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TOP 1000 REZENSENTam 15. November 2006
Ab der "Down To Earth" von 1979 beginnt die kommerzielle Zeit bei Rainbow. Ronnie James Dio hatte jedoch auf Kommerz keine Lust und kündigte seinen Dienst auf. Damit war für viele Leute Rainbow nicht mehr die gleiche Gruppe wie zuvor. Dafür holte sich Ritchie Roger Glover für den Bass, als Songwriter und als Produzenten. Roger hat der Platte einen edlen Klang verliehen. Als Sänger engagierte Ritchie Graham Bonnet, welcher über ein außerordentliches Organ verfügte. Das Äußere jedoch entsprach nicht dem eines Rockstars. Damit hatte er (Graham) fast alle Fans gegen sich. Cozy Powell war weiterhin für das Schlagzeug zuständig und an den Keyboards hören wir Don Airey (heute mit Roger Glover bei Deep Purple).

Obwohl kommerzieller, ist die "Down To Earth" eine richtig gute Scheibe geworden. Mit `Eyes of the world` (tolles Intro von Don Airey), `No time to lose`, `Danger zone` und `Lost in Hollywood` wird erstklassiger Hard Rock geboten. Die genannten Songs gehören für mich auf jede `Best Of` der Gruppe.
`Love`s no friend` und `Makin` love` sind fast genauso gut. Die beiden Singles `Since you been gone` (von Russ Ballard geschrieben) und `All night long` sind auch nicht zu unterschätzen. Auf jeden Fall stiegen beide recht hoch in die GB-Charts.

Unter dem Strich gibt es ganz dicke 4 Sterne für das vorliegende Album. Für 5 reicht es nicht ganz, da fehlt noch ein Überstück für. Für mich ist "Down To Earth" das Beste nicht Dio-Album von Rainbow.
55 Kommentare|23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 9. September 2010
Ab der "Down To Earth" von 1979 beginnt die kommerzielle Zeit bei Rainbow. Ronnie James Dio hatte jedoch auf Kommerz keine Lust und kündigte seinen Dienst auf. Damit war für viele Leute Rainbow nicht mehr die gleiche Gruppe wie zuvor. Dafür holte sich Ritchie Roger Glover für den Bass, als Songwriter und als Produzenten. Roger hat der Platte einen edlen Klang verliehen. Als Sänger engagierte Ritchie Graham Bonnet, welcher über ein außerordentliches Organ verfügte. Das Äußere jedoch entsprach nicht dem eines Rockstars. Damit hatte er (Graham) fast alle Fans gegen sich. Cozy Powell war weiterhin für das Schlagzeug zuständig und an den Keyboards hören wir Don Airey (heute mit Roger Glover bei Deep Purple).

Obwohl kommerzieller, ist die "Down To Earth" eine richtig gute Scheibe geworden. Mit `Eyes of the world` (tolles Intro von Don Airey), `No time to lose`, `Danger zone` und `Lost in Hollywood` wird erstklassiger Hard Rock geboten. Die genannten Songs gehören für mich auf jede `Best Of` der Gruppe.
`Love`s no friend` und `Makin` love` sind fast genauso gut. Die beiden Singles `Since you been gone` (von Russ Ballard geschrieben) und `All night long` sind auch nicht zu unterschätzen. Auf jeden Fall stiegen beide recht hoch in die GB-Charts.

Unter dem Strich gibt es ganz dicke 4 Sterne für das vorliegende Album. Für 5 reicht es nicht ganz, da fehlt noch ein Überstück für. Für mich ist "Down To Earth" das Beste nicht Dio-Album von Rainbow.
22 Kommentare|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Februar 2000
Nach den legendären ersten vier Alben wollte Rainbow-Mastermind Ritchie Blackmore neue kommerzielle Dimensionen erreichen und änderte den Stil seiner Band. Das wollte Sänger Ronnie-James Dio nicht mitmachen und so hören wir auf "Down to earth" seinen Nachfolger Graham Bonnett. Die veränderte Kompositionsweise Blackmores ist aber der gravierendste Unterschied im Vergleich zu seiner musikalischen Vergangenheit. Was sich bei Songs wie "Long live rock'n'roll" schon angedeutet hatte, wurde jetzt zur Rainbow-Maxime. Resultat: Mainstream-Hits wie "All night long" oder das allseits bekannte "Since you've been gone". Das erschloss zwar neue Käuferschichten, enttäuschte aber auch viele Fans, die Rainbow aufgrund ihrer stilistischen Kompromisslosigkeit und führ Hardrock-Epen wie "Stargazer" oder "Gates Of Babylon" liebten. Lediglich "Eyes of the world" kann an diese Tradition anknüpfen und ist deshalb für mich auch der absolute Höhepunkt der Scheibe. Dieser Song rechtfertigt allein schon den Kauf der Cd und rettet das Album locker in die Vier-Punkte-Ränge.
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am 20. Oktober 2011
Bei RAINBOW gaben sich ja etliche Sänger die Klinke in die Hand. Nach Ronnie James Dio folgte auf "Down to Earth" ein kurzes Intermezzo mit Graham Bonnet, der natürlich nach Dio und den göttlichen RAINBOW Alben zuvor bei vielen Fans einen schweren Stand hatte. Gleichzeitig begann mit dem Weggang von Dio auch eine von Blackmore forcierte kommerziellere Ausrichtung von RAINBOW.

Unabhängig davon ist "Down to Earth" ein durchaus gelungenes Hardrock-Album mit Spitzensongs wie z.B. "All night long", "Eyes of the World", "lost in hollywood" und dem genialen Ohrwurm "Since you been gone".

Meiner Meinung nach, darf man RAINBOW nicht allein auf Ronnie James Dio limitieren, denn dann entgehen einem sehr ansprechende Hardrock-Alben!
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am 2. Mai 2007
Wer dieses Werk Rainbows nur an dem unsäglich totgenudelten "Since You Been Gone" mißt, könnte etwas verpassen. Klar, Ritchie Blackmore schielte nach dem kommerziellen Erfolg, der zwar bisher nicht ausblieb, doch zu den absoluten Megastars gehörte seine Truppe nicht. Ronnie James Dio wollte keine weinerlichen "My Baby Left Me" - Songs singen und verabschiedete sich. Nachfolger wurde Graham Bonnet, der schon ziemlich anders klingt, trotzdem zu den Besseren seiner Zunft gehört (was er später u.a. bei Michael Schenker und Yngwie Malmsteen untermauern konnte). Desweiteren kamen Don Airey an den Keyboards und Ritchies alter Deep Purple - Kollege Roger Glover am Bass in die Band. Letzterer setzte sich auch gleich auf den Produzentenstuhl, auf dem er u.a. bei Nazareth Erfahrung sammeln konnte.

Mit "All Night Long" wird der Reigen eröffnet, einem Rocker im Stile von "Long Live Rock'n'Roll" vom gleichnamigen Vorgänger - und bestimmt nicht schlechter als jener. Die alten Rainbow scheinen am meisten beim nachfolgenden "Eyes of the World" durch. Kann sich absolut mit Werken wie "Tarot Woman" oder "Gates of Babylon" messen lassen. Don Airey (heute bei Deep Purple) steht einem Tony Carey in nichts nach.

Dann geht es wirklich nach unten. Obwohl Ritchies Genie auch bei "No Time to Lose" und "Makin' Love" durchblitzt, sind sie doch eher zweite Liga. Dann kommt das schon erwähnte "Since You Been Gone", der einzige Song, den heutige Radiosender von Rainbow zu kennen scheinen. Lieber Russ Ballard, daß du es draufhast, hast du mit eigenen Werken bewiesen ("Voices", "On the Rebound", etc.), aber das hier ist, wohlwollend ausgedrückt, unterer Durchschnitt. Und Ihr bei den Radiosendern: "All Night Long" war auch eine Single - und auch einigermaßen erfolgreich! Mit "Love's No Friend" ist dann wirklich die unterste Schublade erreicht.

Die abschließenden "Danger Zone" und "Lost in Hollywood" zeigen (zumindest ansatzweise), wozu Ritchie und Graham in der Lage sein können. Don Airey und der unübertreffliche Cozy Powell (R.I.P.) haben ebenfalls großen Anteil daran, daß "Down to Earth" noch so gut ausgefallen ist. Die Sterne haben sie verlassen, aber über alles auf dem Boden sind sie (hier noch) erhaben. Ganz knapp noch vier Sterne!
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am 29. Juli 2012
Rainbow begann ab diesem Album, nämlich Down To Earth damit Kommerzrock zu machen. Ritchie Blackmore hatte sich in den Kopf gesetzt den Amerikanischen Musikmarkt zu erobern, die alten Fans jedoch nicht vor den Kopf zu stoßen. Das hat er mit diesem Album auch geschafft. Zwar ist Meistersänger Ronnie James Dio nicht mehr dabei, Graham Bonnet, der auch ziemlich gut singen kann, ist ein fast würdiger Ersatz. Zudem ist Ritchies alter Kollege von Deep Purple, Roger Glover am Bass und Don Airey, der heute bei Deep Purple spielt bedient die Tasten. Ein Album mit vielen Höhen und wenigen Tiefen.

Mit "All Night Long" startet das Album gleich mit einem guten Rocker. "Eyes Of The World" ist einfach toll, das Intro von Don Airey und der epische Verlauf des Stücks sind fantastisch. Sofort kommen einem Stücke der vorherigen Alben in den Sinn. "No Time To Lose" ist nicht ganz so gut, aber auch dieser Song weiß zu überzeugen. Makin'Love startet ruhig und und klingt nach Ballade, nach etwa 20 Sekunden setzen dann (leider) die E-Gitarren ein. Eine Ballade hätte mir an der Stelle gut gefallen. "Since You Been Gone" ist der einzige Song von Rainbow, der auf irgendwelchen 'Best of Rock` CDs drauf ist. Ein netter Song, nicht langweilig."Love's No Friend" ist ein Lied, das etwas schlechter ist."Danger Zone" gibt aber wieder Gas und gefällt mir auch gut. "Lost In Hollywood" ist mit dem zweiten Song mein Lieblingslied von Down To Earth. Ein richtiger, etwas längerer Hardrocker mit einem ruhigen Mitelteil in dem sich der neue Keydoarder Don Airey und auch Ritchie so richtig austoben dürfen. Auch Graham überzeugt hier.

Down To Earth ist ein gutes, fast schon sehr gutes Album mit zwei Prachtstücken und vielen guten Stücken. Alle die etwas mit leicht kommerziellem Hard Rock anfangen können sollten auf jeden Fall mal reinhören. Es lohnt sich!
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am 26. Oktober 2009
Ob sich Ritchie Blackmore jemals diese Frage (Textzeile aus "Making Love") stellte, als er Russ Ballard darum bat, ihm eine Hitsingle auf den Leib zu schneidern? Oder als Ronnie James Dio die Band aufgrund des vom Meister angeschlagenen Stilwechsels verließ, um durch den formbaren (man möchte bald sagen: gesichtslosen) Schreihals Graham Bonnet ersetzt zu werden? Oder als er Roger Glover ins Boot holte, der noch 1973 auf Blackmores Wunsch Deep Purple zusammen mit Ian Gillan verlassen musste, von nun an aber mit seinem Fingerspitzengefühl neben der Rolle des Bassisten auch die Rolle des Produzenten übernehmen und so für den neuen Rainbow sorgen sollte: Geglättet, schnörkellos, druckvoll.

Viele Vorurteile - gerechtfertigt oder nicht - musste dieses Album hinnehmen, seit seinem Erscheinen im Jahr 1979 scheiden sich daran die Geister, zu groß ist der Sprung vom wuchtig-majestätischen Sound der drei Vorgänger-Alben, auf denen sich Blackmore zum ersten Mal seiner Karriere nach Lust und Laune als eigener Chef austoben konnte. Woher plötzlich der Wunsch kam, mehr Platten in Amerika zu verkaufen und einen drastischen Kurswechsel zu vollziehen ist mir ein Rätsel. Die erwähnte Hitsingle "Since you been gone" hat dann auch so gar nichts mehr mit früheren Klassikern der Dio-Ära à la "Stargazer" oder "Kill The King" zu tun. Schlecht ist der Song dadurch nicht, bloß klingt er eben kein Stück nach Rainbow.

Was ist mit dem Rest des Albums? Lange habe auch ich es weitgehend ignoriert, auch aufgrund seiner unglücklichen Position im Rainbow-Kanon, als leicht übersehenes Bindeglied zwischen den Albumtrilogien mit je Sänger R.J. Dio (1975-1978), und dann Joe Lynn Turner (1981-1984). Abschreckend war für mich jedenfalls selbst bisher auch Bonnets Reibeisenorgan, mit dem ich nie wirklich warm werden konnte. Auch der - schon optisch wollte er nicht in die Rolle des typischen Rockstars passen - blieb nicht lange und wurde allzu bald gegangen. Oder war er es, der es nicht mehr mit dem Exzentriker Blackmore aushielt? Wie auch immer, nun habe ich das Album entstaubt und nochmal eingehend unter die Lupe genommen, und seitdem läuft es in Dauerrotation. Nicht oft entdeckt man Perlen im eigenen CD- Regal, über die man sich eigentlich schon lange eine Meinung gebildet zu haben glaubte.
Nun bin ich selbst verblüfft über die Qualität der Musik: Bonnet krächzt sich durchaus sympathisch durch durchgehend hochwertiges Songmaterial, auch wenn sich dies eben verstärkt im Mainstreamsektor bedient. So etwa die Eröffnungsnummer "All Night Long", ein scheinbar eigens für das Radio konstruierter Stampfer und der Beweis, dass auch der "böse Mann in schwarz" konsumtaugliches komponieren kann. Und das gar nicht mal schlecht, die Melodie ist so zwingend, dass man sich ihr kaum entziehen kann.

Der zweite Song, "Eyes Of The World", erinnert nicht nur in seiner epischen Breite (6:38 Minuten Spielzeit) am ehesten an den signifikanten Rainbow-Sound früherer Tage (der doch eher Blackmores Sound ist, Rainbow ist nach wie vor SEINE Band, SEIN Projekt), auch der Text beschwört die eindringliche Dramatik eines Ronnie James Dio. Und Bonnet, der übrigens kompositorisch keinen Anteil an dem ganzen Album hat, macht seine Sache im Rahmen seines zugegebenermaßen begrenzten Spielraums ziemlich gut. Auch wenn er nach wie vor in Marktschreiermanier verbissen darum wirbt, ein skeptisches Publikum von seinem Produkt zu überzeugen. Musikalisch vergleichsweise minimalistisch, ist der Song dann auf einmal auch ganz abrupt vorbei, aber er zeigt eben doch das Potential einer großen Band am Scheideweg. Auch die Keyboards (Don Airy, inzwischen bei Deep Purple, sitzt neuerdings an den Tasten, ohne sich jedoch komplett entfalten zu dürfen)wirken irgendwie vertraut, Blackmore's Stakkato-Riff sowieso. Sehr stimmige Geschichte.

Es geht weiter mit dem flotten "No Time To Lose", und das klingt als hätte es auf AC/DC's "Back In Black" ein Jahr später erscheinen können, Bonnets Reibeisenorgan tut sein Übriges. Keine allzu herausragende Nummer, aber doch irgendwie clever gelöst, wie sich der Refrain da auf einmal spielerisch aus dem Korsett der treibenden Rhythmusspur löst, um dann wieder punktgenau im Riff zu landen.

Mit dem Nachfolger kann es allerdings nicht mithalten. Track Nummer 4, "Making Love", beginnt wunderschön blackmoresque verspielt, um dann in einem seiner besten und sattesten Riffs zu münden. Ein Vorbote von "Perfect Strangers", ein großer Moment, für mich der stärkste und am besten arrangierte Song des Albums. Bonnets leicht theatralische Gesangsmelodie wirkt stimmig, wird plötzlich sehr melodiös, um sich dann in einen beim ersten Hören unerwartet sperrigen Refrain zu verzetteln, der sich aber spätestens beim zweiten Durchlauf als äußerst gelungen festsetzt, und den Song zum Highlight werden lässt. Eine gute Symbiose, die alte und neue Hörerkreise beiderseits angesprochen, bzw. nicht komplett vor den Kopf gestoßen haben dürfte.

Im Gegensatz zu dem geradezu nach Kommerz schreienden "Since You Been Gone". Aber dem Refrain kann sich wohl niemand erwehren, der ein Gespür für gute Melodien hat, auch wenn man ihn damals im Radio für das Machwerk einer neuen, aufstrebenden Glamrock-Band gehalten haben dürfte. Sei's drum. Bloß kann sich heute keiner mehr Blackmore vorstellen, wie er den Song live darbietet. Der Erfolg schien im jedenfalls Recht zu geben.

"Love's No Friend" ist eine weitere angenehme Überraschung. Eine fast schon bluesige Nummer, in der Bonnet es nicht am nötigen Pathos, oder sagen wir vielleicht: der nötigen Hingabe fehlen lässt. Schön dynamisch arrangiert, Gitarre und Keyboard-Teppich ergänzen sich wunderbar. Man könnte sich die Nummer durchaus auch mit einem David Coverdale vorstellen, möglicherweise hätte er auch einen Platz auf einem Deep Purple-Album finden können, wenn mit "Mistreated" nicht schon ein erstklassiger Blues auf "Burn" (1974) erschienen wäre. Nicht zum ersten Mal auf dem Album wird der Refrain, als auch das Gitarrensolo, von einem dezenten Chor unterlegt. Ein neues Markenzeichen, wie es im Hard Rock-Revier eines Ronnie James Dio so kaum denkbar gewesen wäre. Der hätte aber auch Zeilen wie "Since you been gone, I'm out of my head, can't take it", nebenbei bemerkt, nie über seine Lippen gebracht.

"Danger Zone" beinhaltet die ganze Tragik des Albums: Die ersten Noten, das Fender-Stakkato ist so unverkennbar Blackmore, wie es die unmittelbar einsetzende und nach 80ern schreiende Keyboardattacke nicht ist. Glücklicherweise geht sie bald unter. Der Song ist gut gesungen, verfügt über eine solide, wenn auch nicht herausragende Melodie, Roger Glover liefert eine tolle treibende Basspur. Dann aber im Mittelteil sind wir wieder bei Rainbow angekommen: Gitarre und Keyboard verlieren sich spielerisch in wunderschönen Melodiefiguren, bis einen die schon angedeuteten Chöre und Keyboards viel zu früh wieder in den Zeitgeist der nahenden 80er und auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Graham kreischt sich durch den Rest des Songs, der angenehm in der Ausblende verschwindet.

Cozy Powell, der durchweg relativ gesichtslos bleibt und nach diesem Album auch genug von Blackmore hatte, eröffnet den letzten Song mit einem Trommelwirbel. Das folgende Gitarrenriff ist wieder unverkennbar Blackmore, flink und flott rockt sich die Band durch das fast 5-minütige "Lost in Hollywood", bedient sich dabei aber aller bereits zuvor verwendeter Zutaten, zwischendrin macht die Band Pause und Herr Blackmore nutzt die Gelegenheit um sich schnell einen abzududeln auf seiner Fender Stratocaster. Also nicht der ganz große Wurf, aber auch kein Wegwerfprodukt. Damit endet das Album nicht sonderlich spektakulär, aber irgendwie sympathisch.

Wenn man das Album hört wird man das Befremden der Rainbow-Anhänger verstehen, als sie anno '79 sprachlos vor dem Plattenteller saßen und doppelt nachsahen, ob sie da nicht vielleicht eine falsche Platte erwischt hatten oder diese mit einem falschen Label versehen war. Aus heutiger Sicht gesehen ist "Down To Earth" der Grundstein einer zwangsläufigen Entwicklung, und ist als solche auch zu bewerten, und wenn man dies losgelöst von übersteigerten Erwartungen der hoch aufgehängten Messlatte tut, kann man durchaus seine Freude daran haben. Der "sprechende" Titel scheint jedenfalls zu passen wie die Faust aufs Auge: Mit diesem Album holte Blackmore seine Band aus höheren Sphären zurück auf die Erde, und da sollte man auch bleiben.
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am 7. März 2011
Gleichzeitig zur Neuauflage von Rainbows *Rising* legt Universal die 1979er Scheibe *Down To Earth* runderneuert als Deluxe-Edition auf. Ich persönlich hätte mir an Stelle von *Down To Earth* zwar lieber eine Ausgabe von *On Stage* oder *Long Live Rock'n'Roll* gewünscht, aber das wird hoffentlich noch folgen.

Mit *Down To Earth* hatte ich immer so meine liebe Not. Dio war ausgestiegen und durch Graham Bonnet ersetzt worden, die musikalische Ausrichtung hatte sich, wohl auch mit zutun des neuen Bassisten Roger Glover, zum schlechteren gewandelt. Wo Monate vorher noch Energie und Kraft geherrscht hatten, erklang nun nur noch synthetische Mucke ohne Herz. Es wird kommerziell ausgeklügelter Hardrock ohne Power und Nümmerchen ohne Inspiration geboten, die nur selten die 4-Minuten-Grenze gesprengt hatten. Es entstand eine Scheibe die der Band, bei den alten Fans viele Sympathien gekostet hatte, aber sie in erfolgstechnischer Hinsicht einen großen Schritt nach vorne brachte. Ich war nie sonderlich begeistert und würde der Scheibe nie mehr als nur 1 Stern geben.

Die Deluxe-Ausgabe bietet nun die komplette Scheibe in neu überarbeiteter Version, angereicht mit Single-B-Sides. Der Clou ist allerdings CD 2. Eine komplette CD, die das bietet, was ich mir bei der Deluxe-Edition von *Rising* bereits erhofft hatte. Outtakes und Instrumentales, die den Prozeß des Songwritings dokumentieren und gleichzeitig eine ganze Reihe an überteuerten japanischen Bootlegs überflüssig machen. Die Neufassung erfüllt den Standard den Universal sich selbst bei früheren Ausgaben gesetzt hatten. Das Bonusmaterial überzeugt auf ganzer Linie und ist gut und gerne ihre 5 Sterne wert.

FAZIT: ich wähle den goldenen Mittelweg...
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am 11. April 2003
ende der 70er war fuer ritchie blackmore wieder mal zeit die truppe nahezu komplett auszuwechseln.
neben ihm blieb eigentlich nur noch drum-as cozy powell dabei.
sonst kam ex- purple kollege roger glover am bass dazu, sowie niemand anders als don airey an den keyboards.
an der mannschaft kanns also nicht gelegen haben..., aber es zuendet nicht!
auch graham bonnet hat durchaus eine kraeftige shouterroehre und stellt sicher alle von foreigner bis cheap trick etc in den schatten. aber genau das ist der haken. sie spielen hier in einer anderen liga als bisher.
der klang ist nicht mehr so offen, frisch + direkt wie bei "rising". das songmaterial ist radiotauglicher rock mit leichten tendenzen zum hardrock.
die songs sind nahezu uneingeschraenkt hitparadentauglich. was auch die zwei single hits "all night long", wie auch "since you been gone" zeigen, bzw. gezeigt haben.
"no time to loose" ist die etwas haertere version von den zwei obigen hits. auch "eyes of the world" oder "lost in hollywood" gehn in die ecke. wenn so ne scheibe etwa von "foreigner" raus gekommen waer, das volk waer voll des lobes gewesen.
aber nicht von rainbow...
richtie hat das donnernde schlagzeug in die dumpfklangecke verdammt. don airey darf auch nur im hintergrund rumdoedeln - sein potential wird nicht mal ansatzweise genutzt. immerhin ist seit kurzem der nachfolger von jon lord bei deep purple!
nach diesr scheibe stiegen dann graham bonnet, cozy powell und don airey auch wieder aus, oder wurden zum aussteigen animiert.
menschlich ist richtie ja grad nicht der einfachste umgang..
fazit: netter silberling, ungenutztes musikerpotential, 08/15 songs aus denen man her haette machen koennen + ein durch und durch zu dumpflastiger klang. unverstaendlich, da roger glover sowas eigentlich besser kann...
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am 27. November 2010
Keine Frage, Rainbow ist eine ständige Berg und Talfahrt ! Diese Scheibe ist mit Abstand das Beste, was nach der Zeit von Dio am Mikro gekommen ist ! Bonnet ist ein klasse Sänger, hat Wiedererkennungswert und bei den Songs jagt ein Hammer den anderen ....... besser gehtŽs nicht !
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