiben während ihrer Kurzauftritte in sehr guter Erinnerung.

Die meisten Endzeit-Filme entlassen den Zuschauer mit dem angenehm wohligen Gefühl, nach einer Katastrophe könnte es weiter gehen. "Mad Max", "Book of Eli" oder das grottige "2012" sind Beispiele, bei denen vorher oder mittendrin Milliarden Menschen sterben, aber Eines ist gewiss: die Überlebenden werden es richten!
"The Road" hingegen versagt uns dieses erlösende Element. Die Bilder sagen nur eins: Die Menschheit ist am Ende und eigentlich ist der Überlebenskampf aussichts- aber eben nicht bedeutungslos! Denn solange es nur einen guten Menschen gibt, war unsere Existenz nicht umsonst.

Ein Film, über den man lange nachdenken kann und der in seiner erzählerischen Gewalt nachwirkt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


177 von 195 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Sind wir noch die Guten?", 18. Dezember 2010
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Road (Pappschuber) (DVD)
... fragt der Sohn mehr als einmal den Vater, der nicht nur dessen einzige Bezugsperson ist, sondern das gesamte Weltbild einschließlich der Unterscheidung von Gut und Böse repräsentiert. Der Junge ist vielleicht zehn oder elf Jahre alt und steht für die Zeit nach der Katastrophe, denn er ist erst nach einem nicht näher definierten Ereignis geboren, welches die Zivilisation auslöschte, die Natur zerstörte und die Tiere sterben ließ. Wenige Überlebende ziehen durch das Land auf der Suche nach Nahrung und sonstigen brauchbaren Überbleibseln aus der "Zeit davor". Da nichts mehr wächst und tierische Nahrung ebenfalls fehlt, sind einige Menschen zu Kannibalen geworden. Der Vater, der mit seinem Sohn die Straße immer weiter entlang zieht, um ans Meer zu gelangen, denn "dort soll es besser sein", versichert, dass sie niemals andere Menschen töten, um diese zu essen. "Wie müssen das Feuer bewahren", sagt er zu seinem Sohn und zieht durch den Respekt vor dem menschlichen Leben die Grenze zwischen Gut und Böse.
Der australische Regisseur John Hillcoat (The Proposition - Tödliches Angebot) hat sich in seinem ersten amerikanischen Film auf die Herausforderung eingelassen, den 2007 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman von Cormac McCarthy (Die Straße) dem Buch getreu, ebenso unsentimental und ohne Abschweifungen zu erzählen. Optisch hat er die zerstörte Welt auf monochrome Landschaften reduziert, deren Ödnis hier und da durch den Kontrast farbkräftiger Erinnerungsbilder (der Zeit vor der Katastrophe, als die Ehefrau und Mutter noch lebte) noch verstärkt wird. Gedreht wurde in der durch den Vulkan Mount St. Helen zerstörten Natur, so dass es sich nicht um eine rein computergenerierte Welt handelt.
"The Road" interessiert sich nicht für die Gründe oder Zusammenhänge der umfassenden Katastrophe und er will auch keine postapokalytischen Schlachten á la "Mad Max" oder wie zuletzt in "The Book of Eli" entwerfen. Vielmehr wird erschreckend konsequent und daher für den aufgeschlossenen Betrachter umso eindrucksvoller die Frage behandelt, was aus dem Menschen wird, wenn die (Schutz-)Schichten der Zivilisation Stück für Stück von ihm abfallen und nur noch der nackte Überlebenswille in einer feindlichen Umwelt zurückbleibt. Den Vater hält die Sorge um seinen Sohn am Leben und es ist zugleich die Sorge um eine Menschheit, für die es auch nach dem Ende noch eine Zukunft gibt, weil es noch "das Gute" und "die Guten" gibt.
"The Road" hat ebenso beklemmende, angsteinflößende Bilder der Bedrohung (gefangen im Haus von Kannibalen), wie von einem tiefen Humanismus geprägte Eindrücke von Zuneigung und menschlicher Nähe (die Begegnung mit einem alten Mann oder der Unterschlupf in einem Vorratskeller) zu bieten. Ein insgesamt eher ruhig erzählter, aber zugleich sehr verstörender Einblick in die menschliche Existenz. Sehr sehenwertes, anspruchsvolles Kino!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen besser geht es nicht!, 10. Juli 2010
Von 
T. Prochaska (wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Road [Blu-ray] [UK Import] (Blu-ray)
alles um cormac mccarthy's roman "Die Straße" ist imgrunde allerhöchste spitzenklasse: da ist einmal der 253 seitige roman selbst. der erhielt 2007 trotz seines geringen umfangs den pulitzerpreis - die höchste auszeichnung, die ein roman erreichen kann. und er hat es verdient. zuerst einmal (so dachte ich beim lesebeginn) eine furchtbare horrorvision: die welt grau, kalt, entvölkert bis auf wenige menschen, die sonne schafft es nicht mehr durch die dunklen wolken, einsamkeit, hunger und ein vater mit seinem sohn, die am leben hängen und alleine mit einem einkaufswagen die endlose strasse entlang ziehen, um den ozean zu erreichen - voller angst vor kannibalistischen wegelagerern und dem, was hinter der nexten kurve warten mag...
erst später wurde mir deutlich, dass es mccarthy um etwas ganz anderes ging: um die uneingeschränkte liebe zu seinen nachkommen und den kleinen leuchtenden funken der hoffnung in einer untergehenden welt.
der roman ist eindringlich und in seiner wortwahl knapp bis schroff, auch erschreckend, dann aber wieder einfühlsam und liebevoll geschrieben - und er ist von der ersten bis zur letzten seite hochgradig spannend. es sind nur 253 seiten, leute - bitte lest dieses buch.

und dann erschien die hörbuchfassung - gelesen von christian brückner, zu recht ein superstar unter den hörbuch/hörspiel akteuren und synchronisierstimmen. so kennen die menschen brückner beispielsweise als deutsche stimme von robert deniro.
brückner liest "die strasse" mit eben genau dieser einfühlsamkeit, eindringlichkeit, und ruhe, die die geschichte ausmacht - und seine stimme ist wie dafür geschaffen. das hörbuch gibt es als ungekürzte fassung mit 6 cd's - über siebeneinhalb stunden - grandios! (gibts auch hier bei amazon).

und nun zum film:
um es kurz zu machen - bildgewaltig, emotional, verstörend, niemals langweilig, thrilling - und wunderschön! wie das buch selbst. viggo mortensen als der vater, kodi smit-mcphee als der junge - beide perfekt. und dann in einer nebenrolle charlize theron als verstorbene ehefrau des mannes, die in dessen erinnerungen immer wieder auftaucht, weil er sie nach wie vor liebt und ein versprechen einlösen muss. und dann robert duvall, ebenfalls in einer nebenrolle und kaum zu erkennen, der charakterdarsteller. ein einsamer alter etwas verwirrter und geheimnisvoller überlebender, dem die beiden irgendwo auf ihrer quälenden reise begegenen und mit dem sie ein stück der strasse gemeinsam gehen.
wer filme liebt, die einen von anfang bis ende fesseln und die einen auch weiterhin nicht loslassen, sollte sich "the road" unbedingt ansehen. dass der film noch nicht ins deutsche synchronisiert wurde, tut ihm keinen abbruch, im gegenteil. er wirkt um so eindringlicher.

mein fazit:
roman, hörbuch, und film - schlicht und einfach meisterwerke!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bleibt im Gedächtnis, 20. Oktober 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Road (DVD)
Eine nicht näher bezeichnete Katastrophe/Krieg (?), die für die Menschen "absehbar" war, aber gegen die "sie nichts tun hätte können", ist eingetreten. Die Welt ist ein Ödland, die Bäume sterben und fallen um, Feuer sind ausgebrochen. Fast alle Tiere haben die Katastrophe nicht überlebt. Es gibt keine Gräser, fruchtbaren Felder mehr, nichts essbares, kein Benzin. Ein Ehepaar erwartet in Rückblenden die Geburt ihres Sohnes. Während der Mann sich auf die Geburt (Viggo Mortensen) trotz der apokalyptischen Verhältnisse freut will die Frau bereits nicht gebären. Während er versucht, den alten Wert "gut" hochzuhalten, wird seine Frau immer depressiver. Einige Jahre lang können sie in ihrem alten Haus bleiben. Doch stellt sich bald heraus, dass man nach Süden ziehen muss, es wird immer kälter. Es hat den Anschein, als drohe eine Eiszeit.

Lebensmittel sind knapp geworden über die Jahre. Sämtliche Vorräte aus Kaufhausruinen oder Privatwohnungen/Häusern sind geplündert. Die Menschen sind derart skrupellos geworden, dass viele vor Kannibalismus nicht zurückschrecken und sich "Vorrat" im Keller halten. Während einige bereits nicht merken und daran Freude haben, stellt sich in kurzen Bemerkungen heraus, dass auch jene mal menschliche Züge hatten.

Nach dem vermeintlichen Tod seiner Frau versucht der Mann mit seinem Sohn die Küste zu erreichen...

Die darstellerischen Leistungen sind enorm. Der Film vermittelt eine dystopische Endzeitstimmung mit trostlosen Bildern, die in Erinnerung bleiben. Dabei bedient man sich der tristesten Umgebungen und Farben, die man finden konnte. Viel Tammtamm sieht man in "The Road" nicht. Wer also Action und große zerstörte Landschaften erwartet wird enttäuscht. Es gibt eine verwüstete Stadt in der Totalen zu sehen, hier und da stehen einige alte verrostete Autowracks. Die Natur hat es am schlimmsten erwischt. Die Bäume können nicht mehr stehen, wo sie stehen, viele sind umgefallen und liegen bereits in endlosen Wüstenlandschaften herum. Hinsichtlich des Kannibalismus und den endzeitlichen Bildern erinnerte mich das Werk an Bonvis "Nach der Bombe".

Für einige wird sich der Film etwas hinziehen. Er ist ein starkes Charakterstück zwischen Vater und Sohn, die am Ende der Menschheit ums Überleben kämpfen und versuchen ihre moralischen Wertvorstellungen nicht zu verlieren und damit das, was sie zum Menschen macht.

Den Roman, auf den "The Road" basiert und der den Pulitzer-Preis gewonnen hat, habe ich nicht gelesen. Der Film soll sich aber eng an die Vorlage halten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Fordsche Filmuniversum im immerwährenden Gesellschaftskampf neu interpretiert, 12. März 2013
Von 
W. Walz "RW" (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. In diesem Fall/Film stirbt der selbsternannte "Hüter der Hoffnung" und gibt so -endlich- den Weg frei für ein würdevolles (Über)Leben des Sohnes, in einer schier aussichtslosen Welt.

Der Film, in seinem gezeigten Drama, lässt die Vorläufer, wie z.B. "Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen [Blu-ray]" oder die actionbetonte Mad-Max-Reihe, bis hin zum neusten Zatoichi-Verschlag "The Book of Eli [Blu-ray]", in seiner Adaption von Aussage und Trostlosigkeit weit hinter sich.

Das der actionmagere Endzeitfilm nicht jedermanns Sache ist, da hier kein Hollywoodheld der Hilflosigkeit trotzt (wie etwa in "I Am Legend - Premium Collection [Blu-ray]"), dabei einzig die letzte/einzige Hoffnung nur durch den Tod des Vaters zustande kommt, ist harte Filmkost und verstört den gängigen Hollywood-Zuschauer durch seine ernüchternden Storyfaden.
So wird von vielen Negativ-Hobbykritikern die Parabel zum HEUTE kaum oder gar nicht beachtet; schlichtweg einfach nicht erkannt.

Im Grunde genommen zeigt uns Regisseur John Hillcoat (den Roman kenne ich nicht) den Zerfall unseres (westlichen) Wertesystems, unserer Kultur, die auf den Füßen der Familie/Gemeinschaft fußt. Das alles wird hier im Gewand eines Endzeitfilmes (Katasprohe wohl ausgelöst durch einen Meteoritenabsturz) abgehandelt, ist aber auf die -zukünftige- Gegenwart gemünzt.

Finanz-, Weltwirtschafts- oder Menschheitskrise vermittelt uns der Film als Naturkatastprohe.
Der einhergehende Bruch der Eltern, indem im Film die Mutter die Hoffnung durch die Ausweglosigkeit verliert und einfach zur Tür hinaus geht, könnte einem traurigen Scheidungsdrama gleichkommen. Der so allein gelassenen Partner steht vor immensen Problemen, was einem einhergehenden Arbeitsplatz-, und Wohnungsverlust gleichkommt. Der Vater muss dem Kind als einzige Bezugsperson gelten (Familienstrukturen sind durch Wegfall von Großeltern, Freunde, Arbeitskollegen usw. aufgelöscht). Die gezeigt Flucht bzw. die Wanderung zum Meer (= Wunsch nach Glück/Freiheit) ist die gesellschaftliche Abkapselung und daraus resultierende Vereinsamung unserer Gesellschaft.

Der Vater, mit der Absicht aus seiner "sozialen Armut" alles richtig zu machen, hämmert seinem Kind so seine -im Ansatz zwar- gut gemeinten (moralischen) Wertevorstellungen ein. Projiziert er aber nur all seine Ängste, verpackt in einer süßlich verklärten, einer erdrückende Liebe, auf das Kind. Gibt ihm letztendlich zu verstehen, dass er seine Kraft zum Leben nur aus der Existent seines Kindes schöpft. Eine Bürde, die ein junger Mensch nicht im Stande ist zu tragen, denn kein Kind hört es gern, wenn man sagt: "Ich mache das nur für DICH!".
Er selbst hingegen, hat sich längst aufgegeben (Lethargie); ein Halt gebender "Glaube" an sich ist ihm durch sein enttäuschtes Leben abhanden gekommen; oder war wohl nie vorhanden (glänzend dargestellt in der Szene des Dankgebetes).
Letztlich, da er nur aus seiner Angst und den Verlusten heraus handelt, in etwa mit der bitteren Aussage: "Wenns denn mit dem Leben nicht klappt, dann nimm dir 'nen Strick, Junge!" (im Film halt eben der zu erlernende Gnadenschuss), gibt der Vater fatalerweise diese Einstellung ungefiltert an das Kind weiter und erfüllt als Erziehungsperson so keine Vorbildfunktion. Es ensteht ein "nutzloses" Leben, indem nur der individuelle Lebenskampf als wichtig erscheint.
Dieses Dilemma wird uns zuhauf -und täglich in den einschlägigen Reality-TV-Shows- von den Gestrandeten und Gescheiterten aufgezeigt.

Des Vaters "Weisheiten" und "Gutmenschlichkeit" wird durch die Verhärmung (im Film Angst) so weit getrieben, dass er im Verlaufe der Handlung nicht minder kaltherzig reagiert, als die jagenden "Menschenfresser" (die auf die Gegenwart gemünzt nichts weiteres darstellen, als der Egoismus unserer Gesellschaft; sprich: Ellebogengesellschaft).
Der Junge selbst wirkt also immer mehr als Katalysator für seine Angstbewältigung. Dem Sohn wird so jegliche Chance zur Selbstentfaltung und Selbsterfahrung genommen (Szene mit dem alten Mann und Entkleidungsszene des Mannes am Strand).
Im Umkehrschluss bemerkt er, dass sein Vater sich in einem Teufelskreis bewegt, sich in eine -tödliche- Sackgasse begibt.

Der dann im finalen Todeskampf befindende Vater sieht ein, dass er seinem Sohn nur "Hindernis" ist, für die Hoffnung auf Freiheit und Selbsterfahrung.
Sein (nüchterner) Tod ist ein "Loslassen" und ebnet dem Sohn den Weg (The road; die Straße) in eine Freiheit, die immer das Ungewisse birgt.
Intuitiv ahnt der auf sich gestellte Junge, dass er nur in der Struktur einer Gruppe, einer Familie (hier eine typisch amerik. Familie; Vater mit Waffe, Mutterliebe, Kinder und Hund), sein Leben schultern kann.

Man muss sich letztlich -Menschen- anvertrauen, für sich ein würdevolles (Über)Leben erarbeiten und sich nicht von der Angst diktieren/leiten lassen.
Diese Chance -die Befreiung und das wirkliche Erkennen von Hoffnung- wird u.a. zum Ende des Films anhand der einkehrenden Farbgebung (sowie der Käferszene) aufgezeigt.

So bleibt der Weg frei für die (eben uramerikanischte Film)Aussage, dass Familie das höchste Gut, der Stützpfeiler der Gesellschaft ist.
Von Costners "Postman", über den klassischen John-Ford-Film, bis zum ersten abendfüllenden Spielfilm "The birth of a nation", wurde die Aussage tausendfach in immer neuen Variationen und Abwandlungen auf die Leinwand gebracht.
Hier, in "The road", in seiner bisher deprimierensten und beklemmensten Art.

Fazit: 4,5 Sterne
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Szenario Endzeit = Szenario Grauen, 7. April 2011
Rezension bezieht sich auf: The Road (Pappschuber) (DVD)
Gestern abend habe ich mir "The Road" nun endlich selbst angesehen. Vorab zu erwähnen ist: Ich liebe Filme/Spiele/Bücher zum Thema Endzeit/Zombies/Weltuntergang etc. und ich habe es gern actionreich, spannend und blutig. "The Road" bietet definitiv wenig von vorgenanntem, außer halt der Endzeit und ein wenig Spannung. Filme aus dem Bereich "Drama" meide ich eigentlich größtenteils.

Doch dann sah ich "The Road". Der Film fackelt nicht lange, zeigt keine große Vorgeschichte und schmeißt einen gleich in den Altag von Vater und Sohn: Total verdreckt auf zerfallenen Straßen, Angst vor jedem Fremden, sich versteckend vor Banden, Kannibalismus als Hauptnahrungsquelle vieler Anderer. Hier macht Endzeit definitiv KEINEN Spaß. Hier rennt kein macheteschwingender Held durch die Gegend (Book of Eli) und es gibt auch keine aufgemotzten Buggies (Mad Max) und natürlich auch keine Mutanten/Vaults/Waffen an jeder Ecke (Fallout [PC Spiel]).

"The Road" zeigt uns das vllt. realistischste Bild der Endzeit. Die letzten Überlebenden sind verzweifelt. Sie haben Angst. Viele sehen aus Hungersnot nur noch ein Ziel: Kannibalismus. Niemand weiß so recht wo er hin soll. Nirgendwo ist man sicher und die Ziele die man sich in dieser Welt setzt, sind minimalistisch. Eigentlich ist nur der Tod eine Erlösung. Und das geht unter die Haut. Für mich als Endzeit-Fan stell ich mir die Frage "Warum finde ich dieses Szenario so toll?". Da ist nichts tolles dran! Es ist halt nur der Unterhaltungswert vieler Filme/Spiele und vor allem die Bilder, die so unter die Haut gehen, was mir so gut gefällt.

Und hier sind wir beim (für mich gesehen) Höhepunkt des Films, bzw. aller Endzeitfilme: Die Bilder! Während "Book of Eli" nur Amerikanische Einöde im Farbfilter zeigt, protzt "The Road" gradezu mit verstörenden Bildern von heruntergekommenen Städten, zerstörten Straßen, verfallenen Schiffen...! Absolute Bildgewalt, die dazu beiträgt diesen Film noch "unerträglicher" zu machen. Und dieses Wort ist trotz der 4 Sterne richtig gewählt. Es macht keinen Spaß diesen Film zu sehen, er ist schwere Kost, die z.B. meine Frau nicht komplett ertragen wollte. Der Film ist größtenteils traurig, niederschmetternd und wird nur selten von kleinen Freuden erhellt.

Jedem anspruchsvollen Filmegucker der Interesse am Thema "Endzeit" hat, sei dieser Film wärmstens empfohlen. Wer Mad Max 4 erwartet, ist hier falsch. Und wer sich zu leicht runterziehen lässt, sollte ebenfalls gut überlegen, ob er diesen Film sehen möchte. Mir als Fan von Action und Gemetzel hat er trotzdem gut gefallen. Denn Anspruch ist ebenfalls ein wichtiger Faktor für mich.

Würde "The Road" nicht in der Endzeit spielen, hätte es von mir weniger Sterne gegeben, bzw. hätte ich mir den Film garnicht angesehen. Doch so habe ich ein anderes Bild vor Augen geführt bekommen, eins das die Endzeit nicht "cool" erscheinen lässt. Ich hoffe, dass wir sowas niemals erleben müssen.

Danke fürs Lesen!

Delfman
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine postapokalyptische Glanzleistung, 15. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Road (Pappschuber) (DVD)
Endlich mal ein Drama/Thriller, welches die düstere und depressive Stimmung einer apokalyptischen Umgebung gelungen in Atmosphäre setzt.

Statt mit übertriebener Action oder einem Überhelden zu trumphen, wird hier gelungen der Überlebenskampf und die Hoffnung eines Vaters präsentiert, der seinem Sohn trotz der hilflosen Situation Hoffnung und Überlebenswillen vermitteln möchte.

Die Charaktere besitzen darüber hinaus enorme Tiefe, jede Handlung ist nachvollziehbar, wenn auch stellenweise erschreckend. Ganz deutlich zeigt der Film, dass Menschenkenntnisse und Vertrauen durch eine morbide Umwelt verfälscht werden.

Es ist außerdem schön anzusehen, dass ein Film mit diesem Szenario dennoch realistisch und nachvollziehbar bleibt.

Wirklich ein gelungener Film, dem ich jedem nur empfehlen kann, der seine Prioritäten nicht auf reine Action legt. Sehr sentimentaler und tiefgründiger Film.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


47 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was an Menschlichkeit noch übrig bleibt..., 11. Februar 2011
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Road (Pappschuber) (DVD)
Ein atomarer Anschlag oder gar ein Vernichtungskrieg - auch 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges findet diese angsteinflößende Zukunfts-Vision in den Köpfen vieler Menschen noch genug Nahrung. Das Medium Film hat sich dieser Thematik mehrfach bedient, jedoch sollte man nicht die mit verstärktem Unterhaltungsaspekt versehenen Hollywood-Blockbuster der jüngsten Zeit als Beispiel dafür nehmen, weil diese durch intensiven Einsatz spektakulärer Effekt-Action nur sehr oberflächliche Zivilisations-Kritik ausüben, wenn überhaupt. Wahre Vertreter des Endzeit-Films, die sich ernsthafter mit einer (fiktiv) zerstörten Welt auseinandersetzen und frei von jedwedem Sensationsinhalt sind, kann man an einer Hand abzählen. Den wohl bekanntesten Themen-Beitrag hierzu, nämlich "The Day after" aus dem Jahre 1983, kennt heute fast jeder. Ein Film, der aufgrund seines Inhalts und seiner realistischen Bilder auch nach fast 30 Jahre nichts von seiner schockierenden Wirkung eingebüßt hat. Nach ihm kamen leider kaum gleichwertige Nachwerke, doch nun gibt es mit "The Road" - eine Verfilmung nach dem Roman-Bestseller von Cormac McCarthy - endlich wieder ein kleines, aber dafür feines Endzeit-Drama, das ähnliche Qualitäten aufweist. Und obwohl in diesem Film nicht ein Wort über einen atomaren Angriff oder dergleichen verloren wird, passt seine Geschichte ins besagte Albtraum-Szenario wunderbar hinein.

Ein Mann und sein junger Sohn durchstreifen ein postapkalyptisches Amerika, das nach einer nicht näher beschriebenen Katastrophe nur noch totes Land ist. Ein ewig grauer Himmel, eisige Temperaturen und eine ausgestorbene Tier- und Pflanzenwelt erschweren ihnen Tag und Nacht den Kampf ums Überleben bzw. gegen den Hunger. Den Kontakt mit anderen Menschen meiden sie, da um die letzten Nahrungsreserven - wenn es denn welche zu finden gibt - erbarmungslos gekämpft wird. Jeder ist sich selbst der Nächste, und da machen viele auch vor Mord oder gar Kannibalismus nicht halt.
Vor all diesem Grauen versucht der Vater seinen Sohn zu schützen, um das letzte Bisschen Menschlichkeit und Moral zu wahren, an das er selbst felsenfest glaubt. Und so marschieren die Beiden immer weiter die Straße entlang, immer Richtung Ost-Küste, wo sie sich größere Überlebenschancen erhoffen...

"The Road" ist ein leiser Film, der sehr wenig Dialog enthält. Aber das reicht auch vollkommen aus, da die gezeigten Bilder eine eigene Sprache sprechen:
Die Umwelt schwimmt in einem durchgehenden Grauton. Ortschaften wirken einsam und verlassen. Es herrscht Totenstille. Nackte Bäume, die wie riesige Zahnstocher aus dem Erdreich ragen, schaffen eine unnatürliche Umgebung. Das Leben früherer Tage - wie ausgelöscht. Diese unglaublich düstere Stimmung sorgt von der ersten bis zur letzten Filmminute für pure Gänsehaut und Unbehagen.
Inmitten dieser Ödnis sieht man zwei Gestalten, die ihre wenigen Habseligkeiten in einem alten Einkaufswagen vor sich hin schieben. Die jedes verlassene Gebäude und jedes Fahrzeug nach brauchbaren Dingen und vor allem Essbarem absuchen. Sie sind verschmutzt und ausgezehrt, leben ständig in Angst und kämpfen mit der Nässe und Kälte.
Zwischendurch werden immer wieder Rückblenden bzw. Erinnerungen des Vaters eingestreut, die die Zeit vor und kurz nach der Katastrophe schildern. So erfährt der Zuschauer mehr über das damalige Familienleben und die Mutter, welche trotz allen Bittens ihres Mannes den Freitod vorzog, anstatt sich für ihr eigenes Leben und insbesondere für das ihre Sohnes zu entscheiden. Diese schmerzenden Gedanken und die Trauer plagen den Vater, und er würde lieber heute als morgen von dieser irdischen Welt verschwinden wollen. Nur ein Grund treibt ihn zum Weiterleben an: sein Sohn !

Kern des Films ist die Vater-Sohn-Beziehung und ihr Umgang mit ihrer perspektivlosen Situation. Es geht um verzweifelte Menschen, die verzweifelte Maßnahmen in Betracht ziehen. Regisseur John Hillcoat dringt in die Köpfe dieses Zweier-Gespanns und lässt tief in die mitgenommene Psyche totgeweihter Menschen blicken. So wie der Film-Vater, so versucht auch dieser niemals, irgendetwas zu beschönigen oder unnötig lang zu erklären. Es klingt sehr grausam, wenn der Vater seinen Sohn immer wieder daran erinnert, dass er sich mit einer der letzten beiden Patronen ihres Revolvers selbst erschießen soll, wenn dies die allerletzte und vielleicht bessere Option ist, um keinen qualvollen Tod durch Fremde zu erleiden. Gleiches trifft auf den väterlichen Rat zu, Alles in Zusammenhang mit der Mutter zu vergessen, weil schöne Erinnerungen den Überlebenswillen schwächen könnten. Und in Momenten wie jenem, wenn Beide in einer verlassenen Scheune auf eine erhängte Bauernfamilie stoßen, denkt der Vater gar nicht dran, seinem Sohn diesen Anblick zu ersparen, weil der freiwillige Tod nun mal die bittere Wahrheit ist und zu ihrer Realität dazugehört. Dies alles schafft die nötige Glaubwürdigkeit und den ernsten Ton, die für "The Road" unverzichtbar sind. "The Road" setzt allein aufs Drama; folglich gibt es keine Actionausbrüche, keine explizite Gewaltdarstellung, keine Antagonisten und keinen Showdown im herkömmlichen Sinne.

Dem Hauptdarsteller Viggo Mortensen sieht man an, dass er auch Jahre nach "Herr der Ringe" nicht ausschließlich als Fantasy-Ikone Aragorn in Erinnerung behalten werden will. Nach seiner grandiosen Vorstellung in David Cronenbergs "A History of Violence" spielt er völlig frei und authentisch eine sehr komplexe und anbivalente Figur. Wie viele andere Schauspiel-Kollegen gibt er für eine realistische Verkörperung gleich mehr als 100% Leistung und zeigt einen extra für den Film ausgehungerten Körper, dessen Anblick automatisch erschreckt, einfach weil man Mortensen so bisher noch nie gesehen hat.
Ähnlich abgemagert präsentiert sich Sohn-Darsteller Kodi Smit-McPhee. Als Newcomer fehlt ihm zwar noch die richtige Schauspielerfahrung und deshalb steht er immer im riesigen Schatten Mortensens, doch für sein Debut in einem großen Hollywood-Film ist seine Leistung gar nicht mal so schlecht. Die Spannung zwischen diesen beiden Vater- / Sohn-Darsteller, die dann entsteht, wenn der Sohn seinen Vater und Beschützer um Mitgefühl und Hilfsbereitschaft für andere Menschen bittet, kommt sehr glaubwürdig rüber.
Die übrige Prominenz taucht in kleinen Nebenrollen sehr kurz auf und weiss trotzdem ausnahmslos zu gefallen. Charlize Theron legt als voll von Todessehnsucht erfüllte Mutter trotz beschränkter Leinwandzeit einen sehr ansehnlichen Auftritt hin. Gleiches trifft auf Robert Duvall zu, der als einsamer, alter Mann einen der wenigen wehmütigen Momente für sich beansprucht. Zum Schluss wäre da noch Guy Pearce, der in den abschließenden Minuten die personifizierte Resthoffung an das Gute im Menschen verkörpert.

Fazit:
"The Road" - nicht nur einfach eine Straße, auf der Vater und Sohn Kilometer für Kilometer hinter sich lassen, sondern auch Sinnbild für eine ungewisse Zukunft. Von der man nicht weiss, ob es in dieser noch Hoffnung gibt oder nur der geduldige Tod auf einen wartet.
Nach "The Day after" der wohl beste Endzeit-Film der jüngsten Zeit. Wer mit Genre-Spektakeln wie dem bedeutungsschwachen "Book of Eli" oder dem reisserischen "Doomsday" nicht anfangen konnte, ist HIER vielleicht im richtigen Film.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kafkaesk, 18. Dezember 2010
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Road (Pappschuber) (DVD)
Nach einer Apocalypse stehen wenige Menschen vor den Trümmer einer vergangenen Zivilisation. Staaten und Infrastruktur gibt es anscheinend nicht mehr. Es herrscht das Faustrecht. Ein Vater, der noch an eine bessere Welt glaubt, durchstreift mit seinem Sohn das Land. Das wenige, was sie mit sich führen, müssen sie immer wieder gegen marodierende Banden verteidigen.

Die düstere Geschichte, unterstrichen von Bildern, die Hoffnungslosigkeit signalisieren, lässt den Betrachter nicht unberührt. Intime Gespräche in der Vater/Sohn-Beziehung loten das Menschsein aus, lehren und vermitteln der nächsten Generation, welche Werte die untergegangene Zivilisation besaß. Kreative Szenenbilder mit viel Sinn für Details werden von einer akribischen Kameraführung eingefangen und vermitteln eine deprimierende Atmosphäre. Selten war eine Film-Endzeit so erdrückend.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bedrückend - aufwühlend..., 20. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: The Road [Blu-ray] [UK Import] (Blu-ray)
Ohne - die hochgelobte - Buchvorlage gelesen zu haben, wagte ich mich voller Vorfreude an die Verfilmung dieser sehr emotionalen Geschichte.
Da der Film weder in Deutschland gelaufen war (meines Wissens nach), noch in deutsch erschienen ist, griff ich zum englischen/amerikanischen Original.
Viele Dialoge waren recht leise gesprochen, oder ein Hinterwäldler knetete seine Slang im Mund, doch hätte ich dem Film auch in einer chinesischen Vertonung folgen können.
Die - recht einfach gehaltene - Story hat mich innerlich sehr berührt. Vielleicht auch deshalb, weil ich mein Kind allein großgezogen habe.
Auf die Botschaft des Filmes möchte ich nicht eingehen, die sollte jeder für sich herausarbeiten. Doch die Atmosphäre, die Charaktere, das Setting sind mehr als bedrückend.
Normalerweise bevorzuge ich actionlastige Streifen - dieser Film hat mich dennoch sehr ergriffen.

Fazit:
Nichts für den schnellen Konsum.
Kein Mainstream - Kino.
Tolle Darsteller (beachte auch Gastauftritt Robert Duvall!)
Prima Blue-ray Bild.
Wenn man es zulässt, hält der Film auch eine (oder mehr) Botschaft/en bereit.
Es gelingt nicht der letzte Schritt zum ganz großen Kino (eine Novelle ist eben kein Roman ;-)
Minus ein Stern wegen Sound/Sprache.
Kaufempfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 217 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

The Road
The Road von John Hillcoat (DVD - 2011)
EUR 6,97
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen