Kundenrezensionen


10 Rezensionen
5 Sterne:
 (7)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dylan Archäologie, die 7.: Die Wunderjahre
Dieser neue Teil der fabelhaften Dylan Bootleg Serie ist zugleich der Soundtrack für Martin Scorseses lange (3h) und langerwartete Dylan-Dokumentation, die sich Dylans wahrscheinlich bedeutendster Phase widmet, den Jahren 1961-1966 nämlich, in denen er sich vom Woody Guthrie-inspirierten akustischen Protestliedersänger in einen elektrischen Beatpoeten und...
Veröffentlicht am 5. September 2005 von rikki_nadir

versus
20 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Philologen
Nachdem bislang jede Neuerscheinung der Dylan-Bootleg-Serie fast schon als unverzichtbar zu nennen war, ist Volume Nr. 7 die erste, bei der einen ein seltsames Gefühl beschleicht: Hier könnte erstmals Geschäftemacherei mit der Sammelwut der Dylan-Philologen betrieben worden sein.
Neben einigen interessanten Frühwerken (I was young when I left...
Am 4. September 2005 veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dylan Archäologie, die 7.: Die Wunderjahre, 5. September 2005
Dieser neue Teil der fabelhaften Dylan Bootleg Serie ist zugleich der Soundtrack für Martin Scorseses lange (3h) und langerwartete Dylan-Dokumentation, die sich Dylans wahrscheinlich bedeutendster Phase widmet, den Jahren 1961-1966 nämlich, in denen er sich vom Woody Guthrie-inspirierten akustischen Protestliedersänger in einen elektrischen Beatpoeten und Rock'n'Roll-Sänger verwandelte, der die Rockgeschichte in einem Ausmass transformierte wie es zuvor allenfalls Elvis gelungen war. No Direction Home bietet aber viel mehr als nur einen Vorgeschmack auf Scorseses Film. Die 28 Songs, davon 26 (!) unveröffentlicht, sind klar in 2 Phasen eingeteilt. CD #1 beginnt mit einer Lo-Fi Aufnahme von „When I Got Troubles", die klingt als hätte sie Musikethnologe Alan Lomax irgendwann in den 30ern ausgebuddelt. Tatsächlich hört man den 18jährigen Robert Zimmerman 1959, körperlich zuhause, geistig schon weit weg, in New York, woher die meisten restlichen Aufnahmen der 1. CD stammen, darunter eine berührende Version von Guthries „This Land Is Your Land" gefolgt von Dylan's Tribute „Song To Woody". Noch interessanter sind ein ganz frühes Demo von „Don't Think Twice", eine starke Liveversion von „Masters of War" und Take#1 von „It's All Over Now, Baby Blue", zugleich in gewisser Weise auch ein Abschied vom Dylan der frühen Jahre.
Denn CD#2 zeigt Dylan schon in seiner ganzen elektrischen Glorie mit „Maggie's Farm" von seinem allerersten Auftritt mit Band beim Newport Festival 1965, der das Publikum massiv verstörte und Pete Seeger gar zur Axt greifen liess, um die Stromkabel zu kappen. Es folgen alternative, teilweise radikal verschiedene Versionen einiger der besten Dylan-Songs überhaupt, viele mit dem grossen Mike Bloomfield an der Gitarre, einige mit The Band als Begleitung. Herausragend ein High-Speed Durchlauf durch „It Takes A Lot To Laugh", eine furiose Version von „Tombstone Blues" (mit Backing Vocals), „Just Like Tom Thumb's Blues" in einer Version, die mir besser gefällt als das Original, ein erstaunliches „Desolation Row" (Al Koopers Gitarre klingt nach den Velvets und er zitiert Bo Diddley), „Highway 61" mit Bloomfields toller Slidegitarre aber ohne Sirenen, „Leopard-Skin Pill-Box Hat" als langsamer Blues (grandios), „Visions of Johanna" und „Ballad Of A Thin Man" mit The Band, ersteres beschwingt, letzteres langsam und böse. Zum Abschluss dieser durchgehend faszinierenden CD folgt einer von Dylans legendärsten Aufnahmen überhaupt, die wilde Version von „Like A Rolling Stone" vom sogenannten Albert Hall Concert (tatsächlich aus Manchester, 17.5.66), die Dylan mit einem „Play fxxxing loud!" einleitet, als Antwort auf die „Judas!"-Rufe, mit denen Zuhörer auf seine Wandlung vom Folkie zum Rocker reagierten. Wenn man die fast unglaubliche Wandlung mitverfolgt, die Dylan in diesen 5 Jahren durchmachte, ist es allerdings kein Wunder, dass ihm nicht alle folgen konnten: noch heute ist Dylans damaliges atemberaubendes Tempo kaum nachzuvollziehen, aber diese wunderbare Doppel-CD macht es uns etwas einfacher. Und jetzt her mit dem Film!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "No Direction Home: The Soundtrack- Vol. 7" - Ein Traum!, 18. August 2005
Von Ein Kunde
Dieser Herbst hat es in sich für den Dylan-Fan: niemand geringerer als Martin Scorsese ("Goodfellas", "Taxi Driver") zeigt im US-TV zu bester Sendezeit eine Dreieinhalb (!)-Stunden-Dokumentation über die frühen Dylan-Jahre 1961-66, diverse neue Buchprojekte kündigen sich an, die Kaffeehaus-Kette Starbucks schlägt mit einem unveröffentlichten Konzert als ungewohnter CD-Premiere auf ("The Gaslight Tapes 1962"), und auch auf der Seite des traditionellen CD-Handels gibt es mit Teil 7 der eingeführten "Bootleg Series" sowie den lange fälligen Upgrades zweier früher Alben gleich drei Neuerscheinungen.
"No Direction Home: The Soundtrack - The Bootleg Series Vol. 7" nennt sich die komplimentär zu Scorseses Filmdokumentation über die frühen Jahre Dylans zusammengestellte 2CD-Raritätensammlung, bei der das Dylan- und Columbia-Management ganze Arbeit geleistet haben. 28 Songs, von 1959 bis 1966, Outtakes, Alternativ- und Live-Versionen, 26 davon unveröffentlicht. Angefangen vom fragmentarischen und sehr privaten 1959er Home Recording "When I Got Troubles", das klingt, als stamme es direkt aus der Zeit der Alan Lomax'schen field recordings der 30er Jahre, bis zu zwei Songs aus dem schier explosiven elektrischen Set der 1966er England-Tournee wird hier ein solcher Bogen gespannt, dass man aus heutiger Sicht nicht aus dem Staunen darüber herauskommt, wie ein einziger junger Mann mit Anfang 20 in diesen knapp sechs Jahren scheinbar völlig allein aus sich heraus eine solch frappierende musikalische Entwicklung nehmen konnte. Die 16 Songs der CD 1 covern noch das zumeist akustische Oeuvre des heute nur unter Protest als Protestsänger apostrophierten Dylan, während CD 2 gleich am Anfang mit einem klanglich hervorragend restaurierten "Maggie's Farm" vom Newport-Festival 1965 den Wendepunkt zum immer wieder zitierten thin wild mercury sound markiert: allein neun Alternativ-Takes aus der monolithischen Troika BRINGING IT ALL BACK HOME/HIGHWAY 61 REVISITED/BLONDE ON BLONDE wurden aus den Archiven ausgegraben, herausragend hierbei eine Version von "Tombstone Blues" mit den Chambers Brothers (!) sowie ungehörte Alternativversionen von "Memphis Blues Again" und "Leopard-Skin Pill-Box Hat". Ein 60-Seiten-Booklet mit Liner Notes vom ehemaligen Stones-Manager Andrew Loog Oldham und Dylan-Begleiter Al Kooper sowie einer Fülle von zum Großteil unveröffentlichten Fotos runden dieses bemerkenswerte Set ab. Man möchte fast meinen: es gehört in jeden guten Haushalt. Dagegen ist einfach kein Kraut gewachsen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen five stars - what else ?, 29. September 2011
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
ganz sicher gibt es leute, denen man an dieser stelle hier raten muß, sich eher die DVD von NDH zuzulegen (ich hab die auch).

bei mir ist es halt so, dass in meinem wohnzimmer nur meine musikmaschine und keine glotze steht (und das find' ich gut so!) und dass ich lieber gut höre als schlecht sehe.
natürlich ist die doku von scorsese klasse und überzeugt auch eingefleischte fans, aber vielleicht mag man auch gerne nur die musik hören.

und das kann man mit dieser CD, die musikalisch den zeitraum 1961 bis 1966 umfasst und in erster linie live- und alternative takes bekannter songs enthält, aber zb auch ein herrliches tribut an woodie guthrie ("this land is your land").

schon an anderer stelle habe ich festgehalten, dass die bootleg-series unverzichtbar sind, sie sind substantiell für das verständnis des menschen, des künstlers bob dylan, sind festgehaltene spuren seiner wege in seinerzeit unerforschte gebiete.

dies trifft auch hier zu und um die eingeforderte kohle ist das - überhaupt in anbetracht der gediegenen aufmachung eh fast nachgeschmissen.

tja, was soll man an dieser stelle noch sagen: "blowin in the wind", ebenso "masters of war", "a hard rains are gonna fall", "mr. tambourine man", "its all over now, baby blue" und ähnliche kaliber in berührenden live-versionen, großartige alternative takes von "tombstone blues", "desolation row", "highway 61", "stuck inside of mobile"...
eine fundgrube!

auch klanglich schwer in ordnung und kein vergleich zu den unter der hand erhältlichen "bootlegs" aus dieser zeit.

solche veröffentlichungen lässt man sich gerne gefallen, also mehr davon bitte!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WUNDERBAR als Ergänzung und/oder "Einstiegsdroge"!, 8. Januar 2011
Von 
Das Sammeln nimmt kein Ende. Selbst wenn man schon etliche Bob-Dylan-Alben zuhause im CD-Schrank stehen hat, findet sich immer wieder ein Lichtblick in der fast undurchschaubar dichten Dylan-Chronologie.
Freilich war (und ist) es zum einen ein geschickter Schachzug, die "Bootleg-Series" auf den Markt zu werfen. Auf diese Weise lassen sich auch mühelos nicht ganz 100%ig astreine und High-Tech-Studiocleane Aufzeichnungen verkaufen. Zum anderen aber ist es aber auch ein wirklich unverzichtbarer Bestandteil der neueren Musikgeschichte, der völlig zurecht an die Öffentlichkeit gebracht wird.
Natürlich: Auch ich finde nicht alle Scheiben der Bootleg-Serie berauschend und besitze auch nicht alle Platten. NO DIRECTION HOME allerdings, das ich auch in DVD-Form an dieser Stelle herzlich weiterempfehlen möchte, ist ein Volltreffer ins Schwarze! Neben Nr. 5 - der Rolling Thunder Revue von 1975 (ein grandioser Livemitschnitt ) und Nr. 8 - TELL TALE SIGNS (Rare & unreleased 1989-2006) - ist das hier - wenigstens für Dylan-Sammler - ein Musthave für den Plattenschrank.
Die Reihenfolge der Songs ist phantastisch gewählt und diese gehen teilweise sogar fließend - ohne Unterbrechung - "ineinander" über. Es ist herrlich mitanzuhören, wenn der blutjunge Gitarrenpoet "I'm a Rambler, I'm a Gambler..." leidenschaftlich ins Tonbandgerät singt oder wenn Dylan seine Interpretation von "This Land is Your Land" zum Besten gibt. Außerdem sind viele Alternative-Takes zu hören, die - so finde ich - oftmals sogar besser als die eigentlichen Album-Veröffentlichungen klingen (mir persönlich geht's beispielsweise bei "It's All Over Now, Baby Blue" so). Ebenso sind die Live-Versionen sämtlicher Songs ebenfalls hörenswert...

Dazu kommt noch, dass - ich weiß nicht, ob es nur mir so geht - ich solche Scheiben immer und immer und immer wieder hören kann. Dylan nützt sich einfach nicht ab! Seine manchmal etwas eigenwilligen Rhythmen und der Gesangseinsatz faszinieren mich immer wieder aufs Neue...

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt für meinen Geschmack auch. Immerhin setzt sich NO DIRECTION HOME ja aus zwei CDs zusammen.

Wenn man bedenkt wie viele - oft unnötige - Bestof-Platten und Live-Mitschnitte anderer Künstler und Bands auf den Markt geworfen werden, so grenzt es - was Bob Dylan betrifft - schon an ein kleines Wunder, dass er sich - trotz so vieler erschienener Platten - nicht und nicht zu wiederholen vermag.
Egal, ob er selbst mitbestimmt, welche seiner Aufzeichnungen an die breite Öffentlichkeit gelangen oder ob Marketingexperten oder Manager sich dieser Sache annehmen - in Mr. Dylans Fall sind wirklich GUTE Leute am Werk, die nicht nur vom Geschäft, sondern noch mehr etwas von richtig guter Klassemusik verstehen - BRAVO!!

Weitere Kaufempfehmungen der Bootleg-Serie (neben sämtlichen Studio-Alben) meinerseits:
- Nr. 5: THE ROLLING THUNDER REVUE 1975
- Nr. 8: TELL TALE SIGNS

Auch Menschen, die nicht so glühende Dylan-Fans wie ich sind, können bei NO DIRECTION HOME bedenkenlos zugreifen!
Es mag abgedroschen klingen, aber bei Bob Dylan trifft das irgendwie wirklich zu: Bei seinen Platten kann man eigentlich nichts falsch machen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch., 15. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Allein die unglaublich genialen Versionen von "Ballad of a Thin Man" und "Like a Rolling Stone" mit dem wunderbaren Orgelspiel von Garth Hudson sind den Kauf wert.
Dann der Judas-Ruf aus dem Publikum: Der authentische Beweis dafür, dass es schon damals ein erschreckend Maß an Kleingeistigkeit und Anmaßung einer bestimmten verschissenen Dylan-Klientel gab, die einem durch die Jahre bis zum heutigen Tag immer wieder begegnet; ich mußte spontan an die Anfeindungen denken, denen Dylan bei seiner - meiner Meinung nach - erstklassigen "Saved" ausgeliefert war ...
Tolles Bootleg - What a man!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie aus Bob His Bobness wurde, 13. April 2009
Von 
2005 war ein phänomenales Jahr für die Dylan - Gemeinde. Nach jahrzehntelangem Rätseln um weiße Flecken in Leben und Werk des Meisters äußerte sich der Verehrte schließlich nach ewiger Verweigerung getreu der Devise "Don't Look Back" auf einmal selbst. Zusätzlich zur (wiederum stark stilisierten) Autobiographie "Chronicles" kam ein hervorragender Dokumentarfilm über Dylans frühe Karrierejahre (genauer von den Anfängen bis zum Rückzug ins Privatleben nach seinem Motorradunfall 1966) von Martin Scorsese ins Kino, der dem Fan sowie dem Neueinsteiger schon lange begehrte Informationen über den Lebensweg des Meisters liefert.
Natürlich mußte zu einem Ereignis dieser Größenordnung auch ein entsprechender Soundtrack her und so erschien in der immer wieder hochgelobten "Bootleg Series" diese wunderbare Doppel - CD, die einem ermöglicht, das Phänomen Dylan von der (angeblich) ersten Aufnahme überhaupt (1959) bis zur sensationellen Liveversion von "Like A Rolling Stone" (17. Mai 1966) aus der Free Trade Hall in Manchester durch die frühen Jahre seiner einmaligen Karriere zu begleiten.
CD 1 ist dem Werden des Meisters vom klampfenden Teenager Robert Zimmerman über den Folkie und Protestsänger in New Yorker Village, als der er eine Fangemeinde um sich scharte, die ihn fast gottgleich verehrte, bis zur langsamen Abkehr von den Idealen der Folkbewegung und der Entstehung der ersten rätselhafen Songwortkaskaden gewidmet. Viele Schätze finden sich hier, z. B. Dylans allererste Aufnahme "When I Got Troubles", natürlich nicht wegen der großartigen dichterischen Leistung (und schon gar nicht wegen der Aufnahmequalität), sondern wegen des historischen Werts, über die ersten Gehversuche in New York (alternative Version des "Song To Woody" vom Debutalbum, eine wunderbare Liveversion von Guthries "This Land Is Your Land" und bisher unveröffentlichte Alternate Takes und Liveaufnahmen von Klassikern wie "Blowin' In The Wind", "Masters Of War", "Mr. Tambourine Man" oder "Chimes Of Freedom". Die CD endet prophetisch mit "It's All Over Now, Baby Blue", im zweiten Teil wird der radikale Bruch vollzogen.
CD 2 reflektiert zwei der turbulentesten Jahre (1965/66) in Dylans Karriere, in denen er sich von den Idealen der Folkbewegung abkehrte und mit Band und elektrischen Instrumenten ins Studio ging und auftrat. Besonders interessant ist dieser Teil für den Fan, weil man hier endlich alternative Versionen zu den Songs bekommt, die noch immer zu den besten in seinem Schaffen gehören und weil diese Phase in den ursprünglichen "Bootleg Series" (wohl kaum ohne Kalkulation) bis auf einige wenige Demos ausgespart wurde. Hier sind sie also endlich, Versionen der großen Meistersongs, die es nicht auf die Alben schafften, jede einzelne ein Schatz für den Dylanologen und den normalen Fan, die sich kaum satthören werden können an den Alternative Takes von Großtaten wie "Just Like Tom Thumb's Blues", "Desolation Row", "Visions Of Johanna" oder "Tombstone Blues". Ergänzt wird der essentielle Kanon durch drei herausragende Liveaufnahmen, eine krachende Version von "Maggie's Farm" vom berühmten Auftritt beim Newport Folk Festival, sowie ein ausgezeichnetes "Ballad Of A Thin Man" und die bereits sattsam bekannte ultimative Version von "Like A Rolling Stone", beide aufgenommen auf der legendären Großbritannien - Tour im Frühahr 1966.
Zu den beiden CDs gibt es noch ein schönes Büchlein mit der üblichen Portion Heldenverehrung durch den einstigen Stones - Manager Andrew Loog Oldham und Al Kooper, sowie wenig erhellende Infos über die Songs auf den CDs, dafür allerdings eine erfreuliche Vielzahl Dylan - Fotos aus dem reflektierten Karriereabschnitt vom pausbäckigen Teenager zuhause in Duluth bis hin zum androgynen, unnahbaren Dichterfürsten von 1966.
Wie für jeden anderen bisher erschienenen Teil der Bootleg - Series gilt auch hier: Uneingeschränkt zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Altbekanntes NEU!, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bootleg Volume 7 (Movie Soundtrack) (MP3-Download)
Wer die Akustik Ära von B. Dylan liebt, kann hier bedenkenlos zugreifen.

Einige Alternative Aufnahmen haben bei mir die Endversionen abgelöst - Großes Hörvergnügen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


20 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Philologen, 4. September 2005
Von Ein Kunde
Nachdem bislang jede Neuerscheinung der Dylan-Bootleg-Serie fast schon als unverzichtbar zu nennen war, ist Volume Nr. 7 die erste, bei der einen ein seltsames Gefühl beschleicht: Hier könnte erstmals Geschäftemacherei mit der Sammelwut der Dylan-Philologen betrieben worden sein.
Neben einigen interessanten Frühwerken (I was young when I left home, war übrigens schon auf der Bonus-CD zu "Love and Theft" greifbar, ist also nicht wie hier angegeben ein first release)und einigen großartigen Live-Versionen (Maggies Farm aus Newport - Ja, genau von dem legendären Auftritt beim Newportfestival!!!! und Ballad of a thin Man von der England-Tournee) gibt es vor allem Alternate Takes aus der berühmten Alben-Trias Mitte der 60-er zu hören. Und fast jede dieser erstmals präsentierten Versionen macht klar, warum ihr die spätere Album-Version vorgezogen wurde. Akribische Vergleiche werden zwar herausgefordert und sind mitunter auch lohnend, aber manche der ausgegrabenen Versionen sind einfach den offiziellen zu ähnlich, um wirklich erhellend zu sein.
Kurzum: die erste leichte Enttäuschung in der Bootleg-Serie. Das Material der 60-er dürfte ziemlich ausgepresst sein - vielleicht gibts ja noch interessante Live-Tapes, sonst wird man sich ab Vol. 8 wohl verstärkt der Zeit nach dem Motorradunfall widmen müssen..
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 3. November 2005
Von Ein Kunde
Dies ist die bisher schwächste Doppel- CD der Bootleg- Series. Während die vorherigen CDs dieser Reihe alle Erwartungen erfüllt haben, kommt hier erstmals Langeweile auf: Die 60er Jahre sind durch die Bootleg Series Vol. 1-2, sowie Vol. 4 und 6 einfach ausgereizt. Das Material dieser CD ähnelt einfach zu sehr den schon bekannten Versionen (ein paar Glanzstücke sind allerdings drauf: z.B. Masters of War, Just Like Tom Thumb's Blues, Desolation Row und Maggies Farm auf dem Newport Festival). Es wäre viel spannender, wenn Sony mal ein Konzert aus den 90er Jahren veröffentlichen würde, die ja teilweise herausragend waren und die in guter Tonqualität mitgeschnitten wurden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts für Sammler, 15. März 2012
Vorsicht Sammler - Finger weg von dieser CD

Die Musik in Ihrer Qualität steht ausser Frage. Was den Abzug von vier Sternen verursacht ist die Aufmachung.

Alle bisherigen Teile der Bootleg-Serie sind in einem schönen Pappschuber mit einem zusätzlichen Bocklet erschienen und nun das hier.

Ein einfaches Jewelcase ohne Pappschuber und ohne zusätzliche Unterlagen.

Das dies auch anders geht, sieht man bei der Volume 4 der Bottleg-Serie auch aus der 3-für-2 Aktion. Gleicher Preis wie Vol.7, jedoch die weitaus schönere Aufmachung mit Schuber und Zusatzbuch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen